Bienen und Honig in Luxemburg

Honig aus LuxemburgBienen in der Stadt, Schild am Bienenlehrpfad LuxemburgBienen in der Stadt, Bienen des Bienenlehrpfades der Stadt LuxemburgMit imkerlich sensibilisierten Augen entdeckten wir auf einer beruflich bedingten Studienreise nach Luxemburg Stadt natürlich sofort den Bienenlehrpfad. Die mit dem Slogan „Beien an der Stad“ betitelten Schilder an den 13 Etappen des über 2 Kilometer langen Parcours innerhalb der Stadt Luxemburg wird auf anschauliche Weise über Bienen & Co. aufgeklärt. Aus dem Weblog Bienen-Nachrichten.de habe ich die Titel der Stationen – und damit auf deutsch – entnommen.

Stationen des Rundwegs

  • Die Biene und die Wespe
  • Artenvielfalt
  • Pflanzenkübel und Blumenbeete
  • Artenvielfalt in den Steinmauern
  • Wildbienenhotel
  • Der Orientierungssinn der Bienen
  • Insektenvernichtungsmittel – eine große Gefahr
  • Dachbegrünung
  • Die Kolonie
  • Die Bestäubung
  • Die Biene und die Erzeugnisse des Bienenstocks
  • Erforschen der Bienenanatomie

Reinhold am Honigstand in LuxemburgAm samstäglichen Markt auf dem Place de Guilliaume II dann die nächste Entdeckung: Frësch geschleiderten Hunnig. Der Honig war wirklich sehr lecker! Die Familie Jungels-Hilgert betreibt die „Beienziichterei“ hauptberuflich unter dem Namen ApisJungels in Branebuurg. Lëtzebergisch ist neben Französisch und Deutsch die Sprache, die mit dem Moselfränkisch verwandt sein soll. Wir Franken schienen tatsächlich einiges mehr zu verstehen als Besucher aus Norddeutschland. Dennoch – es ist nicht ganz einfach, und vielleicht war deshalb der Austausch am Stand etwas zurückhaltend. Doch unter uns – Imker sind ja auch hierzulande eher zurückhaltend und ruhiger, das bringt die Tätigkeiten mit unseren quicklebendigen und stacheligen Freundinnen so mit sich. 😉

Reinhold am Honigstand in Luxemburg

 

Einfüttern – wann, was, wie

Zum Thema Einfüttern von Honigbienen, welches um diese Jahreszeit so langsam abgeschlossen sein sollte, gibt Reinhold ein paar Tipps – wichtig auch für unsere Studiengruppe der Universität Bamberg innerhalb unseres Lehrauftrags zur Schul-Imkerei*.

Zeitpunkt des Einfütterns

  • Das reguläre Einfüttern erfolgt bei den Wirtschaftsvölkerm NACH der ersten Varroabehandlung mit Ameisensäure.
  • Manchmal kann eine so genannte „Zwangsfütterung“ auch noch später im Jahr anfallen, wenn erkennbar wenig Zuckerwasser aufgenommen wurde. Das passiert, wenn die Varroabehandlung zu heftig für das Volk ausgefallen ist, bspw. bei einer zu schnellen Verdunstung bei zu warmen Wetter. Das Volk wird dann fressfaul. Siehe hierzu in unserem Beitrag unter der Zwischenüberschrift: „Zwangsfütterung im Herbst sorgt fürs Überleben“.
    Doch häufig ist der Grund ein zu schwaches und / oder krankes Volk, so dass eine Auflösung ratsam sein kann.

Was wird eingefüttert?

  • Zur Einfütterung verwenden wir eine Zuckerlösung im Mischungsverhältnis 3:2, d. h. 3 Anteile Zucker werden in 2 Anteilen Wasser gelöst. Als Zucker verwenden wir Haushaltszucker, also reine Saccharose. Zum Thema „Zucker“ siehe auch folgende Beiträge:
  • Alternativen zum Zucker sind fertige Futterlösungen auf Zucker- oder Getreidebasis. Achten sollte man, dass sie als Bienenfutter deklariert sind. Bienenfutter besitzt ein speziell auf die Bedürfnisse der Bienen abgestimmtes Spektrum von Zuckerarten.
  • Wirtschaftsvölker füttern wir mit 20 Kg Zucker ein, entsprechend rund 33 Kg Futterlösung im 3:2-Mischungsverhältnis. Ableger werden mit 15 Kg Zucker eingefüttert, entsprechend ca. 25 Kg Futterlösung.
  • Tragen Bienen nach der Honigernte (die bei uns nur einmal im Jahr im Monat Juli erfolgt) erneut viel ein, wird entsprechend weniger Zucker eingefüttert. Zusätzlich verbleiben bei unserer Betriebsweise mindestens 5 bis 10 Kg Honig im Brutraum. Daher vorher kurze Kontrolle der Situation und die Bedarfsmenge anpassen.

Wie wird eingefüttert?

  • Einfüttern der BienenvölkerEs gibt viele Möglichkeiten des Einfütterns, beispielsweise mit Futtertaschen oder speziellen Futtertrögen. Die einfachste, von uns verwendete Variante sind Futtereimer oder Futterboxen. Damit die Bienen die Zuckerlösung aufnehmen können ohne im Futter zu ertrinken, legen wir ein „Nestchen“ aus Stroh (vorzugsweise aus Bio-Landwirtschaft) auf das Futter.
  • Wirtschaftsvölkern kann (muss man aber nicht) das gesamte Futter in einer großen Portion auf ein Mal verabreicht werden.
  • Ableger bitte langsam in mehreren Portionen einfüttern. Wird ein Ableger zu schnell aufgefüttert, leidet die Bruttätigkeit, da auch das Brutnest mit Futter vollgefüllt wird.
  • Devise ist, lieber etwas mehr einfüttern, als verhungerte Völker im Frühjahr. Überschüssige Futterwaben werden im Frühjahr den Völkern entnommen und finden bei der Ablegerbilung weitere Verwendung.
  • Manchmal dauert es witterungsbedingt zu lange, bis die Bienen das Zuckerwasser aufgenommen haben, vor allem bei kühlem Wetter. Gäriges Zuckerwasser daher entfernen, abwiegen und die entsprechende Menge erneut anbieten, ggf. mittels „Zwangsfütterung“, wie oben beschrieben.

Einfüttern der BienenvölkerDetails

  • Folie auflegen, diese einen Spalt offen lassen, Leerzarge aufsetzen.
  • Grundsätzlich Abends einfüttern! Verhindert die Räuberei unter den Bienenvölkern
  • Nichts neben die Beute hinaus kleckern! Andere Bienenvölker werden sonst angelockt und zur Räuberei verleitet.

*„Didaktik der Naturwissenschaften“ der Fakultät Humanwissenschaften an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg am Institut für Erforschung und Entwicklung fachbezogenen Unterrichts – EE-feU.

Geschichtliche Exkursion zur Bienenstube nach Schlammersdorf / OPf.

Ausgrabungen am Turmfundament Bihäusl in Schlammersdorf/Opf. © Foto Michael Biersack, mit freundlicher GenehmigungHerzliche Einladung zur erlebnisreichen Exkursion am So., 23.09.2018 zur Bienenstube nach Schlammersdorf / Oberpfalz!

!!!  Achtung! Verschoben wegen Gewitter und Starkregen auf 2019. !!!

Die Bienenstube ist ein verstecktes Kleinod mitten im Wald, an einer Weiherkette im Grenzbereich der Oberpfalz zu Mittel- und Oberfranken gelegen. In den historisch bedeutsamen Mauerresten eines runden Gebäudes, dem „Turmfundament Bihäusl“, wurden Hinterlassenschaften einer Zeidlerei aus dem 15. Jahrhundert entdeckt. Ein Fund, so selten wie ein Sechser im Lotto“, meint Michael Biersack, der am 23. September die Geschichtswanderung unter dem Veranstalter „Bienen-leben-in-Bamberg.de“ führen wird. Denn die imkerlichen Accecoires wie Kleidungsstücke oder Rauchpfeifen sind naturbedingt vergänglich, die Spuren der Betriebsorte längst ausgelöscht. Sie überlebten allenfalls in der kollektiven Erinnerung über Flurnamen. Von all dem Genannten jedoch kann die mittelalterliche Bienenstube in Schlammersdorf sichtbares Zeugnis ablegen. Das Turmfundament wurde von der Otto-Friedrich-Universität in den Jahren 2010 bis 2015 archäologisch untersucht. Der damalige ehrenamtliche Grabungshelfer Biersack begleitet seine Gäste weit zurück in die Vergangenheit, als Bienen noch „Immen“ hießen, die Imker privilegierte Waldnutzer und Wachs wie Honig unverzichtbar für das religiöse wie alltägliche Leben waren.

Ausschnitt aus der sog. Puellenhover-Karte von 1568 (St.A.a. Pl 3192; entnommen aus: https://www.zotero.org/ilonamunique/items/collectionKey/5KQPMWGC/itemKey/BANKR95P/q/relikte

Ausschnitt aus der sogenannten Puellenhover-Karte von 1568 (St.A.a. Pl 3192); entnommen aus: Losert / Werther et. al.: Relikte einer spätmittelalterliche Zeidlerei in der Oberpfalz [Turmfundament Bihäusl bei Schlammersdorf]

Treffpunkt ist der Brauereigasthof Püttner in Schlammersdorf (Oberpfalz). Von 11.30 bis 13 Uhr erfolgt ein gemeinsames Mittagessen mit Einführung. Im Anschluss geht es in 20 Fußminuten auf Waldwegen zur Bienenstube. Nach Besichtigung und Vortrag zu den Forschungserkenntnissen über die Bienenstube, den besonderen Funden und zur historischen Waldimkerei ist die Ankunft am Ausgangspunkt bis 15 Uhr vorgesehen. Festes Schuhwerk ist erforderlich. Je nach Anmeldung können Fahrgemeinschaften gebildet werden, ansonsten eigene Anfahrt. Anmeldung wegen Reservierung der Gaststube bis 20. September unter der E-Mail hallo [at] bienen-leben-in-bamberg [dot] de oder unter Tel. 0951-3094539. Für ältere Schulkinder geeignet.

Kennzeichnung "Spezialthema" der Bienen-InfoWabe (BIWa)Anlass? Spezialthema zum Europäischen Jahr des Kulturerbes 2018

Wo? Treffpunkt in Schlammersdorf / Oberpfalz, Brauereigasthof Püttner

 

Wann? So., 23.09.2018

  • 11.30 Uhr | Mittagessen und Einführung
  • 13.00 Uhr – 14.40 Uhr  |  Führung zur Bienenstube und Vortrag vor Ort
  • 15.00 Uhr Ende am Ausgangspunkt

Für wen? Alle Interessieren (Hin- u. Zurück fußläufig je ca. 20 Minuten auf Waldwegen einrechnen). Für ältere Schulkinder geeignet.

Referent: Michael Biersack (ehem. Grabungshelfer am Fundort)

Kosten: Keine, um Spenden wird gebeten.

Und sonst? Festes Schuhwerk ist erforderlich. Je nach Anmeldung Fahrgemeinschaften und / oder eigene Anfahrt. Anmeldung wegen Reservierung der Gaststube bis 20.09.2018 unter der E-Mail hallo [at] bienen-leben-in-bamberg [dot] de oder unter Tel. 0951-3094539.

 

Foto 2 entnommen folgender Literaturstelle: Hans Losert ; Lukas Werther ; Falko Turner ; Bastian Niemeyer: Relikte einer spätmittelalterliche Zeidlerei in der Oberpfalz [Turmfundament Bihäusl bei Schlammersdorf]. Weitere Angaben hier.

Modul „Varroabehandlung“ im Seminar zur Schul-Imkerei

Modul 10.1 im Seminar Schul-Imkerei* an diesem 15.08.2018 beinhaltete drei wichtige Lektionen:

  1. Wabenhygiene
  2. Varroabehandlung mit Ameisensäure
  3. Befindlichkeiten der Biene im Jahresverlauf

Utensilien zur Modul 10.1 Wabenhygiene, VarroabehandlungVorab wurden die dazu benötigten Materialien vorgestellt. Diese sind neben dem üblichen Stockmeißel, Abkehrbesen und Smoker mit Befüllmaterial folgende:

  • Vorab mit dosierter 60%-iger Ameisensäure abgefüllter Liebig-Dispenser (Flasche, perforiertes Dochtpapier, Grundplatte mit Fixierdornen)
  • Einmal-Schutzhandschuhe
  • Wasserkanister
  • Globuli Apis mellifica C30

1. Wabenhygiene

Nach der Honigernte (am 23.07., siehe Bericht) ist es an der Zeit, das Volk gegen die Varroamilbe zu behandeln. Der Zeitpunkt ist gleichzeitig eine gute Gelegenheit, die alten Brutwaben herauszunehmen, die sich nun in der untersten Zarge des Beutenaufbaus befinden. Es hausen hier nicht mehr allzu viele Bienen hier, denn diese haben ihre Brut nach oben gezogen (in Richtung ehemaligen Honigraum), und der Rest des Volkes schleckt gerade noch die nach der Ernte zurückgebrachten leeren Honigwaben aus.

Diese Brutwaben werden dem aktiven Kreislauf entnommen und eingeschmolzen. Zur Wachsverarbeitung siehe Blogbericht bzw. Sondermodul zum Seminar „Schul-Imkerei“.Modul 10.1 Wabenhygiene, Varroabehandlung

2. Varroabehandlung mit Ameisensäure

Handhabung Liebig-Dispenser zur Varroabehandlung.Nachdem die Zargen wieder zurückgestellt wurden, dient die nunmehr leere Zarge (also die, aus der vorher die alten Brutwaben entnommen wurden) als Raum für das Aufnehmen des Liebig-Dispensers. Wir arbeiten am liebsten mit diesem, da er am einfachsten und schnellsten zu bedienen ist und wir mit seiner Wirkung bislang sehr zufrieden waren. Zu den weiteren Möglichkeiten zugelassener Varroabekämpfungsmittel wurde eine Übersicht der LWG ausgeteilt.

Um die Dosierung zuhause in aller Ruhe kontrolliert vorbereiten zu können, ist eine vorherige Gemülldiagnose bzw. Varroazählung der Windel erforderlich, außerdem ein Blick auf die Varroawettervorhersage.

Mit der auf dem Docht aufgedruckten Richtwerten lässt sich die Verdunstungsmenge steuern. Da wir am Behandlungs- und den drei Folgetagen Temperaturen über 30° C erwarten, wird die Verdunstung sehr schnell ablaufen. Um den Bienen dabei nicht zu schaden, ist der Docht bei zwei Zargen fast in seiner ganzen Größe notwendig.

Unbedingt sind dabei Handschuhe zu tragen. Der Wasserkanister dient außerdem dazu, eventuelle Ungeschicklichkeiten beim Umgang mit der Säure schnell zu behandeln. Außerdem ist darauf zu achten, aufsteigende Säuredämpfe nicht einzuatmen. Es empfiehlt sich eine Atemschutzmaske.

Das Vorgehen zur Ameisensäurebehandlung ist in dieser Reihenfolge:

Handhabung Liebig-Dispenser zur Varroabehandlung.

  1. Wie viel Ameisensäure sind notwendig? -> Flasche befüllen
  2. Am Standort -> Werkzeug griffbereit herrichten
  3. Nach dem Wiederaufsetzen der leeren Zarge (nach der Wabenhygiene, siehe oben) vorsichtig einen Bereich in der Mitte der Zarge einebnen, und zwar in der Größe des Dispensertellers (Grundplatte). Also die Rähmchenoberfläche mit dem Stockmeisel vom Wachs- oder Propolisüberstand reinigen, damit der Teller bzw. nachfolgend die Flasche absolut in der Waage steht.
  4. Den Docht entsprechend der gewünschten Verdunstungsfläche herrichten und auf den Grundteller legen
  5. Spätestens jetzt die Handschuhe anziehen und ggf. die Atemschutzmaske überziehen
  6. Flasche öffnen (Sicherheitsverschluss)
  7. Flasche senkrecht auf die Dolmen der Grundplatte setzen
  8. Beides vorsichtig und am besten mit beiden Händen senkrecht auf die eingeebnete Fläche in der Beute setzen
  9. Plastikfolie über die Zarge legen, Zwischendeckel auflegen, Verschlusskappe des Fläschchens drauflegen (wenn ihr später die Flasche einholt, damit er zum Wiederverschließen griffbereit ist und dafür sorgt, dass euch keine Säurereste auslaufen können), Zinkdeckel auflegen
  10. Handschuhe abziehen. Dabei die Außenseite nach innen ziehen und sicher beseitigen. Es empfiehlt sich, zur Entsorgung eine Plastikbox mitzunehmen, auf der ein Totenkopfschädel anzeigt, dass der Inhalt gesundheitsgefährdend ist.

3. Befindlichkeiten der Biene im Jahresverlauf

Nach der Honigernte und dem erneuten Umbau ihres Zuhauses ist jedes Volk „knatschig“, wie Reinhold zu sagen pflegt. Es gilt also, besonders umsichtig mit ihm (und sich selbst) umzugehen. Daher empfiehlt sich das Bereitstellen von Globuli Apis Mellifica C30 zur Minimierung von Schwellungen nach Stichen. Der Tipp, mit dem oberen Teil des vorher entzündeten Feuerzeugs das in die Haut eingedrungene Gift zu neutralisieren, kann von uns nicht empfohlen werden, da es dabei zu Verbrennungen kommen kann. Besser ist ein spezieller elektronischer Stichheiler, der die Temperatur besser regeln kann.

Sich vor dem Eingriff bewusst werden, wie der Ablauf sein wird und in jedem Falle die Ruhe zu bewahren, auch, wenn’s schwer fällt, muss immer wieder eingeübt werden. Jeder noch so erfahrene Imker oder jede Imkerin wird mit der Zeit nachlässig. Nun, offenbar ist dann der Lerneffekt ein besserer – zumindest hilft es wieder für die nächste Zeit, den Bienen den ihnen gebührenden Respekt und den Lehrer(inne)n / Imkerpat(inn)en die angemessene Aufmerksamkeit entgegenzubringen. Bienen erziehen uns zu Achtsamkeit und ja, auch Demut – wer das nicht mitbringt, tut sich mit dem Imkern schwerer, als es sein muss.

Nächstes Modul war / ist das Einfüttern. Mist, dass das in die Sommerferien fällt. Das gilt es zu beachten, wenn man eine Schul-Imkerei führen möchte – dass man aufs Schulgelände muss, auch, wenn es normalerweise keinen Unterricht gibt.

Fotogalerie zur Varroabekämpfung, Modul 10.1 zur Schul-Imkerei

*„Didaktik der Naturwissenschaften“ der Fakultät Humanwissenschaften an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg am Institut für Erforschung und Entwicklung fachbezogenen Unterrichts – EE-feU.

Neuer Honig zur BIWa-Sonntagsöffnung am 19.08.2018

Bamberger LagenhonigDer neue Honig ist da! Den Bamberger Lagenhonig kann man erwerben zum  Beispiel zur  nächsten BIWa-Sonntagsöffnung 19.08.2018 von 14 – 17 Uhr, wenn es wieder heißt: „Offenes Haus für alle …“ mit Informationen rund um Bienen, Honig, Imkerei und Natur. Mit Nutzung der Imker-Bibliothek und Kaffee gegen Spende.

Bienen-InfoWabeWo? Bienen-InfoWabe, Bienenweg 1, 96047 Bamberg (Erba-Park).

Parkmöglichkeit: Tiefgarage „Erba“ „An der Spinnerei“ je nach Navi auch: „An der Weberei“.

Anfahrtsweg und exakte Standortdaten siehe unter Bienen-InfoWabe,

 

 

Teil 2: Honigernte und -verarbeitung der Lage „Weide“

Abendliche Stärkung vor dem SchleudernJetzt also den geernteten Schatz (siehe Beitrag 1) verarbeiten. Und weil das doch wieder hübsch viel Fotos ergab – und möglichst alle Teilnehmenden vom 27.07. „IHR“ Foto finden möchten –, teilten wir den Beitrag in zwei Hälften.

Honigwaben schleudern

Honig abfüllenDie Ernte und anschließende Verarbeitung – zumindest soweit, dass sich unsere Gäste jeweils ihre Gläser mit nach Hause nehmen konnten – machte wieder viel Spaß miteinander. Es war nun auch das letzte Mal in dieser Saison, dass wir im fröhlichen Rahmen einen Honigschleuder-Erlebnistag genossen. Es stand nur noch die Lage „Inselstadt / Villa“ an, die wir allerdings am nächsten Tag gänzlich ohne Publikum versorgten.

Nina Meiwes präsentiert den Bamberger LagenhonigNun sind sie also zu Ende, die schönen Tage des Erntens mit euch, ihr lieben Gäste! Zumindest für heuer. Zuletzt besuchten uns Bienenpatin Gabriele Loskarn (in deren Garten das Volk „Weide“ steht) mit ihrer Enkelin Lola, die neuen Bienenpatinnen Nina Meiwes und Michaela Then sowie unser Gast Martina Schroer, die uns durch die Plattform nebenan.de erfuhr. Alle hier genannten – bis auf Lola, da sind wir uns noch nicht sicher 😉 – möchten das Imkern lernen! Eines der Highlights imkerlicher Praxis ist das Honig ernten und verarbeiten. Diese Lektion haben sie nun in allen Stufen und bereichert mit vielen Tipps durchexerziert.

Gabi Loskarn präsentiert den Bamberger LagenhonigWir hoffen, es hat euch allen so viel Freude bereitet wie uns!

Die Honigernte- und -schleudertage unter dem Motto „Wie kommt der Honig ins Glas?“ fürs kommende Jahr stehen bereits fest und sind auch für Schulkinder geeignet. Haltet euch im Juli folgende Zeiten frei:

Termin 1: So., 14.07.2019  |  15.00 – 16.00 Uhr und 16.00 – 17.00 Uhr
Standort Erba-Insel (nur Ernte). Treffpunkt an der Bienen-InfoWabe, Bienenweg 1. Anmeldung wäre für diesen Termin nett, ist jedoch nicht zwingend.

Termin 2: Mo., 15.07.2019   |  17.00 – ca. 19.30 Uhr
Obstmarkt 10 (Entdeckeln, Schleudern, Abfüllen der Ernte vom Vortag aus dem Standort Erba-Insel). Bitte melden Sie sich unbedingt unter Tel. 0951-3094538 bis spätestens 14 Uhr an!

Termin 3: So., 21.07.2019   |  10.00 – ca. 15.00 Uhr
Standort Buger Wiese (Ernte). Treffpunkt Parkplatz gegenüber Buger Hof, Am Regnitzufer 1. Im Anschluss fahren wir zum Obstmarkt 10 (Entdeckeln, Schleudern, Abfüllen). Mit Mittagsimbiss. Nur nach Anmeldung.

Termin 4: Fr., 26.07. 2019  |  15.30 – ca. 19.00 Uhr
Standort Weide (Ernte). Treffpunkt Weide 15a im Garten. Im Anschluss Obstmarkt 10 (Entdeckeln, Schleudern, Abfüllen). Nur nach Anmeldung.

Fotogalerie Verabeiten des Bamberger Lagenhonigs, Lage Inselstadt / Weide

 

Honigernte und -verarbeitung der Lage „Weide“

Gruppenbild zur HonigernteBamberger Lagenhonig ist der Sammelbegriff, und die Lage „Inselstadt / Weide“ ist bekannt für seinen überwiegend lindenblütenartigen Honig, der besonders gut bei Erkältungskrankheiten Linderung bringt. Merken Sie was? Lind-erung? Genau!

Bienenpatin Gabriele Loskarn, die Hausherrin der „Weide“ und Jung-Imkerin, führte die Teilnehmenden bereits schon sehr kundig in den Vorgang des Erntens ein. Im Unterrichten zeigen sich am besten noch bestehende Unsicherheiten, und als Erwachsenenbildnerin weiß ich nur zu gut, dass „Lehren eigenes Lernen“ bedeutet. Das sollte motivierend sein, weil immer auch für einen selbst etwas dabei ‚rum kommt.

Ob auch Enkelin Lola (manche erinnern sich noch an sie?) eines Tages in die Fußstapfen von Oma Gabi treten wird, ist nur zu hoffen. Doch auf alle Fälle wollen die neuen Bienenpatinnen Nina Meiwes und Michaela Then (nicht auf Fotos, da erst am Abend zum Verarbeiten da) sowie unser Gast Martina Schroer das Imkern lernen! Das ist doch schon ein gutes Zeichen für die Bienenstadt Bamberg!

Im Anschluss des Erntens folgte die Verarbeitung im Obstmarkt 10. Dazu gleich mehr.

Fotogalerie Honigernte und -verarbeitung Bamberger Lagenhonig, Lage „Inselstadt / Weide“

Honigverarbeitung Erba-Park „Fünferlessteg“ 2018

Gruppenbild vom Honig schleudernPräsentation des Bamberger Lagenhonigs durch HarmutBetonte Süße, tannig und frisches Holz, blumig und nach Datteln bei lang anhaltenderm Abgang, sehr harmonisch und einfach köstlich bei butterzartem, saften Schmelz – so urteilten die beiden Bienenpaten Vanessa-Anastasia Merten und Dr. Peter Kaimer, Student Ekkhart aus der Uni-Seminargruppe „Schul-Imkerei“ mit Freundin Anja sowie die Bamberg-Besucher Gabi und Hartmut Rudnik am 23.07.2018 bei der Verkostung, als wir den gestrig geernteten Honig der beiden Völker vom Fünferlessteg verarbeiteten.

Honig schleudernPräsentation des Bamberger Lagenhonigs durch SephaPro Wabe ließen sich etwa 2 Kilo hervorlocken, die den direkten Weg über die Schleuder und dem Sieb des Honigtopfes in die Gläser fanden. Die kleine Gruppe war sehr begeistert über den ursprungsnahen Vorgang dieser direkten Lebensmittelverarbeitung, die nur eine Strenge kannte, nämlich die Hygiene. Ansonsten war alles pure Lust am Handwerk, das jeder mit ein wenig Übung schnell begriffen hatte.

Präsentation des Bamberger Lagenhonigs durch GabiEinzig beim Messen mit dem Refraktometer taten sich die meisten etwas schwer. Die Horizontlinie auf der Skala, die den Wassergehalt angibt, wird erst nach einigem Hin und Her übereinstimmend auf 16% festgelegt. Die Nachmessung nach drei Tagen, als der restliche Honig endgültig abgefüllt ist – unsere Gäste durften natürlich sofort schon vorher etwas für sich abzweigen – ergab dann eine Erhöhung auf 17,6%. Das lag an der zunehmenden Luftfeuchtigkeit im Raum. Doch alles unter 18% (nach dem DIB-Standard) bzw. 20% nach der Deutschen Honigverordnung ist bestens.Präsentation des Bamberger Lagenhonigs durch Ekkhart und Anja

Neue WaageBestens auch unsere Stimmung trotz hochsommerlicher Temperaturen. Und als Reinhold noch dazu die neue Waage auspackte, die endlich geliefert worden war, stand der Zeiger auf der Skala der Glückseligkeit auf einer seiner Höchstmarken!

Vielen Dank allen, die ihr mit uns diesen schönen, wahrhaft ergiebigen Tag verbracht habt!

Fotogalerie Honigverarbeitung Bamberger Lagenhonig, Lage „Erba-Park / Fünferlessteg“

 

„Honig ist schwerer als Bier“ – öffentliche Ernte am Fünferlessteg

Gruppe schaut in die offene Bienenbeute„Habt ihr jetzt da extra schöne Honigwaben reingehängt?“, meinte Schorsch, ein treuer Besucher und Imkerkollege zur öffentlichen Honigernte am Fünferlessteg im Erba-Park. Nein, diese Bilderbuchwaben sind tatsächlich dortselbst entstanden und bestätigten die Medienberichte dieser Tage um eine heuer besonders reichliche Honigernte in Bayern und anderswo.

Honigwabe ziehenReinhold zeigt eine BienenwabeIn zwei Gruppen zu jeweils rund  um 15 Uhr und 16 Uhr konnte jeder, der Lust hatte, zur Jahresernte des Bamberger Lagenhonigs der Lage „Erba-Insel / Fünferlessteg“ mitkommen. Wer wollte, durfte auch selbst Hand anlegen. Selbst die Kindergartenkinder ließen wir ausnahmsweise ran, da die Bienen heute ausnehmend friedlich blieben und es vorab eine sehr ausführliche Sicherheitseinweisung gab. Im Anschluss konnte Honig verkostet werden.

Honigwabe ziehenHonigwabe ziehen„Honig ist schwerer als Bier“, bemerkte ein Teilnehmer trocken, als er eine mindestens 3,5-Kilo schwere Wabe hochzog. Ein paar Tage später ernteten wir übrigens eine 4-Kilo-Wabe (!) an der Weide. Ein Teilnehmer kam übrigens extra zu diesem Termin, um sich eine ganze Wabe zu kaufen. Er friert sie ein und isst sie stückweise, um sich gegen seinen Heuschnupfen zu immunisieren. Das wurde von uns bisher noch nicht geordert.

Die nächste öffentliche Honigernte 2019 (ohne Anmeldung) findet am Sonntag, den 14. Juli statt. Weitere Termine (mit Anmeldung) wie immer zur gegebenen Zeit unter Aktivitäten und Termine.

Fotogalerie

Anmerkung: Sollte jemand sein Foto nicht veröffentlich haben wollen, nehmen wir es selbstverständlich umgehend heraus.

Neue Bienenpatin Michaela Then stürzt sich ins Imkern

Klingt übertrieben? Mitnichten! Kaum zum Honigschleudertag für die Buger Wiesen angemeldet, hast du’s nicht gesehen, auch schon die Bienenpatenschaft bezahlt und gleich richtig mit dem Imkern lernen losgelegt.

Bienenpatin Michaela Them, Übergabe der BienenpatenurkundeAllerdings konnte Michaela Then, Lehrerin in Baunach und somit in der Zielgeraden der letzten Vorferientage befindlich – zeitmäßig nur die Ernte mitmachen. Daher gab es für sie – Exklusivität schreiben wir bei unseren Paten ja groß! – einen eigenen Lerntag, um das Entdeckeln, Schleudern und Abfüllen samt seiner Regeln und Gebote kennenzulernen. Dazu hoben wir uns ein paar Waben auf, die wir mit MdB Andreas Schwarz an der Sternwarte geerntet und wohlweislich nicht in Gänze verarbeitet hatten.

HonigschleudernMit dabei: Der 16-jährige Sohn Lorenz, dem das auch alles so richtig Spaß machte. Selbstverständlich gab’s ein Glas selbstgeimkerten Bamberger Lagenhonig der Lage Berggebiet / Sternwarte mit nach Hause. Und die vier Gläser als Jahresgabe für die neue Bienenpatin mit dazu.

Super, dass ihr da wart! Und das Pateninterview reichen wir nach … schöne Ferien!

Fotogalerie