REWE-BIWa-Sponsoring mit Pettstadter Grundschule eingelöst

Gruppenbild der Grundschule Frensdorf-Pettstadt an der Bienen-InfoWabeDie Bamberger Bienen-InfoWabe (BIWa) wurde 2016 mit finanzkräftiger Unterstützung aus den Reihen der REWE-Kaufleute aus Bamberg und Region erbaut. Alle 16 REWE-Märkte dürfen daher jeweils zwei Schulklassen zum Bamberger Schulbienen-Unterricht zu uns schicken.

REWE-LogoMatthias Fröhlich, der den REWE-Markt in MainFranken Center an der Breitenau betreibt, ist eine von denen, der unsere Gegenleistung wahrgenommen hat. Er stellte den Kontakt zur Grund- und Mittelschule Frensdorf-Pettstadt her, so dass am 20.06.2017 die Klasse 3b der Pettstadter Grundschule in den Genuss eines besonderen Vormittagsprogramms kam.

Bamberger Schulbiene erläutert Bienenbild.27 Kinder um Klassenleiterinnen Claudia Kruse-Endres brauchen einiges an Platz, um gemeinsam aufs Foto zu kommen, welches wir gleich zu Beginn dieses schönen Sommer-Bienen-Tages für unseren Unterstützer aufnahmen. Doch im Inneren der Bienen-InfoWabe ist es groß genug, um allen einen bequemen Unterricht zu ermöglichen.

Schülerkreis um Schaufensterbeute.Von 9.00 bis 11.15 Uhr hatten wir ein abwechslungsreiches Programm geplant, angereichert mit Objekten und Methoden für alle Sinne, beispielsweise …

  • großformatige Bilder sowie Fotorähmchen aus der Lehrbienenbeute (Sehen, Hören)
  • ein Arbeitsblatt über die vier Insektenarten Honigbiene, Wespe, Hummel und Hornisse (Nachdenken, Schreiben)
  • Mittelwandrähmchen (Fühlen, Riechen)
  • eine 2,5 Kilo schwere echte Honigwabe (Haptik, Riechen)
  • unsere Schaufensterbeute mit lebenden Bienen hinter Plexiglas (Sehen, Wiederholen des Gelernten)
  • ein Spaziergang (Bewegen) zu unseren Bienen am Lehrbienenstand (Sehen, Hören, Riechen, Festigen des Gelernten)
  • und ein Löffelchen Bamberger Lagenhonig (Schmecken)

Am LehrbienenstandAuch uns hat es wieder Spaß gemacht, trotz großer Hitze, der wir mit einem am Vortag neu angeschafften Ventilator begegneten. Die Bienen allerdings hatten davon nichts. Sie können jedoch ihre eigenen Flügel zum Wedeln verwenden. Dennoch unterließen wir diesmal das Bienenstreicheln, denn ein wenig schienen sie uns unruhig zu sein. Da geht die Sicherheit vor.

Am LehrbienenstandIm Namen der Grundschule Frensdorf-Pettstadt nochmals herzlichen Dank an REWE Fröhlich dafür, dass wir gemeinsam am Thema Bienen einen Grundstein für mehr Verständnis legen konnten. Frau Kruse-Endres jedenfalls möchte gerne im nächsten Jahr wieder kommen. Hier unsere Empfehlung: Im Januar/Februar anmelden, denn die Kapazitäten sind  begrenzt. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen!

REWE-BIWa-Sponsoring mit Scheßlitzer Grundschule eingelöst

ilian-Grundschule Scheßlitz, Klasse 2a+2b, am 23.05.2017 in Bamberg, Bienen-InfoWabeAm LehrbienenstandDie BIWa, also die Bamberger Bienen-InfoWabe, entstand 2015 mit finanzkräftiger Unterstützung aus den Reihen der REWE-Kaufleute aus Bamberg und Region. Alle 16 REWE-Märkte dürfen daher jeweils zwei Schulklassen zum Bamberger Schulbienen-Unterricht zu uns schicken.

REWE-LogoYvonne Hoh, die den REWE-Markt in Scheßlitz betreibt, ist eine von ihnen, die unsere Gegenleistung wahrgenommen hat. Sie stellte den Kontakt zur Kilian-Grundschule Scheßlitz her, so dass am 23.05.2017 die Klassen 2a und 2b in den Genuss eines besonderen Vormittagsprogramms kamen.

Klassenleiterin Frau Müller traut sich die Bienen streichelnDie Klassenleiterinnen Frau Müller der 2b als auch Frau Lindner der 2a hatten ihre Schüler/innen im Vorfeld in Sachen Bienen auf diesen Tag vorbereitet. So saßen bereits lauter kleine „Experten“ vor uns, die auf viele unserer Fragen gute Antworten wussten und schlaue Fragen stellten.

Schülerkreis um SchaufensterbeuteIm Nu waren die rund eineinhalb Stunden je Klasse vorüber. Eingesetzt hatten wir abwechslungsreiche Objekte und Methoden für alle Sinne, im besonderen …

  • großformatige Bilder sowie Fotorähmchen aus der Lehrbienenbeute (Sehen, Hören)
  • ein Arbeitsblatt über die vier Insektenarten Honigbiene, Wespe, Hummel und Hornisse (Nachdenken, Schreiben)
  • Mittelwandrähmchen (Fühlen, Riechen)
  • eine 2,5 Kilo schwere echte Honigwabe (Haptik, Riechen)
  • unsere Schaufensterbeute mit lebenden Bienen hinter Plexiglas (Sehen, Wiederholen des Gelernten)
  • ein Spaziergang (Bewegen) zu unseren Bienen am Lehrbienenstand (Sehen, Hören, Riechen, Festigen des Gelernten)
  • und ein Löffelchen Bamberger Lagenhonig (Schmecken)

Klassenleiterin Fr. LindnerWir fanden es sehr schön mit den beiden Klassen und hoffen, dass unser befreundeter Scheßlitzer Imkerverein, der ebenfalls sehr rührig ist in Sachen Bienenunterricht, in naher Zukunft aus diesen Klassen seinen Imkernachwuchs erhalten wird.

Für die richtige Bezeichnung gibt's einen KrönchenstempelIm Namen der Grundschule Scheßlitz nochmals herzlichen Dank an REWE-Hoh dafür, dass wir gemeinsam dafür die Grundlagen schaffen konnten!

 

 

Das REWE-Beispiel für nachhaltiges Sponsoring

Spendenübergabe des REWE-Sonderpreises am 26.07.2016 an Bienen-leben-in-Bamberg.deEine wohl bedachte und organisierte, vor allem partnerschaftliche und konsequente Sponsoringaktion zahlt sich oft noch Jahre später aus. Am Beispiel unseres starken Sponsors REWE lässt sich das prima nachvollziehen.

Urkunde zur Preisverleihung des StMELF an Bienen-leben-in-Bamberg.deDie auf Vermarktung regionaler Produkte bedachte Lebensmittelkette wurde unlängst anlässlich eines von unserer Initiative gewonnenen Preises zur „Imkernachwuchsförderung“ an prominenter Stelle explizit genannt. Hier ein Auszug aus der Webseite des Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF) zur Preisverleihung:

„… die Gewinnung externer Partner und Geldgeber (z. B. Rewe) waren ausschlaggebend für die Entscheidung der Jury.“

Auszug aus Webseiten des StMELF zur Preisverleihung "Imkernachwuchsförderung" u. a. an Bienen-leben-in-Bamberg.de

Details zum Sponsoring – zur Nachahmung empfohlen

REWE-Anne-Rudel spricht Grussworte zum Spatenstich der Bienen-InfoWabe16 REWE-Kaufleute aus Bamberg und Umgebung unterstützten uns mit eienr Gesamtsumme von 16.000 Euro plus einer Gewinnausschüttung von 2.500 Euro, um damit die Bienen-InfoWabe verwirklichen zu helfen.

Dies waren und sind unsere Gegenleistungen:

  • Bienen-InfoWabe im ScheeVerpachtung einer Werbefläche (0,2 qm) an der Außenwand der
    Bienen-InfoWabe auf der Erba-Insel (Bienenweg 1) ab dem Zeitpunkt der Errichtung im Frühjahr 2015 für die Dauer von mind. 36 Kalendermonaten
  • Zwei Schulbienen-Führungen mit Öffentlichkeitsarbeit (Print, Web und Pressearbeit) für Schulklassen aus Ihrem Einzugsbereich inkl. Fotodokumentation
  • freiwillige Leistungen (nicht explizit vereinbart): Mehrmalige Nennungen, Fotos und Verlinkungen zu geeigneten Anlässen (z. B. in unseren Bienenpaten-Newslettern, Weblog, Facebook, während Vorträgen und Veranstaltungen)
  • Ausgabe von Give-aways (Werbematerial) des Sponsorpartners

Getreu dem Motto: „Ehre, wem Ehre gebührt!“

Keine Sorge – wir veranstalten keinen Werbeoverkill, sondern halten ein gutes Maß ein. Doch wenn wir z. B. kurz zur Entstehung unseres Klassenzimmer im Grünen, der Bienen-InfoWabe, berichten, fällt uns jedes Mal die großzügige Unterstützung ein und der Name „REWE“ purzelt spontan von unserem dankbaren Herz direkt auf die Zunge. Das kann doch nicht falsch sein, finden wir!

Sollten Sie ebenfalls ein (echtes! also mit Rechnungsstellung zur vollen steuerllichen Geltendmachung!) geeignetes Sponsoring-Projekt mit uns initiieren wollen, dann lassen Sie uns doch einfach über die Möglichkeiten unterhalten. Natürlich freuen wir uns auch über (zuwendungsbescheinigungsfähige) Spenden.

Gemeinsam sind wir stärker, und in diesen turbulenten Zeiten ist das auch dringend geboten! Vielen Dank an REWE, und vielen Dank an alle anderen Unterstützer, die uns mit großen und kleinen Gaben unser Ehrenamt verrichten helfen.

 

Veitshöchheimer Imkertag 2015 (6): Von Stationen und Menschen

Johann Fischer demonstriert NagelprobeNeben Vorträgen, Ausstellungen und Schauflächen lockte die LWG Veitshöchheim am Imkertag 2015 mit Vorführungen an mehreren Stationen … und natürlich auch mit Menschen!

Imkerkollegen Barbara Bartsch, Heinrich Demmel, Ilona MuniqueAn der Nagelproben-Station von Johann Fischer, staatlicher Fachberater für Bienenzucht im Bezirk Schwaben, trafen wir auf die für uns Oberfranken zuständige Fachberaterin Barbara Bartsch, die zusammen mit ihrer Tochter den Imkertag tatkräftig mitgestaltete. Auch „Ehemalige“ Imker-Koryphäen – hier Heinrich Demmel, Imkermeister der Universität Würzburg und Vorgänger von Dirk Ahrens – finden sich immer wieder gerne ein, um den „Jungen“ so manchen Tipp zu geben, gespeist aus langjähriger Erfahrung.

Demonstration zur Orientierung der Bienen mit Müller-EnglertGerhard Müller-Englert, Fachberater für Mittel- und Unterfranken, demonstrierte eindrücklich die Orientierungsgewohnheiten der Bienen, die ihre Heimatadresse, den „Kirschbaumweg 1“ am besten der Nase nach finden, und erst in zweiter Linie aufgrund unterschiedlicher Farbgebung der Hausfassade und/oder des zentimetergenauen Standortes.

Demonstration zur Orientierung der Bienen mit drei ZargenSein Rat ist daher, nur jeweils zwei Beuten nebeneinander zu stellen und mit einigem Abstand das nächste Paar. Kennzeichnungen mit aufgemalten Formen wie Kreise, Rechtecke und Dreiecke etc. tun ihr übriges, um allzu viel Verflug zu verhindern.

Bienen ohne Gehäuse im Freien, nur überdachtBienen ohne Gehäuse im Freien, nur überdachtAuf dem Weg zu diesem sehr interessanten Experiment kamen wir an einer Bienenkugel vorbei. Damit ist nicht die neue Betriebsweise der HOBOSphere gemeint (die war leider nicht vertreten), sondern ein Volk, das absichtlich im Freien unter einem Baum aufgehängt wurde, lediglich bedacht mit einer von Studierenden selbstgebauten Vorrichtung, eine alte Alu-Druckerplatte, sinnigerweise von der Zeitschrift „Die Biene“.

Bienenweiden in der LGW VeitshöchheimBienen gehörten selbstverständlich ebenfalls zum Inventar. Jede Menge davon gab es auf der Ausstellungsfläche zu sehen, die unterschiedliche Bienenweidepflanzen offerierte.

Leider trafen wir den Berater nicht an, wir hätten uns gerne über die Möglichkeiten für Bamberg unterhalten, das dortige Grün etwas aufzuhübschen, um die Nahrungspalette für unsere Insektenwelt zu verbessern. Wir fotografierten allerdings Stück für Stück alle mit rot markierten Felder, denn sie zeigten Blühmischungen für den Siedlungsbereich „Dörfer und Städte“.

FachsimpeleiMit Imker Johann Machinek und der HEG-Geschäftsführerin, Simone Machinek, hätten wir im Grunde gemeinsam zurückfahren können, da auch sie in unserer Richtung zuhause sind, in Hallstadt, um genau zu sein. Doch da wir schon mal hier waren, wollte ich eine Arbeitskollegin aus Lohr am Main treffen – und, nein, ausnahmsweise keine Imkerin, sondern eine Bibliothekarin. Ja, man führt durchaus noch andere „Leben“, zumal die Berufstätigkeit uns noch eine gute Weile lang belgeiten wird.

Ein toller Tag, viel erlebt, doch sechs Berichte darüber sollten nun ausreichen. Bester Tipp am Schluss: nächstes Jahr selbst hinfahren! Vielleicht zusammen mit uns?!

Unsere Beiträge zum Veitshöchheimer Imkertag 2015

(Ergänzung 27.07.15)

Veitshöchheimer Imkertag 2015 (5): Vielfalt des Ausstellungsangebotes

Lagerbeute Bienen-LutzIn brütender Hitze standen sie auf dem Gelände der Bayerischen Landesanstalt für Gartenbau und Weinbau (LGW) und erläuterten geduldig ihre ausgestellten und ausgelegten Stücke. Es ist einfach ein Unterschied, ob wir etwas in einem Buch oder im Internet betrachten, oder ob wir es befühlen und in seinen originalen Dimensionen wahrhaft erfassen können.

Mittags im Spundloch VeitshöchheimMittags im Spundloch VeitshöchheimUnd so war der Veitshöchheimer Imkertag auch an diesem Sonnensonntag am 12.07.2015 eine Art kleine Messe, die vom Fachpublikum genau so gerne besucht wurde wie von Jungimkern und deren Begleitung, noch immer zumeist Frauen. Sie hatten jedoch keine Langeweile, denn ein Einkaufsbummel brachte zumindest jede Menge schöner Pflanzen ein. Und für Kaffe, Kuchen und Snacks war ebenfalls gesorgt. Wobei wir  angesichts der langen Warteschlange, die sich nach dem Ende des letzten Vortrags (zum Varroabekämpfungskonzept von Dr. Berg) bildete, in der Stadt im Gasthaus Spundloch zu Mittag aßen. „Spundloch“ – das klang schattig, und tatsächlich ließ es sich im Wirtsgarten gut aushalten.

Immengarten JaeschSo gestärkt ließen wir uns vom Immengärtner Bernhard Jaesch eine interessante Pflanze erläutern. Ledum palustre (Sumpfporst) soll dafür sorgen, dass die Varroamilbe biologisch-homöopathisch bekämpft wird. Den Ursprungsableger besorgte sich der Gärtner- und Imkereimeister von einem befreundeten Imker aus Norddeutschland, wo sie noch bekannt ist, und vermehrt das Rhododendrongewächs seither mit Erfolg. Ein russischer Imker, der nach dieser Pflanze angefragt hatte, war Stein des Anstoßes. In dessem Land ist es wohl kein Geheimtipp, dass Bienen, die die frische Pflanze verzehren, weniger Milben an sich herumtragen müssen.

Beutenheber JakelKannenheber JakelHilfsmittel für die rückenschonende Imkerei offerierte die Firma Jakel aus Buchen. Sie macht in Sachen Edelstahlverarbeitung und Schweißtechnik mit Spezialisierung auf die Imkereitechnik. Eine geniale Verbindung.

Hohenheimer Beute BergwinkelDen selben Gedanken – also die Schonung des Imkers – hatte Bienen-Lutz mit seiner Lagerbeute, die viel Beachtung erhielt. (Foto oben)

Weitere Beutensysteme fanden sich von der Firma Bergwinkel erstellt im Foyer des Sebastian-Englerth-Saals.

Stand Imkereibedarf MuhrBuchauslage am Stand MuhrAus der Oberpfalz mit einem schicken Wagen angereist kam Imker Josef Muhr. Mich interessierten speziell seine ausgelegten Bücher, denn als Bamberger Schulbiene bin ich immer auf der Suche nach guter Bestückung unseres Medienrucksacks. Da schimmert einfach unverkennbar mein ersterwählter Beruf durch …

Und nicht wirklich überraschend trafen wir dort auch auf Simone Machinek, die Geschäftsführerin der HEG in Eltmann.

Simone und Johann MachinekBeide waren wir besonders angetan von einem wunderschönen Bildband und ehe ich mich’s versah, hatte ich eine Sponsorin für einen Klassensatz an meiner Seite! Herzlichen Dank schon einmal im Voraus, zur Übergabe bzw. zur ersten Ausleihe werden wir sicherlich noch einmal berichten.

Natürlich entspann sich sogleich ein angeregtes Fachsimpeln zwischen ihrem Gatten Johann und Reinhold. Doch darüber im nächsten Beitrag!

Unsere Beiträge zum Veitshöchheimer Imkertag 2015

Spezialporträt Thomas Loskarn

Lecker-Bäcker Thomas Loskarn, BambergEr kam sehr rasch auf den Punkt: „Ich bin euer Backpartner!“, so die entschiedenen und zufrieden klingenden Worte von Lecker-Bäcker Thomas Loskarn, Bruder unserer Bienenpatin Gabriele Loskarn. Es hat ja eine ganze Weile gedauert, bis wir auch zu dieser familiären Verknüpfung – neben der Mutter und der Enkelin Lola mit Eltern – Zugang fanden, doch bislang hatten wir ja auch noch keine so großartigen Festivitäten wie den kommenden Spatenstich, ein Richtfest, einen Eröffnungsfestakt und die nachfolgende Einweihungsfeier kulinarisch zu stemmen gehabt (hier geht’s zu den Terminen).

Aus den geplanten zehn Minuten meines Vorsprechens um Unterstützung dieser diversen Feierlichkeiten rund um die Erbauung der Bienen-InfoWabe im Erba-Park wurde über eine Stunde einvernehmlicher und angeregter Gespräche um die künftige Partnerschaft zwischen unserer Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de und der Traditionsbäckerei Bäckerei Thomas Loskarn.

Der Lecker-Bäcker Thomas Loskarn: Arbeit macht das Leben süß!

Lecker-Bäcker Thomas Loskarn, Bamberg„Soziale Projekte, wo engagierte Ehrenamtliche dahinter stehen, die unterstütze ich doch gerne“, so der Geschäftsinhaber der gleichnamigen Bäckerei, um sogleich auf sein jüngstes Unterstützerprojekt, den Glockenturm für die Erlöserkirche, zu sprechen zu kommen. Etwas für die schöne Stadt Bamberg zu tun, auch mal unentgeltlich, das erscheint Herrn Loskarn – neben seiner Arbeit, die er ganz offensichtlich liebt – selbstverständlich. Und kann nicht verstehen, warum das Arbeiten an sich seinen Stellenwert verliert gegenüber dem heute so starken Bedürfnis nach Spaß und Freizeit. Mir kommt in den Sinn „Arbeit macht das Leben süß!“, das könnte auch sein Motto sein. Etwas MACHEN, ja, das ist es … und sogleich kommt ihm eine neue Idee:

Backstube der Lecker-Bäckerei LoskarnWir könnten ein Backwerk, in dem Honig eine tragende Rolle spielt, neu kreieren“, begeistert sich Herr Loskarn, „Und wenn ihr jemanden braucht, der die Festgäste bedient, leihen ich euch gerne mein freundliches Personal aus“. Da saß ich nun und bekam den Mund nicht mehr zu. Alle Montage sollten so beginnen wie der gestige in der Erlichstraße 46a.

Der Bäckereibetrieb in der Erlichstraße: sauber, familiär und traditionsreich

Nachdem die Eckpunkte unserer neuen Partnerschaft hinlänglich geklärt waren, unterhielten wir uns über die prekäre Situation der Bienenwelt, die allerdings nicht in jedem Landstrich gleich aussieht. Herrn Loskarns Kirschbaum in der Wunderburg scheint gut Früchte zu tragen, offenbar ist ein Imker in seiner Nähe beheimatet. Er erzählt auch von seiner Bekanntschaft mit Imker Helmut Klier aus Dreuschendorf, den auch wir anlässlich des letztjährigen Aromagartenfestes in Erlangen kennengelernt hatten. So klein ist die Welt.

Lecker-Bäcker Thomas Loskarn, Bamberg, vor der Hauptverkaufsstelle in der ErlichstraßeIn seinen 8 Bäckerei-Verkaufsstellen würde der rührige Geschäftsinhaber gerne regionalen Honig anbieten, der schließlich ideal aufs Frühstücksbrötchen passt. Doch das ist leichter gesagt als getan. Ich kläre unseren neuen Freund auf, dass lediglich 20% des deutschen Honigbedarfs durch heimische Imkerware gedeckt werden kann. Es fehlt an Nachwuchs, bzw. an Bienenstöcken.

Bamberger LagenhonigNun, wir haben unsere Initiative schließlich nicht umsonst gegründet. Zu wenig Honig ist das eine, nicht mehr ausreichende Bestäubungsleistung das andere. Doch wenn wir mit vereinten Kräften dran gehen, die drei Hauptursachen des Bienensterbens zu lösen – Vielfalt in der Landwirtschaft statt Monokulturen, keinen schädlichen Pestizideinsatz und das In-den-Griff-bekommen der asiatischen Varroamilbe – und wenn wir wieder mehr Imkernachwuchs haben, dann gibt’s auch wieder e(h)rlichen Honig zu kaufen. Vielleicht schaffen wir es ja eines Tages, genügend Bamberger Lagenhonig zu produzieren, doch da unsere Beuten vornehmlich Lehrzwecken dienen, werden wir immer viel weniger ernten als andere. Und die Ernte geht vor allem an unsere Bienenpatinnen und -paten.

Lecker-Bäcker Thomas Loskarn, Bamberg bereitet mir einen Cappuccino zuNach einem Cappuccino von des Meisters eigener Hand in der benachbarten Filiale serviert, durfte ich in den Bäckereibetrieb spitzen – eine große Ehre!

Schnäggla-Lieferwagen der Lecker-Bäckerei Thomas LoskarnTorten  der Lecker-Bäckerei LoskarnGebäck wurde zwar nicht mehr hergestellt, es war ja schon fast Mittag, doch die leckeren Torten für den Nachmittag ruhten abrufbereit im Kühlschrank. Das Team war eifrig am Putzen und Herr Loskarn lobte deren vollen Einsatz. Überhaupt baut er große Stücke auf seine Leut‘ und hat sogar seine „Schnäggla“ auf einem Lieferwagen verewigt. Nebenbei erwähnte Thomas Loskarn, dass er auch am Lebenshilfe-Projekt „Integra Mensch“ teilnimmt und sehr zufrieden mit dem darüber vermittelten Personal ist.

Brezen  der Lecker-Bäckerei LoskarnRichtig familiär wirkte der blitzsaubere Betrieb auf  mich, und neben zuverlässig und robust wirkenden ehrwürdigen Maschinen, denen das „Made in W-Germany“ anzusehen war, gab es auch jede Menge moderne Hightech-Großgeräte. Doch die Brezeln sahen handgemacht aus, was auch bestätigt wurde.

Über den Wert guter Taten

Backstube der Lecker-Bäckerei Loskarn

Den Duft kann ich nun leider hier nicht vermitteln, dafür ein paar Fotos. Wir freuen uns nun auf das künftige Zusammenwirken, dass selbstverständlich ebenfalls bildreich dokumentiert werden wird. „Tue Gutes und rede ruhig darüber“ – so meine Einstellung. Denn über Schlechtes wird ohnehin genug berichtet. Es ist an der Zeit, sich gegenseitig zu motivieren und aufzubauen, sich gegenseitig Anregungen zu holen und sich miteinander über das Erreichte zu freuen! Und beispielhaft Wirken kann ebenfalls nicht verkehrt sein.

Danke, Thomas Loskarn, für den spannenden Einblick in Ihre Traditionsbäckerei und für Ihr großes Herz, dass nun auch die Bienenwelt mit einschließt!

Spezialporträt Katharina Müllerschön

Katharina Müllerschön, eine Unterstützerin der “Bamberger Schulbiene”, erhält als “Dankeschön” für ihre Spende dieses Spezialporträt. Vielen Dank für das Interview!

Wie kam die Bamberger Schulbiene zur Spende von Katharina Müllerschön?

Katharina Müllerschön und die Bamberger Schulbiene bei der Spendenübergabe 2013Die Idee, eine Spendenkasse im Laden von „Pamina Bio. Und genießen.” in der Austraße aufzustellen, als es gegen Ende der Crowdfunding-Aktion zur Bamberger Schulbiene vor einem Jahr um „Alles oder nichts“ ging, hatten gleich mehrere Facebook-Freunde. Die Inhaberin ließ sich dann auch sofort darauf ein und steckte gar selbst einen gefüllten Umschlag hinein. Was hat Katharina Müllerschön damals zu ihrer Spende bewogen?

Interview der Bamberger Schulbienen mit Katharina Müllerschön„Die Biene ist eine echte Sympathieträgerin und ein Politikum zugleich. An der Unterstützung der Biene lässt sich erkennen, ob man fraktionsübergreifend zusammen arbeiten kann und will. Es ist nämlich nicht nur irgend ein Tierchen, das man nett findet“, antwortet sie lebhaft. Sie ist überzeugt davon, dass „man hier gut sehen kann, wer für solche Dinge steht. Das war auch jetzt im Zusammenhang der anstehenden EU-Wahl (am 25.5.) wieder interessant. Nicht nur im Hinblick auf Gentechnik, die ja gerade für den Honig ein großes Problem darstellt, müssen wir in Europa dahinter stehen, was wir als wichtig und richtig erkannt haben.“ Und flugs sind wir mitten drin in einer anregenden Diskussion.

Welche Diskussionen sollten nach Meinung beider Interviewpartner weiterhin geführt und vertieft werden?

Katharina Müllerschön

“Bamberger Schul­bienen”-Unter­stützerin Katharina Müllerschön, Inhaberin von „Pamino Bio. Und genießen.“

Ob Bio-Imker, konventionell-regionaler Hobbyimker oder vegan lebene Menschen, die Honig als Tierprodukt verstehen und zum Teil generell ablehnen – Katharina Müllerschön zeigt sich tolerant, den unterschiedlichen Einschätzungen zur Honigproduktion gegenüber. Doch sie stellt klar: „Als Bioladnerin stehe ich zu den Richtlinien der Bioverbände. Die nicht nur das fertige Produkt Bio-Honig im Auge haben, sondern sich auch generell für eine ökologische Land-und Gartenbewirtschaftung einsetzen.“

Ganz wichtig ist ihr das Engagement gegen genmanipuliertes Pflanzengut. Frau Müllerschön betont auch, dass Bio-imker keinen Einsatz und damit keine Rückstände von chemischen Bienen-Medikamenten (wie etwa Perizin), garantieren. Wobei wir, so unser Einwurf, keinen (fränkischen) Hobby- oder Nebenerwerbs-Imker kennen, der heute noch derartige Medikamente verwendet. Allerdings sind Rückstände durch Verwendung von Mittelwandwaben gegeben, die nicht aus dem eigenen Wachskreislauf stammen. Hier fehlt eindeutig die Nachweislichkeit.

Im Hinblick auf Trachtgebiete mit weniger Verschmutzungsgefahr (z. B nicht in der Nähe von konventionellen Obstbauplantagen oder stark befahrenen Straßen) dürfte der Bio-Imker sicher kompromissloser sein als ein Hobbyimker, der den Standort eher an seinem Wohnortradius ausrichtet. Einig sind wir uns indes, was den Qualitätsanspruch betrifft: „Die hohe Qualität des Honigs liegt in der Temperaturbegrenzung nicht über 40° Celsius, den der Bio-Imker garantiert“, betont die Anbieterin etlicher interessanter Honige, von denen wir selbst auch schon einige ausprobierten.

Für den Kunden, der keinen Imker persönlich kennt, dem er vertrauen kann, ist das sicherlich wichtig zu wissen. Generell ist es in Imkerkreisen, ob bio oder nicht, ein „No-Go“, Honig zu erhitzen. Im Gegenteil – alle Imker bitten ihre Abnehmer, Honig trocken, dunkel und vor allem kühl zu lagern, da sich die wertvollen Bestandteile, auf die alle stolz verweisen, sonst rasch verflüchtigen würden. Ganz anders hingegen arbeitet man bei Großproduktionsfirmen, die dann in den Supermärkten für billiges Geld den (ist-das-noch-)Honig? regelrecht „verschleudern“.

Und so meint auch die kenntnisreiche Bioladnerin: „Natürlich liegt der Umgang mit den Bienen und dem Honig im Ermessen jedes einzelnen Imkers selbst. Jeder Hobbyimker und jede Freizeitimkerin kann sich an den Biorichtlinien orientieren“.

Welche Erfahrungen hat Katharina Müllerschön mit den Themen Honig, Bienen und Imkerei bisher gemacht?

„Meine Erfahrungen reichen in die Kindheit zurück, an die ich sehr gerne zurück denke, denn mein Vater war Imker “, erzählt sie mit strahlenden Augen, die Tochter eines landwirtschaftlichen Betriebes bei Freiburg im Breisgau. „Daher finde ich die Biene als biologisches Thema interessant und den Honig als kostbares Gut“, führt die dreifache Mutter der Patchworkfamilie Müllerschön/Gack weiter aus.

„Ich sehe noch heute, wie mein Vater die Honigwaben entdeckelt, wie das dicke Honigwabenpaket schwer in den Behälter fällt und er uns die zähe Masse in goldene Töpfchen einstreicht, aus denen wir diesen natürlichen Kaugummi schlecken durften“. Ob sie selbst mitgeimkert habe? „Oh ja, und es war immer eine sehr intensive Zeit, wenn der Honig geerntet wurde“, erinnert sie sich.

Von Bienen wissen wir, dass sie überaus fleißig sind. Welche Eigenschaften sind es, die Katharina Müllerschön für Familie und Bioladen braucht?

„Nicht zu perfekt sein, sonst lässt sich all das, was einem am wichtigsten sein sollte, nicht mehr leisten“, lacht Frau Müllerschön, und „sich fit halten und eine Leidenschaft neben dem Beruf haben.“ Was das für eine Leidenschaft wäre, haken wir nach. „Tanzen, zum Beispiel dreimal die Woche Modern Dance, aber auch argentinischer Tanog. Daher finde ich auch die Biene mit ihrem Schwänzeltanz und der Kommunikationsfähigkeit über ihre Körpersprache sehr faszinierend.“ Ein Aspekt, den wir bisher noch von keinem Interviewpartner zu hören bekamen.

Wie sie das alles hinbekommt, darüber ist die rührige Geschäftsfrau selbst etwas erstaunt, doch das Kochen, so locken wir aus ihr heraus, übernehmen alle in der Familie abwechselnd. Wobei meist sie bestimmt, was aus dem Laden heraus verbraucht werden muss. Es soll schließlich nichts weggeworfen werden, denn die Wertschätzung von Lebensmitteln ist Katharina Müllerschön ein großes Anliegen.

Sie hat es nicht ausgesprochen, doch eine enorme Wandlungsfähigkeit und einen gesunden Unternehmergeist unterstelle ich der ehemaligen Geschäftsführerin einer Alternativen Volkshochschule, die den Tango von Fürth nach Bamberg gebracht hat. Nach der Schule absolvierte sie eine Schneiderlehre. Ein Plan war, als Kostümschneiderin beim Bamberger Theater zu arbeiten. Doch dann erbot sich die Chance, eine vierjährige Ausbildung als Restauratorin am bayrischen Landesamt für Denkmalpflege in Schloss Seehof zu absolvieren. Das brachte sie ans Germanische Nationalmuseum in Nürnberg und an das Diözesanmuseum nach Bamberg. Wir staunen. Wie passt nun ihr Bioladen „Pamina“ ins Bild, den Katharina Müllerschön als Quereinsteigerin seit 2002 betreibt?

„Von der Restaurierung musste ich Abstand nehmen, weil ich als protestantisch getaufte Angestellte und in Trennung lebende Frau keine weitere Anstellung im Diözesanmuseum Bamberg erwarten konnte. So bin ich bei Hans Endres in der Biobranche gelandet, bei dem ich acht Jahre vor meiner eigenen Ladeneröffnung angestellt war.“
Klärt das auch ihre umweltpolitische Sensibilität? Nicht nur. Und Frau Müllerschön berichtet über eine sechswöchige Reise nach Südamerika in den 8oer Jahren.

Nach der Reise war sie Mitbegründerin einer Arbeitsgruppe des entwicklungspolitischen  Kinderhilfswerk „Terre des hommes“ politisch. „Es wurde mir klar, dass wir hier unsere Lebensweise verändern müssen, um den Menschen in den südlichen Ländern eine gerechteres Leben ermöglichen zu können. Tja, und dann war ich ganz schnell bei Umwelt und Bio“, erinnert sich die Partnerin des Grünen-Stadtrats Peter Gack, an dessen Seite sie seit 20 Jahren steht. Die mit ihm diskutierten Themen setzt die ganze Familie inklusive der fünf Töchter konsequent um – niemand hat zum Beispiel ein eigenes Auto. Ja, da ist sie wieder, die Übereinstimmung. Auch in unserer Imkerphilosophie setzen wir auf diese Art der Vermeidungstaktik, trotz unserer mittlerweile 9 Bienenstandorten.

Was wünscht Katharina Müllerschön der Bamberger Schulbiene?

„Erziehung und Bildung sind wesentliche Bausteine in unserer Gesellschaft. Es ist prima, wenn Ilona Munique, Katharina Müllerschön und Reinhold Burgerihr das, was ich selbst nicht leisten kann, da ich mir nun einmal etwas anderes als Aufgabe gestellt habe, übernehmt“, so Frau Müllerschön. „Es wäre wunderbar, wenn die künftige „Bienen-InfoWabe“ auf der Erba-Insel einen ebenso tollen Start hinlegt wie damals die „Bamberger Schulbiene“ und sie die notwendige finanzielle Unterstützung aus der Bevölkerung erfährt“, wünscht sie uns herzlich. Und gibt uns sogleich einige Tipps mit, wie das zu erreichen wäre. „Wenn ihr in die Finanzierungsphase gelangt, lasst es mich wissen“, schließt Katharina Müllerschön nachdrücklich, und wir sagen: „Herzlich gerne … und: wir wären dann mal startklar!“ (zur Spendeninfo)

Kontaktdaten:

Web: Pamina Bio. Und genießen.
Facebook: Pamina Snack & veg
E-Mail: katharina [at] pamina-bio [dot] de

Spezialporträt Wolfgang Zangl

Dr. Wolfgang Zangl, ein Unterstützer der Crowdfunding-Aktion “Bamberger Schulbiene”, erhält als “Dankeschön” für seine Spende dieses Spezialporträt. Vielen Dank für das Interview!

Wie kam die Bamberger Schulbiene zur Spende von Dr. Wolfgang Zangl?

Dr. Wolfgang Zangl

“Bamberger Schul­bienen”-Unter­stützer Dr. Wolfgang Zangl, Kinder- und Jugendarzt, Geschäftsführer Theater am Michelsberg (TaM), Bamberg © privat

Als Frosch verkleidet lief die Schulbiene dem Kinderarzt Dr. Wolfgang Zangl auf der Krötenparty von GAL/Grüne/Bündnis90 am 10. Mai [s. a. Tagebucheintrag vom 10.5.13] vor die Füße. Und traf mit ihrer Verkleidung bei ihm genau ins Grüne … äh, Schwarze. Denn sein privates Metier und „drittes Kind“ ist dem Vater einer erwachsenen Tochter und eines Sohnes das TaM, Theater am Michelsberg. Als die Bamberger Schulbiene auf der Party sieben Tage vor Ende der Crowdfunding-Aktion – und einem bedenklichen Stand von erst 44% der Zielsumme – ihr Projekt vorstellen durfte, war es Dr. Wolfgang Zangl sofort klar: „Das Ziel, Jungimker zu gewinnen, ist sehr unterstützenswert.“

Was Crowdfunding bedeutet, hat der Bamberger Unterstützer als einer der wenigen  sogar genau gewusst. Ein eigenes Theaterprojekt, welches er über diese Weise finanzieren wollte, hatte zwar leider nicht den gewünschten Erfolg. Doch mag das damals noch an der mangelnden Vernetzung via Facebook gelegen haben. Nichtsdestotrotz gönnte Herr Zangl der Schulbiene ihren Erfolg, nachdem er auch das Pitchvideo auf Startnext sehr überzeugend fand.

Es mag ganz sicher auch damit zu tun haben, dass das Schulbienenprojekt die Kinder im Blick hat. So bietet der gebürtige Deggendorfer, der nach Aufenthalten in München und Nürnberg im Jahr 1998 in Bamberg eine Praxis in der Hainstraße übernommen hatte, Kinder- und Familientheater sowie Theaterworkshops an. Zum Schauspielern angestiftet hat ihn seine Frau, Johanna Wagner-Zangl, eine Psychotherapeutin. Oder doch eher Vollblut-Schauspielerin? „Mit der Schauspielerei hat es bei mir gefunkt, nachdem mich meine Frau zu einem Workshop in die Cevennen nach Frankreich hingelockt hat“, so Wolfgang Zangl. Was den Bambergern einen weiteren Kulturplatz in prominenter Lage bescherte.

Apropos Prominent … keinem Geringeren als Klaus Karl Kraus verdanken die beiden Prinzipale einige Theaterstücke und auch kabarettistische Auftritte. Allerdings … „Die Bamberger brauchen leider manchmal etwas länger, um auf Neuerungen aufmerksam zu werden“, konstatiert Herr Zangl lächelnd. Nun gut, nach zehn Jahren des Bestehens vom TaM sollten sie es doch so allmählich verinnerlicht haben, meine ich.

Von Bienen wissen wir, dass sie überaus fleißig sind. Welche Eigenschaften sind es, die Dr. Wolfgang Zangl als Arzt und in seinem privaten Engagement auszeichnen?

Neben Schauspielerei hat das „Kultürla-Mitglied“ (ab August sind wir übrigens Vereinskollegen!) auch noch das Singen für sich entdeckt. „Meine Stimme ist noch ein wenig angekratzt“, entschuldigt er sich, denn „ich habe gestern Abend mit dem Gospelchor St. Stephan zwei Stunden lang in St. Getreu gesungen. Und für einen Bass 2 waren doch recht hohe Töne gefordert“.

Es braucht schon eine gewisse, vor allem zeitliche Gelassenheit, um weitere Mitgliedschaften wie die der Tibet-Initiative einzugehen. Unser Interview fand beispielsweise in aller Ruhe im Harmoniegarten während des Arztes Mittagspause statt. „Ich möchte nicht wie andere Ärzte mein Leben damit verbringen, dem Geld nachzujagen, sondern vielmehr ein erfülltes, weil spannendes Leben leben.“ Wolfgang Zangl führt außerdem seine Neugier auf Unbekanntes an, möchte stets offen für Neues sein.

Welche Erfahrungen hat Dr. Wolfgang Zangl mit den Themen Honig, Bienen und Imkerei bisher gemacht?

Während des medizinischen Studiums nahm er sich ein für seine Entwicklung sehr wichtiges Sabbatjahres, welches er mit Freunden in der Provence verbrachte. Ein Hobbyimker nahm in dort zu einem Dutzend Bienenstöcken in der Nähe Marseilles mit. „Der Lavendel- und besonders der Kastanienhonig (Miel de Chataignier) waren fantastisch“, schwärmt Wolfgang Zangl und erläutert: „Die Edelkastanienwälder wurden im großen Stil im 17./18. Jahrhundert angelegt.“

Noch nicht ganz so alt, doch mittlerweile ebenfalls historisch und von daher im Freilandmuseum Bad Windsheim zu bewundern: das Bienenhaus von Wolfgang Zangls handwerklich begabtem Schwiegergroßvater aus Pinzberg bei Forchheim. [Korr. 7.8.13: Wie sich erst jetzt herausstellte, wurde das Bienenhaus leider nur eingelagert. Doch immerhin: es ist gerettet!]

Was wünscht Dr. Wolfgang Zangl dem Projekt „Bamberger Schulbiene“?

„Viel Erfolg und viele Anhänger“, erhofft sich der Kinderarzt für die Schulbiene, denn in Erinnerung an einen Ökotest zum Honig (2009) liegt ihm daran, dass Honig gen-technikfreie Inhaltsstoffe aufweisen. Das meinen wir von Bienen-leben-in-Bamberg.de allerdings auch!

Kontaktdaten:
Portal Zangl: http://www.zangl.de/
Unternehmen:  Kinder- und Jugendarztpraxis Dr. Zangl & Priv. Doz. Dr. Meißner (auf Facebook)
Ehrenamt / -ämter: Geschäftsführer des Theaters am Michelsberg
Facebook Theater am Michelsberg (TaM)
E-Mail: zangl [at] kinderarztpraxis-bamberg [dot] de

Ergänzt 3.11.13

Spezialporträt Sven Feiertag

Sven Feiertag, ein Unterstützer der Crowdfunding-Aktion “Bamberger Schulbiene”, erhält als “Dankeschön” für seine Spende dieses Spezialporträt. Vielen Dank für das Interview!

Wie kam die Bamberger Schulbiene zur Spende von Sven Feiertag?

Sven Feiertag, LoLa-Lounge

“Bamberger Schul­bienen”-Unter­stützer Sven Feiertag, Geschäftsführer der LoLa-Lounge © privat

„Über ein Video [siehe Youtube, ab Minute 7,28 bis 8,17] zur Gartenmesse auf der Böhmerwiese, gedreht von Dirk Peter, erfuhr ich von der Schulbiene“, berichtet Sven Feiertag. „Just in diesem Moment schoss mir Einsteins zugesprochener Satz ‚Stirbt die Biene, stirbt vier Jahre später der Mensch’ durch den Kopf.“  Der Heilpraktiker für Psychotherapie erzählte auch von einer Klientin, deren Vater immense Völkerverluste in Baunach zu beklagen hatte. „Immer wieder stieß ich auf das Bienensterben und so unterschrieb ich auch die Avaaz-Petition gegen den Pestizideinsatz in der Agrarwirtschaft“, so Sven Feiertag.

Dass man in Nordchina die Blüten per Hand bestäubt, lässt ihn keine Ruhe. Als er dann auf Startnext das Intro der Bamberger Schulbiene sah, war der Punkt erreicht, zu sagen: „Ich habe mich so oft mit dem Thema Bienen beschäftigt, irgendwie hat’s ja seinen Grund, eine innere Motivation. Jetzt mache ich mal den Deckel drauf und lasse Taten sprechen, indem ich dieses Projekt unterstütze“. Und er bekräftigt: „Wofür geben wir nicht im Monat alles Geld aus … dann doch auch für eine Herzensangelegenheit“.

Dass er bislang nur den Trailer zu „More than Honey“ gesehen hat, bedauert Sven Feiertag. Doch als Vorstand im Wirtschaftsclubs kann er sich vorstellen, den Dokumentationsfilm in Bamberg innerhalb einer größeren Runde erneut zu zeigen und damit Bieneninteressierte weiter zu vernetzen.

Sven strahlt noch jetzt darüber, als er sich erinnert: „In Facebook fand ich es total schön, wie das Netzwerk zusammengeholfen hatte, das Projekt zu verbreiten. Ich war bis zur letzten Minute des Finanzierungsaufrufs am 17. Mai mit Herzklopfen live dabei.“ Ja, die Schulbiene kann bestätigen, dass Svens „Likes“ und seine Kommentare sehr motivierend und unterstützend gewirkt hatten! Und so spricht mir Sven aus der Seele, als er versichert: „Es hilft, wenn jemand neben einem steht, und wenn’s auch nur gefühlt ist“.

Von Bienen wissen wir, dass sie überaus fleißig sind. Welche Eigenschaften sind es, die Sven Feiertag als Geschäftsführer und Therapeut auszeichnen?

Man möchte es nach all den emotionalen Aussagen nicht glauben, was der gebürtige Cottbuser, der zehn Jahre lang auch in Hof lebte und seit 1999 in Baunach seinen Hauptwohnsitz hat, von sich sagt, nämlich: „Bis vor sieben Jahren war ich noch kopfgesteuert. Ein schwerer Unfall im engen Familienkreis lösten meine Wanderung vom Kopf ins Herz aus.“ So richtig in Bamberg angekommen sei der Inhaber und Lizenzgeber der „LoLa Lounge – loslassen & genießen“ aber erst 2010.

Dem ehemaligen Hotelfachmann kommt für sein Konzept einer „Energietankstelle für Kurzurlaube vom Alltag“ in Form hochwertiger Massagesessel mit Relax- und Gesunderhaltungs-Programmen sein kaufmännisches Verständnis zugute. Noch mehr allerdings ein ausgeprägtes Empathievermögen, und das sowohl für den Betrieb seines Gesundheitszentrums am Laubanger als auch für seine psychotherapeutische Praxis in Baunach. Die eigene Lebenserfahrung sowie der fachliche Austausch mit seiner Frau, einer Ärztin, tragen für den ehemaligen Judoka mit dazu bei, sich mental auf sein erholungs- und ratsuchendes Klientel einzustellen.

Welche Erfahrungen hat Sven Feiertag mit den Themen Honig, Bienen und Imkerei bisher gemacht?

„Den Honig kauft meine Frau direkt von einem Imker“, lächelt Sven und lässt mich sodann auf seinen Frühstücksteller blicken: „Ich esse jeden Morgen zwei Toasts. Einen mit Nuss-Nougatcreme und einen mit Honig“.

Der bekennende Honigliebhaber fährt nachdenklich fort: „Die Bienen haben tatsächlich einen Teil in meinem Leben eingenommen. Dafür gebe ich gerne mal etwas aus, da ich auch das Handwerk dahinter wertschätze.“ Er schüttelt den Kopf, als er betont: „Ich kaufe Honig sicher nicht in einem Discounter, denn ich möchte eine bestimmte Qualität haben. Ich kann es mir nicht vorstellen, dass es diese für zwei Euro das Glas gibt.“

Was wünscht Sven Feiertag dem Projekt „Bamberger Schulbiene“?

„Dass die Schulbiene bzw. die beiden Imker von Bienen-leben-in-Bamberg.de weiterhin ihre eigene definierte Philosophie und Motivation, die hinter dem Projekt und der Imkerei stehen, leben und ausfüllen können. Und natürlich viele Unterstützer.“

Kontaktdaten:
Unternehmen: LoLa-Lounge®
Web: www.LoLa-Lounge.de
Ehrenamt: Vorstand des Wirtschaftsclub Bamberg
Facebook: https://www.facebook.com/sven.feiertag
Facebook: https://www.facebook.com/LolaLounge.Bamberg
Xing: https://www.xing.com/profiles/Sven_Feiertag
E-Mail: Sven [dot] Feiertag [at] LoLa-Lounge [dot] de

 

Spezialporträt Werner Eichmüller

Werner Eichmüller, ein Unterstützer der Crowdfunding-Aktion “Bamberger Schulbiene”, erhält als “Dankeschön” für seine Spende dieses Spezialporträt. Vielen Dank für das Interview!

Wie kam die Bamberger Schulbiene zur Spende von Werner Eichmüller?

Werner Eichmüller,

“Bamberger Schul­bienen”-Unter­stützer Werner Eichmüller, Geschäftsführer von Eichmüller Organisation GmbH © privat

„Die Susanne hat eure Crowdfunding-Aktion via Facebook geteilt und mich damit angestupst“, berichtet Werner Eichmüller, Geschäftsführer des gleichnamigen Möbelausstatters und Einrichters von Bibliotheken. Mit der witz- und geistreichen Kollegin aus dem bibliothekarischen Dunstkreis, Susanne Drauz von Fleischmann Software Vertriebs GmbH, sitzt der ebenfalls humorvolle Heilbronner auch gerne einmal in einer Heckenwirtschaft und genießt den Feierabend. (P. S.: Die Verlinkung, Susa, hast du dir ebenfalls verdient, warst eine super Fb-Networkerin!)

Doch Werner Eichmüller kann durchaus auch ernsthaft sein: „Einsteins zugeschriebener Satz über das Sterben der Bienen und der Menschen ging mir schon öfter im Kopf herum“. Und er ergänzt – „Ich finde es gut, dass ihr die Kinder mitnehmt und ihnen die Augen öffnet, was in der Natur gerade passiert“. Fast schon ein wenig ungehalten fährt er fort: „Es ist erschreckend, wie wenig Ahnung die Kinder von den Vorgängen draußen haben, wie sich die Ängste der Eltern auf die Kinder übertragen und wie wenig Naturwissen die Familien heute haben.“

Dankbar erinnert sich Werner an seinen Vater: „Er hat uns noch die vier verschiedenen Getreidearten – Roggen, Hafer, Gerste und Weizen – gezeigt, und dies alle Jahre, bis wir sie endlich unterscheiden konnten.“ Dass diese, im Gegensatz zu Obstbäumen, allesamt vom Wind bestäubt werden, sind Details, die aktuell eine elementare Rolle spielen, geht es um die Ausrichtung der Landwirtschaft im Bezug zum Erhalt der wichtigsten Bestäuberin, unserer Honigbiene.

Von Bienen wissen wir, dass sie überaus fleißig sind. Welche Eigenschaften sind es, die Werner Eichmüller als Geschäftsführer auszeichnen?

Gesagt hat er es so nicht, doch Werner Eichmüller besitzt ein offensichtlich großzügiges Herz. Nach seinem ehrenamtlichen Engagement befragt berichtet der Vater einer erwachsenen Tochter vom Heilbronner Freundeskreis der Stadtbibliothek, für den er ebenfalls kürzlich gespendet hat. Der Freundeskreis animiert in den Sommerferien Kinder zum Lesen, und da kann die Bamberger Schulbiene nur kräftig applaudieren. Auch uns signalisierte der aktive „Alte Herr“ einer Stuttgarter Studentenverbindung, wir dürften für weitere Bedarfe erneut auf seine Hilfe zählen.

Keinen Hehl indes macht der sportlich aktive Mitsechziger (Alpin-Ski mit der Auszeichnung „Hilfsskilehrer“ und Tennis) aus der Tatsache, dass er ohne seine Eigenschaften wie Zielstrebigkeit, Fleiß und Ehrlichkeit den mittlerweile 94 Jahre bestehenden Betrieb „Eichmüller – Ausstattung und Einrichtung von Bibliotheken“ nicht so ohne weiteres hätte in die heutige Zeit führen können. Dabei hat der Grandseigneur, den die Schulbiene persönlich vor allem durch die Bibliothekskongresse her kennt (er bezeichnet sich selbst als „Bibliothekartags-Fossil“), auch noch viel Spaß – und den bestimmt einige weitere Jahre lang. „Doch mit den Füßen voran wird man mich wohl kaum aus meiner Firma tragen müssen“, versichert er belustigt.

Welche Erfahrungen hat Werner Eichmüller mit den Themen Honig, Bienen und Imkerei bisher gemacht?

„Ich esse jeden Tag Honig – so fängt mein Tag gut an!“ Werners Ausrufezeichen sind förmlich durchs Telefon zu hören. „Ich stehe um 6 Uhr auf, mache mir einen Obstsalat, danach gibt’s Kaffee, die Zeitung und immer ein Honigbrot“ führt er weiter aus und erzählt begeistert: „Den Honig kaufe ich in einem tollen Laden, der schon hundert Jahre alt ist und noch immer so aussieht, wie ich ihn als Kind kannte. Der Besitzer weiß haargenau, in welchem der vielen Räume, die über zwei Stockwerke gehen, sich was befindet – und das bei weit über 5.000 Artikeln „ guter alter Dinge“ http://seifen-reinhardt.de/geschaeft.html

Apropos „gute alte Dinge“: Die Liebe zum Honig entstand bei Werner schon sehr früh. Als Zehnjähriger erklärte ihm ein Verwandter seiner Mutter, die aus Weimar stammte, die Welt der Honigbienen. Für den ersten Besuch des Meteorologieprofessors, der in einem Garten in Apolda Bienen hielt, bedurfte es noch einer Einreisegenehmigung. Weitere Besuche in die DDR erfolgten 1964 und 1976, jeweils gekrönt von erneuten Begegnungen mit den Immen.

Auch in seiner Heimatstadt ist der Weg zum nächsten Imker nicht weit. Auf meine Frage, ob denn die nahen Weinberge in Heilbronn eine Bienenhaltung überhaupt zulassen, berichtet der gebürtige Lauffener (Heilbronn war im Krieg bekanntlich stark zerstört worden): „Etwa 300 Meter weg von meinem Wohnhaus vor dem nächsten Weinberg gibt es noch etliche Bienenstöcke. Mittlerweile wird ja auch nicht mehr so viel und so giftig gespritzt. Außerdem stehen noch viele Obstbäume dort in allernächster Nähe.“

Was wünscht Werner Eichmüller dem Projekt „Bamberger Schulbiene“?

„Weiter so viel Erfolg, gute Resonanzen und Akzeptanz bei allen, die mitmachen“, gibt uns das „Urgestein der Bibliotheksmöbelwelt“, Werner Eichmüller, mit auf dem Weg. Dafür vielen Dank!

Kontaktdaten:
Unternehmen: Eichmüller Organisation GmbH, 74080 Heilbronn
E-Mail: werner [at] eichmueller [dot] com