Aufbauanleitung „Bitte berühren“

Puzzlebeute an der Bienen-InfoWabe in Bamberg, Bienenweg 1Aufbauanleitung zur Puzzlebeute:

Wir sind die Teile einer Bienenwohnung (Beute), die im Bamberger Bienengarten steht. Du darfst uns berühren, auseinandernehmen und wieder zusammensetzen, um zu verstehen, welchen Zweck wir erfüllen. Das sind unsere Namen:

Die Zarge | Das Absperrgitter | Der Deckel | Die Blechhaube | Der Boden | Die Windel | Der FluglochkeilDie Bienenflucht | Die Rähmchen | Der Stein | Die Palette | PDF-Liste aller Teile

[Hörtexte in Planung.]


Die Zarge

Hallo, ich bin ein Stockwerk von dieser Bienenwohnung, die Beute heißt.
Mein Name ist „Zarge“.

  • In meinem Inneren können bis zu 10 Rähmchen eingehängt werden.
  • Werde ich als Brutraum genutzt, stehe ich im Stapel ganz unten, direkt über den Boden.
  • Werde ich als Honigraum genutzt, befinde ich mich im oberen Teil der Beute. Zwischen Brutraum und Honigraum befindet sich das Absperrgitter.
  • Ich bin aus Weymouth-Kiefer. Diese Holzart ist robust und verzieht sich nicht bei Feuchtigkeit wie bei der Kiefer. Ich müsste nicht einmal unbedingt gestrichen werden. Doch mit meiner bienenfreundlichen Lasur halte ich gleich noch einmal so lang!

Hast du das Absperrgitter auch schon entdeckt?


Das Absperrgitter

Hallo, ich bin ein Teil von dieser Bienenwohnung, die Beute genannt wird.
Mein Name ist „Absperrgitter.“

  • Ich liege zwischen zwei Stockwerken, die Zargen heißen.
  • Die Zarge unter mir ist ein Brutraum. Die Zarge über mir ist ein Honigraum.
  • Ich sorge mit meinen Gitterstäben dafür, dass die Königin und die Drohnen nicht in den Honigraum über mir gelangen. Denn dort soll sich nur Honig und Arbeitsbienen befinden, nichts anderes.
  • Der Abstand meiner Gitterstäbe ist weit genug für die Arbeitsbienen, die den Honig herstellen.
  • Aber er ist eng genug, damit die große Königin und die dicken Drohnen nicht hindurchpassen. So bleibt alles hübsch getrennt, was nichts im Honigraum verloren hat.

Schlau ausgedacht, was?!


Der Deckel

Hallo, ich bin ein Teil von dieser Bienenwohnung, die Beute genannt wird.
Mein Name ist „Deckel“.

  • Meine Aufgabe ist es, die Beute vor Wärmeverlust zu beschützen. Viel zu tun habe ich dabei nicht.
  • Ich liege flach und bequem am obersten Ende der Beute.
  • Unter mir befinden sich meist mehrere Stockwerke, die Zargen genannt werden, und vielen weiteren Einzelteilen.
  • Hast du sie alle schon zusammengebaut? Dann setze mich oben drauf und du bist fast fertig.
  • Eines noch: Über mir sitzt die Blechhaube. Gemeinsam sorgen wir dafür, dass kein Regenwasser eindringen kann und es die Bienen hübsch trocken und warm haben. Eine extra Dämmung braucht es deshalb nicht.

Richte meiner Kollegin, der Blechhaube, einen schönen Gruß aus!


Die Blechhaube

Hallo, ich bin ein Teil von dieser Bienenwohnung, die Beute genannt wird.
Mein Name ist „Blechhaube“.

  • Ich bin die oberste Beschützerin dieser Beute, denn ich sitze über allen Stockwerken.
  • Gemeinsam mit dem flachen Deckel, der unter mir liegt, sorgen wir dafür, dass kein Regenwasser eindringen kann und es die Bienen hübsch trocken und warm haben.
  • Da ich nicht sehr schwer bin, kann mich allerdings ein Windstoß, der unter meine Kanten fährt, davon wehen. Daher beschwere mich bitte mit einem Stein.
  • Werde ich abgenommen, werde ich verkehrt herum, also mit dern Innenseite nach oben auf den Boden gelegt. So lassen sich schwere Zargen ganz bequem und bienenfreundlich auf meinen Kanten „über quer“ abstellen. Die Bienen, die aus den Zargen krabblen, werden dabei nämlich nicht zerdrückt.

Ach ja … und lass dir helfen, falls der Stein auf mir zu schwer sein sollte!


Der Boden

Hallo, ich bin ein Teil von dieser Bienenwohnung, die Beute genannt wird.
Mein Name ist „Boden“.

  • Ich bin das Teil, das alle Lasten trägt. Unter mir befindet sich nur noch das Gras oder manchmal auch eine Palette.
  • Damit von unten kein Tier in die Beute dringen kann, ist an meiner Unterseite ein Gitterboden angebracht. Durch die engen Maschen kann aber noch Luft in die Beute rein. Das ist wichtig, damit es nicht zu feucht bei den Bienen wird und keine Waben schimmelig werden.
  • Hast du die zwei schmalen Spalten an den Stirnseiten entdeckt? Der eine, etwas höherer Spalt ist das Flugloch zum Ein- und Ausfliegen der Bienen. Die Größe des Fluglochs lässt sich mit dem Fluglochkeil verändern. Vielleicht hast du ihn auch schon kennengelernt?
  • Der zweite Spalt ist etwas schmaler. Dort wird manchmal eine weiße Plastikplatte eingeschoben. Ihr Name ist „Windel“. Ja, genau, das, was auch Babys und Kleinkinder oder ganz alte Menschen brauchen.
  • Wir beide sind ein gutes Team. Denn am Abfall auf meinem Gitterboden und am Abfall („Gemüll“) der Windel kann man sehen, wie es den Bienen geht und ob sie gesund oder krank sind.

Grüße meine Freunde Fluglochkeil und Windel von mir, bitte!


Die Windel

Hallo, ich bin ein Teil von dieser Bienenwohnung, die Beute genannt wird. Mein Name ist „Windel“.

  • Ich werde in dem schmalen Spalt im Boden eingeschoben.
  • Ich bestehe aus weißem Plastik, denn darauf lässt sich alles gut erkennen.
  • Denn wie bei den Menschen auch fange ich körperliche Ausscheidungen aus. Nur, dass auf meiner Fläche außerdem Wachskrümelchen, verlorene Beinchen und Flügelchen, Tierchen wie die Milbe oder Pollen landen.
  • An diesem „Gemüll“, so der Fachausdruck, ist erkennbar, wie es dem Bienenvolk über mir gesundheitlich geht. Erkennbar ist außerdem, wo das Brutnest sitzt und ob es etwa Kämpfe mit fremden Insekten oder Tieren wie etwa der Spitzmaus gab.
  • Ich werde nicht ständig gebraucht, sondern nur zur Kontrolle so drei- bis viermal im Jahr für jeweils etwa drei Tage.

Weil mit mir eine Diagnose möglich ist, sehe ich mich als tolle Arzthelferin an, jawohl!


Der Fluglochkeil

Hallo, ich bin ein Teil von dieser Bienenwohnung, die Beute genannt wird. Mein Name ist „Fluglochkeil“.

  • Ich bin eine flexible Tür im Einflugloch des Bodens
  • Ich kann das Flugloch mal größer, mal kleiner machen, je nach dem, in welche Richtung man mich dreht und einpaast
  • Ist das kleinere halbrunde Loch vorne, kann sich auch ein noch kleines Volk gut vor Eindringlingen verteidigen.
  • Werde ich mit der größeren Öffnung nach vorne angebracht, können viele Bienen auf einmal ausfliegen. Das ist gut, wenn es viel Tracht, also reichlich Pollen und Nektar zu holen gibt.

Ich bin zwar klein, aber trotzdem wichtig!


Die Bienenflucht

Hallo, ich bin kein Teil von dieser Bienenwohnung, die Beute genannt wird, sondern ein Zubehör. Mein Name ist „Bienenflucht“.

  • Ich werde nur gebraucht, wenn es ans Honigernten geht.
  • Ich werde einen Tag vor der Ernte zwischen Brut- und Honigraum gelegt. Das Absperrgitter hat in dieser Zeit Pause.
  • Ich halte alle Bienen davon ab, in den Honigraum zu gelangen. So wird es dort mit der Zeit immer freier von Bienen, die beim Ernten stören würden. Dann müssen sie  nicht mit einem Besen von den Honigwaben abgekehrt werden. Ich sorge also für eine schonende Behandlung.
  • Weil ich ein Einbahnstraßensystem bin, kommen die Bienen zwar aus dem Honigraum in den Brutraum hinunter, aber nicht mehr zurück. Beim Durchkrabbeln durch die Öffnungen (am oberen Ende) werden die Flügel angelegt. Das funktioniert also. Doch andersherum nach oben geht das nicht mehr. Sieh genau hin. Die Öffnungen am anderen Ende laufen „verjüngt“ zu, sind also schmäler.

Ich bin ziemlich stolz auf meinen Arbeitseinsatz, auch, wenn dieser nur höchstens zweimal im Jahr stattfindet!


Die Rähmchen

Hallo, ich bin ein Teil von dieser Bienenwohnung, die Beute genannt wird. Unser gemeinsamer Familienname lautet „Rähmchen“. Wir haben aber auch Doppelnamen.

  • Unsere Vornamen sind: Leer-Rähmchen, Drohnen-Rähmchen und Mittelwand-Rähmchen-
  • In uns bauen die Bienen ihre Waben, in die sie Brut und Nahrung einlegen. Wie das aussieht, seht ihr an den Fotos der Puzzlebeuten-Rähmchen.
  • In dieser Art der Beute (nach dem „Zandermaß“) sind wir rechteckig. Es gibt aber auch andere Formen, zum Beispiel trapezförmig oder oval. Das ist jedoch eher selten.
  • In dieser „Zander-Beute“ sind wir ein Team von zehn Rähmchen. Im richtigen Einsatz ist unsere Anzahl zu bestimmten Zeiten auch mal weniger.

Habt ihr die Quizfragen entdeckt? Psssst, die Lösungen findet ihr über den QR-Code … oder gleich hier drauf klicken!


Der Stein

Hallo, ich bin kein Teil von dieser Bienenwohnung, die Beute genannt wird, sondern ein Zubehör. Mein Name ist „Stein“.

  • Ich werde auf den Blechdeckel gelegt. Ich fühle mich als alleroberster Beschützer der Beute. Aber lass das den Blechdeckel nicht wissen, der ist sonst vielleicht beleidigt.
  • Ich bin so schwer, das ein Windstoß, der unter den Blechdeckel fährt, diesen nicht abheben kann. Sehr schwer bin ich, wenn ich aus Beton, Kalk oder Granit bestehe.
  • Wenn eine Imkerin oder ein Imker ins Innere der Bienenwohnung sehen möchte, werde ich zur Seite gelegt. Ich versuche dann, so zu liegen, dass niemand über mich stolpert.
  • Wenn ich auf dem Deckel immer an der selben Stelle liege, kann mein/e Besitzer/in an den Gebrauchsspuren sehen, ob vielleicht jemand an den Bienen dran war.

Viele Grüße an die nette Palette, meine Fernbeziehung!


Die Palette

Hallo, ich bin kein Teil von dieser Bienenwohnung, die Beute genannt wird, sondern ein Zubehör. Mein Name ist „Palette“.

  • Ich bin das allerunterste Zubehör. Ich sorge dafür, dass die Füße des Bodens oberhalb von mir nicht zu schnell abfaulen. Mit mir darfst du also den Aufbau beginnen.
  • Ich darf nicht kippelig stehen. Das wäre schlecht für die Bienenpflege.
  • Mein Einsatz ist nicht langweilig, denn unter mir ist viel zu sehen: Gras, Steinchen, Ameisen, Mäuse, Marder, Igel, … manchmal auch nur Stein oder Beton. Dann sorge ich dafür, dass die Wohnung über mir nicht zu kalt steht.
  • Die Paletten aus Holz sagen immer, sie wären hübscher als ich. Weil ich nur ein Plastikteil bin. Na, dafür halte ich länger! Und da ich ein Geschenk von REWE-Rudel bin, habe ICH zumindest nichts gekostet!

Nicht ärgern, wenn du meine Bestimmung erst NACH dem Aufbau der Bienenwohnung entdeckt hast. Du musst nicht von vorne anfangen. Ich warte einfach auf die nächsten Gäste.