Fundament der Bienen-InfoWabe ausgehoben

BauerörterungsgesprächBeginn der Bauarbeiten zur Bienen-InfoWabe, der vermutlich bestdokumentiertesten Baustelle Bambergs. Für uns, Reinhold Burger und Ilona Munique, ganz großes und sehnsüchtig erwartetes Kino, dem wir nur zu gerne als Statisten in erster Reihe beiwohnten, aller liegengebliebener Arbeit zum Trotz.

Drehort: der südliche ERBA-Park

BesprechungErste Szene, erster Akt: Lagebesprechung zwischen den Herren Philipp Kminkowski (Bauleiter der Firma Raab-Bau aus Ebensfeld), dem Capo Dück und Matthias Dietz (Architektur Büro Dietz) zur genauen Lage und Höhe des Fundaments.

Erlösende E-Mail von der Stadt Bamberg: alle Leitungen totOffenbar gab es im Vorfeld auch noch ein wenig Aufregung wegen erwartbar verbuddelter Leitungen aus Landesgartenschauzeiten. Eine morgendliche E-Mail der Stadt Bamberg gab jedoch zur gegenseitigen Erleichterung grünes Licht. Der Bagger kann kommen!

Nebenschauplätze

Neuer Toilettenplatz, Bau Bienen-InfoWabeSonnenblumen im Interkulturellen Garten BambergWären noch zu benennen der Mauerer Maximilian und (Noch-)Azubi Marcel. Die kräftigen, freundlichen Burschen zeigten sich von ihrer besten Seite. Neben allfälligem Hin- und Hergeschleppe diverser Bauteile trugen sie sogar ein ganzes WC-Häuslein vom ursprünglichen ausgesetzten Standort in eine etwas besser abgeschottete Region – den Mitgliedern des angrenzenden Interkulturellen Gartens zuliebe, die ihre letzten schönen Hochsommertage bereits geruchtlich beeinträchtigt wähnten. Ja, manche Nebenschauplätze erhalten ungeahnt Gewichtung. Wie gut, dass wir darüber geredet haben.

Ohne Unterstützung geht es nicht

Ausladung Bagger Einmessung Bienen-InfoWabeNun aber los … alles geklärt, der Bagger ist angerollt, die Fläche genau vermessen und die Parameter mit blauem Spray eingezeichnet. Das geht alles sehr professionell vonstatten, wir sind beeindruckt.

verschiedene BaggerschaufelgrößenNein, eine Wabe hätte er wohl noch nicht gebaut, so der Capo auf meine Frage hin. Allerdings hatten sie im vergangenen Jahr einen ähnlichen Auftrag in Sachen Bienen auf Banz ausgeführt. Dort wurde ein Bienenhaus erneuert. Maximilian Schick erinnerte sich ebenfalls lebhaft daran. „Drei Lehrlinge der Baufirma Raab übernahmen das Ausmauern der Gefache und Überputzen mit Lehmputz“, so zu lesen auf infranken.de, und der Landkreis Lichtenfels schrieb: „Umweltbildung und handwerkliche Ausbildung auf einem Streich“.

UnterstützerschildAuch unBaggerradsere Bienen-InfoWabe erfährt Unterstützung von allen Seiten, worüber wir sehr glücklich sind. Allen voran die Stadt Bamberg, die uns das Grundstück zur Verfügung stellt, sowie 16 Kaufleute der REWE-Group, die die Hauptfinanzierung stemmten. Die weiteren beteiligten Firmen – im Text erwähnt – kamen uns so weit es nur ging finanziell entgegen. Etliche Einzelspenden nicht zu vergessen, und der seelische Beistand (u. a.) unserer lieben Bienenpatinnen und -paten taten ein Übriges, das neue Informations- und Bildungszentrum rund um Bienen, Honig, Imkerei und Trachtpflanzen wahr werden zu lassen.

Zerstören für einen höheren Zweck

Aushubmaterial Gewiss … eine im Hintergrund enorme Kommunikationsleistung von 16 Monaten war erforderlich, um an diesem schönen Sommermorgen des 26. August 2015 endlich der Manifestation der Bienen-InfoWabe in Form einer – nun ja, zunächst – Zerstörung beizuwohnen. Doch dient diese brachiale Aushebung schließlich einem höheren Zweck. Und so hübsch, wie die Häufchen durch Capo Dück nach „Erdreich“ und „Schotter“ getrennt wurden, sind wir uns sicher, dass das alles wiederverwertet werden kann.

Der große Spatenstich


kleine Baggerschaufel für Bau Bienen-InfoWabeMaßarbeit für den BaggerführerSeite für Seite wird zunächst grob ausgehoben, um dann mit einer kleineren Baggerschaufel in die Tiefe zu gelangen. Dabei ist wichtig, dass nicht zu viel Erdreich nachrutscht. Eigentlich ist die kleine Schaufel fast schon zu groß für diese Arbeit. Doch hätten wir alles mit der Handschaufel ausgehoben, wäre diese wiederum zu klein dafür gewesen. Offenbar ist die Größe unserer Bienen-InfoWabe genau dazwischen. Sorry. 😉

Ende es ersten Akts

Freiluftbüro Bienen-InfoWabeGegen Mittag war der Aushub vollbracht. 13,5 Kubikmeter Beton sollen morgen die penibel erstellten Gräben füllen, so errechnet es Capo Dück in seinem provisorischen Büro. Damit in der Nacht niemand in die Grube fällt, brachten Maximilian und Manuel einen Bauzaun an. Ein Mauerer muss auch immer ein wenig ein Zimmerer sein.

Bauzaun Bienen-infoWabeIch radle glücklich und mit viel, viel Foto- und Filmmaterial von dannen. Meine zwischenzeitlich geleistete Queckenentfernungsaktion auf unserer Bienen-Blühweise, eine Parzelle im benachbarten Interkulturellen Garten, dünkte mir ein Leichtes angesichts der Muckiarbeit der Raab-Bauleute. Denn trotz großer Maschinen blieb es nicht aus, beispielsweise auch mal eine Handschaufel zu bedienen. Wie gut, dass die Baustelle die meiste Zeit im Schatten lag.

Und Reinhold? Der versorgte in der Zwischenzeit unsere Bienen, die nun eingefüttert und gegen die Varroamilbe behandelt werden. So leistet jeder, was er kann. Und heute fühlte es sich an wie in einem traumhaften Film mit wunderbaren Schauspielern. Mit dem Unterschied, dass die Realität einen schnell wieder einholt, wenn es den Bienen schlecht geht und uns die Imker ausgehen. Daher wird es ein Doku-Film mit äußerst ernstem Hintergrund. Was nicht heißen soll, dass wir die Freude am Dasein und Tun verlieren müssen! Da sind wir uns ganz einig mit dem Raab-Slogan: Aus Freude am Bauen! Betreten der Baustelle erwünscht! Film ab!

Bildergalerie

Fundamentbau in vier Tagen

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