Imkerforum Veitshöchheim 2018 – ein Muss für bayerische Imker

Bahnhofsschild Veitshöchheim.Das traditionelle Veitshöchheimer Imkerforum¹ zum Jahresanfang gab Einblicke in laufende Forschungsprojekte und informierte über aktuelle Themen und Entwicklungen. Wie auch die letzten Jahre war das Imkerforum bis auf den letzten Platz besetzt. Ein Pflichttermin für bayerische Imker. Der nächste Schritt wären die Mainfranken-Säle, so Institutsleiter Dr. Stefan Berg angesichts der vielen Stehenden positiv „besorgt“.


Grußwortauswahl mit positiven Aussichten

# Peter Maske, Präsident Deutscher Imkerbund (DIB)

  • Bericht zum Stand des DIB auf der „Grünen Woche“. Positive Signale seitens der Politik zur Unterstützung der Dropleg-Technologie, die Unterblütenspritzung im Rapsanbau bspw. gegen die Sklerotinia (Weißstengeligkeit) oder den Rapsglanzkäfer. Vorteil: Spritzmittel werden dabei nicht direkt in die Blüte eingebracht.

# Eckard Radke, Präsident Landesverband Bayerischer Imker (LVBI)

  • Haushaltsberatung Landwirtschaftsministerium Bayern. Für die Fachberatung Oberpfalz soll eine Projektstelle befristet für 2 Jahre zur Unterstützung von Fachberater Werner Zwillich geschaffen werden. Für die Fachberatung Mittel- und Unterfranken soll eine zusätzliche Fachberaterstelle zur Entlastung für Fachberater Müller-Engler eingerichtet werden.

Berichte aus dem Institut für Bienenkunde und Imkerei,
Aktuelles aus der Fachberatung

# Dr. Stefan Berg, Leiter Institut für Bienenkunde und Imkerei an der LWG

  • Institut für Bienenkunde und Imkerei. Das Fachzentrum Bienen wurde zum 1.11.2017 organisatorisch umstrukturiert und umbenannt in Institut für Bienenkunde und Imkerei, abgekürzt IBI. Dem Fachbereich Bienengesundheit, Praktische Imkerei und Zucht steht Institutsleiter Dr. Stefan Berg vor, dem Fachbereich Produkte und Bestäubung die stellvertretende Institustsleiterin Dr. Ingrid Illies.
  • Rückblick und Prognose Überwinterungsverluste. Hohe Überwinterungsverluste 2016/2017 mit 15-20% der Bienenvölker. Anhand der Varroasituation im Herbst 2017 werden ähnlich hohe Überwinterungsverluste 2017/2018 mit 18-22% der Völker prognostiziert.
  • Bienenweide Beet und Balkon. Franz Härtl vergleicht in seiner Bachelor-Arbeit die Blütenbesuche von Bestäuberinsekten. Wie ist die Zusammensetzung der Insektenwelt und die Häufigkeit der Besuche an Blühbereichen auf dem Boden im Gegensatz zu Balkon- und Dachbepflanzung? Die endgültigen Ergebnisse stehen noch aus.
  • Projekt „Winterbiene“. Im Projekt werden spätblühende Präriestauden auf ihre Eignung als Trachtquelle für Bienen und als Biogassubstrat geprüft. Ein interessantes Ergebnis ist, dass bei Bienenstöcken in der Nähe der Versuchsfelder die Neigung zur Räuberei im Herbst sehr viel geringer ausgeprägt ist, da die Bienen mit dem Einbringen der Tracht beschäftig sind. Damit leisten die spätblühenden Stauden einen wichtigen Beitrag zur Bienengesundheit. Außerdem erleichtert eine geringe Räubereigefahr dem Imker die Bearbeitung der Völker.
  • Varroabehandlung mit Hyperthermie (I). Mit dem Varroa-Kill 2 wurde erneut ein Versuch am gesamten Volk durchgeführt mit dem Ergebnis, dass für einen guten Behandlungserfolg eine ausreichende Isolation der Beute entscheidenden Einfluß hat.
  • Varroabehandlung mit Hyperthermie (II). In einem Projekt wurde untersucht, inwieweit eine hyperthermische Behandlung erwachsener Drohnen und Königinnen sich auf die Fertilität auswirkt. Als Ergebnis läßt sich festhalten, dass Übertemperaturen, wie sie zur Varroabehandlung eingesetzt werden, die Beweglichkeit der Spermien reduziert – bis hin zur Unfruchtbarkeit. Das gilt gleichermaßen für die Spermien der Drohnen als auch für die Spermien in der Spermathek der Königin. Nebenbei bemerkt hat eine Unterkühlung erwachsener Drohnen und Königinnen den gleichen negativen Effekt.
  • Varroabehandlung mit Hyperthermie (III). Arne Kablau untersucht in seiner noch nicht veröffentlichten Master-Arbeit (Universität Würzburg) die Auswirkungen der Hyperthermie auf Arbeitsbienen mit folgenden Ergebnissen:

Zuckerschwellwert (Rüsselreflex): Die Geschmacksempfindlichkeit nimmt ab, d.h. die Bienen reagieren erst auf einen höhere Zuckerkonzentration. Die Bienen werden wählerischer. Als These wurde formuliert, dass Hyperthermie einen geringeren Nektareintrag zur Folge hat?
Lebensdauer: Die mit Hyperthermie behandelte Gruppe lebte länger als die Kontrollgruppe.
Morphologie: Der Intertegular-Abstand, das ist der Abstand der beiden Flügelansätze, als Maß für die Bienengröße, wurde bei hyperthermisch behandelten Bienen und einer Kontrollgruppe bestimmt: Bienen aus hyperthermisch behandelter Brut sind kleiner.
Flugverhalten: Keine signifikanten Auswirkungen auf Häufigkeit und Flugdauer von Sammelflügen.

  • Varroabehandlung mit Ultraschall. Das Produkt Varroa-Killer-Sound hat laut einer Untersuchung keinerlei Effekt.
  • Varroabehandlung mit Lithiumchlorid. Lithiumchlorid ist (noch) kein zugelassenes Tierarzneimittel. Zur Wirksamkeitsprüfung wurden bisher Käfigtests und Versuche mit Kunstschwärmen unter Laborbedingungen durchgeführt. Weitere Informationen im Bericht auf der LWG-Website: https://www.lwg.bayern.de/bienen/krankheiten/181858/index.php
  • Projekt „Bee Warned“. In dem Projekt wird ein bayernweites Monitoringsystem aufgebaut. Es dient zur frühzeitigen Feststellung eines Erstbefalls mit dem Kleinen Beutenkäfer (Aethina tumida) sowie dem Auftreten der Asiatischen Hornisse (Vespa Velutina). Die Daten der Monitoringimkereien werden online über das Wildtierportal Bayern erfasst.
    Für die am Monitoring teilnehmenden Imker wurde ein „Rundum-Sorglos-Paket“ zusammengestellt. Es beinhaltet Beutenkäferfallen und diverse Verbrauchs- und Kleinmaterialien. Mit den zwei Bestimmungskärtchen zum Kleinen Beutenkäfer und der Asiatischen Hornisse, die durch ihre Scheckkartengröße in jedem Geldbeutel Platz finden, lassen sich verdächtige Vorkommen rasch überprüfen. (Anmerkung: Die Bestimmungskärtchen sind bei uns in der Bienen-InfoWabe einsehbar.)

Unterfränkischer Tag der Bienen zur Landesgartenschau Würzburg

# Dr. Rudolf Behl, 1. Vorsitzender Bienenzuchtverein Würzburg e.V


Bienenwachs – Lebensraum – Rohstoff – Werkstoff

Bienenwachs war bereits Thema auf dem Imkerforum 2017, siehe unseren Bericht. Daher nachfolgend nur kurze Ausführungen zu den Vorträgen.

Folie Müller-Engler: Funktionen WachsIn einem launigen Vortrag beleuchte Fachberater Gerhard Müller-Engler die Bedeutung des Werkstoffes Wachs, und zwar aus der Sicht der Biene. Seine „menschlichen“ Vergleiche (Telefonnetz, Stoffwechselorgan Leber, Kinderstube etc.) verdeutlichten die vielfältigen Funktionen von Wachs. „Wir haben es bei den Bienen schließlich mit Frauen zu tun, was Rückschlüsse auf den Harmoniebedarf zulässt“, so Müller-Engler augenzwinkernd.

Als einer der Autoren der Wachsbroschüre des Deutschen Imkerbundes und Teilnehmer des seit 2017 erstmalig einberufenen Arbeitskreises „Runder Tisch zum Bienenwachs“ stellte Fachberater Johann Fischer den hohen Wert des Wachses für den Imker als Betriebsmittel heraus. Das Vortragsthema ist nicht zuletzt wegen des Dauerproblems von Wachsverfälschungen ein Muss für jede/n Imker/in.

Folie Andreas Schierling: Rückstände Wachs

Folie Andreas Schierling (TGD) zum Thema Rückstände im Wachs 2017

Institutsleiter Dr. Stefan Berg berichtete stellvertretend für Dr. Andreas Schierling vom Tiergesundheitsdienst Bayern über deren Laborergebnisse 2017 zu Rückständen im und Verfälschungen von Bienenwachs.

30% der eingereichten Proben zeigten Verfälschungen. Da es sich jedoch vorwiegend um Verdachtsproben handelt, also Einsendungen von Imker, die an den Waben Auffälligkeiten feststellten, kann das Ergebnis nicht generalisiert werden.

Folie Andreas Schierling: Authentizität Bienenwachs 2017

Folie Andreas Schierling (TGD) zum Thema Wachsverfälschung 2017

Zum Abschluss gab Firmeninhaber Josef Muhr (Muhr-Imkereibedarf) einen Einblick aus der Sicht eines erwerbsmäßigen Wachsverarbeiters. Er stellte fest, dass es noch immer keine offiiziellen Richtlinien zu Standards bei der Wachsqualität gerade im Hinblick von Wachszusammensetzungen und -rückstanden gibt.


Fazit zum Imkerforum 2018

Eine perfekte Mischung aus wiederholenden, doch weiterhin relevanten Informationen (Wachs), dazu ergänzende sowie etliche brandneue Erkenntnisse zu Standard- und Zukunftsthemen in der Bienenkunde und Imkerei. Ein gern absolviertes Pflichtprogramm, sicher auch für die engagierten Veranstalter!

Siehe auch: Nachbereicht Veitshöchheimer Imkerforum 2018

¹Das Institut für Bienenkunde und Imkerei (IBI) an der der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) und die Freunde des Fachzentrums Bienen Veitshöchheim e. V. am 03.02.2018.

BAmbrosiustag mit Rückrufaktion

Jemanden zu haben, den man in seiner Verzweiflung anrufen kann, ist doch entlastend und tröstlich. Auch, wenn es sich nur um verhältnismäßig kleine Problemchen handelt, wie beispielsweise die vom Erfolg noch ungekrönten Versuche, dem Wachs beizukommen.

Gäste am BAmbrosiustagWie unsere lieben Gäste des vergangenen BAmbrosiustags (am 07.12., siehe Fotogalerie unten) wissen, hatten wir neben unserem Bamberger Lagenhonig und glutenfreien Lebkuchenspezereien aus Nürnberg (Fraunholz) auch Teelichter angepriesen – von den eigenen Bienen erzeugtes Wachs, selbstgeschmolzen in einem sündhaft teuren Wachsschmelztopf, selbstgegossen in gebrauchten, mühselig ausgekratzen Recycling-Aludöschen, und keines davon hatte die berühmt-berüchtigten Risse auf der Oberfläche. Soweit, so gut.

Altarnische für den Heiigen BAmbrosiustagDoch leider, leider mussten wir feststellen, dass die Teelichte denkbar schlecht abbrannten. Meist bedeutet dies, dass das Wachs noch nicht frei genug von Rückständen, also Schwebeteilchen sind. Nun, Ambrosius, der Schutzheilige der Bienen, Imker, Lebkuchenbäcker, Krämer, des Lernens und – genau! – der Wachszieher – möge unsere nachträgliche Wachsbehandlung doch bitte endlich zum Erfolg führen!

Und hier nun unsere Rückrufaktion. Wer Teelichte erstanden hat, erhält diese spätestens zum nächsten BAmbrosiustag (also 07.12.2018) ersetzt! Überwiegend dürften die Betroffenen aus der Mayerschen Gärtnerei stammen. Denn unser BAmbrosiustag ist schließlich gleichzeitig das siebte Türchen im lebenden Adventskalender dieses Stadtteils von Bamberg, gelegen an der Erba-Insel.

Schokokuchen von MichaelaDankeschön!

Logo "Vom Fass" BambergAnsonsten bedanken wir uns neben eurem Verständnis eines nicht immer 100%-igen Naturproduktes …

  • für euren sehr geschätzten Besuch unseres kleinen-feinen Festchens
  • Cathrin Beyer und Silvia Müller (VOM FASS, Bamberg) für ihre schmackige Glühweinspende nebst Ausleihe von Thermobehältnissen und Punschgläsern
  • Gabriele Loskarn für ihren leckeren selbstgemachten Apfelsaft
  • für die hilfreichen Hände und den Schokokuchen zum Dahinschmelzen von Imkerkollegin Michaela Hock
  • und für den geschätzten Besuch Walter Achtzigers vom Imker und Bienenzuchtverein Bamberg Stadt und Land e. V. als Vertreter des Trägers der Bienen-InfoWabe

… und wir freuen uns bereits aufs nächste Mal, wenn die Bienen-InfoWabe wieder wenige, aber glückliche Stunden im Glanz der Lichter, Kerzen und des Feuerkorbs erstrahlt. Denn neben der Sorge um z. B. die Bienen und all der fleißigen Arbeit darf der Mensch nicht vergessen, auch seine Freu(n)de zu feiern! Dafür ist die Adventszeit und sind die Heiligen-Feiern (selbst für uns Evangelen und für unsere jüdischen Gäste) doch eine prima Gelegenheit, nicht wahr?!

Fotogalerie

07.12. – BAmbrosiustag am Tag des Honigs 2017

Heiliger Ambrosius aus der Michaelskirche in Zeil a. M.HERZLICHE ADVENTSEINLADUNG!

Wann? Traditionell am Tag des Honigs (Namenstag des Hl. Ambrosius)
Do., 07.12. 2017  | 18.00 – 20.00 Uhr

Anlass?  Internationaler Tag des Honigs, Tag der Bischofsweihe des Heiligen Ambrosius, Schutzpatron der Bienen, Imker, Lebküchner, Wachszieher und des Lernens.

Wir machen außerdem mit bei der Adventsfensteraktion der Bewohner der Mayerschen Gärtnerei (Maria-Ward-Straße und drumherum).
Wo?  Bienen-InfoWabe im Erba-Park (Süd), BAMBERG, Bienenweg 1.

Liebe Gäste zum BAmbrosiustagWas?

Erleben inen & außen

  • Wir öffnen unser „Türchen“ ab 18 Uhr mit einer Adventskalenderüberraschung
  • Stimmungsvolle Atmosphäre am Feuerkorb
  • Kleiner Krippenweg mit Krippenrätsel im Inneren

Zum Verkosten

Bienenwachsteelichter sebst gegossenKleiner Adventsmarkt

  • Unseren exquisiten Bamberger Lagenhonig unter dem Regionalsiegel „Bamberg – weil’s mich überzeugt“
  • Bienenwachs-Teelichter, garantiert 100% reines Bienenwachs von unseren eigenen Bienen und von uns mit Adventsfreude im Herzen selbst gegossen!
  • Handcreme Lindesa K[amille]

Und sonst? 

  • Parken in der Tiefgarage „ERBA-Gelände“ – An der Weberei 5, je nach Navi auch „An der Spinnerei“ eingeben und dann noch einmal ums Eck herum fahren.
  • WC-Container vor Ort.
  • Barrierefrei (Rampe für 1 Stufe kann angelegt werden)
  • Gasbeheizung im Inneren der Bienen-InfoWabe

Hemme und die Apitherapie – eine Spurensuche

Honigwabe mit Bienen„Hallo, Kollege Burger, hier ist Hemme. Ich ruf später noch einmal an. Ich hab deine Homepage gelesen. Die ist wunderbar!“ (13.08.2017 auf Anrufbeantworter).

Unser Rückruf dann nach dem Urlaub barg eine Überraschung. Wilhelm Hemme (* 1923) stellte sich als Begründer der Deutschen Apitherapie heraus und gibt dabei das Jahr 1980 an. Auf Outfox-World ist folgendes zu lesen:

In Deutschland etwa war die Apitherapie lange Zeit ein weitgehend unbekanntes Feld. Erst im Jahr 1986 begründete der Bamberger Imker Wilhelm Hemme beim Studium von Berichten der Welt-Bienen-Vereinigung Apimondia im Bieneninstitut von Stuttgart-Hohenheim den Begriff der Apitherapie. Im Oktober desselben Jahres gründete sich schließlich der Deutsche Apitherapie-Bund (DAB), dessen erster Präsident Hemme wurde.

Der 94-jährige Bamberger, jetzt in Neuburg a. d. D. lebend, besitzt nach wie vor ein Bienenvolk. Davon erhält er Scheibenhonig, wenn dieser nicht wie gerade eben bebrütet wurde, wie er lakonisch bemerkte. In seiner besten Zeit hielt Hemme zwischen 30-40 Völker. Nach Bamberg käme er wohl nicht mehr, zumal auch ein Imkerfreund, den er früher regelmäßig in der Siedlung am Bruderwald besucht hatte, mittlerweile verstorben wäre.

Gleich zu anfangs des Gesprächs stellten wir Gemeinsamkeiten nicht nur zum Imkern fest. Beide kannten wir den Fliegerhorst in Fürstenfeldbruck, wo Hemme zum Unteroffizier ausgebildet wurde. Ich selbst war als Zivilbeamtin in der Fachbibliothek des Jagdbombergeschwaders 49 (früher Waffenschule der Luftwaffe 50) tätig. Allerdings zu einer späteren Zeit (1985-89). Auf seine Frage, was derzeit im „Kilometerbau“ des seit 2003 aufgegeben Standortes zu finden ist, konnte ich leider nicht antworten. Vielleicht wird es auch für mich langsam Zeit, den Spuren meiner Vergangenheit nachzugehen?!

Doch noch besser, die Spuren zur Apitherapie zu verfolgen und uns stärker damit auseinander zu setzen. Bisher begegnete sie uns erst zweimal. Einmal während einer unserer Schulbienenführungen für die Naturschutzgruppe der Offenen Behindertenarbeit der Lebenshilfe Bamberg, als uns ein Teilnehmender mit Down-Syndrom begeistert von seinem persönlichen Wohlbefinden nach der Anwendungsform, Luft aus Bienenstöcken einzuatmen, erzählte.

Zum zweiten Male in einem Vortrag von Rolf Krebber in Greetsiel, wo wir 2016 justament urlaubten. Krebber hatte zwei Propolisverdampfer dabei, wobei er das von ihm aus Italien importierte wärmstens empfahl. Wir planten, einen Vortrag mit Krebber auch in Bamberg zu gestalten, wollten jedoch erst unser BIWa-Jahresprogramm bekannter machen, damit der Meppener die lange Fahrt auch keinesfalls nur für eine Handvoll Besucher antreten muss. Damals füllte er den Kursaal immerhin mit rund 50 Personen!

Nun, jetzt wurden also die Spuren zum dritten Mal für uns ausgelegt. Zeit, vielleicht einen Internetkurs zur Apitherapie zu belegen oder teilzunehmen an Veranstaltungen. Gegenstände der Apitherapie sind Bienenluft, Gelee royal, Bienenwachs, Bienengift, Honig und Propolis.

Bei den drei Letztgenannten können wir bereits auf eigene Erfahrungen zurückgreifen. Bienengift half meinen schmerzenden Ellenbogen, Propolis und Honig ist unser erstes Mittel gegen eine beginnende Erkältung. Als Raumluftverbesserer hat Reinhold in seinem Büro manchmal benutzte Zargen herumstehen hat, weil er den Duft des Propolis so liebt und er sich „einbildet“, die Luft wäre besser. Ich schätze mal, das ist keine Einbildung, sondern Tatsache.

Tatsache ist auch, dass Wilhelm Hemme schneller war als wir. Denn kurz nach unserem Gespräch kam bereits die erste Test-Mail, ob denn die E-Mail-Adresse, die ich ihm diktierte (halb nach dem rudimentär bei mir noch im Gedächtnis vorhandenen NATO-Alphabet), stimmen würde. Ja, sie stimmt! Und wir würden uns über einen regen Austausch sehr freuen, lieber Imkerkollege Wilhelm!

P. S.: In der Augsburger Allgemeinen hier noch ein paar Hintergrundinformationen zum bewegten Leben von Wilhelm Hemme.