Auftakt zur Honigernte 2017 in den Buger Wiesen

Bienenpaten Hans und Anne ZirkelIlona zieht Honigwabe aus Volk von Bienenpatin Elisabeth BurgerLos geht’s mit der Ernte des Bamberger Lagenhonigs! Wie immer – es sei denn, es wurde Raps eingetragen – ernten wir nur 1x im Jahr, und zwar ab Mitte bis Ende Juli. Diesmal waren unsere Bienenpaten Anne und Hans Zirkel mit dabei. Es ist das schöne Datum 17.07.2017.

Bienenpate Hans Zirkel mit ImkerhutIndirekt dabei waren auch Michael Alt (München) und Elisabeth Burger (herzallerliebste SchwieMu aus Augsburg), Sabine Gründler (Gärtnerei Böhmer), Ina Kudlich (Mokka macan) und Felicitas „Fee“ Sauer (Feegan). Denn sie sind die Bienenpaten unserer Völker im Süden Bambergs. Vielen Dank an dieser Stelle euch allen für eure Beiträge!

Vorteile der Ganzjahresernte

Reinhold zeigt den Bienenpaten Anne und Hans Zirkel eine HonigwabeDiese im wahrsten Sinne des Wortes einmalige Ernte hat mehrere Vorteile. Erstens geschmackliche Vielfalt, da der Trachteintrag von der Obstblüte des Frühjahrs bis zur Lindenblüte des Sommers in den Waben ruht. Heuer scheint auch noch ein wenig Waldhoniganteil dabei zu sein, da der Buger-Wiesen-Honig eher dunkel daher kommt. Zweiter Vorteil: Wir haben nur einmal den Aufwand des Herrichtens und Saubermachens, was für Berufstätige, die sich zum Imkern Urlaub nehmen müssen, durchaus Charme hat.

Unterschiede in der Bienenflucht

Reinhold erläutert die Funktionsweise einer BienenfluchtEinen Tag vor der Ernte legen wir eine Bienenflucht ein. Sie sorgt dafür, dass sich zum Erntezeitpunkt nur noch wenige Bienen im Honigraum befinden. Somit müssen weniger Bienen abgekehrt werden. Die Bienenflucht wirkt nach dem Prinzip der Einbahnstraße: Die Bienen aus dem Honigraum können (und wollen) über ein Auslassöffnung an der Oberseite des Fluchtbretts zum darunter liegenden Brutraum gelangen, weil sie den Kontakt zur Königin suchen oder auch einfach mal, um rauszufliegen für ihr Geschäftchen. Am Zurückkehren hindert sie die konisch zulaufende schmalere Öffnung an der Unterseite des Bretts.

Entfernen der Bienenflucht am Volk Felicitas "Fee" SauerDas Prinzip ist einfach. Doch gibt es bei den Fluchten durchaus Unterschiede. Wir hatten mangels des bisher gewohnten Modells einmal ein anderes gekauft. Dieses hat eine raumeinnehmendere Öffnung mit vielen Löchern, die für den Duftlockstoff der Königin gedacht sind. Das funktioniert zwar gut, doch „klebten“ hier ziemlich viele Bienen dran, die wir letztendlich abstreifen mussten. Mit einer kleineren Lochvorrichtung fahren wir besser, so unser Fazit.

Honigertrag und Honigpreis

Geerntete Honigwaben im lebensmittelechten PlastikwannenDer Ertrag war eher mäßig, doch der Wassergehalt lag dafür mit durchschnittlich 17% sehr niedrig. Das ist gut so, denn je weniger Wassergehalt, desto haltbarer ist der Honig. Herausgeschmeckt haben wir ein weiches, balsamisches, vanilliges und mirabelliges Aroma bei kaum wahrnehmbarer Säure, eine sehr harmonische Reife mit lang anhaltendem, fruchtig-kräftigem Abgang. Extrem gut!

Unsere Bienenpaten erhalten pro Patenjahr 4 Gläser zu 250g und 10% Rabatt auf alle übrigen Bestellungen. Ansonsten kostet das Honigglas zu 250g € 4,70 und zu 500g € 7,20. Um eine moderate Preiserhöhung in Anbetracht der wetterbedingt geringeren Mengen sowie unserem geplanten Maschinenzukauf zur qualitätsgesicherten Wachsumarbeitung kommen wir nicht herum.

Möchten Sie bei einer Honigernte dabei sein? Dann erhalten Sie am So., 23.07. auf der Erba-Insel Gelegenheit dazu. Treffpunkt ist um 16 Uhr in der Bienen-InfoWabe. Das Verarbeiten (Entdeckeln, Schleudern, Abfüllen) ist für Mo., 24.07. vorgesehen. Info hier. Zu Letzterem bitte um Anmeldung.

Fotogalerie

Veitshöchheimer Imkertag 2017 (3): Bienenweiden

Vortrag Dr. Ingrid Illies zu Bienenweiden für Beet und BalkonDie wichtigste Botschaft aus dem Vortrag von Dr. Ingrid Illies zur „Bienenweide für Beet und Balkon“: Keine Knospenblüher wie die Heide und keine gefüllten Blüten. Unterschiede bestehen außerdem darin, ob die Blüten Nektar, Pollen oder gar beides in sich tragen. Zum Veitshöchheimer Imkertag stellte sie sodann geeignete Blühpflanzen im Jahreszeitenverlauf vor. Vor allem die Wildbienen, von denen Frau Illies einige vorstellte (Holzbiene, Blattschneiderbienen, Wollbienen) werden sich darüber freuen, manche suchen sogar in den Blüten Schutz vor der Nacht.

Geeignete Einzelpflanzen (in Auswahl) sind:

  • Sedum-Arten, allen voran das ‚Weihenstephaner Gold‘
  • Mädchenauge (Coreopsis) ‚Bengal Tiger‘
  • Kokardenblume (Gaillardia)
  • Purpurglöckchen (Heuchera)
  • Lobelix-Serie
  • Salvia ‚April Night‘ und ‚Salute Deep Blue‘
  • Fächerblume (Scaevola aemula)
  • Schneeflockenblume (Chaenostoma cordatum)
  • Ehrenpreis (Veronica)
  • Astern
  • Bartblumen (Caryopteris)

Außerdem wurde die Broschüre „Der intelligente Blumenkasten“, der seinen Ursprung 2003 bei Dr. Friedegard Scharper hat, neu aufgelegt. Noch scheint die Neuauflage nicht als PDF vorzuliegen. Schauen Sie selbst hin und wieder auf die Seite der LWG-FB „Verbesserung der Bienenweide“, wo Sie außerdem weitere informative Links finden. Und natürlich finden Sie die Flyer auch in der Bienen-InfoWabe zum Mitnehmen. Zunächst noch die alte Auflage, doch die neue ist bereits angefordert, das zum Vortrag ausgesprochene Versandangebot an die Öffentlichkeitsarbeiter haben wir sehr gerne angenommen.

Die o. g. fettgedruckten Arten können Sie sich übrigens im Bamberger Bienengarten ansehen.

Schau-Kräuterbeet im Bamberger Bienengarten der Bienen-InfoWabeBienen-InfoWabe mit Bienengarten und Bänken, hier vor dem Schau-Staudenbeet 1Bienen-InfoWabe mit Bienengarten und Bänken, hier vor dem Schau-Staudenbeet 2

Rettet den Landesgartenschau-Förderverein des Erba-Parks!

Logo Förderverein zur Nachhaltigkeit der Landesgartenschau Bamberg 2012 e. V.Ein starker Verein, finanziell solide aufgestellt, rührig und erfolgreich … und doch könnte die Jahreshauptversammlung am 25.07.2017 die letzte sein. Danach wäre Schluss mit dem sich Kümmern um den Bamberger Erba-Park oder der Klosterlandschaft Michelsberg oder dem Uni-Lauf, die während und auch nach der Landesgartenschauzeit von 2012 als überaus attraktive und beliebte Anziehungs(programm)punkte für die Bevölkerung Bambergs und weit darüber hinaus gelten. Nachhaltigkeit führt der Verein im Titel, doch für sich selbst scheint es damit vorbei zu sein. Der Förderverein zur Nachhaltigkeit der Landesgartenschau Bamberg 2012 e. V. steht vor dem Aus.

Einladung zur Jahreshauptversammlung (Mitgliederversammlung) des Fördervereins zur Nachhaltigkeit der Landesgartenschau Bamberg 2012 e. V.Warum? Weil es keine Nachrücker für den Vorstand und die Beisitzer gibt.

Die „Alten“ und die „Altgedienten“ wollen nach 9 Jahren der kontinuierlichen und erfolgreichen Mitarbeit den Stab weitergeben. Nicht, ohne zuzusichern, etwaige Nachfolger ordentlich in ihr neues Amt einzuführen und sie in ihrer ersten Zeit mit Rat und Tat zu begleiten. Doch verflixt nochmal, es scheint sich einfach keiner zu finden! Vielleicht, weil’s einfach keiner glauben will, dass sich so ein wichtiger Verein in Nichts auflösen könnte. Doch tatsächlich wird es dazu kommmen, wenn nicht noch ein großes Wunder geschieht. Daher herzliche Einladung zur Mitgliederversammlung auch für Gäste! Und dabei ist hoffentlich jemand, der die Hand hebt auf die Frage, wer in den Vorstand gewählt werden möchte.

Auch wir, die Initiative Bienen-leben-Bamberg.de, hofft immer noch auf ein Wunder. Nicht nur, weil wir bereits zum dritten Male¹ Nutznießer der Vereinssatzung waren, die da u. a. lautet, Projekte aus der LGS-Zeit und neue Projekte der Erba-Insel zu fördern. Mit unserer Bienen-InfoWabe sind wir ein unmittelbares Nachfolgeprojekt des damaligen Imkerpavillons, das am Schleusenwärterhäuschen aufgebaut war. Unser neues Haus steht als „grünes Klassenzimmer“ seit 2016 ein paar hundert Meter weiter in Richtung Innenstadt, kurz vor der Unterführung des Regensburger Rings / Friedensbrücke.

Bienen-InfoWabe mit Bienengarten und BänkenSogar ein Bienengarten ist unlängst am (seit September 2016) neu benannten Bienenweg entstanden – ganz im Sinne der 2012 zum Blühen gebrachten Erba-Insel. Um die Bienen- und Insektenwelt, die sich dort in großer Zahl einfindet und emsig Nektar und Pollen sammelt, in Ruhe beobachten zu können, stellten wir unlängst Sitzbänke auf. Diese wurden uns nun in einer Höhe von rund 300 Euro vom Förderverein bezahlt. Dafür bedanken wir uns herzlich!

Bienen-InfoWabe mit Bienengarten und Bänken, hier vor dem Schau-Staudenbeet 1

Es versteht sich, dass wir es sehr bedauern würden, sollte sich der Verein auflösen. Nicht nur der Spenden wegen, sondern auch, weil das Erlebnisprogramm des Fördervereins viel für unsere Nachbarn auf der Insel bewirkt hat – beispielsweise der Uni, dem Interkulturellen Garten, der beiden Kleingartenvereine, dem Faltbootclub usw. – und für ein gutes Klima untereinander sorgte. So wurde als letzte große Geldausgabe ein Mehrgenerationenpacour in Planung genommen, der ein erneutes Highlight im jüngsten Park Bambergs sein wird.

Bienen-InfoWabe mit Bienengarten und Bänken, hier vor dem Schau-Staudenbeet 2

Wer wird nun künftig unsere Ideen und Belange „aus einem Munde“ gegenüber der Kommune vertreten? Wer wird die entstandenen Partnerprojekten wie zum Beispiel mit uns, der Bieneninitiative, oder dem Zelt der Religionen, den Zeitschichten oder dem Kunstraum JETZT weiterführen oder fruchtbare neue Projekte generieren? Der Förderverein darf nicht Sterben! Meldet euch, bitte, liebe Retterinnen und Retter! Fasst euch ein Herz!

Spendenübergabe Förderverein zur Nachhaltigkeit der Landesgartenschau Bamberg

Spendenübergabe Förderverein zur Nachhaltigkeit der Landesgartenschau Bamberg 2012 e. V. am 15.05.2016

¹ Siehe auch:

Verlockendes Lavendel-Picknick im Bamberger Gärtnerland

Duftprobe im Lavendelfeld„Einfach mal die Seele baumeln lassen …“, so stand’s im Einladungsflyer zum Lavendel-Picknick in der Bamberger Kräutergärtnerei MUSSÄROL. Ja, das war ein perfekter Samstag in Bamberg trotz oder gerade bei der Hitze. Ein ganz besonderer Ort, den man nie vermutet, fährt man an der Häuserfront der (gerade mit einer Baustelle belasteten) Ausfallstraße entlang.

Schmucker LiegestuhlLiebevoll vorbereitet standen in verträumten Gartenecken zahlreiche Liegen und Sitzgruppen. Fürs leibliche Wohl sorgten Erfrischungsgetränke wie Lavendelsirup, Minzwässerchen oder Monardenlimonade (Monarda didyma, Indianernessel, auch Bienenbalsam genannt), natürlich auch Kaffee mit selbstgebackene Kuchen und Kräuterquiches, die aus nicht alltäglichen Ingredenzien bestanden.

Küchenkräuter-SchaubeetVerkaufsarealEs ist schier unmöglich, die Vielfalt der Pflanzen der Bio-Kräutergärtnerei in der Nürnberger Straße 86, Ecke Plattengasse, aufzuzählen. Ob als Pflänzchen oder in Samenform, fast alles aus den Schaubeeten kann käuflich erworben oder zumindest bestellt werden. Wir können nur empfehlen: auch ohne das Lavendel-Picknick, welches heuer erst zum zweiten Male stattfand, lohnt sich ein Besuch.

Es gibt neben Pflanzen auch andere Kleinigkeiten wie Kräuterkochbücher, Marmeladen und glasierte Tonpflanzenschildchen zu erstehen.

Wildbienen an Edeldisteln

Holzbiene an MuskatellersalbeiEs ist ebenfalls kaum möglich, alle Wildbienen zu benennen oder gar zu zählen, die gemeinsam mit Schmetterlingen die unterschiedlichsten Blüten der Themenbeete besuchten. Nur Honigbienen trafen wir keine einzige an. Es scheint keine Imker in der näheren Umgebung zu geben. Ob es an der Furcht vor Pflanzenschutzmittel liegt? Schließlich ist hier das Gärtnerland an der Wunderburg und damit ein Einsatz grundsätzlich erwartbar. Nicht so natürlich bei Mussärol-Inhalberin Getrud Leumer, die sich ebenfalls bereits mit dem Gedanken an Bienenstöcke befasst hat und es dennoch nicht riskieren will, obwohl sie selbst keine verwendet.

Wildbienen an Ringelblumen

Frauke Gabriel sorgt fürs WohlergehenWir verscheuchen für heute die Gedanken daran und freuen uns einfach, in dieses kleine Paradies zu kommen, in dem wir außerdem unsere Bienenpatin Barbara Fendrich sowie Frauke Gabriel antrafen, die uns das Schau-Kräuterbeet unseres Bienengartens an der Bienen-InfoWabe so schön angepflanzt hatte. Unterstützt von ihren Familienmitgliedern halfen sie an diesem 08.07.2917, das Lavendel-Picknick zu einem fröhlichen Sonnentag werden zu lassen! Gerne wieder!

Honigschleudertage 2017

“Wie kommt der Honig ins Glas?” – Honigschleudertage 2017

Lernen Sie eine der ältesten und auch heute noch ursprünglichsten Lebensmittelverarbeitungen der Welt kennen. Und so läuft’s ab:

HonigwabeTermin 1: So., 16.07.2017   |  10.00 – ca. 15.00 Uhr
Standort Buger Wiese (Ernte). Treffpunkt Parkplatz gegenüber Buger Hof, Am Regnitzufer 1. Im Anschluss fahren wir zum Obstmarkt 10 (Entdeckeln, Schleudern, Abfüllen). Nur nach Anmeldung, s. u.

Termin 2: So., 23.07.2017  |  15.00 – ca. 16.00 Uhr
Standort Erba-Insel (nur Ernte). Treffpunkt an der Bienen-InfoWabe, Bienenweg 1. Anmeldung wäre für diesen Termin nett, ist jedoch nicht zwingend.

Termin 3: Mo., 24.07.2017   |  17.00 – ca. 19.00 Uhr
Obstmarkt 10 (Entdeckeln, Schleudern, Abfüllen der Ernte vom Vortag aus dem Standort Erba-Insel). Bitte melden Sie sich unbedingt telefonisch unter 0951-3094538 bis spätestens 14 Uhr an!

Termin 4: So., 30.07. 2017  |  15.00 – ca. 18.30 Uhr
Standort Weide (Ernte). Treffpunkt Weide 15a im Garten. Im Anschluss Obstmarkt 10 (Entdeckeln, Schleudern, Abfüllen) mit Abendimbiss

Was?  Entnahme der Honigwaben an unseren Standorten des Bamberger Lagenhonigs. Zu den ganztägigen Terminen erwartet Sie nach der Ernte ein Mittagsimbiss (Termin 4) bzw. Abendimbiss (Termin 5) im Obstmarkt 10 (3. Stock, nicht barrierefrei). Danach wird entdeckelt, geschleudert und abgefüllt.
Alle Teilnehmenden dürfen ein 250g-Glas ihres selbstgeschleuderten Honigs mit nach Hause nehmen.

Es besteht eine Einkaufsmöglichkeit von Honigprodukten. Außerdem erstellen wir eine Weblog-Fotodokumentation zu diesen wunderbaren Erlebnistagen! Da dies Teil unserer Öffentlichkeitsarbeit für das Verständnis über die Bienenwelt ist, wird bei Teilnahmewunsch die Zustimmung zur Fotoveröffentlichung vorausgesetzt.

Für wen?  Interessierte, die sich bis 10.7.2017 telefonisch (T. 0951-3094539) oder via Doodle-Kalender (plus E-Mail-Benachrichtigung!) bei uns anmelden. Siehe auch die Hinweise bei den einzelnen Terminen.

Achtung: Die Plätze sind begrenzt! Es zählt die Reihenfolge der Anmeldungen. Maximal 9 Personen möglich. Bienenpatinnen und -paten genießen Vorrang.

Kosten?
€ 16,- als Familienpauschale 2 Erw. und bis 2 Kinder |  € 12,- pro Erwachsenen | € 6,- pro (zusätzliches) Kind bis 16 Jahre. Bienenpat(inn)en kostenlos, Bienenpatenanhang 10% ermäßigt.

Bienen ganz nah für den Förderverein der Grundschule Bamberg-Gaustadt

Am Lehrbienenstand, Begegnung mit BienenAnnerose Ackermann besuchte uns vor einiger Zeit in der Bienen-InfoWabe und war sofort angetan von unserem grünen Klassenzimmer auf der Erba-Insel. „Das wäre doch auch was für unsere Gaustadter Schüler!“, meinte die Vorsitzende des Fördervereins Volksschule Gaustadt begeistert und stellte daraufhin den Kontakt zum Kollegium der Grund- und Mittelschule Gaustadt her.

An einem eher für Badeanzüge denn für Imkerkleidung geeigneten heißen Sommertag lernten 8 Schüler/innen zwischen 6 und 10 Jahren sowie zum Teil deren Eltern, begleitet von der Lehrerin Katja Hipelius, die Welt der Bienen kennen. Ein Glück, dass wir grundsätzlich auf die Imkertracht verzichten. Als eine der letzten Gruppen in dieser Saison durften sie sogar direkt aus der Honigwabe am Lehrbienenstand schlecken, was mit Hut bzw. Schleier etwas kompliziert gewesen wäre. Zunächst eher zögerlich, zunehmend jedoch mutiger tauchten sie ihre Fingerchen zwischen den umherkrabbelnden Bienen in das süße Gold. Naturerlebnis pur!

Am Lehrbienenstand, Honig naschen

Rätselraten zum FilmWir freuten uns, dass es allen so viel Spaß gemacht hat. Mit dabei war auch unsere Bienenpatin Felicitias Sauer, die ihre Freunde aus dem Alten Land bei Hamburg mitbrachte. Egal, aus welcher Generation man stammt – die Faszination „Biene“ ist bei allen gleichermaßen spürbar und die Fragen dazu keinem Alter zuzuordnen. Vor den Bienenstöcken sind wir alle nur Menschen, die beeindruckt und respektvoll den wuseligen Treiben zusieht.

Reinhold erklärt BienenstockEinzig die Imker/innen haben eine kleine Sonderstellung. Denn sie können die Stimmung der ihnen anvertrauten Völker einschätzen und im Notfall zum Rückzug blasen. Das war jedoch an diesem 04.07.2017 nicht notwendig, von Gewitterstimmung keine Spur und niemand hatte Bananen dabei. Diese riechen nämlich für Bienen nach einem Alarmpheromon, welches ihre Artgenossen ausströmen, wenn sie zugestochen haben. Es bringt ihre Kolleginnen dazu, sich ebenfalls bereit zu halten für eine Verteidigung des Volkes. Das einzige Kind, welches kürzlich erst eine Banane gegessen hatte, spülte sich vorsorglich den Mund mit Wasser aus und konnte sodann problemlos teilnehmen.

So war es ein erfüllter, abwechslungsreicher Nachmittag, der hoffentlich bei allen lange nachhält. Denn unsere Bienen brauchen Menschen, die sich für sie interessieren, sie schützen, pflegen und vermehren. Dies alles versuchen wir, möglichst vielen in Bamberg nahe zu bringen. 18 Führungen, Unterrichte und Vorträge seit Saisonbeginn im April werden es bis Juli sein, wobei die BIWa-Sonntagsöffnungen noch hinzkommen. Sie werden bis September für die Bevölkerung angeboten. Kleiner Hinweis: Kommender Sonntag fällt aus, wir bilden uns stattdessen auf dem Veitshöchheimer Imkertag fort. Denn die Probleme der Bienen werden leider nicht weniger. Doch dazu sind wir schließlich da.

Danke allen, die uns dabei unterstützen und auch allen, die zu uns in die Bienen-InfoWabe gefunden haben!

Fotogalerie

Falls Sie, liebe Erziehungsberechtigte, eines der Fotos in höherer Auflage möchten, wenden Sie sich bitte an uns. Aber auch, falls Sie möchten, dass wir eines der Fotos mit Ihrem Kind herausnehmen sollen, was wir umgehend veranlassen.

Förderverein Hainschule gefällt es bei den Bienen

Schüler schnuppern an Honigwabe„Der Honig!“. „Die Bienen!“. „Mir gefiel alles!“ so lauteten die Antworten am Ende eines ereignisreichen Nachmittags auf der Erba-Insel. 11 Schüler/innen und ein Vater nahmen am Fördervereinsangebot der Hainschule zum Thema Bienen teil. Initiiert wurde die Aufnahme ins Fördervereinsprogramm von  Anja Pillipp, deren Tochter in die Hainschule geht. Wie auch schon im vergangenen Jahr nahmen beide auch selbst an diesem Angebot teil. Langweilig wurde es dennoch nicht, denn es gibt immer wieder Neues zu hören von Maja und ihren Verwandten.

Rätsel HautflüglerDiesmal lernten die Kinder zunächst die am häufigsten bei uns vorkommenden Hautflügler voneinander zu unterscheiden. Sie ließen sie sich nicht davon irritieren, als ich eine Honigbiene zeigte und behauptete, das wäre eine Hummel. Denn in der gleichen Woche hatten sie bereits ein Erdbeerfeld besucht und dabei von Hummeln und Bienen gehört. So wussten sie nun ganz genau, worin die Unterschiede zwischen den beiden Arten liegen. Das Rätselblatt wurde daher von den meisten Zweit- und Drittklässlern richtig gelöst und zu Biene und Hummel auch die Wespe sowie die Hornisse identifiziert.

Berechnen der Gläsermenga aus HonigwabeSchüler schnuppern an HonigwabeWo die Honigbienen leben, erklärten wir anhand von Fotorähmchen aus der Lernbienenbeute. Und wo der Honig verstaut wird, konnten wir mit einem Mittelwandrähmchen und einer vollen Honigwabe zeigen, die alle betasten bzw. beschnuppern durften. Gemeinsam rechneten wir aus, wie viele Gläser Honig aus einem Rähmchen bzw. aus einem Volk herauszubekommen wäre.

Tatsächlich wussten auch schon einige, wie das mit dem Honigschleudern geht. Mit Hilfe von Buchillustrationen ließ es sich noch ein bisschen besser verdeutlichen.

Schülerkreis um Schaufensterbeute.Dann aber gingen wir nach draußen, wo uns bereits die Schaufensterbeute mit echten Bienen erwartete. Tja, allerdings hatte Reinhold ein Rähmchen ohne Drohnen erwischt, so dass wir diesmal keinen Vergleich anstellen konnten.

Am LehrbienenstandNachdem wir von einigen die langen Haare mit einem Tuch abgedeckt hatten, damit sich keine Biene versehentlich in ihnen verfangen kann, zogen wir zum Lehrbienenstand los. Hier durften alle ein Rähmchen mit Bienen halten, was sich alle auch trauten. Nicht umsonst tauften wir unser vierstufiges Konzept „Stressless-Methode“. Denn Schritt für Schritt werden die Kinder vertraut gemacht mit der Biene und ihrem Gewurle. Sie wissen, dass Ammenbienen oder Baubienen nicht zum Stechen neigen, sofern man ihnen ruhig und umsichtig begegnet. Da gibt’s auch kein Gezappel am Lehrbienenstand.

Am Lehrbienenstand

Wieder zurück in der Bienen-InfoWabe, unserem grünen Klassenzimmer, gab’s zur Belohnung Honig zum Probieren. Wir freuten uns natürlich sehr, als ein paar der Kinder vom Geschmack hellauf begeistert waren. So ließen wir uns nicht lange betteln und gönnten der kleinen Gruppe noch eine zweite Probierrunde. Schön, dass ihr so aufmerksam mit dabei wart! Vielleicht sehen wir euch ja bei unseren diesjährigen Honigschleudertagen noch einmal!

Falls Sie, liebe Erziehungsberechtigte, eines der Fotos in höherer Auflage möchten, wenden Sie sich bitte an uns. Aber auch, falls Sie möchten, dass wir eines der Fotos mit Ihrem Kind herausnehmen sollen, was wir umgehend veranlassen.

REWE-BIWa-Sponsoring mit Pettstadter Grundschule eingelöst

Gruppenbild der Grundschule Frensdorf-Pettstadt an der Bienen-InfoWabeDie Bamberger Bienen-InfoWabe (BIWa) wurde 2016 mit finanzkräftiger Unterstützung aus den Reihen der REWE-Kaufleute aus Bamberg und Region erbaut. Alle 16 REWE-Märkte dürfen daher jeweils zwei Schulklassen zum Bamberger Schulbienen-Unterricht zu uns schicken.

REWE-LogoMatthias Fröhlich, der den REWE-Markt in MainFranken Center an der Breitenau betreibt, ist eine von denen, der unsere Gegenleistung wahrgenommen hat. Er stellte den Kontakt zur Grund- und Mittelschule Frensdorf-Pettstadt her, so dass am 20.06.2017 die Klasse 3b der Pettstadter Grundschule in den Genuss eines besonderen Vormittagsprogramms kam.

Bamberger Schulbiene erläutert Bienenbild.27 Kinder um Klassenleiterinnen Claudia Kruse-Endres brauchen einiges an Platz, um gemeinsam aufs Foto zu kommen, welches wir gleich zu Beginn dieses schönen Sommer-Bienen-Tages für unseren Unterstützer aufnahmen. Doch im Inneren der Bienen-InfoWabe ist es groß genug, um allen einen bequemen Unterricht zu ermöglichen.

Schülerkreis um Schaufensterbeute.Von 9.00 bis 11.15 Uhr hatten wir ein abwechslungsreiches Programm geplant, angereichert mit Objekten und Methoden für alle Sinne, beispielsweise …

  • großformatige Bilder sowie Fotorähmchen aus der Lehrbienenbeute (Sehen, Hören)
  • ein Arbeitsblatt über die vier Insektenarten Honigbiene, Wespe, Hummel und Hornisse (Nachdenken, Schreiben)
  • Mittelwandrähmchen (Fühlen, Riechen)
  • eine 2,5 Kilo schwere echte Honigwabe (Haptik, Riechen)
  • unsere Schaufensterbeute mit lebenden Bienen hinter Plexiglas (Sehen, Wiederholen des Gelernten)
  • ein Spaziergang (Bewegen) zu unseren Bienen am Lehrbienenstand (Sehen, Hören, Riechen, Festigen des Gelernten)
  • und ein Löffelchen Bamberger Lagenhonig (Schmecken)

Am LehrbienenstandAuch uns hat es wieder Spaß gemacht, trotz großer Hitze, der wir mit einem am Vortag neu angeschafften Ventilator begegneten. Die Bienen allerdings hatten davon nichts. Sie können jedoch ihre eigenen Flügel zum Wedeln verwenden. Dennoch unterließen wir diesmal das Bienenstreicheln, denn ein wenig schienen sie uns unruhig zu sein. Da geht die Sicherheit vor.

Am LehrbienenstandIm Namen der Grundschule Frensdorf-Pettstadt nochmals herzlichen Dank an REWE Fröhlich dafür, dass wir gemeinsam am Thema Bienen einen Grundstein für mehr Verständnis legen konnten. Frau Kruse-Endres jedenfalls möchte gerne im nächsten Jahr wieder kommen. Hier unsere Empfehlung: Im Januar/Februar anmelden, denn die Kapazitäten sind  begrenzt. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen!

Biene und Didaktik der Naturwissenschaften für Uni Bamberg

Begrüßung im Bamberger BienengartenEine rund eineinhalbstündige „Vorlesung“ inklusive Bienenschau innerhalb des Studienthemas „Didaktik der Naturwissenschaften“ bot unsere Initiative „Bienen-leben-in-Bamberg.de“ am 13.06.2017 für zwei Gruppen von insgesamt 31 Lehramtsanwärter/innen an Grund- und Mittelschulen an. Dr. Yelva Larsen, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Fakultät für Humanwissenschaftenan der Otto-Friedrich-Universität, Institut für Erforschung und Entwicklung fachbezogenen Unterrichts, fädelte dieses praxisorientierte Seminar ein.

Anschauungsobjekt BieneDie Aspekte „Bienen, Schulprojekte und Tipps für den Unterricht“ bestimmten den Rahmen. Das war natürlich etwas viel auf einmal, doch ursprünglich war die doppelte Zeit dafür vorgesehen. Wegen des hohen Interesses am Thema mochten wir allerdings niemanden der Studierenden absagen, so dass wir kurzerhand eine Doppelveranstaltung anboten.

Anschauungsobjekt "Bienenmodell"Allerdings könnten wir uns hier eine Ausweitung vorstellen, denn jede Schule mit Schulgarten sollte „automatisch“ eine oder einen Schulimker/in aufweisen können, der allen Jahrgangsstufen und angedockt an verschiedenste Fächer „Schulbiene-Unterricht“ erteilt. Diese „Schulbienen“ auszubilden wäre ein reizvolles und überaus sinnvolles Projekt für unsere Initiative, aber auch für die Fakultät. Es wäre quasi das „Sahnehäubchen“ unserer Bemühungen in Richtung Multiplikatoren in Sachen Jungimkernachwuchsbildung. Erste Gespräche dazu sind geplant.

Anschauungsobjekt "Schaufensterbeute"Neben bildreichen Folien dienten als weiteres Anschauungsmaterial einige Objekte aus unserem „grünen Klassenzimmer“, der Bienen-InfoWabe, Kopien von Aufgabenblättern, Rätsel und Beispiel-Curricula. Ergänzend hier unser Bamberger-Schulbienen-Konzept 2016.

Vortrag Königinnenzucht mit Heinrich Zwosta

Teilnehmende zum Vortrag Heinrich ZwostaRund 30 Teilnehmende ließ Züchter Heinrich Zwosta am 11.06.2017 in der Bienen-InfoWabe anschaulich an seinen über 30 Jahren Erfahrungen teilhaben. Den roten Faden zum Thema Königinnenzucht bildete die Powerpoint-Präsentation, die der langjährige Imker gemeinsam mit seiner Tochter erstellt hatte und unseren Bloglesenden zur Verfügung stellt. Herzlichen Dank!

Vortragender Heinrich ZwostaGemeinsam auch kümmert man sich um den Hofladen, zu dem die Familie Zwosta herzlich einlädt. Denn trotz doppelter Vortragszeit ist das vielschichtige Thema natürlich noch nicht annähernd erschöpfend zu behandeln gewesen. Wer also mehr erfahren möchte, mache sich auf nach Doschendorf (Hausnummer 1) bei Scheßlitz, wo es (nicht nur) Königinnen zu kaufen gibt. Allerdings empfiehlt Herr Zwosta, rechtzeitig anzurufen, denn immerhin handelt es sich um keine „Regalware“, die man eben mal schnell erwerben kann, sondern vorbestellen muss.Vorzeigeobjekte Umlarvbesteck für Königinnenzucht

VorzeigeobjekteBesonderen Wert legte Heinrich Zwosta auf die Vermittlung praxisrelevanter Inhalte. Viel lieber als einen Votrag zu halten würde er nämlich die Interessierten über seine Schulter schauen lassen wollen. Um nun doch ein wenig von diesem Praxiserleben zu vermitteln, wurde etliches an Instrumentarien wie Umlarvbesteck und Königinnenzuchtobjekte – selbstgebaut wie umgebautes – in die Bienen-InfoWabe herangekarrt. Sogar echte Bienen konnten im Außenbereich bei ihrer Tätigkeit beobachtet werden. Wir waren sehr beeindruckt von dieser vielfältigen, professionellen Ausstattung und der Logistik dahinter.

Vorzeigeobjekte von Heinrich Zwosta im Außenbereich der Bienen-InfoWabeNachdem die Familie sowie Mitglieder des Imkervereins Scheßlitz und Umgebung e. V., deren zweiter Vorsitzender Heinrich Zwosta ist, die zahlreichen mitgebrachten Exponate wieder in die Autos zurückverfrachtet hatten, ließen wir den ereignisreichen und sonnenwarmen Tag am Feuerkorb mit Ehrenbienenpatin Jeannette Munique, Bienenpatin Gabriele Loskarn sowie Nachbar Ralf (unser edler Wasserspender für die Bienen-Blühwiese) ausklingen.

Jeannette, Ilona und ReinholdGartennachbar Ralf und ReinholdEin  Prosit auf die kompetenten Unterstützer unseres Anliegens rund um die Bienen, die ihren Sonntag Nachmittag (und sicherlich etliche Stunden vorab!) dafür geopfert hatten. Und an alle Teilnehmenden, die den Weg zu uns in den Erba-Park in den Bienenweg 1 gefunden hatten.

Der nächste Vortrag findet am 25.06. zum Thema „Bienendemokratie und Schwarmintelligenz – gibt’s das?“ (16-17 Uhr) statt. Wir freuen uns auf euch!