Die Bienen-InfoWabe erhält ihr Fundament

Die Positionierung des Fahrmischer wird besprochenIm frischen Morgenlicht liegen sie (noch) still da, die ausgehobenen sechs Kanten unseres künftigen „honiggelben Klassenzimmers im Grünen“, die Bienen-InfoWabe. Capo Josef Dück (Raab-Bau) bespricht mit dem Fahrer der Firma Röckelein die Einfüllposition des Fahrmischers für das Ringfundament. Mir fällt der Satz „Vertrauen statt Diskussionen“ ein. Etwas, was heute selten ist, im Baugewerbe ganz sicher jedoch die Normalität bedeutet.

Kein Kinderspiel, sondern Maßarbeit

Der Fahrmischer der Firma Röckelein passiert den ERBA-ParkUnd „pünktlich wie die Mauerer“ erzittert zwei Minuten früher als angekündigt, also um 9.28 Uhr des 27. Augusts 2015, der schmale Weg von der Maria-Ward-Straße in Richtung Fünferlessteg, als sich der weiß-blau-gestreiften Koloss in Bewegung setzt. Er bringt die erste Fuhre von 13,5 kbm Beton in den südlichen ERBA-Park nach Bamberg. Schnell noch den Weg vom Aushubmaterial des Vortages freischaufeln, damit der gewichtige Kerl nicht ins Schlingern gerät. Der Fahr(beton)mischer rollt sich in die richtige Positin

Marcel weist den Fahrer in die richtige Position ein, nachdem dieser die ganze Wiese abfahren musste, um wenden zu können. „Huch, Reifenspuren auf der Wiese!“ Tja, als Normalsterblicher macht man sich keinen Begriff davon, wie schwierig sich das Alltagsleben der Bauleute gestaltet, bis sie endlich ihre eigentliche Arbeit verrichten können. Da müssen manche Abstriche an die Unversehrtheit einer Grasfläche einfach drin sein.

 Von Maschinen und Menschen

Installierung der Betonfüllelemente für die Bienen-InfoWabeVon der Trommel in die schmale Rinne: den Weg, den der frische Beton zu nehmen hat, wird positioniert. Es sieht alles so leicht aus. Doch der Schein trügt. Ich bin mir sicher, das sind alles schwere Eisenteile, die da hin und her gewuchtet werden. Warum Frauen am Bau selten sind, kann ich dieser Tage gut verstehen. Ich kann es euch Mannsleut‘, die ihr das so toll für mich stemmt, allenfalls mit einer ordentlichen Brotzeit vergelten! 😉

Von Muskeln und Kopfarbeit

Ja, trotz hilfreicher Maschinen gibt es noch genug zu tun für die Muckies, beispielsweise Schaufelarbeiten, Rüttlerbedienung oder Hammerschwingen. Aber auch genug zu tun fürs Gehirn. Ob exakte Kalkulation der benötigten Mengen von Diesel über Nägel bis Beton nebst der entsprechenden Werkzeuge, oder ob reibungslose Organisation und Kommunikation über mehrere Firmen, Verantwortliche und Ausführende hinweg – das Baugewerbe verdient unser aller Respekt. Selbst bei unserer Mini-Baustelle (gemessen an anderen Projekten) erahnen wir nur den Aufwand, der dahinter steckt.

Danke, dass ihr euch überhaupt mit uns abgebt und das auch noch zu einem Vorzugpreis. Wir (und das Internet) werden es ganz sicher nicht vergessen!!!

Macht die Arbeit Spaß?

Ringfundament der Bienen-InfoWabe am Abend des 27.08.2015

Am Ende eines sehr warmen Arbeitstages stehe ich still vor dem Tagesergebnis und freue mich an eurem Werk, liebe Raab-Leute.

Firmenschild Raab-Bau EbensfeldVergessen der Ärger, dass bereits am ersten Tag (vermutlich eher in der ersten Nacht) die Beschilderungen (Bautafel, Einladung zur Einweihungsfeier am 20.09., Auflistung der Unterstützer, Zeichnung der Bienen-InfoWabe) heruntergerissen wurde und ich sie wieder neu anfertigen muss …, vergessen das sehr, sehr frühe Aufstehen, um unser beider Brotberufsarbeit irgendwie nebenbei noch zu erledigen …, vergessen die Frage, warum wir unseren Urlaub kurzerhand storniert haben, um rechtzeitig mit allem bis zur Einweihungsfeier am 20.09. fertig zu werden.

Was bleibt, ist der Respekt, die Bewunderung und die Wertschätzung für euren schweißtreibenden Einsatz in einem Beruf, den nicht mehr allzu viele wohl nachfolgen möchten.

Bienenzeichnung von JessicaWir können nur für uns alle hoffen: „Arbeit, die Spaß macht, ist keine Arbeit“. Und ihr tut es – genau wie wir – für die Zukunft der Bienen, ob euch das bewusst ist oder auch nicht. Was gleichbedeutend ist mit der Zukunft der Menschen hier in Oberfranken (oder anderswo), die täglich in ihr regionales Obst beißen, wahlweise Gemüse auf den Teller haben oder einen Schlehengeist nach dem Schweinebraten kippen wollen. Dass das alles nur wächst durch Bienenbestäubung, muss wohl nicht extra mehr erwähnt werden.

Ist das genug Motivation für uns alle? Wir meinen: „Yeah! Give me Five!“ oder auch: „Bassd scho‘!“

Fundamentbau in vier Tagen

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