Jahreshauptversammlung IBZV mit Ehrungen

Zur Jahreshauptversammlung des Imker und Bienenzuchtvereins Bamberg Stadt und Land e. V. (IBZV) in Breitengüßbach am 26.01.2020 gab es neben den üblichen Regularien und einer Neuwahl zahlreiche Ehrungen. So vergab Robert Engert (1. Vorsitzender) an Nikolaus „Klaus“ Hofmann die bronzene Ehrennadel des Landesverband Bayerischer Imker e. V. für dessen langjährigen Verdienste.

Robert Engert, 1. Vorsitzender Imker und Bienenzuchtverein Bamberger Stadt und Land e. V. überreicht Urkunde zur Verdienstnadel in Bronze des Landesverband Bayerischer Imker e. V. an den amtsausgeschiedenen 2. Vorsitzenden, Nikolaus Hofmann.

Robert Engert, 1. Vorsitzender Imker und Bienenzuchtverein Bamberger Stadt und Land e. V. überreicht Urkunde zur Verdienstnadel in Bronze des Landesverband Bayerischer Imker e. V. an den amtsausgeschiedenen 2. Vorsitzenden, Nikolaus Hofmann.

Klaus Hofmann war seit 2004 Schriftführer, bevor er 2008 die Kasse des Vereins verwaltete und seit 2012 den zweiten Vorsitz einnahm. Am Lehrbienenstand in Burgebrach leistete er mit 75 Lehrgängen weit über 400 ehrenamtliche Stunden, um Jungimker anzulernen. Ungezählt hingegen blieben zu seinem wunschgemäßen Ausscheiden die Stunden seiner Tätigkeit als Imkerpate und aller Sitzungszeiten. Im Übrigen ist er unser Bienenvater, hat uns also 2010/11 das Imkern beigebracht.

Leo Hümmer übernimmt Kasse aus den Händen von Susanne Borowski-AnzenhoferIm Zuge der Neuwahlen ergingen zur Jahreshauptversammlung weitere Ehrungen an ebenfalls ausscheidende Mitglieder des (erweiterten) Vorstands. Sabine Borowski-Anzenhofer trat 2008 in den Verein ein und stellte sich bereits nach nur zwei Jahren als Kassiererin zur Verfügung.

Neuer Zuchtwart Harald BuschZuchtwart Anton Mackert, seit 20 Jahren Vereinsmitglied, zeichnete ab 2004 für die Umlarvtage verantwortlich. Seit 2014 protokollierte Schriftführer Leo Weingärtner die Geschehnisse des Vereins. Als Beirat fungierte seit 2004 Erwin Schmidt und seit 2005 der als Kassenprüfer eingesetzte Thomas Vollmuth.

Schriftführer Leo Weingärtner gibt Amt an Astrid Dietz (links von ihm) abZur Jahreshauptversammlung machten alle Genannten den Weg vertrauensvoll frei für den jungen Nachwuchs. Gefunden wurde dieser in Jennifer Geier (in Abwesenheit) als zweite Vorsitzende, Leo Hümmer als Kassierer, Harald Busch als Zuchtwart, Astrid Dietz als Schriftführerin, Kerstin Sirtl (in Abwesenheit) als Beirätin und Sabine Borowski-Anzenhofer als Kassenprüferin. Einstimmig fiel sowohl die Entlastung der bisherigen Amtierenden aus als auch die Wahl der Neuen, die jeweils ohne Gegenkandidaten antraten.

Unser neu formierter Vorstand wird sich am 03.03. zur Vorstandssitzung treffen und dabei das Programm für 2020 festlegen. Der IBZV mit Sitz und Lehrbienenstand in Burgebrach beträgt rund 140 Mitglieder und konnte trotz demografiebedingter Ausscheidungen seine Mitgliederzahl seit Jahren halten oder sogar leicht erhöhen.

P. S.: Ein Programmpunkt war der Jahresbericht und die Vorschau (Webseitenversion | Kurzversion PDF) zur Bienen-InfoWabe, die in Trägerschaft des Vereins von uns betreut wird.

Jahreshauptversammlung des IBZV 2020

Logo IBZVAm Samstag, den 25. Januar 2020 um 19.00 Uhr findet die Jahreshauptversammlung des Imker und Bienenzuchtverein Bamberg Stadt und Land e. V. (IBZV) im Gasthaus Hümmer in Breitengüßbach statt.

Hauptpunkte neben den üblichen Regularien sind heuer die Neuwahlen und die Vorstellung zu geplanten Aktivitäten 2020 des IBZVs sowie des Programms der Bienen-Info-Wabe statt. Retrospektiv berichten wir über die Busfahrt 2019 zum Bihäusl und zum Zeidelmuseum.

Gäste sind willkommen.

IBZV-Herbstversammlung 2019

Die Tagesordnung der Herbstversammlung am 19.10.2019 in Breitengübach sah folgende Punkte vor:

1. Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden Robert Engert
2. „Mensch und Bienen“ – Geschichtlicher Vortrag von Dr. Raimund Schuberth [Foto 1]
3. Jahresrückblick 2019 [Teilrückblick zur Bienen-InfoWabe – Ilona Munique -> Foto 3]
4. Vorschau auf das Programm 2019
5. Bienengesundheit – Reinhold Burger [Foto 2]
6. Sonstiges, Anregungen und Anträge

Nachträglich veröffentlicht am 18.10.2020 zum Datum vom 19.10.2019

Dr. Raimund Schubert, Vortragender Herbstversammlung IBZV e. V. 2019Reinhold Burger, Vortragender Herbstversammlung IBZV e. V. 2019Ilona Munique, Vortragende zur Herbstversammlung IBZV e. V. 2019

IBZV-Mitgliederversammlung mit BLIB-Jahresbericht

Logo IBZV e. V.Wann? Sa., 16.03.19  |  19 – 22 Uhr

Was? Frühjahresversammlung der Mitglieder des Imker und Bienenzuchtverein Bamberg Stadt und Land e. V.

Programmpunkte

  1. Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden Robert Engert, Feststellung der Tagesordnung
  2. Totengedenken
  3. Bericht des 1. Vorsitzenden
  4. Kassenbericht
  5. Bericht der Kassenprüfer
  6. Entlastung der Vorstandschaft
  7. Haushaltsentwurf 2019
  8. Bericht von der Bienen-Info-Wabe
  9. Vorschau auf das Jahresprogramm 2019
  10. Verschiedenes, Wünsche und Anträge

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung verbindliche Bestellungen von Varroa-Mitteln (Oxalsäure, Ameisensäure, Milchsäure) bis spätestens 15. April bei Robert Engert (Tel. 09546 / 6816)

Für wen? Mitglieder des IBZV. e. V. und Gäste
Kosten? Keine
Wo? Brauerei-Gasthof Hümmer, Breitengüßbach, Bamberger Straße 22

Neue Kurse fürs Imkern auf Probe 2018 (Bamberg / Burgebrach)

Wegzeichen zum IBZV-Lehrbienenstand Burgebrach„Imkern auf Probe“ nennt sich der Kurs, der vom Land Bayern finanziell unterstützt wird. Alle, die daran unter bestimmten Auflagen teilnehmen, erhalten kostenlos (und auch ohne Mitglied zu sein) ein eigenes Bienenvolk zur Pflege. [Update am 19.02.18]

Vergangenes Jahr fiel das Probeimkern beim Imker und Bienenzuchtverein Bamberg Stadt und Land e. V (IBZV) aus Kapazitätsgründen aus. Doch heuer startet er wieder, und zwar zunächst mit zwei Teilen in Burgebrach. Hier die genauen Termine:

  • Sa., 24.03.2018, Anfängerlehrgang Teil 1 – Theorie
    16.00 – ca. 18.30 Uhr, Restaurant LudwigX, Steigerwaldstraße 9, 96138 Burgebrach
    Referent: Dr. Reimund Schuberth, Bienenfachwart, Marktrodach
  • Sa., 31.03.2018, Anfängerlehrgang Teil 2 – Praxis
    15.00 – ca. 17.30 Uhr, Lehrbienenstand Burgebrach
    Referent: Robert Engert, 1. Vorsitender IBZV e. V.
  • Kosten? Keine
  • Anmeldung? Bitte telefonisch bei Robert Engert unter Tel. 09546–6816 anmelden

Imker Nikolaus Hofmann zeigt, wie's gehtDiese muss der Neu- bzw. Probeimker auf alle Fälle besuchen, und im weiteren Verlauf 10 Sonntagvormittage Unterricht am Lehrbienenstand. Beginn dort ist 9.30 Uhr, und zum Sonntagsbraten seid ihr wieder rechtzeitig fertig. Bienenvölker am neuen IBZV-Lehrbienenstand BurgebrachTermine siehe auf den Vereinsseiten.

Unterrichtet werdet ihr dort abwechselnd von Robert Engert und Nikolaus Hofmann (Foto), Vorsitzende des IBZV.

Nach diesem ersten Jahr dürft ihr euch „Jungimker“ nennen, egal, wie alt ihr tatsächlich seid. Nach Möglichkeit versuchen die alten Hasen, euch im ersten Jahr bei eurem eigenen Volk zu unterstützen. Je nach Kursandrang würde ich mich aber nicht unbedingt darauf verlassen, dass jederzeit jemand kommen kann, um euch über die Schulter zu schauen.

Bienen-InfoWabe mit Bienengarten und BänkenDaher ist es gut, weitere Ansprechpartner zu haben. Zum Beispiel in der Bienen-InfoWabe, die ihr jeden zweiten Sonntagnachmittag ab Ostern bis Mitte September von 14-17 Uhr aufsuchen könnt. Dort könnt ihr euch auch aus der Imker-Bibliothek bedienen und einen Blick in die neuesten Hefte der Zeitschrift „Biene und Natur“ werfen. Seid ihr Bienenpate/-patin oder ein Vereinsmitglied im IBZV, könnt ihr die Medien kostenlos ausleihen.

Viel Spaß bei eurem neuen Hobby – Ihr werdet es nicht bereuen. Denn ihr werdet eure Welt völlig neu erfahren – mit den Augen einer Biene seht ihr hundertfach genauer hin!

Imkerstammtisch auf 11.01. verschoben!

Logo IBZVDer normalerweise am 1. Donnerstag des Monats stattfindende Stammtisch des Imker und Bienenzuchtvereins Bamberg Stadt und Land e. V. wurde wegen Betriebsurlaub des Gasthauses Mohl in Unterhaid, Hauptstraße 8, auf eine Woche später, also den 11.01.2018 verschoben.

Den Stammtisch, der gegen 19 Uhr beginnt, dürfen natürlich auch Gäste, also (Noch-)Nicht-Mitglieder besuchen.

Bericht zur Herbstversammlung IBZV e. V. 2017

Vortrag Rüdiger WinterspergerDie Ordentliche Mitgliederversammlung (OMV), auch als „Herbstversammlung“ des Imker und Bienenzuchtvereins Bamberg Stadt und Land e. V. (IBZV) bezeichnet, fand traditionell in Breitengüßbach statt. Da beide Vorsitzende verhindert waren, wurde Ilona Munique zur Versammlungsleitung vorgeschlagen und von den anwesenden Mitgliedern gewählt. Hauptelement des Abends am 14.10.2017 war der Vortrag von Fachwart und 1 Vereinsvorsitzenden des Imkervereins Bad Rodach, Rüdiger Wintersperger zum Thema „Das Bienenvolk im Jahreszyklus“.

In rund 100 Minuten, beginnend mit den Winterarbeiten, endend mit den Herbstarbeiten und einigen Fazits, blätterte Wintersperger in den Fotoarchiven und Erkenntnissen seines Erfahrungsschatzes. Detailreich, dennoch übersichtlich, wurden Fragen und Fakten zu folgenden Arbeitskriterien der Bienenhaltung angesprochen, die im Spannungsfeld zwischen Gartenbesitzer, Landwirten, Naturschützer, Verbraucher, Imker sowie Belange von Stadt und Landkreis liegen.

  • Zeitpunkt der Arbeiten
  • Biologie
  • Ziel
  • Anzeichen und Maßnahmen im Bezug auf
    • Raum
    • Bienen
    • Ernährung
    • Gesundheit

Dieses im Einzelnen wiederzugeben würde den Rahmen des Blogbeitrags sprengen. Für Jungimker war der ausgiebige Vortrag sicherlich eine Herausforderung. Aber auch erfahrene Imker hingen an den Lippen des Diplom-Agraringenieurs aus Bad Rodach und Herr über rund 50 eigene Völker. Einige Folien finden Sie hier unten in der Galerie.

Im Anschluss erfolgte ein Jahresrückblick auf 2017 und eine Vorschau auf 2018 sowohl des Vereins selbst als auch der Bienen-InfoWabe, deren Träger der IBZV ist. Die  wichtigste Meldung: In 2018 findet wieder ein „Imkern auf Probe“ statt, welches aus Kapazitätsgründen heuer ausgesetzt war. Die Rückschau auf den Imkerausflug erfolgt zur Frühjahresversammlung.

Versammlungsleiterin und Vortragende Ilona MuniqueDie Folien des Jahresberichts und der Vorschau zur Bienen-InfoWabe gerieten ebenfalls umfangreich, doch überwiegend der Bilder wegen, die sich nicht zuletzt durch die Errichtung des Bamberger Bienengartens sowie besonderer Schulungszielgruppen (z. B. die Lehramtsanwärter/innen zur Didaktik der Naturwissenschaften und dem Besuch der Chinesischen Delegation) ergaben. Das frisch erstellte BIWa-Jahresprogramm 2018 (Kurzversion) konnte den Anwesenden exklusiv ausgeteilt werden, der gedruckte Flyer erscheint voraussichtlich noch vor dem Dezember.

Wie geplant endete die OMV um kurz nach 22 Uhr. Die nächste OMV findet als Jahreshauptversammlung voraussichtlich wieder im Februar statt. Wir halten Sie hier und auf den Seiten des IBZV e. V. auf dem Laufenden.

 

Herbstversammlungen – HEG und IBZV e. V.

Logo IBZVLeider am selben Tag, nämlich dem Sa., 14.10.2017, findet jeweils die Herbstversammlung der HEG, Honigerzeugergemeinschaft Süddeutschland w. V. in Eltmann sowie die Jahresversammlung des Imker und Bienenzuchtverein Stadt und Land e. V. in Breitengüßbach statt.

Da Reinhold in beiden Vereinen Mitglied ist, etwas ungünstig. Nachdem jedoch ein Tagesordnungspunkt zur Mitgliederversammlung des Imkervereins vorsieht, dass wir unseren Jahresbericht und eine Vorschau zum Programm der Bienen-InfoWabe bzw. unserer Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de vorstellen, ist klar, wo wir erscheinen werden.

Wir freuen uns außerdem auf den Vortrag von Rüdiger Wintersperger: „Das Bienenvolk im Jahreszyklus“.

Amtliches und Rechtliches zur Bienenhaltung

Bienenhaus in Aufsess, Fränkische SchweizEinige Sachverhalte möchen wir hier nachfolgend aus unserer Sicht und Recherche in einem Gesamtzusammenhang darstellen, die in der Mitgliederversammlung des Imker- und Bienenzuchtvereins Bamberg Stadt und Land (IBZV e. V.) am 11.03.2017 (s. a. Teil 1) für Irritationen gesorgt haben, was jedoch zugegebenermaßen systemimmanent, sprich: einem leicht unübersichtlichen Bürokratieverständnis geschuldet ist. Doch der Reihe nach:

1. Anmeldung und Betriebsnummer
Alle Imker (Hobby-, Neben- und Haupterwerbsimker) müssen ihre Völker im Veterinäramt (Stadt bzw. Landkreis) anmelden. Grundlage ist das Tiergesundheitsgesetz (TierGesG)¹, erlassen in der Bienen-Seuchenverordnung (BienSeuchV).

§ 1a

Wer Bienen halten will, hat dies spätestens bei Beginn der Tätigkeit der zuständigen Behörde unter Angabe der Anzahl der Bienenvölker und ihres Standortes anzuzeigen. Die zuständige Behörde erfasst die angezeigten Bienenhaltungen unter Erteilung einer Registernummer und legt hierüber ein Register an. Die Registernummer ist zwölfstellig und wird aus der für die Gemeinde der Bienenhaltung vorgesehenen amtlichen Schlüsselnummer des vom Statistischen Bundesamt herausgegebenen Gemeindeschlüsselverzeichnisses sowie einer vierstelligen Betriebsnummer gebildet.

In Bayern ist der Anmeldevorgang zweigeteilt, was zu Irritationen führt. Denn mit der primär verpflichtenden Meldung an das Veterinäramt hat der Imker de facto nach der Lesart des §1 nach unserer Auffassung seine Schuldigkeit getan. Die zuständige Behörde (dem Verständnis nach das Veterinäramt, da nur dort Standort und Anzahl der Völker gelistet werden) müsste nun diese angezeigte Bienenhaltung mit einer Registriernummer belegen „Die zuständige Behörde erfasst die angezeigten Bienenhaltungen unter Erteilung einer Registernummer“).

Da die Registriernummer („Betriebsnummer“) jedoch in Bayern nur im Landwirtschaftsamt (Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, AELF) zu bekommen ist, wäre der Imker bzw. die Imkerin aufgefordert, sich zuerst die Betriebsnummer (richtig: Registriernummer) geben zu lassen und DANN an das Veterinäramt Meldung zu leisten.

Also, erst Betriebsnummer, dann Veterinäramt. Dabei kann man also nichts verkehrt machen. Wer die Betriebsnummer nicht beantragt, MUSS jedoch wenigstens ans Veterinäramt melden, sonst wird das Versäumnis mit einem Bußgeld belegt. Hier dazu die Richtigstellung der Info aus der Mitgliederversammlung:

2. Ordnungswidrigkeit, nicht Straftat
Imker machen sich bei einer Nicht-Anmeldung der Bienevölker im Veterinäramt zwar nicht strafbar nach dem Strafgesetzbuch. Es ist jedoch eine Ordnungswidrigkeit, die eine Geldbuße (vergleiche auch Pressemeldung infranken.de) nach sich ziehen kann. (Siehe auch Unterschied Ordnungswidrigkeit und Straftat.)

Unser Fazit: Hat man die Meldung an das Veterinäramt ohne Registriernummer vollzogen, so kann demnach das alleinige Fehlen einer Betriebsnummer dem Grunde nach keine Ordnungswidrigkeit nach sich ziehen, legt man die Bedeutung zugrunde, die sich im Tiergesundheitsgesetz zum Schutz vor Tierseuchen findet. Anzahl und Standorte der Bienenvölker des gemeldeten Imkers sind dafür relevant, die Registriernummer führt lediglich Ihre Adresse auf. Dennoch würde ich es nicht darauf ankommen lassen, wenn Sie auf der sicheren Seite sein wollen!

[Aktualisiert am 4.4.2019]

¹ Gesetz zur Vorbeugung vor und Bekämpfung von Tierseuchen (Tiergesundheitsgesetz – TierGesG); Neufassung des Viehseuchengesetzes von 1969, auf den sich der §1a des Bienen-Seuchengesetz bezieht.

² Bienen-Seuchenverordnung

Gastvortrag „Wildbienen“ zur Mitgliederversammlung IBZV

Klaus Weber, Vortrag zu WildbienenNicht alles, was nach Biene aussieht, tritt in Scharen auf. Bis auf wenige Ausnahmen sind Wildbienen Solitärbienen. Sozial sind nur Honigbienen, Hummeln und einige Furchenbienenarten, so der Biologe Klaus Weber vom Landschaftspflegeverband des Landratsamt Bamberg in seinem Gastvortrag zur Mitgliederversammlung am 11.03.2017 des Imker und Bienenzuchtverein Bamberg Stadt und Land e. V. (IBZV).

Mohnbiene; Osmia papaveris Weibchen am Nesteingang.

Mohnbiene; Osmia papaveris Weibchen am Nesteingang. © Roland Günter mit freundlicher Genehmigung

Bienen und Wespen sind überall anzutreffen. Allerdings am häufigsten im „Offenland“, wo sie es warm, trocken und sonnig haben. Viele von ihnen bevorzugen blütenreiche Lebensräume, wobei sich manche Arten auf nur eine einzige Blüte bzw. Pflanze spezialisiert haben, beispielsweise auf Glockenblumen, Mohn und Kornblumen. Teils als Nektar- und Pollenquelle, teils, weil es ihr Nistmaterial darstellt wie bei der Mohnbiene, die ihren Nistplatz mit Mohnblättern auskleidet.

Bei der Gelegenheit wies Weber auf die Blühmischung von Rieger-Hofmann hin, die er für besonders empfehlenswert hält. Besitzer von mehr als 3 ha Grund erhalten übrigens Förderungen für das Anlegen von Blühflächen.

Folie Klaus Weber zur Lebensweise der Stechimmen WildbienenNist- und Baumaterial ist großes Thema bei den Wildbienen. Deren Nester sind nicht in regelmäßig angelegten Waben zu finden, sondern vor allem in sandigen oder lehmigen Böden und einigen exotischen Orten, z. B. in Schneckengehäusen. Nisthilfen, so genannte Bienenhotels, tragen dazu bei, manche Defizite an Wohnraum auszugleichen.

Doch oft ist gut gedacht nicht gut gemacht. Weber wies auf einige Fehler im Herstellen der Hotels hin und wie man es besser machen könnte. Neben einer Liste mit bienenfreundlichen Pflanzen verwies der Wildbienenkundler auf Literatur, die zum größten Teil auch in unserer Imker-Bibliothek (Stichwort: Wildbienen) zu finden ist.

Bericht Bienen-InfoWabe

Neben dem üblichen Vereinsprozedere mit Entlastungen des Vorstands und der Kassenwartin stellten wir als Vetreter der Bienen-InfoWabe unsere Aktivitäten 2016 und eine Vorschau zu 2017 dar (Folien: JB-BLIB-MV-IBZV-0317). Siehe auch unser Transparenzbericht 2016.

Zur Situation der Bienenvölker
Der Vorsitzende Robert Engert wies darauf hin, dass nunmehr zu prüfen sei, ob ausreichend Futter in den Völkern ist. Notfalls sind Futterwaben aus anderen Völkern an die Traube zu hängen oder eine Notfütterung mit Apiinvert vorzunehmen. Schwache Völker sollten vereinigt werden. Außerdem sind die Bodenbretter zu reinigen und bis Mitte April überzählige Futterwaben zu entnehmen, damit die Bienen Platz fürs Brutgeschäft erhalten.

Ein weiteres Thema betraf Rechtliches zur Bienenhaltung. Dazu später mehr.