Klimawandel und neue Bienenkrankheiten – Vortrag von Reinhold Burger

Neue Bienenkrankheiten, auch in Franken? Was der Klimawandel erwarten lässt“ lautete der Titel des Vortrags am 03.09.2017 zur BIWa-Sonntagsöffnung. Mittlerweile hat Reinhold Burger die Powerpoint überarbeitet, denn aus Gründen des Urheberrechtsschutzes können leider nicht alle Fotos gezeigt werden. Was jedoch gut wäre, denn alle Gärtner/innen könnten ihren Beitrag zur Eindämmung einer möglichen Invasion von Kleinem Beutenkäfer oder Asiatischer Hornisse leisten. Doch gibt es hierzu kaum Fotos, die tatsächlich ohne rechtliche Bedenken herumgereicht werden können. Ein unbefriedigender Zustand. Im Gegensatz dazu sind wir selbst recht freigiebig mit unseren Informationen. Hier also der Vortrag als PDF.

Klimawandel

Gäste zum VortragEin Dutzend Gäste folgten den Ausführungen des Bienensachverständigen, der mit Fakten zum vom Menschen verursachten Klimawandel speziell in der Region Bamberg aufwartete. Temperaturtrends, Niederschlagsverläufe und die Phänologie – also periodisch wiederkehrenden Entwicklungserscheinungen in der Natur im Laufe eines Jahres – zeigen drastische Veränderungen auf. So beginnt beispielsweise die Apfelblüte in Bayern um rund vier Wochen früher als noch vor rund 30 Jahren. Aber auch die Niederschläge häufen sich im früher warmen September, der gemeinhin als Altweibersommer uns Älteren noch geläufig war.

Bienenkrankheiten durch Bienenschädlinge

Vortrag "Neue Bienenkrankheiten – auch in Franken?" von Reinhold BurgerDoch nicht nur das Klima hat Auswirkungen auf die Bienengesundheit. Neben ihr und der Nahrung sowie Umweltschadstoffen bzw. Pflanzenschutzmittel sowie dem Imker selbst sind Krankheitserreger Ursache notleidender Populationen. Manche Erreger werden durch parasitäre Bienenschädlinge eingebracht, wobei der Schädling außerdem durch Bisse auch das Wachstum von Larven schädigen kann oder die Bienen einfach abfängt zum eigenen Verzehr.

Eine der gefürchteten Eindringlinge könnte unter Umständen in naher Zukunft der Kleine Beutenkäfer (Aethina tumida) sein. Reinhold Burger ging der Frage nach, ob er klimatisch gesehen in Eurpa, bzw. im Raum nördlich der Alpen überleben könnte. Ja, das ist nicht mit Sicherheit auszuschließen. Seine Einschleppung wäre über die Trachtfahrten und den Völkeraustausch von Süd nach Nord möglich. Denn in Süditalien ist er bereits zur Gefahr geworden.

Präparat von Vespa velutinaEine weitere Bedrohung stellt die Asiatische Hornisse (Vespa velutina) dar, über die wir ebenfalls auf unserem Blog im Zusammenhang mit den Erkenntnissen der Veitshöchheimer Bienenforschungen bereits mehrmals berichteten, zuletzt im Januar.

Inzwischen bei uns etabliert, nicht heimisch und nicht erwünscht ist die Kirschessigfliege (Drosophila suzukii). Auch zu dieser ausführlich hier.

Zum Schluss ging Reinhold noch ein wenig auf die  Varroamilbe (Varroa destructor) ein. Das Dilemma hier ist, dass es hierzulande kaum mehr längere brutfreie Zeiten gibt, was die Winterbehandlung mit Oxalsäure zum Problem macht. Denn diese wirkt bekanntlich nicht in die Brutzellen hinein. Eine dritte Behandlung vor dem nahrungsmitteltechnisch bedingten Behandlungsstopp ab Januar mit Ameisensäure jedoch ist für die Bienen nicht verträglich.

Vortrag "Neue Bienenkrankheiten – auch in Franken?" von Reinhold BurgerDas Resümme

  • Der Klimawandel begünstigt die Ausbreitung neuer Bienenkrankheiten und Bedrohungen, ist jedoch nicht deren Ursache
  • Ursächlich für die Verbreitung neuer Bienenkrankheiten und Bedrohungen sind meist der globale Warenaustausch nebst Bienentransporten
  • Bienen sind generell sehr anpassungsfähig und kommen mit dem Klimawandel (gut) zurecht
  • Imker müssen ihre Betriebsweise auf klimabedingte Änderungen von Rahmenbedingungen einstellen

Die Biene in der Pantomime des Coburger Kinder- und Jugendtheaters

Pantastico nennt sich die Pantomime-Gruppe um Theaterpädagogin Nicole Wehrmann des Coburger Kinder- und Jugendtheaters, die zur Saison-Abschlussfeier 2017 in der Bienen-InfoWabe auftrat. Die vier jungen Damen beendeten mit ihren drei kurzen Stücken aus der Welt der Bienen die Feierlichkeiten zur Verleihung des Bienenstadt-Bamberg-Umweltpeises (wir berichteten).

Pantastico, Coburger Kinder- und JugendtheaterAnders als in den Vorjahren (2015 und 2016) ging es nicht um die versuchte Inthronisation eines Bienenkönigs (!), sondern um Alltagssituationen von Bienen (Bestäubung und Nektarsuche), von Menschen (beim Picknicken mit Bienenbesuch) und von vermenschlichten Bienen (Krankmeldung bei Arbeitsunlust). Also die ganze Bandbreite an Möglichkeiten, aus unterschiedlichen Perspektiven des Daseins sich dem Bienenthema augenzwinkernd zu nähern. Sowohl die Erwachsenen als auch zwei anwesende Kinder im Vorschulalter hatten ihren Spaß daran.

Ich möchte die Geschichten kurz vorstellen, vielleicht regen sie ja die eine oder andere Schule zur Nachgestaltung an. Die jeweiligen Geschichtentitel sind von mir frei erfunden.

Herzlichen Dank für euren gelungenen Beitrag!

Geschichte 1: Die Lieblingsblume

Geschichte 2: Das Picknick

Geschichte 3: Die faule Kameradin

P. S.: Wir entschuldigen uns für diejenigen, die bereits um 16.00 Uhr auf den Auftritt gewartet hatten. Die Anreise der Gruppe gestaltete sich als problematisch, so dass wir das Programm kurzerhand umstellen mussten.

Verleihung Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis 2017 zur Saison-Abschlussfeier der Bienen-InfoWabe

Sektempfang.Die zweite Saison der Bienen-InfoWabe ist vorüber gegangen. Den Abschied in die Winterpause versüßten wir uns und unseren Bienenfreunden mit einem kleinen Fest mit Sektempfang, Theater und der jährlichen Verleihung des Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreises, zu der wir wieder am 1. Wochenende nach den Sommerferien, heuer zum 17.09.2017, an den Bienenweg 1 einluden.

Gäste zur Saison-Abschlussfeier 2017Wir danken allen Gästen, Helferinnen und und Preisträgern sehr herzlich fürs Dabeigewesensein!

Pantastico, Coburger Kinder- und Jugendtheater Den humorvollen Abschluss des Festes bildete das Coburger Kinder- und Jugendtheater, das pantomimisch das Thema Bienen aufgegriffen hatte. (Nachtrag 24.09.: Ausführlicher Bericht hier!)

Der Tisch mit den Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreisen Hier die offizielle Pressemeldung, gewürzt mit einer Fotogalerie am Ende. Weitere Informationen zu den diesjährigen Gewinnern, der Jury und der Helfer und Sponsoren findet ihr unter dem Permalink BBU-2017.

Erster Preis „Honiggold“

Der Imkerverein Scheßlitz und Umgebung e. V. gewann den von der Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de jährlich ausgelobten Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis. Der rührige Imkerverein wurde für seine Vorbildfunktion in Sachen Jungimkerförderung in Scheßlitz „mit Strahlkraft bis nach Hallstadt und Bamberg hinein“ ausgezeichnet, so die Laudatio.

1. Preis "Honiggold", überreicht an Herbert Beck und Cornelia Schecher für den Imkerverein Scheßlitz durch Jurymitglied Walter Achtziger

Preisträger 1. Platz: Imkerverein Scheßlitz und Umgebung e. V., flankiert von den Preisausrichtern (v. l. n. r.: Reinhold Burger, Walter Achtziger, Herbert Beck und Cornelia Schecher für den Gewinnerverein, Ilona Munique).

Wildbienenhotel vom Imkerverein Scheßlitz und Umgebung e. V., hier mit Cornelia Schecher und Herbert Beck (in grünen Vereins-T-Shirt)Deren Wirken wäre auch ein Vorbild bei der Gründung der Bamberger Bieneninitiative gewesen, lobten die Ausrichter des Preises, Ilona Munique und Reinhold Burger. Hervorgehoben wurde außerdem die Schenkung eines Wildbienenhotels mit beeindruckenden Maßen für den Bamberger Bienengarten. Auch profitierte die Initiative von unentgeltlichen Vorträgen des Scheßlitzer Imkervereins. Der Vorsitzende Herbert Beck und die „Wildbienenbeauftragte“ Cornelia Schecher nahmen das „Honiggold“ freudig entgegen.

Zweiter Preis „Silberlinde“

Cornelia Schecher, Raimund Ott und Christian RindchenDer zweite Preis, die „Silberlinde“, ging ebenfalls in das Bamberger Umland. Gewonnen hatte es der Kreislehrgarten des Obst- und Gartenbauvereins Oberhaid e. V. für die fachgerechte Anlage eines Bienenbeetes und das Erstellen einer Informationsbroschüre. Als weitere Begründung wurde der partnerschaftliche Schulterschluss mit der Bamberger Bieneninitiative in Form von Pflanzentausch und Vortragstätigkeiten genannt.

2. Preis "Silberlinde", überreicht an Raimund Ott für den Kreislehrgarten des Obst- und Gartenbauvereins Oberhaid e. V. durch Jurymitglied Josef Schröder

Preisträger 2. Platz: Kreislehrgarten des Obst- und Gartenbauvereins Oberhaid e. V. mit Gratulanten (v. l. n. r.: Jurymitglied Josef Schröder, 1. Vorsitzender des Gewinnervereins Raimund Ott, Preisinitiatoren Ilona Munique und Reinhold Burger).

Anerkennungspreise

Jeweils eine Anerkennungsurkunde gab es für Carmen Dechant von der Hofstadt-Gärtnerei Bamberg

Anerkennungsurkunde, überreicht an Carmen Dechant, Hofstadt-Gärtnerei, durch Gabriele Loskarn

Anerkennungsurkunde, überreicht an Carmen Dechant, Hofstadt-Gärtnerei, durch Bienenpatin Gabriele Loskarn. Wir gratulieren!

… sowie den Förderverein zur Nachhaltigkeit der Landesgartenschau Bamberg 2012 e. V. Die Auszeichnungen wurden anlässlich der Saison-Abschlussfeier der Bienen-InfoWabe übergeben.

Anerkennungsurkunde, überreicht an Berhard Kellermann und Jobst Giehler für den Förderverein zur Nachhaltigkeit der Landesgartenschau Bamberg 2012 e. V. durch Michaela Hock

Anerkennungsurkunde, überreicht an Berhard Kellermann und Jobst Giehler für den Förderverein zur Nachhaltigkeit der Landesgartenschau Bamberg 2012 e. V. durch Michaela Hock. Wir gratulieren!

Wer sind die Gewinner des Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreises?Der Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis soll Ansporn sein, sich in besonderer Weise für die Bienenwelt in Bamberg und Umgebung einzusetzen. Dabei spielen die Themen Bienen und ihr Lebensraum, aber auch Verdienste um den regionalen Honig oder in der Imkerei eine Rolle. Für die nächste Jahressaison werden bereits jetzt schon Bewerbungen oder Vorschläge mit Stichtag 1. August entgegengenommen. Information unter http://bienen-leben-in-Bamberg.de.

Fotos zur freien Verwendung (höhere Auflösungen auf Anfrage).

Fotogalerie Honiggold (1. Platz)

… für den Imkerverein Scheßlitz und Umgebung e. V.

Fotogalerie „Silberlinde“ (2. Platz)

… für den Kreislehrgarten des Obst- und Gartenbauverein Oberhaid e. V.

Fotogalerie Anerkennungsurkunde

… für den Förderverein zur Nachhaltigkeit der Landesgartenschau Bamberg 2012 e. V.

Fotogalerie Anerkennungsurkunde

… für Carmen Dechant, Hofstadt-Gärtnerei Bamberg

Fotogalerie Gäste, Sektempfang & rund um die Feier

… und mehr zum Coburger Kinder- und Jugendtheater erfahrt ihr im nächsten Weblog!

Einladung zur Mini-Rosenmesse an der Bienen-InfoWabe

Rambler Perennial BlueAm Sa., 23.09.2017 findet eine Rosenmesse „im Kleinformat“ an der Bienen-InfoWabe im Erba-Park statt. Jeannette Frank, bekannt durch ihren wundervollen Galarosa-Schaugarten in Altendorf-Seußling, wird uns zwischen 15 und 18 Uhr besuchen.

Anlass ist ihre Schenkung einer Rambler-Rose (Perennial Blue) für den Bamberger Bienengarten. Wir greifen die Gelegenheit beim Schopfe und laden daher zu dieser Mini-Rosenmesse ein, damit Sie sich für Ihren Garten eindecken können. Mitbringen wird die Rosenspezialistin folgende bienenfreundliche Sorten:

  • Rambler Golden Age
  • Rambler Veilchenblau
  • Kleinstrauchrose Mary Rose
  • Kleinstrauchrose The Lady’s Blush
  • Hochstämmchen Lady Hamilton

Am sichersten wäre, Sie geben uns oder Jeannette Frank kurz Bescheid, was Sie erwerben möchten. Eine persönliche und kompetente Beratung vor Ort gibt’s auf alle Fälle gratis dazu!

Ankündigung Vortrag „Neue Bienenkrankheiten – auch in Franken?“

Schulimker Reinhold Burger von Bienen-leben-in-Bamberg.deDer Vortrag „Neue Bienenkrankheiten, auch in Franken?“ findet im Erba-Park am Sonntag, 3. September, von 16 bis 17 Uhr statt.

Vor dem Vortrag ist die Bienen-InfoWabe am Bienenweg 1 ab 14 Uhr für Auskünfte rund um Bienen, Honig, Imkerei und Natur geöffnet.

Um was geht es? Mit dem Klimawandel wird in Europa der Boden für neue Bienenschädlinge und -krankheiten bereitet. Noch trennt die Alpenkette den „Kleinen Beutenkäfer“ (Aethina tumida) von Deutschland, der in Sizilien sein Unwesen treibt und ganze Völker ausplündert. Doch die Asiatische Hornisse, die Bienen vor deren Stöcken abfängt, hat es über Frankreich bereits nach Baden-Württemberg geschafft. Wird Vespa velutina auch Bayern und somit Franken erreichen? Referent Reinhold Burger von der Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de gibt Imkern, aber auch Laien einen Überblick potentieller neuer Bienenkrankheiten.

Logo für das Schwerpunktthema: BIenenDer Bienensachverständige will somit die Wachsamkeit in der Bevölkerung wecken. Denn die Eindringlinge müssen rechtzeitig identifiziert und gemeldet werden, damit diese nicht erneut das Ausmaß der Varroamilbe erhalten. Der aus Asien stammende Parasit tauchte in Bamberg vor rund 30 Jahren zum ersten Mal auf und macht seither der Westlichen Honigbiene und den Imkern das Leben schwer.

Obstverarbeitung mit Helmut Brendel

Vortragender Helmut Brendel mit Stefan Geus, Powerpoint-Ersteller und Sohn JürgenObstbaumbesitzer kennen das: Die jährlich auftauchende Herbstfrage „Wohin mit meinem Obst?!“ Zumal dann, wenn zahlreiche Bienchen fleißig am Bestäuben waren, was sich natürlich positiv auf die Menge und Qualität auswirkt. Helmut Brendel, Kassierer im Obst- und Gartenbauverein Wildensorg e. V.Qualität ist genau das, was Helmut Brendel vom Obst- und Gartenbauverein Wildensorg e. V. für Saft und Brand fordert. So werden zwar beim Versaften die Obststiele noch akzeptiert, nicht jedoch für die Herstellung der Alkoholika. Tadelloses Obst also, und heraus kommt eine wirklich hoch aromatische geistige Flüssigkeit, die am Ende des Vortrags sanft und kitzelnd in die Nasen der Gäste stieg, die unter zahlreichen Obstbränden verkosten durften.

Zum Vortrag

Noch ist das Arsenal zur Verkostung hinter der Leinwand versteckt ...Ein ganzes Arsenal an hübschen Fläschchen verschiedener Größen schleppten der Vortragende, seine Gattin, Sohn und Freund – alles Vereinsmitglieder – am 20.08.2017 in die Bienen-InfoWabe heran. Ob Quitten-,  Kirschen-, und Zwetschgenbrand oder Salbei-Likör aus dem Vereinskräutergarten – alles in vielen Stunden Arbeit gebrannt unter Anleitung und Aufsicht von Helmut Brendel, dem Kassiers des Vereins. Denn es werden komplizierte und teure Apparaturen bedient, die einem bei falschem Gebrauch durchaus um die Ohren fliegen könnten. Auch, wenn der Kühler eine automatische Temperaturregelung aufweist … sicher ist sicher!

Vortragender Helmut BrendelDoch auch eine Obstpresse kann der Verein sein eigen nennen. Mit einer Pressung lassen sich 30-40 Liter Saft herstellen. Die Pasteurisierung auf 78 Grad erfolgt über Einwecktöpfe. Doch soll demnächst eine Pasteurisierungsanlage angeschafft werden, damit es etwas schneller geht. Schließlich muss immer auch Zeit bleiben für aufwändige Putzarbeiten, zum Beispiel der Siebtücher.

Die Safterei ist dafür etwas weniger kompliziert in der bürokratischen Abwicklung. Beim Brennen muss 14 Tage vorher die Menge der Maische angemeldet werden, und wehe, es fehlt irgendwo ein Kreuzchen auf dem Formular, oder es wurde gar das falsche Obst angemeldet! Die unregelmäßigen Kontrollen sind pingelig, die Strafen auch bei Cent-Differenzen sehr streng, warnt Helmut Brendel. Ob angesichts des Aufwands sich denn noch Nachwuchs für die Vereinsaktivitäten, die auch Obstbaumschnitt und Kräutergartenpflege mit einschließen, finden würde?

Vortragender Helmut BrendelNun, Familie Brendel hat mit zwei Söhnen vorgesorgt, und so wird der Stab voraussichtlich an Jürgen weitergegeben. Ihn kennen wir vom Gartenamt der Stadt Bamberg, so dass wir beruhigt sind ob des Fortbestehens der Qualität. Doch noch ist keine Eile geboten, denn Helmut gibt sein Kassiereramt ab, um sich noch stärker der Brennerei und Mosterei widmen zu können. Und der Nachwuchsförderung. Als Feuerwehrmann in der Löschgruppe 8 drückt er jedem neu Rekrutierten sogleich auch ein Anmeldeformular für den Obst- und Gartenbauverein in die Hand. Schlau!

Gäste zum VortragWir verzichten in diesem Weblog über eine ausführlichere inhaltliche Darstellung des Vortrags, da wir leider nicht auf die Powerpoint-Präsentation zurückgreifen können, die uns Sicherheit in der Berichterstattung geben würde. Doch auf eine Frage aus dem 20-köpfigen Publikum wollen wir noch eingehen: „Wie lange kann man Brände aufheben, und werden sie nach Jahren noch besser, ähnlich wie beim Wein?“

Danke an Vortragenden Helmut BrendelKernobst wird nach vier Jahren nicht mehr besser, weiß Brendel. Steinobst hat nach acht Jahren seine beste Zeit überschritten. Und noch ein Tipp: Brände (was das edlere Wort für Schnaps ist) nur in kleinen Schlucken genießen und nicht „auf Ex“ kippen, bei einer Temperatur zwischen 16-18° C, also nicht eiskalt. Herzlichen Dank für alle Tipps und den perfekt getimten, anschaulich vorbereiteten Vortrag, Helmut, Stefan Geus und Jürgen!

Unsere Gäste

Ein rundum gelungener Vortrag mit aufmerksamen und (natürlich nicht nur der Verkostung wegen) gut gelaunten Gästen. Darunter waren:

Bienenpate Patrick Fuchs mit Gattin Kathleen (rechts)… unser neuer Bienenpate Patrick Fuchs mit Ehefrau Kathleen aus Röttenbach (Kreis ER-HÖ), die ihm die Patenschaft zum Geburtstag geschenkt hatte, weil er gerne Imkern lernen möchte. Heute hat er gleich einen kleinen Crashkurs erhalten und wir freuen uns auf die Fortsetzung!

Bienenpatin Ruth Vollmar zu Besuch in der Bienen-InfoWabeJosch zu Besuch in der Bienen-InfoWabeBienenpatin Ruth Vollmar mit Ehemann Jörg „Josch“ Bretschneider. Sie legte sofort Hand an in unseren Bienengarten, wo wir immer etwas Hilfe gebrauchen können. Meinen Stoßseufzer diesbezüglich hat sie, zupackend wie sie ist, sofort aufgegriffen.

Ehrenbienenpate Jutta FraaßErster Gast des Tages und ebenfalls sofort hilfreich beim Vorbereiten der Kaffee-Kuchentafel zugange war Ehrenbienenpatin Jutta Fraaß, die extra aus Fürth angereist kam. Von ihrer Familie hatten wir vor einigen Jahren unsere imkerliche Grundausstattung erhalten.

Gäste zum Vortrag, rechts Bienenpate Hans ZirkelNochmals Bienenpaten – und zwar Anne und Hans Zirkel. Beide haben einen großen Bekanntenkreis und entdeckten einige bekannte Gesichter unter unseren Gästen. Da Hans und Helmut Sportskameraden sind, ist die Schnittmenge natürlich etwas größer.

Logo IBZVWalter Achtziger aus dem Vorstand des Imker und Bienenzuchtverein Bamberg Stadt und Land e. V., der seine Gattin mitbrachte und derzeit in der Jury für den Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis eingesetzt ist.

Gast Michaela Hock, hier beim Fliegengittermontieren an der Bienen-InfoWabeMichaela Hock, ebenfalls Imkervereinsmitglied, die ratz-fatz das Baguette für die Honigverkostung in Scheibchen schnitt und überhaupt immer weiß, wo sie mit zupacken kann, so beispielsweise beim Anbringen der Fliegengitter an der Bienen-InfoWabe im letzten Jahr. Danke auch für deine leckeren Renekloden, so passend zum Thema des Tages!

Und natürlich DANKE an alle Gäste, die den Weg zu uns in die Bienen-InfoWabe (letztendlich) doch noch gefunden hatten! Ja, wir dürfen zwar nicht ausschildern, doch der Bienenweg wird hoffentlich bald bei allen bekannt. Wir wollen jedenfalls mit unserem BIWa-Jahresprogramm dafür sorgen, dass nicht nur der Ort, sondern unser Anliegen, Bienen ins Bewusstsein der Bevölkerung zu bringen und Jungimker zu gewinnen, weite Kreise zieht. In diesem Sinne … herzliche Einladung zur nächsten Vortrag am 03.09. mit Reinhold Burger zu „Neue Bienenkrankheiten, auch in Franken?!“

Ankündigung Vortrag „Dank Bienenfleiß zur Obstverarbeitung“

Logo für das Schwerpunktthema Natur der Bienen-InfoWabeAm So., 20.08.17 von 16.00 – 17.00 Uhr findet im Erba-Park der Vortrag „Dank Bienenfleiß zur Obstverarbeitung“ statt. Der Obst- und Gartenbauverein Wildensorg, zeigt, wie es geht.

Welches Obst eignet sich am besten für die Presse oder den Brand? Worin liegt der Unterschied zwischen Brand, Likör und Geist? Was braucht es zum Obstbrennen und wie ist die rechtliche Situation? Wohin kann ich mein überschüssiges Obst bringen? Am Beispiel der Tätigkeiten des Obst- und Gartenbauvereins Wildensorg e. V. werden die Schritte von der Bienenbestäubung über die Pflege der Bäume bis hin zur Ernte und Verarbeitung dargestellt. Im Anschluss Verkostung.

Helmut Brendel, Kassierer im Obst- und Gartenbauverein Wildensorg e. V.Der Referent ist Helmut Brendel, Kassierer im Obst- und Gartenbauverein Wildensorg e. V.

Vorab heißt es in der Bienen-InfoWabe von 14.00 – 16.00 Uhr  |  Offenes Haus für alle rund um Bienen, Honig, Imkerei und Natur.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Kurs ist kostenlos, freuen uns jedoch über eine kleine Spende.

Biene an Obstblüte © Honig-und-Bienen.de

Dengeln und Sensen mit Josef „Jupp“ Schröder …

Parade verschiedener Sensen… und mit Alex aus Oberlangheim bei Lichtenfels sowie über 30 Interessierten – nullkommanix waren unsere Blühareale abgemäht! Ja, ist schade. Doch für diesen wichtigen Sonntags-Workshop am 06.08.2017 war’s das wert. Wächst ja wieder. Man muss dabei gewesen sein, anders lassen sich die Vorgänge schlecht erklären. Vielleicht noch mit Bildern und Filmmaterial. Letzteres wird nachgereicht, wenn die Urlaubszeit vorbei ist. Versprochen.

Demonstration der SensenführungWarum wir diesen Workshop angeboten haben, liegt auf der Hand. Wir propagieren bienenfreundlichen Bewuchs, was bedeutet, dass dieser eine Höhe erreicht, mit der ein normaler Rasenmäher nicht mehr zurecht kommt. Also Sense raus und – wie schön! – lärmneutral ein- bis zweimal im Jahr abgeerntet. Außer, man möchte Kleewiesen haben, die auch eine prima Bienenweide sind. Da darf man ruhig 4-5 mal im Jahr ran. Am besten, die Areale sind feucht, so schneidet es sich besser.

Schärfen der Sensenklinge (Sensenblatt)

Das Dengeln

Nicht wirklich lärmneutral allerdings ist das Dengeln. So ab 20 Betriebsstunden – sagt der Alex, der uns das äußerst professionell gezeigt hat – ist es nötig, das Sensenblatt wieder zu begradigen. Mittels eines rundlichen Hammers wird behutsam und ohne Dellen Material in die Schneidenkante ausgetrieben. Aber keinesfalls übertrieben! Ein paar Millimeter müssen Luft bleiben. Sowohl zwischen dem Blatt und der Auflagefläche (Amboss) als auch zwischen Hammerschlag und unterem Ende des Klingenbogens. Sonst wird die Klinge mit der Zeit zu dünn.

Am Klang sollte zu erkennen sein, ob das Blatt scharf genug ist – sagt der Jupp. Josef Schröder demonstriert es mit einem raschen Schwung auf der Betonfläche der Bienen-InfoWabe. Tatsächlich, es ein heller, hoher Ton erklingt. Nach etwa 20 Minuten des Sensens – je nach Bewuchs und Schnelligkeit – wird das Sensenblatt mit einem Schleifstein beidseitig nachgeschärft.

Demonstration des DengelnsEbenfalls am Klang erkennt man, ob man richtig dengelt. Aber das hört ihr noch im Film, den ich gerade aus Kapazitätsgründen nicht hochladen kann. Wie gesagt, wird nachgeholt. Jedenfalls war’s sehr, sehr lehreich und kurzweilig. Die angesetzte Stunde hatten wir gehörig überzogen, bis 18.30 Uhr waren die letzten von dannen gezogen. Dass sich die Referenten nebst Anhang (Danke, Tina und braver Wuff!) so lange Zeit für uns genommen hatten, war super nett, herzlichsten Dank dafür! Das betonten auch die Gäste, die sogar aus Coburg und Nürnberg anreisten.

Ein Zitat spricht Bände: „Wenn ich das alles früher gezeigt bekommen hätte, hätte ich mir ein Leben lang viel Mühe erspart!“

Ankündigung Sensenkurs im Erba-Park Bamberg

Josef "Jupp" Schröder, GartenexperteAm So., 06.08.2017 findet von 16.00 – 17.00 Uhr ein Sensenkurs im Erba-Park statt. Sie erfahren, auf was man beim Sensenkauf achten sollte, wie sie einzustellen und zu bedienen sind. Referent ist Josef „Jupp“ Schröder, Autor der „Gartentipps“ im Fränkischen Tag / infranken.de und ehemaliger Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege in Lichtenfels.

Wer nur ein- bis zweimal pro Jahr mäht, weil’s bienenfreundlich sein soll, greift am besten zur Sense. Referent Josef „Jupp“ Schröder, Autor der „Gartentipps“ im Fränkischen Tag verrät, auf was beim Dengeln und Sensen zu achten ist. Bereits beim Kauf sollte auf die Qualität der Sense geachtet werden. Sodann spart die richtige Winkeleinstellung des Holmens und eine gute Technik viel Kraft und Mühe. Der Umgang mit der Sense kann sogar gesundheitlich vorteilhaft sein, da der gesamte Körper einbezogen wird. Ausprobiert wird das Sensen an kleinen Flächen rund um die Bienen-InfoWabe im Erba-Park. Sensen sollten mitgebracht werden, die vorhandenen werden abwechselnd genutzt. Der Kurs ist kostenlos, um Spenden wird gebeten.

Logo für das Schwerpunktthema Natur der Bienen-InfoWabeVorab heißt es in der Bienen-InfoWabe von 14.00 – 16.00 Uhr  |  Offenes Haus für alle rund um Bienen, Honig, Imkerei und Natur.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Wer hat, bringt seine Sense gerne mit. Der Kurs ist kostenlos, freuen uns jedoch über eine kleine Spende.

Treffpunkt ist die Bienen-InfoWabe, Bienenweg 1, 96047 Bamberg (Erba-Park).

Honigernte mitten in Bamberg! zur BIWa-Sonntagsöffnung

23.07.17: BIWa-Sonntagsöffnung mit Vortrag

Wo? Bienen-InfoWabe, Bienenweg 1, 96047 Bamberg (Erba-Park)

Logo für das Schwerpunktthema Honig der Bienen-InfoWabeWann?
14.00 – 16.00 Uhr  |  Offenes Haus für alle rund um Bienen, Honig, Imkerei und Natur.

16.00 – 17.00 Uhr  |  Honigernte mitten in Bamberg! Der Erba-Park-Honig ist reif – lasst ihn uns gemeinsam ernten!

Team von Bienen-leben-in-Bamberg.deWas? Honig wächst nicht in Quetschflaschen, das ist sicher. Doch woher kommt er genau? Wie wird er von den Bienen eingelagert? Blicken Sie uns beim Ernten über die Schulter. Unerschrockene dürfen sogar selbst Hand anlegen. Im Anschluss Honigverkostung mit der Möglichkeit, einen original „Bamberger Lagenhonig“ zu kaufen. Achtung: Bei Starkregen wird ein Vortrag zum selben Thema in der Bienen-InfoWabe angeboten.

Für wen? Ohne Altersbeschränkung
Referenten: Reinhold Burger & Ilona Munique, Imker, Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de

Möchten Sie außerdem eine der ältesten und auch heute noch ursprünglichsten Lebensmittelverarbeitungen der Welt kennen?

Zusatztermin im Rahmen unserer Honigschleudertage 2017

“Wie kommt der Honig ins Glas?”

HonigwabeMo., 24.07.2017   |  17.00 – ca. 19.00 Uhr
Obstmarkt 10 (Entdeckeln, Schleudern, Abfüllen der Ernte vom Vortag aus dem Standort Erba-Insel). Bitte melden Sie sich unbedingt telefonisch unter 0951-3094538 bis spätestens 14 Uhr an!
Alle Teilnehmenden dürfen ein 250g-Glas ihres selbstgeschleuderten Honigs mit nach Hause nehmen.

 Es besteht eine Einkaufsmöglichkeit von Honigprodukten. Außerdem erstellen wir eine Weblog-Fotodokumentation zu diesen wunderbaren Erlebnistagen! Da dies Teil unserer Öffentlichkeitsarbeit für das Verständnis über die Bienenwelt ist, wird bei Teilnahmewunsch die Zustimmung zur Fotoveröffentlichung vorausgesetzt.

Für wen?  Interessierte melden sich telefonisch unter T. 0951-3094539 an oder via Doodle-Kalender (plus E-Mail-Benachrichtigung!). Oder am So., 23.07. zur Honigernte im Erba-Park vor Ort.

Achtung: Die Plätze sind begrenzt! Es zählt die Reihenfolge der Anmeldungen. Maximal 9 Personen möglich. Bienenpatinnen und -paten genießen Vorrang.

Kosten? (nur für Montag)
€ 16,- als Familienpauschale 2 Erw. und bis 2 Kinder |  € 12,- pro Erwachsenen | € 6,- pro (zusätzliches) Kind bis 16 Jahre. Bienenpat(inn)en kostenlos, Bienenpatenanhang 10% ermäßigt.