5. Tür im Adventskalender der Bamberger Schulbiene

5.
Hören wir da ein Gekicher?
Na, das ist wohl nicht so sicher.
Was Bienen in der Traube machen.
ist zittern, träumen und bewachen.
Die Königin wird aufgewärmt,
und keinesfalls wird ausgeschwärmt!

Bienenköniginn

4. Tür im Adventskalender der Bamberger Schulbiene

4.
Barbaratag am vierten ist,
und wie ihr sicherlich schon wisst,
beginnt damit die Weihnachtsphase:
Wir stecken Zweige in die Vase!
Was dann am Christtag so hübsch blüht,
doch niemals einen Apfel sieht.
Denn Bienen bräuchte es dazu,
doch diese wollen auch mal Ruh’!

Biene an Apfelbaumblüte

3. Tür im Adventskalender der Bamberger Schulbiene

3.
Mal sitzt die eine vornedran,
mal an der Seite, mal mittemang.
Die Bienenschwestern – und nur diese!
(die Drohnen blieben auf der Wiese) –
wechseln die Stellung, um warm zu bleiben.
Was sie wohl sonst noch alles Treiben?

Bereit für den neuen Standort Inselstadt / Schiffbauplatz

2. Tür im Adventskalender der Bamberger Schulbiene

2.
Auch jetzt, wo kalt der Winter ist,
da greifen sie zu einer List.
Damit’s nicht fad wird in der Beute –
(die Bienen sind schon schlaue Leute!) –
kuscheln sie sich eng zusammen,
es wird gechillt und rumgehangen!

Wintertraube Ediths Volk Buger Wiesen

1. Tür im Adventskalender der Bamberger Schulbiene

1.
Sie haben selten Langeweile,
denn Bienen sind kaum mal alleine.
Vieltausend Schwestern und auch Brüder,
summen, brummen ihre Lieder,
für eine schöne Königin,
die ganz dem Volke sich gibt hin.

Bienenkönigin des Standortes Buger Wiesen

Glyphosat-Petitionen in Sachen Schmidts Alleingang

Der Schrei – Edvard MunchEin Sturm der Entrüstung zur Glyphosat-Entscheidung im Alleingang des Agrarministers Christian Schmidt in Brüssel. Über die hier folgende (alphabetisch nach Institutionen geordnete) Sammlung hinaus finden Sie weitere Kampagnen auch in unserer Petitionsliste, die wir ständig aktualisieren.

Organisation: Avaaz – die Welt in Aktion (Sitz: New York)
Um was es geht: Rücktrittsforderung zu Christian Schmidt. „Ein Mann hat gestern über das Schicksal von 500 Millionen Menschen gerichtet: Landwirtschaftsminister Schmidt. Im Alleingang hat er eine fünfjährige Verlängerung von Glyphosat durchgedrückt. Es ist unfassbar! Er hat dreist gelogen und die Interessen der Industrie vor die der Bürger gestellt. Lasst uns mit nur einem Klick seinen Rücktritt fordern und den Aufruf überall teilen!“
Link zur Petition
[Letzter Zugriff: 29.11.2017]

Organisation: Der Bund Naturschutz – BUND Naturschutz in Bayern e. V. (Sitz: München)
Um was es geht: „Gemeinsam gegen Glyphosat. Glyphosat ist laut Krebsforschungsagentur der WHO wahrscheinlich krebserregend beim Menschen – und es trägt maßgeblich zum Artensterben in der Agrarlandschaft bei. Der BUND hat sich heute mit einem offenen Brief an Angela Merkel gewendet. Wir fordern die Kanzlerin auf, die nationalen Spielräume zu nutzen und Glyphosat in Deutschland so schnell wie möglich zu verbieten. Unterschreiben Sie jetzt unseren Online-Appell „Schluss mit Glpyphosat, Frau Merkel!“
Link zur Petitition
[Letzter Zugriff: 29.11.2017]

Organisation: Campact! – Bewegt Politik. (Sitz: Verden / Aller)
Um was es geht: „Der Monsanto-Minister muss gehen! Mit Tricks und Täuschung  setzt Agrarminister Schmidt in Brüssel fünf weitere Jahre Glyphosat durch. Wir fordern: Schmidt muss gehen – und die nächste Regierung das Glyphosat-Aus für Deutschland beschließen. Unterzeichnen Sie jetzt unseren Eil-Appell.“
Link zur Petition
[Letzter Zugriff: 29.11.2017]

Organisation: Foodwatch e. V. (Sitz: Berlin)
Um was es geht: „In einem beispiellosen Vorgang hat Agrarminister Christian Schmidt die Zulassung des umstrittenen Pestizids Glyphosat in der EU für weitere fünf Jahre erwirkt. Er hat dabei nicht nur SPD-Umweltministerin Barbara Hendricks brüskiert, sondern hunderttausende Verbraucherinnen und Verbraucher vor den Kopf gestoßen, die für ein Verbot kämpfen. Sofort nach der Entscheidung in Brüssel hat Frankreich ein nationales Verbot von Glyphosat angekündigt. Ein solches Verbot ist auch in Deutschland möglich! Schreiben Sie jetzt an den SPD-Vorsitzenden Martin Schulz und fordern Sie ihn auf, ein Glyphosat-Verbot bei den anstehenden Koalitionsgesprächen zur Bedingung zu machen!“
Link zur Petition
[Letzter Zugriff: 29.11.2017]

Organisation: Change.org e. V. (Sitz: Berlin)
Um was es geht: Stoppen wir Glyphosat jetzt in Deutschland – so wie in Frankreich auch. Die Petition richtet sich an die Bundesregierung.
Link zur Petition
[Letzter Zugriff: 01.12.2017]

Organisation: Change.org e. V. (Sitz: Berlin)
Um was es geht: Glyphosat-Votum: Untersuchung und Konsequenzen gegen Agrarminister Christian Schmidt, CSU. Die Petition richtet sich an Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Bundesregierung.
Link zur Petition
[Letzter Zugriff: 01.12.2017]

Organisation: Greenpeace e. V. (Sitz: Hamburg)
Um was es geht: „‚Totalherbizid Glyphosat weiter zugelassen‘. Wir haben für Sie einen Online-Aufruf an den SPD-Vorsitzenden Martin Schulz vorbereitet. Fordern Sie die SPD auf, in den anstehenden Gesprächen mit der CDU/CSU durchzusetzen, dass die kommende Bundesregierung Glyphosat umgehend in Deutschland verbietet. Greenpeace will den starken Artenrückgang der letzten Jahre in Europa stoppen. Deshalb: Lassen Sie uns den Eklat nutzen! Machen Sie jetzt mit – für ein nationales Verbot von Glyphosat in Deutschland.“
Link zur Petition
[Letzter Zugriff: 29.11.2017]

Organisation: Umweltinstitut München e. V.  (Sitz: München)
Um was es geht: „Eil-Aktion: Der Monsanto-Minister muss gehen! Mit seinem Alleingang hat Schmidt dafür gesorgt, dass das umwelt- und gesundheitsschädliche Gift weiter auf unseren Äckern landet. Denn ohne die Zustimmung der Bundesrepublik hätte es unter den Mitgliedstaaten keine Mehrheit für das Ackergift gegeben. Schmidt hat nicht nur Umweltministerin Hendricks (SPD) übergangen, sondern auch mehr als 80 Prozent der Menschen in Deutschland, die für ein Verbot des Gifts sind.
Ein Minister, der für die Durchsetzung von Konzerninteressen so weit geht, demokratische Grundsätze zu missachten, darf nicht länger im Amt bleiben! Beteiligen Sie sich jetzt an unserer gemeinsamen Eil-Aktion mit Campact und fordern Sie Kanzlerin Merkel auf, Minister Schmidt vor die Tür zu setzen!“
Link zur Petition
[Letzter Zugriff: 29.11.2017]

BIWa-Jahresprogramm 2018 ist online

Das BIWa-Jahresprogramm 2018 zu den Themen Bienen, Honig, Imkerei und Natur kann in zwei Versionen ab sofort heruntergeladen werden.

Die Gastgeber – also wir von der Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de und der Imker und Bienenzuchtverein Bamberg und Umgebung e. V. – hoffen auf zahlreiche neue Gäste und freuen uns auf ein Wiedersehen mit unseren Stammbesucher/inne/n!

Los geht’s am 1. April (Ostersonntag) mit dem „Tag der offenen Tür“. Letzter Termin ist am 16. September, also das Wochenende nach den Sommerferien, mit der Verleihung des Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreises. Dazwischen Vorträge bzw. Aktionen für Groß und Klein, Imker wie (Noch-)Nicht-Imker und alle Interessierten. Wir haben an allen Terminen ein „Offenes Haus für alle“, die sich beraten lassen möchten rund um die o. g. Themengebiete.

Fast alles ist kostenlos. Wir tragen das Programm und alle sonstigen Aktivitäten durch Spendenbeiträge und uns zum Teil kostenlos oder kostengünstig unterstützende Referentinnen und Referenten. Dafür allerherzlichsten Dank!

Screenshot BIWa-Jahresprogramm 2018, Kurzversion

Land, Stadt, Fluss … ein Bienenumzug mit Genuss

Die dritte (leere) Zarge ist entferntStandortwechsel

Sonne am Himmel! Welch‘ seltener Genuss in diesem ansonsten tristen November. Wir nahmen die Gelegenheit wahr und organisierten ein Carsharing-Auto für das Einholen der dritten Zargen, die nach erfolgter Ameisensäurebehandlung jetzt nicht mehr als Behältnisse der Gerätschaften gebraucht werden.

Standort Inselstadt / SchiffbauplatzWichtiger noch war uns der Umzug zweier  Bienenableger und eines Wirtschaftsvolkes. Raus vom Land, ab in die Stadt! Und zwar einmal an den Fluss, also die Regnitz, genauer gesagt an den Schiffbauplatz zu Bienenpatin Ruth Vollmar. Das vorhergehende Volk entwickelte sich aufgrund einer ruhrartigen Erkrankung sehr zögerlich, doch dafür gibt’s zur Sicherheit jetzt zwei neue. Die Ableger stammen von einem Volk an der Weide (Bienenpatin Gabriele Loskarn) und von der Sternwarte Nr. 2.

Lehrbienenstand, Standort Erba-Park, BienenwegAußerdem bestückten wir endlich unseren neuen Lehrbienenstandort auf der Erba-Insel am Bienenweg. Den Unterricht in der Bienen-InfoWabe bereicherten wir bislang mit Besuchen zu zwei Lehrbienenstöcken am Fünferlessteg. Doch der neue ist nunmehr gleich ums Eck unseres grünen Klassenzimmers und somit für Schulklassenbesuche gedacht, bei denen wir nur eine sehr kurze Unterrichtseinheit von 45 Minuten haben. Wir gehen von sanftmütigen Bienen aus, da umgelarvt aus einem nicht stechfreudigem Volk an der Weide.

Vollbeladenes Carsharing-AutoAlle drei Bienenvölker hatten den Umzug leise vor sich hinsummend gut überstanden. Keine Biene ist uns unterwegs im Auto um die Ohren geflogen, es gab keinerlei Aufbrausen, und vor allem keine Zurückgelassenen … und aus diesem Grund sind wir auch gleich zweimal ausgerückt. Denn gestern waren wir zu spät in den Buger Wiesen, um sie zu holen. Es war bereits zu warm und alle flogen wie verrückt, um ihre Kotblasen zu erleichtern oder einfach nur, um frische Luft zu tanken und zu gucken, ob noch ein paar vergessene Pollen rund um den Stock ihrer harren. Tja, außer Spesen nichts gewesen. Doch heute hat alles prima geklappt.

Der nächste Akt ist die Oxalsäurebehandlung zu Restentmilbung. In den Bienenforen munkelt man, dass der 6.12. der richtige Zeitpunkt sein könnte. Das wären drei Wochen nach Bruteinstellung, die mit den ersten Frösten beginnt und bei anhaltend kühlem Wetter zu brutfreien Waben führt. Nur so kann die Oxalsäure ihre Wirkung auf den erwachsenen Bienen entfalten.

Bis dahin eine entspannte Zeit, uns und unseren Bienen!

Kompetenzhandbücher für den Bienenunterricht

Helene trennt Rähmchen mit einen Stockmeise voneinanderEinen Tipp eines Berufskollegen (Danke, Jürgen!) aus der bibliothekarischen Ecke will ich euch heute ans Herz legen. Das Kompetenzhandbuch „Mit den Bienen durch das Jahr“ ist in Form eines Projektleitfadens für die offene Kinder- und Jugendarbeit erstellt worden, und zwar von der Deutschen Telekom-Stiftung im Rahmen der Initiative „Ich kann was!“ und dem Kinder- und Jugendbauernhof Kassel e. V..

Es sind sogenannte „wachsende“ Handbücher in zwei Teilen und demzufolge im Wandel begriffen. Dabei geht es um Anleitungen für Wildbienen (Teil 1) und (eigene) Honigbienen (Teil 2). Für Wildbienen sind wir nicht so die fachlich Versierten. Doch ins Handbuch für die Honigbienen haben wir natürlich hineingesehen. Und na ja, über manches lässt sich streiten, doch insgesamt macht es einen guten Eindruck, ist gefällig aufgebaut, motivierend geschrieben und für Kinder/Jugendliche wie auch Pädagogen gedacht. Lobenswert!

Download des Kompetenzhandbuchs „Wildbienen“, Januar bis Juni
Download des Kompetenzhandbuchs „Honigbienen“, Januar bis Mai

Friedhöfe – den Menschen ein Trost, den Bienen gut Kost

Schwebfliege und Biene an Efeu

Schwebfliege und Biene an Efeu

Bienenvolk haust im eisernen KreuzHeute an Allerheiligen sind Friedhöfe der Ort, an denen viele Menschen ihrer Verstorbenen gedenken. Die Besuche der Grabstätten können Trost geben, aber auch das Beobachten des Lebendigen, das einem trotz allem Kummer umgibt. Da nisten auf dem Städtischen Friedhof in Bamberg schon einmal auch verwilderte Honigbienen im Kreuz. Und ist es Zufall, dass der Efeu hier die vorherrschende Pflanze ist?

Ältere Stöcke blühen ab ihrem 8. Jahr in der Zeit zwischen Ende August bis in den Oktober hinein reichlich und werden von Bienen und Insekten geradezu heimgesucht. Es tröstet tatsächlich, die Bienen zu beobachten, wie sie unbeirrt von menschlichem Leid ihrer Tätigkeit nachgehen und sammeln, was die gelblichen Blütenkelche hergeben.

Nach Pritsch* erreicht Hedera helix, der Gemeine Efeu, den Wert 3 auf der Skala von 1-4, und zwar sowohl für den Pollen wie auch den Nektaranteil. Zwar besitzt dieses Araliengewächs giftige Anteile (Saponine), doch beim Honigverzehr spielen sie keine Rolle. Um diese Jahreszeit sind die Bienen ohnehin bereits eingefüttert, so dass diese „Nahrungsergänzung“ bis zur nächsten Ernte im Frühjahr von den Bienen aufgegessen ist. Außerdem werden überschüssige Futter(alt)waben im Frühjahr herausgenommen. Einem entspannten Beobachten der emsigen Sammlerinnen steht also nichts im Wege.

Wir wünschen Ihnen einen gesegneten Allerheiligentag, der uns mit all seinen Symbolen und Zeichen, die uns auf Friedhöfen begegnen, versöhnlich stimmen sollte mit dem ewigen Kreislauf des Sterbens und des Lebens.

* Günter Pritsch: Bienenweide. 200 Trachtpflanzen erkennen und bewerten. Kosmos. 2014.

Syrphidae (Schwebfliege) an Efeu

Syrphidae (Schwebfliege) an Efeu