Kaulbergschule nähert sich den Bienen

Ein heißer Tag für die Kaulbergschule des Sprengels Buger Schule. Das fanden vermutlich auch unsere Bienen, weshalb wir nicht allzu lange den nahen Kontakt zu ihnen suchten. Doch nah genug, um einen starken Eindruck zu bekommen. Dank unserer Fotos bleibt der Unterricht der Bamberger Schulbiene sicherlich unvergesslich. Und auch andere Bamberger könnten sich animiert fühlen, sich stärker mit Bienen zu beschäftigen, wo es offenbar auch für die Jüngeren unter ihnen keine Kontaktprobleme zu geben scheint.

Systematische Annäherung an echte Bienen

Das es tatsächlich keine Probleme geben würde, dem ging natürlich unser bewährtes Annäherungskonzept der kleinen Schritte voraus. Sie weckt systematisch die Neugier und mit ihr üben wir auch das Ruhigbleiben. Nicht jede/r Zweitklässler/in bringt die Selbstbeherrschung von Haus aus mit, das ist doch klar.

Die Biene kennenlernen – nach dem konzentrierten Blick auf eine große Fotobiene konnte fast jedes Kind der Klassen 2a und 3a etwas beitragen. Auch ein kleiner „Test“ mit Hilfe eines Arbeitsblatts bewies es. Für die zweite Klasse war es das Bestimmen von Bienenkörperteilen. Für die Drittklässler hieß es, die unterschiedlichen Bienenarten richtig zu bestimmen: Hornisse, Hummel, Wespe oder Biene. Ein Stempelchen – natürlich in Form einer kleinen Biene! – gab’s für jede richtige Antwort.

Materialien wie Bienenwachsplatten, Fotorähmchen aus der Lernbienenbeute, eine gefüllte Honigwabe und ihr demonstrierter Weg über Entdeckelungsgeschirr und Honigschleuder konnten nachvollziehbar zeigen, wie denn nun der Honig im Glas landet. Diese Frage konnte nämlich tatsächlich fast keines der Kinder richtig beantworten – bis auf wenige Ausnahmen, die noch eine/n Imker/in kannten und bei einer Führung dabei waren.

Bei der eingehenden Beschau von Bienen hinter den Plexiglasscheiben unserer Schaufensterbeute teilten wir die jeweilige Schulklasse in zwei Gruppen ein. Die Wartenden übten das mittlerweile fast vergessene Kinderlied „Summ, summ, summ, Bienchen summ herum“ ein bzw. durften von ihrem Erlebnis bei den Bienen erzählen und ihre Fragen stellen. So vorbereitet ging’s zum Höhe- und Schlusspunkt des kurzweiligen Vormittags:

Den echten Bienen am schattigen Lehrbienenstand „Fünferlessteg“! Denn die Schaufensterbienen wollten wieder zu ihrem Volk zurück, allzu lange dürfen wir sie nicht von der Königin fern halten. Da wir den Eindruck hatten, dass unsere Bienen brav bleiben werden, konnten wir es wagen, den Kindern ein Rähmchen mit ansitzenden Bienen von ganz aus der Nähe zu betrachten.

Damit eine Nacharbeit möglich war, gaben wir für jedes Kind etwas Material mit in die Schulen. Diese sowie die Materialien des Unterrichts werden durch die Unkostenbeiträge – pro Klasse 45,- Euro plus 1 € je Kind – teilfinanziert. Den Rest des Bedarfs können wir durch allgemeine Spenden erfüllen. Zeit, hier wieder einmal DANKE zu sagen!

Erfüllt war sicherlich nun auch jedes der insgesamt 47 Schulkinder samt ihrer Lehrerinnen Frau Blinzler und Frau Hermann nebst Begleitelternteil. Wir freuen uns, nun auch für diese Schule etwas zum Naturerleben beigetragen zu haben und hoffen, euch im nächsten Jahr – vielleicht bei etwas kühleren Temperaturen? – wieder sehen zu dürfen!

Fotogalerie Kaulbergschule, Klasse 2a und 3a

Liebe Eltern,
auch, wenn wir die sehr geschätzte Erlaubnis für die Fotos hatten – Sie können uns jederzeit darum bitten, Ihr Kind unkenntlich zu machen, falls Sie  – oder Ihr Kind – es sich doch noch anders überlegt haben.  

Sensen und Dengeln mit Jupp Schröder und Gästen

Sensenkurs-Referent Josef "Jupp" SchröderJosef "Jupp" Schröder beim Dengeln.Der Sensen- und Dengelkurs mit Josef „Jupp“ Schröder brachte rund 20 Gästen aus Bamberg und sogar aus Kulmbach und Pretzfeld zur Bienen-InfoWabe. Sie erfuhren praxisnah, auf was es für ein erfolgreiches und gleichzeitig kräfteschonendes, vor allem aber umweltfreundliches und insektenschonendes Abmähen des Grases ankommt. Herr Beckmann vom „Fränkischen Tag“ hat darüber einen Film produziert (1:41 min.).

Hier ein paar Auszüge aus dem Erfahrungsschatz des Gartenexperten, den wir sehr herzlich für sein erneutes und zuverlässiges Kommen danken. Dass das nicht selbstverständlich ist, zeigte die Abwesenheit des Dengelexperten, doch Jupp meisterte die Doppelrolle perfekt. Ja, ja, die „Alten“ werden wohl noch viel länger gebraucht … nun denn … kommen wir zu den praktischen Tipps:

  • Eine geeignete Sense muss beim Einkauf „hell singen“, wenn man sie am Knauf rückwärts über einen Stein führt.
  • Der Führungsgriff sollte auf die Körpergröße einstellbar sein.
  • Für eine richtige Einstellung der Sensenschneide muss sich die Klingenspitze 2,5 cm tiefer als der Ansatz bzw. Holmen befinden.
  • Die Körperhaltung ist nur leicht gebeugt. Das rechte Bein geht nach vorne.
  • Der Bogen beginnt nicht weit von hinten, sondern nur leicht schräg von rechts, gefolgt von einer starken, schwungvollen Orientierung nach links.
  • Die Klinge wird dicht über dem Gras geführt, der Knauf bleibt am Boden.
  • Hin und wieder mit einem feuchten Wetzstein bei lockerer Hand beide Sensenseiten nachschärfen, von hintennach vorne und endend an der abgewandten Schneidseite.
  • Das Dengeln, wenn das Wetzen nicht mehr als genügend erscheint, funktioniert am besten mit einem abgerundeten Dengelhammer. Diesen leicht auf die Klinge niedergehen lassen und den Stahl auf 3-7 cm Breite (den „Dengel“) in Körperrichtung „treiben“.
  • Als Unterlage dient ein Dengelstein, auch Dengelamboss genannt. Ein normaler Schlag- oder Schmiedeamboss tut’s auch.
  • Zur Erleichterung kann auch ein Schlagdengler verwendet werden. Dengelmaschinen hingegen nutzen die Schneide zu schnell ab.

Josef "Jupp" Schröder wetzt ein Sensenblatt.Noch ausführlicher sind wir in diesen Bericht auf alles eingegangen.

P. S.: Seit dem Kurs wird ein Vierkantschlüssel vermisst. Bitte bei uns abgeben bzw. zusenden, wer ihn gefunden hat. Der Helfer von Jupp, dessen Namen wir leider nicht kennen, hat ihn vermutlich in seine Hosentasche gesteckt. Vielen Dank!

Fotogalerie Sensenkurs

Amerikanische Faulbrut in Bamberg ausgebrochen

Buger SpitzeGestern erhielten wir die Bestätigung: In Bamberg, Ortsteil Bug, ist die Amerikanische Faulbrut durch Neukauf eines belasteteten Volkes eingeschleppt worden, mit Ausgangspunkt in Vorra. Im Umkreis von 1 Kilometer wird ein Sperrbezirk notwendig werden. Alle Imker/innen sind angehalten, keine Völker aus diesen Gebieten herauszuschaffen. Eine Verbreitung muss unbedingt vermieden werden. Absichtliche Verbreitung ist KEIN Kavaliersdelikt, sondern kann nach § 74 des Tierseuchengesetzes mit einer Freiheitsstrafe bis zu zwei und sogar 5 Jahren oder mit Geldstrafe geahndet werden.

Da der Imker insoweit besonnen handelte und nach seinem Verdachte den Bienensachverständigen hinzugezogen hatte, können wir hoffen, die Seuche eingegrenzt zu halten. Bitte meldet eurerseits Verdachtsmomente sofort. Es kostet euch nichts und ihr könnt im Gegenteil unter Umständen sogar mit einer Entschädigung rechnen.

Unsere eigenen Völker, auch die in den Buger Wiesen, liegen nicht innerhalb des künftigen, vom Veterinäramt auszusprechenden Sperrgebiets. Da Reinhold, der den Befall im Zuge seiner Tätigkeit als Bienensachverständiger festgestellt hat, unsere Völker im Auge behält, würden wir einen Befall sicherlich schnell bemerken.

Was ist zu tun?

Tanarus, Paenibacillus larvae, CC BY-SA 3.0, Von Tanarus - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=7884746

Tanarus, Paenibacillus larvae, CC BY-SA 3.0, Von Tanarus – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=7884746

Wer einen Verdacht auf Faulbrutbefall in seinem Volk hat, weil er braune und zäh-schleimige und/oder verschorfte, übelriechende Substanzen entdeckt hat, kann dies zunächst an die Bienensachverständigen, Gesundheitswarte oder Fachberater melden. Derzeit sind dies:

Fachberater/innen der Bezirke
-> für Bamberg in Bayreuth, Barbara Bartsch
Bienensachverständige im Landesverband der Bayerischen Imker (LVBI)
-> Schwerpunkt Stadt Bamberg: Reinhold Burger (T. 0951-309 45 39), Khristo Dimov, T. 0951-9146315)
-> Schwerpunkt Landkreis Bamberg: Markus Dorsch (Mistendorf), Karl-Heinz
Übelacker und Hans Dillig (Zapfendorf), Dr. Hermann Knörl (Hirschaid)

Oder die Meldung geht an das Veterinäramt der Stadt Bamberg, 0951-87-35 11 bzw. Landratsamt Bamberg, Fachbereich 34, Veterinärwesen, Tel. 0951-85-754 o. -755.

Das Amt wird in Absprache mit den betroffenen Imkern weitere Schritte einleiten: Futterprobeentnahme und bei Befall die Tötung der Brut sowie die Sanierung der adulten Bienen. Das heißt im Klartext: Die gesamt Brut wird vernichtet, das Volk in eine leere Zarge, in der lediglich Mittelwände hängen, eingeschlagen – Verfahren ähnlich einer Schwarmbildung.

Die kontaminierten Zargen und Rähmchen müssen desinfiziert werden, z. B. durch Abflammen und / oder mit Reinung mittels heißer Natronlauge. Bei umfangreichen Beständen kann eine mobile Desinfektionsapparatur, das BIG-Mobil, eingesetzt werden, das man sich ausleihen kann (Ausleihbedingungen, PDF). Bezugsadresse: Landwirtschaftliche Lehranstalten / Bildungszentrum Triesdorf, Abteilung Tierhaltung, Bienen,  Markgrafenstraße 12, 91746 Weidenbach, Telefon 09826 18-3500.

Nach einiger Zeit untersucht der/die Veterinär/in, ob am betroffenen Stand die Gefahr gebannt ist. In den Nachbarständen werden Futterkranzproben genommen. Sie werden  auf Faulbrutsporen untersucht. Entdeckt man hierbei höhere Zahlen „natürlich“ vorkommender Sporen, kann rechtzeitig Abhilfe erfolgen in der Weise, wie oben beschrieben.

Wie kann vorgebeugt werden?

Das A und O ist eine saubere Brutumgebung. Sie bietet sicherlich den wichtigsten Schutz. Sprich: keine uralten Waben, die immer und immer wieder – aus Sparsamkeitsgründen und mit der Hoffnung auf eine Abfärbung der Kackbräune in den Honig, weil die Käufer halt so gerne dunkle Honige mögen – aufs Neue eingehängt wurden. In unserem Beitrag vom 02.07.2014 schrieb ich noch: „Ich meine, diese Zeiten sind gottlob vorbei.“ Sind sie definitiv leider nicht!

Vorbeugung ist auch in Bezug auf die verwendeten Gerätschaften und Bekleidungen wichtig. Niemals mit dem eigenen Werkzeug an einen anderen Stand hantieren, sondern das des Standorts verwenden. Sofern die Bekleidung nicht ausgeliehen wurde, sollte man die eigene Kleidung nach dem Besuch in einer Plastiktüte verschließen und zuhause sofort bei 60° C waschen.

Beim Kauf von Völkern ein Gesundheitszeugnis geben lassen. Ein/ seriöse/r Verkäufer/in bzw. Imker/in wird sich auf eure Bitte sicherlich einlassen, zumal dies sogar Pflicht ist.

Eine aktuelle Übersicht aller Faulbrutfälle veröffentlicht das Loeffler-Institut mit seinem Tierseuchen-Informationssystem (TSIS). Wer wissen will, welche Regionen derzeit betroffen sind, klickt auf “Liste weiter einschränken”, wählt das Bundesland und nachfolgend den Ort.

[Nachträge 13.06.2019]

BIWa-Sonntagsöffnung am 16.06.19 mit Rosen- und Honigmesse für Bienenfreunde

So., 16.06.19: 14.00 – 17.00 Uhr BIWa-Sonntagsöffnung mit Rosen- und Honigmesse für Bienenfreunde.

Was?
Garten- und Rosenspezialistin Jeannette Frank und Kreisfachberaterin Alexandra Klemisch zur Rosen- und StaudenmesseVerkaufsschau mit Beratung durch Jeannette Frank, Expertin für alles, was den Garten schöner macht. Das beweist sie mit ihrem Schaugarten GALAROSA in Altendorf-Seußling, den sie ein Stück weit mit in den Bamberger Bienengarten bringt. Ihr Schwerpunkt sind Englische Rosen, hochrankende Ramblerrosen, Strauchrosen und Rosenstämmchen. Für die Verkaufsschau achtet sie auf besonders bienenfreundliche Sorten, die noch über Nektar und Pollen verfügen. Ein paar dieser Rosen sind dauerhaft in unserem Bienengarten zu finden.

Einladung 2. Rosen- und Honigmesse BambergAuch ohne Kaufabsichten der herrlichen Rosen erhalten Besucher kompetente Beratung zur Pflege und im Falle von Krankheitssymptomen. Dazu dürfen schadhafte Pflanzteile zur Begutachtung mitgebracht werden. Wer außerdem den unter dem Siegel „Region Bamberg – weil’s mich überzeugt!“ geimkerten Bamberger Lagenhonig mit hinzunehmen möchte, hat viel Gutes für die Natur getan.


Für wen? Ohne Altersbeschränkung
Kosten? Keine, über Spenden freuen wir uns
Referentin: Jeannette Frank, Garten- und Rosenspezialistin (GALAROSA-Schaugarten, Altendorf-Seußling)
Wo? Bienen-InfoWabe, Bienenweg 1, 96047 Bamberg (Erba-Park)
Und sonst? Einkaufs-Bringdienst für Nutzer der Erba-Tiefgarage

Varroakunde und -kontrolle zur Halbzeit des BLIB-Imkerkurses

Theorieteil Varroakunde mit Flyer zum Bayerischen VarroakonzeptDas 5. Modul zur Varroakunde und -kontrolle des BLIB-Imkerkurses für Anfänger dauerte 3 Stunden und wurde von Reinhold Burger bestritten. Eine erste Übersicht – mit dem leichten Abstrich des heute nicht mehr praktizierten Futterstoßes – bietet der Flyer der LWG „Gesunde Bienen trotz Varroa – das Bayerische Varroabekämpfungskonzept“.

Die Varroakunde gliederte sich in fünf Teile mit anschließender Fragerunde. Nach einem Steckbrief zur Varroa destructor, die auf Herkunft und Verbreitung, Aussehen, Lebensweise und die Auswirkungen auf die Bienen hat, folgte im Teil 2 die Grundlage für eine erfolgreiche Behandlung, nämlich die Varroadiagnose.

WindeldemonstrationSie beginnt mit der Feststellung des Varroabefalls, der ab 10 natürlich gefallene Milben pro Tag bei einem Wirtschaftsvolk nach einer Behandlung ruft. Denn rechnet man im Sommer den Faktor 100-200, so würden sich folglich 1-2.000 Milben auf den adulten Bienen befinden, den Befall in den Brutzellen nicht mit eingerechnet. Bei einer Verdoppelung pro Monat ist die Vermehrungsrate immens.

Nach den allfälligen Behandlungen ist eine Wirksamkeitskontrolle unerlässlich. Auch sollte immer an eine Reinvasion gedacht werden, die beispielsweise durch Räuberei im Spätsommer erfolgen kann. Zu beachten sind Diagnosezeitfenster. Vor allem nach einem Saisonende – also Mitte bis Ende Juli und nach abgeschlossener Sommerbehandlung Ende September – MUSS eine Windelkontrolle durchgeführt werden.

Im 3. Teil ging der Referent auf die Varianten biotechnischer Maßnahmen ein und legte dabei den Schwerpunkt auf die Entnahme verdeckelter Drohnenbrut und Jungvolkbildung durch Brutableger.

Im 4. Teil erläuterte er die medikamentöse Behandlung mittels zugelassener Varroamittel, die allerdings allesamt keine Heilung ermöglichen. Immer ist eine rechtzeitige Behandlung ausschlaggebend. Maluspunkte sind dabei Rückstandsbildung im Honig (bei wasserlöslichen Wirkstoffen wie Ameisensäure) oder im Wachs (bei fettlöslichen Wirkstoffen, z. B. Thymol). Außerdem können sich Resistenzen bilden.

Im fünften und letzten Theorieteil machte Reinhold auf die Möglichkeit aufmerksam, sich über den wärmetechnisch richtigen Zeitpunkt einer Varroabehandlung zu informieren, z. B. über Varroawetter.de.

Ablegervolk wird begutachtetIm Praxisteil der letzten halben Stunde erfolgte die Varroakontrolle an einem Ablegervolk am Fünferlessteg. Es ist der Ableger, den die Gruppe im 3. Modul selbst hatte bilden dürfen und der am Vortag von seinem Interimsplatz in den Buger Wiesen für diese Kurseinheit zurückgeholt wurde.

Milchsäurebehandlung durch ChristianNachdem Reinhold die Milchsäurebehandlung vorgeführt hatte, machte sich Kursteilnehmer und Bienenpate Christian Schwarzenberger sogleich daran, es nachzumachen. Gut, normalerweise hätten wir auf lange Ärmel bestehen sollen, doch immerhin – an Handschuhen haben wir reichlich Vorrat. Gut, dass Milchsäure weit weniger aggressiv als Ameisen- oder Oxalsäure ist. Dennoch muss auch hier unbedingt auf die richtige Windrichtung geachtet werden, um keine Tröpfchen einzuatmen.

Königin mittendrin im AblegervolkAls die Bienen des Ablegervolkes wieder unter Dach und Fach waren und beim benachbarten Wirtschaftsvolk eine milbenlose Windelkontrolle für Freude sorgte, stellten wir uns noch eine halbe Stunde für weitergehende Fragen zur Verfügung. Die Zeit scheint immer zu kurz für alles, doch selbst ein Tageskurs würde niemals reichen. Ja, Bienenhaltung ist spannend und das Lernen hört auch für Profis keineswegs an einem bestimmten Punkt aus. Es braucht Geduld, das wichtigste Attribut einer Imkerin bzw. eines Imkers!

Der nächste Termin zum BLIB-Imkerkurs für Anfänger findet am 12.07.2019 von 10.00 – 12.00 (Modul 6: Honigernte) und von 13.00 – 15.00 Uhr (Honigverarbeitung) statt. Auch nach bereits erfolgtem Start ist ein Einstieg in jedes neue Modul jederzeit möglich. Die Dauer des Kurses beträgt immer 10 Module und richtet sich nach der Modulnummer Ihres Einstiegs. Ein zweites Jahr kann bei Terminproblemen kostenfrei angehängt werden.

Kosten, Anmeldung und Programm siehe BLIB-Imkerkurs-Anfaenger-2019 sowie Zusatztermine Honigschleudertage-2019.

Fotogalerie Modul 5: Varroakunde und -kontrolle

 

Wasser für den Bienengarten (5): Die Montage

Pumpbrunnen im Bamberger BienengartenNach knapp einem Jahr ist es vollbracht! Wir freuen uns riesig über unsere fertig montierte Schwengelpumpe, die uns pünktlich zum Beginn des meteorologischen Sommer unseren Bamberger Bienengarten bewässern hilft. Am Vormittag hielten wir noch zweieinhalb Stunden Imkerkurs, doch nach einer kurzen Siesta war’s endlich soweit: Heute noch sollte des Gießkannenheranschleppens ein Ende gesetzt sein! Juhuuuu!

Über eigenes Wasser verfügen zu dürfen, das ist schon etwas sehr Besonderes, wenn man’s sich selbst erarbeitet hat. Das lässt sich so mit fließend Wasser in jedem Haushalt ja kaum mehr vorstellen, wie mühevoll doch der Prozess der Wassererschließung ist. Hut ab vor unseren Vorfahren!

Erstes Wasserpumpen an der Schwengelpumpe im Bamberger BienengartenDies waren die letzten Arbeitsschritte beim Montieren der Schwengelpumpe:

  • Pumpbrunnenmontage im Bamberger BienengartenAusmessen des Grundwasserstandes (liegt bei 3,40 m) mit Hilfe eines wasserdichten Kabels. Festgestellte Gesamttiefe des Bohrloches: 6,40 m.
  • Den Saugschlaug (1″ = 25 mm, mit Spirale, geeignet für Unterdruck bei einem Wassersäulenstand von 6 m) auf 3 Meter zuschneiden. Das heißt, das Endstück wird sich sodann auf einer Tiefe von 5,40 wiederfinden.

Rechenweg:
Kolbenlänge 0,40 m + Verlängerungsrohr 2 m + Saugschlauch 3 m = 5,40 m. Bedeutet, dass das Schlauchendstück erst einen Meter über Grund Wasser anpumpt und somit keine Sedimentteile aufwirbelt. Über dem Schlauch-Endstück befinden sich noch 2,20 m Wasser, ein Ins-Leere-Pumpen ist praktisch nicht möglich.

  • Pumpbrunnenmontage im Bamberger BienengartenAlle Teile (siehe Seite 3 der Bedienungs- und Installationsanleitung) aneinander montieren. Dabei das Gestänge am oberen Ende mit einem zum Beispiel durch die Öse quer gelegten Hölzchen fixieren, dass es nicht in den Brunnenschacht abhauen kann.
  • Alles miteinander in das Bohrlochfädeln und …

Pumpbrunnenmontage im Bamberger BienengartenHA! Klingt easy, erwies sich denn doch als enormer Kraftakt. „Alles miteinander“ heißt: stolze 5,40 Meter bei geschätzten 35 Kilo Gewicht! Gut, dass Reinhold so groß ist und außerdem eine Leiter parat stand. Zu zweit hievten zitterten wir die Konstruktion aber glücklich in den Brunnenschacht hinein. (Ein Selfie war aus verständlichen Gründen nicht möglich.)
Und zwar entgegen der Anleitung, die besagte, dass eine Person das im Brunnen installierte Gestänge bzw. Plastikrohr hält und die andere die Pumpe draufschraubt. Davon mussten wir nach einigen erfolglosen Versuchen ablassen.

Pumpbrunnenmontage im Bamberger BienengartenDenn der Schraubende sieht wegen des abstehenden Basis-Endstückes der Pumpe nicht, wohinein er genau schraubt, und die Gestänge-Haltende schwitzt Blut und Wasser, weil ihr jederzeit das Gestänge auf Nimmerwiedersehen in den Bohrgang abhauen kann. Eine Zeitlang lässt sich mit beiden Händen das Gewicht des Gestänges durchaus halten. Doch der zusätzliche Druck durch den Schraubvorgang einer Pumpe von 25 Kg Gewicht erhöht die Gefahr des Loslassens massiv. Na ja, hier hätten Männerpratzen sicherlich mehr verrichten können … Aber es hat ja auch anders geklappt. Jetzt nur noch …

  • … das Gestänge mit dem Schwengel verschrauben (Achtung! Nicht zu früh loslassen, damit es nicht doch noch in den Schacht verschwinden kann! Geht also nur zu zweit: Eine/r hält, die/der andere schraubt!) …
  • … und das Basisteil der Schwengelpumpe an den Betonsockel schrauben.

„Wasser, Marsch!“

Erstes Wasserpumpen an der Schwengelpumpe im Bamberger Bienengarten

Fotogalerie Pumpbrunnenmontage im Bamberger Bienengarten

Berichtsserie „Wasser für den Bamberger Bienengarten“

  1. Das Wünschelrutengehen
  2. Die Bürokratie
  3. Die Bohrung
  4. Das Fundament
  5. Die Montage (diese Seite hier)

Super vorbereitet! Gangolf-Grundschulklassen in der Bienen-InfoWabe

Gangolf-Grundschule Bamberg, Klasse 2b zum SchulbienenunterrichtBereits die ersten Wortmeldungen zur Biene ließen es erahnen. Die Klassen 2a (15 Schüler/innen / Integrationsklasse) und 2b (23 Schüler/innen) der Gangolf-Grundschule in Bamberg waren bereits bestens auf die Biene eingestimmt! Daher brauchte es diesmal auch keines der sonst üblichen Rätselblätter zum Körperbau der Biene. Stattdessen verbrachten wir mehr Zeit vor der Schaufensterbeute und dem Lehrbienenstand bei den ECHTEN Bienen.

Nicht nur die Kinder waren von den braven Bienen beeindruckt. Auch die Lehrkräfte fanden es spannend, dass man ihnen ganz ohne Schutzkleidung so nahe kommen durfte und sogar über ihre zarten Flügel streicheln konnte. „Ich habe einiges noch nicht gewusst“, bekannte sich eine der Lehrkräfte, und wir konnten ihr versichern: Auch wir lernen immer und immer noch etwas Neues aus dem Reich der Bienen hinzu!

Unsere Faszination gegenüber eines ganz eigenen Kosmoses konnten wir – so unser Eindruck – absolut weitergeben. Und das ist auch gut so. Denn aus Faszination entsteht Interesse und Neugier, die in Wissen-Wollen übergeht, in Erkenntnisse, Einsichten und Wertschätzung mündet, um letztendlich in Tierliebe und Bewahrenwollen sein Ziel zu finden.

Danke, dass ihr da wart und die Begeisterung mit uns geteilt habt!

Fotogalerie Schulbienenunterricht für die Gangolf-Grundschule Bamberg

(Aufgrund des hohen Migrationsanteil hier nur wenige Aufnahmen.)

BIWa-Sonntagsöffnung am 02.06.2019 mit Sensenkurs

Josef "Jupp" Schröder, GartenexperteLogo für das Schwerpunktthema Natur der Bienen-InfoWabeSo., 02.06.19 – BIWa-Sonntagsöffnung mit Vortrag

  • 14.00 – 16.00 Uhr | Offenes Haus für alle … rund um Bienen, Honig, Imkerei und Natur.
  • 16.00 – 18.00 Uhr | Sensenkurs im Erba-Park. Sensen auswählen, einstellen, bedienen und dengeln.

Josef "Jupp" Schröder beim DengelnWas? Wer nur ein- bis zweimal pro Jahr mäht, weil’s bienen- bzw. insektenfreundlich sein soll, greift am besten zur Sense. Bereits beim Kauf sollte auf die Qualität geachtet werden. Zudem spart die richtige Klingeneinstellung und eine gute Technik viel Kraft und Mühe. Wir probieren es an kleinen Flächen rund um die Bienen-InfoWabe im Erba-Park aus. Um die Sensen dabei scharf zu halten, ist das Dengeln ein wichtiger Vorgang, das ebenfalls gezeigt wird. Falls vorhanden, Sense mitbringen.

Für wen? Ohne Altersbeschränkung
Kosten? Keine, über Spenden freuen wir uns
Referent: Josef „Jupp“ Schröder, Autor der Gartentipps im Fränkischen Tag / infranken.de
Wo? Bienen-InfoWabe, Bienenweg 1, 96047 Bamberg (Erba-Park)

„Grüner Becher des Monats“ für Bienen-leben-in-Bamberg.de

Grün-Alternative Liste (GAL) verleiht "Grünen Becher des Monats" im Mai 2019 an Bienen-leben-in-Bamberg.de

Christian Hader (GAL) verleiht „Grünen Becher des Monats Mai“ an Bienen-leben-in-Bamberg.de (Ilona Munique und Reinhold Burger)

Die Grün-Alternative Liste, GAL, verlieh den „Grünen Becher des Monats“ im Mai 2019 an unsere Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de. In der Begründung hob Christian Hader gegenüber uns, also Ilona und Reinhold, die besonderen Verdienste im Zusammenhang mit dem erfolgreichen bayerischen Volksbegehren „Rettet die Biene. Artenvielfalt und Naturschönheit in Bayern“ hervor.

Grün-Alternative Liste (GAL) verleiht "Grünen Becher des Monats" im Mai 2019 an Bienen-leben-in-Bamberg.deFür die Ehrung bedanken wir uns sehr herzlich und versprechen, uns weiterhin für die Natur mit dem Schwerpunkt Biene ins Zeug zu legen. Den Mitgliedern zur Versammlung der GAL, in dessen Rahmen am 23.05. die Ehrung stattfand, legten wir ans Herz, niemals die Honig- gegen die Wildbiene auszuspielen, denn BEIDE Arten werden für eine ausreichende Bestäubungsleistung unserer Kultur- und Wildpflanzen benötigt. Wir boten der GAL, wie wir es auch gegenüber anderen politischen Gremien tun, sehr gerne unsere informellen Dienste an, beispielsweise, wenn für weitreichende Entscheidungen oder Anschaffungen nennenswerte Ressourcen zum Einsatz kommen sollen.

Denn es wäre kontraproduktiv, beispielsweise das hundertste Wildbienenhotel aufzustellen oder den zweihundertsten Honigbienenkasten oder die falsche Blühwiesenmischung auszubringen. Bei alledem ist Augenmaß zu halten und auf die Qualität zu achten. So zöge man bei großflächigen Wildbienenhotelanlagen nur zu viele Bienenparasiten mit groß, und Wildbienen sind schließlich nicht ohne Grund eher Einzelgängerinnen. Ohnehin sind die gefährdeten Arten meist Bodenbrüter. Auch müssen bei deren Flugradius mit ca. 50 bis 300 Metern (hier wird noch geforscht) spezielle Nahrungsbedürfnisse berücksichtigt werden. So kann also unreflektiertes Nachahmen falsch kolportierter Maßnahmen wirkungslos bleiben und sogar negative Effekte zeitigen.

Gerne (und schamlos) haben wir also die Gelegenheit genutzt, einen kurzen Einblick in unser Anliegen zu geben – nämlich einen überlegten Umgang mit gut recherchierten Informationen über die Bienen und deren Lebensraum zu forcieren und damit in die breite Öffentlichkeit zu gehen. Was zu beweisen war 😉

Noch einmal DANKESCHÖN, und das auch im Namen all unserer Mitstreiter/innen!

Grundschule Scheßlitz besucht Bamberger Schulbiene

Grundschulklassen 2a+b zu Besuch in der Bienen-InfoWabeWie gut, dass wir einen Ersatztermin einplanten. Die Klassen 2a und 2b der Scheßlitzer Grundschule sowie deren Lehrerinnen Frau Müller, Frau Lindner, Frau Kreuzer und des Referendars, Herr Degen, konnten ihn nutzen, und so war es bei trockenem Wetter möglich, echte Bienen in ihrem Tun zu beobachten.

Unterricht der Bamberger SchulbieneDem Blick ins Bienenvolk ging wie immer ein bisschen Theorie und bildhafte Gewöhnungszeit voraus. Nicht alle Kinder sind frei von Scheu vor  fliegenden, schwirrenden und summenden Insekten. Doch auch diese erlagen der Faszination, wie sich Bienen fleißig auf den Honigwaben tummeln und konzentriert ihrer Arbeit nachgingen, ohne sich sonderlich von unseren neugierigen Blicken stören zu lassen.

Schaufensterbeute. Unterricht der Bamberger SchulbieneNachdem beiden Klassen der Ausflug wieder sehr viel Spaß gemacht hatte, wird Klassenlehrerin Frau Müller auch in zwei Jahren wieder zu uns kommen, wofür wir bereits jetzt schon einen Termin festlegten. Denn unsere Kapazitäten sind ja doch „endlich“, so dass frühzeitige Anmeldungen angeraten sind.

Unterricht der Bamberger SchulbieneViel Vergnügen mit der Fotogalerie, die einen Einblick in die Unterrichtsmethoden und die dabei verwendeten Materialien geben.

Fotogalerie Klasse 2b der Grundschule Scheßlitz

Fotogalerie Klasse 2a der Grundschule Scheßlitz