Monatsbetrachtungen November 2026 zu Bienen und Imkerei

Übersicht

Phänologie und Bienen

Biene an Herbstaster, lilaMomentan tragen unsere Bienen an warmen Tagen zur Mittagszeit noch vereinzelt Pollen ein. Beispielsweise blühen in den Gärten immer noch wunderschön die Herbstastern und Ringelblumen.

Die im Verfahren Teilen und Behandeln (TuB) erstellten Jungvölker gehen jetzt Ende Oktober, Anfang November weitgehend aus der Brut. Noch milde Spätherbsttage können durch den Einfluss polarer Kaltluftmassen in der ersten Novemberhälfte jedoch ein schnelles Ende finden. Mit sinkenden Temperaturen bilden die Bienen dann eine Wintertraube und mit den ersten Nachtfrösten stellen die Königinnen die Eilage ein.

Restentmilbung

Varroamilbe (Varroa destructor), von untenMit der Hauptentmilbung der Altvölker im August und der Jungvölker im September wurde der Varroabefall in den Bienenstöcken möglichst stark reduziert und so die Aufzucht gesunder Winterbienen ermöglicht.

Die Restentmilbung bildet den Abschluss der Varroabehandlung im Spätherbst beziehungsweise Frühwinter. Ziel ist es, im Wintervolk die Anzahl der Varroamilben auf ein minimales Niveau zu bringen. Je geringer nämlich der Varroabefall beim Start der Völker im Frühjahr sein wird, umso später wird im Laufe des nächsten Jahres eine kritische Belastung erreicht.

Irrglaube ist, dass stark mit Milben befallene Völker sich mit der Restentmilbung noch „retten“ lassen. Doch meist ist der Schaden bereits angerichtet. Solche Völker haben es schwierig, über den Winter zu kommen und vital bei ausreichender Volksstärke in den Frühling zu starten.

Verzicht auf Winterbehandlung – ja, aber …

In letzter Zeit wird im Rahmen des Zuchtprojekts „Varroaresistenz 2033“ intensiv über den Verzicht auf die Restentmilbung (Winterbehandlung) diskutiert. Der Grundgedanke findet meine Zustimmen, jedoch ist das Vorgehen nicht für alle Betriebsweisen gleichermaßen angebracht.

Der Grundgedanke: „Selektion“

Der Grundgedanke beinhaltet eine gezielte Selektionsmethode: Ohne die Winterbehandlung lassen sich jene Völker, in denen sich die Varroamilbe besonders stark vermehrt, im folgenden (Früh-)Sommer leichter identifizieren und folglich von der Zucht ausschließen. Voraussetzung dafür ist allerdings eine engmaschige Kontrolle des Milbenbefalls, um rechtzeitig einzugreifen und Völkerverluste zu verhindern. Notwendig hierfür ist ein sehr konsequentes Sommerbehandlungskonzept wie etwa gezielte künstliche oder natürliche Brutpausen.

Dieser Ansatz ist das genaue Gegenteil der klassischen Strategie: Bei der traditionellen Restentmilbung im Winter wird versucht, mit einem möglichst milbenfreien Volk in das neue Jahr zu starten, um den Varroadruck bis nach der Honigernte im Sommer niedrig zu halten. Erst nach der Ernte kommen dann – ohne Gefahr für die Honigqualität – organische Säuren oder andere Medikamente zum Einsatz.

Mein Fazit

Der Verzicht auf die Winterbehandlung ist ein vielversprechendes Werkzeug für Imker, die sich aktiv an der Varroatoleranz-Zucht beteiligen. Für die breite Masse der Wirtschaftsimker empfiehlt es sich jedoch nach wie vor, die bewährte Restentmilbung bei Brutfreiheit im Winter durchzuführen. Denn die Selektionsmethode ist – vor allem im Sommer zur Honigernte – um einiges aufwendiger und die Gefahr, dass Tiermedikamente im Honig landen, höher.

Träufelbehandlung

Die Restentmilbung erfolgt durch eine Oxalsäuredihydratlösung 3,5% mittels Träufelbehandlung. Deren Wirksamkeit ist wesentlich an zwei Voraussetzungen geknüpft: Erstens, das Bienenvolk soll brutfrei sein, und zweitens, das Bienenvolk soll eng sitzen.

Brutfreiheit

Völker Buger WiesenDie Oxalsäure wirkt nur bei direktem Kontakt auf die Varroamilbe. Sie dringt nicht in verdeckelte Brutzellen ein. Milben in den Zellen werden daher nicht erreicht, sondern nur diejenigen, die auf den Bienen sitzen. Folglich nutzt man zur Behandlung die brutfreie Zeit im Winter.

Die Regel ist, dass Königinnen während Kaltwetterperioden mit Nachtfrösten die Eilage einstellen. Die ersten Frostphasen bekommen wir in Bamberg (ca. 250 – 400 m ü. NHN) meist im November. Spätestens nach drei Wochen ist sodann jedes Bienlein geschlüpft – die Völker sind brutfrei. Für uns Imker ist das der Zeitpunkt, um nun genau das Thermometer und die Wetterprognosen zu beobachten.

Enger Bienensitz

Je kälter es ist, desto enger sitzen die Bienen in der Wintertraube und desto besser verteilen sie die geträufelte Oxalsäure untereinander. Deshalb warten wir zur Behandlung – Brutfreiheit vorausgesetzt (siehe oben) – einen Tag mit Temperaturen unter 0 °C ab. Meist ist dies im Dezember. Entsprechend werden wir in den nächsten Monatsbetrachtungen näher auf die Behandlung eingehen.

Achtung: Nur einmal behandeln

Für das Träufelverfahren gilt unbedingt, folgenden Merksatz zu beachten: „Zweimal ist einmal zu viel“. Denn eine zweite Behandlung schwächt die Völker zu sehr.

Varroabekämpfung durch Oxalsäurebehandlung mittels Sublimation ("Verdampfen") / Reinhold Burger, Bienen-leben-in-Bamberg.de am 29.11.2023Oxalsäure sublimieren / verdampfen

Als Alternative zur Träufelbehandlung setzen wir bevorzugt das Verfahren der Sublimierung ein. Dabei wird die Oxalsäure als Pulver (Feststoff) direkt in Dampf umgewandelt. Umgangssprachlich spricht man hier oft vom „Verdampfen“, Das ist physikalisch nicht ganz korrekt, denn nur Flüssigkeiten können verdampfen, nicht jedoch Feststoffe.

Damit die Behandlung optimal wirkt, muss das Bienenvolk brutfrei sein – genau wie bei der Träufelbehandlung.

Die Vorteile

  • Bessere Verträglichkeit, daher Mehrfachanwendung möglich. Warum genau das so ist, ist noch nicht bekannt. (Die Zulassung von Varroxal sieht nur eine zweimalige Behandlung vor!)
  • Flexibles Wetterfenster: Im Gegensatz zur Träufelbehandlung kann die Sublimierung bereits bei herbstlichen Temperaturen um die 10 °C durchgeführt werden.

Wichtiger Hinweis zum Anwenderschutz

Beim Arbeiten mit Oxalsäuredampf ist der (Eigen-)Schutz sehr wichtig. Bitte unbedingt einen geeigneten Atemschutz tragen (Schutzstufe FFP3)!

Mäusegitter

MäusegitterSofern noch nicht Ende Oktober geschehen, ist spätestens jetzt der Zeitpunkt, das Mäusegitter anzubringen. Falls das Flugloch zum Schutz vor Räuberei oder Wespen eingeengt ist, wird es gänzlich geöffnet.

Mäusegitter

Bewährt haben sich Gitter mit einer Maschenweite von 8 mm. Im Handel werden auch Gitter mit einer Maschenweite von 6,3 mm angeboten. Damit geht man sicher, dass keine Spitzmäuse in die Bienenstöcke eindringen können. Die Bienen haben allerdings einige Mühe, durch diese engen Maschen hindurch zu krabbeln. Außerdem bleiben die Pollenhöschen daran hängen. Darum bevorzugen wir die größere Maschenbreite und hatten bislang auch das Glück, dass unsere hiesigen Spitzmäuse in der „Genussregion Bamberg“ offenbar eine kräftigere Bauchmitte besitzen 😉.

Termine


Logo BLIB-Imkerkurs für AnfängerNovember/Dezember 2026 (auf Zuruf)
Imkerkurs für Anfänger,
12. Modul „Restentmilbung, Winterbehandlung“

3 Wochen nach Kälteeinbruch (=Brutfreiheit). Wir benachrichtigen entsprechend.


Logo eurobeeFr., 06.11.2026 bis So., 8.11.2026
eurobee, Messe Friedrichshafen

 

 


Logo FKBB e. V.Sa., 14.11.2026 – FKBB-Vorstandssitzung 2026-5

Wann? 16.00 – 17.30 Uhr
Was?
siehe Einladung
Wo? Caritas-Pflegezentrum St. Otto, Ottostraße 10
->🅿️ Parken direkt vor dem Eingang im Hof aus Richtung Hainstraße. (Barrierefrei).
Für wen? Vorstand Förderkreis Bienenleben Bamberg e. V., FKBB und angemeldete bzw. geladene Gäste.


Logo FKBB e. V.Sa., 14.11.2026, Mitgliederversammlung FKBB e. V.
Wann? 18.00 – 20.30 Uhr
Wo?
Caritas-Pflegezentrum St. Otto, Ottostraße 10
-> 🅿️ Parken direkt vor dem Eingang im Hof aus Richtung Hainstraße. (Barrierefrei).
Was? Mitglieder wie Gäste sind zum Rückblick und zur Vorschau zur Arbeit des Förderkreises in Sachen Bambergs Bienenwelt herzlich eingeladen. Ein kleiner Flohmarkt mit hochwertigen Weihnachtsobjekten läuft parallel dazu. Der Erlös geht an den Verein. Detaillierte TOPs in kommender Einladung für Mitglieder.
Für wen?
Mitglieder des Förderkreis Bienenleben Bamberg e. V. (FKBB) und Gäste sind herzlich willkommen! BITTE ANMELDEN wegen Verköstigung!

Alles weitere dazu siehe unter Aktivitäten und Termine.

Thema „Vespa velutina“ im W-Seminar „Mensch und Tier“

Fachgespräch zum W-Seminar "Mensch und Tier", Vespa velutinaEin Schüler der 13. Klasse am Regiomontanus-Gymnasium in Haßfurt beschäftigt sich im W-Seminar „Mensch und Tier“ (Wissenschaftspropädeutische Seminar) mit der Asiatischen Hornisse und ihren Auswirkungen auf Honigbienen in Franken.

Wie auch seine Klassenkamerad*innen hat Björn den Auftrag erhalten, möglichst den größten Teil seiner Arbeit auf Interviews und Informationen zu stützen, die unmittelbar von Menschen beziehungsweise Fachleuten stammen, statt auf eine KI-generierte Ausarbeitung zu setzen. Ein Konzept, das wir nur begrüßen können. Denn es sorgt für ‚echte‘ Gespräche mit der Chance auf vielleicht überraschende Wendungen und Insider-Informationen, die beispielsweise auch aus WhatsApp-Gruppen kommt, die von uns gefiltert und zielführend eingeordnet wiedergegeben werden.

Als Ansprechpartnerin für seine Recherche wählte er unsere Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de aus. Auch wandte er sich an das Institut für Bienenkunde und Imkerei am LWG in Veitshöchheim.

Wir trafen uns mit ihm in einem Bamberger Café und stießen auf einen sehr gut vorbereiteten jungen Mann.  Neben Tipps für seine Arbeit und die Präsentation hielten wir noch einige wenige weiterführende Quellen für seine eigene Recherche parat. Denn klar ist: Auch das Recherchieren will gerlernt sein und diese Arbeit dürfen wir ihm auch nicht abnehmen.

Da die Abgabe und mithin die schulische Leistungsbeurteilung noch aussteht, berichten wir hier bewusst nur über die Begegnung als solche und unsere Unterstützung. Einzelheiten seiner Ausarbeitung oder mögliche Ergebnisse nehmen wir nicht vorweg.

Wir freuen uns über das Interesse an unserer Arbeit und wünschen ihm viel Erfolg bei der eigenständigen Weiterarbeit. By the way: Selbstverständlich liegt das Einverständnis für ein Foto vor, und auch die Mutter, die ebenfalls sehr interessiert am Thema war, hatte nichts einzuwenden.

Planungstreffen im Rathaus zur Veranstaltung „Licht bewusst!“ 2027

Planungstreffen zur Veranstaltung "Licht bewusst" 2027

v. l.: Reinhold Burger und Ilona Munique (Vorstand FKBB), 2. Bürgermeister Jonas Glüsenkamp (Stadt Bamberg), Sebastian Zink (Umweltreferent Erzdiözese Bamberg)

Lichtverschmutzung im Bamberger Fokus: Bürgermeister Jonas Glüsenkamp, Umweltreferent Sebastian Zink von der Erzdiözese Bamberg (EB) und der Vorstand des Förderkreises Bienenleben Bamberg e. V.  (FKBB) nahmen sich im Neuen Rathaus eine halbe Stunde Zeit, um die für den Earth-Hour-Tag (20.03.2027) geplante Veranstaltung „Licht bewusst“ durchzusprechen.

Was ist geplant?

Zum Thema „Lichtimmission / Lichtverschmutzung“¹ laden die Veranstalter (FKBB und EB) unter der Schirmherrschaft von Jonas Glüsenkamp zu Podiumsgesprächen mit führenden Vertretern aus der Wirtschaft ein. Deren Beiträge sind eingebettet zwischen zwei Fachvorträgen und werden ergänzt durch Fragen aus dem Publikum; dazwischen sorgt eine Pause mit Fingerfood für den weiteren Austausch. 

Wir erwarten interessante Details zur derzeitigen Situation an den Standorten der hiesigen Wirtschaft und Industrie sowie zu Plänen und Perspektiven in Sachen „visuelle Nachtschonung“, die Mensch und Tier für ihre Gesundheit brauchen.

Besonders Insekten trifft das „Licht ins Dunkel bringen“ an der falschen Stelle. Sie verausgaben sich beim Flug um eine Lichtquelle bis zur Erschöpfung und ernten statt Nahrung schlimmstenfalls ihren viel zu frühen Tod.

Pech auch für jene, die auf Insekten angewiesen sind: nachtblühende Pflanzen, hungrige Fledermäuse und zahlreiche Vogelarten, deren Nahrungsgrundlage durch den Insektenrückgang gefährdet wird.

Details folgen im November, sobald unsere Einladungsliste fürs Plenum abgeschlossen ist. Merkt euch schon einmal vor:

  • Zeit: Sa., 20.03.2027, 18-20.30 Uhr (Earth Hour)
  • Ort: Bamberg, Festsaal im Bistumshaus St. Otto

¹Lichtimmission bezeichnet die Einwirkung von Licht auf Mensch und Umwelt, Lichtverschmutzung vor allem die großräumige Aufhellung des Nachthimmels.

Erlebnistag bei Dehner mit tollen Begegnungen

Perfekt, weil direkt vorm Eingang, trugen wir kürzlich mit unseren Info- und Honigstand zum Dehner-Erlebnistag bei. Seinen Kundinnen und Kunden hatte der Einkaufsmarkt in der Moosstraße Bamberg „Inspiration, Entdeckungen und gemütliche Glücksmomente“ versprochen. Doch auch wir als Standbetreuer können sagen: Uns gegenüber wurde das Versprechen auf alle Fälle eingelöst!

Inspiration

Zugegeben – das Wetter war durchwachsen, so dass ein Bummel durch die warmen Gänge eine willkommene Abwechslung für uns war. Dehner-Mitarbeiter Bernd Liedtke, der das Gartencenter und uns zusammengebracht hatte, warnte uns schon mal vorsorglich, man käme hier nur schwer mit leeren Händen wieder heraus.

Unser Bienenpate hatte recht! In einem langen Regal entdeckten wir beispielsweise jede Menge Nisthilfen für Wildbienen, Vögel und Fledermäuse, die wir am liebsten sofort mitgenommen hätten. Etliches davon würde hervorragend zu unserem kommenden Projekt „Bienengarten 2.0“ passen. Dazu später mal mehr. Derzeit warten wir noch auf eine Fördermittelzusage, dann kommen wir sicher wieder!

Entdeckungen

Gummierte Gartenhandschuhe in der kleinen Größe Nummer 6 sind – zumindest in den hiesigen Baumärkten – nicht mehr zu finden. Hier im Dehner habe ich sie entdeckt! Und weil’s gegen Nachmittag doch etwas frisch wurde, gleich anbehalten.

Der gut sortierte Markt ist nicht nur in Sachen Pflanzen eine wahre Fundgrube: von Allerheiligen-Grabschmuck über Halloween-Artikel bis hin zum tierisch-kuscheligen Alltagsbegleiter … ich jedenfalls war schon mal glücklich. Führt uns direkt zum Versprechen Nummer Drei:

Glückliche Momente

Einige Begegnungen machten aus diesem Tag etwas ganz besonderes. Und ja, auch die Nachbarn unseres Bienenpatens einmal kennengelernt zu haben, die unseren Honig sehr schätzen, gehörte sicher dazu. Aber auch alle, die sich nicht nur für den Preis, sondern vielmehr eingehender für die Hintergründe unseres Bamberger Lagenhonigs erkundigten. So konnten wir unsere transparente Bienenhaltung erläutern und auf die Wichtigkeit der kleinen Bestäuberinnen eingehen. Es fanden sich ebenso etliche Kinder an unserem Stand ein, um am Glücksrad zu drehen und (in jedem Falle!) einen kleinen Gewinn zu erhalten.

Drei Beispiele für unsere ganz persönlichen Glücksmomente:

 

Beispiel 1

Manche Kinder konnten die auf dem Glücksrad aufgerufenen Fragen perfekt beantworten. So ein Viertklässler, dessen Mutter ganz begeistert davon berichtete, in diesem Jahr ein Sandarium für Wildbienen einzurichten. Sie hätten schon sehr viele verschiedene Blumen gepflanzt und gut besuchte Wildbienen-Nisthilfen aufgestellt. Dazu inspiriert hatte sie ihr Sohn, der vor zwei Jahren mit seinen Scheßlitzer Klassenkameraden einen Schulbienenbesuch bei uns machte. Wir waren sehr glücklich darüber, erfahren zu dürfen, dass unser Wirken derart nachhaltig war.

Beispiel 2

AK22, Modul 8, Honigverarbeitung Sternwarte, Imkerkurs für Anfänger von Bienen-leben-in-Bamberg.deEin weiterer herzenswichtiger Moment war die Begegnung mit einem unserer ehemaligen Imkerkursteilnehmer, der in der Nachbarschaft zum Dehner – zusammen mit seiner Frau – die AVIA-Tankstelle betreibt. Eine gute Gelegenheit, sich zu treffen. Zu erfahren, dass ihm die Pflege seiner Bienen durch einige harte Schicksalsschläge hindurch zu helfen vermochte, erleichterte uns. Ja, Bienen rühren an unseren Grundwerten. Darüber hinaus gelten sie als „Vermittler zwischen den Lebenden und dem Jenseits“, so sagt man. Da ist was dran!

Beispiel 3

Letztes Beispiel, welches ich in unserem Tagebuch hier unbedingt festhalten möchte, ist die warme Begegnung mit Alicia, einer ehemaligen, langjährigen Verkäuferin aus dem Alibabas, einem Feinkostladen in der Fleischstraße in Bamberg. Etliche Male hatten wir mit den Produkten unsere Imkerkursteilnehmer*innen gefüttert, wenn’s an das Honigernte- und schleuder-Modul ging.

Alicia und ich führten ein sehr intensives Gespräch im Cafe der Bäckerei Loskarn, ebenfalls in Nachbarschaft zum Dehner. Eigentlich wollte sie nur Propolis von uns kaufen. Doch am Ende landeten wir bei einer guten Tasse Kaffee bei „Gott und der Welt“, im wahrsten Sinne des Wortes. Zur Erinnerung schenkte sie mir eine Duftrose, die sie schnell noch im Dehner erstanden hatte. Wie lieb!

Fazit

Bei all dem Aufwand hinter den Kulissen, die der Markt und wir für einen gelungenen Erlebnistag betrieben hatten, sollte am Ende des Tages doch etwas herauskommen. Nein, damit meine ich nicht das Monitäre. Sondern es sind eben jene Begegnungen und Randbedingungen, die viel glücklicher machen, als es der schnöde Mammon je vermag.

Beispielsweise auch die fabelhafte Organisation, über die wir uns freuten (Danke, Dehner! Danke, Bernd!), ebenso die freundliche Kundschaft und die interessierten Kinder, die unverhofften, herzlichen Begegnungen und guten Gespräche … all dieses bleibt im Gedächtnis, während der Verdienst ja doch schnell wieder ausgegeben ist. Gerne auch an Ort und Stelle! 😉

Und nun freuen wir uns den Genuss der leckeren alkoholfreien Punschsorten, die wir im Dehner verkosten und einkaufen durften. Der Winter kann kommen!

P. S.: Keine bezahlte Werbung, sondern einfach ein Erlebnisbericht!

Anmeldung bis 25.10.26 für Online-Fortbildung „Honigglas-Etiketten vorschriftsmäßig gestalten“

Sa., 31.10.26  –  Honigglas-Etiketten vorschriftsmäßig gestalten (online)Honigglaspyramide Bamberger Lagenhonig

Wann?  16.00 – 18.00 Uhr
Wo? Online
Für wen? Imker*innen, die D.I.B.-Gläseretiketten oder selbstgestaltete Etiketten nutzen möchten.
Was? Wer Honig in den Verkehr bringt, egal, ob als Geschenk, Schulprojekt oder zum Kauf, ist haftbar. Wer dabei keine Abmahnung oder Ordnungsstrafe riskieren möchte, benötigt Kenntnisse zu den gesetzlichen Pflichtangaben des Etiketts, die Lebensmittelkennzeichnung und Verpackung betreffend. Wir verraten, worauf genau es ankommt und plaudern zudem aus dem Nähkästchen unserer Erfahrungen.
Referenten? Ilona Munique, Imkerin und Reinhold Burger, Bienenwirtschaftsmeister
Kosten und Anmeldung?

Vortrag Klimawandel und Imkerei in Knetzgau vor vollem Haus

Knetzgau Vortrag Klimawandel ImkereiMit 21 Teilnehmenden aus dem Imkerverein Hassfurt-Zeil e. V. war das Nebenzimmer des Gasthauses Drei Linden in Knetzgau gut gefüllt. Das Interesse am Thema Klimawandel und seine Herausforderungen für Bienen, Imkerei und Pflanzenwelt war groß und die Atmosphäre sehr freundlich und angenehm.

Knetzgau Vortrag Klimawandel Imkerei

Was bedeutet der Klimawandel für unsere Bienen – und wie können wir darauf reagieren? Reinhold Burger beleuchtete die Folgen für die Imkerei, Ilona Munique anschließend den Wandel der Pflanzenwelt. Beide Vorträge zeigten, wie notwendig die Anpassung an veränderte Blühzeiten, zunehmende Hitze und längere Trockenphasen ist.

Reinhold Burger: Klimawandel und Imkerei

Reinhold erläuterte zunächst den Unterschied zwischen Wetter und Klima sowie die Ursachen der menschengemachten Erwärmung. Anhand der Mainregion veranschaulichte er die Veränderungen wie steigende Temperaturen, heißere Sommer, mildere Winter und längere Trockenperioden. Damit verschieben sich auch die Blühzeiten und mit ihnen der imkerliche Jahreslauf. Frühere und stärker überlappende Blühzeiten können die Nutzung des Nahrungsangebots erschweren; im Anschluss drohen Trachtlücken. Hitze, Dürre oder anhaltender Regen beeinträchtigen die Versorgung mit Nektar und Pollen zusätzlich.

Knetzgau Vortrag Klimawandel Imkerei

Im Gegensatz zu Wildbienen sind Honigbienen zwar anpassungsfähig und nicht allzu wählerisch, was die Art der Blüten anbelangt. Doch sie brauchen eine ausreichende Menge an Nahrung und können nicht bei jeden Temperaturen fliegen. Reinholds praktische Empfehlungen lauteten daher: nur starke Völker überwintern, dabei genügend Futterreserven fürs Frühjahr belassen und auf Wasserversorgung sowie leicht beschattete Sommerstandorte achten.

EbeKnetzgau Vortrag Klimawandel Imkereinfalls eine Herausforderung sind die mittlerweile immer länger andauernden Brutphasen. Sie begünstigen die Vermehrung der Varroamilbe und erfordern ein angepasstes Varroamanagement. Auch Hochwasser- und Waldbrandrisiken gehören bei der Standortwahl mitgedacht.

Ilona Munique: Flora für unsere Bienen – was geht, bleibt und kommt?

Ilona widmete sich der Pflanzenwelt im klimatisch besonders verwundbaren Unterfranken. Während Hitze und Trockenheit heimische Arten unter Druck setzen, können sich neue Pflanzenarten etablieren. Zwei Beispiele: Drüsiges Springkraut und Spätblühende Traubenkirsche bieten zwar Insekten Nahrung, können jedoch heimische Pflanzen verdrängen. Ihr Nutzen als Bienenweide allein reicht deshalb nicht als Bewertungskriterium aus. Doch es gilt zu unterscheiden: Nicht jeder Neophyt ist problematisch.

Knetzgau Vortrag Klimawandel Imkerei

Als Beispiele für nicht-invasive Neophyten stellte Ilona Lavendel und den hitzeverträglichen Bienenbaum vor, der auch im Bamberger Bienengarten gepflanzt wurde. Klimabeete, trockenheitsverträgliche Stauden und Natur-Präriegärten bieten weitere Möglichkeiten, das Nahrungsangebot für Bienen unter den veränderten Bedingungen zu erhalten. Unterstützung bei der Pflanzenauswahl bieten unter anderem der Kreislehrgarten Oberhaid und die Kreisfachberatung für Gartenkultur und Landespflege.Knetzgau Vortrag Klimawandel Imkerei

Eine kleine Auswahl an Literatur ergänzte die beiden Vorträge, die zwei Stunden dauerten und viele weiterführende Fragen beantworteten. Gerne kommen wir wieder – vielen Dank für die wunderbare Organisation und freundliche Aufnahme!


Zusammenfassung unterstützt durch KI.

Sa., 17.10.26 – Info- und Honigstand zum „Dehner Erlebnistag“ 

Logo für das Schwerpunktthema Honig der Bienen-InfoWabeSa., 17.10.26 – Info- und Honigstand zum „Dehner Erlebnistag“ 

Wann? Sa., 17.10.2026 | 10.00 – 16 Uhr
Was?
Stand mit Bamberger Lagenhonig und Infos zu unseren Lieblingsthemen.
Wo? Moosstraße 109 im Eingangsbereich
Veranstalter? Garten-Center Dehner
Kosten? Keine


René Paetow und die Biodiversität Bamberg im Porträt

René Paetow Heuer interviewte ich den Gartenpädagogen René Paetow von der BIBa, Biodiversität Bamberg, für das BlattGrün-Magazin, Heft 4. Hier die Kurzfassung des Artikels von S. 6: René Paetow will Stadt und Land verbinden. Natur- und Gartenpädagoge mit Mission.

René Paetow in seinem Büro im HainRené Paetow setzt sich in Bamberg dafür ein, Biodiversität nicht als abstraktes Thema, sondern als gemeinsame Aufgabe im Alltag zu verstehen. Der Natur- und Gartenpädagoge leitet das Projekt BiBA – Biodiversität Bamberg im Bildungsbüro der Stadt und gestaltet außerdem den jährlichen „Tag der Umwelt“ mit.

BiBA ist Teil des städtischen Projekts „Städtische Wälder und Parks in Bamberg – Biodiversität und Klimaanpassung im urbanen Raum“. Ziel ist es, Lebensräume für typische und teils seltene Tier- und Pflanzenarten zu erhalten, aufzuwerten oder neu zu schaffen. Zugleich sollen Menschen für Natur- und Umweltschutz begeistert und aktiv beteiligt werden.

Besonders wichtig sind Paetow Lernorte, an denen Kinder und Jugendliche Natur unmittelbar erfahren können. Schulgärten zeigen, wie Pflanzen wachsen, welche Lebensräume Tiere benötigen und wie ökologische Zusammenhänge funktionieren. Auch beim Wildbienen-Monitoring können junge Menschen beobachten, Daten auswerten und so einen praktischen Zugang zu Wissenschaft und Naturschutz gewinnen.

Mit René Paetow Wildbienen erkunden

Der „Tag der Umwelt“ bringt Menschen, Initiativen, Vereine und Einrichtungen aus Stadt und Region zusammen. Mitmachangebote, Führungen und Gespräche machen Nachhaltigkeit konkret erlebbar. Für René Paetow erfüllt sich dabei ein zentrales Anliegen: Stadt und Land miteinander zu verbinden.

Ansprache von René Paetow am Tag der Umwelt 2024

Saisonabschlussfeier; Gewinner des Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis, BBU25Für sein langjähriges Engagement wurde Paetow 2025 mit dem Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis (Silber, 2025) ausgezeichnet. Die Auszeichnung versteht er vor allem als Anerkennung kontinuierlicher Umweltbildungsarbeit. Sein Wunsch für Bamberg: eine Stadt, in der Verwaltung, Schulen, Vereine und Bürgerinnen und Bürger gemeinsam handeln und Artenvielfalt selbstverständlich mitdenken.


Zum Volltext unter:
René Paetow will Stadt und Land verbinden. Natur- und Gartenpädagoge mit Mission. BlattGrün [Magazin], 2026, H. 4, S. 6.
Heft: https://blattgruen-verlag.de/wp-content/uploads/blattgruen-03-2026-screen.pdf.zip

Di., 13.10.26 – Vortrag „Klimawandel und seine Bedeutung in der Imkerei“ 

Logo für das Schwerpunktthema: Imkerei der Bienen-InfoWabeEinladung Vortrag Klimawandel Imkerei (Burger/Munique)Di., 13.10.26 – Vortrag „Klimawandel und seine Bedeutung in der Imkerei“ 

Wann? Di., 13.10.2026 | 19.00 – ca. 20.30 Uhr
Was?
Der Klimawandel trifft uns alle, auch die Imkerei. Was macht er mit den Bienen, und wie reagieren wir als Imker*innen darauf?
Referenten? Reinhold Burger (Imkermeister) und Ilona Munique (Imkerein)
Wo? Gastätte „Drei Linden“ Knetzgau. Hauptstraße 28
Veranstalter? Imkerverein Haßfurt-Zeil e. V.
Kosten? Keine

Herbstaktionen im Bienengarten und zu Erntedank

Da ich in Nürnberg zu tun hatte, fanden die Herbstaktionen in Bamberg ohne mich statt. Thomas Scholz hat mich prima ersetzt und Reinhold den ganzen Tag beim Heckenschnitt im Bienengarten super unterstützt.

Zwei Tage später verkaufte mein Schatz unseren leckeren Bamberger Lagenhonig zum Erntedankfest auf dem Weltacker in der Südflur. Für die Kinder stand eine Lernbeute mit Fotorähmchen bereit, so dass die Interessierten einen Blick in eine Bienenwohnung werfen konnten. Plüschbiene Wolfi gab zu allen Fragen geduldig Auskunft. (Da ich nicht dabei war, gibt’s leider keine Fotos davon.)

Bambergs Bürgermeisterin Eva Jutzler besuchte den Stand von Bienenleben-in-Bamberg.de anlässliche Erntedank auf dem WeltackerWeiter geht’s morgen mit dem Winterdichtmachen der Bienen-InfoWabe. Heuer nur im Schnellverfahren, also ohne die Bücher groß zu putzen. Es wird nur eben mal gestaubwedelt und dann ab damit in 13 wasserdichte Boxen. Nach 14 Tagen außer Haus brennt bei mir der Kittel …

Trotz Saisonende gibt’s mit uns weitere Termine. Der nächste ist am 13.10.2026 ab 19 Uhr beim Imkerverein Haßfurt-Zeil e. V.. Wir halten einen Vortrag zum Thema „Klimawandel und seine Bedeutung für die Imkerei“. Kommt doch ebenfalls vorbei (Ort: Gastätte Drei Linden Knetzgau, Hauptstraße 28) – oder erfahrt die Kurzversion hier im Blog.