Rettet den Landesgartenschau-Förderverein des Erba-Parks!

Logo Förderverein zur Nachhaltigkeit der Landesgartenschau Bamberg 2012 e. V.Ein starker Verein, finanziell solide aufgestellt, rührig und erfolgreich … und doch könnte die Jahreshauptversammlung am 25.07.2017 die letzte sein. Danach wäre Schluss mit dem sich Kümmern um den Bamberger Erba-Park oder der Klosterlandschaft Michelsberg oder dem Uni-Lauf, die während und auch nach der Landesgartenschauzeit von 2012 als überaus attraktive und beliebte Anziehungs(programm)punkte für die Bevölkerung Bambergs und weit darüber hinaus gelten. Nachhaltigkeit führt der Verein im Titel, doch für sich selbst scheint es damit vorbei zu sein. Der Förderverein zur Nachhaltigkeit der Landesgartenschau Bamberg 2012 e. V. steht vor dem Aus.

Einladung zur Jahreshauptversammlung (Mitgliederversammlung) des Fördervereins zur Nachhaltigkeit der Landesgartenschau Bamberg 2012 e. V.Warum? Weil es keine Nachrücker für den Vorstand und die Beisitzer gibt.

Die „Alten“ und die „Altgedienten“ wollen nach 9 Jahren der kontinuierlichen und erfolgreichen Mitarbeit den Stab weitergeben. Nicht, ohne zuzusichern, etwaige Nachfolger ordentlich in ihr neues Amt einzuführen und sie in ihrer ersten Zeit mit Rat und Tat zu begleiten. Doch verflixt nochmal, es scheint sich einfach keiner zu finden! Vielleicht, weil’s einfach keiner glauben will, dass sich so ein wichtiger Verein in Nichts auflösen könnte. Doch tatsächlich wird es dazu kommmen, wenn nicht noch ein großes Wunder geschieht. Daher herzliche Einladung zur Mitgliederversammlung auch für Gäste! Und dabei ist hoffentlich jemand, der die Hand hebt auf die Frage, wer in den Vorstand gewählt werden möchte.

Auch wir, die Initiative Bienen-leben-Bamberg.de, hofft immer noch auf ein Wunder. Nicht nur, weil wir bereits zum dritten Male¹ Nutznießer der Vereinssatzung waren, die da u. a. lautet, Projekte aus der LGS-Zeit und neue Projekte der Erba-Insel zu fördern. Mit unserer Bienen-InfoWabe sind wir ein unmittelbares Nachfolgeprojekt des damaligen Imkerpavillons, das am Schleusenwärterhäuschen aufgebaut war. Unser neues Haus steht als „grünes Klassenzimmer“ seit 2016 ein paar hundert Meter weiter in Richtung Innenstadt, kurz vor der Unterführung des Regensburger Rings / Friedensbrücke.

Bienen-InfoWabe mit Bienengarten und BänkenSogar ein Bienengarten ist unlängst am (seit September 2016) neu benannten Bienenweg entstanden – ganz im Sinne der 2012 zum Blühen gebrachten Erba-Insel. Um die Bienen- und Insektenwelt, die sich dort in großer Zahl einfindet und emsig Nektar und Pollen sammelt, in Ruhe beobachten zu können, stellten wir unlängst Sitzbänke auf. Diese wurden uns nun in einer Höhe von rund 300 Euro vom Förderverein bezahlt. Dafür bedanken wir uns herzlich!

Bienen-InfoWabe mit Bienengarten und Bänken, hier vor dem Schau-Staudenbeet 1

Es versteht sich, dass wir es sehr bedauern würden, sollte sich der Verein auflösen. Nicht nur der Spenden wegen, sondern auch, weil das Erlebnisprogramm des Fördervereins viel für unsere Nachbarn auf der Insel bewirkt hat – beispielsweise der Uni, dem Interkulturellen Garten, der beiden Kleingartenvereine, dem Faltbootclub usw. – und für ein gutes Klima untereinander sorgte. So wurde als letzte große Geldausgabe ein Mehrgenerationenpacour in Planung genommen, der ein erneutes Highlight im jüngsten Park Bambergs sein wird.

Bienen-InfoWabe mit Bienengarten und Bänken, hier vor dem Schau-Staudenbeet 2

Wer wird nun künftig unsere Ideen und Belange „aus einem Munde“ gegenüber der Kommune vertreten? Wer wird die entstandenen Partnerprojekten wie zum Beispiel mit uns, der Bieneninitiative, oder dem Zelt der Religionen, den Zeitschichten oder dem Kunstraum JETZT weiterführen oder fruchtbare neue Projekte generieren? Der Förderverein darf nicht Sterben! Meldet euch, bitte, liebe Retterinnen und Retter! Fasst euch ein Herz!

Spendenübergabe Förderverein zur Nachhaltigkeit der Landesgartenschau Bamberg

Spendenübergabe Förderverein zur Nachhaltigkeit der Landesgartenschau Bamberg 2012 e. V. am 15.05.2016

¹ Siehe auch:

Zweites Staudenbeet im Bienengarten fertig

Zusammengestellt von der Baum- und Rosenschule Patzelt in Memmelsdorf schmückt nun ein zweites Staudenbeet unseren neuen Bienengarten. Claudia Ditterich, die durch imkernde Mitbewohner am Kaulberg über das wichtige Bienenthema Bescheid weiß, brachte uns 33 Einzelpflanzen in 16 verschiedenen Sorten in den Erbapark an den Bienenweg 1 und beriet uns sogleich, wie man diese auf dem geplanten Beet verteilen könnte. Für den Service und natürlich auch den Rabatt danken wir herzlich. Ein Namensschild an der Bienen-InfoWabe wird auf die neue Sponsoringpartnerin hinweisen.

Angeliefert am 07.06.2017 um 15 Uhr zog sich das Einpflanzen bis 23 Uhr hin. Reinhold musste natürlich erst mit aus dem Laubanger die Erde herankarren. Außerdem war das Abnehmen der Grasnabe per Muskelkraft natürlich nicht ganz so einfach wie die maschinenunterstützte Aktion des Gartenamts für die Bienen-Blühwiese. Da der Boden sehr lehmig und der tiefere Untergrund sehr steinig war – es standen hier zu Landesgartenschauzeiten die Blumenhäuser auf Kies – war auch das Einsetzen mit viel Kraft verbunden.

Doch schließlich war alles an Ort und Stelle. Lediglich einen Silberstrauch und einen Lavendel fügten wir dem Strobler’sche Staudenbeet bei. Das brauchte ohnehin noch eine kleine Verlängerung, um einen optisch passenden Abschluss zum benachbarten Mussärol’schen Kräuterbeet zu erhalten.

Doch im Grunde sind die drei Beete ziemlich genau das, was man von den genannten Gärtnereien erhalten kann. Saisonabhängig wird die Hofstadt-Gärtnerei Dechant für bienenfreundliche Blumenkästen sorgen.

Idylle mit Sitzbänken im Bamberger BienengartenFür eine entspannte Beobachtung unserer Bienen, die sich bereits jetzt schon einfinden, stehen Sitzbänke parat. Kommt doch an einem der Sonntagsöffnungen (seit Ostern alle zwei Wochen von 14-17 Uhr) und erfreut euch an diesem wunderhübschen Fleckchen Erba-Parklandschaft mit seinem weiten Wiesenblick in Richtung Webereigebäude und seinen markanten hohen Bäumen.

Biene an Ziersalbei (Salvia nemorosa 'Adrian')Und wer wissen will, WAS hier alles den Bienen schmeckt: Wir halten Listen aller 63 Pflanzenarten parat und hoffen, dass wir die Namensschildchen für die 133 Einzelpflanzen bald bestellen können. Fehlt nur noch ein wenig Zeit dafür, doch das Einpflanzen ging verständlicherweise erst mal vor.

[Korr. 10.11.2017]

Bienen-Blühwiese in der heißen Phase

Eingießen der frisch angesäten Blühwiese mit Nachbar Ralfs HilfeAushub (Abgrubbern) der GrasnabeFrische Erde wird eingerechtEs ist noch nicht viel zu sehen, doch immerhin schon angesät – das neue Blühwiesenareal im Bamberger Bienengarten. Rund 120 qm Grasnabe wurden vom Garten- und Friedhofsamt abgetragen und mit frischer Erde befüllt. Da war wieder ein großer Fuhrpark am Werk, es war für uns eine eindrucksvolle PS- und Manpower-Show!

Frische Erde wird eingerechtBlühsamen ausgestreutAuch das Saatgut aus dem Hause Rieger-Hofmann wurde von unserem letztjährigen Erstplatzierten des Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreises gekauft. Vielen Dank an diese Adresse und allen Beteiligten dieser Aktion unter der Federführung von Michael Gerencser.

Eingießen der frisch angesäten Blühwiese mit Nachbar Ralfs HilfeDas war die gute Nachricht.

Die weniger gute ist das heiße Sommerwetter. Alle Tage sind wir am Begießen und müssten eigentlich noch öfter. Was nicht geht, weil wir berufstätig sind. Doch auch hier eine gute Nachricht: Nachbar Ralf vom Kleingartenverein „Am Weidenufer“ hilft mit seinem Brunnenwasser aus. Und auch aus dem Interkulturellen Garten, in welchem wir Mitglied sind, finden die Gießkannen 100-literweise ihren Weg zum Bienenweg 1. Jeder einzelne Liter von uns per Hand hochgepumpt. Also, wenn das mal nicht Liebe ist?!?

Wir drücken unseren (Wild-)Bienen die Daumen, dass es bald hübsch blühen möge. Und wir für den kostenlosen Sensenkurs mit Jupp Schröder am 06.08.17 (16-17 Uhr) genug Aktionsfläche zum Üben haben.

Ihr kommt doch, oder?!Blühwiesenareal, fertig vorbereitet

Projekt „Wildbienenhotel“ im Erba-Park mit Wirtschaftsschule Bamberg

Wirtschaftsschüler am Wildbienenhotel am Bienenweg 1Material für das WildbienenhotelInitiiert von unserem Bienenpaten Daniel Schiller, Lehrer an der Graf-Stauffenberg-Wirtschaftsschule Bamberg, freuten wir uns auf ein gemeinsames Wildbienenhotel-Projekt mit der Klasse 10f. Vier Wochen vorab erhielt der Klassenleiter modifzierte Vorschläge zum Projektablauf. [Nachtrag 12.06.17]

Die rund 30 Schüler/innen bereiteten sich mittels Internetrecherche darauf vor, welche Materialien zur Ausstattung notwendig sind, besorgten sich diese und befüllten sodann am 24.05.2017 unser kürzlich  erhaltenes neues Wildbienenhotel (siehe Bericht).

Einrichten des Wildbienenhotels

Wirtschaftsschüler statten Widlbienenhotel ausDie Akton dauerte einen Vormittag lang, an dem gesägt, gebohrt, geschraubt, geschmirgelt, geschnitten und Totholz gesammelt wurde. Auch, wenn sich das eine oder andere Material von uns als eher unbrauchbar diagnostiziert wurde (z. B. Tannenzapfen, Rindenmulch und Stroh), konnten wir anderes modifizieren, wie zum Beispiel die Tonziegelsteine. Deren Öffnungen sind zu groß und zu scharfkantig, doch eignen sie sich gut, um Schilfrohre aufzunehmen.

Wirtschaftsschüler statten Widlbienenhotel ausEbenso sind die Löcher, die am Stirnholz angebracht wurde, besser über die gesamte Astlänge zu verteilen. Denn stirnseitig bricht das Holz mit der Zeit auseinander, die Sprünge ragen in die Löcher hinein und stören damit die Kinderstuben der zarten Wesen. Zart sind ebenfalls die Flügel der zierlichen Bestäuberinnen. Daher mussten alle Eingangslöcher glattgeschmirgelt werden.

Literatur & Links

Titelübersicht der Medien zu Wildbienen aus der Imker-Bibliothek von Bienen-leben-in-Bamberg.deSich intensiver mit dem Wildbienenlebensraum auseinanderzusetzen schärft den Blick für die Details. Die meisten Wildbienenhotels werden leider falsch bestückt. Dass eine schnelle Internetrecherche nicht immer Qualitätsgarant ist, weiß ich als Bibliothekarin nur zu gut. Daher ist die Bienen-InfoWabe auch Hort einer Anzahl bedacht ausgewählter Bücher und Infomaterialien, die wir nun gut gebrauchen konnten. (siehe Imker-Bibliothek via Zotero, Tag-Filtersuche „Wildbienen“)

Vorbereiten des Wildbienenhotels mit SchülerhilfeEmpfehlenswerte Anleitungen aus dem Web sind:

Da das Hotel doch ziemlich groß ist und nun einige Materialien nicht zur Verwendung kommen, werden wir ein wenig nacharbeiten. Es wurden außerdem Tonziegel bestellt, die den Bedürfnissen einiger Wildbienenarten optimal entsprechen sollten.

Honig

Bamberger Lagenhonig von Bienen-leben-in-Bamberg.deZur Ergänzung des Themas Wildbienen widmeten wir uns natürlich auch ihren Verwandten, den Honigbienen. Ihrem wohlschmeckenden, heilkräftigem Produkt, dem Honig, näherten wir uns durch die Schätzung, was eine volle Honigwabe wohl wiegt und die nachfolgende Berechnung, wie viele Gläser Honig man aus einem Volk ernten könne. Der bayerische Durchschnitt des Honigertrags lag 2016 bei 27,3 Kilo, in Oberfranken bei 31,4 Kilo. Allerdings schleudern die meisten Imker 2x im Jahr, wohingegen wir beim Bamberger Lagenhonig auf eine einmalige Schleuderung setzen, die etwa 18 Kilo einbringt.

Dass dieser daher sehr wohlschmeckend bei einer feinkristallinen Konsistenz ist, daran haben die Frühjahres-Obstblüten ihren Anteil. Auf die Frage, warum mancher Honig flüssig ist und mancher nicht, lässt sich reduzieren auf den unterschiedlichen Zuckergehalt in unterschiedlichen Blüten. Fruchtzucker bleibt länger flüssig als Traubenzucker, wobei ersterer besonders im Waldhonig (Ursprung hier: Ausscheidungen von Blattläusen) vorkommt, aber auch in der Robinie, Akazie, in der Kastanie und in Wildblüten. Jedenfalls war die Honigverkostung auf Baguette ein Beweis dafür, dass es schmeckte, denn 1 Kilo waren binnen kurzer Zeit in den Mägen der rund 30 Jugendlichen verschwunden.

Lehrbienenstandbesuch

Die Königin entdeckt! Besuch unseres Lehrbienenstands am FünferlesstegEs ist schon schade, dass, je älter Kinder werden, um so mehr die Angst vor der Honigbiene zunimmt. Sie ändert sich allerdings meist wieder, wenn aus den Jugendlichen junge Erwachsenen werden. Dem mutigeren Teil der Gruppe jedenfalls wurde das unverhoffte und seltene Glück zuteil, dass Reinhold ausgerechnet eine mit Bienen besetzte Wabe herausnahm, auf der in voller Pracht die Königin zu sehen war. Sehr lange allerdings ließen wir sie nicht an der frischen Luft. Das Risiko ist zu hoch, dass etwas mit ihr passieren könnte. Uns ist tatsächlich einmal eine Königin davongeflogen, offenbar mochte sie das helle Licht nicht. Heute aber ging alles gut.

Dankeschöns

Nachdem sich der Klassensprecher sehr nett im Namen seiner Klasse bei uns bedankt hatte, löste sich die Gruppe gegen Mittag auf. Mit Lehrer und Bienenpate Daniel waren wir uns einig: es war ein gelungenes Projekt und wir hatten eine interessante und für alle lohnende und schöne Zeit miteinander, die sicherlich in vielen Punkten noch lange nachhallen dürfte – mindestens für unsere Erba-Wildbienen, die bald das neue Hotel beziehen mögen, oder beim künftigen bedachtsamen Honigeinkauf der Wirtschaftsschüler. Und natürlich, dass wir etwas mit unserem Bienenpaten erleben durften! Danke, dass du das möglich gemacht hast, Daniel! Danke, liebe Klasse 10f, für euren tollen Einsatz!

Bienenvortrag im Kreislehrgarten Oberhaid

Bienenvortrag BLIB im Kreislehrgarten OberhaidSchwuppdi-wupp ist im grünen Gras ein kleiner Stand aufgebaut, lauschig unter einem kleinen Lindenbaum mit Blick in einen wunderbaren Garten. Da fiel es uns fast ein wenig schwer, die Konzentration auf das gewünschte Bienenthema zu lenken. Zu gerne hätten wir sogleich den Kreislehrgarten Oberhaid erkunden mögen. Doch schnell waren wir mitten im Thema, zumal einige junge Damen keine Scheu hatten, ihre bemerkenswert klugen Fragen zu stellen. Wobei – dumme Fragen gibt es hier ohnehin nicht, denn sogar die einfache Frage, wie viele Augen eine Biene hat, ist sooo leicht nicht zu beantworten. Wie erst die Frage danach, ob man Bienen den Honig entnehmen soll, kann oder muss. Dies in kurzer Zeit zu erläutern ist eine kleine Herausforderung. Denn wie so oft heißt es: „Es kommt darauf an“.

Bienenvortrag BLIB im Kreislehrgarten OberhaidDie Stunde war viel zu schnell vorbei, doch gerne fügten wir einige Minuten an, nachdem sich die Zuhörenden nicht von ihren Plätzen wegbewegen wollten. Mit dem Angebot des Bamberger Lagenhonigs konnten wir sie dann aber doch zum Aufstehen verlocken, und so manche/r rundete den Preis auf, um unsere Initiative zu unterstützen. Vielen Dank dafür!

Leihgabe Bienenschaufenster von Imker Erwin; Bienenvortrag BLIB im Kreislehrgarten OberhaidEine prima Idee war es auch, dass der Nachbar (und zugleich Imkervereinskollege) Erwin eine Schaufensterbeute mit zu uns herüber brachte. So war der Blick auf echte Bienen möglich geworden, die unsere Fotos sehr gut ergänzten.

Leihgabe Bienenschaufenster von Imker Erwin; Bienenvortrag BLIB im Kreislehrgarten OberhaidErwin erzählte uns dann auch von seinem hervorragend funktionierenden Heilmittel gegen Leib- und Knochenschmerzen. Er wickelt sich zur Linderung über Nacht einfach Mittelwandwaben um die betreffenden Stellen. Da Wachs bei Körperwärme schön weich, jedoch nicht flüssig wird, funktioniert das ohne Weiteres.

Kunstvolle Weide im Kreislehrgarten OberhaidIm Anschluss erhielten wir von Wolfgang Settmacher eine detaillierte, fachkundige Führung durch den in mehrere Bereiche unterteilten Garten. Ob Bienen- und Schmetterlingsweide, Teich, Bauerngarten, Altholzhaufen, Duft- und Themenbeete, Bachlaufbereich, Hochbeet, Steuobstwiese oder Rosenhecken … es gab erstaunlich viel zu entdecken, was sich auf dem ersten Blick nicht gleich erschlossen hat. Bemerkenswert auch das grüne Dach auf dem Vereinsgebäude, welches in Ständerbauweise errichtet, mit Flachs isoliert und von den Vereinsmitgliedern liebevoll mit Küche und Kuchentheke ausgebaut worden. Erwähnenswert ist die Toilettenanlage – da lässt sich doch gleich viel befreiter feiern!

Jeden 1. und 3. Sonntag im Monat ist der Kreislehrgarten des Obst- und Gartenbauvereins Oberhaid e. V. geöffnet. Ein Besuch dieses kleinen Paradieses lohnt sich auf alle Fälle!

Herzlichen Dank für die Einladung und für die Ableger, die wir mitbekommen hatten. Mögen sie genau so wie unser neuer Schulterschluss gedeihen und Blüten treiben, zum Wohle von Mensch und Natur in unserer schönen Region!

Der Bienengarten, ein neues Highlight im Erba-Park

Gewöhnlicher Löwenzahn (Taraxacum sect. RuderaliaFast wie zu Landesgartenschauzeiten – am Rand des Erba-Parks, am Bienenweg 1, entsteht ein neuer Bienengarten. Was jetzt noch etwas verhalten aussieht, wird schon in wenigen Wochen wird es ein Fest für die Sinne, sowohl für Menschen als auch Insekten. Alles finanziert durch Spenden und Preisgelder, wobei wir dabei immer wieder in Vorleistung gehen. Denn das Frühjahr währt nicht ewig und manches will einfach sofort angeschafft sein.

Der Bienengarten an der Bienen-InfoWabe

Bienen-InfoWabe (BIWa) BambergRund um das Areal der Bienen-InfoWabe sorgen Schaubeete und Blühwiesen sowie eine Wildbienenbeobachtungsstation und Genießerbänke für geistige wie seelische Erbauung. Sie geben der Bevölkerung einen Anreiz, selbst das eine oder andere Insektennützliche zu pflanzen. Den Schulkindern zeigt die Bamberger Schulbiene, wie schön eine bienenfreundliche Welt aussehen kann.

Das Kräuter-Schaubeet

http://bienen-leben-in-bamberg.de/wp-content/uploads/2017/05/150729-BIWa-Bienengarten.jpgEinmessen Frauke Gabriel für das Schau-KraeuterbeetGarten-und Landschaftsplanerin Frauke Gabriel maß am 15.03.2017 das Kräuter-Schaubeet ein. Bestückt wurde es von ihr mit 35 Einzelpflanzen aus der Bio-Kräutergärtnerei Mussärol, deren Inhaberin die stadtbekannte GAL-Politikerin Gertrud Leumer ist. Besonders freute uns ein mitgeliefertes Heftchen mit den 27 gepflanzten Sorten. Es bildete die Grundlage eines Pflanzenrätsels für unsere Trachtpflanzen-Stationenfragen. Die Lösungen gibt’s in der Bienen-InfoWabe zu holen.

Die Stauden-Schaubeete

Das Schau-Staudenbeet ist fertigVorbeitung des Schau-Staudengartensmit Petra Dotterweich64 Einzelpflanzen bei 19 verschiedenen Sorten kauften wir in der Bamberger Staudengärtnerei Johann Strobler ein. An einem etwas weniger eiskalten „Frühlings“tag, dem 29.04., pflanzten wir bis in die einbrechende Nacht hinein, nachdem die „Alte-Sorten-Spezialistin“, Petra Dotterweich, einen prüfenden Blick auf den Anordnungsplan geworfen hatte (ausführlicher Bericht hier.)

Kleeblumenwiese

Zu diesem ersten Beet wird sich im Laufe des Sommers noch ein zweites (geplant mit der Baumschule Patzelt, Memmelsdorf) gesellen, welches die bei Bienen überaus beliebten Kleeblumenwiese einrahmen wird. Mäht man das Rasenstück nur 4 bis 5-mal im Jahr, so kann man mit ständigem Kleenachwuchs rechnen. Für die Schulkinder, die doch noch etwas mehr an Bodenerleben mitbekommen, weil größenmäßig einfach näher dran, ist es immer wieder ein Spaß, nach den fleißigen Bienlein zu fahnden.

Die Wildbienenbeobachtungsstation

Neues Wildbienenhotel im StaudenbeetNeues Wildbienenhotel im StaudenbeetEinen kleinen Teil der Stauden zwackten wir ab, um damit den Fuß unseres neuen Wildbienenhotels, ein Geschnek des Imkerverein Scheßlitz, zu bepflanzen (ausführlicher zur Schenkung hier). Zwischen einzelnen Regenschauern am 8. Mai „entsorgten“ wir zugleich unseren Balkonkasten von kleinwüchsigen Narzissen und Traubenhyanzinthen, die im kommenden Frühjahr für die ersten Farbtupfer sorgen sollen. Im Übrigen konnten wir öfter schon beobachten, wie sich Wildbienen in den Narzissenblüten am Abend einfanden und darin die Nacht verbrachten.

Bienenblühweide

Worauf tummeln sich die Bienen?Spontanbewuchs auf der einen Seite und hochwertiges Rieger-Hofmann-Saatgut der Mischung „Schmetterlings-/Wildbienensaum“ … mal sehen, was hübscher aussieht bzw. mehr Bienen und Insekten anziehen wird! Letzteres ist erst noch im Entstehen. Hierfür wird die Stadt Bamberg in den kommenden Tagen die Grasnabe abnehmen. Auch hat sie das Saatgut bezahlt, wofür wir herzlich danken! 
Etwas schade zwar, doch pflegetechnisch eine notwendige Maßnahme: Am 06.08. werden die Flächen anlässlich unseres Sensenkurses (s. Aktivitäten und Termine) abgemäht. Dazu laden wir bereits jetzt schon herzlich ein.

Genießerbänke

SaBiene wartet an der Bienen-InfoWabe auf die SchülerZwei halbrunde Gartenbänke, jweils um eine der Blaseneschen herum, werden künftig die Beobachtung und das Genießen des Bienengartens bereichern, ergänzend zu unseren mobilen, fröhlich-orangen Einzelstühlen, die an jede Ecke des Bienengartens aufgestellt werden dürfen.
Die Liebe zur blühenden Pflanzenwelt ist untrennbar verbunden mit der Akzeptanz der Bienen- und Insektenwelt. Sie zu erleben, zu erforschen und zu entspannen ist ein Fest für den Alltag – wir laden Sie dazu ein!

Imkerverein Scheßlitz stiftet Wildbienenhotel für Bamberg

Unverhofft erhielten wir vom Imkerverein Scheßlitz und Umgebung e. V. ein Wildbienenhotel geschenkt. Der 1. Vorsitzende, Herbert Beck, brachte es höchstselbst in den Erba-Park, wo es von ihm am Bienenweg 1 unweit der Bienen-InfoWabe fachmännisch aufgestellt wurde.

Glücklicherweise hatte Herbert einen Erdbohrer dabei, denn ein Aushub nur mit Muskelkraft wäre ob des vielen Kieses sicherlich nicht ganz einfach gewesen. Geholfen hat uns außerdem unser Schrebergarten-Nachbar Ralf, der ratz-fatz für die Einbetonierung sorgte.

Wir sind mega-begeistert und bedanken uns sehr herzlich bei allen, die das Geschenk ermöglicht haben! Dieses Zusammenstehen untereinander ist für uns ein wunderbares Zeichen, das uns in (umwelt-)kritischen Zeiten froh und optimistisch stimmt. Tja, und manchmal kommt es blitzblau aus heiterem Himmel, wo man an anderer Stelle im Regen stehen gelassen wird. So gleicht sich alles mit der Zeit aus.

Hoffen wir nun, dass die Klasse 10f der Graf-Stauffenberg-Schule Bamberg mit ihrem Lehrer – und unserem Bienenpaten – Daniel Schiller Ende Mai viel Spaß dabei haben wird, das neue Wildbienenhotel fachgerecht mit uns zu bestücken. Damit es eine Wohlfühl-Heimat für Wildbienen werden kann, die schließlich genau so wichtig sind wie Honigbienen. Sie sind, was die Bestäubungsleistung angeht, sogar noch effizienter als Honigbienen. Allerdings reichen die solitärlebenden Insekten zahlenmäßig niemals an ein Hongibienenvolk heran, so dass beide Arten ihre Berechtigung haben. Insofern ist es sinnvoll, dass wir die Aufmerksamkeit auch ein wenig auf diese kleinen Helden der Natur richten.

Seid willkommen!

Schau-Staudengarten an der Bienen-InfoWabe

Alles bereit zum Bepflanzen des Schau-Staudengartens an der Bienen-InfoWabeAlles bereit zum Bepflanzen des Schau-Staudengartens an der Bienen-InfoWabeBienenfreundliche Stauden sind pflegeleicht und kostengünstig, da mehrjährig. Also allen Grund, sie in den Garten zu pflanzen. Wir dachten, es fällt noch leichter, aus der unendlichen Anzahl geeigneter Stauden die passenden auszuwählen, wenn sie vorher betrachtet werden können. Daher entstand in den letzten Apriltagen 2017 ein Staudenbeet an der Bienen-InfoWabe in Bamberg. Finanziert wurde es aus den Beiträgen der Bienenpatenschaften (DANKE!).

Alexandra Klemisch, Kreisfachberaterin für Gartenkultur und LandespflegeBei der Auswahl geholfen haben Alexandra Klemisch, Kreisfachberaterin für Gartenkultur und Landespflege am Landratsamt Bamberg (die am nächsten Tag außerdem unsere Vortragsreferentin war), sowie die Bamberger Staudengärtnerei Johann Strobler, bei der wir sie letztendlich auch erstanden haben.

Vorbeitung des Schau-Staudengartensmit Petra DotterweichDie Mitarbeiterin und als Samenexpertin bekannte Petra Dotterweich war so freundlich, uns am Freitag vor Ort zu besuchen, um bei den letzten Feinheiten zu beraten. Im Namen unserer (Wild-)Bienen vielen Dank allen Beteiligten!

Vorbeitung des Schau-Staudengartens an der Bienen-InfoWabeAm Samstag – und damit unter Beachtung eines günstigen Zeitpunktes nach dem Mondkalender und bei endlich wärmeren Temperaturen – wurden bis zum Einbruch der Dunkelheit die meisten der 64 Einzelpflanzen von 19 verschiedenen Sorten liebevoll an ihren Bestimmungsort gesetzt. Ein paar hoben wir noch auf für unser neues Wildbienenhotel … doch dazu später mehr.

Ruheplatz an den Schaubeeten der Bienen-InfoWabeNun hoffen wir auf guten Anwuchs und rege Beachtung von Seiten der Erba-Park-Spaziergänger/innen und aller Garten- und Bienenliebhaber/innen. Aber auch, dass uns ein paar davon helfen, die Schaubeete vor allem im Sommer zu gießen. Damit wir alle dieses bienen- und menschenfreundliche Fleckchen Erba-Park so richtig genießen können. An den Öffnungssonntagen gerne auch kaffeetrinkend, schmökernd und die fleißigen Bienlein beobachtend. Wir freuen uns darauf!