Gastvortrag „Wildbienen“ zur Mitgliederversammlung IBZV

Klaus Weber, Vortrag zu WildbienenNicht alles, was nach Biene aussieht, tritt in Scharen auf. Bis auf wenige Ausnahmen sind Wildbienen Solitärbienen. Sozial sind nur Honigbienen, Hummeln und einige Furchenbienenarten, so der Biologe Klaus Weber vom Landschaftspflegeverband des Landratsamt Bamberg in seinem Gastvortrag zur Mitgliederversammlung am 11.03.2017 des Imker und Bienenzuchtverein Bamberg Stadt und Land e. V. (IBZV).

Mohnbiene; Osmia papaveris Weibchen am Nesteingang.

Mohnbiene; Osmia papaveris Weibchen am Nesteingang. © Roland Günter mit freundlicher Genehmigung

Bienen und Wespen sind überall anzutreffen. Allerdings am häufigsten im „Offenland“, wo sie es warm, trocken und sonnig haben. Viele von ihnen bevorzugen blütenreiche Lebensräume, wobei sich manche Arten auf nur eine einzige Blüte bzw. Pflanze spezialisiert haben, beispielsweise auf Glockenblumen, Mohn und Kornblumen. Teils als Nektar- und Pollenquelle, teils, weil es ihr Nistmaterial darstellt wie bei der Mohnbiene, die ihren Nistplatz mit Mohnblättern auskleidet.

Bei der Gelegenheit wies Weber auf die Blühmischung von Rieger-Hofmann hin, die er für besonders empfehlenswert hält. Besitzer von mehr als 3 ha Grund erhalten übrigens Förderungen für das Anlegen von Blühflächen.

Folie Klaus Weber zur Lebensweise der Stechimmen WildbienenNist- und Baumaterial ist großes Thema bei den Wildbienen. Deren Nester sind nicht in regelmäßig angelegten Waben zu finden, sondern vor allem in sandigen oder lehmigen Böden und einigen exotischen Orten, z. B. in Schneckengehäusen. Nisthilfen, so genannte Bienenhotels, tragen dazu bei, manche Defizite an Wohnraum auszugleichen.

Doch oft ist gut gedacht nicht gut gemacht. Weber wies auf einige Fehler im Herstellen der Hotels hin und wie man es besser machen könnte. Neben einer Liste mit bienenfreundlichen Pflanzen verwies der Wildbienenkundler auf Literatur, die zum größten Teil auch in unserer Imkerbibliothek (Stichwort: Wildbienen) zu finden ist.

Bericht Bienen-InfoWabe

Neben dem üblichen Vereinsprozedere mit Entlastungen des Vorstands und der Kassenwartin stellten wir als Vetreter der Bienen-InfoWabe unsere Aktivitäten 2016 und eine Vorschau zu 2017 dar (Folien: JB-BLIB-MV-IBZV-0317). Siehe auch unser Transparenzbericht 2016.

Zur Situation der Bienenvölker
Der Vorsitzende Robert Engert wies darauf hin, dass nunmehr zu prüfen sei, ob ausreichend Futter in den Völkern ist. Notfalsl sind Futterwaben aus anderen Völkern an die Traube zu hängen oder eine Notfütterung mit Apiinvert vorzunehmen. Schwache Völker sollten vereinigt werden. Außerdem sind die Bodenbretter zu reinigen und bis Mitte April überzählige Futterwaben zu entnehmen, damit die Bienen Platz fürs Brutgeschäft erhalten.

Ein weiteres Thema betraf Rechtliches zur Bienenhaltung. Dazu später mehr.

IBZV-Mitgliederversammlung mit Vortrag zu Bienenkrankheiten

Diese Woche geht’s hier in unserem Blog häufiger um Bienenkrankheiten und ums Sterben … sorry. Doch ihr wisst ja, dass wir uns ansonsten überwiegend den positiven Aspekten zuwenden. Weil, mit Zähneknirschen und Heulen ist auch niemanden gedient. Dennoch wollen wir aus gegebenem Anlass wieder einmal fest den Blick auf die imkerlichen „echten“ Herausforderungen richten.

Vortrag Reinhold Burger Bienenkrankheiten zur MV IBZVSo referierte Reinhold Burger anlässlich der Mitgliederversammlung des Imker und Bienenzuchtverein Bamberg Stadt und Land e. V., IBZV, am 24.09.2016 in Breitengüßbach unter dem Titel „Patient Biene: Bitte ins Sprechzimmer“ – Bienenkrankheiten vorbeugen – erkennen – heilen.

Aus dem Inhalt:

  • ABC der Bienenkrankheiten
  • Bienengesundheit: Einflussfaktoren (positiv und negativ)
  • Bienen sind biologisch gesehen anfällig für Krankheiten
  • Abwehrmechanismen der Bienen gegen Krankheiten
  • Bienengesundheit: Aufgaben der Imker
  • Bienenkrankheiten vorbeugen
  • Bienenkrankheiten erkennen
  • Diagnosekreis Bienenkrankheiten

Im Anschluss ging Reinhold besonders auf das Hauptübel der Bienen, die Varroatose ein, hervorgerufen durch die Milbe Varroa destructor. Er stellte die derzeit in Deutschland zugelassenen Varroamittel vor und einen Link zum Varroawetter, damit man auch weiß, WANN man welche Behandlung vornehmen sollte. Zwei Systeme – den Liebig-Dispenser und den Nassenheider Verdunster professional stellte er dabei vor, die je nach Wetterlage mit gutem Erfolg eingesetzt werden können.

Ein zweites Übel ist die Amerikanische Faulbrut. Wo sie auftritt und wo es Entwarnung gibt, darüber gibt zuverlässig das Tierseucheninformationssystem (TSIS) Auskunft. Zur Zeit sind Völker der Bamberger Region in Scheßlitz, Oberhaid und Dörfleins befallen und somit Sperrbezirke. Seuchen sind unbedingt meldepflichtig! Mehr darüber erfahrt ihr hier.

Reinhold endete mit Literaturhinweisen und beantwortete sodann die rege gestellten Fragen der Mitglieder, die außerdem ihre eigenen Erfahrungswerte mit beisteuerten.

Weiteres zur Mitgliederversammlung (Auszug)

Rückblick Vereinsjahr 2016

  • Vortrag zur bio-nahen ImkereiBesonders erwähnenswert für den Verein ist der Anfängerlehrgang mit 33 Neuimkerinteressenten, wobei vermutlich 15 – 20 Neuimker letztendlich dabei bleiben werden.
  • Der Lehrbienenstand in Burgebrach mit bisher 9 Terminen zeigte eine sehr gute Resonanz mit über 220 Teilnehmern.

Rückblick Bienen-Infowabe 2016

Schulbienenunterricht Heidelsteigschule 7. Klasse in der Bienen-InfoWabe8 Vorträge, 12 Öffnungstage der Bienen-InfoWabe und 20 Schulklassen und andere Führungen und die Verleihung des „Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreises“ 2016 an das Gartenamt Bamberg, den Fränkischen Tag und die Stadtbücherei Baunach waren die Highlights.

Vorausschau auf das IBZV-Vereinsjahr 2017

  • Die Jahreshauptversammlung wird im Februar 2017 stattfinden.
  • Der Jahresauflug (nach einem Jahr Pause) geht nach Bayrischzell, Termin ist 14.-16. Juli 2017 für ca. 20 Personen, die Kosten betragen € 150.
  • Zur Herbstversammlung soll es einen Vortrag von Gerhard Müller-Englert,  Bienenfachberater aus Mittelfranken geben.
  • Der Anfängerkurs („Imkern auf Probe“) wird nicht mehr in den Medien (Zeitung, Webseite) ausgeschrieben, da der zeitliche Aufwand für den 1. Vorstand Robert Engert und den 2. Vorstand, Klaus Hofmann das Machbare überstiegen hat.

Sonstiges

  • Robert Engert dankt Ilona Munique für die professionell gestaltete Vereinsinternetseite. Hier wurde die Bitte gestellt, die aktuellen Faulbrutmeldungen einzustellen. Die ständige Beobachtung des Landkreises kann ich dahingehend allerdings leider nicht leisten. Stattdessen aber ist jetzt ein ständiger Hinweis auf der Pinnwand installiert, der zu wichtigen Basislinks führt.
  • Klaus Hofmann weist auf die Problematik sauberen Bienenwachses hin. Es sind Fälle von gepanschtem Wachs durch Stearin und Paraffin aufgetaucht. (s. a. unser Blogbeitrag.)
  • In diesem Zusammenhang wurde auf den Vortrag von Dr. Andreas Schierling am 07.08.16 in der Bienen-Infowabe hingewiesen. Der Vortrag ist zusammengefasst in diesem Weblog hier als Teil 1 und Teil 2 eingestellt.
  • Ausblick auf das Jahresprogramm 2017 der Bienen-Infowabe, z. B. einen Sensenkurs mit Jupp Schröder, einen Vortrag zu Königinnenzucht, Was braucht ein Imker an Ausrüstung …

Vielen Dank von unserer Seite an unseren neuen Schriftführer Leonhard Weingärtner für die Protokollführung und die rasche Weitergabe. Das hat jetzt auch MIR das Schreiben hier viel einfacher gemacht! 🙂

Jahreshauptversammlung des IBZV 2016

Logo IBZV29 Mitglieder des Imker und Bienenzuchtvereins Bamberg Stadt und Land e. V. sowie weitere Gäste fanden sich am 26.02.2015 im Gasthaus Hümmer in Breitengüßbach ein. Als wichtigster Tagesordnungspunkt neben der erfolgten Entlastungen standen Neuwahlen an. Den Wahlausschuss bildeten Edwin Saar und Ilona Munique.

Wahlergebnisse

Per Akklamation wurde der bisherige Vorstand, auch in Ermangelung weiterer Kandidatinnen oder Kandidaten, doch sicherlich auch wegen unumstritten guter Leistungen wieder gewählt. Es sind dies Robert Engert als 1. Vorsitzender, Nikolaus (Klaus) Hofmann als 2. Vorsitzender, Kassenwartin Sabine Borrowski-Anzenhofer.

Als neuer Schriftführer, nachdem Thomas Wellein sein Amt niedergelegt hatte und dem in Abwesenheit für seine Verdienst gedankt wurde, bot sich Leo Weingärtner an, der (ebenfalls in Abwesenheit) einstimmig gewählt wurde.

Künftige Kassenprüfer sind Thomas Vollmuth und Edwin Saar. Des weiteren wurde der erweiterte Vorstand nebst Beirat im Blockverfahren wiedergewählt, mit Ausnahme des bisherigen Gesundheitswarts Richard Gunzelmann, dem ebenfalls in Abwesenheit für seine Verdienste gedankt wurde. Er wurde von Reinhold Burger abgelöst.

Jahresrückblick

Die Verlesung des Jahresrückblick folgte dem in 2015 angekündigten Programm. Die Vorstellung der Bienen-InfoWabe sowie des Jahresausfluges ins Allgäu erhielten einen gesonderten Tagesordnungspunkt.

Robert Engert konnte von 127 (2014: 118) Mitgliedern und von einem wieder erfolgreichen „Imkern auf Probe“ berichten. Allerdings konnten zunächst vier Jungimker nicht informiert werden ihre Völker abzuholen, da sie falsche oder unvollständige Telefonnummern angaben.

Jahresvorschau

Der Vorsitzende wies auf die Bestellmöglichkeit von Futtermitteln hin sowie dem baldigen (Vorrats-)Kauf von Varroamitteln (bis März!), da diese ab nächstes Jahr nicht mehr bezuschusst werden. Er warnte außerdem vor der kommenden Varroa-Schadgrenze, die voraussichtlich bereits vor der Honigernte stattfinden dürfte, da die Völker durch den milden Winter kaum aus der Brut herausgegangen sind.

Von daher schlägt der erfahrene Imkerkollege vor, möglichst viele Ableger zu bilden, da diese relativ frei von Milben sind und mit Milchsäure behandelt werden können. Sein Rat ist, der selben Anzahl von Wirtschaftsvölkern entsprechend viele Ableger beizugeben. Früher konnte von einer halbierten Quote ausgegangen werden. Weitere Methoden der Varroaeindämmung wurden (erwartungsgemäß) zum Teil kontrovers diskutiert. Gäbe es ein alleinseligmachendes Verfahren, wär’s einfach und wir hätten ein Problem weniger.

Imkerfahrt ins Allgäu

IBZV, Imkerfahrt ins Allgäu 2015Walter Achtziger, der zusammen mit Robert Engert die Imkerfahrt ins Allgäu im Juli 2015 auf eine Jagdhütte in Linderhof organisierte, nahm die Mitglieder durch schöne Fotos (hier die PowerPoint als PDF, 8,7 MB) gleichsam retrospektiv mit auf die Reise. Sie führte die 19 Teilnehmenden von Kloster Ettal über Schloss Linderhof und dem Honigdorf Seeg nach Kloster Andechs, der Wieskirche in Steingaden bis zurück zum „Kuchlbauer“ in Abensberg mit seiner Hundertwasserattraktion.

Für 2017 ist die Region Schliersee – Spitzingsee – Tegernsee vorgesehen.

Bienen-InfoWabe

Von den ersten Gesprächen im Herbst 2014 zum Bauantrag am 25.03.2015 dauerte es ein halbes Jahr, um das Gebäude nebst seiner Finanzierung (soweit absehbar) zu planen.

Mit einer Bauentwicklungszeit von einem Dreivierteljahr, beginnend mit der Bausenatssitzung am 06.05.2015 sowie dem offiziellen Spatenstich am 14.06.2015 und dem Richtfest am 11.09., dicht gefolgt von der Eröffnung mit Festakt und der Einweihungsfeier am 20.09. wurde die Bienen-InfoWabe im Erba-Park schließlich am 04.02.2016 samt Dachabdeckung fertig.

Die Mitglieder beschlossen einstimmig bei einer Enthaltung, dass Finanzmittel in Höhe von € 2.800,- zur Kostendeckung der Dachdeckerrechnung zur Verfügung gestellt werden. Die gesamte Kostenhöhe inklusive der Grundausstattung betrug rund 30.000 Euro, die allesamt über Spenden finanziert wurden. Eine Powerpoint-Präsentation verdeutlichte die Motivation zum Bau des Informations- und Bildungszentrum und seine wichtigsten Eckpunkte.

Mit zwei Jahresprogrammen – IBZV und Bienen-InfoWabe – beglückt wurden die Mitglieder des Imker und Bienenzuchtverein Bamberg Stadt und Land e. V. in ein spannendes neues Bienenjahr verabschiedet.

IBZV-Jahresprogramm 2016

Bienenvölker am neuen IBZV-Lehrbienenstand BurgebrachIhr wollt endlich das Imkern lernen? Ab März geht’s los, am Lehrbienenstand in Burgebrach. Der Imker und Bienenzuchtverein Bamberg Stadt und Land e. V. (IBZV) hat die Tage sein Jahresprogramm veröffentlicht. Da er der Träger unserer Bienen-InfoWabe ist, zudem der Verein, bei dem auch wir das Imkern lernten, weisen wir hier gerne darauf hin. Man muss nicht zwingend Mitglied sein, um vorbei zu schauen.

Wegzeichen zum IBZV-Lehrbienenstand BurgebrachDas vom Land Bayern unterstützte „Imkern auf Probe“ macht’s möglich. Einfach mal reinschnuppern. Wer ein Jahr lang (ca. 10 Termine) dabei geblieben ist, erhält ein eigenes Bienenvolk zum Ende. Genau so begannen auch wir. Und es wurde eine Freundschaft fürs Leben!

Viel Vergnügen! Und vielleicht sehen wir uns ja mal zum Stammtisch, jeden 1. Donnerstag im Monat im Gasthaus Mohl, Unterhaid, Hauptstraße 8.

Jahreshauptversammlung des Imker und Bienenzuchtverein Bamberg Stadt und Land e. V. 2015

Die Grippewelle war wohl schuld daran, dass zur Jahreshauptversammlung des IBZV* am 21.02.2015 nur rund zwei Dutzend Mitglieder anwesend waren. Meist füllen sich ja die Nebenzimmer – diesmal im Gasthaus Hümmer in Breitengüßbach – bis zum letzten Platz. Nach Begrüßung, Totengedenken und Feststellung der Tagesordnung fasste der 1. Vorsitzende, Robert Engert, das vergangene Jahr zusammen.

Schöne Erfolge

Gäste im FestzeltAls Höhepunkte nannte der Vorsitzende die Einweihung des neuen Lehrbienenstandes in Burgebrach, der etwa 500 Meter weiter den alten Standort in Sichtweite des Klinikums ersetzte. Wir berichteten. Robert Engert betonte dabei besonders den hohen Einsatz der einzelnen Vorstandsmitglieder und Helfer/innen sowie dem Musikanten, die das Fest zu einem großen Erfolg geraten ließen.

204-Beschilderung-Lehrbienenstand-BurgebrachAnlässlich der Einweihung wurden Gehölze und ihr Nutzen für die Bienenwelt gekennzeichnet. Diese laminierten A4-Schilder erhalten nun von einem Mitglied eine jeweils eine Schutzverblechung. Auch für die neue Bienen-InfoWabe sollen eine Handvoll zur Verfügung gestellt werden, was uns freut.

Bierkrug IBZV (Fake)Gut besucht wurde der seit gut zwei Jahren eingeführte Imker-Stammtisch im Gasthaus Mohl in Unterhaid. Manchmal bis zu 20 Imkerkolleginnen und -kollegen finden sich ein, und ab und an wird schon mal launig Pfefferles „Imkerlied“ angestimmt.

Alle Fachvorträge fanden interessierte Zuhörende, ob zum Honigkurs mit Barbara Bartsch oder zum Thema Schwarmvorbeugung mit Hans Strehl.

Bienenvölker am neuen IBZV-Lehrbienenstand BurgebrachAls erneuter Erfolg wurde die Durchführung des „Imkern auf Probe“ bewertet (Termine ohne Anmeldung siehe hier!). Wenngleich so manche den Besuch am Lehrbienenstand nicht bis zum Ende des Jahres durchzogen, konnten doch einige Neuimker gewonnen werden. Schön! Dennoch – es führt uns leider auch zu einem weniger positiven Resümee.

Weniger Beglückendes

Von denjenigen Imkern und Imkerinnen auf Probe, die das Jahr erfolgreich beendetet hatten, wurde leider kaum eine/r ein neues Vereinsmitglied. Hier soll im kommenden Jahr mehr Werbung gemacht und beispielsweise am Stand konsequent Mitgliedsformulare ausgeteilt werden. Die Mitgliederanzahl beträgt derzeit 118 Bienenfreunde.

Robert Engert bemängelte außerdem die fehlende „Abnahmekultur“ beim Kauf von  Behandlungssäuren. Er wies darauf hin, dass künftig die bestellte Ware sofort zu bezahlen sei. Immer öfter nämlich bleibt der Verein auf dem Material sitzen, denn wenn bei den Bestellern Völker eingegangen sind, werden von ihnen die Säuren nicht mehr benötigt und daher auch nicht mehr abgeholt.

Der Vorsitzende zeigte sich ungehalten über die Forderungen der Hamburger Berufsgenossenschaft, die einen hohen Betrag zur Unfallversicherung des Vereins forderte, und mit dem der Verein im Verzug ist. Das Versäumnis hatte jedoch den Grund, dass die Zahlungsaufforderung nicht nachvollziehbar und daher von ihm (auch auf Anraten anderer) als Fake gedeutet wurde. Indes ist dazu das letzte Wort noch nicht gesprochen, weitere Erkundigungen notwendig.

Des weiteren stellte Robert Engert das Rundschreiben des Landesverband Bayerischer Imker e. V. zur Änderung der Versicherungen vor, die für einige Diskussion sorgte. So soll die bisherige Unfallversicherung ab 2015 entfallen und der generelle Versicherungsschutz (Imker-Globalversicherung) angepasst werden. Es wurde auf die Möglichkeit hingewiesen. eine freiwillige Ergänzungsversicherung abzuschließen.

Dass unser Vorsitzender mit seiner Feststellung richtig lag, dass das Imkerjahr 2015 je nach Region eher tendenziös schwierig, da zu trocken und varroenreich war, sah man am nachdenklichen Kopfnicken der Zuhörenden. Viele hatten Verluste zu beklagen, genau wie wir ja auch.

Bericht der Schatzmeisterin

Nachdem nun die Kassiererin, Sabine Borowski-Anzenhofer, ihren Kassenbericht verlesen hatte, der ohne Beanstandung durch den Kassenprüfer war, konnten beide – Schatzmeisterin wie Vorstand – einstimmig entlastet werden.

Bienen-InfoWabe @Holzbau Friedmann

Bienen-InfoWabe @Holzbau Friedmann

Zuvor allerdings musste noch der fünfstellige Spendensegen erklärt werden, der sich im letzten Jahr in der Vereinskasse angehäuft hatte. Die Erläuterung dazu lieferte Ilona Munique von der Initiative „Bienen-leben-in-Bamberg.de“ natürlich gerne, handelte es sich doch um die Beträge für die heuer geplante Errichtung der Bienen-InfoWabe, einem Informations- und Bildungszentrum auf der Erba-Insel und mithin einer Lehrbienenstands-Außenstelle für den Verein. Die Vorstellung des Vorhabens wurde wohlwollend beklatscht und der somit geklärte Haushaltsplan für 2015 einstimmig abgesegnet.

ImkerbüchereiNachdem Reinhold Burger in seiner Eigenschaft als Lehrmittel- und Bücherwart die neuesten Buchtitel der Imkerbücherei vorgestellt und auch gleich verliehen hatte, konnte der Blick auf die Aktivitäten des kommenden Jahres freigegeben werden.

Terminvorschau 2015

Hütte in Linderhof, AllgäuOrganisator Walter Achtziger stellte das Highlight des kommenden Jahres, das Programm der mehrtägigen Busfahrt vom 3.-5. Juli ins Allgäu nach Linderhof und Umgebung vor und reichte einige Fotos vom geplanten Jahresausflug herum. Einige Plätze wären noch frei, doch sicherlich sind sie bald gefüllt, denn die Fahrt wird nicht nur fröhlich, sondern auch lehrreich. Hervorzuheben seien der Besuch von Imker Arno Bruder und die Führung zur Erlebnisimkerei Seeg.

Vorführung im Fachzentrum Bienen der LWG VeitshöchheimFür den Veitshöchheimer Imkertag am 12.07.2015 erfolgte unser Angebot, sich ab Bamberg bei uns anzuschließen, um mit einer günstigen Gruppenkarte entspannt zum Fachzentrum für Bienen anzukommen. Bitte gerne bereits jetzt bei uns voranmelden.

Alle weiteren Termine sind dem Programm zu entnehmen, welches an alle Vereinsmitglieder zugestellt wird (bitte unbedingt Adressänderung an die Kassiererin melden! siehe Ansprechpartner).

*IBZV = Imker und Bienenzuchtverein Bamberg Stadt und Land e. V.

Letzte Ergänzung: 04.03.2015

Anfängerlehrgang und Imkern auf Probe im Raum Bamberg

Auch für Nichtmitglieder offen und kostenlos ist der Anfängerlehrgang des Imker und Bienenzuchtverein Bamberg Stadt und Land e. V., der seinen Lehrbienenstand in Burgebrach hat. Dorthin dürfen alle kommen, die sich für die Imkerei interessieren. Bevor es mit dem ersten von zehn praktischen Unterrichtsterminen, die überwiegend am Sonntag Vormittag stattfinden, losgeht, erhalten die „Imker auf Probe“ am 14.03.2015 in Stegaurach, OT Waizendorf im Gasthaus Giehl einen Einführungsvortrag (Anfängerlehrgang), gehalten von Bienenfachwart Dr. Reimund Schuberth aus Markt Rodach-Mainleus. Der Kurs wird vom Land Bayern bezuschusst und beinhaltet neben dem Lehrgang ein eigenes Bienenvolk!

Jungimkern auf Probe

Vortrag zur bio-nahen ImkereiMit den grundlegenden Kenntnissen zu Bienen und Imkern ausgestattet findet sodann der erste praktische Kurs am So., den 29.03.2015 am (2014 neu eingeweihten) Lehrbienenstand Burgebrach statt. Hier geht es um das „Auswintern der Völker“. Weitere Termine, jeweils 9.30 – 12.00 Uhr (außer am 21.11.: 15 – 17.30 Uhr)

So., 19.04. Brutraum erweitern | So., 03.05. Aufsetzen Honigraum | So., 17.05. Ablegerbildung, Varroamittelbestellung | So., 21.06. Vom Ableger zum starken Volk | So., 12.07. Abschleudern und Einfüttern | So., 19.07. Varroabehandlung, Vorbestellung Oxalsäure | So., 06.09. Überprüfen Futtervorrat und Milbenbefall | Sa., 21.11. Bienen im Winter; mit Ausgabe Oxalsäure

Bienenvölker am neuen IBZV-Lehrbienenstand BurgebrachGegen Ende des Imkern auf Probe, also im Herbst, erhalten die angehenden „Jungimker“ vom Verein ein eigenes Bienenvolk. Nun beweist es sich, ob sie gut zugehört hatten und mit ihren Mädels klar kommen werden. Doch keine Angst! Natürlich stehen die „Altimker“ ihnen weiterhin mit Rat und Tat zur Seite, wer sich noch nicht sicher fühlt. Dafür jedoch wäre es vorteilhaft, Mitglied im Verein zu werden.

Imker Nikolaus Hofmann zeigt, wie's gehtDoch auch, wer nicht die Dienste und Möglichkeiten des IBZV Bamberg nutzen möchte, erhält mit seiner Teilnahmebescheinigung einen weiteren Vorteil. Der Nachweis ist nämlich Voraussetzung, um an einen anerkannten Honigkurs teilzunehmen. Dieser wiederum ist Bedingung, um den eigenen Honig nach dem zertifizierten Qualitätsstandard des Deutschen Imkerbundes, DIB, in speziell dafür vorgesehenen Gläsern abfüllen und verkaufen zu dürfen.

Stammtisch des IBZV Bamberg

Wer weder ein Volk noch eine Teilnahmebescheinigung möchte, sondern einfach nur wissen will, wie das Imkern geht, ist ebenalls zum Anfängerlehrgang wie auch beim „Imkern auf Probe“ herzlich willkommen. Und alle diejenigen, die bereits Imker sind oder früher einmal waren und sich über die aktuellen Entwicklungen austauschen möchten, dürfen sich zum Imkerstammtisch im Gasthaus Mohl in Unterhaid, Hauptstraße 8, jeden ersten Donnerstag im Monat ab ca. 18.30 Uhr einfinden.

Reinhold und ich sind ebenfalls dort hin und wieder anzutreffen. Und falls nicht dort, dann an irgendeinem der vielen weiteren interessanten Termine hier und / oder hier.

Burgebrach um eine Attraktion reicher

KufenbierBratwurst grillenFeinschmecker sind sie ja schon, die Imker. So gab es zur Einweihungsfeier des umgesiedelten und somit neugestalteten Lehrbienenstands in Burgebrach am 22.06.2014 ein extra in Auftrag gegebenes Kufenbier der Kaiser-Brauerei sowie Wildbratwürste mit Reh, quasi frisch erlegt von Robert Engert, der nicht nur der 1. Vorsitzende des IBZV, Imker und Bienenzuchtverein Bamberg Stadt und Land e. V. ist, sondern gleichzeitig auch Jäger.

Kuchenstand zur Einweihungsfeier des neuen IBZV-Lehrbienenstands BurgebrachWer es lieber weniger „wild” wollte, konnte sich an hausgebackenen Kuchen laben. Futter für die Gehörgänge kam von Dietmar Ochs in Form von launigen, mitsingbaren  „Schlumbäliedla und Gedichten aus dem Bamberger Land“. Darunter „das arme Dorfschullehrerlein“. Das passte gut, denn gerade diese (wie auch die Pfarrer) versuchten, ihr karges Einkommen durch Imkerei aufzubessern.

Der neue Lehrbienenstandort

Wegzeichen zum IBZV-Lehrbienenstand BurgebrachGäste im FestzeltRund 60 Alt- und Jungimker lauschten interessiert den Ausführungen des Gastgebers, der nach seinen Dankesworten, die auch dem tollen Organisationsteam galten, an die zwei vorangegangenen Standorte und die Geschichte des Vereins erinnerte.

Bienenvölker am neuen IBZV-Lehrbienenstand BurgebrachEinweihungsfeier, im Hintergrund FestzeltRobert Engert stellt nun für (mindestens) zehn Jahre Stellfläche auf seinem rund einen halben Hektar großen landwirtschaftlichen Grundstück samt einen Bauwagen zur Verfügung, um nicht nur Jungimker mit Hilfe des 2. Vorsitzenden, Nikolaus Hofmann, zu schulen, sondern auch erfahrene Imker über neue Entwicklungen in der Bienenkunde und Imkerei auf dem Laufenden zu halten.

Was ist schon perfekt?

Vortrag zur bio-nahen ImkereiEine der (na ja, schon nicht mehr ganz so) neuen Entwicklungen ist die biologische Imkerei. Da der angekündigte Vortragende leider nicht erscheinen konnte, übernahmen Robert Engert und Nikolaus Hofmann kurzerhand dessen Auftrag und versammelten die Gästeschar um ein nach biologischen Grundsätzen behandeltes Volk herum.

Robert Engert, 1. VorsitzenderDieses Schwarmvolk wurde in absolut leeren Rähmchen eingeschlagen, also weder Drähte noch Plastik oder vorgefertigte Mittelwandwaben kamen zur Anwendung. Nun sollen Erfahrungen damit gesammelt werden. Eine davon war, dass das Volk bereits einmal kurz vor dem Verhungern war. So musste doch eine Wabe aus dem Honigraum eines konventionell betreuten Volkes zugesetzt werden. Tja, was ist schon perfekt?  Doch wenn alle zusammen helfen und sich nicht streiten oder auf Prinzipien herumreiten, ist’s fast 100% richtig.

Festliche Nahrung

Frachtpflanzenbeschilderung am IBZV-Lehrbienenstand in BurgebrachJetzt wäre es doch auch schön, so meine ich, könnten sich die Bienen gesunde Nahrung ins Haus hollen. Also Nektar und Pollen aus nicht mit Pflanzenschutzmittel behandelten Trachtpflanzen oder genmanipulierten Anbauten, deren Ursache-Wirkung-Prinzip noch nicht gänzlich erforscht worden ist, bzw. werden kann. Während wir hier in Oberfranken noch kein Problem mit letzterem haben, so betreibt doch kaum jemand mehr Landwirtschaft ohne Einsatz von ersteren. Wobei – auf der Rückfahrt nach Bamberg kamen wir am Betriebsgebäude der Bäckerei Postler vorbei und hoffen, dass dieser Auftraggeber möglichst viele Agrarflächen unter seine „Bio-Fittiche“ nehmen wird.

Damit es (Fest-)Nahrung zumindest in unmittelbarer Umgebung des Bienenstandorts geben wird, hatten die Verantwortlichen des IBZV e. V. jede Menge pollen- und nektarspendende Bäume, Büsche und Stauden gepflanzt. Zu unserer Freude wurden sie außerdem mit Namensschildern und Beschreibungen ausgestattet. Eine tolle Idee!

Ge- und Beflügeltes

Detail des WegzeichensEulenbild am Schulhaus in BurgebrachApropos Fahrt … von Bamberg nach Burgebrach über Wildensorg und Mühlendorf und zurück über Frensdorf, Stappenbach und Pettstadt begegneten uns immer wieder geflügelte Wesen. Sobald man den Bienen sein besonderes Augenmerk geschenkt hat, ist man auch auf alle anderen sensibilisert.

Storchenjunges auf Dach in BurgebrachHausfassadenschmuck in Frensdorf mit Hlg. Christopherus. Christus hält einen Bienenkorb in HändenBeflügelt und beschwingt von diesem besonderen regionalen Festtag danken wir stellvertretend für die Gäste und Mitglieder – neben den bereits Genannten – weiteren hilfreichen Engel der Einweihungsfeier, namentlich Walter Achtziger, Sabine Borowski-Anzenhofer, Georg Lorenz, Vitus Trunk sowie deren Familien.

Kreisverband Imker Bamberg jetzt auf Facebook

Kreisverband Imker Bamberg e. V.Es tut sich was in Sachen „Die moderne Imkerei“. Der Kreis­verband Imker Bamberg e. V. ist auf Facebook gekommen, herzlichen Glückwunsch!

Natürlich kann man sich jetzt fragen: „ja, und ihr?!“

BLIB auf TwitterKlar, kommt alles noch! Als „Senkrechtstarter“ der Bamberger Imkerszene sind wir – trotz hoher familiärer und beruflicher Anforderungen – fleißig am Aufbauen und Erfahrungen sammeln. Vielmehr aber noch sind wir beschäftigt mit dem Projektieren und Durchführen zahlreicher Aktivitäten und Veranstaltungen zum Wohle der Bienenwelt. Das will alles gründlich bewerkstelligt sein. Wir neigen nicht zu Schnellschüssen, als Steinböcke schon gleich gar nicht. Doch nach der Pflicht folgt sicher noch in diesem Quartal die Kür, sprich: auch wir werden uns eine Fb-Seite anschaffen. Immerhin: der Bamberger Lagenhonig ist am zwitschern, seit gestern ist der Twitteraccount aktiv. Und auch die „Bamberger Schulbiene“ macht sich schon flugbereit – man darf gespannt sein!

Logo IBZVAußerdem sind wir nicht nur für unsere Privatinitiative Bienen-leben-in-Bamberg.de tätig, sondern auch für unseren Ortsverein Imker und Bienenzuchtverein Bamberg Stadt und Land e. V. (IBZV). Hier galt es, bis zur kürzlichen Jahreshauptversammlung am 22.2.2013 die Webseiten zu aktualisieren und ein Logo zu entwickeln. Denn der Verein hat sich nach über 50-jähriger Geschichte vergangenes Jahr ins Vereinsregister eintragen lassen.

Ihr seht, es tut sich viel in Sachen oberfränkischer Imkerei  – und wir sind dabei!