Monatsbetrachtungen Mai 2026 zu Bienen und Imkerei

Übersicht

Biene an Pfingstrose (Päonie 'Nosegay') im Bamberger BienengartenPhänologie und Bienen

Das sogenannte „große Blühen“ setzt sich im Mai fort, u. a. mit der Blüte der Rosskastanie, des Weißdorns und eventuell gegen Ende des Monats mit der Blüte der Robinie – alles leckere Trachtpflanzen für unsere Lieblinge. Leckereien am Wegesrand werden zuweilen ebenfalls mitgenommen, beispielsweise von unseren bienenfreundlichen, weil noch staubkranzbesitzenden Pfingstrosen aus dem Bamberger Bienengarten.

Schwarmstimmung kontrollieren

Der Zeitraum von Mitte April bis zur Sommer-Sonnwende im Juni steht ganz im Zeichen der Schwarmkontrolle. Die Völker befinden sich in der Aufwärtsentwicklung. Das große Angebot an Nektar und Pollen nutzen die Bienen für ihr Wachstum.

Mehr Bienen bedeutet, dass mehr Brut aufgezogen werden kann. Ein wachsendes Brutnest hat wiederum mehr Bienen zur Folge – und so weiter. Die Volksstärke nimmt rasant zu. Neben Alter und genetischer Veranlagung der Königin, aber auch der Witterung sowie des Trachtverlaufs ist also die Volksgröße der wesentliche Faktor für die Auslösung einer Schwarmstimmung.

Daher werden im Wochenrhythmus alle Völker daraufhin kontrolliert, ob sie sich bereits auf das Schwärmen vorbereiten. Fallweise werden alle angepflegten Weiselzellen ausgebrochen. Aber natürlich nur, wenn ihr sicher seid, dass eine Königin im Haus ist.

Drohnenbrut schneiden zur VarroaprophylaxeDrohnenrahmen ausschneiden

Gleichzeitig mit der Schwarmkontrolle wird auch der Drohnenrahmen geprüft. Wenn ein Großteil der Zellen bereits verdeckelt ist, wird die Wabe ausgeschnitten. Einerseits dient dies dazu, den Varroadruck zu mildern¹ und andererseits der Gewinnung von unbelastetem Bienenwachs. Teilweise werden die Drohnenwaben an die Wildtierhilfe zum Aufpäppeln von Nestfallern weitergegeben.

Völker vermehren

Der Mai ist eine gute Zeit für die Vermehrung der Völker mittels Ableger. Entweder durch Bildung von Sammelbrutableger oder – etwas einfacher – durch Ein- oder Zweiwabenableger. Als zeitlicher Anhaltspunkt für den Start der Ablegerbildung kann die Verdeckelung der ersten Drohnenwabe herangezogen werden.

Honigräume erweitern

Richtiger Zeitpunkt?

Spätestens, wenn die Mittelwandrähmchen am Rand des ersten Honigraums zu Honigwaben ausgebaut werden, ist der Zeitpunkt gekommen, um den zweiten Honigraum aufzusetzen. Also nicht erst, wenn die Honigwaben bereits verdeckelt sind. Entscheidend ist die Lagerkapazität. Die Bienen brauchen zum Umarbeiten und Zwischenlagern des wasserreichen Nektars genügend Platz.

Welche Waben?

Hier gilt das gleiche, wie bereits für den ersten Honigraum in den Monatsbetrachtungen April ausgeführt wurde.

Aufsetzen oder Zwischenschieben?

Einen weiteren Honigraum grundsätzlich immer oben aufsetzen. Beim Zwischenschieben besteht die Gefahr, dass die Bienen die Waben, welche nach oben gesetzt wurden, vernachlässigen. Die Folge wäre, dass dort noch nicht vollständig ausgereifter Honig zu feucht bleibt. Zudem wird durch das konsequente Obenaufsetzen des Honigraumes das Volk in die Länge bzw. Höhe gezogen, was einer Schwarmstimmung vorbeugt.

Erste Honigernte

Grundsätzlich bieten wir unseren Bamberger Lagenhonig als Ganzjahreshonig an. Wir schleudern nur einmal im Jahr (Juli). Ausnahmen machen wir, falls in der Nähe der Bienenstände ausgedehnte Rapsfelder blühen. Rapshonig enthält sehr viel Traubenzucker, der gerne bereits in der Wabe auskristallisiert. Damit wir den Honig noch ausschleudern können, heißt es also, gleich nach Trachtschluss der Rapsblüte zu ernten.
Lage "Buger Wiesen"

 

Termine

Zu tagesaktuellen Änderungen siehe die Seite
Aktivitäten und Termine.

  • Do. 07.05.26, 09.00 – 16.00 Uhr
    – Infostand „Bienen, Honig, Imkerei und Natur“ am Nachhaltigkeitstag des Erzbischöflichen Ordinariats. Bamberg, Bistumshaus St. Otto.
  • Sa., 16.05.26, 10.30 – 12.30 Uhr
    – Ablegerversorgung, Königinnenzeichen (M6 Imkerkurs für Anfänger). Bamberg, Bienen-InfoWabe.
  • Sa., 16.05.26,  15.00-17.00Uhr
    – voraussichtlich FKBB-Vorstandssitzung. Bamberg, Bienen-InfoWabe.
  • So., 17.05.26, 14.00 – 17.00 Uhr
    – BIWa-Sonntagsöffnung. Bamberg, Bienen-InfoWabe.

 


Schöne Maitage für euch ohne schwärmende Bienen 😉


1 Odemer, Richard; Odemer, Franziska, Liebig, Gerhard; de Craigher, Doris (2022): Temporal increase of Varroa mites in trap frames used for drone brood removal during the honey bee season. In: Journal of Applied Entomology, Vol. 146, Issue 9, Nov. 2022, S. 1207-1211. https://doi.org/10.1111/jen.13046 (Letzter Zugriff 30.4.2024).

Honigraumerweiterung, Ablegerbildung (BLIB-Imkerkurs für Anfänger AK26, Modul 4)

AK26 Modul 4 und Modul 5 im Imkeranfängerkurs von Bienen-leben-in-Bamberg.de zu Honigraumerweiterung, Ablegerbildung; Schwarmverhinderung durch Weiselzellenkontrolle und DrohnenbrutschneidenIm Praxisteil des BLIB-Imkerkurses für Anfänger am 18.04.26 bei perfektem Frühlingswetter erläuterten wir das Aufsetzen des Honigraums und dämpften den Schwarmtrieb durch Ablegerbildung und Drohnenbrutentfernung. Alle Teilnehmenden durften selbst eine Wabe zur Beurteilung ziehen, um die perfekte Brutwabe auszuwählen. Um die Bienenwohnungen nicht allzu lange offen zu halten, wurde das jeweilige Vorgehen erst einmal „trocken“ im bequemen Sitzkreis erklärt, um dann an den Lehrbienenstand zu gehen. Nachfolgend die einzelnen Verrichtungen von Modul 4 inklusive Modul 5 zusammengefasst.

AK26 Modul 4 und Modul 5 im Imkeranfängerkurs von Bienen-leben-in-Bamberg.de zu Honigraumerweiterung, Ablegerbildung; Schwarmverhinderung durch Weiselzellenkontrolle und Drohnenbrutschneiden

1. Honigraumerweiterung

Zeitpunkt

Biene an SauerkirscheDer Zeitpunkt der Honigraumerweiterung war heuer – je nach Region und Witterung – um Ostern herum, also gut eine Woche früher als unser Kurstermin. Zeigerpflanzen sind das beginnende Blühen der Salweide, des Ahorns und spätestens der Süßkirsche. Auskunft zur aktuellen Phänologie siehe Deutscher Wetterdienst.

Zwei weitere Anhaltspunkte für den richtigen Zeitpunkt sind die Volksstärke und Volksentwicklung. 5 bis 6 mit Bienen besetzte Zanderwaben (entspricht zehn- bis zwölftausend Bienen), davon auf 3 Waben mit verdeckelter Brut, sind optimal. Die Regel sagt: „Besser zu früh als zu spät!“ Somit wird verhindert, dass zu viel Honig im Brutraum eingelagert, der Platz damit zu eng und daraufhin eine Schwarmstimmung ausgelöst wird.

Honigraum herrichten

AK26 Modul 4 und Modul 5 im Imkeranfängerkurs von Bienen-leben-in-Bamberg.de zu Honigraumerweiterung, Ablegerbildung; Schwarmverhinderung durch Weiselzellenkontrolle und Drohnenbrutschneiden AK26 Modul 4 und Modul 5 im Imkeranfängerkurs von Bienen-leben-in-Bamberg.de zu Honigraumerweiterung, Ablegerbildung; Schwarmverhinderung durch Weiselzellenkontrolle und DrohnenbrutschneidenÜber den Brutraum wird das Absperrgitter (Weite 4,2 mm) eingesetzt. So können nur Arbeiterinnen das Gitter passieren, Königin und Drohnen bleiben außen vor. Es garantiert, dass keine Eier bzw. Brut im Honigraum angelegt werden. Von den drei möglichen Modellen eines Absperrgitters sind die zwei aus Metall. Ob mit oder ohne Holzrahmenbei einem empfohlenen bee space von 8 mm sind sie dem schneller verbiegbaren Plastikgitter vorzuziehen.

Ausgebaute WabeDer aufgesetzte Honigraum enthält im Zentrum (2 bis) 4 ausgebaute helle Waben. Es sind die vom Vorjahr ausgeschleuderten und sauber ausgeschleckten Honigwaben (niemals Brutwaben). Sie erleichtern den Bienen die Annahme des Honigraumes, da die Waben gleich zur Einlagerung von Nektar verwendet werden können. Sie müssen also von den Bienen nicht erst ausgebaut werden. Links und rechts daneben wird mit Mittelwandrahmen aufgefüllt. Wer als Anfänger/in noch keine ausgebauten Honigrahmen hat, nimmt nur Mittelwandwaben. Das war’s dann auch schon.

2. Ablegerbildung zur Schwarmverhinderung

Reinhold erläuterte vorab die Grundzüge des Schwarmverhaltens und warum wir das Schwärmen verhindern bzw. den Willen nach Vermehrung und Verjüngung durch Ablegerbildung steuern bzw. vorweg nehmen. Gänzlich lässt sich eine Schwarmstimmung allerdings nicht verhindern. Trotz gezielter Maßnahmen wie rechtzeitige Honigraumerweiterung, Ablegerbildung und Ausschneiden des Baurahmens (Drohnenrahmen) wollen 30% aller Völker dennoch schwärmen.

AK26 Modul 4 und Modul 5 im Imkeranfängerkurs von Bienen-leben-in-Bamberg.de zu Honigraumerweiterung, Ablegerbildung; Schwarmverhinderung durch Weiselzellenkontrolle und DrohnenbrutschneidenAK26 Modul 4 und Modul 5 im Imkeranfängerkurs von Bienen-leben-in-Bamberg.de zu Honigraumerweiterung, Ablegerbildung; Schwarmverhinderung durch Weiselzellenkontrolle und DrohnenbrutschneidenAK26 Modul 4 und Modul 5 im Imkeranfängerkurs von Bienen-leben-in-Bamberg.de zu Honigraumerweiterung, Ablegerbildung; Schwarmverhinderung durch Weiselzellenkontrolle und Drohnenbrutschneiden

Gründe für eine Schwarmverhinderung sind:

  • Keine bzw. nur sehr geringe Honigernte
  • Stadt: Dichte Bebauung und „naturentwöhnte“ Stadtbewohner
  • Schwärme finden nicht genügend Höhlen als neue Wohnstätte
  • In unseren Breiten verhungern im Winter 80% der verwilderten Schwärme
  • Ohne Varroabehandlung durch Imker/innen gehen Schwärme in der Regel nach zwei Jahren zugrunde
  • Ungepflegte Völker können eine Reinvasion von gepflegten Völkern mit der Varroamilbe verursachen
  • Arbeitsschutz: „Bei den tödlichen Unfällen ist der Sturz von der Leiter der dominierende Unfalltyp.“

Ein Scharm am Bienenweg 1 in BambergWie man einen Schwarm einfängt, wurde ebenfalls kurz erläutert.

  • Standsicher auf eine Haushaltsleiter steigen, falls nötig
  • Schwarm mit Wasser einsprühen
  • Schwarmfangkasten / Eimer darunter halten
  • Kräftig auf den Ast hauen, damit die Schwarmtraube in den Kasten fällt
  • Leicht geöffneten Kasten unterhalb des Fundorts ein paar Stunden stehen lassen, damit die Spurbienen ebenfalls wieder zurück zur Königin finden
  • Dann abholen, über Nacht „aushungern“ lassen
  • Am nächsten Tag in eine leere Zarge „einschlagen“; insgesamt ist also einen kompletter Beutensatz nötig
  • Zehn Leerrähmchen dazugeben, dabei die Mitte mit einer ausgebauten Wabe bestücken, falls vorhanden

Einrichten der Ablegerzarge

In der Kursorganisation wird eine Checkliste des Materials zur Ablegerbildung (inkl. Honigraumerweiterung) bereitgestellt. Und so geht’s:

  • Eine aus der Frühjahreskontrolle gezogene Futterwabe mitbringen
  • Honigraum abnehmen, wegstellen -> auf Blechdeckel „über Eck“
  • Nach geeigneter Brutwabe suchen -> 3/4 verdeckelte Brut, Stifte und jüngste Larven mit den ansitzenden Bienen
  • Falls die Brutwabe nicht so optimal ist, kann evtl. auch eine zweite beigefügt werden
  • In bereit stehender Ablegerbeute einhängen -> Reihenfolge Foto und Checkliste
  • Rähmchen mit Pinnadeln für Transport sichern
  • Weitere Bienen aus Honigraum in Ablegerbeute einkehren -> diese wärmen die Brut
  • Abgeklebten Fluglochkeil fest am Flugloch anbringen -> mit Klebeband sichern
  • Abdeckfolie und Holzdeckel auflegen
  • Mit Spanngurt sichern (z. B. Ludhof)
  • Blechdeckel und Fluglochabdichtung (z. B. Schaumstoff)  mitzunehmen
  • Tipp: Gleich auch noch eine Mittelwand mitnehmen, die bei gleichzeitiger Ablegerbildung die Brutwabe ersetzen wird

AblegerbestandteileSicherung mit Pinnadel für TransportSpanngurt für Ablegertransport

Brutrahmen finden

AK26 Modul 4 und Modul 5 im Imkeranfängerkurs von Bienen-leben-in-Bamberg.de zu Honigraumerweiterung, Ablegerbildung; Schwarmverhinderung durch Weiselzellenkontrolle und Drohnenbrutschneiden

Am Lehrbienenstand wurde von Kursteilnehmenden der Smoker angefacht, die Beute geöffnet und zunächst alle Rähmchen mit dem Stockmeißel gelockert. Am leichtesten lässt sich der zweite Rahmen ziehen, da die Randwabe oftmals mit der Zargeninnenseite etwas verklebt ist.

Alle Teilnehmenden bekamen sodann die Aufgabe, jeweils eine Wabe zu ziehen, sie zu beurteilen und damit ein geeignetes Bruträhmchen zu finden.

1. Dabei wird zuallererst die Königin gesucht, damit sie nicht versehentlich in den zu errichtenden Ableger gerät. Uns lief sie nicht über den Weg. Aber wäre es so, hätten wir sie kurzzeitig gekäfigt, um sie am Ende aller Arbeiten wieder einzusetzen.

2. Dann wird Ausschau gehalten, ob jüngste (stehende) Eier zu finden sind, aus denen die Königin gezogen werden kann. Man erkennt sie anfangs nur schwer, doch mit ein bisschen Übung wird es immer leichter.

3. Nun erfolgt die Kontrolle, ob genügend Brut in verschiedenen Lebensstadien zu finden ist. Denn auch im neuen Ableger müssen alle Arbeiten von den Bienen verrichtet werden, für die sie altersgemäß ausgerüstet sind. Ein Generationenbruch wäre also ungünstig.

4. Eine für gut befundene Brutwabe wird in die Ablegerzarge verbracht. Eine kurzzeitige Folienabdeckung verhindert, dass die ansitzenden Bienen wegfliegen. Findet man später aber eine noch besser geeignete Brutwabe, kann sie mit der reservierten Wabe ausgetauscht werden.

AK26 Modul 4 und Modul 5 im Imkeranfängerkurs von Bienen-leben-in-Bamberg.de zu Honigraumerweiterung, Ablegerbildung; Schwarmverhinderung durch Weiselzellenkontrolle und Drohnenbrutschneiden5. Zum Schluss gibt man dem Ableger noch ein paar Pflegebienen mit. Rechnerisch sollte die Menge so hoch sein, dass ein Rähmchen hinten und vorne voll mit Bienen besetzt wäre.

Dazu stößt man die Bienen eines voll besetzten Rähmchens aus der „Mutterwohnung“ in die Ablegerzarge ab.

Umsetzen eines Ablegers

Der Ableger wird (fest verschlossen, lieber zweimal überprüfen!) möglichst schüttelfrei zum etwa 2-3 Km entfernten Standort gebracht. In stark strukturierten Städten mit genügend unterschiedlichen Landmarken wie Türme, Hochhäuser, Flusslauf, Straßenzügen, Wohn- und Industriegebieten darf der Abstand auch geringer sein, da die Bienen sich gut daran neu orientieren können. Nach etwa vier Wochen (frühestens 21 Tage oder später) kann die Rücksiedelung erfolgen. Erst dann ist die neue Königin begattet und legefähig.

Demonstration Fluglocheinengung mit Styropor-Keil und kleinem Fluglocheingang über der Brut im imImkeranfängerkurs, AK22, M4, Honigraumerweiterung, AblegerbildungAm neuen Ablegerstandort (2-3 km Entfernung) Fluglochkeil auswechseln -> kleine Einflugöffnung links oder rechts, je nach dem, wo die Brut darüber sitzt. Wenn Eier zu finden sind, kann mit Milch- oder Oxalsäure behandelt werden, z. B. nach dem Umsetzen an den neuen Standort. Das lernen wir übrigens in Modul 6.)

Weiselzellenkontrolle

Wer unkontrolliertes Schwärmen mit oft sehr schlechten Überlebensaussichten für das Schwarmvolk vermeiden möchte (fehlende Quartiere und Varroabehandlung, zu wenig Futter zur Überwinterung), sorgt für gezielte Schwarmvorwegnahme durch Ablegerbildung. Einmal wöchentlich (alle 7, allerspätestens 9 Tage) erfolgt also eine Weiselkontrolle.

Brutbrett / Brutrahmen mit Weiselzellen von unten

Bei der Kippkontrolle wird die Zarge angehoben, vorgeschoben und dann in eine senkrechte Position gebracht.

Hilfreich bei der Weiselzellenkontrolle von unten ist eine Taschenlampe. Auch können die Rähmchen auseinandergezogen werden. Wir fanden überwiegend Spielnäpfchen, doch auch eine Weiselzelle, die bereits ein Ei enthielt. Daher ist es nun ratsam, das komplette Volk durch Ziehen der Rahmen durchzusehen (was Reinhold im Anschluss des Kurses nachholte).

Nun durften alle Teilnehmenden das Entdecken und Herausbrechen von Weiselzellen in der Kippkontrolle üben.

AK26 Modul 4 und Modul 5 im Imkeranfängerkurs von Bienen-leben-in-Bamberg.de zu Honigraumerweiterung, Ablegerbildung; Schwarmverhinderung durch Weiselzellenkontrolle und Drohnenbrutschneiden AK26 Modul 4 und Modul 5 im Imkeranfängerkurs von Bienen-leben-in-Bamberg.de zu Honigraumerweiterung, Ablegerbildung; Schwarmverhinderung durch Weiselzellenkontrolle und Drohnenbrutschneiden AK26 Modul 4 und Modul 5 im Imkeranfängerkurs von Bienen-leben-in-Bamberg.de zu Honigraumerweiterung, Ablegerbildung; Schwarmverhinderung durch Weiselzellenkontrolle und Drohnenbrutschneiden AK26 Modul 4 und Modul 5 im Imkeranfängerkurs von Bienen-leben-in-Bamberg.de zu Honigraumerweiterung, Ablegerbildung; Schwarmverhinderung durch Weiselzellenkontrolle und Drohnenbrutschneiden AK26 Modul 4 und Modul 5 im Imkeranfängerkurs von Bienen-leben-in-Bamberg.de zu Honigraumerweiterung, Ablegerbildung; Schwarmverhinderung durch Weiselzellenkontrolle und Drohnenbrutschneiden AK26 Modul 4 und Modul 5 im Imkeranfängerkurs von Bienen-leben-in-Bamberg.de zu Honigraumerweiterung, Ablegerbildung; Schwarmverhinderung durch Weiselzellenkontrolle und Drohnenbrutschneiden AK26 Modul 4 und Modul 5 im Imkeranfängerkurs von Bienen-leben-in-Bamberg.de zu Honigraumerweiterung, Ablegerbildung; Schwarmverhinderung durch Weiselzellenkontrolle und Drohnenbrutschneiden AK26 Modul 4 und Modul 5 im Imkeranfängerkurs von Bienen-leben-in-Bamberg.de zu Honigraumerweiterung, Ablegerbildung; Schwarmverhinderung durch Weiselzellenkontrolle und Drohnenbrutschneiden AK26 Modul 4 und Modul 5 im Imkeranfängerkurs von Bienen-leben-in-Bamberg.de zu Honigraumerweiterung, Ablegerbildung; Schwarmverhinderung durch Weiselzellenkontrolle und Drohnenbrutschneiden

Drohnenrahmen schneiden

Wenn es sich anbietet, kann vorab in den Brutraum ein Drohnenrahmen (Rähmchen ohne Draht) an zweiter (bzw. neunter) Position einsetzten und mit einem Reißnagel markieren.

Der Drohnenbrutrahmen wird in eine Plastiktüte gestellt. Am besten arbeitet man dabei nicht im Stehen, sondern mit Bodenunterstützung. Mit dem Stockmeißel fährt man an den Innenrändern entlang und kann so die Brut in einem Stück herauslösen. Vielleicht ist eine Tier- oder Vogelnothilfe am Ort, die sich über die eiweißreiche Brut für ihre Zöglinge freuen und das „Essenspaket“ einfrieren.

AK26 Modul 4 und Modul 5 im Imkeranfängerkurs von Bienen-leben-in-Bamberg.de zu Honigraumerweiterung, Ablegerbildung; Schwarmverhinderung durch Weiselzellenkontrolle und DrohnenbrutschneidenAK26 Modul 4 und Modul 5 im Imkeranfängerkurs von Bienen-leben-in-Bamberg.de zu Honigraumerweiterung, Ablegerbildung; Schwarmverhinderung durch Weiselzellenkontrolle und DrohnenbrutschneidenAK26 Modul 4 und Modul 5 im Imkeranfängerkurs von Bienen-leben-in-Bamberg.de zu Honigraumerweiterung, Ablegerbildung; Schwarmverhinderung durch Weiselzellenkontrolle und Drohnenbrutschneiden

Tipp zum Schluss: Ein ordenliches Arbeitsumfeld spart Verdruss. So wird der Stockmeißel am besten griffbereit quer über ein Beuteneck gelegt, mit Schwerpunkt des Geräts nach unten. Der Smoker lässt sich in der Regel einhängen und sollte hin uns wieder mit dem Blasebald am Glimmen gehalten werden. Wenn’s mal schnell gehen muss, ist das Suchen nach Werkzeug einfach nur ärgerlich.

Fazit

Da man alle genannten Tätigkeiten in einem Rutsch durchführen kann, wass den Imker/innen Zeit erspart und den Bienen Stress, haben wir diese beiden Module zusammengefasst. Es ist natürlich einiges an Stoff, doch wurde er hier bewusst ausführlich dargestellt.

Zwischen den beiden Modulen gab es natürlich auch eine Mittagspause, angenehm im Freien und bei Sonnenschein! Bis zum nächsten Modul 6 am Sa., 16.05.26, 10.30-12.30 Uhr sehen wir uns 4 Wochen lang nicht mehr. An Bienenarbeiten stehen nun wöchentliche Weiselzellenkontrollen an, und zwar bis Mitte Juni.

Bienengesundheit, Bienenkrankheiten (BLIB-Imkerkurs für Anfänger AK26, Modul 3)

Logo BLIB Imkerkurs für AnfängerIm Modul 3 des Imkeranfängerkurses von Bienen-leben-in-Bamberg.de nahm Reinhold Burger die Bienenkrankheiten ins Visier. Intention eines jeden imkerlichen Standbesuchs ist es, die Völker so zu führen, dass sie gesund bleiben. Die Honiggewinnung ist – zumindest bei uns – eher Nebensache. So bringen wir es unseren Teilnehmenden bei. Doch dabei muss das eine das andere nicht ausschließen. Was bedeutet: Wer Honig möchte, bekommt das ohnehin nur von starken Bienen.

Häufige Bienenkrankheiten und Vorkehrungen

Aller Pflege zum Trotz: Vor dem Erreger der Amerikanischen Faulbrut (AFB), dem Akuten bzw. Chronischen Paralysevirus und vor Nosemose ist kein Volk absolut gefeit. Hat man (weil ohne Gesundheitszeugnis) kranke Völker eingekauft oder tauscht Futterwaben untereinander aus – was manchmal  nötig ist – dann kann das passieren. Zuweilen auch, weil befallene Bienen von fremden Völkern ihren Weg ins Volk finden.

Hier hilft das Wissen um die Sperrbezirke (gemeldet im Tsis, TierSeuchenInformationsSystem und in den örtlichen Amtsblättern) und der oder die Bienensachverständige eines jeden Bezirks. Doch gegen einige Situationen wie die Maikrankheit wegen Wassermangel oder die Kalkbrut durch einen zu kühlen, zugigen Standort) lässt sich durchaus vorbeugen.

Im ABC der Bienenkrankheiten wurde im Kurs nicht auf alle dezidiert eingegangen, stattdessen besonders auf Hilfsmittel hingewiesen, die dem Erkennen der Krankheiten dienen. Gesunderhaltung durch Vorbeugung ist die Devise. Den Bienen innewohnenden Abwehrmechanismen und positive wie negative Einflussfaktoren wurden vorgestellt.

Übrigens: Seit 2022 ist die Dokumentation aller angewandten Bienenmedikamente in einem Bestandsbuch verpflichtend. Die Ergebnisse müssen fünf Jahre lang aufbewahrt werden.

Kurz wurde die Vespa velutina vorgestellt, die in Bamberg bzw. Oberfranken gottlob noch nicht eingefallen ist. Was sie von der heimischen Hornisse (Vespa crabro) unterscheidet, aber auch, was zu tun ist, wenn man sie (vermutlich) entdeckt, wurde erläutert.

Auf der Kursplattform, die all unseren Teilnehmenden drei Jahre lang zur Verfügung steht und die jährlich von uns aktualisiert wird, finden sich weiterführende Links, beispielsweise zu einzelnen Bienenkrankheiten. Für unseren Blogbeitrag hier seien die Einführenden genannt:

AK25, M3, Bienenkrankheiten ABC / Bienen-leben-in-Bamberg.de

Wer sich auch als Nicht-Imkerkursteilnehmende/r aktuell halten möchte, kann das Modul 3 einzeln für 40 Euro buchen. Sprecht uns an.

Monatsbetrachtungen April 2026 zu Bienen und Imkerei

Übersicht

Phänologie und Bienen: Kirschblüte mit Signalfunktion

Biene an SauerkirscheSignalfunktion in der Betreuung der Bienenvölker stellt der Beginn der Süßkirschblüte dar. Mit ihr ist die Phase der sogenannten Durchlenzung der Völker beendet und kündigt den Beginn der Massentracht an.

Durchlenzung nennt man in der Imkersprache den Zeitraum zwischen dem Ende der Winterruhe der Bienen und dem Beginn der Obstblüte. Dabei findet ein Generationenwechsel im Volk statt. Die Winterbienen werden durch Jungbienen ersetzt und die Volksstärke nimmt rapide zu.

Neben der Süßkirsche sind im Erstfrühling Löwenzahn, Schlehe, Spitzahorn, Johannis- und Stachelbeere sowie Winterraps als Trachtpflanzen von großer Bedeutung.

Starke Völker mit jungen Bienen und Massentracht bedeuten für uns Imker/innen: Honigräume aufzusetzen! Dazu gleich mehr.

Futterausgleich

Wabenkontrolle / Futterkontrolle SchiffbauplatzbienenEnde März bis Anfang April nehmen wir, sofern nötig, einen Futterausgleich vor. Unterversorgte Völker erhalten (volle) Waben aus den Nachbarvölkern. Falls eines eurer Völker nur noch über eine einzige Futterwabe verfügt, gebt ihr überschüssige Futterwaben aus gut versorgen Völkern an sie ab. Doch was ist „gut versorgt“?

Biene an Kornelkirsche (Cornus mas)Mehr als drei Futterwaben braucht es um diese Jahreszeit nicht mehr, denn die Bienen sollten jetzt (noch oder schon) Nektar von Kornelkirsche, Weide, Hasel, Schlehen, Pestwurz, Winterling, Vogelkirsche, Silberahorn und später auch Löwenzahn eintragen.

Futterteigpäckchen aufgelegt beim NotfütternDa wir im Herbst jedoch reichlich einfüttern, sind  Völker, die nur noch wenig Futter haben, die absolute Ausnahme. Doch heuer kam dies vereinzelt tatsächlich vor, denn durch die kalten Wintertage verbrauchten manche Völker mehr Vorräte. Ansonsten werden überschüssige Waben kühl und trocken eingelagert und für die kommende Ablegerbildung verwendet. So schaffen wir außerdem Platz für weitere Brut.

Alte Futterwabe entfernenDie entnommenen Waben werden durch ausgebaute (leere) Waben, falls vorhanden, oder Mittelwandrähmchen ersetzt. Jedoch auf keinen Fall IN das Brutnest, sondern mit Kontakt zu den Rändern des Brutnests gehängt. Auf diese Weise werden sie schnell in das Brutnest integriert und bestiftet. Gegebenenfalls die noch vollen Futterwaben an den Rand schieben.

Honigraum aufsetzen

Wann?

Bienenpatenvolk von Ruth VollmarJe nach Standort und Witterung sowie je nach Volkszustand soll spätestens bis zur Blüte der Süßkirsche der erste Honigraum aufgesetzt werden.

Generell gilt es, den Honigraum eher früher als später aufzusetzen. Wird der Honigraum zu spät gegeben, lagern die Bienen die Frühtracht im Brutraum ein. Dabei entsteht über dem Brutnest eine dicke Futterkappe, die von den Bienen als Barriere angesehen wird. In der Folge wird der Honigraum nur sehr zögerlich oder auch gar nicht angenommen. Außerdem wird die Königin durch die Honigeinlagerung in ihrer Eilage eingeengt und damit die Schwarmstimmung gefördert.

VOLKSZUSTAND?

Bei einer Stärke von rund 12.000 Bienen ist ein Volk „reif“ für den Honigraum. Das entspricht in etwa 6 mit Bienen besetzte Zanderwaben.

Darüber hinaus sollte das Volk mindestens 3 Waben mit verdeckelter Brut aufweisen. Die geschlüpften Bienen füllen sodann ein komplette Zarge (Zander).

WELCHE WABEN?

Der Honigraum wird im Kern mit mindestens 3 bis 4 hellen, ausgebauten Waben bestückt, sofern vorhanden. Rechts und links davon mit Mittelwandrähmchen auffüllen. Falsch ist es, ausgebaute Waben und Mittelwandrähmchen im Wechsel einzuhängen. Denn die Mittelwände werden nicht vollständig ausgebaut und die bereits ausgebauten Waben zu Dickwaben ausgezogen.

Ausgebaute WabeBei den ausgebauten Waben unbedingt auf die Hygiene achten! Braune, bereits einmal bebrütete Waben haben im Honigraum nichts verloren. Keine angärigen oder Blasen werfende Waben verwenden. Mit diesen bringt man Hefezellen ein, die sich im Volk verbreiten und somit für die neue Ernte eine Gefahr der Gärung mit sich bringen. Um dies zu verhindern, lassen wir nach der Ernte die ausgeschleuderten Honigwaben von den Bienen sauber ausschlecken.

In mancher – meist älterer – Literatur findet sich die Empfehlung, Brutwaben (möglichst mit noch offener Brut) in den Honigraum zu hängen, damit die Bienen den Honigraum besser annehmen. Dies sollte man jedoch aus Gründen der Hygiene (siehe oben) unterlassen. Ein weiterer Punkt, der dagegen spricht, ist, dass die hochgehängten Brutwaben eventuell noch einen Futterkranz aufweisen, der sehr wahrscheinlich Winterfutter enthält. Dieses wollen wir nicht in die neue Ernte einbringen.

VorgehensWeise?

Der Honigraum wird bei uns grundsätzlich über das Absperrgitter aufgesetzt. Das Gitter hindert die Königin an einer Eilage im Honigraum. Damit erreichen wir eine strikte Trennung der Bienenbrut von den für die Ernte bestimmten Honigwaben.

Imkeranfängerkurs AK25, Modul 2, Frühjahrsarbeiten, Frühjahresdurchsicht / Bienen-leben-in-Bamberg.deDrohnenrahmen einsetzen

Zeitgleich mit dem Aufsetzen des Honigraumes setzen wir spätestens jetzt den Drohnenrahmen, auch Baurahmen genannt, zur biotechnischen Varroaprophylaxe ein. Drohnenrahmen sind leere Rähmchen ohne Mittelwände. Bei einem Teil der Völker haben wir den Drohnenrahmen bereits bei der Frühjahrsdurchsicht oder im Rahmen des Futterausgleichs eingesetzt.

Dazu entnehmen wir aus dem oberen Brutraum eine Randwabe mit Futter und schaffen somit Platz für den Drohnenrahmen. Der Drohnenrahmen wird anschließend im oberen Brutraum an der Position 2 oder 9 eingesetzt. Die Position 3 wird hin und wieder ebenfalls empfohlen, hat sich bei uns jedoch nicht bewährt.

Schwarmstimmung kontrollieren

Bei einem frühen Brutbeginn im Jahr, zusammen mit einer weit fortgeschrittenen phänologischen Entwicklung der Natur, ist es möglich, dass stark ausgewinterte Völker bereits ab Mitte April in Schwarmstimmung kommen.  Also rechtzeitig Völker kontrollieren, ob sie sich schon auf das Schwärmen vorbereiten.

Logo "Alle Themen" der Bienen-InfoWabe (BIWa)Logo BLIB Imkerkurs für Anfänger (m)Termine

Zu tagesaktuellen Änderungen siehe die Seite
Aktivitäten und Termine.

 


Perfekte Frühlingstage für euch und eure Bienen!


Frühjahrsarbeiten (BLIB-Imkerkurs für Anfänger AK26, Modul 2)

Gerade warm genug, um endlich mit den Teilnehmenden des Imkerkurs für Anfänger die Bienen zu besuchen. Vorab gab’s neben organisatorischen Dingen einen Check zur Sicherheit am Lehrbienenstand, Erläuterungen zum Aufbau einer Bienenbeute und zum Imkermaterial sowie ein paar Literaturempfehlungen für Einsteigerbücher und grundlegender Fachliteratur.

Frühjahrskontrolle am Lehrbienenstand

Die Frühjahrdurchsicht dient der Kontrolle eines ausreichenden Futterbestands und dem allgemeinen Gesundheitszustand der Bienenvölker.

Das Mäusegitter war bereits entfernt und die Totenfallkontrolle begutachtet und ohne Befund. Die Kontrolle der Windel zeigte viel Wachsbrösel und damit auch die genaue Position der Brut. Varroen waren keine zu sehen, dafür viele glänzende Wachsschüppchen. Sie zeugen von einer regen Wachsbauproduktion.

 

 

Das Öffnen der Beute und das Begutachten der Waben durfte schon mal von einigen der Teilnehmenden praktiziert werden.

Leider stellte sich heraus, dass das Volk ohne Königin war. Wir hörten es schon am Tonfall bzw. sahen es an einer gewissen Fahrigkeit im Herumkrabbeln der weisellosen Bienen. Daher kürzten wir den Ablauf ab, um sie nicht noch mehr aufzuregen.


Nun können zwei Dinge helfen. Entweder ein gut mit Eiern in verschiedenen Stadien ausgebautes Brutbrett aus einem Nachbarvolk einzuhängen, so dass sich die Arbeiterinnen eine neue Königin nachziehen können.

Oder, wie in unserem Falle, wird Reinhold sie mit einem anderen jungen Wirtschaftsvolk vereinen.

Weiter geht’s mit dem Einsetzen des Drohnenrahmens auf Position 2.

 

 

Zum Schluss würde normalerweise eine leere Zarge als Brutraum aufgesetzt werden. Doch in unserem königinverwaisten Fall warten wir damit, bis sich das Volk wieder auf dem erwünschten Entwicklungsstand befindet.

Nach dem kommenden Modul zu Bienenkrankheiten, das noch einmal online stattfindert, wird es im Modul 4 zu mehr „Handgreiflichkeiten“ kommen, damit alle einmal ein paar Bienen streicheln bzw. Rähmchen in Händen halten können.

#Anfängerkurs #Anfängerlehrgang #Bamberg #Bayern #Bienen #Bienen-leben-in-Bamberg.de #Bienengesundheit #Bienenkrankheiten #Einfütterung #Fortbildung #Franken #Frühjahrsarbeiten #Frühjahrsdurchsicht #IlonaMunique #Imker-Anfängerkurs #Imkeranfängerkurs #Imkerei #Imkern #Oberfranken #ReinholdBurger #Vortrag

Basisinformationen zur Imkerei (BLIB-Imkerkurs für Anfänger AK26, Modul 1)

Screenshot Online-Modul 1 Imkeranfängerkurs AK26 / Bienen-leben-in-Bamberg.deRoute der Teilnehmerwohnorte im Imkeranfaengerkurs AK26 / Bienen-leben-in-Bamberg.deUnsere Teilnehmer*innen des Imkerkurs für Anfänger kamen aus allen Himmelsrichtungen des Landkreises Bambergs:
Lichtenfels, Unterleiterbach, Schlammersdorf (Hallerndorf), Oberharnsbach, Lisberg (Trabelsdorf), Ebelsbach … und natürlich aus Bamberg selbst.

Am ersten Kurstag (20.03.26) starteten wir nach einem vorangegangenen Online-Technikcheck mit den Basisinformationen.  Die 3 weiblichen und 3 männlichen Teilnehmenden wurden über statistische Fakten zur Entwicklungssituation der Imkerei und des Honigs informiert, erhielten einen Kursüberblick und einen Einblick in den Jahreslauf der Bienen  und Imkerei sowie Grundlegendes zur Biologie und den Unterscheidungsmerkmalen von Wild- und Honigbienen.

Folie Imkeranfaengerkurs AK26, M1 / Bienen-leben-in-Bamberg.de

Ergänzt mit Literatur- und Medientipps, Infos zu Strukturen und Ansprechpartner der Imkerei sowie Fördermittel und Finanzierungshilfen wurden grundlegende Hilfsmittel für das neue Hobby kurz vorgestellt, die im Selbststudium vertieft werden sollen.

Folie Imkeranfaengerkurs AK26, M1 / Bienen-leben-in-Bamberg.de

Alle Skripte des Kurses und weitere Unterlagen, beispielsweise Checklisten, Kaufempfehlungen, weiterführende Links etc. stehen in einer internen Kursorganisationsseite drei Jahre lang zur Verfügung. Verpasste Module können im zweiten Jahr nachgeholt werden.

Gleich am nächsten Tag ging’s weiter mit dem Modul 2, dazu in Kürze mehr.

Monatsbetrachtungen März 2026 zu Bienen und Imkerei

Übersicht

Phänologie und Bienen: Startschuss Salweide

Honigbiene an Salweide (Salix caprea) i im Hainpark Bamberg, Hollergraben

Die Zeigerpflanze für die Betreuung der Bienenvölker im März stellt die Blüte der Salweide dar. Zu diesem Zeitpunkt brüten die Völker bereits stark. Der Übergang von den Winterbienen zu den Sommerbienen nimmt jetzt volle Fahrt auf. Für die Imker/innen bedeutet das, die Mäusegitter zu entfernen und die auf einer Zarge überwinterten Völker mit einer zweiten Brutzarge zu erweitern.

Die Salweide steht bereits in den Startlöchern. Auffällig im Landschaftsbild sind die männlichen Weidenkätzen. Sie liefern den Bienen reichlich Pollen zur Aufzucht von Jungbienen. Die relativ unscheinbar erscheinenden Blüten der weiblichen Salweide versorgen die Völkern hingegen mit reichlich Nektar.

Futterkontrolle

Im März sind immer wieder Kälteeinbrüche zu erwarten. Daher bitte darauf achten, dass die Völker mindestens fünf bis sieben Kilogramm Futtervorräte besitzen. Denn mit zunehmender Bruttätigkeit benötigen die Völker entsprechen mehr Futter. Besonders in diesem Jahr mit seinem verhältnismäßig kaltem Winter verbrauchten einige unserer Völker mehr Vorräte als üblich.

Nachfüttern

Aufkratzen der verdeckelten FutteraltwabeBeste Methode zum Nachfüttern ist, eine Futterwabe an den Rand des Bienensitzes zu geben. Entweder hat man noch eine Futterwabe vorrätig, oder man entnimmt Völkern mit überschüssigen Vorräten eine Futterwabe. Bitte nur Futterwaben von eigenen Völkern verwenden, um eine Übertragung von Krankheiten, besonders Faulbrut zu vermeiden.

Zweitbeste Möglichkeit besteht in der Gabe von Flüssigfutter und zusätzlichen Futterteig. Sofern die Bienen noch in der Traube sitzen, Flüssigfutter von unten mittels Schale im hohen Boden reichen (siehe Beschreibung Notfüttern, Monatsbetrachtung Februar 2026). Bei anhaltendem Flugwetter besteht bei dieser Variante jedoch die Gefahr einer Räuberei. Es ist dann besser, mit einer Futtertasche zu füttern, die direkt neben den Bienensitz gehängt wird. In beiden Fällen für eine ausreichende Aufstiegshilfe mittels Stroh oder Äste sorgen.

Als Flüssigfutter eignet sich eine Zuckerlösung 3:2 (Verhältnis Wasser zu Zucker) oder Futtersirup. Zusätzlich kann Futterteig direkt über den Bienensitz aufgelegt werden. Generell hat Futterteig allerdings den Nachteil, dass die Bienen zu seiner Aufnahme Wasser benötigen, das sie erst mühsam eintragen müssen.

Mäusegitter entfernen

Entfernen des MäusegittersFrühlingshafte Temperaturen im März lassen die Mäusegitter überflüssig werden. Bei Tagestemperaturen über 10 °C gehen die Bienen aus der Wintertraube. Sie können sich jetzt gegen Eindringlinge selbst wehren. Daher entfernen wir zur Salweidenblüte bei allen Völkern die Mäusegitter.  Das Flugloch bleibt geöffnet und wird nicht mit einem Fluglochkeil eingeengt. Das gilt auch für die im letzten Jahr gebildeten Jungvölker. Jetzt tragen die Bienen reichlich Pollen ein. Lässt man das Gitter am Flugloch, wirkt es wie eine Pollenfalle. Beim Durchschlüpfen verlieren sie ihre mühsam gesammelten Pollenhöschen.

Mit zweiter Brutzarge erweitern

Jungvölkern, die wir in einer Zarge (Zander-Vollzarge) überwinterten, setzen wir zur Salweidenblüte einen zweiten Brutraum auf. Die Erweiterungszarge bestücken wir mit hellen, ausgebauten Waben. Diese entstammen aus den Honigräumen des letzten Jahres. Falls keine ausgebauten Waben vorhanden sind, erweitern wir nur mit Mittelwandrähmchen. Bei gemischter Verwendung von Mittelwandrähmchen und ausgebauten Waben werden letztere zentral, also in die Mitte der Zarge eingehängt.

Gesundheitszeugnis beantragen

Sollen Völker gekauft oder verkauft und sie deshalb an einen anderen Stand gebracht werden, bitte rechtzeitig an ein Gesundheitszeugnis denken (Vorschrift laut Bienenseuchen-Verordnung, BienSeuchV). Das Zeugnis bescheinigt, dass die Bienenvölker eines Standes nicht in einem Faulbrutsperrbezirk stehen und frei von der Amerikanischen Faulbrut sind, daher auch die Bezeichnung Seuchenfreiheitsbescheinigung. Näheres erfahrt ihr in unserem Blogartikel „Rund um das veterinäramtliche Gesundheitszeugnis / Amtstierärztliche Bescheinigung in Sachen AFB in Bamberg und Region“.

Termine & Fortbildungen

 

 

 

Wunderschöne Erstfrühlingstage euch und euren Bienen!

 

Wachsverarbeitung im Workshop „Mittelwandgießen“ mit Einlöten 2026

Mittelwände für die Imkerei gießen und in Rähmchen einlöten war Workshopthema unseres Vertiefungsseminars. Denn nichts geht über Eigenwachs in Sachen Wabenversorgung. Oft wird in Imkervereinskursen wenig dazu unterrichtet. In unserem praxisorientierten Vertiefungsseminar kann das aufgeholt werden.

Vertiefungsseminar / Workshop Wachsgießen, Wachsverarbeitung (Mittelwände) udn Einlöten / Bienen-leben-in-Bamberg.de

Wachs-Theorie

Bei einer Tasse Kaffee erläuterte Reinhold das Materialverhalten von Wachs und wie die Wachsrohstoffe für eine geeignete Mittelwand gemischt werden sollten. um die stabilsten Ergebnisse bringen. Außerdem, warum es wenig Alternativen zum Selbermachen gibt, welche Gerätschaften Sinn machen und wo diese erhältlich sind. Da Manuela und Arndt den vergangenen Imkeranfängerkurs bei uns absolvierten, konnte der Theorieteil jedoch kurz gehalten werden.

Vertiefungsseminar / Workshop Wachsgießen, Wachsverarbeitung (Mittelwände) udn Einlöten / Bienen-leben-in-Bamberg.de

Am Arbeitsplatz in der Küche wurden sodann die technischen Komponenten von Schlauchzufuhr für die Wasserkühlung, die notwendigen Topfeigenschaften fürs Schmelzen, der Aufbau der Mittelwandgießform und die Kleinutensilien erläutert.

Vertiefungsseminar / Workshop Wachsgießen, Wachsverarbeitung (Mittelwände) udn Einlöten / Bienen-leben-in-Bamberg.de

Workshop Wachsgießen Mittelwände

Und so geht’s: Die Silikonform wird mit einen Spülmittel-/Kartoffelmehl-Mix eingepinselt. Ein voller Schöpfer des auf etwa 80° C erhitzten Wachses wird rasch und gleichmäßig auf den hinteren Teil der Silikonform aufgebracht.

Vertiefungsseminar / Workshop Wachsgießen, Wachsverarbeitung (Mittelwände) udn Einlöten / Bienen-leben-in-Bamberg.deVertiefungsseminar / Workshop Wachsgießen, Wachsverarbeitung (Mittelwände) udn Einlöten / Bienen-leben-in-Bamberg.deVertiefungsseminar / Workshop Wachsgießen, Wachsverarbeitung (Mittelwände) udn Einlöten / Bienen-leben-in-Bamberg.de

Der Deckel wird weniger als eine Minute niedergepresst und dabei das überschüssige Wachs mit einer Spachtel entfernt.

Nach dem Öffnen mit Hilfe des seitlich angebrachten Hebels wird die fertige Wabe vorsichtig abgelöst.

Fertig!

Vertiefungsseminar / Workshop Wachsgießen, Wachsverarbeitung (Mittelwände) udn Einlöten / Bienen-leben-in-Bamberg.de

Anleitung zum Mittelwandgießen (Station 4) und zu weiteren Aspekten rund um die Wachsverarbeitung hier nachlesen.

Vertiefungsseminar / Workshop Wachsgießen, Wachsverarbeitung (Mittelwände) und Einlöten / Bienen-leben-in-Bamberg.de Vertiefungsseminar / Workshop Wachsgießen, Wachsverarbeitung (Mittelwände) und Einlöten / Bienen-leben-in-Bamberg.de Vertiefungsseminar / Workshop Wachsgießen, Wachsverarbeitung (Mittelwände) und Einlöten / Bienen-leben-in-Bamberg.de Vertiefungsseminar / Workshop Wachsgießen, Wachsverarbeitung (Mittelwände) und Einlöten / Bienen-leben-in-Bamberg.de Vertiefungsseminar / Workshop Wachsgießen, Wachsverarbeitung (Mittelwände) und Einlöten / Bienen-leben-in-Bamberg.de Vertiefungsseminar / Workshop Wachsgießen, Wachsverarbeitung (Mittelwände) und Einlöten / Bienen-leben-in-Bamberg.de

Workshop Einlöten von Mittelwänden

Auch hier erläuterte Reinhold die Arbeitsgeräte, das Einrichten des Werkplatzes und Spezifika bei den von uns bevorzugten modifizierte Zanderrähmchen mit Hoffmann-Seitenteilen.

Vertiefungsseminar / Workshop Wachsgießen, Wachsverarbeitung (Mittelwände) und Einlöten / Bienen-leben-in-Bamberg.de

Vertiefungsseminar / Workshop Wachsgießen, Wachsverarbeitung (Mittelwände) und Einlöten / Bienen-leben-in-Bamberg.de Vertiefungsseminar / Workshop Wachsgießen, Wachsverarbeitung (Mittelwände) und Einlöten / Bienen-leben-in-Bamberg.de Vertiefungsseminar / Workshop Wachsgießen, Wachsverarbeitung (Mittelwände) und Einlöten / Bienen-leben-in-Bamberg.de Vertiefungsseminar / Workshop Wachsgießen, Wachsverarbeitung (Mittelwände) und Einlöten / Bienen-leben-in-Bamberg.de Vertiefungsseminar / Workshop Wachsgießen, Wachsverarbeitung (Mittelwände) und Einlöten / Bienen-leben-in-Bamberg.de Vertiefungsseminar / Workshop Wachsgießen, Wachsverarbeitung (Mittelwände) und Einlöten / Bienen-leben-in-Bamberg.de Vertiefungsseminar / Workshop Wachsgießen, Wachsverarbeitung (Mittelwände) und Einlöten / Bienen-leben-in-Bamberg.de Vertiefungsseminar / Workshop Wachsgießen, Wachsverarbeitung (Mittelwände) und Einlöten / Bienen-leben-in-Bamberg.de Vertiefungsseminar / Workshop Wachsgießen, Wachsverarbeitung (Mittelwände) und Einlöten / Bienen-leben-in-Bamberg.de

Zuerst wird die Drahtspannung der Rähmchen überprüft und gegebenenfalls mit einem Drahzieher nachgezogen. Für unsere Rähmchenart kürzen wir die Wabe etwas ein, bevor sie auf das Rähmchen gelegt wird. Dann das Lötgerät aktivieren – und schon ist das Mittelwandrähmchen bereit zur Aufnahme von allerfeinstem Bienenhonig!

Das nächste Vertiefungsseminar zum Thema „Mittelwandwaben“ findet am 30.01.2027 statt.

Monatsbetrachtungen Februar 2026 zu Bienen und Imkerei

Übersicht

Phänologie und Bienen

Die Bienen sitzen noch in der Wintertraube. Doch bei ausreichenden Temperaturen und sobald die Sonne auf die Beute scheint, finden Reinigungsflüge statt. Ein paar Wagemutige fahnden nach frischem Pollen. Die Pflanzenwelt im Februar: Haselstrauch (Pollenversorgung), Huflattich, Schneeglöckchen, Winterlinge, Christrosen, Lenzrosen, vielleicht spitzen auch schon die ersten Weidenkätzchen heraus. Je näher an der Beute, um so besser. Plötzliche Wolken und rasch abfallende Temperaturen verhindern oftmals den erfolgreichen Rückflug.

Futterkontrolle

KippkontrolleZur Futterkontrolle brauchen die Völker nicht unbedingt geöffnet werden, sondern es kann stattdesse das Gewicht durch rückwärtiges Anheben der Beute (Kippkontrolle) abgeschätzt werden. Falls ihr – trotz ausreichender Einfütterung im Herbst – dennoch die Beute als zu leicht empfindet, kann das folgende Gründe haben:

  • Das Volk hat die dargebotene Futtermenge nicht vollständig aufgenommen
  • Ein Specht oder Eichelhäher hat die Wintertraube durch eifriges Hämmern ins Holz aufgestört
  • Ein herunterhängender Ast konnte wochenlang unbemerkt gegen den Blechdeckel schlagen
  • Eine Räuberei unter den Völkern ist nicht auszuschließen
  • Ganz abgesehen davon verstärken im Februar die Bienen ihre Bruttätigkeit. Folglich steigt der Futterverbrauch von jeweils einem Kilogramm im Dezember/Januar auf zwei bis drei Kilogramm im Monat Februar.

Notfüttern – so geht’s:

  1. Zargen abheben, quer über umgedrehten Blechdeckel zur Seite stellen.
  2. Totenfall aus Gitterboden entfernen.
    Dabei gleichzeitig kontrollieren…

    1. … auf den Sitz der Wintertraube, erkennbar an der Dichte des Gemülls
    2. … auf Anzeichen von Krankheiten oder Fehlentwicklungen.
      Einschub: Im Falle unserer Demofotos unten ist sehr gut ein erhöhtes Aufkommen von Kalkbrut zu erkennen. Das Volk stand an einem zu kühlen und zu feuchten Standort am Uferrand der Regnitz. Tritt im Laufe des Jahres keine Besserung ein, wäre eine mögliche Maßnahme, einen Kunstschwarm zu bilden, also alle Bienen nebst einer neuen Königin auf komplett neue und damit sporenfreie Waben zu geben, was einem Neuanfang gleichkommt. (Hier eine eingehendere Beschreibung).
  3. Flache Schale auf den (hohen) Gitterboden unterhalb des festgestellten Wintertraubenbereichs setzen.
  4. Befüllen (ohne zu verschütten!) mit Zuckerwasser im Mischungsverhältnis 3:2 von Zucker zu Wasser
  5. Aufsteighilfe (Stroh) einbringen.
  6. Zarge(n) wieder aufsetzen.

Die Fütterung von unten ist zu dieser Jahreszeit hinsichtlich einer Räuberei unkritisch, da kein Flugwetter herrscht. Dadurch, dass das Futter sehr nah an der Bienentraube gereicht wird, gelingt eine (Not-)fütterung bereits ab einer Mindesttemperatur von etwa 5 °C aufwärts.

Unser Blick in die obere Zarge ergab, dass das Volk auch ein wenig vom Futterteig naschte, den wir vor einiger Zeit bereits als allererste Notfütterung einbrachten. Es ist allerdings nicht die bevorzugte Fütterungsweise im Winter, da die Bienen zur Aufnahme des Zuckers Wasser benötigen, welches sie bei fluguntauglichem Wetter nicht heranschaffen können.

Mittelwände einlöten

Mittelwände einlötenEinschmelzen, Reinigen und Gießen von Wachs hatten wir im relativ milden Januar bereits erledigt. Nun folgt das Einlöten – rechtzeitige Bestellung von Rähmchen vorausgesetzt. Einen ausführlichen Blogeintrag zu all diesen Arbeiten findet ihr unter „Wachsverarbeitung an 5 Stationen“. Unter Material zur Wachsumarbeitung bzw. Mittelwandherstellung sind Anschaffungsdetails geschildert.

Schiede setzen

Blick in eine geöffnete Zarge mit SchiedenJe nach individueller Leistungsfähigkeit unserer Völker passen wir die Größe ihres Brutraums mittels Schieden an. Den Versuch starteten wir im Frühjahr 2020 und wollen auch dieses Jahr weitere Erfahrungen sammeln.

Erfahrungsgemäß gibt es Anfang Februar einige milde Tage mit etwas Sonnenschein. Sofern noch nicht im Zuge der Winterbehandlung geschehen, werden jetzt die Schiede gesetzt, und zwar nach dem Reinigungsflug.

  • Nach Wabenhygiene und Einfüttern im Herbst sitzen unsere auf zwei Zargen geführten Völker jetzt auf 8 Waben je Zarge und sind zum Beutenrand hin links und rechts mit jeweils einem Schied begrenzt. Wir öffnen die Völker, entnehmen diese Schiede und schieben die vollen bzw. drei Viertel vollen Futterwaben an den Beutenrand.
  • Fast futterleere Waben werden auf Stifte und junge Brut geprüft. Diese bleibt an ihrem Platz.
  • Zwischen diesen Waben und den an die Ränder geschobenen Futterwaben setzen wir die Schiede. So arbeiten wir uns von links und rechts an das Brutnest heran.

Welche Vorteile hat das Schieden?

  • Nach Entnahme leerer Futterwaben haben wir hinter dem Schied Platz als Arbeitsraum in der Beute
  • Kompaktes Brutnest / Verhinderung von Pollenbrettern, also unnötigen Polleneintrag ins Brutnest
  • Bei schwächeren Völkern sichere und schnelle Annahme des Honigraumes, also kein Verhonigen des Brutnestes und dem damit verbundenen Hochhängen von Honigwaben aus dem Brut- in den Honigraum. Somit bleibt im Brutraum Platz fürs Brutgeschäft
  • Konsequente Trennung von Brut- und Honigraum

Wildwabenbau hinter dem SchiedDen Vorteilen stehen auch einige negative Punkte entgegen, beispielsweise der hin und wieder vorkommende Wildwabenbau hinter dem Schied oder Futtermangel beim Abschleudern der Völker. Und ein zusätzlicher Eingriff in die Völker.

Termine

Weitere Details zu den Terminen siehe auf der Seite Aktivitäten und Termine.

  • 07.02.2026, 12.30 – 17.00 Uhr, Veitshöchheim, LWG, Imkerforum
  • 17.02.2026, 08.00 – 12.00 Uhr (Faschingsdienstag), Bamberg, traditioneller Honigmarkt auf dem Maxplatz
  • 28.02.2026, 15.00 – 18.00 Uhr, Bamberg, FKBB-Vorstandssitzung, Gäste nach Anmeldung willkommen

Anmeldung bis 01.02. für Imkerforum Veitshöchheim am 07.02.26

Imkerforum, Fachtagung VeitshöchheimSa., 07.02.26 – Imkerforum Veitshöchheim

Wann? Sa., 07.02.2026 | 12.30 – 17.00 Uhr
Wo?
Aula, An der Steige 15, 97209 Veitshöchheim und Online
Für wen? Imker/innen
Was? Imkerforum Veitshöchheim – Programm. Hauptthema: Wie hat sich die Imkerei verändert und welchen Herausforderungen müssen wir uns stellen?
Veranstalter? Bayerisches Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG), Institut für Bienenkunde und Imkerei (IBI)
Und sonst? für WebEx-Online-Teilnahme -> Anmeldung bis 01.02.2026, keine Anmeldung für Offline