Vorbeugen ist besser als Heilen, oder: Man sieht nur, was man weiß!

Modul 2, Bienengesundheit, Bienenkrankheiten Im Modul 2 zu Bienengesundheit und -krankheiten des BLIB-Imkerkurses für Anfänger war der Appell deutlich: Imker/innen sollten alles tun, damit ihre Schützlinge gesund bleiben. Denn außer zur Behandlung der Varroa ist in Deutschland kein weiteres Tierarzneimittel zugelassen. Und das ist auch gut so. Denn während man im Ausland beispielsweise die Amerikanische Faulbrut durch Antibiotikagaben lediglich in Schach hält, die Bakterien und nachfolgend deren Sporen aber weiterhin in den Bienenwohnungen und im Honig zu finden sind, kann man sich hierzulande ziemlich sicher sein, dass befallene und symptomhafte Völker gemeldet und abgeschwefelt werden. Das mag grausam klingen, ist jedoch das Beste für Hunderte andere Völker, die angesteckt werden könnten.

In Deutschland muss – dem Tierseuchengesetz folgend – beim geringsten Verdacht das zuständige Veterinäramt alamiert werden. Dieser entsendet sodann in der Regel einen Bienensachverständigen, der an hiesigen Vereinen angebunden ist und eine qualifizierte Fortbildung absolviert hat. In der Stadt Bamberg ist dies Reinhold Burger, also direkt aus unserer Initiative. Er begutachtet ebenso Bienenvölker im Rahmen der Ausstellung von Gesundheitszeugnissen, was für die Kursanfänger/innen insofern praktisch ist, denn so lassen sich von Reinhold untersuchte Ablegervölker sogleich vermitteln. Für alle eine schöne Win-win-Situation.

Vortrag Reinhold Burger Bienengesundheit, BienenkrankheitenJede Menge Info und praktische Tipps also, die zwar für den Anfang sicherlich viel erscheinen, doch wird ja nicht jedes Volk krank oder muss es gleich zum Schlimmsten kommen. Doch gut, wenn man grundsätzlich weiß, was einen erwarten könnte. Es ernst zu nehmen und um Hilfe anzusuchen ist keinesfalls mit dem Makel behaftet, man wäre noch nicht reif fürs Imkern oder gar fahrlässig gewesen. Allerdings sind gewisse Dinge wie das Mitbringen eigener Gerätschaften an fremde Stände wegen der Ansteckungsgefahr zu vermeiden. Vermieden soll auch das allzu häufige Öffnen der Behausungen werden, denn damit schwächt man die Organisationsstruktur des Volkes, Pheromone werden verwirbelt und Kälte kann die Brut schädigen. Ein Grund übrigens, warum wir bei einstelligen Graden auf die geplante Drohnenrahmenschau verzichtet hatten.Modul 2, Bienengesundheit, Bienenkrankheiten Ein leicht vermeidbares Manko auch die nicht ausgewaschenen Honiggläser, vor allem diejenigen, die ausländische Inhalte hatten. Bienen, die daran schlecken, können  alle möglichen Infektionskrankheiten in gesunde Völker eintragen. Als Imker/in kann man also nicht immer alle Krankheiten verhindern. Daher ist es ungemein wichtig, sich in Beobachtung zu schulen. Für diese Grundlage war die Powerpoint-Präsentation gedacht, die einige Fotos zurückliegender „Fälle“ offerierte, um zu wissen, nach was man Ausschau halten kann. Und ist man erst mal auf die Beschreibung „klebrig, schwarz, verkürzter Hinterleib, torkelnd, zitternd, ziellos im Gras laufend, deformierte Flügel, überreichliche Kotspritzer, Mumien, etc.“ geeicht, so „sieht man, was man weiß“. Für alle Fälle gibt es mittlerweile das Schema Diagnosekreis von Gerd Molter, welches wir für alle Teilnehmenden sammelbestellt haben.

All diese „Kleinigkeiten“ und Beobachtungen können wichtig werden – doch wer sagt einem das! Oft wird nur von (un-)möglichen Behandlungen gesprochen, nicht aber, wie diese von vornherein überflüssig werden könnten.

Grundsätzlich also empfehlenswert ist die Reihenfolge:

  1. Gesunderhaltung durch Krankheitsvorbeugung
  2. Erkennen von Krankheiten
  3. Heilende Maßnahmen einleiten

Wollen wir hoffen, dass uns heuer nur wenig Anschauungsmöglichkeit zur Verfügung steht, um diesen Stoff zu vertiefen.

Das 3. Modul am Sa., 20.04.2019 findet zum Thema Honigraumerweiterung statt. Obgleich durch das klimatisch verfrühte Stadium bereits alle Räume aufgesetzt sind, werden wir es in der Theorie noch einmal durchnehmen und bei der Gelegenheit die Drohnenrahmen begutachten. Möglicherweise entdecken wir ja auch schon die ersten Weiselzellen. Auch eine Ablegerbildung sollte drin sein. Wir werden sehen. Zu Lernen gibt es immer etwas, da fällt uns und den Bienen sicher jede Menge ein!

P. S.: Auch nach bereits erfolgtem Start ist ein Einstieg in jedes neue Modul jederzeit möglich. Die Dauer des Kurses beträgt immer 10 Module und richtet sich nach der Modulnummer Ihres Einstiegs. Ein zweites Jahr kann bei Terminproblemen kostenfrei angehängt werden.

Bienengesundheit und Bienenkrankheiten (BLIB-Imkerkurs für Anfänger, 2. Modul)

Nach erfolgtem Start des 1. Moduls (Teil 1 und Teil 2) findet am morgigen Samstag das Modul 2 des BLIB-Imkerkurs für Anfänger statt.

Sa., 13.04.19 – 10.30-12.00 Uhr

2. Modul: Bienengesundheit / -krankheiten

Totenfallkontrolle, verkürzter Hinterleib; Diagnose: VarroaschadenWas? Auch Bienen können krank werden. Wir lernen die gängisten Krankheiten erkennen und erfahren, wie wir vorbeugen und zum Teil heilen können. Im darauf folgenden kurzen Praxisteil kontrollieren wir einen Drohnenrahmen als Maßnahme der Varroaprophylaxe.
Für wen? Jungimker/innen, Wiedereinsteiger/innen
Kosten?
Ja, siehe Programm BLIB-Imkerkurs-Anfaenger-2019
Wo? Bienen-InfoWabe (BIWa) – Adresse und Daten unter dem angegebenen Link.
Und sonst? Info und Programm BLIB-Imkerkurs-Anfaenger-2019 sowie Zusatztermine Honigschleudertage-2019. Dieses Modul ist Pflichtmodul für eine Teilnahmebescheinigung über den Gesamtkurs.

Auch nach bereits erfolgtem Start ist ein Einstieg in jedes neue Modul jederzeit möglich. Die Dauer des Kurses beträgt immer 10 Module und richtet sich nach der Modulnummer Ihres Einstiegs. Ein zweites Jahr kann bei Terminproblemen kostenfrei angehängt werden.

BLIB-Imkerkurs für Anfänger 2019 mit Modul 1 gestartet

Referentin Ilona und Teilnehmende am BLIB-Imkerkurs für AnfängerBaisisinformationen zur Imkerei im Teil 1 am 05.04. und Grundlagen der Frühjahresarbeiten im Teil 2 am 06.04. bildeten das erste Modul im BLIB-Imkerkurs für Anfänger in Bamberg, zu dem sich ein Dutzend Teilnehmende bei Reinhold Burger und Ilona Munique (und heutige Referentin) eingefunden hatten.

1. Modul, 1. Teil: Baisisinformationen zur Imkerei

Teilnehmende am BLIB-Imkerkurs für AnfängerDrei Stunden Basisinformationen an einem Freitag Abend nach einer langen Arbeitswoche sind sicherlich kein Pappenstiel. Doch diese präparieren für künftige praktische Tätigkeiten und helfen beim Aufbau der eigenen Imkerei. Die Unterlagen zu den Inhalten sind für die Teilnehmenden jederzeit downloadbar im Intranet zur Kursorganisation.

  • 0. Statistik zur Sitation der Bienenvölker und Imker sowie unsere BLIB-Projekte
  • 1. Übersicht zum Anfängerkurs zu Inhalten, Termine und Orte
  • 2. Imkerei im Jahreslauf
  • 3. Biologie und Lebensraum von Wild- wie Honig-Bienen
  • 4. Literatur und Medien zur Selbstinformation, hier auch die Einführung in Zotero, einem Online-Katalog unserer Imker-Bibliothek
  • 5. Strukturen und Ansprechpartner der Imkerei
  • 6. Kosten, Programme, Fördermittel und Finanzierungshilfen
  • 7. Vorschau auf Modul 1, Teil 2: Praxis Frühjahresarbeiten

Teilnehmende am BLIB-Imkerkurs für AnfängerIm Gegensatz zu vielen anderen Anfängerkursen zur Imkerei sind wir auch am Schicksal der Wildbiene interessiert. Das eine schließt das andere nicht aus. Ohnehin werden wir als Imker auch immer wieder mit Fragen zur Wildbienen konfrontiert. Hierauf etwas vorbereitet zu sein kann nicht schaden.

Teilnehmende am BLIB-Imkerkurs für AnfängerAuch zu Strukturen und Ansprechpartner in der Imkerei hatten wir uns in unseren eigenen Anfängerzeiten mehr Informationen gewünscht. Erst im Laufe der Zeit eroberten wir uns das Wissen darum selbständig, allerdings auf der Grundlage von Erfahrungen aus anderen Themenbereichen, was uns half. Wenngleich nicht sofort alles seine Wichtigkeit hat, so lässt sich doch retrospektiv auf die Folien zurückgreifen, spätestens dann, wenn es um Zuschüsse oder rechtliche und behördliche Rahmenbedingungen geht.

1. Modul, 2. Teil: Grundlagen der Frühjahresarbeiten 

Teilnehmende am BLIB-Imkerkurs für AnfängerReinhold zieht WabeAm nächsten Vormittag konnten nach einem Sicherheitscheck am Lehrbienenstand am Bienenweg die Bestandteile und der Aufbau einer Bienenbeute sowie die Aufteilung seines Inhaltes – also Bienen, ihre Brut und die Nahrungseinlagerung – praktisch besehen werden. Wer wollte, durfte unter Anleitung des Referenten Reinhold Burger selbst ein Rähmchen ziehen.

Teilnehmende am BLIB-Imkerkurs für AnfängerEtwas Theorie war natürlich weiterhin von Nöten, so zum Einsatz eines Mäusegitters und des Fluglochkeils sowie die Totenfallkontrolle, da diese Tätigkeiten zum Kurstermin bereits durchgeführt worden sind. Eine nochmalige Futterwabenkontrolle schadete allerdings nicht, die wir nun gemeinsam durchführten, und auch das Brutraumaufsetzen konnte im Nachhinein erläutert werden.

Wabenschau zum BLIB-Imkerkurs für AnfängerTeilnehmende am BLIB-Imkerkurs für AnfängerÜberzählige Futterwaben können übrigens an einem luftigen, dunklen und kühlen Ort, z. B. in einer von unten und oben mit einem Fliegengitter verschlossenen Zarge, aufgehoben werden, etwas Nussbaumlaub hinzugeben – falls aus dem Vorjahr noch etwas vorrätig sein sollte – und gut ist. Regelmäßig sollte auf Spuren der Wachsmotte überprüft werden.

Teilnehmende Gabriele Loskarn am BLIB-Imkerkurs für AnfängerTeilnehmender Christian Schwarzenberger am BLIB-Imkerkurs für AnfängerAls „Lernzielkontrolle“ – und damit auch eine kleine Handreichung für künftige Führungen am eigenen Bienenstand der angehenden Jungimker/innen – diente ein Rätselblatt aus der Bienen-InfoWabe, die Stationenfragen zur Imkerei.

Symbol BLIB-Imkerkurs für AnfängerWir freuen uns auf den nächsten Termin, den Sa., 13.04.2019 zum Modul 2: Bienengesundheit / -krankheiten, von 10.30 bis 12.30 Uhr in der Bienen-InfoWabe. Neueinsteiger/innen sind ebenfalls herzlich willkommen. Bitte beachten Sie die Anmeldehinweise des Kursprogramms.

Neu! BLIB-Imkerkurs für Anfänger 2019 in Bamberg

Symbol BLIB-Imkerkurs für AnfängerModul 9: Honig ernten …Ab April 2019 findet erstmalig ein Imkerkurs für Anfänger mitten in Bamberg statt. Veranstalterin ist die Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de (BLIB). Da der Kurs nicht in Konkurrenz zu bestehenden Vereinsangeboten sein will, kostet er 280 Euro und ist nicht über staatliche Fördermittel subventioniert. Unsere Bienenpatinnen und -paten erhalten 10% Rabatt. Der Einstieg ist jederzeit zu einem der Termine möglich. Allerdings empfiehlt sich der Start mit dem Modul 1 zu den Grundlagen am Fr., 05.04.2019 von 18-21 Uhr.

Wie?

Theorie zu VarroabehandlungÜber ein Kalenderjahr verteilt laden wir zu zehn Terminen ein, die zumeist am Wochenende (Fr., Sa. o. So.) stattfinden. Anschaulich, abwechslungsreich und unter eigenem Zutun kann in entspannter Atmosphäre das Imkerhandwerk theoretisch wie praktisch erlernt werden. Ja, bei uns dürfen Sie selbst Hand anlegen – von Anfang an!

Melden Sie sich formlos an, im Impressum finden Sie die Kontaktdaten.

Laudatorin Ilona MuniqueUm einen optimalen Start für Bienen und Halter/in zu fördern, gibt es die Teilnahmebescheinigung erst nach dem Besuch von 7 Pflichtmodulen, wofür man sich aber zwei Jahre Zeit lassen kann. Wurden in dieser Zeit ALLE 10 Termine besucht, kann ein Ablegervolk zu vergünstigten Preisen selbst gezogen oder gekauft werden. Falls das aus Kapazitätsgründen nicht möglich ist, vermitteln wir zu anderen Imker(inn)en.

Wohin führt der Weg?

Weiselkontrolle am Lehrbienenstand "Bienenweg".Ziel ist, am Ende eines Kurses den Mut zur eigenen Bienenhaltung zu fassen und ein Volk selbst pflegen zu können, aber auch ein Verständnis für das Ökosystem „Bienen und Insekten“ im städtischen und ländlichen Raum zu gewinnen. Die Honiggewinnung ist dabei lediglich ein schmackhafter Teilaspekt, allerdings mit einem für uns typischen qualitativ hohen Anspruch (s. a. unsere Imkerphilosophie).

Undogmatisch, ideologiefrei und aufgeschlossen  … wir arbeiten zwar mit dem Zanderbeutensystem und haben entsprechend hier unseren Erfahrungshorizont. Doch  beschäftigen wir uns ebenso mit anderen Systemen oder Bienenhaltungsweisen, denn es schadet nie, über den „Wabenrand“ zu schauen.

Service

  • Als Service innerhalb des Imkerkurses bieten wir Leihbeuten (Pfandsystem) und Sammelbestellungen von Kleinmaterialien und Büchern sowie
  • die Teilnahme an Exkursionen und Sonderveranstaltungen an.
  • Absolvent(inn)en des Imkeranfängerkurses dürfen im ersten Jahr ihrer Bienenhaltung den Honig von bis zu zwei Völkern bei uns entdeckeln und schleudern.

Während die meisten Vereine ihren Neulingen eine/n Imkerpaten oder -paten zur Seite stellen, können wir dies aus Kapazitätsgründen – zumindest derzeit – leider nicht anbieten. Daher spornt es uns um so mehr an, unseren Teilnehmenden ein möglichst umfassendes und sicheres Lernen zu ermöglichen, damit sie rasch selbständig diesem wunderbaren Naturhobby nachgehen können.

Lücke in Bamberg geschlossen

Modul 9: … und Honig verarbeitenAufgrund der seit Jahren anhaltenden und immer häufigeren Nachfrage eines Imkerkurses direkt im Innenstadtbereich Bambergs – und weil der IBZV e. V. auch heuer keinen Anfängerkurs anbieten kann – schließen wir mit unserem BLIB-Imkerkurs hoffentlich eine Lücke für und in Bamberg.

Weiterhin aber empfehlen wir die beiden hiesigen Imkervereine …

Reinhold Burger und Ilona Munique, Bienen-leben-in-Bamberg.de Im oberfränkischen Umland von Bamberg sind weitere Vereine, z. B. in Scheßlitz, Zapfendorf, Hirschaid oder auch die Imkerschule Oberfranken e. V., auf Jungimker/innen eingestellt.

Ihre beiden Referenten – Reinhold Burger und Ilona Munique – freuen sich auf neue und bienenbegeisterte Jung-Imkerkolleg(inn)en oder auch Wiedereinsteiger/innen!

1. Apitherapie Tag des Nordens in Meppen

Vortragender Rolf Krebber, Imker aus MeppenDer Bitte des Imkerkollegen Rolf Krebber* um Veröffentlichung kommen wir gerne nach und bewerben den 1. Apitherapie Tag des Nordens, der in Meppen (Emsland, Niedersachsen) am 16.02.2019 stattfinden wird. Das Motto lautet „Be(e)Happy-Feel Good“. Veranstalter sind der Imkerverein Haren – Apitherapiegruppe
Nord (Jelto de Vries de luettje Imkeree-Gerken, Bienenfreunde Ohliger, Imkerei Krebber) und die Apithek Biedermann, Api-Zentrum e. V.

Neben Vorträgen zu Propolis und seine besondere Anwendung im Propolisverdampfer, Gelee Royale und weiteren Produkten aus dem Bienenvolk für die Hausapotheke, die in einem Werkshop selbst hergestellt werden können, finden sich parallel dazu Infostände zu Bienenweide, Apitherapieprodukte und Imkerausbildung. Ein Vortrag aus dem Nachbarland Österreich, sie man der Unternehmensidee Apis die Honigseiten abgewinnen kann, rundet das Programm ab.

Details zum Programm Api-Tag Meppen 2019 und zur Unterbringung sowie Anmeldedaten. Am besten gleich bei rolf-krebber [at] gmx [dot] de anmelden, denn die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

*Wir lernten den Kollegen übrigens in Greetsiel kennen und werden ihn sicher eines Tages auch in Bamberg begrüßen.

Urbaner Gartenbau in Bamberg – quo vadis?

Überraschende Ergebnisse? Dass die Gärtnerstadt nach wie vor ein Schattendasein fristet, obgleich sie für die UNESCO mitentscheidend für die Verleihung des Titels einer Weltkulturerbestadt ist? Nun ja, alle lieben Gärtnereien – sofern sie sie kennen. Wobei junge Menschen dabei in der Unterzahl sind – doch nur wenige finden den Weg in die Obere und Untere Gärtnerstadt, um vor Ort einzukaufen, so zu erfahren in der Veranstaltung Urbaner Gartenbau in Bamberg: facettenreich und doch unbekannt? Obwohl 58% der Befragten die regionale Wertschopfung und Produktion unterstützen möchten, obwohl 41,7% kurze Transportwege bevorzugen, 26,1% die Frische der Produkte und 25% ihre nachvollziehbare Herkunft, kaufen nur 3,9% der 362 Befragten in den hiesigen Gärtnereien ein.

Die Ergebnisse des Studierendenprojektes im Masterstudiengang „Sozial- und Bevölkerungsgeographie“ füllen 800 Seiten. Die 40-seitige, in weiten Teilen gut verständliche Powerpoint-Präsentation, vorgeführt von sechs Studierenden* in der VHS am 16.10.2018, wurde uns dankenswerterweise bereits schon am nächsten Tag von Prof. Dr. Marc Redepenning (Lehrstuhl Geographie I, Institut für Geographie der Otto-Friedrich-Universität Bamberg) zur Verfügung gestellt. Und wir hiermit unseren Leser/innen, den Bienen- und Naturfreunden. (Aktualisierung 18.10.: Bitte für die Powerpoint an das Institut direkt wenden.)

Bienen als Bündnispartnerinnen?!

Nein, kein einziges Mal ging es direkt um Bienen oder fiel auch nur ein Wort darüber. (Viel zu) selbstverständlich sind sie schließlich die graue, äh, schwarz-braune Eminenz im Hintergrund. Doch uns interessiert brennend ihre Lebenswelt, von daher war es uns ein Anliegen, zu diesem Termin zu erscheinen. Und wären wir nicht wunderbare Bündnispartner auf der Suche nach Wegen, die Gärtnereien mehr ins Bewusstsein der Bevölkerung zu bringen?

Folie "Um was es geht"Dazu kam es auch schon einmal, als wir für mehrere Jahre ein Volk in einer der Gärtnereien im Zusammenhang mit einer Bienenpatin aufstellten und kräftig und auf allen Kanälen dafür Werbung machten. Das blieb jedoch eher einseitig, damit hätte man wuchern können. Aber klar – für derartige Strategieentwicklungen ist einfach wohl zu wenig Zeit, und selbst für ein paar Likes, Kommentare oder Teilungen mehr auf Facebook reichte es offenbar nicht aus. Bienen zur Bestäubung, das ja. Doch Bienen als Marketingpartner?!?

Vielleicht sollten wir es erneut versuchen und mal sehen, was sich mit einem noch gezielteren Miteinander daraus entwickeln lässt. Vorstellbar, dass Einkaufende neben der Regionalität und  Förderung der Gärtnereien und Produkte es außerdem begrüßen, dass sie damit auch Bienen einen Lebensraum ermöglichen würden. Sie ist schließlich derzeit in aller Munde. Warum nicht die Zeichen der Zeit als Win-win nutzen?!

Stärkere Unterstützung

Eine grundsätzlich neue Werbe- und Vermarktungsstrategie ginge allerdings nicht mehr ehrenamtlich oder über die ohnehin an ihren Grenzen arbeitenden Gärtnersleute. Seit damals mit Regiomino hat Thomas Schmidt, der sich sehr dafür stark gemacht hat und jetzt der Interessensgemeinschaft Bamberger Gärtner vorsteht, einen tieferen Einblick gewonnen und sieht keine freien Kapazitäten bei den Erzeugern.

Wenn die Stadt Bamberg stolz auf ihre Gärtnerstadt ist, die ihr den Titel einbrachte, vielleicht wäre es an der Zeit, auch hier mehr Wirtschaftsförderung zu betreiben und sich noch stärker unterstützend einzubringen. Und sei es auch nur mit der Reduzierung von Tages-Marktpreisen, wie vorgeschlagen wurde, siehe die Auflistung der drei Wünsche im folgenden. Vermutlich eine halbe Stelle müsste schon drin sein, um Abholkisten (wie bei der Solidarischen Landwirtschaft) und den lokalen Nahrungsmitteleinkauf zu fördern. Denn letztendlich tragen die Gärtner zu einem nicht unerheblichen Teil zur Aufenthaltsqualität der Einwohner bei, reduzieren die Schadstoffe in der Stadtluft, sorgen für soziale Beziehungen und Kultur, den Erhalt von Familienbetrieben und Ausbildungstellen sowie das Gärtnerhandwerk.

Für Näheres zu den „anderen“ Gärten im urbanen Gartenbau, beispielsweise der Interkulturelle Garten oder der Selbsterntegarten, verweise ich auf die Folien.

„Was sind Ihre Wünsche?“

… war die Schlussfrage ans Podium, neben Thomas Schmidt auch Saskia Delbrügge (Bamberger Sortengarten) und Matthias Schöring (Transition Bamberg**):

Schmidt:

  1. Wunsch gerichtet an die Verbraucher: Umsetzung des Bedürfnisses nach Nachhaltigkeit
  2. Unterstützung auf politischer Ebene
  3. Gerichtet an die Gärtner/innen: Zusammenarbeiten
  4. Gebührenanpassung beim Wasserverbrauch. Gärtnereien zahlen den selben Preis für Gieß- wie für Trinkwasser

Delbrügge:

  1. Stärkere Vernetzung, z. B. eine Plattform (Wie engagieren, wo einkaufen …)
  2. Gebührenanpassung (Marktplatz, Tagesgebühren), um Standortnachteile, die urbaner Gartenbau mit sich bringt, besser zu kompensierenG

Schöring:

  1. Weiteres Wachstum der Anbauflächen
  2. Lösung des Wasserversorgungsproblems
  3. Herausfinden, welcher Mechanismus zur Diskrepanz zwischen den Äußerungen der Verbraucher (s. o.) und der Handlung führt. Also warum kaufen Bamberger nicht bei den Gärtnereien ein, obwohl doch alles dafür spräche.

6 Lösungsansätze

1. Die Idee, einen gemeinsamen Marktstand zu betreiben, ist nicht neu. Schon einmal wurde es versucht, und zwar am Elisabethenplatz. An prominenterer Stelle, so könnten wir es uns vorstellen, wäre es sicherlich erfolgreicher. Man könnte einen Querschnitt aller Produkte der hiesigen Gärtnereien anbieten, den im Wechsel jede Gärtnerei mit betreut – oder sich davon „freikauft“, indem jemand anderer dafür bezahlt wird.

2. Am besten wäre zusätzlich ein gemeinsamer wetterunabhängiger Laden, beispielsweise in einem der leerstehenden Geschäfte in der Langen Straße. (Die Theatergassen trauen wir uns nicht vorzuschlagen, aber wer weiß?!) Flexible Aufbauten auf Rädern könnten bei Nichtbestückung zur Seite geschoben werden oder kurzfristig innerhalb einer Börse vermietet werden.

Und sagt nicht, für den Wochenmarkteinkauf wäre ein Auto zwingend. Naheliegende Tiefgaragen mit der Möglichkeit, die erste Stunde kostenlos  zu parken, sollten genügen. Natürlich darf es im Weiteren keine „Knebelverträge“ geben. Also in Zeiten, in denen das Gärtnerangebot naturgemäß dürftiger ausfällt, sollte auch kein Standgeld bezahlt werden müssen, wobei einige Umlagen natürlich durchaus notwendig sind.

3. Wie funktioniert gemeinsamer Direktverkauf anderswo? Generell wäre der Blick in andere Städte oder sogar Länder inspirierend. Kann sein, dass Bambergs Situation  einmalig ist. Doch genau aus diesem Grund sollte auch die hiesige Marktordnung dies  berücksichtigen und adäquate Verträge anbieten.

4. Mittelfristig könnte ein Werbekonzept, wie z. B. Ausstellungswände mit Fotos aus den Gärtnereien, Wegbeschreibungen, Roll-ups etc. in Leerständen für Aufmerksamkeit sorgen. Aber auch die Gärtnereien selber könnten mit weithin sichtbaren Auslegern oder Transparenten (wie es die Böhmerwiese  für ihr berühmtes Zwiebeltreterfest u. ä. konsequent und hochprofessionell praktiziert) für mehr visuelle Präsenz sorgen.

5. Kurzfristig könnten in den Schulen regelmäßige Exkursionen in die Gärtnerstadt angeboten werden, um neben den Kindern und Käufer der Zukunft auch die Eltern zu erreichen.

6. Mit einem gemeinsam mit den Verbrauchern initiierten Workshop würden sich die Ideen sicherlich gärtner- wie kundenorientiert entwickeln lassen. Vorschläge sind allerdings schnell geschrieben. Allein, es sollte nicht auch an der tätigen Power fehlen. Dass das letztendlich nur gemeinsam zu stemmen ist, versteht sich von selbst. Selbstverständlich ist sie nicht. Das meinen auch unsere Bienen 😉


 

* Anne Allmrodt, Anja Hansch, Marina Fischer, Bernd Pfeuffer, Jennifer Werner, Valerie Schickle

** Der direkte Link funktioniert leider nicht, daher habe ich hier nur eine Sekundärseite verlinkt

Absage und neuer Termin Exkursion Bienenstube in Schlammersdorf / Opf.

Wegen Gewitterwarnung und Starkregen, der für den Sonntag vorhergesagt wurde, haben wir uns entschlossen, die geschichtliche Exkursion zur Bienenstube (Bihäusl) nach Schlammersdorf vom 23.09.2018 auf 2019 zu verschieben.

Vielen Dank für euer Verständnis!

Geschichtliche Exkursion zur Bienenstube nach Schlammersdorf / OPf.

Ausgrabungen am Turmfundament Bihäusl in Schlammersdorf/Opf. © Foto Michael Biersack, mit freundlicher GenehmigungHerzliche Einladung zur erlebnisreichen Exkursion am So., 23.09.2018 zur Bienenstube nach Schlammersdorf / Oberpfalz!

!!!  Achtung! Verschoben wegen Gewitter und Starkregen auf 2019. !!!

Die Bienenstube ist ein verstecktes Kleinod mitten im Wald, an einer Weiherkette im Grenzbereich der Oberpfalz zu Mittel- und Oberfranken gelegen. In den historisch bedeutsamen Mauerresten eines runden Gebäudes, dem „Turmfundament Bihäusl“, wurden Hinterlassenschaften einer Zeidlerei aus dem 15. Jahrhundert entdeckt. Ein Fund, so selten wie ein Sechser im Lotto“, meint Michael Biersack, der am 23. September die Geschichtswanderung unter dem Veranstalter „Bienen-leben-in-Bamberg.de“ führen wird. Denn die imkerlichen Accecoires wie Kleidungsstücke oder Rauchpfeifen sind naturbedingt vergänglich, die Spuren der Betriebsorte längst ausgelöscht. Sie überlebten allenfalls in der kollektiven Erinnerung über Flurnamen. Von all dem Genannten jedoch kann die mittelalterliche Bienenstube in Schlammersdorf sichtbares Zeugnis ablegen. Das Turmfundament wurde von der Otto-Friedrich-Universität in den Jahren 2010 bis 2015 archäologisch untersucht. Der damalige ehrenamtliche Grabungshelfer Biersack begleitet seine Gäste weit zurück in die Vergangenheit, als Bienen noch „Immen“ hießen, die Imker privilegierte Waldnutzer und Wachs wie Honig unverzichtbar für das religiöse wie alltägliche Leben waren.

Ausschnitt aus der sog. Puellenhover-Karte von 1568 (St.A.a. Pl 3192; entnommen aus: https://www.zotero.org/ilonamunique/items/collectionKey/5KQPMWGC/itemKey/BANKR95P/q/relikte

Ausschnitt aus der sogenannten Puellenhover-Karte von 1568 (St.A.a. Pl 3192); entnommen aus: Losert / Werther et. al.: Relikte einer spätmittelalterliche Zeidlerei in der Oberpfalz [Turmfundament Bihäusl bei Schlammersdorf]

Treffpunkt ist der Brauereigasthof Püttner in Schlammersdorf (Oberpfalz). Von 11.30 bis 13 Uhr erfolgt ein gemeinsames Mittagessen mit Einführung. Im Anschluss geht es in 20 Fußminuten auf Waldwegen zur Bienenstube. Nach Besichtigung und Vortrag zu den Forschungserkenntnissen über die Bienenstube, den besonderen Funden und zur historischen Waldimkerei ist die Ankunft am Ausgangspunkt bis 15 Uhr vorgesehen. Festes Schuhwerk ist erforderlich. Je nach Anmeldung können Fahrgemeinschaften gebildet werden, ansonsten eigene Anfahrt. Anmeldung wegen Reservierung der Gaststube bis 20. September unter der E-Mail hallo [at] bienen-leben-in-bamberg [dot] de oder unter Tel. 0951-3094539. Für ältere Schulkinder geeignet.

Kennzeichnung "Spezialthema" der Bienen-InfoWabe (BIWa)Anlass? Spezialthema zum Europäischen Jahr des Kulturerbes 2018

Wo? Treffpunkt in Schlammersdorf / Oberpfalz, Brauereigasthof Püttner

 

Wann? So., 23.09.2018

  • 11.30 Uhr | Mittagessen und Einführung
  • 13.00 Uhr – 14.40 Uhr  |  Führung zur Bienenstube und Vortrag vor Ort
  • 15.00 Uhr Ende am Ausgangspunkt

Für wen? Alle Interessieren (Hin- u. Zurück fußläufig je ca. 20 Minuten auf Waldwegen einrechnen). Für ältere Schulkinder geeignet.

Referent: Michael Biersack (ehem. Grabungshelfer am Fundort)

Kosten: Keine, um Spenden wird gebeten.

Und sonst? Festes Schuhwerk ist erforderlich. Je nach Anmeldung Fahrgemeinschaften und / oder eigene Anfahrt. Anmeldung wegen Reservierung der Gaststube bis 20.09.2018 unter der E-Mail hallo [at] bienen-leben-in-bamberg [dot] de oder unter Tel. 0951-3094539.

 

Foto 2 entnommen folgender Literaturstelle: Hans Losert ; Lukas Werther ; Falko Turner ; Bastian Niemeyer: Relikte einer spätmittelalterliche Zeidlerei in der Oberpfalz [Turmfundament Bihäusl bei Schlammersdorf]. Weitere Angaben hier.

Die Biene in der Grundschule – Vortrag Ilona Munique

Vortrag Ilona "Die Biene im Grundschulunterricht"Bienenfragen auf Zeichnung Lichteneicheschule 1cZur BIWa-Sonntagsöffnung am 02.09.2018 erhielten neun Pädagog(inn)en und ein Jungimker Tipps und Basismaterial für den Unterricht zur Biene. Schwerpunkt war zwar die Grundschule, allerdings wurden auch höhere Klassen mit einbezogen.

Der Vortrag gliederte sich in drei Teile.

  1. Biologie der Biene, Teil 1 und Teil 2
  2. Lebensraum Biene
  3. Schul-Imkerei, Teil 1 und Teil 2

Die mit Spenden finanzierten Materialien des „Bienen-Kits“, um den Unterricht lebendiger zu gestalten, waren u. a. folgende:

  • 1 Rähmchen mit Wachswabe (Mittelwandwabe)
  • 1 Rähmchen mit Wabenausbau
  • 1 Fototafel „Die drei Bienenwesen“ (Ausschnitt aus Foto s. u.)
  • 1 Fototafel „Gelbe Königin mit Hofstaat“ (Ausschnitt aus Foto s. u.)
  • 1 Infoblatt „Schon gewusst?“ (aus: Wobig, Tanja: Wenn die Bienen tanzen. Auer. 2010)
  • 10 Arbeitsblätter / Rätselblätter / Stationenfragen aus unseren Beständen (erhältlich in der Bienen-InfoWabe)
  • 1 Lösungsblatt „Aufbau eines Bienenvolkes (1)“ aus dem HOBOS-Film „Aus dem Leben der Honigbiene“ (beispielhaft für die Arbeitsblätter aus der DvD)
  • 1 Buch „Ich habe einen Freund, der ist Imker“
  • 1 Büchlein „Bienen – eine Wunderwelt“ (DIB)
  • 1 Curriculumbeispiel für die zweite GS-Klasse im Fach HSK
  • 1 Infoblatt zu „Zotero“ (Katalog unserer Imker-Bibliothek)
  • 1 Infoblatt „10 Irrtümer rund um die Biene & Co.“

MdB Lisa Badum und MdB Harald Ebner zu Gast bei der Bamberger Schulbiene

Besuch Harald Ebner und Lisa BadumBienenpatin MdB Lisa Badum und interessierter Gast, MdB Harald Ebner, bei der Kennzeichnung ihres BienenpatenvolkesEin Besuch der beiden Mitglieder des Bundestags, Lisa Badum und Harald Ebner, bei der Bamberger Schulbiene am 30.09.2018 ist – neben der großen Ehre – auch mit einer beidseitigen Verpflichtung verbunden. Die gemeinsame Intention und Richtung ist klar: Sich selbst und andere in Sachen Bienen zu informieren und zu motivieren, ihnen (und nebenbei auch uns Menschen) einen besseren Lebensraum zu verschaffen. Eine Bienenpatenschaft mit MdB Lisa Badum, die anlässlich des Treffens mit der Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de eingegangen wurde, bürgt – persönlich wie politisch gesehen – für eine nachhaltige Aufmerksamkeit dem Thema gegenüber.

Einsatzfreu(n)de macht stark!

Besuchsbereit – wenn auch reichlich vertrocknet, das Umfeld des Bamberger BienengartensPersönlicher Einsatz ist das Zauberwort in unserer Zeit, die unseren Nachkommen eine irrsinnig große Hypothek aufbürdet. Da ist ein verwehtes Zelt und die hingegebene / hingebungsvolle Freizeit ein wahrlich kleiner Preis, den wir gerne bezahlen.

Apropos „Gerne bezahlen“ …! Den Informationsnachmittag unterstützt haben unsere werten Sponsoren und Bienenfreunde Catharina Beyer (Feinkostfachgeschäft Vom Fass Bamberg) mit Sekt und einem Calamansi-Granatapfel-Shrup (gibt’s auch nur, weil’s Bienen gibt!) …

Sponsoring von Lecker-Bäcker Thomas Loskarn anlässlich Abgeordnetenbesuchs Badum / Ebner… sowie unser Haus- und Hoflieferenten, Lecker-Bäcker Thomas Loskarn (der aus der Ehlichstraße), mit verschiedenem Gebäck, denen wir dafür (wieder einmal!) herzlich danken!

Ebenso danken wir Sabine Gründler, die kurz vor dem Termin noch einmal das Schau-Grabanalge des Bamberger Bienengartens schmuck herrichtete. Im übrigen ohne Kosten, jedoch wahrlich nicht umsonst. Denn die beiden Abgeordneten waren sehr angetan von der Idee, auch Grabanlagen für Bienen schmackhaft zu machen. Wir möchten die Gelegenheit nutzen und auf den kompetenen, weil menschen- und bienengerechten Grabpflege-Service unserer Bienenpatin aus der alteingesessenen Gärtnerei Böhmer-Wiese hinweisen. Eine Geschäftsidee aus Bamberg, die sicherlich überregional funktioniert!

Honigwabe, demonstriert der neuen Bienenpatin MdB Lisa BadumJa, nur zusammen sind wir stark. Gegenseitige Information, Unterstützung und Ermunterung tut dabei gut. So hoffen wir, dieses im Zuge der Führung und des kleinen Filmvortrags in der Bienen-InfoWabe geleistet zu haben. Wenngleich die Bandbreite der Thematik nur ein Anreißen ermöglicht, ist das Bienenleben und -sterben und die Imkerei doch sehr differenziert und vielschichtig zu betrachten.

Filmvortrag in der Bienen-InfoWabe Rückenstärkung

WBesucherrunde um Harald Ebner und Lisa Badumir selbst erfahren Rückenstärkung beispielsweise durch die zum Veranstaltungstag hinzugekommene Bienenpatin Anne Zirkel, durch unsere Bienen-Rosenspezialistin Jeannette Frank (Galarosa Altendorf-Seußling) oder von der unlängst für den Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis 2018 nominierten Gabriele Kellermann. Vielen Dank, dass ihr euch auf auf unserem vertrockneten Rasen des Erba-Parks eingefunden habt, der ein nicht wegzuleugnendes, sichtbares Zeichen des real existierenden Klimawandels darstellt.

Berlin – ein mühsames Geschäft?!

„Ist das nicht ein recht mühsames und zuweilen frustrierendes Geschäft, das ihr Bündnis-90/Die-Grünen-Politiker da in Berlin verrichtet?“, so meine Frage an MdB Harald Ebner. Seine Antwort: „Natürlich ist das nicht immer lustig und einfach, doch ein solches Engagement wie bei euch vorzufinden, das richtet einen immer wieder auf!“ Ja, auch uns tut es gut, dass unser Ruf nach einer Verbesserung der Insekten- und Bienensituation nicht ungehört verhallt. Bei Harald Ebner rennen wir natürlich offene Türen ein.

Ankündigung des Vortrags von MdB Harald Ebner zum InsektensterbenSein Vortrag im Unverpackt-Laden im Anschluss seines Besuches – und dem in der Bioland Gärtnerei Sebastian Niedermaier – trug den Titel: „Insektensterben stoppen! Welche Agrarpolitik kann Bienen und Co. schützen?“ Eine der Antworten darauf: „Transparenz am Markt schafft einen Markt“ und den Ausstieg aus den Pestizideinsatz mit Hilfe neuer Bewirtschaftungsmethoden, mindestens jedoch die Zulassungsverfahren ändern.

Facebook-Posting zur Bienenpatenschaft und zum Besuch von Lisa Badum mit Harald EbnerWir sehen das ganz genau so. Die Agrarlobby ist stark. Unsere demokratischen Möglichkeiten der Wahl derer, die ihnen sachverständige Gegenantworten liefern können, um das Bestmöglichste für Mensch, Tier und unsere Erde herauszuholen, sollten wir nutzen.

Danke für euren Besuch, Lisa und Harald, und viel, viel Durchhaltevermögen und Erfolg in Berlin – für unsere Region und darüber hinaus!