Rezension zu Dr. Elke Puchtler „Lavendelschätze“

Lesebereites Rezensionsexemplar "Lavendelschätze" Dr. Elke Puchtler, Pala-Verlag„Lavendelschätze“ ist nicht nur einfach ein weiterer Gartenratgeber trotz Anbau- und Pflegeanleitungen oder -zigstes Kochbuch trotz 50 vegetarischer Rezepte. Nicht nur wegweisendes Reisebuch trotz Stationsbeschreibungen von Irland, Frankreich, den Niederlanden und Deutschland oder motivierender Wellnessratgeber trotz Pflege-, Kosmetik- und Gesundheitstipps … nichts dergleichen und doch von alledem etwas. Verbunden durch die warmherzige, mitreißende und respektvolle Hingabe der Autorin Dr. Elke Puchtler an nur eine einzige Pflanze – dem Lavendel.

Allumfassend und gründlich, dabei nicht sezierend, vielmehr tief inhalierend und bewusst ausatmend, nimmt uns die Heilpraktikerin und intime Kennerin des aromatischen Lavendels mit auf ihre facettenreiche Reise zu ihrem einzigartigen, persönlichen „Pflanzengefährten“. Eine Reise, die staunen macht über die Themenbandbreite der lila, weiß oder rosa blühenden Genuss- und Nahrungspflanze für Menschen und Insekten. Ihm, dem man zwar eine strukturgebende und pflegeleichte Garten-Dekorationsfähigkeit, eine intensive, der Entspannung und Beruhigung dienende Duft- und Heilentfaltung und ein fast schon historisches Dasein als einen – etwas altjüngferlich anmutenden – Parfümbestandteil zugesteht. Doch dass der fragil anmutende und doch so kräftige Lavendel das Potenzial hat, ein rund 190 Seiten starkes kenntnisreiches Sachbuch für Naturgärtner, spannendes Lesebuch für Reiselustige, kundiges Heilbuch für Life-Balance-Suchende und anregendes Rezeptbuch für Genießer füllen zu können, zeigt uns, dass weitaus mehr in ihm steckt, als wir bislang wussten und ihm zugetraut hätten.

Der Autorin hingegen, immerhin promovierte Biologin, war ein derartiges Kompendium absolut zuzutrauen. Ja, man wartete bereits auf eine weitere Publikation – über ihre Lavendelgeschichten hinaus –, ist man ihr einmal auf einen ihrer spannenden Führungen im Aromagarten des Botanischen Gartens Erlangen begegnet. Dr. Elke Puchtler kann nicht nur „Lavendel“, so viel sei versprochen.

Nun, der Worte sind genug geschrieben … jetzt eine Tasse Lavendeltee und Lavendelplätzchen geschnappt, in einen Liegestuhl vor dem „Meister der Entspannung“ gesetzt, dem Summen der Bienen gelauscht, die bereits die ätherische Duftspur aufgenommen haben, und sich eingelassen auf das liebevoll gestaltete Werk, dem man durchaus noch ein paar Bilder mehr, vor allem zu den Rezepten, gegönnt hätte. Doch die bildreiche Sprache allein löst aus, dass man förmlich meint, den Lavendel aus den (100% auf Recyclingpapier gedruckten) Seiten herausriechen zu können.

Fazit: Buch wie Lavendel kaufen und genießen!

Dr. Elke Puchtler: Lavendelschätze. Von Pflanzen, Düften und Menschen. Gartenpraxis, Heilkraft, Entspannung, Rezepte. Pala-Verl. 2018. ISBn 978-3-89566-377-2.

Veranstaltungstipp:

Vortragende Dr. rer. nat. Elke Puchtler Aromagartenfest 2015So., 27.05. – BIWA-Sonntagsöffnung mit Vortrag

  • 16.00 – 17.00 Uhr |  Duftspurensuche im Bienengarten. Inspirierend, wohltuend, wissenswert.
  • Was? Der Bamberger Bienengarten dient der Inspiration und ist beispielgebend für bienenfreundliche Pflanzungen. Die Heilpraktikerin Elke Puchtler bringt uns einzelne Duftpflanzen daraus näher und erläutert ihre Wirkungsweise. Der Lavendel spielt dabei eine ganz besondere Rolle. Dazu mehr aus ihrem neu erschienenen Buch „Lavendelschätze“ bei Kaffee und Lavendelkostproben.Für wen? Ohne Altersbeschränkung
    Referentin: Dr. rer. nat. Elke Puchtler, Heilpraktikerin, Adelsdorf

Vogelschutz trifft Bienenschutz

KJungvögel, die mit unseren Drohnenmaden aufgepäppelt werdenürzlich brachten wir ein Drohnenrähmchen zu einer Tierschutzkollegin, die sich auf das Aufpäppeln von verletzten Jungvögel spezialisiert hat. Aus Anlass der BIWa-Sonntagsöffnung am Muttertag besuchte uns nun die rührige Vogelmutter und zeigte zwei der Vogelbabys, die mit den wieder aufgetauten Drohnenmaden gefüttert wurden. Manchmal sind die Piepmätze so schwach, dass nur noch Drohnensaft sie zu retten vermag.

Diese Begegnungen unter uns „Rettungsoptimisten“ sind es, die uns gegenseitig Stärkung und Rückenstärkung geben, so dass wir uns weiterhin – zumindest für einen kleinen Teil der Umwelt – motivert nach besten Kräften einsetzen und andere dabei ein Stück weit mitzunehmen vermögen.

An diesem Nachmittag waren wir viel zu beschäftigt, um mehr als diese paar Fotos zu machen. Aber es muss auch nicht immer sein. Wie schön und kurzweilig es bei uns ist, könnt ihr schließlich selbst an jedem zweiten Sonntag (ab Ostersonntag gerechnet) bei uns entdecken.

So wie die Familie, die extra aus Hollfeld anreiste, um sich Tipps zum Imkern zu holen. Während der Papa sich die Vorteile einer Zandermaß-Beute erläutern ließ, konnte das Töchterchen unter Aufsicht der Mama nach Herzenslust bunte Linien krakeln. Und als sich die Mutter die Kostenaufstellung der benötigten Imkerausstattung genau zu Gemüte führte, naschte der Sohnemann am Kuchen, den wir unseren Hausgästen gerne darreichen – ist ja schließlich auch für uns ein Sonntag, da muss es zum Kaffee doch was Leckeres dazugeben.

Blühwiese im Bamberger Bienengarten  Bienenweg 1, 96047 Bamberg (Erba-Park)Und endlich Regen! Das tat unserer bienenfreundlichen Blühwiese sehr gut, die gerade voller Margueritten und Nesselsalbei steht. Die Weiselzellenkontrolle (nicht nur) für die Uni-Studierenden innerhalb des Seminars „Schul-Imkerei“ unter Reinholds Aufsicht konnte gerade noch so vor dem ärgsten Gewitterguss zu Ende gebracht werden. In der BIWa selbst spielten wir unterdessen das Biene-Maja-Honigwettlauf-Spiel. Das war schnell erklärt und sogar die Kleineren konnten es schnell selbst spielen.

Hin und wieder wollte man Bamberger Lagenhonig einkaufen, da man sich sicher bei uns sicher ist, dass er auch garantiert (in diesem Falle) aus den Buger Wiesen sei. Für Allergiker, die sich desensibilisieren möchten, eine wichtige Bestätigung. Wir trennen unsere Ernten streng nach Standort, und alles, was da vom Frühjahr bis Juli blüht, findet unter dem Regionalsiegel „Bamberg – weil’s mich überzeugt“ seinen direkten Weg ins Honigglas.

Den direkten Weg zu unserer Bienen-InfoWabe finden Sie hoffentlich zum nächsten Mal am So., 27.05.2018, wenn es heißt: „Duftspurensuche im Bienengarten“ mit Dr. Elke Puchtler, die das Schau-Kräuterbeet des Bamberger Bienengartens und außerdem ihr soeben erschienenes Buch „Lavendelschätze“ vorstellen wird. Wir freuen uns schon wieder darauf!

8. Tür im Adventskalender der Bamberger Schulbiene

8.
Ja, Bienen schlafen so wie du,
ein bisschen kürzer nur die Ruh’.
Die Schlafenszeit sie oft sich gönnen.
in der sie sich’s erträumen können,
die herrlich bunten Blumenwiesen,
auf die sie so sehr angewiesen!

Blumenwiese nach einer Saatgutmischung

Neue Webseiten für den Bamberger Bienengarten

Unsere Weblog-Seite zum „Bamberger Bienengarten“ hat zahlreiche Kinder bekommen! Insgesamt 11 Unterseiten wurden neu hinzugefügt, die einen Eindruck von der Entwicklung des neu angelegten bienenfreundlichen Areals rund um die Bienen-InfoWabe am Bienenweg 1 im Erba-Park geben.

Einstiegsfolie zum Vortrag "Der Bamberger Bienengarten"Auf 24 bunten Folienseiten erfreut euch die Powerpoint-Präsentation (PDF) Bamberger-Bienengarten-2017, die das Wesentliche erlebbar macht.

Steckbrief und Details zu den Arealen, Downloads der Pflanzlisten und jeweils eine umfangreiche Fotogalerie findet ihr im Einzelnen hier:

Hauptseite Bienengarten Bamberg
Unterseiten:

  1. Schau-Kräuterbeet
  2. Schau-Staudenbeet 1
  3. Schau-Staudenbeet 2
  4. Schau-Grabanlage (in Planung 2018)
  5. Blühwiese
  6. Wildbienenhotel
  7. Kleewiese
  8. Blaseneschen
  9. Rosen
  10. Spontanbewuchs
  11. Sitzbänke

Wir freuen uns über Spenden, die wir für folgende Finanzierungslücken verwenden werden:

  • Beschilderung der Anlage und Einzelbereiche (fast vollständig bezahlt, es fehlen noch Pfosten)
  • Botanische Pflanzenbeschilderungen (zum Teil finanziert)
  • Schau-Grabanlage (vor allem Dekor-Stein)
  • Wasser-Pumpbrunnen (noch offen)
  • Fahrradständer (noch offen)

Und vor allem freuen wir uns über Ihren / Euren Besuch, der zum Nachmachen inspirieren soll! Herzlich Willkommen!

Voten für das „Netzwerk Blühende Landschaft“

Voting Netzwerk Blühende Landschaft auf IngdibaMit Ihrer Stimme können Sie Mellifera e.V. bzw. das Netzwerk Blühende Landschaft bei der Aktion: „Du und Dein Verein“ der ING-DiBa unterstützen.

Das Online-Voting für das „Netzwerk Blühende Landschaft“ ist nur noch bis 7.11.2017 möglich! Sie brauchen dazu eine Handynummer, das war’s auch schon.

Eine Spende von je 1.000 Euro winkt den 1.000 Vereinen, die bis zum 7. November 2017 um 12 Uhr die meisten Stimmen haben. Na, das wollen wir doch unterstützen!

5-Cent-Aufkleber Netzwerk Blühende Landschaften, Fotonachweis: http://www.bluehende-landschaft.de/Übrigens: Unterstützung erfährt der Verein durch unserer Beteiligung an den 5-Cent-Marken, die wir auf unseren Bamberger Lagenhonig kleben. Diese Mehrausgabe finanzieren praktisch aber unsere Kunden, die den kleinen Aufpreis mitbezahlen. Dadurch fördern wir alle miteinander Blühprojekte in Deutschland, die vom Netzwerk initiiert werden. Das ist doch eine tolle Win-win-Situation, nicht wahr?

Der bienenfreundliche Garten – Vortrag im Kreislehrgarten Oberhaid

Ikarusfigur mit SpinnwebenDuftbeete mit IkarusAm Sa., 30.09.2017 fand im wundervollen Kreislehrgarten Oberhaid ein Seminar zum bienenfreundlichen Garten statt. Veranstalter war der Kreisverband für Gartenbau und Landespflege Bamberg.

Vortragender Reinhold BurgerUnseren Vortrag Honigbienen im Garten (PDF-Präsentationsfolien) hielten wir Reinhold Burger und ich als Ersatzreferenten. Von daher sind die Folien nicht ganz so ausführlich, zumal wir uns die 90 Minuten mit Kreisfachberaterin Alexandra Klemisch geteilt hatten. Sie brachte außerdem etliche Informationsschriften mit, von denen vor allem die LFL-Broschüre Bienen in der Kulturlandschaft: Wild- und Honigbienen in ihrem Lebensraum hervorsticht. Sie ist auch als Printausgabe für € 1,- zu beziehen und natürlich in unserer Imker-Bibliothek zu finden.

Vortragende Reinhold Burger und Bamberger SchulbieneDer Vortrag

Titelblatt Vortrag Reinhold Burger: Honigbienen im Garten 2017Vorgestellt hatten wir u. a. die Entwicklung der Honigbienen in den Monaten August bis September. Das Bienenjahr besteht aus vier Phasen. Momentan erleben wir den Aufbau des Wintervolkes. Die zwischen August und September gelegten Eier entwickeln sich zu Winterbienen, die etwa ein halbes Jahr alt werden können. Sind es zu wenige, also unter 10-15.000 Arbeiterinnen, können sie sich in der Wintertraube nicht warm genug halten. Es ist also wichtig, ihnen durch wertvolle Anpflanzungen von pollenreicher Nahrung einen guten Start zu geben.

Biene an Duftnessel (Agastache rugosa)Am einfachsten ist es dabei, das Bewertungssystem nach Anna Maurizio zu beachten. Sie nimmt eine Unterscheidung nach Nektar- und Pollentracht in 4 Stufen (von 1 = gering bis 4 = sehr gut) vor. Nach diesem Schema in vier Qualitätsstufen verfährt auch der Autor Günter Pritsch in seinem Buch „Bienenweide“. Einsehen können Sie es in unserer Imker-Bibliothek.

Weiterführende Literaturlisten zum Download sind hier zu finden:

Das Seminarprogramm ging im Anschluss noch ohne uns weiter. Hier der Bericht.

Spezielle Gäste

Thomas und Dr. Elke PuchtlerDurch das Einspringen hatten wir unser eigentliches Samstagsprogramm kurzfristig umgestellt. So nutzte Dr. rer. nat. Elke Puchtler, eine pflanzenkompetente und verständige Bienenfreundin, die willkommene Gelegenheit, zusammen mit ihrem Mann Thomas den Oberhaider Kreislehrgarten aufzusuchen, damit wir von hier aus unseren geplanten Ausflug starten konnten.

BienenbeetElke war sehr angetan von der Anlage, die auch ein eigens errichtetes Bienenbeet enthielt. Auch dieses wurde von Alexandra Klemisch beratend begleitet, so wie auch unser Bamberger Bienengarten. Elke nimmt lebhaft Anteil am Werden und Gedeihen der Bienenstadt Bamberg (und Umgebung), obwohl sie in Adelsdorf wohnt und dort eine Heilpraxis betreibt.

SAlexandra Klemisch und Dr. Elke Puchtler lernen sich kennen.o ist es für uns eine Freude gewesen, dass sich beide – Frau Klemisch und Elke – endlich einmal persönlich kennenlernen konnten, wo doch bereits durch eine Referentenlistenaufnahme Kontakt bestand.

Biene an Duftnessel (Agastache rugosa)So schließt sich der Kreis der Bienenunterstützer/innen (noch lange nicht!), um neue Möglichkeiten durch Kooperationen, Synergiene und Wissensteilung zu eröffnen. Einzige Voraussetzung: Affinität und Liebe zu Bienen, Menschen und der Natur schlechthin!

P. S.: Danke für den leckeren Apfelsaft aus Bamberger Streuobstwiesen und den Apfelsekt – sehr schmackig!!!

KV-GBV: Gartenpflegerkurs Teil 3 – Der bienenfreundliche Garten

Bienen an weißer HerbstasterAm Sa., 30.09.2017 findet im Kreislehrgarten Oberhaid ein Seminar zum bienenfreundlichen Garten statt. Reinhold Burger und ich springen gerne als Ersatzreferenten ein, wo wir doch eben erst an den Obst- und Gartenbauverein Oberhaid für diesen tollen Garten, gleich neben der Friedhofskirche am Ortseingang, einen zweiten Platz unseres Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreises 2017 vergaben. Da war immerhin von einem Schulterschluss die Rede, was selbstverständlich Auftrag und Verpflichtung auch für uns ist.

Veranstalter für den Kurs, dessen 3. Teil sich besonders an Gartenpfleger wendet, ist der Kreisverband für Gartenbau und Landespflege. Mit-Referentin ist Kreisfachberaterin Alexandra Klemisch des besagten Veranstalters, die Wissenswertes über die im Herbst um die Gunst der Bienen wetteifernden Blühpflanzen parat hält. Sie war ja bekanntermaßen heuer bereits bei uns in der Bienen-InfoWabe zugange.

Wir beide werden die Entwicklung der Honigbienen in den Monaten August bis September erläutern, mit einem kleinen Seitenblick auch auf die Wildbienen. Was brauchen sie, was können wir im Garten Gutes für sie tun? Wildbienen sind jedoch eher das Spezialgebiet von Referent Günter Reif, stellvertetender Vorsitzender des Bezirksverbands für Gartenbau und Landespflege Oberfranken. Er wird sicher noch tiefer in die Materie einsteigen. Weitere schöne Programmpunkte siehe unten.

Die Anmeldezeit ist zwar eigentlich vorüber, aber vielleicht besteht ja doch noch eine Chance, ein Plätzchen zu ergattern. Einfach mal anrufen bei der Kreisfachberaterin Alexandra Klemisch, Tel. 0951/85-534, alexandra [dot] klemisch [at] lra-ba [dot] bayern [dot] de

Kostenbeitrag: 15,- €, ermäßigt 10,- € für Gartenbauvereins-Mitglieder

Programm für Samstag, den 30. September 2017

9.00 Uhr – Begrüßung

9.15 Uhr – Honigbienen im Garten, Referntin: Birgit Lang, Imkerin aus Oberhaid

10.30 Uhr – Kurze Pause

10.45 Uhr – Fleißige Bestäuber – Nützliche Insekten im naturnahen Garten, Referent: Günter Reif, Stellvertretender Vorsitzender Bezirksverband Oberfranken

12.30 Uhr – Mittagspause

13.30 Uhr – Wir stellen eine kleine Nisthilfe aus Ton her, Referentin: Kerstin Kempter, Töpferin aus Lauter

14.45 Uhr – Kurze Pause

15.00 Uhr – Blühstreifen für Bienen ansäen: Wie’s funktioniert. Referentin: Kreisfachberaterin Alexandra Klemisch

Seminarende ca. 16.00 Uhr

 

Obstverarbeitung mit Helmut Brendel

Vortragender Helmut Brendel mit Stefan Geus, Powerpoint-Ersteller und Sohn JürgenObstbaumbesitzer kennen das: Die jährlich auftauchende Herbstfrage „Wohin mit meinem Obst?!“ Zumal dann, wenn zahlreiche Bienchen fleißig am Bestäuben waren, was sich natürlich positiv auf die Menge und Qualität auswirkt. Helmut Brendel, Kassierer im Obst- und Gartenbauverein Wildensorg e. V.Qualität ist genau das, was Helmut Brendel vom Obst- und Gartenbauverein Wildensorg e. V. für Saft und Brand fordert. So werden zwar beim Versaften die Obststiele noch akzeptiert, nicht jedoch für die Herstellung der Alkoholika. Tadelloses Obst also, und heraus kommt eine wirklich hoch aromatische geistige Flüssigkeit, die am Ende des Vortrags sanft und kitzelnd in die Nasen der Gäste stieg, die unter zahlreichen Obstbränden verkosten durften.

Zum Vortrag

Noch ist das Arsenal zur Verkostung hinter der Leinwand versteckt ...Ein ganzes Arsenal an hübschen Fläschchen verschiedener Größen schleppten der Vortragende, seine Gattin, Sohn und Freund – alles Vereinsmitglieder – am 20.08.2017 in die Bienen-InfoWabe heran. Ob Quitten-,  Kirschen-, und Zwetschgenbrand oder Salbei-Likör aus dem Vereinskräutergarten – alles in vielen Stunden Arbeit gebrannt unter Anleitung und Aufsicht von Helmut Brendel, dem Kassiers des Vereins. Denn es werden komplizierte und teure Apparaturen bedient, die einem bei falschem Gebrauch durchaus um die Ohren fliegen könnten. Auch, wenn der Kühler eine automatische Temperaturregelung aufweist … sicher ist sicher!

Vortragender Helmut BrendelDoch auch eine Obstpresse kann der Verein sein eigen nennen. Mit einer Pressung lassen sich 30-40 Liter Saft herstellen. Die Pasteurisierung auf 78 Grad erfolgt über Einwecktöpfe. Doch soll demnächst eine Pasteurisierungsanlage angeschafft werden, damit es etwas schneller geht. Schließlich muss immer auch Zeit bleiben für aufwändige Putzarbeiten, zum Beispiel der Siebtücher.

Die Safterei ist dafür etwas weniger kompliziert in der bürokratischen Abwicklung. Beim Brennen muss 14 Tage vorher die Menge der Maische angemeldet werden, und wehe, es fehlt irgendwo ein Kreuzchen auf dem Formular, oder es wurde gar das falsche Obst angemeldet! Die unregelmäßigen Kontrollen sind pingelig, die Strafen auch bei Cent-Differenzen sehr streng, warnt Helmut Brendel. Ob angesichts des Aufwands sich denn noch Nachwuchs für die Vereinsaktivitäten, die auch Obstbaumschnitt und Kräutergartenpflege mit einschließen, finden würde?

Vortragender Helmut BrendelNun, Familie Brendel hat mit zwei Söhnen vorgesorgt, und so wird der Stab voraussichtlich an Jürgen weitergegeben. Ihn kennen wir vom Gartenamt der Stadt Bamberg, so dass wir beruhigt sind ob des Fortbestehens der Qualität. Doch noch ist keine Eile geboten, denn Helmut gibt sein Kassiereramt ab, um sich noch stärker der Brennerei und Mosterei widmen zu können. Und der Nachwuchsförderung. Als Feuerwehrmann in der Löschgruppe 8 drückt er jedem neu Rekrutierten sogleich auch ein Anmeldeformular für den Obst- und Gartenbauverein in die Hand. Schlau!

Gäste zum VortragWir verzichten in diesem Weblog über eine ausführlichere inhaltliche Darstellung des Vortrags, da wir leider nicht auf die Powerpoint-Präsentation zurückgreifen können, die uns Sicherheit in der Berichterstattung geben würde. Doch auf eine Frage aus dem 20-köpfigen Publikum wollen wir noch eingehen: „Wie lange kann man Brände aufheben, und werden sie nach Jahren noch besser, ähnlich wie beim Wein?“

Danke an Vortragenden Helmut BrendelKernobst wird nach vier Jahren nicht mehr besser, weiß Brendel. Steinobst hat nach acht Jahren seine beste Zeit überschritten. Und noch ein Tipp: Brände (was das edlere Wort für Schnaps ist) nur in kleinen Schlucken genießen und nicht „auf Ex“ kippen, bei einer Temperatur zwischen 16-18° C, also nicht eiskalt. Herzlichen Dank für alle Tipps und den perfekt getimten, anschaulich vorbereiteten Vortrag, Helmut, Stefan Geus und Jürgen!

Unsere Gäste

Ein rundum gelungener Vortrag mit aufmerksamen und (natürlich nicht nur der Verkostung wegen) gut gelaunten Gästen. Darunter waren:

Bienenpate Patrick Fuchs mit Gattin Kathleen (rechts)… unser neuer Bienenpate Patrick Fuchs mit Ehefrau Kathleen aus Röttenbach (Kreis ER-HÖ), die ihm die Patenschaft zum Geburtstag geschenkt hatte, weil er gerne Imkern lernen möchte. Heute hat er gleich einen kleinen Crashkurs erhalten und wir freuen uns auf die Fortsetzung!

Bienenpatin Ruth Vollmar zu Besuch in der Bienen-InfoWabeJosch zu Besuch in der Bienen-InfoWabeBienenpatin Ruth Vollmar mit Ehemann Jörg „Josch“ Bretschneider. Sie legte sofort Hand an in unseren Bienengarten, wo wir immer etwas Hilfe gebrauchen können. Meinen Stoßseufzer diesbezüglich hat sie, zupackend wie sie ist, sofort aufgegriffen.

Ehrenbienenpate Jutta FraaßErster Gast des Tages und ebenfalls sofort hilfreich beim Vorbereiten der Kaffee-Kuchentafel zugange war Ehrenbienenpatin Jutta Fraaß, die extra aus Fürth angereist kam. Von ihrer Familie hatten wir vor einigen Jahren unsere imkerliche Grundausstattung erhalten.

Gäste zum Vortrag, rechts Bienenpate Hans ZirkelNochmals Bienenpaten – und zwar Anne und Hans Zirkel. Beide haben einen großen Bekanntenkreis und entdeckten einige bekannte Gesichter unter unseren Gästen. Da Hans und Helmut Sportskameraden sind, ist die Schnittmenge natürlich etwas größer.

Logo IBZVWalter Achtziger aus dem Vorstand des Imker und Bienenzuchtverein Bamberg Stadt und Land e. V., der seine Gattin mitbrachte und derzeit in der Jury für den Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis eingesetzt ist.

Gast Michaela Hock, hier beim Fliegengittermontieren an der Bienen-InfoWabeMichaela Hock, ebenfalls Imkervereinsmitglied, die ratz-fatz das Baguette für die Honigverkostung in Scheibchen schnitt und überhaupt immer weiß, wo sie mit zupacken kann, so beispielsweise beim Anbringen der Fliegengitter an der Bienen-InfoWabe im letzten Jahr. Danke auch für deine leckeren Renekloden, so passend zum Thema des Tages!

Und natürlich DANKE an alle Gäste, die den Weg zu uns in die Bienen-InfoWabe (letztendlich) doch noch gefunden hatten! Ja, wir dürfen zwar nicht ausschildern, doch der Bienenweg wird hoffentlich bald bei allen bekannt. Wir wollen jedenfalls mit unserem BIWa-Jahresprogramm dafür sorgen, dass nicht nur der Ort, sondern unser Anliegen, Bienen ins Bewusstsein der Bevölkerung zu bringen und Jungimker zu gewinnen, weite Kreise zieht. In diesem Sinne … herzliche Einladung zur nächsten Vortrag am 03.09. mit Reinhold Burger zu „Neue Bienenkrankheiten, auch in Franken?!“

Dengeln und Sensen mit Josef „Jupp“ Schröder …

Parade verschiedener Sensen… und mit Alex aus Oberlangheim bei Lichtenfels sowie über 30 Interessierten – nullkommanix waren unsere Blühareale abgemäht! Ja, ist schade. Doch für diesen wichtigen Sonntags-Workshop am 06.08.2017 war’s das wert. Wächst ja wieder. Man muss dabei gewesen sein, anders lassen sich die Vorgänge schlecht erklären. Vielleicht noch mit Bildern und Filmmaterial. Letzteres wird nachgereicht, wenn die Urlaubszeit vorbei ist. Versprochen.

Demonstration der SensenführungWarum wir diesen Workshop angeboten haben, liegt auf der Hand. Wir propagieren bienenfreundlichen Bewuchs, was bedeutet, dass dieser eine Höhe erreicht, mit der ein normaler Rasenmäher nicht mehr zurecht kommt. Also Sense raus und – wie schön! – lärmneutral ein- bis zweimal im Jahr abgeerntet. Außer, man möchte Kleewiesen haben, die auch eine prima Bienenweide sind. Da darf man ruhig 4-5 mal im Jahr ran. Am besten, die Areale sind feucht, so schneidet es sich besser.

Schärfen der Sensenklinge (Sensenblatt)

Das Dengeln

Nicht wirklich lärmneutral allerdings ist das Dengeln. So ab 20 Betriebsstunden – sagt der Alex, der uns das äußerst professionell gezeigt hat – ist es nötig, das Sensenblatt wieder zu begradigen. Mittels eines rundlichen Hammers wird behutsam und ohne Dellen Material in die Schneidenkante ausgetrieben. Aber keinesfalls übertrieben! Ein paar Millimeter müssen Luft bleiben. Sowohl zwischen dem Blatt und der Auflagefläche (Amboss) als auch zwischen Hammerschlag und unterem Ende des Klingenbogens. Sonst wird die Klinge mit der Zeit zu dünn.

Am Klang sollte zu erkennen sein, ob das Blatt scharf genug ist – sagt der Jupp. Josef Schröder demonstriert es mit einem raschen Schwung auf der Betonfläche der Bienen-InfoWabe. Tatsächlich, es ein heller, hoher Ton erklingt. Nach etwa 20 Minuten des Sensens – je nach Bewuchs und Schnelligkeit – wird das Sensenblatt mit einem Schleifstein beidseitig nachgeschärft.

Demonstration des DengelnsEbenfalls am Klang erkennt man, ob man richtig dengelt. Aber das hört ihr noch im Film, den ich gerade aus Kapazitätsgründen nicht hochladen kann. Wie gesagt, wird nachgeholt. Jedenfalls war’s sehr, sehr lehreich und kurzweilig. Die angesetzte Stunde hatten wir gehörig überzogen, bis 18.30 Uhr waren die letzten von dannen gezogen. Dass sich die Referenten nebst Anhang (Danke, Tina und braver Wuff!) so lange Zeit für uns genommen hatten, war super nett, herzlichsten Dank dafür! Das betonten auch die Gäste, die sogar aus Coburg und Nürnberg anreisten.

Ein Zitat spricht Bände: „Wenn ich das alles früher gezeigt bekommen hätte, hätte ich mir ein Leben lang viel Mühe erspart!“

Veitshöchheimer Imkertag 2017 (3): Bienenweiden

Vortrag Dr. Ingrid Illies zu Bienenweiden für Beet und BalkonDie wichtigste Botschaft aus dem Vortrag von Dr. Ingrid Illies zur „Bienenweide für Beet und Balkon“: Keine Knospenblüher wie die Heide und keine gefüllten Blüten. Unterschiede bestehen außerdem darin, ob die Blüten Nektar, Pollen oder gar beides in sich tragen. Zum Veitshöchheimer Imkertag stellte sie sodann geeignete Blühpflanzen im Jahreszeitenverlauf vor. Vor allem die Wildbienen, von denen Frau Illies einige vorstellte (Holzbiene, Blattschneiderbienen, Wollbienen) werden sich darüber freuen, manche suchen sogar in den Blüten Schutz vor der Nacht.

Geeignete Einzelpflanzen (in Auswahl) sind:

  • Sedum-Arten, allen voran das ‚Weihenstephaner Gold‘
  • Mädchenauge (Coreopsis) ‚Bengal Tiger‘
  • Kokardenblume (Gaillardia)
  • Purpurglöckchen (Heuchera)
  • Lobelix-Serie
  • Salvia ‚April Night‘ und ‚Salute Deep Blue‘
  • Fächerblume (Scaevola aemula)
  • Schneeflockenblume (Chaenostoma cordatum)
  • Ehrenpreis (Veronica)
  • Astern
  • Bartblumen (Caryopteris)

Außerdem wurde die Broschüre „Der intelligente Blumenkasten“, der seinen Ursprung 2003 bei Dr. Friedegard Scharper hat, neu aufgelegt. Noch scheint die Neuauflage nicht als PDF vorzuliegen. Schauen Sie selbst hin und wieder auf die Seite der LWG-FB „Verbesserung der Bienenweide“, wo Sie außerdem weitere informative Links finden. Und natürlich finden Sie die Flyer auch in der Bienen-InfoWabe zum Mitnehmen. Zunächst noch die alte Auflage, doch die neue ist bereits angefordert, das zum Vortrag ausgesprochene Versandangebot an die Öffentlichkeitsarbeiter haben wir sehr gerne angenommen.

Die o. g. fettgedruckten Arten können Sie sich übrigens im Bamberger Bienengarten ansehen.

Schau-Kräuterbeet im Bamberger Bienengarten der Bienen-InfoWabeBienen-InfoWabe mit Bienengarten und Bänken, hier vor dem Schau-Staudenbeet 1Bienen-InfoWabe mit Bienengarten und Bänken, hier vor dem Schau-Staudenbeet 2