Honigsüßes im Programm des Fördervereins Hainschule

Bienen in der SchaufensterbeuteEchten Bienen zusehen und selbst entdeckeln dürfen – das waren die Highlights für die Kinder, die uns innerhalb des Programmangebotes des Fördervereins der Hainschule am 28. Juli besuchten.

Da es einige „Wiederholungstäter“ unter den 11 Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Grundschulklassen gab, ließen wir uns zunächst erzählen, was sie über die Bienen bereits wussten. Dann sahen wir uns miteinander die Bienen genauer an. Erst einmal über eine Schaufensterbeute und nach einer ausführlichen, von den Kindern selbst vorgelesenen Sicherheitseinweisung, auch direkt an der offenen Bienenbeute.

Sicherheitseinweisung

Am Lehrbienenstand "Bienenweg"So kurz vor den Schleuderterminen des Bamberger Lagenhonigs durften ausnahmsweise alle ihre Fingerchen in die Waben eintauchen und frischen Honig schlecken. Das machte natürlich Lust auf mehr. Alle durften daher – nach dem vorsichtig verrichteten Entdeckeln – zur Belohnung ein weiteres Löffelchen schöpfen, gefolgt von einem aus dem Glas. Klar, dass manche gar nicht genug kriegen konnten. So opferten einige ihr Taschengeld, um sich und die Eltern (die ihnen hoffentlich das Geld wieder zurückgeben werden!) mit dem goldenen Ur-Produkt zu versorgen.

Entdeckeln einer HonigwabeDanke an die Bienenpatenfamilie von Bernd Pillipp, die das Ganze eingefädelt und organisiert hatte bzw. mit daran teilgenommen hatte.

Fotogalerie Schulbienenunterricht Förderverein Hainschule

Schulbienenunterricht für Röttenbach im Rahmen des REWE-Sponsorings

Gruppenfoto Grundschule RöttenbachREWE-LogoZwei zweite Klassen aus der Grund- und Mittelschule Röttenbach im Landkreis Erlangen-Höchstadt konnten Dank der REWE-Sponsoringaktion einen kostenlosen Schulbienen-Unterricht in Bamberg erfahren. 16 REWE-Kaufleute, darunter Jürgen Müller vom REWE-Markt Röttenbach, hatten 2016 mit ihren Beiträgen wesentlich zum Bau der Bienen-InfoWabe beigetragen und durften deshalb zwei Schulklassen aus ihrer Region zu uns schicken.

Nach etlichen Wochen Sonnenschein war ausgerechnet dieser Tag des 22. Junis kühl und nieselig. Doch genau aus diesem Grunde war es uns damals so wichtig, einen ständig verfügbaren Klassenraum zu besitzen, der den Unterricht im Trockenen ermöglichte. Insofern erinnerte uns das Wetter an die Nöte vergangener Jahre und die willkommene Unterstützung unserer Privatinitiative!

Gruppenfoto Grundschule RöttenbachDa die zweiten Klassen – zumal, wenn es zwei hintereinander sind wie in diesem Falle – in der Regel nicht an eine offene Bienenbeute herangeführt werden, machten ein paar Regentropfen wenig aus. Denn die Schaufenstervorrichtung, hinter der die fleißigen Insekten beim Herumwuseln auf der Bienenwabe zu sehen sind, ist wasserdicht. Außerdem ist die Bienen-InfoWabe voll von Objekten, mit denen wir praktisch jeden Sachverhalt anschaulich darstellen können, so dass es auch im Inneren kurzweilig ist.

An dieser Stelle bedanken wir uns noch einmal sehr herzlich bei der REWE-Group, federführend bei unserer Bienenpatin Annemarie Rudel, die den Startschuss für die Sponsoringaktion gab, und bei Ursula Egger und Andreas Schmidt, die die Fäden mit in ihren Händen hielten. Gerne lassen wir das Sponsoringschild noch ein paar Jährchen über die eigentliche Vertragsdauer hinaus hängen. Denn wie wir immer wieder bemerken, erfährt es wohlwollende Aufmerksamkeit der Erba-Park / Bienenweg-Besucher/innen. Für uns und für Bamberg nebst ihrer Region ein Best-Practice-Beispiel gelungenen Fundraisings!

Fotogalerie Schulbienenunterricht für Röttenbach

Montessori-Schule zu Gast bei der Bamberger Schulbiene

Montessori-Schüler setzen die vertreuten Teile einer Bienenwohnung (Beute) zusammenNeugierige, faszinierte, begeisterte und staunende Blicke der klassenübergreifenden Gruppe von Montessori-Schüler(inn)en und Lehrkräften beim Anblick unserer Bienen – ob durch die Schaufensterbeute oder im Anschluss am echten Bienenstand. Nur schade, dass wir sie unkenntlich machen müssen, aber so sparen wir uns die leidigen Aufzeichnungsvorgänge, die wir als Ehrenamtliche einfach nicht zusätzlich leisten können. Zwar baut unsere Initiative stark auf Öffentlichkeitsarbeit mit dem Element der Motivation auf, doch hoffen wir einfach das Beste, dass uns die DSGVO nicht zu sehr in die Suppe spuckt.

Montessori-Schüler beim Blick auf Bienen in der SchaufensterbeuteWie auch immer … es ist zu erahnen, dass die Mädels und Jungs samt Lehrkräften voll bei der Sache waren. Gleich zu Beginn durften sie eine Bienenwohnung zusammen setzen, deren Einzelteile wir auf der Wiese vor der Bienen-InfoWabe verstreut hatten. Wie stark die Anziehungskraft von Bildern ist, erkannten wir daran, dass alle zielstrebig auf die Fotorähmchen zusteuerten, die allerdings so ziemlich die letzte Komponente beim Zusammenbauen der Beute gewesen wäre. Dennoch – es dauerte gerade mal 15 Minuten und dann war alles so gut wie richtig zusammengepuzzelt.

Montessori-Schüler beim Blick auf Bienen am LehrbienenstandWir hoffen, der Vormittag am 18. Mai bei der Bamberger Schulbiene hat genügend inspiriert, dass das Vorhaben einer eigenen Schul-Imkerei im Garten der Montessori-Schulgemeinschaft eines Tages realisiert werden wird. Denn wir setzen große Hoffnungen in den Nachwuchs, die den Honigbienen ein gutes Überleben sichern werden. Danke für euer Interesse!

Fotogalerie Besuch der Montessori-Schule Bamberg

Praxis der Unterrichtsgestaltung zum Thema Bienen – und eine Rauferei

Eigene Unterrichtsanteile für den Schulbienen-Unterricht erarbeiten und erstellen war Aufgabe im zweiten Teil des Moduls 7 zum Seminar „Schul-Imkerei“ für die Studierenden der Universität Bamberg.* Je 8-10 Minuten plus Reflexionszeit waren pro Kursteilnehmer/in angesetzt, die diese sehr gut zu nutzen wussten – Kompliment!

Notburga Frank von der KunstdidaktikUnd sie hielten die vorgegebene Zeit so exakt ein, dass wir uns im Anschluss noch eine Weiselzellenkontrolle gönnten, zumal ein Teilnehmer eine Unterrichtseinheit dort als eigenen Beitrag anerkannt bekommen sollte. Vorab nutzte Notburga Karl die Gelegenheit, ein Projekt aus der Kunstdidaktik vorzustellen und sich von den Studierenden zum Werkstoff „Wachs“ inspirieren zu lassen.

SmokerSodann versammelten wir uns am Uni-Volk am Lehrbienenstand „Bienenweg“. Wegen des Windes war es gar nicht so einfach, den Smoker zu entfachen. Und trotz des hellen Sonnentages kann man eine Taschenlampe zum Ausleuchten der gesichteten Spielnäpfchen und Weiselzellen gut gebrauchen. Erkennt man am Grund etwas schimmern, bedeutet dies, dass die Zelle von den Bienen mit Futtersaft vorbereitet wird, damit die Königin ein Ei darin legen mag.

Weiselkontrolle am Lehrbienenstand "Bienenweg".Bienen und Menschen parallel in den Griff bekommen

Weiselkontrolle am Lehrbienenstand "Bienenweg".In einem denkbar ungünstigen Augenblick, nämlich beim Anheben einer mit Bienen gefüllten Zarge, lieferte ich mir eine kleine fingierte Rauferei mit Ekkart. Alexander ließ sich indes nicht aus der Ruhe bringen und hielt einfach nur inne in seinem Tun. Das war schon mal ein echter Pluspunkt – ruhig bleiben. Auf die Frage: „Was tut ihr in der Realität in so einem Fall?“ kam Luzias Vorschlag, einen älteren Schüler von vorneherein zu bitten, ein Auge auf die Mitschüler zu haben. Auch sollte ein Lehrbienenstandsbesuch generell immer nur mit einer weiteren Lehrkraft stattfinden.

Ja, dazu raten wir grundsätzlich. Denn Bienen und Menschen gleichzeitig zu betreuen, das funktioniert nur in der Hälfte aller Fälle, so unsere Erfahrung. Irgend etwas passiert immer, und dann sind Prioritäten setzen kaum mehr möglich. Bienen und Menschen müssen parallel in den Griff bekommen werden! Vor allem dann, wenn wir so mutig waren, ohne komplette Schutzkleidung an die Stöcke zu gehen.

Eine unvorhergesehene Panikattacke (übrigens nicht nur bei Kindern) schüttet Stresshormone aus, die die Bienen auf den Plan bringen könnten. Außerdem ist Angst ansteckend, was (nicht nur) in grauer Vorzeit durchaus dem Schutz diente. Wir wissen auch nicht, ob eine uns unbekannte Störung das Bienenvolk vor unserem Auftauchen in Aufruhr versetzt hatte und die Wächterbienen grantiger sind als geahnt. Kürzlich sahen wir perplex zu, wie Jugendliche beim Frisbee-spielen mehrmals die Scheibe in die Lehrbienenvölker katapultierten und diese ungerührt direkt vorm Flugloch wieder einholten. Was, wenn wir womöglich kurz darauf mit einer Schulgruppe ankommen? (Lösung: Wir versichern uns grundsätzlich mit einem geschulten Blick und feinem Gehör, ob Frieden herrscht.)

Weiselkontrolle am Lehrbienenstand "Bienenweg".Oft geht es gut aus. Doch in den wenigen Fällen, wo nicht, geht’s in der Elternschaft dann richtig rund. Da kennen Mütter und Väter kein Pardon, denn schließlich müssen sie sicher gehen dürfen, dass ihre Kindern in der Obhut der Lehrer keinen Schaden nehmen. Es folgen peinliche Verhöre, verunsicherte Kinder und das „Aus“ der Schul-Imkerei wäre garantiert. Auch in der Stadt spräche sich ein Unfall schnell herum. Die Folge: andere Schul-Imkereien könnten ebenfalls vorsichtshalber aufgegeben werden. Alle Mühen umsonst, nur, weil man allzu sorglos war.

Weiselkontrolle am Lehrbienenstand "Bienenweg".Begeisterung, Faszination, Enthusiasmus, Euphorie, Stolz, Adrenalinkick … all das löst die Bienenhaltung aus und lädt beinahe dazu ein, heiter und unbekümmert zu werden und sich stark zu fühlen. Schön so! Doch bitte, werdet dabei nicht leichtsinnig. Verliert niemals den Respekt vor Apis mellifera und behaltet einen besonnenen, kühlen Kopf vom Anfang bis zum Schluss bei. Also bei jedem einzenen Besuch erneut und über alle Jahre hinweg. Nur so haben alle lange Freude an der Schul-Imkerei.

Schwarzmalerei liegt uns ganz und gar nicht. Doch hier beim Schul-Imkern hat unser Optimismus etwas Pause und es siegt die reine Vernunft, nervig und klugscheißerisch, wie wir dabei auch wirken mögen. Wir möchten euch und uns den Stress eines Notfalls einfach ersparen. Außerdem: Von der grundsätzlichen Sympathie für die niedliche Biene Maja ist der Schritt zur panikartigen Furcht vor diesem gefährlichen Insekt nur ein klitzekleiner. Wir Imker müssen dafür sorgen, dass dieser Schritt umgekehrt begangen wird, also von der Furcht zur Sympathie, wenn wir Bienen als festen Teil unserer Welt erhalten möchten. Danke für euer Verständnis!

*„Didaktik der Naturwissenschaften“ der Fakultät Humanwissenschaften an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg am Institut für Erforschung und Entwicklung fachbezogenen Unterrichts – EE-feU.

Integrationsklasse 2 der Gangolfschule eine echte Vorzeigeklasse

Biene mehrsprachigObjekt Fotorähmchen, Gangolf-Grundschule BambergIn mehrfacher Hinsicht ist die zweite Jahrgangsstufe der Gangolf-Grundschule um Klassenleiterin Judith Endres eine echte Vorzeigeklasse. 16 Schüler/innen aus 12 Nationen waren am 03.05.2018 zu Gast bei der Bamberger Schulbiene und zeigten ungeteilte Begeisterung zum Thema Bienen, auch, wenn bei manchen noch deutsche Sprachkenntnisse fehlten.

Um hier ein wenig „aufzuwärmen“ und den ausländischen Kindern ein Willkommen zu signalisieren, aber auch den deutschen Kindern zu zeigen, dass die Biene überall auf der Welt zuhause ist, wurde das Wort „Biene“ in allen hier angetroffenen Sprachen gemeinsam nachgesprochen:

  1. Biene mehrsprachigportugiesisch
  2. chinesisch
  3. kroatisch
  4. russisch
  5. arabisch
  6. kurdisch
  7. französisch
  8. türkisch
  9. vietnamesisch
  10. griechisch
  11. asserbaidschanisch
  12. deutsch

Da es in den zwei Stunden viel zu sehen, zu berühren und zu schmecken gab, war es niemanden langweilig. Auch nicht den Studierenden fürs Lehramt, die im Rahmen unseres Seminars zur „Schul-Imkerei“ ihr 7. Modul „Praxis des Schulbienenunterrichts“ (Didaktik der Naturwissenschaften) absolvierten und das Geschehen aufmerksam beobachteten.

Außerdem halfen die Schüler/innen bei einer Zulassungsarbeit mit, indem sie vorab des Unterrichts jeweils eine Zeichnung anfertigen sollten, die mit einer zweiten NACH dem Unterricht verglichen werden soll, um eine Entwicklung feststellen zu können.

Wie immer war der Medieneinsatz viefältig und genau geplant. Kaum einer Schule dürfte es gelingen, alle Vorzeigeobjekte parat zu haben. Es sei denn, sie hätte eine Schul-Imkerei installiert, was schließlich eines der Ziele unseres Lehrauftrages ist, zu dem die Gangolfschule ihren wertvollen Beitrag leistet.

Um die Komplexität beispielsweise der Bienenwohnungen und Imkerei von einst und jetzt oder den Vorgang des Honigherstellung nachzuvollziehen, sind rein theoretische Erklärungen nicht geeignet. Fototafeln, Plakate, Bücher, Foto-Lernbienenbeute, Bienenschaufenster, verschiedene Wabenrähmchen, ein alter Bienenkorb und letztendlich ein Löffelchen Honig konnten nun den Kindern wie auch Erwachsenen die faszinierende Welt der Honigbienen nahe bringen.

Vorzeigeklasse ist die Gangolfschule auch deshalb, weil sie den zwei Kilometer langen Weg von der Luitpoldstraße bis in den Bienenweg im Erba-Park zu Fuß liefen. Das ist heute nicht mehr so selbstverständlich. Vielen Dank, Frau Endres und Frau Endres junior, dass Sie sich die Zeit für uns genommen haben! Ihnen und der Intergrationsklasse gilt unsere Bewunderung!

Fotogalerie

Aus verständlichen Gründen dürfen wir diesmal die Gesichter der Kinder nicht ins Bild bringen, da auch einige Geflüchtete unter ihnen weilen. Wir hoffen dennoch, dass Sie einen guten Eindruck von der aufmerksamen Begeisterung unserer Schulklasse gewinnen können.

„Dieser Lehrbienenstand wird betreut von den Studierenden der Uni Bamberg“

Uni-Bienen am Lehrbienenstand "Bienenweg"Uni-Bienen am Lehrbienenstand "Bienenweg"Uni-Bienen am Lehrbienenstand "Bienenweg"So steht es seit Freitag auf zwei Tafeln zu lesen, befestigt an einer Bienenbeute am Lehrbienenstand „Bienenweg“ unweit der Bienen-InfoWabe. Eine Gruppe von jungen Studierenden (Lehramt an Grund- und Mittelschulen / Universität Bamberg*) lernt innerhalb des Seminars „Schul-Imkerei“ (s. a. Bericht) das praktische Arbeiten mit den Bienen kennen und betreut künftig dieses Volk.

Weiselkontrolle am Lehrbienenstand "Bienenweg"Über die rasche Auffassungsgabe und den Mut der jungen Leute im direkten Umgang mit den Bienen, die an diesem sonnigen Tag zwar sehr lebhaft flogen, dabei aber lammfromm blieben, waren wir doch recht begeistert. Geübt wurde die Weiselkontrolle, also genaues Hinsehen und Fahnden nach den verdächtigen Zellen und deren beherztes Abnehmen.

Am Lehrbienenstand "Bienenweg"

Königin zeichnen

Einfangen der Uni-BienenköniginAußerplanmäßig konnten wir sogar das Zeichnen einer Königin demonstrieren. Sie war eine reichlich nervöse Madam und ließ sich mit dem Röhrchen nur schwer einfangen. Möglicherweise war sie noch sehr jung und die Folge einer stillen Umweiselung. Denn eigentlich haben die Königinnen von Nikolaus, dem „Ziehvater“, immer ein Opalithplättchen auf dem Rücken. Diese hier aber war noch „nackig“.

Bienenkönigin der Uni-Bienen.

Wildbienen für den pädagogischen Einsatz

Am WildbienenhotelAuch den „anderen Bienen“, also den Wildbienen, gönnten wir innerhalb des Moduls „Grundlagen Bienenunterricht“ – und mithin das methodische und didaktische Vorgehen – unsere Aufmerksamkeit. Vor allem die in Bamberg sehr häufig vorkommende Mauerbiene hat unsere Tonziegeln im Wildbienenstand schon eifrig bestückt. Viele andere sind Bodenbrüter und wir hoffen, dass auch am Bienenweg einige davon zu entdecken sein werden. Einen erdigen Trockenstreifen direkt am Gebäude der Bienen-InfoWabe halten wir jedenfalls für sie offen.

Insgesamt war es ein volles Programm für die Studierenden, die leider auch nicht immer alle dabei bleiben konnten. Hier die Übersicht der Themen von 14 bis 19 Uhr, bzw. bei freiwilligem weiteren Praxiserleben bis 19.45 Uhr.

Modul 5: Grundlagen Schul-Imkerei (Referent Reinhold Burger)

  • Imkerei im Jahreslauf
  • Bienengesundheit/ -krankheiten
  • Weiselkontrolle am Lehrbienenstand
  • Kennzeichnung der Königin

Modul 6: Grundlagen Bienenunterricht (Referentin Ilona Munique)

  1. Biologie der Biene
    • Unterrichtsziel: Die Liebe zur Biene wecken
  2. Lebensraum Biene
    • Unterrichtsziel: Verständnis über Anforderungen und die natürlichen Zusammenhänge der Biene entwickeln
  3. Standort Schule
    • Lernziel Teil 1:
      1. Tipps zur Etablierung der Idee „Schulbiene“
      2. Handreichungen zur didaktischen und
        methodischen Unterrichtsvorbereitung
    • Unterrichtsziel Teil 2: Erleben, Erforschen, Entspannen

Ab Sonntag werden wir wöchentlich von 14.30 – 15.30 Uhr die turnusmäßige Weiselkontrolle vornehem, beginnend mit den beiden Völkern am Fünferlessteg. Mit Ausnahme des 03.06, an dem die Zeitplanung im Curriculum 10.00 – 11.30 Uhr vorsieht. Die Bienenbetreuungsgruppe kann dann je nach Möglichkeit praktische Erfahrungen sammeln, die sie an ihrem eigenen Volk am Bienenweg umsetzen dürfen.

Die Besucher der BIWa-Sonntagsöffnung kommen dadurch ebenfalls in den Genuss eines Blicks in die Bienenbeuten und sind herzlich dazu eingeladen.

Fotogalerie

*„Didaktik der Naturwissenschaften“ der Fakultät Humanwissenschaften an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg am Institut für Erforschung und Entwicklung fachbezogenen Unterrichts – EE-feU.

Seminar „Schul-Imkerei“ der Universität Bamberg mit Bienen-leben-in-Bamberg.de

Außerschulischer Lernort; Schaufensterbeute, umringt von StudierendenStart frei für das neue Seminar „Schul-Imkerei“ der Universität Bamberg, Didaktik der Naturwissenschaften, in Kooperation mit Bienen-leben-in-Bamberg.de. Am Freitag fanden sich 11 Studierende für das Lehramt Grund- und Mittelschulen, in der Bienen-InfoWabe ein. Die künftigen Multiplikator(inn)en in Sachen BIENEN erwartete ein abwechslungsreicher Unterricht mit Powerpoint-Präsentation, Demonstration von Medien und Materialien sowie dem Besuch der beiden Lehrbienenstände inklusive Praxiseinweisung.

Die Zitterpartie, ob der Lehrauftrag die notwendige finanziellen Grundlage und eine versicherungstechnische Klärung erhalten würde, blieb bis zuletzt spannend. Letztendlich gelang es Dr. Yelva Larsen aus dem Fachbereich „Didaktik der Naturwissenschaften“ der Fakultät Humanwissenschaften an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg über die Joachim-Herz-Stiftung für das Institut für Erforschung und Entwicklung fachbezogenen Unterrichts – EE-feU die Mittel einzuwerben. Nun also konnte es losgehen.

Das Curriculum beinhaltet die Didaktik und Methodik der Schulimkerei (Hauptreferentin Ilona Munique) und Theorie und Praxis der Bienenhaltung (Hauptreferent Reinhold Burger) und erstreckt sich über insgesamt 10 Module mit Schwerpunkt auf die Praxis. Am 20.04.2018 starteten wir – zwar mit etwas Verzug, auch dem späten Frühjahresbeginn geschuldet – aber hochmotiviert mit dem Modul 4 „Praxis Lehrbienenstand II“.

Übersicht der Inhalte:

    • Grundwissen Bienenkunde
    • Theorie Bienenpflege
    • Praxis Bienenpflege
      • Schwarmverhinderung
      • Biotechnische Varroabekämpfung
      • Honigraum aufsetzen
      • Vorbereiten eines Ablegers (Theorie)
      • Umsetzen eines Ablegers

Für den ersten Eindruck hier die Fotogalerie. Unsere Studierenden erhalten über die Lernplattform Moodle noch mehr Fotos fürs Familienalbum.

Montessori-Schule Bamberg auf dem Weg zur Schulimkerei

Montessori-Schule Bamberg, EingangVon einem Elternteil erfuhren wir, dass die Montessori-Schule eine Schulimkerei für die Grundschule und Sekundarstufen plant. Gerne boten wir an, zur Gesprächsrunde dazuzustoßen. Die federführende Lehrerin, Elke Völkl, hatte schon viel Vorarbeit im Bezug auf Anfragen und Anträge bei der Stadt Bamberg, dem Veterinäramt und der Versicherung geleistet. Das Buch „Bienen machen Schule“ hat ihr dabei wertvolle Tipps geliefert.

Beratung des Bienentreffens in der Montessori-Schule Bamberg am 14.03.2018 / Bienen-leben-in-Bamberg.deNach der Vorstellungsrunde der anwesenden Lehrkräfte und Elternteile sowie drei Schulkinder, die auch die jeweilige Motivation und / oder Bereitschaft zur Mitarbeit mit abfrug, konnten wir alle weiteren Fragen beantworten. Naturgemäß möchten wir nicht Entscheidungen abnehmen oder gar festlegen, was „richtig“ und was „falsch“ ist, denn wie so oft kommt es auf unterschiedliche Rahmenbedingungen an. Doch genau um das geht es ja auch. Auf was sollte geachtet werden? Welche Optionen und Alternativen sind vorhanden? Was sollte dringend bedacht werden (z. B. die sorgfältige Varroabehandlung und Schwarmverhinderung), aber was darf auch einfach einmal ausprobiert werden? Komponenten waren bspw. Zeit-, Geld- und Personalressourcen, vorhandenes und noch fehlendes Knowhow sowie Ferienzeiten.

Dosen-Biene von der Montessori-SchuleGefreut hat uns allen, dass sich am Ende drei Frauen gemeldet hatten, die einen Imkerkurs belegen möchten. Und das, obwohl wir keinen Hehl daraus machten, dass Imkerei zwar ein supertolles Hobby, aber durchaus auch anspruchsvolle Tierpflege bedeutet. Doch mit Hilfe des bereits umfangreichen vorhandenen Wissens von drei anwesenden Imkern (einer davon der Grundschüler Xaver, der uns mit seinem Sachverstand schwer beeindruckte!) und dem Versprechen, dass auch wir jederzeit telefonisch erreichbar sind, kann nicht viel schiefgehen.

Sowohl für die Organisation, Methodik und Didaktik eines Schulbienen-Unterrichts als auch für Lehrbienenstandsbesuche gaben wir folgendes an die Hand:

Beratung zum künftigen Standort für die Bienenvölker der Montessori-Schule Bamberg / Bienen-leben-in-Bamberg.deDa die Standortfrage mit am Wichtigsten ist, klärten wir diese sogleich am nächsten Tag ab. Wider unserer Erwartungen liegt das gepachtete Grundstück relativ sonnig und nach Süden ausgerichtet. Was im kühl-feuchten Teufelsgraben ja überwiegend nicht der Fall ist.

Beratung zum künftigen Standort für die Bienenvölker der Montessori-Schule Bamberg / Bienen-leben-in-Bamberg.deDoch zwei Standorte schienen geeignet, sofern sie eingeebnet oder mittels Paletten begradigt werden können. Den möglichen Winddurchzug könnte eine Heckenanpflanzung reduzieren und für mehr Sonnenschein sorgt ein ohnehin benötigter Pflegerückschnitt der alten (Obst-)Bäume.

Wir wünschen der Montessori-Schulgemeinschaft nun viel Freude am Aufbau ihrer Schulimkerei!

Kompetenzhandbücher für den Bienenunterricht

Helene trennt Rähmchen mit einen Stockmeise voneinanderEinen Tipp eines Berufskollegen (Danke, Jürgen!) aus der bibliothekarischen Ecke will ich euch heute ans Herz legen. Das Kompetenzhandbuch „Mit den Bienen durch das Jahr“ ist in Form eines Projektleitfadens für die offene Kinder- und Jugendarbeit erstellt worden, und zwar von der Deutschen Telekom-Stiftung im Rahmen der Initiative „Ich kann was!“ und dem Kinder- und Jugendbauernhof Kassel e. V..

Es sind sogenannte „wachsende“ Handbücher in zwei Teilen und demzufolge im Wandel begriffen. Dabei geht es um Anleitungen für Wildbienen (Teil 1) und (eigene) Honigbienen (Teil 2). Für Wildbienen sind wir nicht so die fachlich Versierten. Doch ins Handbuch für die Honigbienen haben wir natürlich hineingesehen. Und na ja, über manches lässt sich streiten, doch insgesamt macht es einen guten Eindruck, ist gefällig aufgebaut, motivierend geschrieben und für Kinder/Jugendliche wie auch Pädagogen gedacht. Lobenswert!

Download des Kompetenzhandbuchs „Wildbienen“, Januar bis Juni
Download des Kompetenzhandbuchs „Honigbienen“, Januar bis Mai

Bienen ganz nah für den Förderverein der Grundschule Bamberg-Gaustadt

Am Lehrbienenstand, Begegnung mit BienenAnnerose Ackermann besuchte uns vor einiger Zeit in der Bienen-InfoWabe und war sofort angetan von unserem grünen Klassenzimmer auf der Erba-Insel. „Das wäre doch auch was für unsere Gaustadter Schüler!“, meinte die Vorsitzende des Fördervereins Volksschule Gaustadt begeistert und stellte daraufhin den Kontakt zum Kollegium der Grund- und Mittelschule Gaustadt her.

An einem eher für Badeanzüge denn für Imkerkleidung geeigneten heißen Sommertag lernten 8 Schüler/innen zwischen 6 und 10 Jahren sowie zum Teil deren Eltern, begleitet von der Lehrerin Katja Hipelius, die Welt der Bienen kennen. Ein Glück, dass wir grundsätzlich auf die Imkertracht verzichten. Als eine der letzten Gruppen in dieser Saison durften sie sogar direkt aus der Honigwabe am Lehrbienenstand schlecken, was mit Hut bzw. Schleier etwas kompliziert gewesen wäre. Zunächst eher zögerlich, zunehmend jedoch mutiger tauchten sie ihre Fingerchen zwischen den umherkrabbelnden Bienen in das süße Gold. Naturerlebnis pur!

Am Lehrbienenstand, Honig naschen

Rätselraten zum FilmWir freuten uns, dass es allen so viel Spaß gemacht hat. Mit dabei war auch unsere Bienenpatin Felicitias Sauer, die ihre Freunde aus dem Alten Land bei Hamburg mitbrachte. Egal, aus welcher Generation man stammt – die Faszination „Biene“ ist bei allen gleichermaßen spürbar und die Fragen dazu keinem Alter zuzuordnen. Vor den Bienenstöcken sind wir alle nur Menschen, die beeindruckt und respektvoll den wuseligen Treiben zusieht.

Reinhold erklärt BienenstockEinzig die Imker/innen haben eine kleine Sonderstellung. Denn sie können die Stimmung der ihnen anvertrauten Völker einschätzen und im Notfall zum Rückzug blasen. Das war jedoch an diesem 04.07.2017 nicht notwendig, von Gewitterstimmung keine Spur und niemand hatte Bananen dabei. Diese riechen nämlich für Bienen nach einem Alarmpheromon, welches ihre Artgenossen ausströmen, wenn sie zugestochen haben. Es bringt ihre Kolleginnen dazu, sich ebenfalls bereit zu halten für eine Verteidigung des Volkes. Das einzige Kind, welches kürzlich erst eine Banane gegessen hatte, spülte sich vorsorglich den Mund mit Wasser aus und konnte sodann problemlos teilnehmen.

So war es ein erfüllter, abwechslungsreicher Nachmittag, der hoffentlich bei allen lange nachhält. Denn unsere Bienen brauchen Menschen, die sich für sie interessieren, sie schützen, pflegen und vermehren. Dies alles versuchen wir, möglichst vielen in Bamberg nahe zu bringen. 18 Führungen, Unterrichte und Vorträge seit Saisonbeginn im April werden es bis Juli sein, wobei die BIWa-Sonntagsöffnungen noch hinzkommen. Sie werden bis September für die Bevölkerung angeboten. Kleiner Hinweis: Kommender Sonntag fällt aus, wir bilden uns stattdessen auf dem Veitshöchheimer Imkertag fort. Denn die Probleme der Bienen werden leider nicht weniger. Doch dazu sind wir schließlich da.

Danke allen, die uns dabei unterstützen und auch allen, die zu uns in die Bienen-InfoWabe gefunden haben!

Fotogalerie

Falls Sie, liebe Erziehungsberechtigte, eines der Fotos in höherer Auflage möchten, wenden Sie sich bitte an uns. Aber auch, falls Sie möchten, dass wir eines der Fotos mit Ihrem Kind herausnehmen sollen, was wir umgehend veranlassen.