Ehrenbienenpatin Jeannette Munique

Eine von drei Ehrenbienenpatinnnen: Meine Schwester Jeannette Munique aus Nürnberg. Sie nahm von Anbeginn an regen Anteil an unserer Initiative „Bienen-leben-in-Bamberg.de“ und der „Bamberger Schulbiene“. Dazu gleich mehr. Doch was ist eine Ehrenbienenpatin?

Ehrenbienenpatin Jeannette hilft bei der Krokusaktion

Ehrenbienenpatin Jeannette hilft bei der Krokusaktion

Sie wurden von uns 2013 ernannt aufgrund besonderer Unterstützungen, die uns gerade zu Beginn entscheidend weitergebracht hatten. Anders als die Bienenpatenschaften, die auf zwei Jahre begrenzt sind und dann wieder aktiv neu abgeschlossen werden, hat eine Ehrenbienenpatenschaft eine unbefristete Laufzeit bei gegenseitiger „Kündigungsmöglichkeit“, denn wir wollen das Amt ja auch niemanden aufdrängen. Mehr als drei Ehrenbienenpaten wird es auch nicht geben.

Hier also die von uns erbetenen Antworten, die zeigen, wer hinter diesem hilfsbereiten Menschen steckt.

Warum wurde ich zur Ehrenbienenpatin ernannt?

Jeannette, Ilona und ReinholdIch fühle mich geehrt, diese „honigsüße Angelegenheit“ mit unterstützen zu dürfen. :-)) Aber warum genau ich ernannt wurde, kann ich gar nicht sagen.

Liebe Jeannette, du hast damals beim Crowdfunding zur Bamberger Schulbiene so toll mitgebibbert und durch eigene Spenden und kurzfristige Leihgaben, wenn es mal wieder mit den Unterstützungen stockte, das Ding am Laufen gehalten. Dass hat uns schon sehr den Rücken gestärkt. Immer wieder besuchst und hilfst du uns und bringst all die netten Dekosachen mit, likest fleißig unsere Facebook-Beiträge der Bamberger Schulbiene und nimmst beständig Anteil an unserer Initiative sowie der Bienenwelt. 

Und natürlich deine tollen Erinnungsmovies! Hier dein letztes schönes Werk:

Was habe ich aus der Zeit mit der Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de gelernt?

Jeannette füllt Honig abJeannette kehrt Bienen abSehr vieles, was ich vorher nicht wusste – vor allem, wie viel Arbeit hinter der Imkerei so steckt, und zwar das ganze Jahr über! Außerdem wurde für mich endlich das Geheimnis gelüftet, wie man Honig schleudert. Dieser Vorgang entzog sich ja bis dato völlig meiner Vorstellungskraft. Wie man Honig erntet, entdeckelt und schleudert. Über die Arbeit und Aufgabenverteilung“ der Bienen untereinander, über Krankheiten, etc., etc.Biggi und Jeannette beim Entdeckeln einer Honigwabe

Warum ist mir das Thema wichtig?

Bienen sind aus unserem Leben nicht wegzudenken. Das Bewusstsein darüber, wie abhängig Mensch und Natur von diesen kleinen „schwarz- gelben Gesellen“ sind, sollte allen Menschen nahe gebracht werden.

Was möchte ich künftig für die Bienenwelt tun?

Fotocollage SchulbienenunterrichtIn meinem beruflichen Betreuungs- und Erziehungsauftrag, möchte ich den Schülern mein über die Jahre angesammeltes Wissen weiter geben und sie für dieses Thema sensibilisieren und inspirieren.

(Anmerkung: Wir erinnern uns sehr gerne vor allem an diesen Tag im Gehörlosenzentrum Nürnberg!)

Gibt oder gab es in meiner Familie / meinem Freundeskreis Imker/innen? 

In der Familie – gar keine Frage! 😉
In meiner Nachbarschaft gibt es eine Realschule, die seit 2008 eine Schulimkerei mit elf Bienenvölkern betreibt. Dem entsprechend gibt es auch eine „Imker-AG“.

Weitere Hobbies, Ehrenämter …

Neben der „Offenen Behindertenarbeit“ macht mir das kreieren von Movies/Kurzfilmen sehr viel Spaß. So habe ich auch schon so einige BiWa-Bienen-Honig-Event-Movies erstellt, was für mich immer eine besonders nette Herausforderung ist. Zum Ausgleich für die der lange „Hockerei“ vor dem PC, bin ich regelmäßig mit Gartenarbeit beschäftigt, stets mit dem Ziel vor Augen, eine möglichst gut vorbereitete Umgebung für Flora und Fauna zu schaffen. Hase, Igel, Vögelchen..und nicht zu letzt die vielen fleißigen Bienen danken es.

Ausflug mit Museumsbahn in die Fränkische Schweiz mit JeannetteWas ich sonst noch so „outdoor“ treibe

Mit meinem geliebten „Drahtesel“ unterwegs sein und – sowie etwas mehr Zeit dazu ist – Unternehmungen in die Fränkischen Schweiz.

Ehrenbienenpatin Jeannette mit HonigglasMein bestes Honigrezept / Honiganwendung

Am Liebsten genieße ich den Honig ohne weitere Verarbeitung als Brotbelag.
Jedoch einem selbstgemachten Ingwer-Zitronen-Honig-Tee kann ich auch nicht widerstehen.

Meine schönste / lustigste / merkwürdigste / … Begegnung mit Bienen war, …

Jeannette erntet eine Honigwabe… bei der Honigernte mittendrin zu steh’n !! 😉  Das hätte ich mir beileibe („schwitz“!) nie träumen lassen! Allerdings hatte ich ja nie wirklich Angst vor Bienen, wohingegen ich damals – als Kind – einen rekordverdächtigen „Fluchtsprint“ vor den Wespen hingelegt hatte.

Ich freue mich über das überaus gelungene Projekt der „Bamberger Schulbiene“ und freue mich, immer wieder dabei sein und einen kleinen Teil dazu beitragen zu dürfen. Ich wünsche weiterhin viel Erfolg bei allen weiteren Aktivitäten und den Bienenvölkern viel Gesundheit! 😀

Danke, danke, Jeannette, das hast du sehr schön gesagt! Umärmel!!!

Nachtrag Jeannettes Videos

Dritte Bienenpatenrunde mit Sabine Gründler 2017/2019

Sabine Gründler mit BienenpatenschildEinmal im Jahr sehen wir Sabine Gründler auf alle Fälle. Nämlich immer dann, wenn wir den ihr zustehenden Bienenpatenhonig in die Heiliggrabstraße zur Böhmerwiese bringen. Diesmal wollten wir (Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de, BLIB) außerdem ein Interview durchführen, um auf aktuelle Informationen zu unserer Bienenpatin verlinken zu können, wenn wir die Gärtnerin und Gräberpflegespezialistin in unserem Weblog erwähnen.

Sabine Gründler erhält ihren PatenhonigSabine freut sich sehr über den frischen Honig ihrer Patenbienen und erzählte uns, dass sie diesen mit ihrem Bruder Ralf teilen würde. Der hat denn auch gleich ein Anliegen in Sachen Wildbienen, die sich auf der nahen Baustelle eingenistet hatten, wo sie allerdings nicht bleiben können. Als wir uns die Sache ansehen wollen, entdecken wir nichts mehr von ihnen. Wir selbst dürften sie allerdings ohnehin nicht entfernen, da muss ein Spezialist her (s. a. Notfall-Fibel). Und auch der Vater der beiden Geschwister, Hans Böhmer, der soeben den Rasen mäht, hat eine Bitte an uns. Er möchte gerne Listen von bienenfreundlichen Stauden, die er rund um die Fläche setzen möchte. Kein Problem, schicken wir! Doch jetzt endlich zu unserem Interview. Wir fragen:

Sabine Gründler wird von Ilona interviewtBLIB: Was hast du in der Zeit deiner Bienen-Patenschaft bei uns (besonderes) erlebt?

Sabine Gründler: Ich habe mich viel mit Bienen beschäftigt. Der Honigschleuder-Erlebnistag 2013 war schon etwas Besonderes. Und ich denke gerne an die Eröffnungsveranstaltung der Bienen-InfoWabe 2015 zurück. Die Aufführung vom Jugendtheater aus Coburg ist mir auch gut in Erinnerung geblieben. Es war ein schönes Fest.

Was war dir in den letzten zwei Jahren deiner Patenschaft besonders wichtig?

S. G.: Ich konnte ja leider nicht immer bei euren Aktionen dabei. Stattdessen war ich wohl immer beschäftigt, etwas für Bienen zu pflanzen (Lacht). Und unsere Kunden auf bienenfreundliche Pflanzen für den Balkon oder auch fürs Grab aufmerksam zu machen. Ich habe in der letzten Zeit vermehrt bienenfreundliche Sorten gekauft, zum Beispiel die Beedance, die ja von der LWG sehr empfohlen wird. Da gibt es ganz wunderbare Farben. Schade ist, dass ich manche Gräber auf Anweisung grad dann frisch bepflanzen soll, wenn alles endlich schön eingewachsen ist. Ich merke schon, dass ich in den vergangenen Jahren stärker darauf achte und versuche, die Kunden mehr noch zu informieren und in Richtung Insektenfreundlichkeit zu beraten.

Wenn dich jemand fragt, warum du Bienenpatin bist, was antwortest du?

Trotz bevorstehendem Zwiebeltreterfest total entspannt – Sabine GründlerS. G.: Na ja, weil ich doch Sabine heiße … (Lacht). Ne, die Idee fand ich sehr gut und ich mag Honig sehr gern. Dazugekommen bin ich, als mich damals, also 2013, Carmen aufgefordert worden, doch ebenfalls so wie sie Bienenpatin zu werden. Auch, wenn ich

wegen den vielen großen Festen, die bei uns auf der Böhmerwiese stattfinden, nicht selbst einen Bienenstock aufstellen konnte. Aber das Patenvolk in den Buger Wiesen habe ich immerhin schon mal besucht.

Was nimmst du aus dieser ersten Patenzeit für dich persönlich mit?

S. G.: Mein Blick ist geschärft und ich freue mich, wenn ich Bienen sehe. Meine Kinder sagen schon manchmal: „Ach, die Mama wieder mit ihren Bienen …“. Kürzlich war ich in einem Museumsdorf im Bayerischen Wald, da gab es auch sehr viele Bienen, das war einfach schön zu sehen. Ich mache mir schon so meine Gedanken, dass viele Gärten so arg aufgeräumt und nackt wirken, ganz ohne Bienennahrung, das fällt mir sehr viel stärker auf als früher. Ich versuche, da ein wenig einzuwirken, aber na ja … wenn’s der Kunde so will.

Konntest du in deinem Umfeld eine Entwicklung in Bezug auf das Bienenthema feststellen?

Sabine Gründler erhält ihren PatenhonigS. G.: Es gibt halt diese zwei Lager. Diejenigen, die wenig Arbeit mit ihrem Garten haben wollen und wo er aussieht wie geleckt. Andererseits setzen sich doch auch einige sehr stark mit dem Thema auseinander und fragen gezielt nach bienenfreundlichen Pflanzen. In den letzten Jahren habe ich das Sortiment sehr aufgestockt und kann das gut bedienen.

Gibt es etwas, was du dir für deine neue Bienenpatenperiode vorgenommen hast?

S. G.: Dass ich wieder beim Honigschleudern mit dabei bin. Und öfters zur Bienen-InfoWabe komme. Vor allem, wenn wieder ein Vortrag über Pflanzen ansteht. [Anmerkung: In 2018 laden wir Elke Puchtler ein, die uns ihr neues Lavendelbuch vorstellen und / oder etwas zu den Kräutern in unserem neu angelegten Bienengarten sagen wird.]

Und dann wäre da für 2018 unser Projekt „Schau-Grab“ im Bamberger Bienengarten!

Was wünschst du dir für die dritte Bienenpaten-Zeit von uns?

S. G.: Dass alles so bleibt, wie es ist. Weil es gut so ist.

Welche Frage hast DU selbst noch an uns?

S. G.: Was macht mein Bienenvolk?

BLIB: Sabines Frage kommt wie aus der Pistole geschossen. Wir erzählen, dass ihr Volk gerade gegen die Varroa behandelt wird, in diesem Jahr seine Königin verloren hatte, eine Königinnenlarve eingesetzt bekam und es wieder Nachwuchs gibt. Nun aber muss Sabine aufbrechen, eine Besprechung im FT-Medienhaus für Blumenschmuck zum Mitarbeiterfest steht an. Und in Kürze ist ja auch wieder das berühmt-berüchtigte Zwiebeltreterfest (7.-10.9.) …

Liebe Sabine, vielen Dank, dass wir dich so lange aufhalten durften und du dir die Zeit für das Interview mit uns genommen hast! Schön, dass du wieder dabei bist!

Großes Kino! Der Film zum Bamberger Lagenhonig „Inselstadt / Weide“

Ehrenbienenpatin Jeannette Munique, mithin meine Schwester, hat keine Mühen gescheut, ihrem Titel gerecht zu werden und uns ein tolles Video zusammengeschnitzt! Herzlichen Dank für diese wunderschöne Erinnerung an die diesjährige Ernte des Bamberger Lagenhonigs „Inselstadt / Weide“ in Bienenpatin Gabi Loskarns Garten. Und jetzt setzt euch bequem hin und lasst es wirken. Übrigens: Auch im nächsten Jahr könnt ihr wieder dabei sein. Immer im Juli. Näheres findet ihr zur gegebenen Zeit hier.

(Zur Ergänzung findet ihr hier unseren Beitrag mit vielen Fotos.)

Dritte Bienenpatenrunde mit Elisabeth Burger 2016/2018

Elisabeth Burger beim Bienenpateninterview zur 3. Runde

Bienenpateninterview mit Elisabeth

Unser Patenverlängerungsinterview zur dritten Runde von Elisabeth Burger fand in Augsburg auf dem Balkon im 7. Stock statt. In diese lichten Höhen verirren sich nur selten Bienen, was jedoch auch ander fehlenden Trachtsituation der Umgebung liegen mag. Ein Grund mehr, wenigstens im entfernten Bamberg etwas zum Wohle der Bienen zu unternehmen. Elisabeth, also meine Schwiegermutter und Reinhold Mutter, ist die allererste Bienenpaten bei Bienen-leben-in-Bamberg.de und es wird höchste Zeit, sie einmal unseren Bienenfreund vorzustellen.

Elisabeth Burger beim Bienenpateninterview zur 3. Runde

Elisabeth Burger zur 3. Runde der allerersten Bienenpatin! 27.08.2017

Was hast du in der Zeit deiner Bienen-Patenschaft bei uns (besonderes) erlebt?

Erstausstattung, gekauft von der 1. Bienenpatin, Elisabeth Burger

Erstausstattung von der 1. Bienenpatin, Elisabeth Burger

Ich kann mich noch gut erinnern, wie ich im Sommer 2011 überlegte, wie ich meine beiden Jungimker, die gerade einen Imkerlehrgang absolviert hatten, in ihrem neuen Hobby unterstützen könnte. Einfach Geld rüberschieben, nein, das erschien mir zu banal. Doch ich konnte mir vorstellen, ein bestimmtes Volk zu finanzieren. Letztendlich wurde die Idee der Bienenpatenschaft geboren.

Zum Geburtstag meines Sohnes sollte also ein weiterer Bienenstock, der alles in allem rund 160 Euro kostete, beschafft werden. Mit meiner Schwiegertochter fuhr ich sodann bei einem meiner Besuche in Bamberg ganz heimlich zur HEG, um außerdem für die Erstausstattung (Imkerkleidung, Werkzeug etc.) zu sorgen. Das hat mir riesigen Spaß gemacht.

Bienen besuchen in Wildensorg mit Bienenpatin Elisabeht Burger

Elisabeths erstes Bienenpatenvolk in Wildensorg

Außerdem war ich einige Male bei den Bienenstöcken (damals noch in Wildensorg) und habe in respektvollem Abstand das Treiben von Bienen und Imkern bestaunt. (Anmerkung: Das Volk von Elisabeth war etwas chaotisch, doch ertragreich. Ihr Einfluss, so meinten wir immer, hätte wohl dann doch irgendwie besänftigend gewirkt.)

Elisabeth hilft beim Einlöten der Mittelwandwaben

Mithilfe beim Einlöten der Mittelwandwaben

Und einmal half ich in Bamberg beim Einlöten der Mittelwandwaben. (Anmerkung: Elisabeth hat ein Diplom in technischer Physik, und wie man sieht, der Apfel fällt nicht weit vom Stamm. Auch, wenn der Sohn dann doch ein Geograph wurde – aber eben auch ein Imker!)

Was war dir in den letzten zwei Jahren deiner Patenschaft besonders wichtig?

Varroen auszählen mit Elisabeht bei REWE-Rudel, Hohes-Kreuz-Bienen

Elisabeth schaut zu beim Varroenauszählen

Wo mein Volk steht – es wurde ja später einmal in die Buger Wiesen gestellt, und ob es „meinen“ Bienen gut geht. Da war ich auch einmal traurig, weil mein anfänglich starkes Volk zu einem schwachen wurde und dann aufgelöst werden musste.

Aber gerade darum ist es ja auch so wichtig, dass man das Imkern betreibt bzw. unterstützt, weil es wegen der Varroamilbe nicht mehr selbstverständlich ist, dass alle Völker überleben.

Wenn dich jemand fragt, warum du (immer noch) Bienenpatin bist, was antwortest du?

Übergabe des 1. Patenhonigs an Elisabeth Burger

Übergabe des 1. Bienenpatenhonigs an Elisabeth Burger

Warum ich’s geworden bin, habe ich ja bereits beschrieben. Mittlerweile interessiert mich das Leben der Bienen sehr, ich bin tiefer eingestiegen verstehe die Zusammenhänge immer besser. Deshalb habe ich mich meine Patenschaft auch gerne verlängert. (Anmerkung: Worüber wir sehr glücklich sind! Alleine, wenn ich an deine Aktionen des Schneiderns meiner Imkertracht denke …)

Was nimmst du aus dieser ersten Patenzeit für dich persönlich mit?

Nachhaltiges Verhalten … und wenn Bienen herumfliegen, sehe ich sie ganz anders, zuerst weiß man ja nicht so viel über sie. Es ist auch wunderbar, eignen Honig zu essen. Inzwischen ist es für mich etwas ganz besonderes, was man nicht mehr nur so nebenbei isst. Ja, es ist ein ganz anderer Genuss als früher.

Honigübergabe an ElisabethKonntest du in deinem Umfeld eine Entwicklung in Bezug auf das Bienenthema feststellen?

Ja, zum Beispiel ist bei meinen Honigabnehmerinnen – Augsburg ist inzwischen schon fast eine kleine Dependance von Bamberg – ist das Interesse an den Bienen und am Thema gestiegen. Sie sind immer sehr interessiert und stellen mir Fragen zum Honig und zu Bienen.

Was wünschst du dir für die zweite Bienenpaten-Zeit von uns?

Besuch der Erba-Bienen von Elisabeth BurgerIlona und ElisabethImmer informiert zu sein, und das nicht nur über mein Bienenvolk, sondern über alles, was so zum Bienenthema läuft. Hier werde ich ja auch gut über den Patennewsletter oder Mailings von euch informiert. Ich lese das auch immer vom ersten bis zum letzten Buchstaben, auch wenn ich z. B. bei Einladungen weiß, dass ich leider nicht dabei sein kann. (Anmerkung: Doch wir erinnern uns gerne noch an den Ausflug mit dir ins Zeidelmuseum nach Feucht!)

Reinhold, Ilona, Elisabeth

Wir lieben Dich, Elisabeth!

Liebe Elisabeth, wir sind sehr froh, dass du uns immer unterstützt und so interessiert an unserem Ehrenamts- und Imkerleben und an der Welt der Bienen Anteil nimmst! Wir lieben Dich! Deine beiden Bamberger

Nominierung für den Deutschen Engagementpreis 2017

Deutscher Engagementpreis LogoDie Initiative Bienen-leben-in Bamberg.de wurde für den Deutschen Engagementpreis 2017 nominiert. Vorgeschlagen hatte uns die Sparda-Stiftung Nürnberg, von der wir vergangenes Jahr den ersten Platz beim „Zukunftspreis 2016″ erhalten hatte, was uns somit für die Bewerbung zum Deutschen Engagementpreis qualifizierte. Dieser wird in fünf Kategorien verliehen, die jeweils mit 5.000 Euro dotiert sind:

  1. Chancen schaffen
  2. Leben bewahren
  3. Generationen verbinden
  4. Grenzen überwinden
  5. Demokratie stärken

Beworben hatten wir uns für die Kategorie „Leben bewahren“ und dort in den vier Themenfeldern: Bildung, Kinder- und Jugendliche, Umwelt- und Naturschutz und Tierschutz. Das zeigt unsere große Bandbreite, innerhalb der wir uns bewegen, um etwas zu bewegen.

Unser Engagement hatten wir für die Bewerbung folgendermaßen beschrieben:

„Bienen-leben-in-Bamberg.de“ ist eine Privatinitiative zum Bienenerhalt und Nachwuchsimkern am Schnittpunkt von Main und Regnitz.
Wir bieten eine niederschwellige Teilhabe aller Menschen an Information und Wissen rund um die Imkerei, gefördert durch vielfältige Bildungsangebote und Aktivitäten für alle Altersstufen im Regionalschwerpunkt Bamberg. Nur  gemeinsam mit der Bevölkerung lässt sich langfristig das Bienen(er)leben erhalten und auf ein gesundes und  umweltnützliches Niveau weiter entwickeln. Wir sehen uns dabei als Anlauf-, Informations- und Verknüpfungsstelle für alle, die sich für Bienen, Honig, Imkerei und Natur interessieren und dem Bienensterben etwas entgegensetzen wollen. Jungimker betreuen wir im Rahmen von  Bienenpatenschaften. Mit der „Bamberger Schulbiene“ erhalten rund 70 Bamberger Schulgemeinschaften die Möglichkeit eines Unterrichts in unserem grünen Klassenzimmer (Bienen-InfoWabe). Außerdem: „Bamberger Lagenhonig“ als regionales Ur-Produkt unter Lizenz (Agenda-21).

Die Bewerbung beinhaltete natürlich noch viel weitere Fragen. Es ist schon etwas aufwändig, sie alle zu beantworten. Doch erhält man so auch die Möglichkeit, sich wieder einmal gründlich selbst zu reflektieren und sich auch ein bisschen darüber zu freuen, was einem alles gelungen ist und welche Ziele es noch zu erreichen gilt. Fürwahr ein Ansporn für weiteres.

Nun also haltet uns die Daumen. Die Gewinner unter all den vielen, vielen Nominierten (alleine in Bayern sind es 81) werden in nächster Zeit wohl benachrichtigt. Wir sind sehr gespannt, doch auch so schon ist die Nominierung ein freudiges Ereignis gewesen.

Obstverarbeitung mit Helmut Brendel

Vortragender Helmut Brendel mit Stefan Geus, Powerpoint-Ersteller und Sohn JürgenObstbaumbesitzer kennen das: Die jährlich auftauchende Herbstfrage „Wohin mit meinem Obst?!“ Zumal dann, wenn zahlreiche Bienchen fleißig am Bestäuben waren, was sich natürlich positiv auf die Menge und Qualität auswirkt. Helmut Brendel, Kassierer im Obst- und Gartenbauverein Wildensorg e. V.Qualität ist genau das, was Helmut Brendel vom Obst- und Gartenbauverein Wildensorg e. V. für Saft und Brand fordert. So werden zwar beim Versaften die Obststiele noch akzeptiert, nicht jedoch für die Herstellung der Alkoholika. Tadelloses Obst also, und heraus kommt eine wirklich hoch aromatische geistige Flüssigkeit, die am Ende des Vortrags sanft und kitzelnd in die Nasen der Gäste stieg, die unter zahlreichen Obstbränden verkosten durften.

Zum Vortrag

Noch ist das Arsenal zur Verkostung hinter der Leinwand versteckt ...Ein ganzes Arsenal an hübschen Fläschchen verschiedener Größen schleppten der Vortragende, seine Gattin, Sohn und Freund – alles Vereinsmitglieder – am 20.08.2017 in die Bienen-InfoWabe heran. Ob Quitten-,  Kirschen-, und Zwetschgenbrand oder Salbei-Likör aus dem Vereinskräutergarten – alles in vielen Stunden Arbeit gebrannt unter Anleitung und Aufsicht von Helmut Brendel, dem Kassiers des Vereins. Denn es werden komplizierte und teure Apparaturen bedient, die einem bei falschem Gebrauch durchaus um die Ohren fliegen könnten. Auch, wenn der Kühler eine automatische Temperaturregelung aufweist … sicher ist sicher!

Vortragender Helmut BrendelDoch auch eine Obstpresse kann der Verein sein eigen nennen. Mit einer Pressung lassen sich 30-40 Liter Saft herstellen. Die Pasteurisierung auf 78 Grad erfolgt über Einwecktöpfe. Doch soll demnächst eine Pasteurisierungsanlage angeschafft werden, damit es etwas schneller geht. Schließlich muss immer auch Zeit bleiben für aufwändige Putzarbeiten, zum Beispiel der Siebtücher.

Die Safterei ist dafür etwas weniger kompliziert in der bürokratischen Abwicklung. Beim Brennen muss 14 Tage vorher die Menge der Maische angemeldet werden, und wehe, es fehlt irgendwo ein Kreuzchen auf dem Formular, oder es wurde gar das falsche Obst angemeldet! Die unregelmäßigen Kontrollen sind pingelig, die Strafen auch bei Cent-Differenzen sehr streng, warnt Helmut Brendel. Ob angesichts des Aufwands sich denn noch Nachwuchs für die Vereinsaktivitäten, die auch Obstbaumschnitt und Kräutergartenpflege mit einschließen, finden würde?

Vortragender Helmut BrendelNun, Familie Brendel hat mit zwei Söhnen vorgesorgt, und so wird der Stab voraussichtlich an Jürgen weitergegeben. Ihn kennen wir vom Gartenamt der Stadt Bamberg, so dass wir beruhigt sind ob des Fortbestehens der Qualität. Doch noch ist keine Eile geboten, denn Helmut gibt sein Kassiereramt ab, um sich noch stärker der Brennerei und Mosterei widmen zu können. Und der Nachwuchsförderung. Als Feuerwehrmann in der Löschgruppe 8 drückt er jedem neu Rekrutierten sogleich auch ein Anmeldeformular für den Obst- und Gartenbauverein in die Hand. Schlau!

Gäste zum VortragWir verzichten in diesem Weblog über eine ausführlichere inhaltliche Darstellung des Vortrags, da wir leider nicht auf die Powerpoint-Präsentation zurückgreifen können, die uns Sicherheit in der Berichterstattung geben würde. Doch auf eine Frage aus dem 20-köpfigen Publikum wollen wir noch eingehen: „Wie lange kann man Brände aufheben, und werden sie nach Jahren noch besser, ähnlich wie beim Wein?“

Danke an Vortragenden Helmut BrendelKernobst wird nach vier Jahren nicht mehr besser, weiß Brendel. Steinobst hat nach acht Jahren seine beste Zeit überschritten. Und noch ein Tipp: Brände (was das edlere Wort für Schnaps ist) nur in kleinen Schlucken genießen und nicht „auf Ex“ kippen, bei einer Temperatur zwischen 16-18° C, also nicht eiskalt. Herzlichen Dank für alle Tipps und den perfekt getimten, anschaulich vorbereiteten Vortrag, Helmut, Stefan Geus und Jürgen!

Unsere Gäste

Ein rundum gelungener Vortrag mit aufmerksamen und (natürlich nicht nur der Verkostung wegen) gut gelaunten Gästen. Darunter waren:

Bienenpate Patrick Fuchs mit Gattin Kathleen (rechts)… unser neuer Bienenpate Patrick Fuchs mit Ehefrau Kathleen aus Röttenbach (Kreis ER-HÖ), die ihm die Patenschaft zum Geburtstag geschenkt hatte, weil er gerne Imkern lernen möchte. Heute hat er gleich einen kleinen Crashkurs erhalten und wir freuen uns auf die Fortsetzung!

Bienenpatin Ruth Vollmar zu Besuch in der Bienen-InfoWabeJosch zu Besuch in der Bienen-InfoWabeBienenpatin Ruth Vollmar mit Ehemann Jörg „Josch“ Bretschneider. Sie legte sofort Hand an in unseren Bienengarten, wo wir immer etwas Hilfe gebrauchen können. Meinen Stoßseufzer diesbezüglich hat sie, zupackend wie sie ist, sofort aufgegriffen.

Ehrenbienenpate Jutta FraaßErster Gast des Tages und ebenfalls sofort hilfreich beim Vorbereiten der Kaffee-Kuchentafel zugange war Ehrenbienenpatin Jutta Fraaß, die extra aus Fürth angereist kam. Von ihrer Familie hatten wir vor einigen Jahren unsere imkerliche Grundausstattung erhalten.

Gäste zum Vortrag, rechts Bienenpate Hans ZirkelNochmals Bienenpaten – und zwar Anne und Hans Zirkel. Beide haben einen großen Bekanntenkreis und entdeckten einige bekannte Gesichter unter unseren Gästen. Da Hans und Helmut Sportskameraden sind, ist die Schnittmenge natürlich etwas größer.

Logo IBZVWalter Achtziger aus dem Vorstand des Imker und Bienenzuchtverein Bamberg Stadt und Land e. V., der seine Gattin mitbrachte und derzeit in der Jury für den Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis eingesetzt ist.

Gast Michaela Hock, hier beim Fliegengittermontieren an der Bienen-InfoWabeMichaela Hock, ebenfalls Imkervereinsmitglied, die ratz-fatz das Baguette für die Honigverkostung in Scheibchen schnitt und überhaupt immer weiß, wo sie mit zupacken kann, so beispielsweise beim Anbringen der Fliegengitter an der Bienen-InfoWabe im letzten Jahr. Danke auch für deine leckeren Renekloden, so passend zum Thema des Tages!

Und natürlich DANKE an alle Gäste, die den Weg zu uns in die Bienen-InfoWabe (letztendlich) doch noch gefunden hatten! Ja, wir dürfen zwar nicht ausschildern, doch der Bienenweg wird hoffentlich bald bei allen bekannt. Wir wollen jedenfalls mit unserem BIWa-Jahresprogramm dafür sorgen, dass nicht nur der Ort, sondern unser Anliegen, Bienen ins Bewusstsein der Bevölkerung zu bringen und Jungimker zu gewinnen, weite Kreise zieht. In diesem Sinne … herzliche Einladung zur nächsten Vortrag am 03.09. mit Reinhold Burger zu „Neue Bienenkrankheiten, auch in Franken?!“

Hemme und die Apitherapie – eine Spurensuche

Honigwabe mit Bienen„Hallo, Kollege Burger, hier ist Hemme. Ich ruf später noch einmal an. Ich hab deine Homepage gelesen. Die ist wunderbar!“ (13.08.2017 auf Anrufbeantworter).

Unser Rückruf dann nach dem Urlaub barg eine Überraschung. Wilhelm Hemme (* 1923) stellte sich als Begründer der Deutschen Apitherapie heraus und gibt dabei das Jahr 1980 an. Auf Outfox-World ist folgendes zu lesen:

In Deutschland etwa war die Apitherapie lange Zeit ein weitgehend unbekanntes Feld. Erst im Jahr 1986 begründete der Bamberger Imker Wilhelm Hemme beim Studium von Berichten der Welt-Bienen-Vereinigung Apimondia im Bieneninstitut von Stuttgart-Hohenheim den Begriff der Apitherapie. Im Oktober desselben Jahres gründete sich schließlich der Deutsche Apitherapie-Bund (DAB), dessen erster Präsident Hemme wurde.

Der 94-jährige Bamberger, jetzt in Neuburg a. d. D. lebend, besitzt nach wie vor ein Bienenvolk. Davon erhält er Scheibenhonig, wenn dieser nicht wie gerade eben bebrütet wurde, wie er lakonisch bemerkte. In seiner besten Zeit hielt Hemme zwischen 30-40 Völker. Nach Bamberg käme er wohl nicht mehr, zumal auch ein Imkerfreund, den er früher regelmäßig in der Siedlung am Bruderwald besucht hatte, mittlerweile verstorben wäre.

Gleich zu anfangs des Gesprächs stellten wir Gemeinsamkeiten nicht nur zum Imkern fest. Beide kannten wir den Fliegerhorst in Fürstenfeldbruck, wo Hemme zum Unteroffizier ausgebildet wurde. Ich selbst war als Zivilbeamtin in der Fachbibliothek des Jagdbombergeschwaders 49 (früher Waffenschule der Luftwaffe 50) tätig. Allerdings zu einer späteren Zeit (1985-89). Auf seine Frage, was derzeit im „Kilometerbau“ des seit 2003 aufgegeben Standortes zu finden ist, konnte ich leider nicht antworten. Vielleicht wird es auch für mich langsam Zeit, den Spuren meiner Vergangenheit nachzugehen?!

Doch noch besser, die Spuren zur Apitherapie zu verfolgen und uns stärker damit auseinander zu setzen. Bisher begegnete sie uns erst zweimal. Einmal während einer unserer Schulbienenführungen für die Naturschutzgruppe der Offenen Behindertenarbeit der Lebenshilfe Bamberg, als uns ein Teilnehmender mit Down-Syndrom begeistert von seinem persönlichen Wohlbefinden nach der Anwendungsform, Luft aus Bienenstöcken einzuatmen, erzählte.

Zum zweiten Male in einem Vortrag von Rolf Krebber in Greetsiel, wo wir 2016 justament urlaubten. Krebber hatte zwei Propolisverdampfer dabei, wobei er das von ihm aus Italien importierte wärmstens empfahl. Wir planten, einen Vortrag mit Krebber auch in Bamberg zu gestalten, wollten jedoch erst unser BIWa-Jahresprogramm bekannter machen, damit der Meppener die lange Fahrt auch keinesfalls nur für eine Handvoll Besucher antreten muss. Damals füllte er den Kursaal immerhin mit rund 50 Personen!

Nun, jetzt wurden also die Spuren zum dritten Mal für uns ausgelegt. Zeit, vielleicht einen Internetkurs zur Apitherapie zu belegen oder teilzunehmen an Veranstaltungen. Gegenstände der Apitherapie sind Bienenluft, Gelee royal, Bienenwachs, Bienengift, Honig und Propolis.

Bei den drei Letztgenannten können wir bereits auf eigene Erfahrungen zurückgreifen. Bienengift half meinen schmerzenden Ellenbogen, Propolis und Honig ist unser erstes Mittel gegen eine beginnende Erkältung. Als Raumluftverbesserer hat Reinhold in seinem Büro manchmal benutzte Zargen herumstehen hat, weil er den Duft des Propolis so liebt und er sich „einbildet“, die Luft wäre besser. Ich schätze mal, das ist keine Einbildung, sondern Tatsache.

Tatsache ist auch, dass Wilhelm Hemme schneller war als wir. Denn kurz nach unserem Gespräch kam bereits die erste Test-Mail, ob denn die E-Mail-Adresse, die ich ihm diktierte (halb nach dem rudimentär bei mir noch im Gedächtnis vorhandenen NATO-Alphabet), stimmen würde. Ja, sie stimmt! Und wir würden uns über einen regen Austausch sehr freuen, lieber Imkerkollege Wilhelm!

P. S.: In der Augsburger Allgemeinen hier noch ein paar Hintergrundinformationen zum bewegten Leben von Wilhelm Hemme.

Ankündigung Vortrag „Dank Bienenfleiß zur Obstverarbeitung“

Logo für das Schwerpunktthema Natur der Bienen-InfoWabeAm So., 20.08.17 von 16.00 – 17.00 Uhr findet im Erba-Park der Vortrag „Dank Bienenfleiß zur Obstverarbeitung“ statt. Der Obst- und Gartenbauverein Wildensorg, zeigt, wie es geht.

Welches Obst eignet sich am besten für die Presse oder den Brand? Worin liegt der Unterschied zwischen Brand, Likör und Geist? Was braucht es zum Obstbrennen und wie ist die rechtliche Situation? Wohin kann ich mein überschüssiges Obst bringen? Am Beispiel der Tätigkeiten des Obst- und Gartenbauvereins Wildensorg e. V. werden die Schritte von der Bienenbestäubung über die Pflege der Bäume bis hin zur Ernte und Verarbeitung dargestellt. Im Anschluss Verkostung.

Helmut Brendel, Kassierer im Obst- und Gartenbauverein Wildensorg e. V.Der Referent ist Helmut Brendel, Kassierer im Obst- und Gartenbauverein Wildensorg e. V.

Vorab heißt es in der Bienen-InfoWabe von 14.00 – 16.00 Uhr  |  Offenes Haus für alle rund um Bienen, Honig, Imkerei und Natur.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Kurs ist kostenlos, freuen uns jedoch über eine kleine Spende.

Biene an Obstblüte © Honig-und-Bienen.de

Dritte Bienenpatenrunde mit Sabine Saam 2017/2019

Geburtstagskind und Bienenpatin Sabine Saam, BaunachSie gehört zu den „alten Hasen“ der Bienenpatinnen: Sabine Saam aus Baunach. Über ihre Patenbeiträge hinaus hat sie aber auch sonst seit 2013 etliche Male gespendet* und uns über manche Investitionshürde geholfen.

Bienenpatin Sabine Saam mit Maskottchen SaBieneAußerdem partizipierten wir zu verschiedenen Anlässen, beispielsweise bei vier Schulbienenbesuchen in Baunach (KiTa, Baunacher Grundschule, Reckendorfer Grundschule), im Zusammenhang mit dem von ihr gewonnenen Helene-Weber-Preis, dem ein gemeinsames Projekt zur Aktivierung von politisch interessierten Frauen („Bienendemokratie“) folgte, dem 1. Baunacher Nachhaltigkeitstag in Sachen Bienen und Insekten, ihre Jurymitgliedschaft für den Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis 2016 – hab‘ ich etwas vergessen?!? Ich hoffe, nicht.

Wir baten Sabine Saam für das dritte Interview, doch einfach einmal selbst Fragen an uns (= BLIB – Bienen-leben-in-Bamberg.de) zu stellen. Hier sind sie:

Festtagsgast Sabine Saam vor Bienen-InfoWabe

Festtagsgast Bienenpatin Sabine Saam vor Bienen-InfoWabe, die bald barrierefrei sein wird

Sabine Saam: Die Bienen-Info-Wabe steht, das Umfeld grünt und blüht – seid ihr mit der Auslastung zufrieden?

BLIB: Ja und Nein.

Einerseits sind wir sehr zufrieden, weil so viele Schulen, Gruppen und Interessierte den Weg zu uns auf die Erba-Insel gefunden haben, obwohl einige den neuen Weg („Bienenweg 1“) erst mal nicht sofort auf dem Schirm haben. Er ist noch zu neu und nicht überall verzeichnet.

Andererseits sind wir traurig, dass wir inzwischen auch Absagen erteilen müssen, da die privaten Kapazitäten nicht für alle reichen. So ist das mit dem Ehrenamt nun mal. Noch sind wir keine Rentner.

Doch alle zwei Wochen (zwischen Ostersonntag und Mitte September) freuen wir uns, jeden zweiten Sonntag Nachmittag (14-17 Uhr) unser Bienenwissen und die Freude am Imkern mit allen kleinen wie großen Besuchern teilen zu dürfen. Und nach Vereinbarung bis zu 20 Gruppen in der Saison, ab der 2. Schulklasse oder für sonstige Institutionen. Sogar politische Verbände, wie beispielsweise damals deine CSU-Frauenunionsgruppe, die einen Vortrag zur Bienendemokratie genießen durfte.

Das erfüllt uns mit großer Zufriedenheit, wenn der Funke übergesprungen ist und der Bund der Bienen mit den Menschen neu geknüpft werden konnte, in welchem thematischen Zusammenhang auch immer. Anknüpfungspunkte gibt es ja zuhauf.

Sabine Saam: Bamberg auf dem Weg zur Bienenstadt – was kann noch besser gemacht werden?

  1. Mehr Blühwiesen. Der Erba-Park ist ja schon auf einem sehr guten Weg. Hier finden sich viele naturbelassene Blühareale, die nur wenige Male im Jahr gemäht werden. Das könnte intensiviert werden, indem a) geeignete Maschinen (Balkenmäher) angeschafft werden und b) die Bevölkerung diesen Bewuchs auch will – und ihren Willen kund tut. Denn die Besorgnis der Stadt, dass Wildblühendes nicht breit akzeptiert wird, ist verständlicherweise da. Man will es sicherlich vielen recht machen. Was uns Bürgern recht wäre, sollten wir klar und an die richtige Stelle gewandt sagen. Und natürlich selbst in unseren Gärten und Balkonen für bienenfreundlichen Bewuchs sorgen.
  2. Weniger Versiegelung der Flächen bzw. entsprechender Ausgleich. Ob Muna-Industriebesiedelungsprojekt, BMW-Autohaus, Wunderburger Glaskontor-Brachfläche, ungenutzes Gärtnerland oder Brose-Firmengebäude … letztere hatten es ja vorgemacht, dass man hier um Ausgleich bemüht war. Gegenüber, am Berliner Ring / Memmelsdorfer Straße / Seehofstraße entstand ein sehr schönes Pflanzenareal (Sandmagerwiese mit Trockenmauer). Auch die REWE-Rudel (mithin unsere Bienenpatin Annemarie) in der Würzburger Straße plant, ihren Dachausbau zu begrünen und mit einem Wildbienenhotel zu bestücken.
    Es ist die Summe aller Teile, die ALLEN nützt, und nicht nur den Betreibern selbst. Da ginge noch etwas mehr! Und wer sich bemüht, kann sogar unseren Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis gewinnen, nebst entsprechender Publicity.
  3. Weniger Einsatz von Pflanzenschutzmittel im nahen Umland, beispielsweise Buger Wiesen oder Nordflur. Kürzlich erst erfuhren wir von Einwohnern in Bughof, dass sie einen halben Hektar aus der landwirtschaftlichen Verpachtung herausgenommen und als Bienenweide selbst beleben wollen. Das sind wunderbare Ansätze, die es weiter zu verfolgen gilt. Meist klappt das aber nur, wenn jemand unmittelbar selbst betroffen ist, beispielsweise, weil er um die Gesundheit seiner Kleinkinder fürchtet. Hier noch ein wenig über die privaten Befindlichkeiten hinaus zu denken, wäre schön.
    Einsatz zeigen geht oft erstaunlich leicht. So schaffte es ein einfacher Anruf bei der Wasserstraßen- und Schifffahrtsbehörde, dass die Dämme des RMD-Kanals weniger häufig und abwechselnd gemäht wurden, damit immer etwas für die Insektenwelt zu finden ist. Diese positive Verstärkung unseres Tuns würden wir uns wünschen, denn wir können nicht überall zugleich sein.

Gruppenbild der Igel- und Bienengruppe Kita St. Oswald Baunach

Sabine Saam: Das Projekt „Bamberger Schulbiene“ ist in aller Munde – welche Pläne gibt es für die Zukunft?

  1. Langfristig: Multiplikatorenschulung. Eben, weil wir an unsere Kapazitätsgrenzen stoßen, ist es sinnvoll, sich nicht noch mehr an Führungen aufzubürden, sondern diejenigen zu schulen, die Bienenunterricht im großen Stil halten können: Die Lehrkräfte.
    Hier sind wir nun einen Schritt weiter und hoffen, dass der angedachte Lehrauftrag an der Uni Bamberg finanziell verwirklicht werden kann. Auf alle Fälle werden wir weiterhin Grund- und Mittelschul-Lehramtsanwärter/innen in „Didaktik der Naturwissenschaft“ unterrichten, was heuer seinen Start erfuhr.
  2. Mittelfristig 1: Eigene Schulung. Reinhold ist auf dem Weg, berufsbegleitend seinen Facharbeiter für Bienenwirtschaft abzuschließen, nachdem er heuer schon als Bienensachverständiger – einer der momentan nur drei in unserer Region – anerkannt wurde. So sind wir noch mehr gerüstet für eine qualitätsvolle Vermittlung der Themen Bienen, Honig, Imkerei und Natur. Da heißt es jetzt einfach, durchhalten und Daumen drücken.
  3. Mittelfristig 2: Aufbau eines eigenen Wachskreislaufes aufgrund erneuter Wachspanschereien. Wir wollen für unsere Bienen in Bamberg auf Nummer Sicher gehen, aber auch unseren Bamberger Lagenhonig in gewohnt hoher Qualität anbieten. Ganz klar, dass wir mit den anzuschaffenden (recht teuren) Gerätschaften wiederum Schulungen anbieten werden.
  4. Kurzfristig: Das Projekt „Bamberger Bienengarten“ fertig bringen. Hier fehlen uns noch Einzelpflanzenbeschilderungen und Erklärtafeln – für letzteres hast ja dankenswerterweise selbst bereits gespendet, liebe Sabine!

Patenlernbeute von Sabine SaamSabine Saam: 3 Wünsche frei für die Bienen – wie lauten sie?

Wunsch 1: Liebt, achtet und schätzt eure Bienen, auch, wenn sie stechen können! Ihr braucht sie!

Wunsch 2: Schätzt regionalen Honig und die Imker, die unter erschwerten Bedingungen dafür sorgen. Bezahlt ihn anständig, dann kann mit den Einnahmen noch mehr für die Bienen getan werden, auch, weil die Tätigkeit des Imkerns dadurch einfach attraktiver wird.

Wunsch 3: Möge es bald ein verträgliches, leicht anzuwendendes, langfristig für Bienen und Menschen unschädliches Allheilmittel gegen die Varroamilbe geben. Und keine (neuen) Gefahren, die ja doch schon auf uns lauern (Kleiner Beutenkäfer, Asiatische Hornisse, Kirschessigfliege (hier der damit verbundene Pestizideinsatz, usw.)

Alles in allem – wir lassen nicht nach mit unseren Bemühungen und haben – gemeinsam mit dir, liebe Sabine, und vielen anderen – Schritt für Schritt schon viel erreicht. Mit etwas finanzieller Unterstützung geht natürlich vieles leichter und vor allem schneller, ganz klar.

Es war uns eine Freude, deine sinnvollen Fragen beantworten zu dürfen. Vielen Dank dafür, Sabine!

Bienenpatin Sabine Saam (re.) bei der Urkundenübergabe durch Ilona Munique

Überreichung der Bienenpatenurkunde an Sabine Saam (rechts) durch Ilona Munique von Bienen-leben-in-Bamberg.de am 19.08.2013

* Sabine Saams Spenden, über die wir berichtet hatten:

17.10.2014: Da kann die Schulbiene einpacken!

16.06.2015: Spatenstich Bienen-InfoWabe im Erba-Park Bamberg

19.06.2015: „Das war sooooo schön!“ Schulbienen-Besuch in Lichteneiche 1c

01.08.2015: Minis kommen groß raus in der 1a der Lichteneiche-Schule

23.03.2016: Sabine, Sabine, steht hinter der Gardine

27.07.2017: Geburtstagsgeschenk für Bieneninitiative

Nominierungen 2017 für Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis

Vier Nominierungen, zu denen wir vorab der Verleihung des Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreises 2017 jetzt schon gratulieren dürfen – in alphabetischer Reihenfolge sind dies:

Zwei Preise – „Honiggold“ und „Silberlinde“ werden zur Saison-Abschlussfeier der Bienen-InfoWabe – heuer am 17.September 2017 ab 15.30 Uhr – an den oder die Preisträger im feierlichen Rahmen übergeben. Alle Nominierten wurden eingeladen und erfahren vor Ort, ob und welchen Preis sie erhalten haben. Doch ist bereits die Nominierung eine schöne Anerkennung ihrer Bienenförderung.

Jurymitglieder:

Den Bericht dazu finden Sie zur gegebenen Zeit unter diesem Link.