Rezension zu Simone Kern: „Mein Garten summt!“

Cover "Mein Garten summt!" von Simone Kern (Kosmos)Die Landschaftsarchitektin Simone Kern „weint“ in ihrem Vorwort zu „Mein Garten summt!“ (Kosmos, 2017) ihrer blüten- und tierartenreichen Kindheit im Allgäu nach, tröstet sich und uns aber auch mit einem Lichtblick: Dem erkennbar wachsenden Bedarf an schön gestalteten Gärten im Sinne „bewusst etwas für die Tiere tun“.

Das erste Kapitel beginnt damit, „Natur zulassen – auch in der Stadt“ und springt sogleich mitten in unser Lieblingsthema „Honigbiene“ hinein. Weniger systematisch, vielmehr kaleidoskopartig beleuchtet sie Zusammenhänge zwischen Gestern und Heute, den Beziehungsmustern von Mensch – Pflanze – Tier, der Entwicklung „Ei / Raupe /  Schmetterling“ sowie von Nahrungsketten und -kreisläufen etc. Inspirierend und faszinierend zu lesen, dabei abwechselnd prosaisch-unterhaltsam („Die meisten Schmetterlingsraupen können es zwar nicht mit der Schönheit des fertigen Schmetterlings aufnehmen, aber sie beeindrucken in ihrer Unterschiedlichkeit: grell bunt oder perfekt getarnt, mit glatter Haut oder völlig behaart“ S. 15) und pragmatisch-nüchtern („Diese werden dann von den Sekundärkonsumenten verspeist“, S. 13), was durchaus sehr unterhaltsam ist.

Dann aber doch fokussiert anleitend die Kapitel beispielsweise zu Insektengärten, Bepflanzungsideen und Bauprojekten für die Insektenbeobachtung. Da bei der Beschreibung von Wildbienennisthilfen viel Unsinn geschrieben wird, warf die Rezensentin ein scharfes Auge darauf. Etwas unglücklich fielen dabei die Fotos auf der Doppelseite 80/81 und 85 (links) sowie 86, denn diese Nisthilfen sind nicht empfehlenswert, was im Auszeichnungstext hätte kenntlich gemacht werden können. Doch im Fließtext relativiert sich das glücklicherweise wieder.

Sehr schön die Pflanzen- und Tierporträts mit wunderbaren Aufnahmen nebst Steckbriefen, außerdem die Literaturliste und Adressen- bzw. Linkliste fürs weitere Vertiefen. Das Register führt neben lateinischen bzw. botanischen Namen auch die deutschen Entsprechungen auf. Hilfreich die grünen Text-/Tabellenkästen mit Stichworten und Kurzinhalten, die – neben weiteren Fotos – das Büchlein einnehmend untergliedern und lebendig gestalten.

So recht etwas zum „Hungrig-nach-Frühling-Blättern“ bei noch grauen Restwinterwolken, inklusive des optimistischen Gefühls von „Kriege ich hin!“ Was wohl auch der NABU so sieht, denn dieser empfiehlt dieses einnehmende, lustbringend gestaltete Natur- und Gartenbuch für kleine wie größere Gärten ebenso wie die Rezensentin.


Mein Garten summt! Ein Platz für Bienen, Schmetterlinge und Hummeln. Simone Kern. Stuttgart : Kosmos, 2017. 111 S.  ISBN 978-3-440-16320-7

Rezensionsexemplar für unsere Imker-Bibliothek.

3.3. ist Tag des Artenschutzes

Insektensammlung "Streuobstwiese" hinter Glas (von Klaus Weber)Ob jährlich 100 Mio. an zusätzlicher Förderung für den Insektenschutz in der Agrarlandschaft ausreichen werden bzw. in sinnvolle Umsetzung gelangen, bleibt abzuwarten. Dringend ist es, und heute soll an dieses Versprechen der Bundesregierung erinnert sein. Die Zahlen jedenfalls sind alamierend bis dramatisch. Lasst uns in unseren Bemühungen nicht nachlassen.

Wir jedenfalls bleiben zumindest für Bamberg am Ball. Wer uns darin unterstützen möchte – wir freuen uns über jede Bienenpatenschaft und jede/n Imkerkollegin und -kollegen. Denn wer die Bienen im Auge behält, kommt ohnehin am Rest der Insekten- und Pflanzenwelt nicht vorbei.

Vortragsabend „Imker im Dialog“ in Scheßlitz

Logo Imkerverein ScheßlitzWas? „Imker im Dialog“, Vortragsabend mit anschließender Diskussion.
Wann? Am Mittwoch, 5.02.2020 um 18.30 Uhr
Wo? Scheßlitz, Pfarrheim, Oberend 2,

Was genau …?
Umwelteinflüsse, Klimawandel und der Umgang mit Ressourcen beeinflussen die Funktionsfähigkeit unseres Ökosystems! Die sinnvolle Gestaltung des Ökosystems in unserer Kulturlandschaft und ein funktionsfähiger Naturhaushalt sind Voraussetzung für Artenvielfalt und gute landwirtschaftliche Erträge.
Jeder kann seinen Beitrag dazu leisten. Der Erhalt unserer Lebensgrundlage geht uns alle an. Nur so können wir unsere Natur in ihrer Vielfalt erhalten und schützen!
Interessierte sind herzlich eingeladen.

… und wer?

  • Bienen im Spannungsfeld der Landwirtschaft und deren Zukunft.
    Leonhard Seitz (Beirat für Fragen der Landwirtschaft im LVBI)
  • Was verbindet sauberes Trinkwasser und gesunde (Honig‐)Bienen?
    Prof. Dr. Kai-Uwe Totsche (Hydrogeologe Universität Jena, Imker)
  • Möglichkeiten der Winterbegrünung im Rahmen der Insektenbiologie.
    Waltraud Dümmler (Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten)

Es lädt ein der Imkerverein Scheßlitz und Umgebung e. V.

Kosten? keine

*23* Adventskalender der Bamberger Schulbiene

[Werbung Rezensionsex.]

Cover Hemmer / Hölzer: Wir tun was für Bienen, Kosmos-Verlag„Wir tun was für Bienen“ will uns auf 123 Seiten nicht alleine mit unserem Wunsch lassen, den Honig- und Wildbienen zu helfen. Im Anschluss weiterführende Literatur und ein Register. Letzteres nicht nur zum Nachschlagen, sondern auch für sich stehend beachtenswert, denn es könnte wie eine Checkliste von Maßnahmen und Möglichkeiten zur Bienenhilfe gelesen werden.

Inhaltliche Schwerpunkte sind – so der Untertitel des 2017 in 2. Aufl. erschienen Buches – Wildbienengarten, Insektenhotel und Stadtimkerei. Ein eigenes Kapitel nimmt aber auch die Initiative Deutschland summt! ein. Und erst jetzt realisieren wir deutlicher, dass der Kosmos-Verlag im Grunde eine Publikation zur bzw. von der Initiative selbst herausgegeben hat. Die Autoren Cornelis Hemmer und Corinna Hölzer sind die Stiftungsvertreter des Träger der Initiative, eine private (seit 2016 als gemeinnützig eingetragene) Stiftung Mensch & Umwelt.

Handfestes & Fachliches versus Engagement & Plädoyers

Für Imkeranfänger sind die Stellen, in denen es um die Honigbienenhaltung geht, mit Vorsicht zu genießen. Beispielsweise wird die Varroabehandlungsmethode der Hyperthermie einseitig positiv dargestellt, ohne auf bekannte Fragestellungen und Studienergebnisse quellensicher zu verweisen. Anderes bleibt nebulös und unspezifisch, so zum Beispiel die wenig fundierte Aussage der „reellen Chance, den Kampf gegen die Varroamilbe zu gewinnen.“ Die dürfte so hoch sein wie die Chance, Hundeflöhe, die Schweinepest oder Erkältungsviren etc. zu eliminieren.

Das Buch ist in Sachen „Imkerei“ sehr breit angelegt und kann daher nur oberflächlich bleiben. Zuweilen gewinnt man den Eindruck, man würde einen Blick durch ein Kaleidoskop werfen. Die vielen bunten Splitterbilder können faszinierend sein für den, der noch keine rechte Vorstellung von der Bienenwelt hat. Warum auch nicht. Doch die starke Kürzung komplexer Inhalte geht punktuell einher mit fachlichen Ungenauigkeiten. Hier ein paar Beispiele:

Oxalsäure wird in Deutschland nicht verdampft, sondern geträufelt bzw. (aber erst seit 2017 erlaubt) auch gesprüht; Die Bildunterschrift auf S. 55: „Die Varroamilbe vermehrt sich bevorzugt in der Brut“ muss heißen, sie vermehrt sich ausschließlich in der Brut – denn ja, es ist eine Brutkrankheit; Gefährliche Aussage auf S. 51, dass das Zufüttern im Herbst mitunter unnötig sein kann. Hier gehört unbedingt der Hinweis auf eine Gewichtskontrolle der Beuten dazu, denn das Verhungern von ungenügend eingefütterten Völkern ist ein trauriges, weil unnötiges und leider viel zu häufiges Ereignis.

Die praktischen Tipps, wie jedermann (als Nicht-Imker) helfen kann, sind hingegen brauchbar, hier schön aufgelistet bspw. „Mein kleines Zeichen Nr. 1 etc.“ aus dem Kapitel „Aus Gärten entstehen Lebensräume“ (S. 82 f).

Mit einer Zielgruppenangabe tun wir uns dennoch schwer. Warum? Imkeranfänger/innen verwirrt das entsprechende Kapitel eher, Imkererfahrene hilft es kaum mehr weiter und Wildbienenliebhaber/innen vermissen die Konsequenz manch‘ löblicher Empfehlung, s. S. 98, Stichwort „kein Stirnholz“, dann aber zwei Abbildungen mit eben jenen Fehlern, eines davon als „vorbildliches Beispiel“.

Das Engagement der Verfasser bzw. Initiatoren ist unzweifelhaft löblich und impulsgebend, die Plädoyers durchaus nachvollziehbar und sollen als eigene Meinung gelten dürfen. Doch zusammen mit der mehr populärwissenschaftlichen denn quellensicheren Fachlichkeit hinterlässt das bei uns einen eher zwiespältigen Eindruck. Ganz sicher wird das Buch jedoch zu Diskussionen und Naturbetrachtungen anregen, über die Beschäftigung mit den beiden Bienenthemen hinausgehend.

*9* Adventskalender der Bamberger Schulbiene

Was haben das Neunauge, das Rentier und die Honigbiene gemeinsam?

Na?!?

Nun, sie sind relativ leicht an ihren spezifischen Merkmalen zu erkennen!

Das Neunauge, eine (hier in Regnitz und Main) heimische Fischart ist erkennbar an seinen seitlichen je neun Punkten (2 Augen, 8 Kiemen- und Nasenöffnungen), das Rentier an seiner roten Nase (ja doch, ehrlich! Um diese Jahreszeit immer!) und die Honigbiene … genau, an dem Tragekörbchen, in das sie Nektar, Pollen, Propolis, Wasser und manchmal auch den frechen Willi reinsteckt.

Aber an was erkennt man eigentlich Wildbienen? DAS ist ganz und gar nicht so einfach! Bei über 800 europäischen Arten sind es eben hunderterlei Kennzeichen – von Größe, Farbe, Figur, Haarkleid und-und-und bis hin zur Nahrungs- oder Brutstättenvorliebe bzw. dem Lebensraum, an der man sie erkennen KÖNNTE – so man Spezialist/in ist.

[Nicht beauftragte, unbezahlte Werbung]

Cover Taschenlexikon der Wildbienen Mitteleuropas, Fotodank an Quelle & Meyer

Cover Taschenlexikon der Wildbienen Mitteleuropas, Fotodank an Quelle & Meyer

Es nimmt daher nicht Wunder, dass es erst heute, genauer: seit 2016 ein Handbuch gibt, welches die mannigfaltigen Wildbienenarten (fast) alle in Porträts alphabetisch nach ihrem wissenschaftlichen Namen aufzeichnet und (ebenfalls fast) alle abgebildet hat. Zumindest für den Raum Mitteleuropas. (Für alle bekannten über 20.000 Bienenarten weltweit bräuchte man dann wohl einen Rucksack!)

Wer jetzt stöhnt und sagt: „Ächz, wissenschaftlicher Name, ich kann mir gerade mal Bombus (für Hummel) merken!“ – kein Problem, es gibt auch ein Register mit deutschen Bezeichnungen. By the way: Einige Bienennamen wurden erst im Zusammenhang mit der Herausgabe des Werkes gebildet!

Witzigerweise nennt es sich „Taschen“-Lexikon, was in Anbetracht von 917 (!) Seiten zu einem Augenzwinkern einlädt. In eine Hosentasche jedenfalls passt das von allen Wildbienen- und Insektenliebhaber/inne/n heiß ersehnte und mit rund 40 Euro erstaunlich günstige Standardwerk wirklich nicht mehr hinein. Hier die Kenndaten dieses faszinierenden Kompendiums – und auch dieses findet sich in unserer Imker-Bibliothek wieder:

Taschenlexikon der Wildbienen Mitteleuropas : Alle Arten im Porträt / Erwin Scheuchl, Wolfgang Willner. Wiebelsheim : Quelle & Meyer Verl., 2016. € 39,95.

Impressionen aus dem Bamberger Bienengarten

Roter Korsar und weißer Lavendel an der Bienen-InfoWabeHeutiges Wetter zum Baden zu unsicher? Wie wäre es mit einem Spaziergang in den Bamberger Bienengarten, um das Treiben der Insekten an wunderschönen Blüten zu studieren? Habt ihr die Hornisse in der Blühwiese entdeckt, wie sie den fleissigen Bienen nachjagt? Die Schwebfliege im Roten Korsar gesehen, die nur so tut, als wäre sie eine Biene? Und die Bienen, manche vor lauter Sammeleifer mit bereits zerzausten Flügeln, die ungerührt von ihren schwirrenden Insekten die Lobelien und den weißen Lavendel aufsuchen? Geschichten, die wir nur sehen, wenn wir uns einen intensiven Augenblick erlauben, um ihnen nachzuspüren. Eine Übung in Achtsamkeit vielleicht … oder einfach nur … stilles Glück!

Biene an Lobelie (Männertreu)Den Bamberger Bienengarten findet ihr auf dem Erba-Gelände. Die Schilder, die es an allen Zugängen gibt, weisen den Bienenweg 1 und die Bienen-InfoWabe aus. Ihr seid richtig, wenn ihr zwischen Maria-Ward-Straße und Landesgartenschau sucht. Die kleine Straße, die beide verbindet, heißt Bienenweg. Sie läuft unterhalb entlang der Brücke nach Gaustadt. Vom Café Zuckerl aus in Richtung Innenstadt entlang des Fischpasses. Vor der Unterführung nach links gehen.

Hornisse an Natternkopf in BlühwieseFotogalerie Bamberger Bienengarten

 

Vortrag zur Lichtverschmutzung in Stegaurach

Bild zum Vortrag Lichtverschmutzung © Gemeinde Stegaurach

Bild zum Vortrag Lichtverschmutzung © Gemeinde Stegaurach

Eines der für uns wichtigsten Punkte im Volksbegehren Artenvielfalt war für uns persönlich die Lichtverschmutzung. Daher kommt es uns sehr gelegen, hier auf einen Vortrag zu diesem Thema am 07.05.2019 um 19.30 Uhr in der Bücherei Stegaurach ankündigen zu dürfen.

„Die Nacht – also immerhin die Hälfte des Tages – kommt im Naturschutz oft zu kurz. Die Bienen sind gerade in aller Munde, aber dass z. B. der Großteil der Insekten nachts bestäuben, wissen die wenigsten“, so der Veranstalter (Gemeinde Stegaurach und Agenda 21), der „die Auswirkungen auf Mensch, Tier und Ökosysteme aufzeigt und konkrete Handlungsmöglichkeiten vorstellt“.

Referentin ist Sabine Frank vom Sternenpark des Biosphärenreservats Rhön, die aktuell mit der Stadt Fulda eine Lichtschutzverordnung erarbeitet hat. Hier die Ausschreibung Vortrag-Lichtverschmutzung-Stegaurach.pdf

Aktionen, Förderungen und Infos zu Blühpflanzen und -wiesen

Biene an SonnenblumeFortlaufende Sammlung von Aktionen, Förderungen und Informationen in Sachen Blühendes. Wir selbst können für unseren Bamberger Bienengarten leider nur einen kleinen Teil aufgreifen. Doch vielleicht habe ja SIE noch Anwendungsmöglichkeiten? Die Liste kann natürlich nicht alles abdecken, was online auffindbar ist. Aber sollten Sie eine außergewöhnlich tolle Aktion gefunden haben – melden Sie sie uns!
Zuletzt aktualisiert: 13.03.2019.

Aktionen, Wettbewerbe und Förderungen

Was? Bundesweiter Pflanzwettbewerb 2019: „Wir tun was für Bienen!“

  • Wer? Deutschland summt
  • Wie? „Machen Sie mit beim bienenfreundlichsten und gemeinschaftlichsten Wettbewerb aller Zeiten: für die Insekten, für unser Leben, für unsere Zukunft.“
  • Für wen? Uneingeschränkt in sechs Kategorien
  • Wo? Bundesweit
  • Wann? 1. April und läuft bis zum 31. Juli 2019. Prämierungsfeier am 14.09.2019 in Berlin.
  • Wie oft? Jährlich
  • Was ist besonders? Der erste Pflanzwettbewerb mit Musik! Musikalische Gruppen können zusätzlich zu ihrem gärtnerischen Beitrag eine eigene Interpretation des Liedes „Unser Bienensong“ von Reinhard Horn einreichen.
  • Weiterführende Infos? Zu Wildbienen, Gärtnertipps und Ratgeber-Broschüren

Was? Blühpatenschaften

  • Wer? Mellifera e. V. / Netzwerk Blühende Landschaften
  • Wie? Blühpatenschaft verschenken
  • Für wen? Uneingeschränkt
  • Wo? Bundesweit
  • Wann? Laufend
  • Was ist besonders? Beschenkter (und Schenker) können die frei zugänglichen Flächen jederzeit besuchen sowie an einer Führung teilnehmen.
  • Weiterführende Infos? Ja, zum Beispiel Blog, Medien, Fortbildungen, Shop … und speziell Handlungsempfehlungen für die Landwirtschaft mit zahlreichen Links zu Ackerbau und Grünland nebst etlichen Beispiel-Projekten

Was? Blühpatenschaften abschließen /  Bayern blüht auf

  • Wer? Bayerischer Bauernverband
  • Wie? Kontaktaufnahme zu Anbietern von Blühpatenschaften; Karteneintrag für Anbieter von Ackerflächen; Bestellung von Blühwiesenmischungen und Anlegen von Blühstreifen
  • Für wen? Uneingeschränkt; spezielle Zielgruppe Landwirte, Jagdgenossenschaften, Imker
  • Wo? Bayernweit
  • Wann? Laufend bzw. mit Aktionszeiträumen für Rabatte
  • Wie oft? /
  • Was ist besonders? Interaktive Karte für Anbieter und Interessenten zur Blühpatenschaft
  • Weiterführende Infos? Ja, zum Beispiel:
    • Saatgut zu Sonderkonditionen bei der BayWa und BSV Saaten; BBV-Mitglieder erhalten im Zeitraum 25. 02.-15.04.2019 einen Rabatt von 15%
    • Blühstreifen und Blühflächen richtig anlegen (PDF)
    • So legen Sie Blühende Rahmen mit Blick auf KULAP, Mehrfachantrag und Greening an

… und weitere Blühwiesenpatenschaften in der Region Bamberg

Was? LEADER-Mittel für blühende Grünstreifen / Förderprogramm

  • Wer? Landratsamt Bamberg, Lokale Aktionsgruppe (LAG) für die LEADER-Förderung
  • Wie? Anschaffung von Wildblumen-Saatgut mit Antrag auf staatliche Förderung. Ziel ist es, wenige Meter breite Grünstreifen mit Blühpflanzen zum Beispiel entlang von Feldern anzulegen. Für den Erhalt von Fördermitteln muss eine Vereinbarung mit der LAG geschlossen werden.
  • Für wen? Landwirte
  • Wo? Landkreis Bamberg
  • Wann? 2014 – 2020
  • Was ist besonders? 80-prozentige Förderung für spezielles, d. h. hochwertiges und gebietsheimisches (autochthones) Saatgut
  • Weiterführende Infos? Zu Wildbienen, Gärtnertipps und Ratgeber-Broschüren

Bewährte Einstiegsplattformen

Was? Kulturlandschaft

  • Wer? Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft
  • Wie? Blühflächen anlegen; Blühflächen in die Kulturlandschaft integrieren
  • Für wen? Landwirtschaft
  • Wo? Bayernweit
  • Wann? Laufend
  • Was ist besonders? Die Webseite bietet Einstieg zu verschiedenen Aspekten
  • Weiterführende Infos? Ja, zum Beispiel zu KULAP-Blühmischungen, Aussaattipps, Blühflächen-Beratung in der Praxis und Wildbienenlebensraumberater, rechtliche Aspekte, Förderungen …

Was? App für Bienenfreunde

  • Wer? Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft
  • Wie? Besser Planen und Bewerten von Blühpflanzen für Balkon, Terasse und Garten.
  • Für wen? Uneingeschränkt
  • Wo? Deutschlandweit
  • Wann? Laufend
  • Was ist besonders? Die App für Smartphones verfügt über ein Lexikon mit mehr als 130 bienenfreundlichen Pflanzen, in dem über verschiedene Merkmale wie Blütenfarbe, Blühzeit oder den besten Standort der Pflanzen informiert wird. Mit Bienenquiz.
  • Weiterführende Infos? Hintergrundwissen über Honigbienen, Wildbienen oder Wespen sowie ihre Gewohnheiten.

Was? Hortipendium / Bienenweiden

  • Wer? Bienformatik e. V. i. Gr. / Bernhard Willi
  • Wie? Besser Planen und Bewerten von Bienenweiden, Bienenpflanzen oder Bienennährgehölzer.
  • Für wen? Uneingeschränkt
  • Wo? Deutschlandweit
  • Wann? Laufend
  • Was ist besonders? Übersichtslisten von Einschätzungen des Pollen- und Nektarangebots für Honigbienen mit Blühzeiten von …
    • Gemüsen, Kräutern und anderen Nutzpflanzen,
    • Stauden und anderen ausdauernde Zierpflanzen
    • Sträuchern und Halbsträuchern
    • Bäumen
    • Kletternden Gehölzen
    • Wildkräuter, Beikräuter
  • Weiterführende Infos? Zu Bienen, Honigtau-Angeboten, Bienenweidemischungen, Bienenfreundlicher Balkon, Eh-da-Flächen

Was? Trachtfliessband | Trachtkalender

  • Wer? Bienformatik e. V. i. Gr. / Bernhard Willi
  • Wie? Besser Planen und Bewerten von geeigneter Bepflanzung für Bienen, Wildbienen und Schmetterlinge durch Kombination von Bienenpflanzen für ein lückenloses Pollen- und Nektarangebot
  • Für wen? Uneingeschränkt
  • Wo? Deutschlandweit
  • Wann? Laufend
  • Was ist besonders? Filtermöglichkeit nach Pflanzenarten, Blühmonaten, Nektar- und Pollenwerten, Honigtau, Schmetterlingen und Wildbienen sowie den floristischen Status nach Heimisch, Neophyt und Invasiver Neophyt. Die Webseite befindet sich noch im Aufbau und erfasst derzeit 140 Pflanzen.
  • Weiterführende Infos? Beschreibung der einzelnen Pflanzen

Was? Der Bienenweidepflanzkatalog Baden-Württembergs

    • Wer? Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg
    • Wie? Besser Planen und Bewerten von Bienenweiden, Bienenpflanzen oder Bienennährgehölzer durch Suche in einer umfangreichen Datenbank
    • Für wen? Uneingeschränkt
    • Wo? Deutschlandweit
    • Wann? Laufend
    • Was ist besonders? Sehr umfangreiche Suchmöglichkeit nach vielerlei Aspekten, z. B. deutsche oder wissenschaftliche Pflanzennamen, Blütezeit und -farbe, Biotoptyp, Zielgrupppen, Honigtau, Pollen oder Nektar
    • Weiterführende Infos? Zur Bedeutung der Bienenweide, Allgemeinen und konkreten Maßnahmen / Verbesserungen für Honigbienen, Landwirte, zu Projekten wie Biotopvernetzung udn Kooperationen mit Landwirtschaft und Initiativen.

Was? Einführung in die Imkerei / Trachtpflanzen

    • Wer? Wikibooks, verschiedene Autor(inn)en
    • Wie? Besser Planen und Bewerten von Trachtpflanzen
    • Für wen? Uneingeschränkt
    • Wo? Deutschlandweit
    • Wann? Laufend
    • Was ist besonders? Alphabetische Liste nach deutschen Pflanzennamen, ergänzt durch lateinischen Pflanzennamen, Honig- (Achtung: nicht Nektar!) und Pollenertrag sowie Trachtzeiten.
    • Weiterführende Infos? Zur Bedeutung der Bienenweide, Allgemeinen und konkreten Maßnahmen / Verbesserungen für Honigbienen, Landwirte, zu Projekten wie Biotopvernetzung udn Kooperationen mit Landwirtschaft und Initiativen.

… und last, but not least können Sie sich Pflanzlisten nebst Einkaufsquelle aus unserer Seite des Bamberger Bienengartens downloaden. Den Garten mit all diesen Pflanzen können Sie direkt besuchen am Bienenweg 1 in Bamberg, Erba-Park. Er ist jederzeit öffentlich zugänglich.

Blühwiesen kaufen und Insekten retten leicht gemacht

Wer’s blühen lassen will, darf gerne etwas konkret beisteuern, auch wenn sie oder er nicht über eine Fläche verfügen. Die Börse „Blühwiesen kaufen“ (Bienen und Insekten retten – Landwirten helfen!) macht’s möglich.

Einfach Fläche pachten, säen lassen und sich per Fotobeweis daran erfreuen oder mal einen Spaziergang dorthin planen. Eine wunderbare Idee, die sich vor allem im Zuge des gerade beendeten Volksbegehrens zur Artenvielfalt wirklich anbietet.

Unkompliziert über einen Shop kaufen bzw. pachten Sie eine Fläche, die vorher ein landwirtschaftlicher Betrieb in die Plattform eingestellt hat.

Aus der Seite „Unsere Mission“: Hinter Blühwiese-Kaufen.de stehen zwei junge Softwareunternehmen aus dem Forchheimer Umland, die mit ihrem technischen Knowhow ihren Beitrag zum Naturschutz leisten möchten. Landwirte verstehen und sehen die Notwendigkeit artgerechte Lebensräume für Bienen und Co. zu schaffen. Doch die Furcht vor noch mehr Zwängen und Regulierungen sind groß. Deshalb kam uns die Idee, mit Hilfe einer Plattform zwischen beiden Seiten zu vermitteln und so den Bienenfreunden, den Landwirten und der Umwelt zu helfen.

[Aktualisierung am 20.06.2019: Informationen zur Abwicklung siehe unter Geschäftsbedingungen]

Die Greif Solutions GmbH & Co. KG ist ein Spezialist auf dem Gebiet der Produktion von Agrarsoftware. Geschäftsführer Stefan Greif ist zudem praktizierender Landwirt.

Nachtrag 03.03.2019: Auch der Bayerische Bauernverband bietet einen Service Blühpatenschaften an.

„Des hamma uns verdient“ – Siegesfeier Bamberger Aktionskreis zum Volksbegehren

 

Aktive feiern den Sieg des Volksbegehrens Artenvielfalt (in Bamberg)

Aktive feiern den Sieg des Volksbegehrens Artenvielfalt (in Bamberg)

Unser Aktionskreis zum Volksbegehren Artenvielfalt ehrte in einer abendlichen Feier die zahlreichen Aktivist(inn)en der letzten Monate, die Flyer austrugen, Plakate auf- und wieder abhingen, als Rathauslots(inn)en informierten und motivierten, in den sozialen Netzwerken likend, kommentierend und teilend unterwegs waren oder im Hintergrund die organisatorischen Fäden in der Hand hielten.

Die drei Bestplatzierten im internen Wettbewerb um die Gunst der Stimmberechtigten erhielten jeweils eine „Dankeschön-Gabe“, die von unserer Initiative und – im Falle des 1. Dankeschöns – spontan von Bürgermeister Jonas Merzbacher – gestiftet wurde.

1. Platz

Den 1. Platz belegte Gundelsheim. Die Gemeinde im nordöstlichen Landkreis Bamberg brachte es auf stolze 24,48% Eintragungen und erhielt eine zweijährige Bienenpatenschaft. Da von den Aktiven leider niemand zur Feier am 18.2. kommen konnte, ehrten wir stattdessen ihren Bürgermeister. Herr Merzbacher setzte seiner edlen Sektspende noch eines drauf und „bezahlte“ das ausgelobte Dankeschön, das einen Wert von 180 Euro hat. Mittlerweile können wir aber einen Bienenpaten benennen – es ist Alfred Pöhlmann, der die u. a. mit der Patenschaft verbundenen Honiggabe sicherlich an die helfende Truppe weiterverteilten wird.

1. Platz im Ranking der Landkreisgemeinden Bambergs zum Volksbegehren: GUNDELSHEIM, hier mit Bürgermeister Jonas Merzbacher und Bamberger Schulbien

1. Platz im Ranking der Landkreisgemeinden Bambergs zum Volksbegehren: GUNDELSHEIM, hier mit Bürgermeister Jonas Merzbacher und Bamberger Schulbiene

2. Platz

Der 2. Platz wurde von Baunach bei großartigen 23,04% Unterschriften eingenommen. Die Aktiven der Gemeinde im Norden Bambergs, die mit ihrer BAUNACHhaltigkeit schon viel von sich reden machte, erhielten als verdientes Dankeschön einen Gutschein. Und zwar wahlweise für eine Veranstaltung am Lehrbienenstand (z. B. (Schulklassen-)Führung) mit der Bamberger Schulbiene oder einen Honigschleuder-Erlebnistag (Zeiten 2019 siehe unter Aktivitäten und Termine) für 6 Personen im Wert von 90 Euro. Sie haben sich noch nicht entschieden, möchten aber ein schönes Event daraus machen. Uns ist das sehr recht, denn Öffentlichkeitsarbeit  „pro Biene“ ist eine unserer Kernaufgaben als Initiative.

2. Platz im Ranking der Landkreisgemeinden Bambergs zum Volksbegehren: BAUNACH

2. Platz im Ranking der Landkreisgemeinden Bambergs zum Volksbegehren: BAUNACH

3. Platz

Der 3. Platz ging an Litzendorf, die 22,7% erreichten und damit gerundet quasi mit Baunach gleichzogen. Die fleißige Truppe erhielt als süßes Dankeschön 6x ein 500g-Glas Bamberger Lagenhonig im Wert von je Euro 7,20 und freut sich wohl schon auf ihr gemeinsames Frühstücken. Auch Litzendorf ist bekannt für schöne Aktionen wie das Saatgutfestival oder die neu gegründete Insektengruppe um Elisabeth „Lizzy“ Dörfler-Christa.

3. Platz im Ranking der Landkreisgemeinden Bambergs zum Volksbegehren: LITZENDORF

3. Platz im Ranking der Landkreisgemeinden Bambergs zum Volksbegehren: LITZENDORF

Fleißige Bienen

Durch den Abend führten Erich Spranger (BN Bamberg), Tobias Sieling (ÖDP Bamberg) und die Bamberger Schulbiene (BLIB), die musikalischen Einlagen kamen von Conny Clehmbecker auf der Gitarre, die Insektengedichte bot Christl Schoirer dar, die Fotos schoß Reinhold Burger, und der Rest des Orgateams mit allfälligen An- und Abräumen bestanden aus Christine Hertrich mit Praktikantin (Bund Naturschutz-Büro), Adelinde und Bernhard Gonska (ÖDP) sowie weiteren Helfer/innen.

Aktive feiern des Sieg des Volksbegehrens Artenvielfalt (in Bamberg)
Logo "Vom Fass" BambergDank auch für die zweite Hälfte des Sekts an VOM FASS Bamberg (Cathrin Beyer und Silvia Müller) sowie der Katholischen Hochschulgemeinde für den Raum. Sollte ich hier jemanden vergessen haben, bitte nicht schimpfen, sondern mir melden. 😉

Fotogalerie Siegesfeier Volksbegehren „Artenvielfalt … Rettet die Bienen!“(Bamberg)

Bequem als .zip-Datei oder auch einzeln sind die Fotos über die Dropbox unter https://bit.ly/2BNaZGH (funktioniert auch ohne Anmeldung) herunterzuladen.