Oxalsäurebehandlung mit guten Nachrichten

Oxalsäurebehandlung am 10.12.2017Gestern am letztmöglichen Winterkältetag bei Minustemperaturen konnte Reinhold die Oxalsäurebehandlung zur Varroabekämpfung bei all unseren 14 Völker erfolgreich durchführen. Erfolgreich heißt zunächst, es war kalt genug, dass die Bienen noch in einer kompakten Traube behandelt werden konnten, das Träufeln mit der neuen Pipettenspitze* vom Handling her geklappt und die Runde über alle unsere 6 Standorte in Bamberg rechtzeitig abgefahren war, bevor das Carsharing-Auto wieder in den Stall zurückgebracht werden musste.

Allen Völkern geht es gut, es brummt und wuselt in den Stöcken, dass es heuer eine Freude ist. Das ist ja nicht immer so. Meist sind ein, zwei, Kümmerlinge dabei, von denen nicht so klar ist, ob sie den Winter überstehen. Aber selbst unser Problemvolk, bei dem wir bei der Königin eine Art Legestörung beobachtet hatten, hat super wieder aufgeholt. Die Behandlung vor der Wintersonnenwende am 21.12., also bevor die Legetätigkeit wegen der wieder länger werdenden Tage und durch den Wärmeanstieg, der bei uns um die Weihnachtszeit fast immer zu erwarten ist, durchgeführt zu haben, ist sehr beruhigend.

Wir sind guten Mutes und können nun so richtig die zweite Hälfte der Adventstage genießen! Das wünschen wir auch euch allen!

* Unsere Spritze besitzt ein Luer-Lock-System, daher passte die Pipettenspitze nicht direkt auf die Kanüle, aber dann doch auf den Schlauch.

Oxalsäurebehandlung am 10.12.2017

 

9. Tür im Adventskalender der Bamberger Schulbiene

9.
Was Bienen wirklich träumen können,
das können Menschen wohl nicht kennen.
Lasst es bloß kein‘ Albtraum sein,
von Gärten aus allein nur Stein,
von Unkrautgift und Rasentrimmer,
von einer Welt, kaputt für immer.

Fotografisches Experiment mit Bienen, Foto © Elke Puchtler

Glyphosat-Petitionen in Sachen Schmidts Alleingang

Der Schrei – Edvard MunchEin Sturm der Entrüstung zur Glyphosat-Entscheidung im Alleingang des Agrarministers Christian Schmidt in Brüssel. Über die hier folgende (alphabetisch nach Institutionen geordnete) Sammlung hinaus finden Sie weitere Kampagnen auch in unserer Petitionsliste, die wir ständig aktualisieren.

Organisation: Avaaz – die Welt in Aktion (Sitz: New York)
Um was es geht: Rücktrittsforderung zu Christian Schmidt. „Ein Mann hat gestern über das Schicksal von 500 Millionen Menschen gerichtet: Landwirtschaftsminister Schmidt. Im Alleingang hat er eine fünfjährige Verlängerung von Glyphosat durchgedrückt. Es ist unfassbar! Er hat dreist gelogen und die Interessen der Industrie vor die der Bürger gestellt. Lasst uns mit nur einem Klick seinen Rücktritt fordern und den Aufruf überall teilen!“
Link zur Petition
[Letzter Zugriff: 29.11.2017]

Organisation: Der Bund Naturschutz – BUND Naturschutz in Bayern e. V. (Sitz: München)
Um was es geht: „Gemeinsam gegen Glyphosat. Glyphosat ist laut Krebsforschungsagentur der WHO wahrscheinlich krebserregend beim Menschen – und es trägt maßgeblich zum Artensterben in der Agrarlandschaft bei. Der BUND hat sich heute mit einem offenen Brief an Angela Merkel gewendet. Wir fordern die Kanzlerin auf, die nationalen Spielräume zu nutzen und Glyphosat in Deutschland so schnell wie möglich zu verbieten. Unterschreiben Sie jetzt unseren Online-Appell „Schluss mit Glpyphosat, Frau Merkel!“
Link zur Petitition
[Letzter Zugriff: 29.11.2017]

Organisation: Campact! – Bewegt Politik. (Sitz: Verden / Aller)
Um was es geht: „Der Monsanto-Minister muss gehen! Mit Tricks und Täuschung  setzt Agrarminister Schmidt in Brüssel fünf weitere Jahre Glyphosat durch. Wir fordern: Schmidt muss gehen – und die nächste Regierung das Glyphosat-Aus für Deutschland beschließen. Unterzeichnen Sie jetzt unseren Eil-Appell.“
Link zur Petition
[Letzter Zugriff: 29.11.2017]

Organisation: Foodwatch e. V. (Sitz: Berlin)
Um was es geht: „In einem beispiellosen Vorgang hat Agrarminister Christian Schmidt die Zulassung des umstrittenen Pestizids Glyphosat in der EU für weitere fünf Jahre erwirkt. Er hat dabei nicht nur SPD-Umweltministerin Barbara Hendricks brüskiert, sondern hunderttausende Verbraucherinnen und Verbraucher vor den Kopf gestoßen, die für ein Verbot kämpfen. Sofort nach der Entscheidung in Brüssel hat Frankreich ein nationales Verbot von Glyphosat angekündigt. Ein solches Verbot ist auch in Deutschland möglich! Schreiben Sie jetzt an den SPD-Vorsitzenden Martin Schulz und fordern Sie ihn auf, ein Glyphosat-Verbot bei den anstehenden Koalitionsgesprächen zur Bedingung zu machen!“
Link zur Petition
[Letzter Zugriff: 29.11.2017]

Organisation: Change.org e. V. (Sitz: Berlin)
Um was es geht: Stoppen wir Glyphosat jetzt in Deutschland – so wie in Frankreich auch. Die Petition richtet sich an die Bundesregierung.
Link zur Petition
[Letzter Zugriff: 01.12.2017]

Organisation: Change.org e. V. (Sitz: Berlin)
Um was es geht: Glyphosat-Votum: Untersuchung und Konsequenzen gegen Agrarminister Christian Schmidt, CSU. Die Petition richtet sich an Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Bundesregierung.
Link zur Petition
[Letzter Zugriff: 01.12.2017]

Organisation: Greenpeace e. V. (Sitz: Hamburg)
Um was es geht: „‚Totalherbizid Glyphosat weiter zugelassen‘. Wir haben für Sie einen Online-Aufruf an den SPD-Vorsitzenden Martin Schulz vorbereitet. Fordern Sie die SPD auf, in den anstehenden Gesprächen mit der CDU/CSU durchzusetzen, dass die kommende Bundesregierung Glyphosat umgehend in Deutschland verbietet. Greenpeace will den starken Artenrückgang der letzten Jahre in Europa stoppen. Deshalb: Lassen Sie uns den Eklat nutzen! Machen Sie jetzt mit – für ein nationales Verbot von Glyphosat in Deutschland.“
Link zur Petition
[Letzter Zugriff: 29.11.2017]

Organisation: Umweltinstitut München e. V.  (Sitz: München)
Um was es geht: „Eil-Aktion: Der Monsanto-Minister muss gehen! Mit seinem Alleingang hat Schmidt dafür gesorgt, dass das umwelt- und gesundheitsschädliche Gift weiter auf unseren Äckern landet. Denn ohne die Zustimmung der Bundesrepublik hätte es unter den Mitgliedstaaten keine Mehrheit für das Ackergift gegeben. Schmidt hat nicht nur Umweltministerin Hendricks (SPD) übergangen, sondern auch mehr als 80 Prozent der Menschen in Deutschland, die für ein Verbot des Gifts sind.
Ein Minister, der für die Durchsetzung von Konzerninteressen so weit geht, demokratische Grundsätze zu missachten, darf nicht länger im Amt bleiben! Beteiligen Sie sich jetzt an unserer gemeinsamen Eil-Aktion mit Campact und fordern Sie Kanzlerin Merkel auf, Minister Schmidt vor die Tür zu setzen!“
Link zur Petition
[Letzter Zugriff: 29.11.2017]

Tierisch entspannt – der frischgebackene Imkerfacharbeiter Reinhold

Tierisch entspannter Imkerfacharbeiter Reinhold„Facharbeiter Bienenwirtschaft“ (kurz: Imkerfacharbeiter) heißt’s in Österreich, was sich bei uns in Deutschland „Tierwirt Fachrichtung Imkerei“ (vor 2005: Tierwirt Schwerpunkt Bienenhaltung)“ nennt. Wie auch immer – Reinhold Burger hat die europaweit anerkannte Ausbildung an der Niederösterreichischen Imkerschule (Landwirtschaftlichen Fachschule im Bildungszentrum Warth-Aichhof) mit „ausgezeichnet“ (also sehr gut) geschafft, worauf ich als seine Partnerin natürlich mächtig stolz bin.

Als „Spätberufener Ü50“ ist es nicht so easy, sich noch einmal neu zu orientieren. Dazu gehört Mut, Hingabe und Konzentration. So musste er vor allem Letzteres in der vergangenen Blockunterrichtswoche vom 13.-17.11.2017 aufbringen, die mit einer Prüfung über den gesamten Lernhorizont (bei normalen Auszubildenden sind das drei Jahre Stoff) erstreckt.

Reinhold hingegen konnte durch nachgewiesenes Vorwissen und durch sein Diplom (als Geograph) erheblich abkürzen. So absolvierte er lediglich diese und zwei weitere Wochen im Frühjahr, in der er mit 15-20 anderen Imker(innen) in Warth (südlich von Wien in der „Buckligen Welt“ gelegen) zum Unterricht antreten musste bzw. durfte. Dieses und all die vielen Lernabende zuhause haben sich gelohnt.

Der nächste Schritt nun ist die Anmeldung zur Meisterausbildung. Der Antrag ist geschrieben, und dann heißt es erneut: Selbsstudium, und zwar 2,5 Jahre lang. Nun, er ist drin im Lernen und für unsere Bienen und Schulbienenschüler/innen ist ihm da nichts zu viel. Natürlich profitiere  ich ebenfalls von seinem systematischen Lernen. In vielen Gespächen (nicht nur zum Abfragen von Stoff) erfreuen wir uns gegenseitig über spannendes Neues und aufgefrischtes Wissen rund um Bienen und deren Lebensraum, über Honig und weitere Bienenprodukte, über Imkerei und – ja, auch Betriebswirtschaft und „Standeskunde“, wie es in Österreich üblich ist.

Bildungszentrum Warth-Aichhof mit niederösterreichischer Imkerschule

Bildungszentrum Warth-Aichhof mit niederösterreichischer Imkerschule

Warum gerade Österreich? Wir hier in Franken bzw. Bayern wissen die fundierten Bildungsmöglichkeiten unserer nahen Nachbarn zu schätzen. Auch ich selbst habe ein österreichisches Diplom (Erwachsenenbildung) erhalten, welches in der einmalig gut vermittelten Form erst zehn Jahre später auch für Deutschland adaptiert wurde. Gerade in der Imkerei ist es sinnvoll, über den eigenen Tellerrand zu schauen, müssen wir uns länderübergreifend austauschen und zusammenhalten. Daneben waren ausschlaggebend die Organisation der Ausbildung als Blockunterricht sowie weitere für Reinhold optimalere Zulassungsvoraussetzungen.

Was mit den Auszeichnungen anzufangen ist, spielt im Grunde jedoch eine untergeordnete Rolle. Wichtig ist, das eigene Wissen zu mehren und an andere weiterzugeben. Wir brauchen es dringend, denn „von nichts kommt nichts“. Wir müssen das Ruder hart herumreißen, wenn wir der Welt die Bienen erhalten wollen. Nicht später mal irgendwann vielleicht …, sondern JETZT und ohne Altersbeschränkung.

Facharbeiterbrief (Urkunde) Bienenwirtschaft für Reinhold Burger

Teilnehmer der Prüfung zum Facharbeiter Bienenwirtschaft in Warth am 17.11.2017
© LFA NÖ (http://www.lehrlingsstelle.at)

 

Klimawandel und neue Bienenkrankheiten – Vortrag von Reinhold Burger

Neue Bienenkrankheiten, auch in Franken? Was der Klimawandel erwarten lässt“ lautete der Titel des Vortrags am 03.09.2017 zur BIWa-Sonntagsöffnung. Mittlerweile hat Reinhold Burger die Powerpoint überarbeitet, denn aus Gründen des Urheberrechtsschutzes können leider nicht alle Fotos gezeigt werden. Was jedoch gut wäre, denn alle Gärtner/innen könnten ihren Beitrag zur Eindämmung einer möglichen Invasion von Kleinem Beutenkäfer oder Asiatischer Hornisse leisten. Doch gibt es hierzu kaum Fotos, die tatsächlich ohne rechtliche Bedenken herumgereicht werden können. Ein unbefriedigender Zustand. Im Gegensatz dazu sind wir selbst recht freigiebig mit unseren Informationen. Hier also der Vortrag als PDF.

Klimawandel

Gäste zum VortragEin Dutzend Gäste folgten den Ausführungen des Bienensachverständigen, der mit Fakten zum vom Menschen verursachten Klimawandel speziell in der Region Bamberg aufwartete. Temperaturtrends, Niederschlagsverläufe und die Phänologie – also periodisch wiederkehrenden Entwicklungserscheinungen in der Natur im Laufe eines Jahres – zeigen drastische Veränderungen auf. So beginnt beispielsweise die Apfelblüte in Bayern um rund vier Wochen früher als noch vor rund 30 Jahren. Aber auch die Niederschläge häufen sich im früher warmen September, der gemeinhin als Altweibersommer uns Älteren noch geläufig war.

Bienenkrankheiten durch Bienenschädlinge

Vortrag "Neue Bienenkrankheiten – auch in Franken?" von Reinhold BurgerDoch nicht nur das Klima hat Auswirkungen auf die Bienengesundheit. Neben ihr und der Nahrung sowie Umweltschadstoffen bzw. Pflanzenschutzmittel sowie dem Imker selbst sind Krankheitserreger Ursache notleidender Populationen. Manche Erreger werden durch parasitäre Bienenschädlinge eingebracht, wobei der Schädling außerdem durch Bisse auch das Wachstum von Larven schädigen kann oder die Bienen einfach abfängt zum eigenen Verzehr.

Eine der gefürchteten Eindringlinge könnte unter Umständen in naher Zukunft der Kleine Beutenkäfer (Aethina tumida) sein. Reinhold Burger ging der Frage nach, ob er klimatisch gesehen in Eurpa, bzw. im Raum nördlich der Alpen überleben könnte. Ja, das ist nicht mit Sicherheit auszuschließen. Seine Einschleppung wäre über die Trachtfahrten und den Völkeraustausch von Süd nach Nord möglich. Denn in Süditalien ist er bereits zur Gefahr geworden.

Präparat von Vespa velutinaEine weitere Bedrohung stellt die Asiatische Hornisse (Vespa velutina) dar, über die wir ebenfalls auf unserem Blog im Zusammenhang mit den Erkenntnissen der Veitshöchheimer Bienenforschungen bereits mehrmals berichteten, zuletzt im Januar.

Inzwischen bei uns etabliert, nicht heimisch und nicht erwünscht ist die Kirschessigfliege (Drosophila suzukii). Auch zu dieser ausführlich hier.

Zum Schluss ging Reinhold noch ein wenig auf die  Varroamilbe (Varroa destructor) ein. Das Dilemma hier ist, dass es hierzulande kaum mehr längere brutfreie Zeiten gibt, was die Winterbehandlung mit Oxalsäure zum Problem macht. Denn diese wirkt bekanntlich nicht in die Brutzellen hinein. Eine dritte Behandlung vor dem nahrungsmitteltechnisch bedingten Behandlungsstopp ab Januar mit Ameisensäure jedoch ist für die Bienen nicht verträglich.

Vortrag "Neue Bienenkrankheiten – auch in Franken?" von Reinhold BurgerDas Resümme

  • Der Klimawandel begünstigt die Ausbreitung neuer Bienenkrankheiten und Bedrohungen, ist jedoch nicht deren Ursache
  • Ursächlich für die Verbreitung neuer Bienenkrankheiten und Bedrohungen sind meist der globale Warenaustausch nebst Bienentransporten
  • Bienen sind generell sehr anpassungsfähig und kommen mit dem Klimawandel (gut) zurecht
  • Imker müssen ihre Betriebsweise auf klimabedingte Änderungen von Rahmenbedingungen einstellen

Veitshöchheimer Imkertag 2017 (5): Stand zur Varroa

Vortragender Dr. Stefan BergFolie Populationsentwicklung aus Vortrag Dr. Stefan Berg zum Stand der Varroa„Und, haben Sie schon gezählt, wieviele Varroa haben Ihre Völker?“ Die Trachtzeit war in weiten Teilen Bayerns bereits am 26./27.06. vorbei und somit wird es Zeit, die Milben zu zählen, mahnte Dr. Stefan Berg einrdringlich und stellte sodann den aktuellen Stand zur Varroabehandlung dar.

Es sind die Biotechnik, die Sommerbehandlung (Ameisensäurebehandlung mit Nassenheider professional, Liebig-Dispenser sowie MAQs) und Winterbehandlung (Oxalsäure) anzuwenden. Außerdem empfiehlt er entgegen früherem Anratens aktuell KEINE Einfütterung vor der Behandlung. (P. S.: Aumeier/LIebig hatten dies immer schon propagiert.)

Zugelassene Behandlungsmethoden, Folie Vortrag Dr. Stefan Berg zum Stand der Varroa.Berg offerierte eine kompakte Übersicht zugelassener Mittel, bevor er einzelne neue bzw. geänderte daraus näher vorstellte.

Neu sind:

  • Oxuvar in der Dosierung 5,7% (Biovet). Sie ist für die Sommer- und Winterbehandlung geeignet und zwar in Form von Träufeln oder Sprühen.
  • Varromed. Oxalsäure für Frühjahr/Herbst/Winterbehandlung
  • Polyvar Yellow Flumethrin für Spätsommer/Herbstbehandlung, wobei hier Resistenzen möglich sind.

Nicht besonders gut funktioniert seinen Erkenntnissen nach Apitraz mit nur 2 Streifen. In den restlichen nicht bestreiften Wabengassen verliert es die Wirkung, außerdem neutralisiert der Kontakt mit dem Wachs den Wirkstoff.

Nach der gefühlt zehnten Ankündigung von HopGuard®, auf dem große Hoffnungen ruhen, ist leider immer noch keine Markteinführung erfolgt.

Ein Tipp zum Schluss: Keine kühle Ameisensäure in den Verdunster geben, da sich die Säure beim Erwärmen ausdehnt und sich somit aus dem Dispenser zu stark herausdrückt.

Wie immer gab es aus dem Publikum zur Varroa etliche Fragen, die Dr. Berg geduldig wie immer beantwortete. Es ist einfach das uns alle bewegendste Thema, bei dem viel falsch gemacht werden kann. Sich alleine mit Methoden wie dem Muller-Brett oder Thermobehandlungen (Bienensaune) zu behelfen ist laut dem Leiter des Fachdienstes Bienen der LWG nicht ratsam, obwohl eine gewisse Wirksamkeit nicht zu bestreiten ist.

Veitshöchheimer Imkertag 2017 (4): Wachs

Fachberater Johann Fischer demonstriert WacherstellungWachs ausschwitzen können Bienen nach dem 10.-12. Lebenstag, aber auch ältere Lebensalter verfügen über diese Möglichkeit, sofern akuter Bedarf besteht, so Johann Fischer, Fachberater für Bienenzucht in  Schwaben auf dem Veitshöchheimer Imkertag. Die gelbe Farbe erhält das Wachs durch Pollenöl, Kitt und Fett. Insgesamt besteht Bienenwachs aus über 300 Bestandteilen. Lediglich vier davon haben einen Anteil von mehr als 5%. Ob es in dabei Unterschiede zwischen den Bienenrassen gibt, ist noch nicht erforscht.

Bienenwachs ist der erste Behälter für unseren Honig. Fettlösliche Substanzen wandern in den Honig, wenn das Wachs mit Schadstoffen gesättigt ist und bilden dort Rückstände.

Vortrag Johann Fischer zu WachsBesonders hohe Rückstände laut den Analysen des Bienengesundheitsdienstes sind beispielsweise die Varroazide Coumaphos (Handelsname „Perizin“) und Thymol sowie das Pflanzenschutzmittel Fluvalinat (Apistan®). Daneben finden sich Rückstände von Brompropylat (ein Akarizid und Varroazid, früher verwendet als Streifen unter dem Handelsnamen „Folbex VA“), Paradichlorbenzol (früher als WC-Steine und als Mottenkugeln verwendet), das Fungizid Boscalid (z. B. für Rapsspritzungen) und das Insektizid Labda-Cyhalothrin. Einige daraus sind bereits nicht mehr in Deutschland bzw. der EU zulässig.

Neben dem möglichen Eingang in den Honig sind diese Schadstoffe brutgefährdend.

Was ist reines Wachs?

Eine gute Frage. Denn man höre und staune – es gibt keine gesetzlichen Regelungen. Die Definition von „rein“ legt jeder für sich aus. Ist es unverfälscht, rückstandsfrei, gereinigt oder garantiert rein?

Die Pharma-Industrie (1), die Lebensmittelindustrie (2) und die Kerzenhersteller (3) bedienen sich zwar bestimmter Prüfmethoden und Tests, beispielsweise den Test auf Paraffin und Glycerol (1) oder Schwermetalle wie Arsen, Blei und Quecksilber (2) oder die Gesamtkohlenwasserstoffmenge von maximal 18% (3). Doch das ist je nach dem irrelevant. Nicht nur seit dem letzten Wachspanschskandal, der nicht der erste und letzte seiner Art sein dürfte, ist ein eigener Wachskreislauf geboten. Wir hatten hierzu bereits ausführlich geschrieben.

Folie im Vortrag von Johann Fischer zu Untersuchungsstellen für WachsrückständeFischer empfiehlt:

  • Wachsumarbeiter ihres Vertrauens aufsuchen
  • Je nach Verfahren ab ca. 20 Kilo möglich, Kosten ca. € 4 pro Kilo
  • Restmenge erhält man zurück. Wenn nicht, ist was faul
  • Stellen Sie Rückstellproben sicher und sagen sie das am besten auch
  • Um Rückstände bei Verdacht untersuchen zu lassen, gibt es verschiedene Stellen, siehe Folie

Halbautomatische Walzanlagen (Mittelwandpresse) (hier der Marktführer Rietsche) sind nicht unbedingt billig und kosen ca. 5-7.000 Euro. Daher wäre es eine gute Idee, andere Imker mit einzubeziehen, so wie in Schwaben geschehen. Mittlerweile hat sich der Kauf amortisiert und es gibt sogar ein kleines „Zubrot“ aus dem Betrieb.

Solange tun es auch Prägeflächen aus Silikonformen, die mit Kartoffelstärkewasser oder Spülmittel bestrichen werden, damit sich das Wachs gut ablösen lässt. Wassergekühlte Mittelwandgießformen sind für € 700-800 zu haben, luftgekühlte für € 500-600. Aus ersteren erhält man in der Stunde ca. 60-70, aus letzterer ca. 40-60 Mittelwände.

Auch wir rüsten derzeit um auf eine eigene Wachsstraße. Der Wachsklärbehälter ist bereits gekauft. Die verschiedenen Möglichkeiten, Mittelwandrähmchen herzustellen, die uns im Vortrag gezeigt wurden, werden wir auf Machbarkeit hin überprüfen. Denn sehr gerne würden wir das auch für Bamberg anbieten, doch fehlt uns definitiv der Wirtschaftsraum dafür. Wer also was weiß …

Veitshöchheimer Imkertag 2017 (2): Bee-Warned-Projekt – Kleiner Beutenkäfer und Asiatische Hornisse

Vortrag Dr. Nicole Höcherl zu Bee WarnedUm den Kleinen Beutenkäfer (KBK), Aethina tumida und die Asiatische Hornisse, Vespa Velutina (VV) ging es Dr. Nicole Höcherl im ersten Vortrag zum Veitshöchheimer Imkertag am 09.07.2017. Die seit zwei Monaten an der LGW-FZB¹ beschäftigte Biologin bringt in der restlos besetzten Aula das im Aufbau befindliche Beobachtungsnetzwerk „Bee-Warned“ zur Kenntnis.

Folie Gefahr für Bienen, © Nicole HöcherlWährend der Kleine Beutenkäfer (hier mehr zu ihm) derzeit immer noch sein Unwesen in Italien treibt, hat es die Asiatische Hornisse (ausführlich hier), die übrigens nicht als agressiv gilt und im Gegensatz zur Riesenhornisse auch nicht rekrutiert, seit April 2016 ins schweizerische Freiburg geschafft. Beide haben hierzulande wie alle Neuzugänge keine natürlichen Feinde und müssen im Blick behalten werden, um nicht den selben Fehler wie bei der Varroamilbe zu machen, nämlich zu spät und außerdem falsch zu reagieren.

Folie Bee Warned, © Nicole HöcherlDaher plant man innerhalb des Frühwarnsystems für exotische Bienenschädlinge das Erstellen von Bestimmungshilfen und Schulungen für Bienensachverständige / Fachwarte, Veterinäre sowie alle Imker in Bayern. Außerdem soll ein Monitoringsystem mit Hotspotanalysen aufgebaut weden. Die Hotspots befinden sich beispielsweise in der Nähe von Flug- und Schiffshäfen.

Denn die Einschleppungsgefahr geht in Zeiten der Globalisierung gerade von diesen Punkten aus, die Umschlagplatz für Waren (Obst, Erde und möglicherweise Topfpflanzen) sind. Eine sehr realistische Gefahr besteht im Import von Königinnen oder ganzen Völkern, eine Parasitierung über Hummeln nicht ausgenommen. Ebenso könnten Schwärme in Schiffe und Flugzeugbäuche geraten und unfreiwillig ihren Weg zu uns finden. Dies natürlich besonders bei der Asiatischen Hornisse. Ebenfalls leicht könnte der Weg über den Einkauf gebrauchter Imkergeräte z. B. über Ebay oder Amazon erfolgen.

Folie Kleiner Beutenkäfer, © Nicole HöcherlWer sich nicht sicher ist, wen er da beobachtet hat, sammle verdächtige Käfer oder Larven in ein gut verschlossenes Gefäß ein, friere es mindestens 24 Stunden ein und sende es an das Referenzlabor für Tierseuchengeschehen, hier das Friedrich-Loeffler-Institut in Greifswald. Eine diesbezügliche Aktion sollte auch an die zuständige Veterinärbehörde und an das LWG-Fachzentrum Bienen in Veitshöchheim gemeldet werden. Denn zum räuberischen Verhalten der invasiven Arten kommen außerdem neue Viren hinzu. Diese gilt es ebenfalls im Auge zu behalten.

Die Zuhörenden waren sich einig: Ein fachkundiger Vortrag, der ein sehr ernstes Thema dennoch sehr angenehm präsentierte. Gerne würde ich hier Bestimmungshilfe zu diesen gefährlichen Exoten leisten. Doch da die Fotos nicht zur Veröffentlichung freigegeben werden konnten, verweise ich stattdessen auf die Wespenbestimmungshilfe (PDF) hin und hier auf das Merkblatt zum Kleinen Beutenkäfer.

Merkmale: Die Asiatische Hornisse ist kleiner als die Deutsche und ziemlich dunkel bis schwarz mit gelben Beinchen und einem orangfarbenen (statt gelben) Hinterleibseinde.

¹ Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau – Fachzentrum
Bienen

Veitshöchheimer Imkertag 2017 (1): Fundstücke im Gelände

Ilona am Veitshöchheimer Imkertag am 09.07.2017 Auf fünf Teile ist unsere Berichtsreihe zum Veitshöchheimer Imkertag 2017 am 09.07.2017 angelegt. Schließlich sind wir das denjenigen schuldig, die wegen unserer Fortbildungsreise eventuell an der Bienen-infoWabe vor verschlossener Türe standen.

Folgende Vorträge werden in laufender Folge von uns beschrieben:

  • BeeWarned – Vespa Velutina und dem kleinen Beutenkäfer auf der Spur (Dr. Nicole Höcherl)
  • Bienenweide für Beet und Balkon (Dr. Ingrid Illies)
  • Bienenwachs – Verfälschungen vermeiden, aber wie? (Johann Fischer)
  • Aktuelles zur Varroa (Dr. Stefan Berg)

Was wir auf dem – wie so oft brütendheißen – Freigelände und an den Informationsständen in Foyer und Sebastian-Englerth-Saal vorfanden und näher beäugten, ist hingegen heutiger Beitragsgegenstand.

Imkermarkt mit verschiedenen Imkereibedarfshändlern

Imkermarkt, Stand Gärtnerei Immengarten JaeschWieder mit dabei: Immengärtnerei Bernhard Jaesch, der zahlreiche für (Wild-)Bienen interessante Pflanzen bereit hielt. Doch da wir unseren Bamberger Bienengarten so ziemlich fertig haben unter Einschaltung hiesiger Gärtnereien, enthielten wir uns heuer des Kaufs. Beim nächsten Mal füllen wir dann etwaige Lücken auf, denn die Auswahl ist schon etwas besonderes. Seine Listen liegen übrigens bei uns in der Bienen-InfoWabe aus – einfach anfragen.

Uns zog’s in die etwas kühleren Innenräume. Folge Sie uns.

Wildlebensraumberatung in Bayern

Am Infostand Wildbienenlebensraumberatung berichtete uns die für Unterfranken zuständige Beraterin, Anne Wischemann aus dem Fachzentrum für Agrarökologie in Karlstadt, über die Aufgabengebiete des von der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft regional eingerichteten Beratungsdienstes.

Die Beratungsleistung bestand heute für uns darin, dass wir vom Institut für Biodiversitätsinformation e. V. (IfBI) aus Ebern erfuhren, die z. B. Lebensräume für Wildbienen aufsuchen und über einen längeren Zeitraum beobachten möchten. Da könnte man doch glatt zu uns in den Bienenweg 1 nach Bamberg kommen und unsere neu angesäte Bienenblühwiese observieren. Netzwerken also ist eine der Hauptaufgaben, und da lässt sich sicherlich gut andocken, denn das ist ja auch eine der unsrigen selbstgestellten Aufgabe.

Schau-Bienenweiden auf dem Versuchsgelände der LWG VeitshöchheimPassend dazu auch unser Gang zu den Bienenblühweiden, die uns immer wieder mit ihrer Vielfalt erfreuen. Nun haben wir inzwischen ebenfalls eine Blühwiese an der Bienen-InfoWabe, doch die Überlegungen dazu gingen vor einigen Jahren von hier aus.

Kleine Biene ganz groß – Die Honigbiene unter der Lupe

Mikroskopieaufbau im Saal der LWGUnter neuesten Mikroskopiergeräten (Bresser Science ETD 101 binokular 2-D-01-1 Nimax) konnten verschiedene Bienenbestandteile genauesten betrachtet werden. Pro Gerät waren heweils ein Präparat mit z. B. Kopf, Beine oder Stachel der Biene sowie eine Varroamilbe von oben und unten studierbar. Erklärungen gaben die daneben liegenden Detailzeichnungen. Toll gemacht!

Auch wir haben einige Mikroskope in der Bienen-InfoWabe, die natürlich längst nicht in dieser Kategorie mitspielen können. Dennoch – die Neugier zu wecken, den winzigen Tierchen ihre Geheimnisse zu entreißen vermögen sie ebenso.

Bienengesundheitsdienst

Stand des Tiergesundheitsdienstes / BienengesundheitsdienstIn unserem Blog oft erwähnt und im Jahresprogramm 2016 bereits zu Gast: Dr. Andreas Schierling am Stand seines Bienengesundheitsdienstes (Tiergesundheitsdienst) aus Grub.

Plakat am Stand des Tiergesundheitsdienstes / BienengesundheitsdienstVerschiedene Präparate, ein ausführliches Poster sowie ein Ständer mit zahlreichen Merkblättern und Antragsformularen sowie natürlich eine kompetente Beratung erwartete die Besucher. Übrigens sind seit 2018 auch Wachsanalysen kostenfrei möglich. Einen Satz dieser Anträge finden Sie auch bei uns in der Bienen-InfoWabe zum Mitnehmen.

Zu diesem Thema mehr im Vortrag von Johann Fischer: Bienenwachs – Verfälschungen vermeiden, aber wie?“ in der dritten Folge unserer Blogberichtsreihe.

Masterarbeiten

Masterarbeit zur WildbienenfaunaÜber die Auswirkungen von „Hypothermie auf das Verhalten von Arbeiterinnen (Apis mellifera)“ und zu „Beobachtungen und Untersuchungen der Bienen/Wildbienenfauna bei Beet- und Balkonpflanzen“ informierten großflächige Plakate, jeweils mit persönlichen Ansprechpartnern aus der Justus-Liebig-Universität Würzburg (Arne Kablau) und der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (Franz Härtl). Diese stellten ihre Masterarbeit vor und gaben bereitwillig Auskunft.

Masterarbeit zur HypothermieEin (vorläufiges) Ergebnis daraus: Die Behandlung hat Auswirkungen auf die Brut. Die auch mit Objekten vorgestellte Untersuchungsmethode zeigt die Sensitivität bei verschiedenen Zuckergaben auf. Außerdem: Die Mortalitätsrate unterschiedlicher Bienenlebensalter (Alterskohoren) war unterschiedlich hoch. Die noch nicht verifizierte Aussage, die Lebensalter wären gekürzt, müssen mit T-Tests erst noch bewiesen werden. Man stünde da in den Startlöchern. Ist aber immer interessant, wer da an was und mit welchen Methoden im Augenblick forscht, so unser Fazit.

Interessant auch alle Vorträge in Veitshöchheim: Bleibt dran!

Gastvortrag „Wildbienen“ zur Mitgliederversammlung IBZV

Klaus Weber, Vortrag zu WildbienenNicht alles, was nach Biene aussieht, tritt in Scharen auf. Bis auf wenige Ausnahmen sind Wildbienen Solitärbienen. Sozial sind nur Honigbienen, Hummeln und einige Furchenbienenarten, so der Biologe Klaus Weber vom Landschaftspflegeverband des Landratsamt Bamberg in seinem Gastvortrag zur Mitgliederversammlung am 11.03.2017 des Imker und Bienenzuchtverein Bamberg Stadt und Land e. V. (IBZV).

Mohnbiene; Osmia papaveris Weibchen am Nesteingang.

Mohnbiene; Osmia papaveris Weibchen am Nesteingang. © Roland Günter mit freundlicher Genehmigung

Bienen und Wespen sind überall anzutreffen. Allerdings am häufigsten im „Offenland“, wo sie es warm, trocken und sonnig haben. Viele von ihnen bevorzugen blütenreiche Lebensräume, wobei sich manche Arten auf nur eine einzige Blüte bzw. Pflanze spezialisiert haben, beispielsweise auf Glockenblumen, Mohn und Kornblumen. Teils als Nektar- und Pollenquelle, teils, weil es ihr Nistmaterial darstellt wie bei der Mohnbiene, die ihren Nistplatz mit Mohnblättern auskleidet.

Bei der Gelegenheit wies Weber auf die Blühmischung von Rieger-Hofmann hin, die er für besonders empfehlenswert hält. Besitzer von mehr als 3 ha Grund erhalten übrigens Förderungen für das Anlegen von Blühflächen.

Folie Klaus Weber zur Lebensweise der Stechimmen WildbienenNist- und Baumaterial ist großes Thema bei den Wildbienen. Deren Nester sind nicht in regelmäßig angelegten Waben zu finden, sondern vor allem in sandigen oder lehmigen Böden und einigen exotischen Orten, z. B. in Schneckengehäusen. Nisthilfen, so genannte Bienenhotels, tragen dazu bei, manche Defizite an Wohnraum auszugleichen.

Doch oft ist gut gedacht nicht gut gemacht. Weber wies auf einige Fehler im Herstellen der Hotels hin und wie man es besser machen könnte. Neben einer Liste mit bienenfreundlichen Pflanzen verwies der Wildbienenkundler auf Literatur, die zum größten Teil auch in unserer Imkerbibliothek (Stichwort: Wildbienen) zu finden ist.

Bericht Bienen-InfoWabe

Neben dem üblichen Vereinsprozedere mit Entlastungen des Vorstands und der Kassenwartin stellten wir als Vetreter der Bienen-InfoWabe unsere Aktivitäten 2016 und eine Vorschau zu 2017 dar (Folien: JB-BLIB-MV-IBZV-0317). Siehe auch unser Transparenzbericht 2016.

Zur Situation der Bienenvölker
Der Vorsitzende Robert Engert wies darauf hin, dass nunmehr zu prüfen sei, ob ausreichend Futter in den Völkern ist. Notfalsl sind Futterwaben aus anderen Völkern an die Traube zu hängen oder eine Notfütterung mit Apiinvert vorzunehmen. Schwache Völker sollten vereinigt werden. Außerdem sind die Bodenbretter zu reinigen und bis Mitte April überzählige Futterwaben zu entnehmen, damit die Bienen Platz fürs Brutgeschäft erhalten.

Ein weiteres Thema betraf Rechtliches zur Bienenhaltung. Dazu später mehr.