Der bienenfreundliche Garten – Vortrag im Kreislehrgarten Oberhaid

Ikarusfigur mit SpinnwebenDuftbeete mit IkarusAm Sa., 30.09.2017 fand im wundervollen Kreislehrgarten Oberhaid ein Seminar zum bienenfreundlichen Garten statt. Veranstalter war der Kreisverband für Gartenbau und Landespflege Bamberg.

Vortragender Reinhold BurgerUnseren Vortrag Honigbienen im Garten (PDF-Präsentationsfolien) hielten wir Reinhold Burger und ich als Ersatzreferenten. Von daher sind die Folien nicht ganz so ausführlich, zumal wir uns die 90 Minuten mit Kreisfachberaterin Alexandra Klemisch geteilt hatten. Sie brachte außerdem etliche Informationsschriften mit, von denen vor allem die LFL-Broschüre Bienen in der Kulturlandschaft: Wild- und Honigbienen in ihrem Lebensraum hervorsticht. Sie ist auch als Printausgabe für € 1,- zu beziehen und natürlich in unserer Imker-Bibliothek zu finden.

Vortragende Reinhold Burger und Bamberger SchulbieneDer Vortrag

Titelblatt Vortrag Reinhold Burger: Honigbienen im Garten 2017Vorgestellt hatten wir u. a. die Entwicklung der Honigbienen in den Monaten August bis September. Das Bienenjahr besteht aus vier Phasen. Momentan erleben wir den Aufbau des Wintervolkes. Die zwischen August und September gelegten Eier entwickeln sich zu Winterbienen, die etwa ein halbes Jahr alt werden können. Sind es zu wenige, also unter 10-15.000 Arbeiterinnen, können sie sich in der Wintertraube nicht warm genug halten. Es ist also wichtig, ihnen durch wertvolle Anpflanzungen von pollenreicher Nahrung einen guten Start zu geben.

Biene an Duftnessel (Agastache rugosa)Am einfachsten ist es dabei, das Bewertungssystem nach Anna Maurizio zu beachten. Sie nimmt eine Unterscheidung nach Nektar- und Pollentracht in 4 Stufen (von 1 = gering bis 4 = sehr gut) vor. Nach diesem Schema in vier Qualitätsstufen verfährt auch der Autor Günter Pritsch in seinem Buch „Bienenweide“. Einsehen können Sie es in unserer Imker-Bibliothek.

Weiterführende Literaturlisten zum Download sind hier zu finden:

Das Seminarprogramm ging im Anschluss noch ohne uns weiter. Hier der Bericht.

Spezielle Gäste

Thomas und Dr. Elke PuchtlerDurch das Einspringen hatten wir unser eigentliches Samstagsprogramm kurzfristig umgestellt. So nutzte Dr. rer. nat. Elke Puchtler, eine pflanzenkompetente und verständige Bienenfreundin, die willkommene Gelegenheit, zusammen mit ihrem Mann Thomas den Oberhaider Kreislehrgarten aufzusuchen, damit wir von hier aus unseren geplanten Ausflug starten konnten.

BienenbeetElke war sehr angetan von der Anlage, die auch ein eigens errichtetes Bienenbeet enthielt. Auch dieses wurde von Alexandra Klemisch beratend begleitet, so wie auch unser Bamberger Bienengarten. Elke nimmt lebhaft Anteil am Werden und Gedeihen der Bienenstadt Bamberg (und Umgebung), obwohl sie in Adelsdorf wohnt und dort eine Heilpraxis betreibt.

SAlexandra Klemisch und Dr. Elke Puchtler lernen sich kennen.o ist es für uns eine Freude gewesen, dass sich beide – Frau Klemisch und Elke – endlich einmal persönlich kennenlernen konnten, wo doch bereits durch eine Referentenlistenaufnahme Kontakt bestand.

Biene an Duftnessel (Agastache rugosa)So schließt sich der Kreis der Bienenunterstützer/innen (noch lange nicht!), um neue Möglichkeiten durch Kooperationen, Synergiene und Wissensteilung zu eröffnen. Einzige Voraussetzung: Affinität und Liebe zu Bienen, Menschen und der Natur schlechthin!

P. S.: Danke für den leckeren Apfelsaft aus Bamberger Streuobstwiesen und den Apfelsekt – sehr schmackig!!!

KV-GBV: Gartenpflegerkurs Teil 3 – Der bienenfreundliche Garten

Bienen an weißer HerbstasterAm Sa., 30.09.2017 findet im Kreislehrgarten Oberhaid ein Seminar zum bienenfreundlichen Garten statt. Reinhold Burger und ich springen gerne als Ersatzreferenten ein, wo wir doch eben erst an den Obst- und Gartenbauverein Oberhaid für diesen tollen Garten, gleich neben der Friedhofskirche am Ortseingang, einen zweiten Platz unseres Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreises 2017 vergaben. Da war immerhin von einem Schulterschluss die Rede, was selbstverständlich Auftrag und Verpflichtung auch für uns ist.

Veranstalter für den Kurs, dessen 3. Teil sich besonders an Gartenpfleger wendet, ist der Kreisverband für Gartenbau und Landespflege. Mit-Referentin ist Kreisfachberaterin Alexandra Klemisch des besagten Veranstalters, die Wissenswertes über die im Herbst um die Gunst der Bienen wetteifernden Blühpflanzen parat hält. Sie war ja bekanntermaßen heuer bereits bei uns in der Bienen-InfoWabe zugange.

Wir beide werden die Entwicklung der Honigbienen in den Monaten August bis September erläutern, mit einem kleinen Seitenblick auch auf die Wildbienen. Was brauchen sie, was können wir im Garten Gutes für sie tun? Wildbienen sind jedoch eher das Spezialgebiet von Referent Günter Reif, stellvertetender Vorsitzender des Bezirksverbands für Gartenbau und Landespflege Oberfranken. Er wird sicher noch tiefer in die Materie einsteigen. Weitere schöne Programmpunkte siehe unten.

Die Anmeldezeit ist zwar eigentlich vorüber, aber vielleicht besteht ja doch noch eine Chance, ein Plätzchen zu ergattern. Einfach mal anrufen bei der Kreisfachberaterin Alexandra Klemisch, Tel. 0951/85-534, alexandra [dot] klemisch [at] lra-ba [dot] bayern [dot] de

Kostenbeitrag: 15,- €, ermäßigt 10,- € für Gartenbauvereins-Mitglieder

Programm für Samstag, den 30. September 2017

9.00 Uhr – Begrüßung

9.15 Uhr – Honigbienen im Garten, Referntin: Birgit Lang, Imkerin aus Oberhaid

10.30 Uhr – Kurze Pause

10.45 Uhr – Fleißige Bestäuber – Nützliche Insekten im naturnahen Garten, Referent: Günter Reif, Stellvertretender Vorsitzender Bezirksverband Oberfranken

12.30 Uhr – Mittagspause

13.30 Uhr – Wir stellen eine kleine Nisthilfe aus Ton her, Referentin: Kerstin Kempter, Töpferin aus Lauter

14.45 Uhr – Kurze Pause

15.00 Uhr – Blühstreifen für Bienen ansäen: Wie’s funktioniert. Referentin: Kreisfachberaterin Alexandra Klemisch

Seminarende ca. 16.00 Uhr

 

Vortrag Ilona Munique zur (Bienen-)Demokratie und Schwarmschlauheit

Historisches Wohnhaus in Verden (Aller)Tatsächlich: Verden verblüfft. Die Kreisstadt (rund 27.000 EW) liegt bei Bremen, und hätte es die Einladung von Peter Steffens, dem Vorsitzenden des dortigen Imkervereins nicht gegeben, uns wäre glatt etwas entgangen.

Innenansicht Dom in Verden (Aller)Ein entzückendes, historisches Städtchen mit lutherischen Gotteshäusern und einem Dom (!), die staunen machen. Okay, meinen Vortrag „Demokratie und Schwarmschlauheit – können wir von Bienen lernen?“ habt ihr vielleicht verpasst, doch Verden solltet ihr euch wirklich einmal vornehmen!

Rittergut HöhnischNun aber hier einen Einblick in die ersten Minuten des (mit Fragen und einer kleinen Pause) rund zweistündigen Vortrags vom 05.09.2017 im Rittergut Hönisch, den rund 40 Teilnehmende folgten.

[…]

Vortrag Ilona MuniqueZugegeben. Vergleiche zwischen Tier und Mensch hinken immer ein wenig. Doch oft genug machen sie einfach Spaß und zumindest helfen sie dabei, sich zu reflektieren und die eigene menschliche Einstellung und Position herauszuarbeiten. Wie Walther Rathenau einmal sagte: „Denken heißt Vergleichen“.

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Napoleonisches Wappen von BremenEinen prominenten Vergleich von einem Bienenstaat mit dem Menschenvolk zog in quasi „jüngerer“ Zeit Napoleon, der die Biene sogar in seinem Mantel trug. Die Biene stand als Wappentier für Fleiß, Arbeitseifer und Ordnung. Wir finden sie noch heute in verschiedenen Wappen wieder.

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Städtenamen hingegen wie Immen, Immendorf, Immenhausen und Immenstadt im Allgäu, deren alte und manchmal auch neue Wappen eine oder meist mehrere Bienen sowie einen Bienenstock ziert, weisen den mittelalterlichen Begriff „Imme“ aus, aus dem sich der Begriff „Biene“ herausentwickelt hatte.

Sind nun Immenstadt & Co. deswegen demokratischer als andere Städte? Sicher nicht. Womit wir beim zweiten Gegenstand des Vortrags wären: Demokratie. Oder wie in etlichen Zitaten zu lesen ist: Wahre Demokratie – als wäre eine Steigerung möglich oder eine Differenzierung nötig. Ist es das? Ist eine Steigerung von Demokratie möglich? Ist eine Differenzierung möglich?

[…]

Inwieweit Menschen also den Begriff „Demokratie“ für sich persönlich verstehen, sei dahingestellt. Denn rein von Grundgesetz und Verfassung her gibt es an der Ausführung der Demokratie an sich wenig zu deuteln. Dennoch wird viel missinterpretiert, wovon immerhin Rechtsanwälte finanziell profitieren.

[…]

Gäste und Mitglieder des Imkervereins VerdenNun ja. Die Qualität einer Stimme ist für uns Menschenvolk durchaus von Bedeutung. Leider ist erwiesen, dass menschliche Gruppenintelligenz sich am schwächsten statt am stärksten Glied orientiert. Doch einem „Worst case“, also den schlechtesten oder den ungünstigsten (anzunehmenden) Fall durch eine zu hohe Anzahl an „schlechten“ Stimmen entgehen wir HEUTE in Europa zumeist mit Hilfe weiterer demokratischer Instrumente.

Zu nennen sind das Bürgerbegehren oder auch das Vereinswesen, das der Lobby der Industriemächte zuweilen die Stirn zu bieten vermag, wie erst jüngst durch das (leider kurzzeitige) Neonikotinoid-Verbot und die Glyphosatdiskussion samt seiner heuer erfolgreich an den Start gegangenen Europäischen Bürgerbegehrens bewiesen wurde.

Hier zeigt sich denn auch wieder einmal, dass Demokratie nicht gleich Demokratie ist. Ob „direkte“ oder „repräsentative“ Demokratie – die Ergebnisse in derselben Sache können sich – je nach Adjektiv – stark voneinander unterscheiden. Aktuell bietet die Türkei ein gutes Beispiel für die unterschiedlichen Auffassungen und Ausführungen von Demokratie. Es hat jedoch starke Auswirkungen auf das gesellschaftliche Leben miteinander und auf persönliche Lebensumstände. Durchaus können sie sogar für den Einzelnen lebenswichtig sein.

Öffentlicher Vortrag des Imkervereins VerdenFür Bienen hingegen hat die Qualität einer Stimme, die sie z. B. beim Schwärmen zu einer neuen geeigneten Behausung führen soll, IMMER eine Gewichtung über Leben und Tod des Volkes.

[Ende des Einblicks]

Vortrag-Ilona-Munique-Bienendemokratie-Schwarmschlauheit (Folien, PDF)

Bienendemokratie zur Sonntagsöffnung

Vortrag Vortrag Ilona zur BienendemokratieGibt es tatsächlich eine Bienendemokratie und Schwarmintelligenz? Wo entdecken wir nachahmenswerte, „schlaue“ Unterschiede zwischen Bienen- und Menschenvolk, wenn es um das „politische“ Zusammenleben gibt? An welchem Punkt gibt es Gemeinsamkeiten? Hintergrund und Anregung meines Vortrags zur Sonntagsöffnung der Bienen-InfoWabe am 25.06.2017 bildete das Buch von Thomas D. Seeley: Bienendemokratie.

Vergleiche zwischen Tier und Mensch hinken immer ein wenig, doch oft genug machen sie einfach Spaß und zumindest helfen sie dabei, sich zu reflektieren und die eigene menschliche Einstellung und Position herauszuarbeiten. Wie Walther Rathenau einmal anmerkte – und als Nürnbergerin MUSS ich ihn wenigstens einmal zitieren: „Denken heißt Vergleichen“.

Postkarte Felszeichnung Imkerei (Cueva Arana)Der Vergleich von Menschenvolk und Bienenvolk ist uralt, und natürlich, wie könnte es anders sein, auch in der Bibel präsent, wo sie zum Beispiel mit „angreifenden Völkerscharen“ verglichen werden (z. B. im 5. Buch Mose, bei Jesaja oder im Psalter). Auch wurde die Bienenzucht für Palästina bzw. Israel schon um das Jahr 900 v. Chr. belegt. Über 5.000 Jahre betragen die Bienenstand-Funde im alten Ägypten und die älteste Darstellung einer Imkerei finden wir in Spanien als Felsenmalerei in einer Höhle.

Wer den Vortrag von Ilona Munique verpasst hat –  am 05.09.2017 in Verden (bei Bremen) gibt es noch einmal Gelegenheit dazu.

Falls sich politische Parteien für das Thema interessieren – und das sollten sie! – nehmen Sie Kontakt auf und vereinbaren Sie einen Termin. Im Winter gerne auch in IHREN Räumlichkeiten.

Biene und Didaktik der Naturwissenschaften für Uni Bamberg

Begrüßung im Bamberger BienengartenEine rund eineinhalbstündige „Vorlesung“ inklusive Bienenschau innerhalb des Studienthemas „Didaktik der Naturwissenschaften“ bot unsere Initiative „Bienen-leben-in-Bamberg.de“ am 13.06.2017 für zwei Gruppen von insgesamt 31 Lehramtsanwärter/innen an Grund- und Mittelschulen an. Dr. Yelva Larsen, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Fakultät für Humanwissenschaftenan der Otto-Friedrich-Universität, Institut für Erforschung und Entwicklung fachbezogenen Unterrichts, fädelte dieses praxisorientierte Seminar ein.

Anschauungsobjekt BieneDie Aspekte „Bienen, Schulprojekte und Tipps für den Unterricht“ bestimmten den Rahmen. Das war natürlich etwas viel auf einmal, doch ursprünglich war die doppelte Zeit dafür vorgesehen. Wegen des hohen Interesses am Thema mochten wir allerdings niemanden der Studierenden absagen, so dass wir kurzerhand eine Doppelveranstaltung anboten.

Anschauungsobjekt "Bienenmodell"Allerdings könnten wir uns hier eine Ausweitung vorstellen, denn jede Schule mit Schulgarten sollte „automatisch“ eine oder einen Schulimker/in aufweisen können, der allen Jahrgangsstufen und angedockt an verschiedenste Fächer „Schulbiene-Unterricht“ erteilt. Diese „Schulbienen“ auszubilden wäre ein reizvolles und überaus sinnvolles Projekt für unsere Initiative, aber auch für die Fakultät. Es wäre quasi das „Sahnehäubchen“ unserer Bemühungen in Richtung Multiplikatoren in Sachen Jungimkernachwuchsbildung. Erste Gespräche dazu sind geplant.

Anschauungsobjekt "Schaufensterbeute"Neben bildreichen Folien dienten als weiteres Anschauungsmaterial einige Objekte aus unserem „grünen Klassenzimmer“, der Bienen-InfoWabe, Kopien von Aufgabenblättern, Rätsel und Beispiel-Curricula. Ergänzend hier unser Bamberger-Schulbienen-Konzept 2016.

Volk hinstellen und Honig ernten? VHS-Kurs zur Imkerei klärt Fragen

Teilnehmende mit bienenbesetzten Rähmchen im VHS-Kurs zur Imkerei„Nach 30 Jahren möchte ich wieder das Imkern beginnen“, so einer der Teilnehmenden bei der Vorstellungsrunde am vergangenen Sonntag, den 28.05.2017 zu unserem VHS-Kurs „Die Imkerei – Uraltes Handwerk und modernes Hobby“. Ein Ehepaar meinte: „Wir haben ein großes Grundstück und könnten uns dort sehr gut ein Bienenvolk vorstellen“. Zwei Freundinnen hatten ebenfalls Interesse am Bienenthema. Sie waren auch ein wenig aufgeschreckt durch den Film „More than Honey“, der erst kürzlich wieder im TV gezeigt wurde und wollten es genauer wissen.

Teilnehmende mit bienenbesetzten Rähmchen im VHS-Kurs zur ImkereiSo unterschiedlich die Beweggründe der 10 Teilnehmenden waren, so einte sie doch die Faszination an dem einzigartigen Insekt und am Urprodukt Honig, welcher so rein und unverfälscht genossen werden kann wie kein zweites „Eingemachtes“. Die zwei Stunden Theorie und Besuch des Lehrbienenstandes gaben Einblicke und Antworten auf die eine oder andere Frage. Eine Teilnehmerin wagte es sogar, selbst ein Rähmchen aus der Beute zu ziehen.

Teilnehmende mit bienenbesetzten Rähmchen im VHS-Kurs zur ImkereiAm Ende meinte ein Teilnehmender, er hätte sich das Imkern doch ein wenig einfacher vorgestellt nach dem Motto: „Volk hinstellen und Honig ernten.“ Leider macht es die Varroamilbe und andere Störfaktoren notwendig, die Behandlungsgrundlagen kennen zu lernen, um die Bienen sachkundig zu pflegen. Doch ist das alles erlernbar. Wichtige Voraussetzungen sind: Geduld, Beobachtungsgabe, angstfreies Agieren und natürlich ein wenig haptisches Geschick, beispielsweise, wenn es um die Kennzeichnung der Königin geht.

Teilnehmende mit bienenbesetzten Rähmchen im VHS-Kurs zur ImkereiWir hoffen nun, niemanden verschreckt zu haben, sondern im Gegenteil Lust gemacht zu haben auf ein anspruchsvolles, überaus spannendes Hobby, welches jedes Jahr neue Überraschungen und Einsichten birgt. Beim Imkern lernt man niemals aus, weil sich die Rahmenbedingungen wie Klima, Bienenrassen oder Krankheiten ändern. Zudem bringt die Forschung ebenfalls immer wieder neue Erkenntnisse hervor, nach der sich auch die Praxisanwendungen neu ausrichten. Doch man wächst hinein, und die Bienen wissen durchaus ebenfalls, was sie machen sollen. 😉Bienenbesetztes Rähmchen

Letzte Plätze für Bamberger VHS-Kurs zur Imkerei

Am Lehrbienenstand Erba-Park, Bamberger VHS-Kurs ImkereiAm So., 28.05.2017 findet unser VHS-Kurs „Die Imkerei – Uraltes Handwerk und modernes Hobby“ von 10-12 Uhr in der Bienen-InfoWabe statt. Mit Abstecher zum Lehrbienenstand und einer Honigkostprobe. Bitte melden Sie sich über die VHS an. Die Kosten betragen € 8.-.

Kinder ab dem Grundschulalter dürfen ebenfalls angemeldet werden, allerdings richtet sich der Kurs vornehmlich an Erwachsene. Wir freuen uns auf Sie!

 

 

Ambrosiusgedicht

Wie versprochen hier das für die Bewohner/innen der Mayerschen Gärtnerei Bamberg im Rahmen der Adventsfensteraktion angefertigte Gedicht zum Heiligen Ambrosius. Den Schutzpatron feiern wir traditionell immer am 07.12., dem Tag seiner Bischofsweihe (= Tag des Honigs), so auch an jenem Abend 2016.

St.Peter am Wimberg Kirche - Kanzel 4 AmbrosiusZum BAmbrosiustag 2016

Wer schützt die Bienen, winzigklein
Und sorgt für süßen Honig fein?
Das muss ein echter Heil’ger sein.

In manchen Kirchen siehst du ihn,
mit Buch und Bienenkorbe steh’n,
mit Geißel oft, und ernst drein seh’n.

IHN rufen dann die Imker an,
ist’s ihnen um die Bienen bang’,
wenn Krankheit, Not und Winter lang.

„AMBROSIUS, tu’ sie uns retten,
die fleißigen und ach, so Netten –
wär’ traurig, wenn wir sie nicht hätten!“

Die vielen Haustierchen! – ob kleine,
ob große, wilde oder feine –
beschützt er ALLE, dein’ und meine.

Den Lebküchnern, den steht er bei,
wenn sie verwandeln klebrig’ Brei
in lecker schmeckend Nascherei.

Die Wachszieher, die bitten ihn,
wenn sie die bunten Kerzen zieh’n,
vor denen Nachtmahrschatten flieh’n.

Die Krämersleut’ in Stadt und Land,
verkaufen Nahrung und hübsch’ Tand
sind froh um seine helfend’ Hand.

Das Lernen auch, das kümmert ihn,
er findet’s wichtig – wie die Bien’,
die klug von Blüt’ zu Blüte ziehn’.

Wer ist er, und wo lebte er?
Ihr wollt es wissen? Bitte sehr!
Erzähl’ euch von dem Heil’gen mehr …

Bologna ist die eine Stadt,
die des Patronen Segen hat,
nebst Mailand, wo gewirkt er hat.

AMBROSIUS, der Schutzpatron,
vom rheinisch’ Trier ein großer Sohn,
Milano bracht im Brot und Lohn.

Er wirkte einst als ein Jurist,
als Präfekt auch, dann Bischof ist,
ein Kirchenvater, wie ihr wisst.

Der Schutzpatron von manch’em Tier,
von allem, was du hörtest hier!
Ein Freund in Not, d’rum feiern wir!

Wir laden ein zu Küchlein klein,
Natürlich auch zu etwas Wein!
(Ein bisschen Spenden wären fein …)

Oh, fast vergessen, welch’ ein Schreck –
wer HONIG braucht: Steht hier ihm Eck,
wir wünschen fröhliches: „Schleck-schleck“!

Ilona Munique

Ihre BAmbrosius-Spende

Ihre Spende verwenden wir für den Aufbau einer Wachs­verar­bei­tungsanlage, die auch für den Schulunterricht und für Jungimker zur Verfügung stehen soll.

Herzlichen Dank und eine schöne Adventszeit!

Ilona Munique und Reinhold Burger
Bienen-leben-in-Bamberg.de

Die Frauen, die Bienen und die Demokratie

Gruppenfoto der TeilnehmendenZu einem exklusiven Frauen-Themenabend lud unsere Bienenpatin Sabine Saam bei Snacks und Getränken nebst eines Vortrages ein. Das Motto war „Bienendemokratie“ und der Anlass der Preisgewinn aus 2015, den die Helene-Weber-Preisträgerin nun mit uns zusammen einlöste. Alldieweil wir eine ihrer Referenzgeberinnen waren, die beim Antrag benötigt werden, und weil die Grundlage der Bewerbung ein gemeinsames Bienenprojekt sein sollte. Die Idee, Sabine Saam für diesen Preis vorzuschlagen, kam im Übrigen von MdB Emmie Zeulner, die uns ebenfalls mit ihrem Besuch beehrte.

Netzwerken mit MdB Emmie ZeulnerDer etwa dreiviertelstündige Impulsvortrag, über dessen Inhalte, wer mochte, beim anschließenden geselligen Beieinandersein mit Feuerkorb an einem noch lauschigen, letzten Sommerabend reflektieren konnte, trug den Titel: „Wie demokratisch ist ein Bienenvolk? Oder: Können Frauen Schwarmintelligenz?“

Auf der Grundlage von Thomas D. Seeleys spannendem Buch „Bienendemokratie“ arbeitete ich (also Ilona Munique, die Blogschreiberin hier) die möglicherweise nachahmenswerten, da schlauen Unterschiede, und natürlich auch die Gemeinsamkeiten heraus. Spannend wie ein Krimi, und es lässt uns sehr nachdenklich und ein wenig beschämt zurück.

Die Schlüsselbegriffe sind qalitativ hochwertige Informationen, und zwar sowohl deren Ermittlung als auch Vermittlung, die freimütige Diskussion und optimale Entscheidungsfindung, schlussendlich das Startsignal zum Aus- bzw. Um- bzw. Einzug. (Nun ja, was so einfach klingt, ist in Wirklichkeit eine hochkomplexe und geniale Angelegenheit.)

Dies alles in der Verantwortung von sogenannten Kundschafterinnen. Also Bienenfrauen. Womit festzustellen ist: Dieses Potenzial macht uns, also die menschlichen Frauen, doch fast schon zu so etwas wie einem Bienenvolk mit Schwarmintelligenz. Was an diesem Abend zu beweisen war!

Übrigens: Alle Teilnehmenden erhalten gerne auf Wunsch das Vortragsskript zugesandt. Alle anderen dürfen sich auf kommendes Jahr (genauer gesagt, auf So., den 25.06.2017) freuen, wenn ich es noch einmal „aufwärmen“ werde. Vielleicht ja nach den CSU-Frauen mit einer anderen politischen Riege? Ihr wisst ja, das Bienenthema vereint uns alle und über alle Farben hinweg. Und das ist gut so.

Honigduft lag in der Luft … im Erba-Park wurde geerntet!

Reinhold Burger am Lehrbienenstand "Erba-Insel"Warum einen Vortrag halten, wenn die Sonne scheint und wir das geplante Thema gleich ganz handfest vor Ort erläutern können? Unsere braven Bienen des Lehrbienenstands im Erba-Park hatten uns auch diesmal die Gunst erwiesen, tief in ihr Wohn- und Arbeitsgemach Einblick nehmen zu lassen, wie schon die vielen Male bei  Klassenführungen.

Honigerntehelferin lernt den Umgang mit dem StockmeiselUm 15 und 16 Uhr am 24.07.2016 durfte, wer wollte, eine Bienenwabe ziehen und dabei den Einsatz eines Stockmeisels üben. Wer es sich zutraute, kehrte die noch ansitzenden Bienen selbst ab.

Junger Honigerntehelfer zieht HonigwabeIm Anschluss wurde die etwa zwei bis zweieinhalb Kilo schwere Wabe in einen bereitgestellten Behälter gegeben. Was einen kleinen Wettlauf bedeutete, denn die Bienchen folgten natürlich der duftenen Spur.

Junge Honigerntehelferin zieht HonigwabeDas angekündigte Selbst-Abzapfen bekamen wir zeitlich und organisatorisch zwar leider nicht hin. Doch zum Ausgleich gab’s im Anschluss des Erlebten ein Honigpröbchen. Wem’s schmeckte, konnte den in der gleichen Woche abgefüllten Bamberger Lagenhonig aus dem Standort „Buger Wiese“ erwerben.

Lola lockert mit dem Stockmeisel eine HonigwabeWir freuten uns, unter den Gästen einige bekannte Gesichter zu entdecken. Christian von der Sternwarte (wir berichteten), Lola (die kennt ihr ebenfalls schon!) mit Mama Lena, die heuer das erste Mal mit dabei war. Nachdem Lola bereits als Fünfjährige Erfahrung in Sachen Imkerei gesammelt hatte, kuckte sie natürlich kritisch, wie sich die Mama dabei anstellt. Sehr geschickt, wie wir schnell feststellten.

Lena lockert mit dem Stockmeisel eine HonigwabeSo kann man sagen, dass inklusive Gabriele Loskarn (Mama von Lena und somit Oma von Lola), die als Bienenpatin 2014 den Anfang mit dem Thema machte, die ganze Familie in den Bann der Bienen geriet.

Aber auch „Alt-Imker“ waren vor Ort. Möglich, dass sie von uns das eine oder andere Neue erfuhren. Zumindest schien ihnen nicht langweilig bei zu sein. Ohnehin lernt ein Imker in Sachen Bienen und Imkern nie aus. Dr. Andreas Schierling vom Bienengesundheitsdienst im TGD Bayern e. V.Bei dieser Gelegenheit – kommen Sie doch kommenden Sonntag, den 07.08.16 von 16-17 Uhr zum Vortrag von Dr. Andreas Schierling über Wabenhygiene und -management in die Bienen-InfoWabe. Da gibt es garantiert Neuigkeiten! Denn der Bienengesundheitsdienst ist eine innovative Einrichtung, die es u. a. ermöglicht, kostenlos Rückstandsuntersuchungen vornehmen zu lassen und somit Kenntnis zum aktuellen Status Quo zu erlangen.

Doch nun – die Fotogalerie ist eröffnet! Viel Vergnügen!