Honigschleuder dank Bienenpaten!

„Um reine, unverpanschte Mittelwandwaben zur gesunden Aufzucht von Bienenbrut und hochwertigen Honig zu erhalten, ist ein offener Wachskreislauf nötig – und einige teuere Anschaffungen. Nach dem Kauf von Wachsschmelztrichter und Wachsschmelztopf war nun die Mittelwand­gießform mit Umwälzpumpe im Wert von rund 870 Euro dran. Die somit gewonnenen Eigenwachsmittelwände sind bereits von unseren Bienen belegt, bald können wir auf Zukauf völlig verzichten. Den geplanten Kauf einer Edelstahlschleuder müssen wir allerdings erneut aufschieben und sind froh über die bewährte Schleuder aus der Familie von Ehrenbienenpatin Jutta Fraaß.“

Bienenpaten Hans und Anne Zirkel beim PateninterviewSo stand’s zu lesen im Bienenpaten-Newsletter Nr. 1/2018. Das wollten unsere Bienenpaten Anne und Hans Zirkel nicht auf sich beruhen lassen und beschlossen, uns eine neue Honigschleuder zu schenken.

Hans entdeckelt eine HonigwabeDie runde Summe von 1000 Euro ermöglichte neben der „CFM-Honigschleuder 4 Waben, tangential, Handbetrieb“ außerdem den Kauf eines neuen Entdeckelungsgeschirrs, was in Bälde ebenfalls notwendig geworden wäre. Die alte Wanne hatte bereits seit Längerem einen Riss im Boden. Es war nur noch eine Frage der Zeit, wann sich der Honig seine klebrige Bahn bilden würde.

Montage der neuen Honigschleuder Und dass weiterhin per Hand gekurbelt werden soll, dafür hat der sportliche Handbiker Hans absolut was übrig – es ist einfach ein intensiveres Erlebnis und eine Form der Wertschätzung gegenüber dem Geschenk unserer fleißigen Honigbienen.

Wir danken unseren edlen Spendern sehr herzlich für diese wunderbare Unterstützung und freuen uns schon auf das Anschleudern mit euch!

Warum Neuanschaffung?

Warum aber war eine Neuanschaffung überhaupt notwendig? Bestimmt nicht, weil die alte Honigschleuder aufgrund der Ausstrahlung einer WISO-Sendung einen erbosten Imker auf den Plan rief, uns zu bekriteln: „Wieso zeigen Sie Ihre alte rostige Schleuder? Damit diskreditieren Sie uns Imker noch mehr.“

Nun, sie war gar nicht rostig, das täuschte bei den Filmaufnahmen. Doch blank wie es eben nur Edelstahl sein kann war sie tatsächlich nicht. Es ist allerdings keinesfalls verboten, Weißblechtrommeln zu verwenden, sofern man den Honig nicht allzu lange darin belässt. Was ja kein Imker tut. Dennoch, eine zeitgemäße Honigverarbeitung unter besten Bedingungen ist es nicht, und möglicherweise verändert sich tatsächlich ein wenig der Geschmack. Das müsste man noch testen.

Die gute alte Schleuder sollte also längst schon ersetzt werden, um unseren hohen Qualitätsansprüchen für den Bamberger Lagenhonig zu genügen, … jedoch – siehe oben. Wir waren bislang froh und dankbar über das gute alte Stück, das viele Jahre lang brav seine Dienste verrichtet hat, genau so, wie das Entdeckelungsgeschirr und der Honigtopf aus der Familie Fraaß aus Oberkotzau.

Zu neuen Ehren

Honigschleuder als Anschauungsobjekt für den Bamberger SchulbienenunterrichtLiebe Jutta Fraaß, nicht traurig sein. Dein Vater und dein Großvater würden nämlich kräftig applaudieren, wenn sie wüssten, wie ihre treue Honigschleuder zu neuen Ehren kommt. Jetzt haben wir endlich ständige Anschauungsobjekte für unseren Bamberger Schulbienenunterricht! Und wir müssen nicht mehr umständlich ein Bilderbuch hochhalten, um irgendwie theoretisch zu erklären, wie das mit dem Schleudern und Entdeckeln funktioniert. Während unseres letzten Unterrichts in diesem Jahr für die Hainschulkinder haben wir es bereits als tolle Bereicherung erlebt.

Vielen, vielen Dank für all diese Unterstützungen, ohne die wir unsere Initiative nicht leben könnten. Ihr seid der Wahnsinn!

Fotogalerie neue und alte Honigschleuder

Die Königin der Sternwarte

Iris Fischer besucht unsere Sternwart-BienenVolk an der Sternwarte mit zwei Brut- und drei HonigräumenBienen, so sagt man, sind Mittlerinnen zwischen Himmel und Erde und Überbringerinnen von Botschaften vom Dies- ins Jenseits, bzw. umgekehrt. An keinem Ort in Bamberg sind unsere Völker dem Himmel so nahe wie an der Sternwarte, wo ihnen wohl auch die direkte Nachbarschaft zu zwei Bierkellern Kraft zu geben scheint. Zumindest konnten wir heuer bereits einen dritten Brutraum aufsetzen, was eher nicht so häufig vorkommt.

Ein Schelm, wer sagen möchte, die beiden Imker haben den Standort nicht umsonst so geschickt gewählt. Zugegeben – haben wir! Doch sei es uns vergönnt. Denn alle Anfahrten von der Inselstadt hinauf auf den Stephansberg werden per Fahrrad, oft mit Anhänger dran, oder zu Fuß bewältigt, der Umwelt zuliebe. Tja, da haben’s die Bienen mit ihren Flügelchen etwas leichter …

Eure Majestät, die Königin der SternwarteVor knapp zwei Wochen jedenfalls machten wir uns wieder einmal auf den Weg, um Bienen wie Keller zu besuchen. Diesmal mit Iris Fischer, die sich für unsere Arbeit – die des Ehrenamtes wie auch des Broterwerbs, insbesondere der Erwachsenenbildung, da auch sie Coach ist – interessierte. Wie nett, dass sich beim Blick in die Beute Ihre Majestät gnädig und huldvoll dem Besuch zeigen mochte. Auch sie ist gewissermaßen ein Coach, allerdings richten sich alle im Volk im Grunde gemeinsam aneinander aus. Dennoch – ist die Königin krank oder fehlt sie gar, dann macht das schon einen sehr großen Unterschied in Gefüge des Staates aus.

Honig schlecken frisch aus der WabeSchön also, sie bei bester Gesundheit angetroffen zu haben. Außerdem scheinen unsere beiden Völker gut bewacht zu sein. Denn als wir uns in den Garten begaben, wurde sofort von den Mitarbeitern aus nachgesehen, wer sich denn da auf dem Gelände befände. Finden wir super!

Und so steuerten wir gut gelaunt und nach ein paar Fingerspitzen Honig frisch aus der Wabe gestärkt mit unserem Besuch den Wilde-Rose-Keller an. Also noch ein kleiner Aufstieg mehr, denn Montags hat der Spezi leider zu … tja, Flügel müsste man jetzt haben!

P. S.: Bamberger Lagenhonig nicht nur vom Standort Sternwarte gibt es ab Ende Juli wieder frisch geerntet – bestellen Sie gerne vor!

“Wie kommt der Honig ins Glas?” – Honigschleudertage 2018

Die Honiggläser sind gekauft und warten auf Befüllung, die Etiketten aktualisiert und bestellt, die neue Honigschleuder – ein fantastisches Geschenk unserer Bienenpaten Anne und Hans Zirkel! – wird voraussichtlich nächsten Freitag geliefert … jetzt fehlen nur noch die Anmeldungen unserer Gäste (s. u.) und wir machen uns auf zur Honigernte, einem lukullischen Höhepunkt des Imkerjahres.

Lernen auch Sie eine der ältesten und auch heute noch ursprünglichsten Lebensmittelverarbeitungen der Welt kennen! Und so läuft’s ab:

Honiggläser warten auf BefüllungTermin 1: So., 15.07.  |  10.00 – ca. 15.00 Uhr
Standort Buger Wiese (Ernte). Treffpunkt Parkplatz gegenüber Buger Hof, Am Regnitzufer 1. Im Anschluss fahren wir zum Obstmarkt 10 (Entdeckeln, Schleudern, Abfüllen). Nur nach Anmeldung, s. u.

Termin 2: So., 22.07.  |  15.00 – 16.00 Uhr und 16.00 – 17.00 Uhr „Ernte mitten in der Stadt“
Standort Erba-Insel (nur Ernte). Treffpunkt an der Bienen-InfoWabe, Bienenweg 1. Anmeldung wäre für diesen Termin nett, ist jedoch nicht zwingend.

Termin 3: Mo., 23.07.   |  17.00 – ca. 19.00 Uhr
Obstmarkt 10 (Entdeckeln, Schleudern, Abfüllen der Ernte vom Vortag aus Standort Erba-Insel). Bitte melden Sie sich unbedingt telefonisch unter 0951-3094538 bis spätestens 14 Uhr an!

Termin 4: Fr., 27.07. |  15.00 – ca. 18.30 Uhr
Standort Weide (Ernte). Treffpunkt Weide 15a im Garten. Im Anschluss Obstmarkt 10 (Entdeckeln, Schleudern, Abfüllen) mit Abendimbiss

Was?  Entnahme der Honigwaben an unseren Standorten des Bamberger Lagenhonigs. Zu den ganztägigen Terminen erwartet Sie nach der Ernte ein Mittagsimbiss (Termin 4) bzw. Abendimbiss (Termin 5) im Obstmarkt 10 (3. Stock, nicht barrierefrei). Danach wird entdeckelt, geschleudert und abgefüllt.
Alle Teilnehmenden dürfen ein 250g-Glas ihres selbstgeschleuderten Honigs mit nach Hause nehmen.

Es besteht eine Einkaufsmöglichkeit von Honigprodukten. Außerdem erstellen wir eine Weblog-Fotodokumentation zu diesen wunderbaren Erlebnistagen! Da dies Teil unserer Öffentlichkeitsarbeit für das Verständnis über die Bienenwelt ist, wird bei Teilnahmewunsch die Zustimmung zur Fotoveröffentlichung vorausgesetzt.

Hans entdeckelt eine HonigwabeFür wen?  Interessierte, die sich telefonisch (T. 0951-3094539) oder via Doodle-Terminkalender plus E-Mail-Benachrichtigung bei uns anmelden. Siehe auch die Hinweise bei den einzelnen Terminen.

Achtung: Die Plätze sind begrenzt! Es zählt die Reihenfolge der Anmeldungen. Maximal 9 Personen möglich. Bienenpatinnen und -paten genießen Vorrang.

Kosten?
€ 16,- als Familienpauschale 2 Erw. und bis 2 Kinder |  € 12,- pro Erwachsenen | € 6,- pro (zusätzliches) Kind bis 16 Jahre. Bienenpat(inn)en kostenlos, Bienenpatenanhang 10% ermäßigt.

Vogelschutz trifft Bienenschutz

KJungvögel, die mit unseren Drohnenmaden aufgepäppelt werdenürzlich brachten wir ein Drohnenrähmchen zu einer Tierschutzkollegin, die sich auf das Aufpäppeln von verletzten Jungvögel spezialisiert hat. Aus Anlass der BIWa-Sonntagsöffnung am Muttertag besuchte uns nun die rührige Vogelmutter und zeigte zwei der Vogelbabys, die mit den wieder aufgetauten Drohnenmaden gefüttert wurden. Manchmal sind die Piepmätze so schwach, dass nur noch Drohnensaft sie zu retten vermag.

Diese Begegnungen unter uns „Rettungsoptimisten“ sind es, die uns gegenseitig Stärkung und Rückenstärkung geben, so dass wir uns weiterhin – zumindest für einen kleinen Teil der Umwelt – motivert nach besten Kräften einsetzen und andere dabei ein Stück weit mitzunehmen vermögen.

An diesem Nachmittag waren wir viel zu beschäftigt, um mehr als diese paar Fotos zu machen. Aber es muss auch nicht immer sein. Wie schön und kurzweilig es bei uns ist, könnt ihr schließlich selbst an jedem zweiten Sonntag (ab Ostersonntag gerechnet) bei uns entdecken.

So wie die Familie, die extra aus Hollfeld anreiste, um sich Tipps zum Imkern zu holen. Während der Papa sich die Vorteile einer Zandermaß-Beute erläutern ließ, konnte das Töchterchen unter Aufsicht der Mama nach Herzenslust bunte Linien krakeln. Und als sich die Mutter die Kostenaufstellung der benötigten Imkerausstattung genau zu Gemüte führte, naschte der Sohnemann am Kuchen, den wir unseren Hausgästen gerne darreichen – ist ja schließlich auch für uns ein Sonntag, da muss es zum Kaffee doch was Leckeres dazugeben.

Blühwiese im Bamberger Bienengarten  Bienenweg 1, 96047 Bamberg (Erba-Park)Und endlich Regen! Das tat unserer bienenfreundlichen Blühwiese sehr gut, die gerade voller Margueritten und Nesselsalbei steht. Die Weiselzellenkontrolle (nicht nur) für die Uni-Studierenden innerhalb des Seminars „Schul-Imkerei“ unter Reinholds Aufsicht konnte gerade noch so vor dem ärgsten Gewitterguss zu Ende gebracht werden. In der BIWa selbst spielten wir unterdessen das Biene-Maja-Honigwettlauf-Spiel. Das war schnell erklärt und sogar die Kleineren konnten es schnell selbst spielen.

Hin und wieder wollte man Bamberger Lagenhonig einkaufen, da man sich sicher bei uns sicher ist, dass er auch garantiert (in diesem Falle) aus den Buger Wiesen sei. Für Allergiker, die sich desensibilisieren möchten, eine wichtige Bestätigung. Wir trennen unsere Ernten streng nach Standort, und alles, was da vom Frühjahr bis Juli blüht, findet unter dem Regionalsiegel „Bamberg – weil’s mich überzeugt“ seinen direkten Weg ins Honigglas.

Den direkten Weg zu unserer Bienen-InfoWabe finden Sie hoffentlich zum nächsten Mal am So., 27.05.2018, wenn es heißt: „Duftspurensuche im Bienengarten“ mit Dr. Elke Puchtler, die das Schau-Kräuterbeet des Bamberger Bienengartens und außerdem ihr soeben erschienenes Buch „Lavendelschätze“ vorstellen wird. Wir freuen uns schon wieder darauf!

Lebhafte BIWa-Sonntagsöffnung mit Lehrbienenstandeinweihung

Lehrbienenstand Bienenweg zur BIWa-SonntagsöffnungDas geplante Makerspace „Mittelwand einlöten“ folgte erst zum Ende eines wunderschönen BIWa-Sonntagsöffnungstages (15.04.) mit sehr zahlreichen Gästen. Denn alle wollten noch lieber einen Blick in unsere zwei Bienenvölker werfen, die erst seit Kurzem den neuen Lehrbienenstand „Bienenweg“ bilden. Er wurde als zusätzliche Möglichkeit des Anschauungsunterrichts etabliert, um die Völker am nahen „Fünferlessteg“ zu entlasten.

Lehrbienenstand Bienenweg zur BIWa-SonntagsöffnungUnd er hat seine Einführung mit Bravour bestanden. Trotz emsigen Flugbetriebs blieben die Mädels brav und ungerührt ob der sich nahenden Gruppe. Großartiges Resultat für uns: Zwei an der Imkerei Interessierte verabredeten sich spontan zu einer gemeinsamen Fahrt zum Lehrbienenstand des Imker und Bienenzuchtvereins nach Burgebrach, um dort einen einjährigen Kurs zu beginnen.

Familienzeit! Bienenspiel in der Bienen-InfoWabentagsöffnungZwischen 14 und 17 Uhr fanden sich etliche Altbekannte bei uns ein. Doch auch neue Gäste hatten Fragen auf dem Herzen oder wollten unseren Bamberger Lagenhonig kaufen. Junge Familien blätterten in Kinderbüchern, legten ein Puzzle (zumindest war das der Plan) oder spielten ein Bienenspiel. Die Lernbienenbeute (ohne echte Bienen, stattdessen mit Fotorähmchen) war ebenfalls Magnet für Jung und Alt. Aber auch die Listen zu bienenfreundlichen Pflanzen fanden guten Absatz.

Lehrbienenstand Bienenweg zur BIWa-Sonntagsöffnung„Da hat sich ja jede Menge getan, seitdem ich das letzte Mal hier war!“ rief unsere langjährige Bienenfreundin und Sponsorin, Cathrin Beyer („Vom Fass“), begeistert aus. Schon mit ihren Pfadfindern damals eine große Hilfe, versprach sie uns heute Pflastersteine, um unsere Beobachtungssitzbänke standfest zu machen. Auch eine Palette und Vierkanthölzer für die Bienenbeuten bot sie uns an. Schön, da kann man prima sparen! Wir haben ja doch noch einiges vor, beispielsweise einen Pumpbrunnen bauen.

Ingo Schmitt am Lehrbienenstand Bienenweg zur BIWa-SonntagsöffnungIngo Schmitt („Raumausstattung Schmitt“), mit uns verbunden seit seiner Hilfe 2014, möchte uns unterstützen, indem unsere Dachkonstruktion mit einem Lochblech verkleidet werden soll, das derzeit ein Fliegengitter ziert. Bislang hatten wir dieses Vorhaben mangels Zeit nicht weiter verfolgt. Der aktive Feuerwehr- und Katastrophenschutzmann würde jedoch mit seinen Freunden anrücken. Und Ruck-zuck hatte er sich auch des Rindenmulchsackes bemächtigt, als wir am Abend die Wege wieder fit machen wollten. Solche Gäste sind hochwillkommen, die uns ohne weiteres Aufhebens in verschiedener Form unterstützen.

Sehr gefreut hatten wir uns auch über den Besuch von Annette mit ihrem Mann Uli. Sie ist Lehrerin an der Montessori-Schule und hat vor, für die geplante Schulimkerei zusammen mit zwei weitern Lehrerinnen ebenfalls Imkerin zu werden (s. a. Bericht). Da es nicht immer so einfach für sie ist, die angebotenen Kurse des IBZV e. V. fortlaufend zu besuchen, nimmt sie die Möglichkeit war, sich auch bei uns zu den Sonntagsöffnungszeiten Informationen zu holen. Sie sind besonders den Wildbienen sehr zugetan, aber nun haben auch die Honigbienen eine „Sympathichance“.

Wildbiene im Wildbienenhotel am Bienenweg, BambergDa Annette und Ulis Garten bienenfreundlich ist, also unbearbeitete, „wilde“ Ecken aufweist, ist es auch nicht nötig, extra ein Bienenhotel aufzustellen. Die am stärksten bedrohten Wildbienen sind Bodenbrüter und / oder brauchen ganz bestimmte Pflanzen. Dennoch freuten wir uns, als wir gemeinsam an unserem Wildbienenhotel das emsige Ein und Aus der nistwilligen Wildbienen beobachten konnten, die bevorzugt die Lehmziegel aufsuchten.

Geflecktes Lungenkraut Pulmonaria saccharataOhne Frage zogen unsere neuen botanischen Beschilderungen in den Schaubeeten des Bamberger Bienengartens viel Aufmerksamkeit auf sich. Sie leuchten von aller Ferne und locken neugierig gewordene Erba-Park-Spaziergänger in Richtung Regensburger Ring und damit ans südliche Ende des ehemaligen Landesgartenschau-Geländes. Kommen Sie doch auch! In zwei Wochen, also am 29.04.2018 haben wir wieder von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Diesmal mit einem Vortrag (16-17 Uhr) zum Thema „Bio- oder konventionelle Imkerei?“ mit Bienenfachwart Henrik Arndt.

Eröffnung des Stiftsladen an der Oberen Brücke in Bamberg

Reinhold vor dem Stiftsladen an der Oberen Brücke.

Zwei Wochen noch …

Alles eine absolute Ausnahme – das schmale, altehrwürdige Gebäude aus dem 14. Jahrhundert mit der wundersam schiefen Türe, Publikumsmagnet all jener, die von der Insel- zur Bischofsstadt über die Obere Brücke schlendern.

Eröffnungstag des Stiftsladen an der Oberen Brücke in Bamberg

Eröffnung neuer Stiftsladen an der Oberen Brücke 2 in Bamberg am 01.03.2018

Seit 1. März nunmehr vermietet an die Bürgerspitalstiftung Bamberg und ihren Stiftsladen, welcher nun ein Ableger von dem auf dem Michaelsberg ist. Der erste Laden hat hoch oben über der Stadt sein (wegen der Mammutbaustelle St. Michael etwas wechselvolles) Domizil (wir berichteten). Der zweite folgt ihm sozusagen auf dem Fuße.

Unser Bamberger Lagenhonig in gutere GesellschaftEs ist uns eine Ehre!

Bamberger Lagenhonig im Stiftsladen an der Oberen Brücke 2

Gleich am Eingang: unser Bamberger Lagenhonig

Es ist uns natürlich eine Ehre, dass man unseren Bamberger Lagenhonig mit ins Verkaufsporgramm nehmen wollte, gleichwohl der Platz sehr beschränkt ist und beileibe nicht alle Produkte, die im Haupthaus verkauft werden, auch hier unweit der Regnitz zu finden sind.

Wie schön, wir treffen eine unserer Bienenpaten! Direktorin der Bamberger Museen, Dr. Regina Hanemann, in Begleitung von Andreas Christel, Leiter des TKS Bamberg

Bienenpatin Dr. Regina Hanemann mit Andreas Christel

Auch für uns, die Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de, ist es eine Ausnahme, unseren Honig über einen Zwischenhändler zu verkaufen, wo wir doch ansonsten ausschließlich Direktvermarktung anbieten. Denn so groß sind unsere Bestände nicht, dass wir jegliches Regal damit befüllen könnten oder gar in den Online-Handel einsteigen möchten. Einen guten Teil erhalten schließlich auch unsere Bienenpatinnen und -paten, die mit ihrem Zweijahresbeitrag ein verbrieftes Anrecht auf diese Bamberger Spezialität haben.

Spezialitäten ausgesuchter Manufakturen

Stiftungsreferent Bertram Felix hält die Eröffnungsrede

Stiftungsreferent Bertram Felix hält die Eröffnungsrede

Apropos Spezialität … nicht nur Bamberger Manufakturprodukte führen die beiden Stiftsläden, sondern – und das soll nach und nach ausgebaut werden – auch Spezereien aus anderen Teilen Europas. Vorausgesetzt, diese werden in einem Kloster hergestellt. Das dürfte einmalig sein in Deutschland, betonte Stiftungsreferent Bertram Felix, der auch die Eröffnungsrede hielt.

Vorbereitung Stiftsladen Obere Brücke BambergWir sind jedenfalls schwer begeistert von unseren neuen Nachbarn, die einen Katzensprung von uns, dem Obstmarkt 10, entfernt ihre Waren fein säuberlich und ansprechend zwischen den krumm und schiefen Wänden aufgebaut haben und sich bestens auf die sicherlich zahlreichen Kunden vorbereitet haben.

Vorbereitung Stiftsladen Obere Brücke Bamberg

Vorbereitung läuft auf Hochtouren

Zwei Wochen vor der Eröffnungsfeier am 1. März sah es nämlich noch recht nach viel Arbeit aus. Alles musste ausgepackt und einzeln ausgepreist werden, so dass sicherlich gefühlt 1000 Artikel mehrmals durch die fleißigen Hände von Karin Linz, Ingeborg Pendl und Doris König gingen.

Vermieterin Doris Eminger zeigt Karin Linz ihr preisgekröntes Haus in einer Broschüre

Doris Eminger (re.) mit Karin Linz

Justament beim Einräumen, und als wir unseren Honig hinbrachten, stellte sich auch die Vermieterin des preisgekrönten Hauses, Doris Eminger, ein. Ihr kann man nicht genug dafür danken, dass sie sich für diese neuen Mieter entschieden hat, die dem Wohnzimmer der Stadt sozusagen ein stilvolles Blumenbukett hinzufügt, samt Vase, Tischchen und Anrichte.

Geschmackvolle Auslagen, hier mit Himmelsgartenmotiv

Produkte mit dem beliebten Himmelsgarten-Motiv

Ja, und auch diese findet man tatsächlich in dem Räumchen. Allerdings nicht zum Verkauf, sondern im geschmackvollen Einsatz als Schätzeofferierer. Fast traut man sich nicht, aus den Arrangements etwas zu entnehmen. Doch nur fast … zu verlockend sind die Leckereien, Spirituosen, Kunsthandwerke, Täschchen, Seifenstückchen, Stuhlkisschen, Allerlei-Dinge-mit-Himmelsgartenmotiven … – und die Honiggläser und den Michaelsberger Wein natürlich! – als dass man einem kleinen wie großen Einkauf widerstehen könnte. Für sich oder als Mitbringsel oder Geschenk auch unter Einheimischen … und mit jedem Einkauf im Stiftsladen am Michaelsberg oder an der Oberen Brücke 2 unterstützt man die guten Zwecke der Bürgerspitalstiftung.

Lange Rede, kurzer Sinn … geht hin!!!

17. Tür im Adventskalender der Bamberger Schulbiene

17.
Nicht nur das Bienengift zuweilen,
kann dich von üblen Schmerzen heilen.
Auch Honig ist voll guter Gaben,
sollst regelmäßig dran dich laben,
Das gilt nicht nur für den Advent,
und wenn die dritte Kerze brennt.

Bamberger Lagenhonig, Lage "Erba-Insel / Fünferlessteg"

Großes Kino! Der Film zum Bamberger Lagenhonig „Inselstadt / Weide“

Ehrenbienenpatin Jeannette Munique, mithin meine Schwester, hat keine Mühen gescheut, ihrem Titel gerecht zu werden und uns ein tolles Video zusammengeschnitzt! Herzlichen Dank für diese wunderschöne Erinnerung an die diesjährige Ernte des Bamberger Lagenhonigs „Inselstadt / Weide“ in Bienenpatin Gabi Loskarns Garten. Und jetzt setzt euch bequem hin und lasst es wirken. Übrigens: Auch im nächsten Jahr könnt ihr wieder dabei sein. Immer im Juli. Näheres findet ihr zur gegebenen Zeit hier.

(Zur Ergänzung findet ihr hier unseren Beitrag mit vielen Fotos.)

Heiliggrab-Honig zum Letzten …

Halbentdeckelte HonigwabeBlick in den HonigschleuderkorbMit „heiligem Ernst“ sind wir ans Verarbeiten des Lagenhonigs „Gärtnerstadt / Heiliggrab“ gegangen, da dieser Standort im nächstes Jahr von uns aufgegeben wird. Wir müssen uns örtlich ein wenig konzentrieren, seitdem wir die Bienen-InfoWabe, unser Informations- und Bildungszentrum im Erba-Park, aufgebaut haben. Die Arbeit wächst uns sonst über den Kopf, immerhin sind wir ja auch noch berufstätig.

Honigfluss aus der SchleuderDoch warum gerade dieser Standort? Trotz all der Fülle an Blüten in der Hofstadt-Gärtnerei bei Bienenpatin Carmen Dechant war er über die Jahre gesehen doch nicht ganz so ideal für Honigbienen, wie angenommen. Woran das gelegen haben mag, ist nicht vollständig erklärbar. Bienen haben ihre eigenen Regeln. Ein paar kennen wir, doch vieles noch ist für uns unsichtbar.

Bienenführung in der Hofstadt-Gärtnerei DechantSo hatten wir es mit starker Schwarmlust zu tun, mit Königinnenverlusten sowie geringem Honigertrag bei zuletzt hohem Wassergehalt durch späte Trachteinträge. Meist fing das Volk ganz stark an und wurde im Jahresverlauf schwächer. Außerdem war das Bienenausflugsloch ungünstig gelegen für einen sicheren Lehrbienenstandunterrichts für größere Gruppen, aber auch für uns zwei Imker war etwas wenig Platz an der Beute zum bequemen Arbeiten.

Hofstadt-Gärtnerei am Tag der offenen Gärtnereien 2014Zu alledem war der Transportweg vom Hofeingang in den rückwärtigen Teil des herrlich weitläufigen Geländes, meist bei laufendem Geschäftsbetrieb mit Kunden und Mitarbeitern, immer mit etwas höheren Anforderungen verbunden als an unseren anderen Lagenstandorten. Ganz klar, jedes für sich genommen wäre kein Grund, den Standort aufzugeben. Doch neben Wildensorg und Hohes Kreuz mussten wir uns für einen weiteren entscheiden und hatten dabei die Qual der Wahl.

Bienenpatin Camen Dechant und die Bamberger Schulbiene neben BienenpatenbeuteDoch auch, wenn deswegen eine unserer ersten Bienenpatinnen keine dritte Patenrunde mehr eingehen wird, so werden wir dennoch dankbar mit der Familie Carmen und Michael Dechant verbunden bleiben. Ihr Engagement in Sachen Bienenfreundlichkeit wird sicherlich nicht weniger werden, denn wie sie selbst sagen:Es war eine lehrreiche und schöne Zeit mit den Bienen und Euch … Danke für alles!“

Dito!

Honig abfüllenNoch einmal kurz zum letzten Honigertrag aus der Weide. Einige Honigwaben bestanden die Tropfprobe trotz Verdeckelung nicht, wurden dennoch geerntet. Wir verarbeiteten sie in einem extra Arbeitsgang, um anschaulich zu machen, was bei Wasserwerten um 21% passiert. Den Honig essen wir selbst, er kommt also keinesfalls in den Verkauf. Theoretisch kann es sein, dass er innerhalb eines Jahres ins Gären kommt. Wir werden darüber berichten.

Restinhalt im HonigtopfSo, damit ist unsere Erntezeit in Bamberg vorbei. Mit exakt 200 Kilo um 28 weniger als im letzten Jahr bei 10 (2016: 13) Völkern. Vom Wettergeschehen (Start zu trocken, verregnete Obstblüte und während der Erntezeit zu feucht) lief’s dennoch besser als befürchtet.

Geschmacklich sind die Erträge des Bamberger Lagenhonigs im Vergleich zu den Vorjahren relativ zahm. Sprich: Keine Säure und eine milde Süße (außer Lage Heiliggrab, dessen Honige immer schon am süßesten schmeckten, was manche durchaus bevorzugen), also insgesamt nicht die gewohnte vordergründige Würzigkeit der letzten Jahre. Dennoch ein runder Genuss, vor allem absolut naturbelassen sowie sauber und transparent in der Verarbeitung. Nun geht’s an die Varroabehandlung. Hier haben wir derzeit eine gute Ausgangslage, der Milbenbefall ist (noch) gering. Ja, das Imkern ist eine spannende Sache, denn jedes Jahr ist anders.

Und IHR seid bei uns immer life dabei bei unseren schonungslos offenen Berichten!

Warum im Weidenhonig keine Weide ist

Bamberger Lagenhonigs der Lage "Inselstadt / Weide" Einer unserer Standorte des Bamberger Lagenhonigs befindet sich in der Straße, die „Weide“ heißt. Also ein alter Flurname, da hier früher ein Nebenarm (eher Kanal) der Regnitz floß, gesäumt wohl von Weidenbäumen. Heute ist es eine Lindenallee, darum schmeckt unser Honig der Lage „Inselstadt / Weide“ im Garten von Bienenpatin Gabriele Loskarn meist leicht medizinisch, eben nach Linde. Nur heuer nicht, da durch die lang anhaltende Trockenheit der Nektarfluss hier weitestgehend ausblieb. Doch zu seinem Geschmack und die Umstände seiner Ernte berichteten wir bereits.

Hydrograph, 92% rel. Luftfeuchtigkeit am 03.08.2017Nun, das ist nicht der einzige etwas ungewöhnliche Umstand. Denn heuer war der Wassergehalt etwas höher als sonst bzw. als der von unseren anderen Lagen. An sich kein großes Problem, wenn man nicht gerade in DIB-Gläsern abfüllt, die die Grenze bei 18% ziehen. Zusätzlich zu den 18,5% unserer Messung allerdings gesellte sich am Tag der Abfüllung eine relative Luftfeuchtigkeit von sagenhaften 92%, wie unser Hygrometer in der Küche anzeigte. Somit trieb das den Wert auf 19,4% hoch. Was immer noch unter dem erlaubten Maximalwert der Deutschen Honigverordnung von 20% liegt. Glück gehabt.

Geschmacklich ist er zurückhaltender als in den vergangenen Jahren, eben mit feiner Süße und ohne Säure, dabei mild-malzig und vanillig. Nur der Abgang hat eine leichte Schärfe, die schnell verfliegt. Ein Honig, bestens geeignet für Kinder (ab 1 Jahr, bitte nicht vorher verabreichen!).

Zu kaufen gibt es ihn während der Betriebszeiten der Bienen-InfoWabe (vom Ostersonntag an gerechnet jeden 2. So. 14-17 Uhr) bzw. nach telefonischer Vereinbarung im Obstmarkt 10, 3. Stock. Oder jährlich 1 Kilo davon (oder von einer anderen Lage) umsonst, wer eine zweijährige Bienenpatenschaft eingeht.

Nachtrag am 4.9.2017: [Video zu Ernte und Verarbeitung]