Ehrenbienenpatin Jeannette Munique

Eine von drei Ehrenbienenpatinnnen: Meine Schwester Jeannette Munique aus Nürnberg. Sie nahm von Anbeginn an regen Anteil an unserer Initiative „Bienen-leben-in-Bamberg.de“ und der „Bamberger Schulbiene“. Dazu gleich mehr. Doch was ist eine Ehrenbienenpatin?

Ehrenbienenpatin Jeannette hilft bei der Krokusaktion

Ehrenbienenpatin Jeannette hilft bei der Krokusaktion

Sie wurden von uns 2013 ernannt aufgrund besonderer Unterstützungen, die uns gerade zu Beginn entscheidend weitergebracht hatten. Anders als die Bienenpatenschaften, die auf zwei Jahre begrenzt sind und dann wieder aktiv neu abgeschlossen werden, hat eine Ehrenbienenpatenschaft eine unbefristete Laufzeit bei gegenseitiger „Kündigungsmöglichkeit“, denn wir wollen das Amt ja auch niemanden aufdrängen. Mehr als drei Ehrenbienenpaten wird es auch nicht geben.

Hier also die von uns erbetenen Antworten, die zeigen, wer hinter diesem hilfsbereiten Menschen steckt.

Warum wurde ich zur Ehrenbienenpatin ernannt?

Jeannette, Ilona und ReinholdIch fühle mich geehrt, diese „honigsüße Angelegenheit“ mit unterstützen zu dürfen. :-)) Aber warum genau ich ernannt wurde, kann ich gar nicht sagen.

Liebe Jeannette, du hast damals beim Crowdfunding zur Bamberger Schulbiene so toll mitgebibbert und durch eigene Spenden und kurzfristige Leihgaben, wenn es mal wieder mit den Unterstützungen stockte, das Ding am Laufen gehalten. Dass hat uns schon sehr den Rücken gestärkt. Immer wieder besuchst und hilfst du uns und bringst all die netten Dekosachen mit, likest fleißig unsere Facebook-Beiträge der Bamberger Schulbiene und nimmst beständig Anteil an unserer Initiative sowie der Bienenwelt. 

Und natürlich deine tollen Erinnungsmovies! Hier dein letztes schönes Werk:

Was habe ich aus der Zeit mit der Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de gelernt?

Jeannette füllt Honig abJeannette kehrt Bienen abSehr vieles, was ich vorher nicht wusste – vor allem, wie viel Arbeit hinter der Imkerei so steckt, und zwar das ganze Jahr über! Außerdem wurde für mich endlich das Geheimnis gelüftet, wie man Honig schleudert. Dieser Vorgang entzog sich ja bis dato völlig meiner Vorstellungskraft. Wie man Honig erntet, entdeckelt und schleudert. Über die Arbeit und Aufgabenverteilung“ der Bienen untereinander, über Krankheiten, etc., etc.Biggi und Jeannette beim Entdeckeln einer Honigwabe

Warum ist mir das Thema wichtig?

Bienen sind aus unserem Leben nicht wegzudenken. Das Bewusstsein darüber, wie abhängig Mensch und Natur von diesen kleinen „schwarz- gelben Gesellen“ sind, sollte allen Menschen nahe gebracht werden.

Was möchte ich künftig für die Bienenwelt tun?

Fotocollage SchulbienenunterrichtIn meinem beruflichen Betreuungs- und Erziehungsauftrag, möchte ich den Schülern mein über die Jahre angesammeltes Wissen weiter geben und sie für dieses Thema sensibilisieren und inspirieren.

(Anmerkung: Wir erinnern uns sehr gerne vor allem an diesen Tag im Gehörlosenzentrum Nürnberg!)

Gibt oder gab es in meiner Familie / meinem Freundeskreis Imker/innen? 

In der Familie – gar keine Frage! 😉
In meiner Nachbarschaft gibt es eine Realschule, die seit 2008 eine Schulimkerei mit elf Bienenvölkern betreibt. Dem entsprechend gibt es auch eine „Imker-AG“.

Weitere Hobbies, Ehrenämter …

Neben der „Offenen Behindertenarbeit“ macht mir das kreieren von Movies/Kurzfilmen sehr viel Spaß. So habe ich auch schon so einige BiWa-Bienen-Honig-Event-Movies erstellt, was für mich immer eine besonders nette Herausforderung ist. Zum Ausgleich für die der lange „Hockerei“ vor dem PC, bin ich regelmäßig mit Gartenarbeit beschäftigt, stets mit dem Ziel vor Augen, eine möglichst gut vorbereitete Umgebung für Flora und Fauna zu schaffen. Hase, Igel, Vögelchen..und nicht zu letzt die vielen fleißigen Bienen danken es.

Ausflug mit Museumsbahn in die Fränkische Schweiz mit JeannetteWas ich sonst noch so „outdoor“ treibe

Mit meinem geliebten „Drahtesel“ unterwegs sein und – sowie etwas mehr Zeit dazu ist – Unternehmungen in die Fränkischen Schweiz.

Ehrenbienenpatin Jeannette mit HonigglasMein bestes Honigrezept / Honiganwendung

Am Liebsten genieße ich den Honig ohne weitere Verarbeitung als Brotbelag.
Jedoch einem selbstgemachten Ingwer-Zitronen-Honig-Tee kann ich auch nicht widerstehen.

Meine schönste / lustigste / merkwürdigste / … Begegnung mit Bienen war, …

Jeannette erntet eine Honigwabe… bei der Honigernte mittendrin zu steh’n !! 😉  Das hätte ich mir beileibe („schwitz“!) nie träumen lassen! Allerdings hatte ich ja nie wirklich Angst vor Bienen, wohingegen ich damals – als Kind – einen rekordverdächtigen „Fluchtsprint“ vor den Wespen hingelegt hatte.

Ich freue mich über das überaus gelungene Projekt der „Bamberger Schulbiene“ und freue mich, immer wieder dabei sein und einen kleinen Teil dazu beitragen zu dürfen. Ich wünsche weiterhin viel Erfolg bei allen weiteren Aktivitäten und den Bienenvölkern viel Gesundheit! 😀

Danke, danke, Jeannette, das hast du sehr schön gesagt! Umärmel!!!

Nachtrag Jeannettes Videos

3. Bienen-Konferenz „Bienen in der Kulturlandschaft“ in Nürnberg

181802-Honigbiene-an-BlueteDie Veranstaltungsankündigung, Flyer mit Programm und Link zur Online-Anmeldung zur 3. Bienen-Konferenz „Bienen in der Kulturlandschaft“ am 27.10.2016 in Nürnberg im Südwest-Park sind ab sofort hier zu finden. Veranstalter ist das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft.

Leitthemen sind „Pflanzen für eine quantitativ ausreichende und qualitativ ausgewogene Bienenernährung im Verlauf der Vegetationsperiode“ sowie „Bienengesundheit“.

Reinhold wird mit ÖVM zur Bienenkonferenz hinfahren. Wer sich ihm anschließen will, melde sich.

Tour zur Metropole der Imker – Zeidel-Museum Feucht

Bücherei und Zeidelmuseum in FeuchtStülper im Zeidelmuseum FeuchtEin Ostersonntagsausflug nach Feucht ins Zeidel-Museum per Bahn und Rad.1986 in der „Metropole des Zeidelwesens“, dem Lorenzer Reichswald im Südosten Nürnbergs eingerichtet, bietet es in einem vorbildlich renovierten Fachwerkhaus, dem Hutzler-Haus, kuriose und auch heute noch im Gebrauch befindliche Exponate der Imkerei und Bienenzucht.

Zeidler und Zelter

Zeidelwappen FeuchtBekanntlich fanden die Imker (Zeidler) innerhalb der Lebküchner-Zunft (Lebzelter) ihre geistige und wirtschaftliche Heimat. Denn Lebkuchen ohne Honig war nicht denkbar. Auch heute noch besteht unser „richtiger“ (Nürnberger) Lebkuchen neben Gewürzen ausschließlich aus den Ur-Produkten Nüsse, Mandeln, Walnüssen und zum Kleben Blütenhonig. Traditionelle Lebzelter (so der alte Name) halten sich daran, was vor allem die Zölies und Allergiker erfreut. Die Großindustrie verkauft ihre glykosehaltigen, zucker- und mehlreichen Varianten gut ins (nichtfränkische) Ausland oder an Touristen, die es da nicht so genau nehmen.

Zeidlermuseum Feucht

Beute im Zeidelmuseum FeuchtFigurenbeute im Zeidelmuseum FeuchtZurück zum Museum – mitten im Ortszentrum gelegen, direkt neben der Bücherei und unweit einem von drei (!) Tucherschlösschen – welches vielleicht sogar zukünftig der Sammlung eine neue Heimat bietet, wie uns die Museumsaufsicht verriet – gab es auf drei Stockwerken Honigschleudern, Bienenkörbe und Handwerksgeräte aller Variationen zu entdecken. Auch die Bücherei des Landesverbands der Imker ist hier – größtenteils in verschlossenen Regalvitrinen – untergebracht. Für Forschende werden sie gerne geöffnet.

Öffnungszeiten: Ganzjährig So. 13.30 – 17.30 Uhr

Unser Fazit: sehr empfehlenswert, auch wenn wir uns etwas mehr Informationen zum Berufsstand bzw. des Zunftwesens erwartet hätten.

Familien-Tages-Touren-Tipp ab Bamberg ohne Auto / mit Fahrrad: Weiterlesen

Die Bamberger Schulbiene bei den Mitties in Nürnberg

Die Bamberger Schulbiene hat sich am 29.7.2013 nach Nürnberg „verflogen“. Der Einladung meiner Schwester Jeannette, ihres Zeichens Betreuerin der Mittagsgruppe der Paul-Ritter-Grundschule im Zentrum für Hörgeschädigte (die „Mitties“), sind wir doch gerne gefolgt. Ausnahmen dürfen sein, wenngleich Reinhold und ich natürlich in erster Linie für Bamberg (und nähere Umgebung) im Einsatz sind – ganz einfach aus Kapazitätsgründen.

Bienenunterricht gut vorbereitet

WillkommensgrußNun denn … wir haben es nicht bereut. Mit allerlei Materialien vorbereitet hatten wir dreieinhalb Stunden Zeit, den Schüler/innen aller Grundschulstufen das Einmaleins des Bienenlebens und seiner süßen und imkerhandwerklichen Geheimnisse zu zeigen.

Bestens vorbereitet zeigten sich auch die zehn Jungs und Mädels, die uns zur Begrüßung die Biene Maja intonierten und sozusagen schlagenden Einsatz zeigten.

Wildwabenbau Gezeigt wurde uns auch ein seltenes Exemplar eines Wabenwildbaus an Kirschbaumzweigen. Mitgebracht von einem – ja, man könnte es fast so sagen – Kollegenbienchens. Jedenfalls hat sich der Bursche glatt auch noch in ein Bienenkostüm gewandet (siehe nachfolgende dritte Fotocollage). Alles stand somit im Zeichen der Biene – Tischschmuck und Bücherauslage inklusive.

Die Inhalte

In Stichworten der inhaltliche Ablauf zum Nachahmen:

Fotocollage SchulunterrichtI. Die Bienen und ihre Verwandten

  1. Was wissen wir über die Bienen? Erlebniserzählungen, Schautafel
  2. Abgrenzung von Bienen, Wespen, Hummeln & Co durch Bildvergleich in verschiedenenen Büchern

Fotocollage SchulbienenunterrichtII. Die Imkerei

  1. Geschichtliches zur Imkerei
  2. Den „Lorscher Bienensegen“ übersetzt
  3. Bestandteile einer Bienenwohnung (= Beute) anhand einer Lernbeute mit Fotorähmchen
  4. So funktioniert ein Smoker im Echtbetrieb

Fotocollage SchulbienenunterrichtIII. Der Honig und die Nebenprodukte

  1. Wie entsteht Honig? Vom Nektar bis in die Schleuder anhand von Büchern
  2. Wir entdeckeln eine echte Honigwabe
  3. Wabenbilder ausstechen

Abschluss: Die Geburt einer Königin in kurzen Videosequenzen.

Die Highlights: Smoker entfachen, Honigwabe entdeckeln, Honig kosten

Fotocollage SchulbienenunterrichtEs traf sich gut, dass wir das Wochenende vorher noch geschleudert hatten. Im Vorgriff auf den Unterricht behielten wir uns zwei schön gefüllte Honigwaben zurück. Diese zu entdeckeln war unbestritten das Highlight des Nachmittags  – nur noch zu toppen durch das Anfeuern des Smokers. Damit es kein Gedränge am Entdeckelungsgeschirr gab, kamen die Kinder in der Reihenfolge der Geburtsmonate zum Zuge. Das klappte wunderbar, vor allem, nachdem wir die Reihenfolge beim Honigtestschlecken wieder umdrehten.

Familiärer Abschluss für die Bamberger Schulbiene

Sogar unser Vater kam für ein Stündchen aus dem nahegelegenen Wohnstift Vitalis, und zwei meiner Nichten mit Freunden waren da, um dem Bienen-Honig-und-Imker-Unterricht in der Pestalozzi-Straße beizuwohnen. Ein schöner und familiärer Abschluss unseres allerersten Bamberger-Schulbienen-Vierteljahres, an den wir uns sicher lange noch erinnern werden.

(Korr. 12.08.13 / 22.00 Uhr)