Wir gratulieren! Gewinner des Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis 2026

Der Förderkreis Bienenleben Bamberg e. V. (FKBB) gratuliert den Gewinnern des Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis 2026!

(Ausführlicher Bericht folgt im nächsten Blogbeitrag.)

1. Preis „Honiggold“

Carsten Joneitis, Bürgermeister der Gemeinde Oberhaid (vor Ort mit Julia Bierbaum; rechts FKBB-Vorsitzende Ilona Munique)

Urkunde zum Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis 2026 (BBU26)

 

Saisonabschlussfeier; Gewinner des Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis, BBU26

2. Preis „Silberlinde“

Heidelsteigschule (Grund-/Mittelschule) / vertreten durch Maurice Kalweit (links FKBB-Beirätin Yaneth Klein, rechts FKBB-Vorsitzende Ilona Munique)

Umweltpreis 2026 (BBU26)

Saisonabschlussfeier; Gewinner des Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis, BBU26

2. Preis „Silberlinde“

Bürgerverein Bamberg-Ost e. V. / vertreten durch Jochen Kellner (vor Ort mit zweiter Schatzmeisterin Simone Schmierer; links FKBB-Beitrag Nikolaus Hofmann, rechts FKBB-Vorsitzende Ilona Munique)

Umweltpreis 2026 (BBU26)

Saisonabschlussfeier; Gewinner des Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis, BBU26

Anerkennungspreis

Sozialstiftung Bamberg / vertreten durch Christian Werner (vor Ort mit Gattin Anita Ruppenstein-Werner; links FKBB-Kassenwartin Gabriele Loskarn, rechts FKBB-Vorsitzende Ilona Munique)

Umweltpreis 2026 (BBU26)

 

Saisonabschlussfeier; Gewinner des Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis, BBU26

So., 20.09.26 – BIWa-Sonntagsöffnung und Saisonabschlussfeier mit Vergabe Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis 2026

Logo "Alle Themen" der Bienen-InfoWabe (BIWa)Logo BBU, Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis (FKBB e. V.)Wann? So., 20.09.26 | 14.00 – 18.00 Uhr

Wann und was?

  • 14.00 Uhr  |  Offenes Haus für alle … rund um Bienen, Honig, Imkerei und Natur
  • 15.30 Uhr  |  Sektempfang mit Kaffee & Gebäck und mit musikalischer Begleitung durch das Duo „Little Radio“ (Lisanne Bendig und Jürgen Punzet mit Zupfinstrumenten und Gesang)
  • 16.30 Uhr  |  Verleihung Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis 2026 (BBU)
    1. Preis („Honiggold“), 2. Preis („Silberlinde“), Anerkennungspreis(e)
    Hier die Nominierten.
  • 17.30 Uhr | Musikalischer Ausklang
  • ca. 18.00 Uhr | Ende

Für wen ist der BBU-Preis gedacht? Für alle, die sich in besonderer Weise für die Bamberger Bienenwelt einsetzen, in den Kategorien Bienen, Honig, Imkerei und Trachtpflanzen. Weitere Informationen zum Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis
Veranstalter? Förderkreis Bienenleben Bamberg e. V. (FKBB) in Kooperation mit der Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de (BLIB)
Kosten?
Keine, über Spenden freuen wir uns
Wo? Bienen-InfoWabe, Bienenweg 1, 96047 Bamberg (Erba-Park)

Nominierte für Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis 2026

Lobo BBU, Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis (FKBB e. V.)Nominiert für den Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis 2026 sind:

Die vier Nominierten aus Bamberg und Umgebung engagierten sich in besonderer Weise für die Umwelt und werden am So., 20.09.2026 zur Saisonabschlussfeier der Bienen-InfoWabe mit „Honiggold“, „Silberlinde“ oder einem Anerkennungspreis ausgezeichnet. Wir freuen uns auf zahlreiche Gäste!

Programm

Ab 15.30 Uhr stimmt das musikalische Duo Lisanne Bendig und Jürgen Punzet („Little Radio“) die Gäste beim Sektempfang mit einem heiteren Stilmix auf die Verleihung ein.

Ab 16.00 Uhr werden die Laudationen gehalten von Ilona Munique als Vorsitzende des Veranstalters „Förderkreis Bienenleben Bamberg“ (FKBB).

Gegen 18 Uhr endet die Abschlussfeier; der Eintritt ist frei.

Bereits ab 14 Uhr ist die Bienen-InfoWabe geöffnet. Mit diesem Termin schließt das grüne Klassenzimmer für heuer seine Türen. Die nächste Saison startet wie immer am Ostersonntag und darauffolgend an jedem dritten Sonntag im Monat von April bis September. Der Bienengarten im ERBA-Park bleibt hingegen das ganze Jahr über öffentlich zugänglich.

Wachsschleudern bringt wertvollen Rohstoff

Wabenrähmchen, Altwachs Imkerliche Arbeit, die kaum jemand zu sehen bekommt: den Rohstoff Wachs aus Altwachswaben gewinnen. Dabei werden die Bienen in ihrer Wohnung auf neue Waben „hochgezogen“ und die alten, verlassenen Bruträhmchen aus dem Stock entfernt. Die gesammelten Altwachswaben werden ausgeschleudert, ähnlich wie beim Honigschleudern.

Wertvoller Rohstoff

WachsschleudernSo unansehnlich die Altwabenwachse auch aussehen – aus ihnen kann mittels heißem Wasserdampf wieder wunderbar goldgelbes Rohwachs entstehen. Dieses wird einige Zeit später in einem Wachsklärbehälter bei hoher Hitze für mehrere Stunden erneut eingeschmolzen, um sie restlos zu säubern und zu desinfizieren. So können sich keine Krankheiten verbreiten, wenn wir das Wachs im Spätwinter zu neuen Wachswabenplatten gießen und für die nächste Bienensaison verwenden.

WachsschleudernUnterstellmöglichkeit gesucht!

Die geräuschlose Maschine, die uns beim Wachsschleudern unterstützt, wurde über Fördermittel angeschafft und verrichtet ihre Dienste in der Nordflur.

Wir suchen nach wie vor eine Unterstellmöglichkeit in der Innenstadt Bambergs, beispielsweise einen kleinen Raum mit ca. 10 qm in einem Nebengebäude, Schuppen oder Keller. Die Dampfentwicklung ist nicht sonderlich groß, doch es wird Starkstrom gebraucht. Mehr als dreimal im Jahr ist sie nicht im Einsatz. Wer uns hier weiterhelfen kann, wird natürlich mit Honig belohnt!

Sommertreffen mit den Bienengartenfeen 2026

Sommertreffen 2026 der BienengartenfeenZum Ende der heuer wieder heftigen Bienengarten-Gießzeit trafen wir uns, um ein wenig zu feiern: Wir haben es vereint geschafft, unseren Bienen das Nahrungsangebot zu erhalten! Während Reinhold und ich im Frühjahr das Bewässern noch zu zweit wuppen konnten, immer mal wieder unterstützt durch einen Regenschauer, war es spätestens im Juni aus und vorbei. Mehrere Hitzeperioden waren zu überstehen, und ohne unsere Bienengartenfeen wäre das als Berufstätige schier aussichtslos gewesen.

Danke also an Heidrun Alzheimer, Doris Feulner, Anna Laqua, Familie Liedtke, Marie Pailer, Thomas Scholz und Julina Pletziger!

Da wir jedoch gerade in der Urlaubs- und Reisezeit immer noch unterbesetzt sind, würden wir uns sehr freuen, würde sich der Kreis vergrößern. Hier unsere Kontaktdaten.

Neue Gartenbank im Bienengarten eingeweiht

Neue Gartenbank im Bamberger Bienengarten, eingeweiht durch Christine, Wolfi und IlonaUnsere neue Gartenbank lädt herzlich ein, den Spätsommer im Bienengarten zu verbringen. Nach einem Spaziergang am Fischpass im ERBA-Park entlang, vielleicht kurz vorm Wiedereintauchen in die trubelige Innenstadt, lässt sich ein Weilchen noch gemütlich die Insektenwelt beobachten, im Hintergrund begleitet von den beruhigenden Tönen eines Bambusklangspiels.

Neue Gartenbank im Bamberger Bienengarten

Angeschafft wurde sie durch die Mitgliedsbeiträge des Förderkreises Bienenleben Bamberg e. V. und aufgebaut durch unseren Bienenfreund Thomas Scholz. Erstmals eingeweiht hatten wir die Bank zusammen mit Bienengartenfee Christine, Frau von unserem Bienenpaten Bernd Liedtke.

Ilona und Wolfgang Metzner, Namensgeber des neuen Bienenmodells "Wolfi"Mit dabei ein weiterer Neuzugang: Wolfi, das wollig-weiche Modell, mit dem Kinder spielerisch gezeigt wird, wie eine Biene tickt. Bernd schenkte es der Bamberger Schulbiene, damit sie es im Unterricht einsetzen kann. Und Wolfi heißt sie, weil Wolfgang Metzner sie bei seinem Job als Auktionator auch sofort ins Herz geschlossen hatte. Oder andersherum …

Allen Beteiligten 🥰 herzlichen Dank!

Gerne würden wir eine weitere Bank aufstellen, um unsere in die Jahre gekommenen Sitzgelegenheiten nach und nach zu ersetzen. Dafür benötigen wir eure Spende (näheres unter dem Link). Wir wissen zwar, dass solche Aufrufe meistens ungehört verhallen. Doch vielleicht bringt uns Wolfi ja Glück?!

Neue Gartenbank im Bamberger Bienengarten

04.09 ist Tag der Wildtiere: Ein Blick auf Honigbienen und ihre wilden Verwandten

Am 4. September rückt der US-amerikanische „National Wildlife Day“ die faszinierende Vielfalt unserer Tierwelt in den Fokus. Beim Naturschutz stehen oft große Säugetiere im Mittelpunkt. Doch der Tag bietet auch Anlass, den Blick auf unersetzliche Bestäuber zu lenken – allen voran die Bienen. Doch Biene ist nicht gleich Biene. Schauen wir uns die Unterschiede mal genauer an.

Biene an Mazedonische WitwenblumeHaustier, Wildbiene oder Ausreißer? Einordnung der Honigbiene

Häufig wird die Honigbiene fälschlicherweise als domestiziertes Insekt oder gar als klassisches Haustier betrachtet. Ganz so einfach ist es jedoch nicht: Biologisch gesehen ist sie keine echte Haustierart wie Hund oder Katze. Und sie unterscheidet sich grundlegend von den rund 560 heimischen Wildbienenarten, die als eigene, eigenständige Spezies existieren.

Zusätzlich gibt es noch den Sonderfall der verwilderten Bienen. Darunter versteht man Honigbienenkolonien, die ohne direkte imkerliche Pflege in freier Natur – beispielsweise in Baumhöhlen des Waldes – überleben. Solche Bestände haben es allerdings schwer. Ohne die medizinische und fürsorgliche Unterstützung der Imker*innen, insbesondere im Kampf gegen die eingeschleppte Varroamilbe, überstehen diese verwaisten Völker den Winter in der Regel nicht aus eigener Kraft.

Imkerei als Kulturleistung und Naturschutz

Die Honigbiene in ihrer heutigen Form ist stark auf den Menschen angewiesen. Die moderne Imkerei leistet damit nicht nur einen Beitrag zur Gewinnung des regionalen Naturprodukts Honig, sondern übernimmt eine wichtige Kultur- und Erhaltungsaufgabe. Dennoch ist sie nicht als typisches Haustier anzusehen.
Während die Honigbiene durch die Obhut der Imker geschützt wird, brauchen die vielen verschiedenen Wildbienenarten ganz andere Rahmenbedingungen. Sie sind auf unberührte Nistplätze, Totholz und ein vielfältiges Blütenangebot angewiesen, da sie meist solitär (als Einzelgänger) leben und keine großen Staaten bilden.
Bienen an Durchwachsener Silphie

Bienen dienen der Biodiversität

Ob Nutztier in der Obhut der Imker*innen oder ob geschützte Wildbiene im urbanen Garten: Beide Gruppen leisten einen unverzichtbaren Beitrag in unseren Ökosystemen. Sie bekämpfen einander nicht, sondern teilen sich die Welt.
Der Tag der Wildtiere erinnert uns daran, dass wir sowohl die bewirtschaftete Natur unterstützen als auch den Lebensraum wilder Insekten bewahren müssen – für eine blühende und artenreiche Zukunft vor unserer Haustür.

Monatsbetrachtungen September 2026 zu Bienen und Imkerei

Übersicht

Phänologie und Bienen

In manchen Gegenden blühen noch umfangreiche Bestände des Großen und des Drüsigen bzw. Indischen Springkrauts (Impatiens glanulifera)¹. Letzteres, wie auch das Kleine Springkraut, ein Neophyt und sollte entfernt werden. Auch Goldruten werden von den Bienen ob des ergiebigen Nektar- und Pollengehalts sehr begehrt. Doch auch hier gilt: Die heimische Gewöhnliche Goldrute stehen lassen, den Neophyt „Kanadisches Springkraut“ entfernen.

Ebenfalls begehrt sind die kugeligen doldenförmigen Blüten des Efeus, der noch bis weit in den Oktober hinein blühen kann.

Spätsommerpflege der Jungvölker

In den Monatsbetrachtungen zum August berichteten wir über den Beginn der Spätsommerpflege bei den Altvölkern. Jetzt im September sind die Jungvölker an der Reihe, also die im Laufe des Sommers gebildeten Ableger. Sie weisen eine andere Volksentwicklung auf als die Altvölker, denn die Brut der Altvölker verringert sich ab der Sommersonnwende, während die Brutentwicklung der Ableger ab der Sonnwende erst richtig Fahrt aufnimmt. Das berücksichtigen wir bei der Pflege.

Rückschau der Pflege bis zum September

Ablegerpflege mit Milchsäurebehandlung gegen VarroamilbenbefallVier Wochen nach Bildung der Ableger, also nach erfolgreichem Schlupf und Hochzeitsflug, behandelten wir (April bis Juni) die Jungvölker gegen die Varroamilbe mittels Sprühen von Milchsäure – oder alternativ mit Oxalsäurelösung.

Entsprechend der Volksentwicklung wurden die Ableger sukzessive mit Mittelwandrähmchen erweitert und, wenn erforderlich, nur mit kleinen Futterportionen gefüttert². Große Futtergaben würden den Platz zum Brüten nehmen. Entgegen anderslautender Empfehlungen erfolgte keine frühe Behandlung mit Ameisensäure bereits im Juli und August, denn das würde die umfangreiche Brut der Jungvölker nur schädigen.

Pflege in der ersten Septemberhälfte

Windel mit Varooenabfall und WachsrestenZu Beginn des Septembers prüfen wir den Varroabefall mittels Gemülldiagnose. Fallen mehr als 5 Milben pro Tag, führen wir sofort eine Behandlung mit Ameisensäure durch.  Dosierungsempfehlung siehe Aumeier³: 70 ml der 60-prozentigen Ameisensäure sollen in 3 Tagen verdunsten.

Fallen weniger als 5 Milben, füttern wir vor einer Varroabehandlung zunächst das noch fehlende Winterfutter auf. Insgesamt benötigen die Jungvölker 15 kg Winterfutter (Achtung: Wirtschaftsvölker benötigen 20 kg!). Die Menge gilt für eine Überwinterung auf einer Zarge Zander mit 10 Rähmchen. Die Gabe von 1 kg trockenem Reinzucker im Mischungsverhältnis 3:2 von Zucker zu Wasser entspricht ungefähr 1 kg Futter in der Wabe. Die Fütterung erfolgt in 2 bis 4 Portionen via einer aufgesetzten Leerzarge und Futtereimer.

Pflege in der zweiten Septemberhälfte

Theorie der Varroabehandlung, hier zur AmeisensäurebehandlungErst in der zweiten Septemberhälfte wird der Großteil der Jungvölker mit Ameisensäure behandelt. Dosierungsempfehlung s. Aumeier³: 70 ml der 60-prozentigen Ameisensäure sollen in 3 Tagen verdunsten. Das sind alle Ableger, die in der ersten Septemberhälfte weniger als 5 Milben Varroafall pro Tag aufwiesen. Nach der Aufütterung ist jetzt die Brut durch einen Futterkranz vor der Ameisensäure geschützt.

Imker-Anfängerkurs, Modul 11, Einfüttern / BLIB-Imkerkurs für Anfänger / Bienen-leben-in-Bamberg.deAnschließend wird eventuell noch benötigtes restliches Futter gegeben, bis die Völker ihr Sollgewicht von 15 Kg Futter haben. Kontrollieren kann man das mit einer Kofferwaage: Völker in der Hohenheimer Einfachbeute aus Weymouthskiefernholz, eine Zarge mit 10 Waben und Blechdeckel wiegen dann ungefähr 28 kg. Da man eher nicht die Möglichkeit hat, die gesamte Beute anzuheben, um den Wert festzustellen, heben wir die Beute nur auf der Rückseite mit der Kofferwage an. Dann sollte die Waage also die Hälfte, nämlich ungefähr 14 kg anzeigen.

Altwaben einschmelzen

Im September gibt es schon kühlere Tage ohne Bienenflug. Um der Wachsmotte zuvorzukommen, könnten jetzt bereits die Altwaben aus der Wabenhygiene einschmelzen. Bei wärmeren Tagen empfiehlt sich das nicht. Denn wir würden bei diesem Vorgang im Freien von zahlreichen Bienen umschwärmt. Sie können den ausdünstenden Honigresteduft meilenweit riechen.

Monitoring Asiatische Hornisse / Vespa Velutina

Im September wird das Monitoring der Asiatischen Hornisse mittels Dochttöpfen fortgesetzt. Siehe dazu unseren Blogbeitrag: Asiatische Hornisse: Aufruf zum 3. Monitoring im September.

Termine

Logo "Alle Themen" der Bienen-InfoWabe (BIWa)Logo BBU – Bienenstadt-Bamberg-UmweltpreisSo., 20.09.26 – BIWa-Sonntagsöffnung und Saisonabschlussfeier mit Vergabe Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis 2026

Wann?

  • 14.00 Uhr | Offenes Haus für alle …
  • 15.30 Uhr | Sektempfang mit Kaffee & Gebäck mit musikalischer Begleitung durch das Duo „Little Radio“ (Lisanne Bendig und Jürgen Punzet mit Zupfinstrumenten und Gesang)
  • 16.30 Uhr | Verleihung „Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis 2026 (BBU)“
  • 17.30 Uhr Musikalischer Ausklang
  • ca. 18.00 Uhr Ende

Wo? Bienen-InfoWabe, Bienenweg 1, 96047 Bamberg (Erba-Park)

Weitere Details siehe auf der Seite Aktivitäten und Termine.


¹Indisches Springkraut. In: NABU Bochum. https://www.nabu-bochum.de/2018/06/01/indisches-springkraut/

²mit einer dünnen Zuckerlösung (Mischungsverhältnis 1:1 von Zucker zu Wasser)

³Pia Aumeier: Ameisensäure sicher einsetzen mit Sachverstand. Tipps & Tricks. Bienenzucht 08/2023. S. 350.

Rezension „Unser Weltacker“ anlässlich Erntedankfest 2026

Cover "Unser Weltacker 2000 qm"Am So., 04.10.2026 lädt die Katholische Erwachsenenbildung (KEB) zu einem Erntedankfest auf dem Weltacker Bamberg ein. Wir sind mit einem Info- und Honigstand ebenfalls vertreten. Ich nehme das zum Anlass, einmal auf die interessante Broschüre „Unser Weltacker: 2000 m² für alle!“ einzugehen, die beispielsweise das BUND-Büro in der Kapuzinerstraße zur Verfügung stellt.

Die Broschüre geht der Frage nach: „Wie ernähren wir uns in Zukunftt? Die gute Botschaft aber ist: (Eigentlich) ist genug für alle über 8 Milliarden Menschen dar, die sich rund 1,6 Mrd. Hektar Ackerfläche auf der Erde teilen. Und – ganz genau! – pro Mensch wären das 2000 m² plus 4.000 m² Weideland.

Doch wie mit dieser Fläche umgehen, steht auf einem anderen Blatt. Dies wird in einem Vortrag in 2024 von Christine Hertrich deutlich – und natürlich in der 37-seitigen Broschüre, die den großen Themen rund um die Ernährung auf jeweils zwei Doppelseiten nachgeht. Links leicht verständliche Texte von Benedikt Haerlin und Jasper Jorden samt einer anschaulichen Grafik, rechts eine bunte Illustration von Jasper Jordan. Die letzten Doppelseiten sind 46 Quellenangaben vorbehalten und helfen, die Materie bei Bedarf weiter zu vertiefen.

Themen sind eine Küchen-Inventur, Wegwerfverhalten, das globale Klima, Mobilität, Chemie auf dem Acker, Wasserverbrauch, das Mikrobiom und einige mehr. Aber auch die zielführenden Fragen: Was brauche ich alles und wo wächst das? Wer hat es unter welchen Bedingungen und mit welchen Auswirkungen angebaut? Wie sehen „meine“ 2000 m² aus und reichen sie für meine Bedarfe?

All diese Fragen stellte ich auch meiner Interviewpartnerin, Christine Hertrich, die das Konzept „Weltacker 2000 m²“ nach Bamberg in die Südflur gebracht hat (s. a. BlattGrün-Magazin 2025, H. 1, S. 38 (PDF) bzw. als Online-Abdruck).

Fazit

Schwere Kost kommt in der Broschüre in leichtem Gewand daher, und ein Aha-Effekt ist garantiert. Die Broschüre gehört in jede Schule und Bildungsstätte als Impulsgeber und zur Diskussionsgrundlage.


Unser Weltacker : 2000 m2 für alle! / Text: Annika Huskamp; Text und Layout: Jasper Jordan. Hrsg.: Zukunftsstiftung Landwirtschaft. 6. Aufl. Berlin.


Rezensionsexemplar für unsere Imker-Bibliothek.

Asiatische Hornisse: Aufruf zum 3. Monitoring im September

Vergleich Hornissen: Die invasive, nicht heimische Vespa velutina (Asiatische Hornisse) und unsere heimische Vespa crabro (Europäische Hornisse)In der ersten Septemberwoche startet das 3. Monitoring der Asiatischen Hornisse (Vespa velutina). Imkervereine – auch in der Region Bamberg! – sind aufgerufen, möglichst viele Mitglieder darüber zu informieren. Der näheste Fund wurde unlängst in Wiesengiech bei Scheßlitz ausgemacht.

Wie wichtig eine breite Information auch der Bevölkerung ist, zeigt ein aktueller Fund im Imkerverein Bad Brückenau e. V. Bereits 2024 wurde dort ein Nest der Asiatischen Hornisse entdeckt und entfernt. Am 26. Juli 2026 meldete eine Anwohnerin aus dem Bayerischen Staatsbad eine Vespa velutina auf ihren Brombeeren.

Zur weiteren Beobachtung wurden Dochttöpfe mit einer süßen, stark alkoholhaltigen Mischung aufgestellt. Ein Tier konnte eingefangen, markiert und anschließend beobachtet werden. Es kehrte bereits nach vier Minuten zur Futterquelle zurück. Daraus ließ sich schließen, dass sich das Nest vermutlich nur 200 bis 300 Meter entfernt befand – in Richtung Kurpark.

Flyer Vespa velutina der LWG (Ausschnitt)Daraufhin verteilten Vereinsmitglieder in den drei infrage kommenden Straßen DIN-A5-Flyer des IBI (PDF) mit ergänzenden Informationen. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten: Am 10. August entdeckte eine Anwohnerin beim Fensterputzen eine Asiatische Hornisse unter den Dachziegeln einer kleinen Gaube. Die Tiere flogen durch eine etwa fünf Zentimeter große Öffnung über der Dachrinne ein. Die Anwohnerin erinnerte sich an den Flyer, fotografierte den Fund und lud ihn auf Beewarned hoch.

So konnte das Nest noch am selben Tag begutachtet werden. Ohne die Aufmerksamkeit der Bevölkerung wäre es in seiner versteckten Lage vermutlich nur schwer und deutlich später gefunden worden. Die Bekämpfungsmaßnahmen sind inzwischen angelaufen. Dadurch wird verhindert, dass das Nest weitere Königinnen für das Jahr 2027 hervorbringt.

Liebe Imker/innen: Bitte beteiligt euch am Monitoring und informiert eure Vereinsmitglieder sowie die Bevölkerung in eurem Umfeld.