Varroabehandlung und Wabenhygiene (BLIB-Imkerkurs für Anfänger AK21, Modul 9)

Im Modul 9 des Imkerkurses für Anfänger (AK20) standen zwei Arbeitsschritte an: Varroabehandlung und Wabenhygiene. Sie lassen sich ohne Weiteres in einem Arbeitsgang bewerkstelligen. Wir stellen hier zunächst die Theorie der Behandlung vor und im Anschluss die Wabenhygiene. In der Praxis erfolgt natürlich erst die Wabenhygiene, um eine leere Zarge für die Behandlung freizubekommen.

Oxalsäurebehandlung

Zunächst erläuterte Reinhold Burger die Oxalsäurebehandlung, die allerdings erst im Winter stattfinden wird. Die Theorie dazu lässt sich doch etwas netter im Warmen erklären als frierend vor den Beuten. Entscheidend für eine optimale Wirkung der Behandlung ist der richtige Zeitpunkt. Die Bienen sollen aus der Brut gegangen sein, was immer dann geschieht, wenn es ein paar Tage hintereinander gefroren hat. Außerdem sollte es auch am Behandlungstag selbst richtig kalt sein, möglichst 0 °C und kälter, damit die Bienen in einer kompakten Wintertraube sitzen. So verteilt sich die Säure durch den engen Kontakt der Bienen untereinander besser.

Ferner müssen die Gerätschaften (siehe Checkliste in der Kursorganisation) parat stehen, denn vor Ort sollte angesichts des dann engen Zeitfensters – meist steigen die Temperaturen gegen Mittag – alles reibungslos verlaufen.

Übrigens: An den Arbeitsschutz in Form von säurefesten Einmal-Handschuhen ist auch zu denken, wenn die Windel kontrolliert wird. Denn die verabreichte Oxalsäure tropft natürlich auch nach unten durch die Wabengassen hindurch und landet auf dem Schieber. Beim Abputzen gerät man dann unweigerlich in Kontakt mit der Säure.

Ameisensäurebehandlung

Im gesamten 12-moduligen Kursverlauf gehen wir immer wieder auf den gefürchteten Bienenschädling ein, die Varroa destructor. So im Modul 2 zur Bienenkrankheiten und Modul 5 zur Varroakunde und -kontrolle. Im Modul 9 wird die Theorie durch die praktische Anwendung abgerundet. Vorgestellt werden die beiden gebräuchlichsten Säurespender, nämlich der Liebig-Dispenser und der Nassenheider Verdunster professional.

Der Liebig-Dispenser besticht durch seine einfache Handhabung, wobei die zu ermittelnde wetter- und volksstärkenabängige Dosierung Voraussetzung für das Gelingen der Behandlung ist.

Der Dispenser besteht aus drei Teilen: Einer Plastikflasche mit zwei Skalen, die es ermöglichen, die Mengenangabe auch dann abzulesen, wenn das Fläschchen bei seinem Einsatz auf den Kopf zu stehen kommt. So hat man die angepeilte Verdunstungsmenge gut im Blick und kann ggf. nachsteuern. Der zweite Teil besteht aus einer viereckigen, gelben Grundplatte aus Plastik. Nummer 3 ist ein sogenannter Docht, der in die Grundplatte gemäß Größenempfehlung eingelegt wird. Darauf wird später der Dispenser mittels der Grundplattenstifte aufgedrückt.

 

Auf diesen viereckigen Papierdochten ist – mit ein bisschen Nachdenken – herauszulesen, wie groß der Docht bleiben kann und wieviel Ameisenäure (AS) verwendet werden soll, und zwar in Abhängigkeit vom 1. jeweiligen Beutensystem, 2. der im Varroa-Wetter prognostizierten Wetterlage bzw. Verabreichungsempfehlung und 3. dem beabsichtigten Säurewert, also 65% bzw. 85% ad us. vet. Wobei letzterer in Deutschland nur als „Behandlungsnotstand“ via Verschreibung durch einen Tierarzt verabreicht werden darf.

Wir verwenden in der Regel 150 ml, wobei auch 200 ml möglich wären. Die Verdunstungsrate pro Tag sollte bei etwa 30 – 49 ml liegen. Zu wenig Verdunstung wirkt nicht, dann muss wiederholt werden. Bei zu schneller Verdunstung kann mit einer Verkleinerung des Dochtes gegengesteuert werden.

Bei dem alternativ möglichen Dispenser, dem Nassenheider Professional, muss man beim Aufbau geduldig sein. Seine vielen Einzelteile sind in der Handhabung aufwändiger. Sein Vorteil gegenüber dem Liebig-Dispenser liegt im doppelten – vertikal wie horizontal angebrachten – Dochtsystem, der für einen konstanten Flüssigkeitsstrom sorgt. Er ist daher für eine Langzeitbehandlung (bspw. bei Urlaubsplänen denkbar), doch insbesondere bei kühleren Temperaturen durchaus eine gute Wahl.

Funktionsprinzip
Der vertikale Docht saugt die Ameisensäure an und transportiert sie über den U-förmigen Schenkel nach unten auf den horizontalen Docht, wo sie abtropft und verdunstet. Der gelochte Fuß stellt dabei sicher, dass sich die beiden Dochte nicht berühren (Verhinderung von Kapillaritätseffekten). So wird immer ein nahezu konstanter Volumenstrom an Ameisensäure transportiert und verdunstet. [via Bienen-Weber.de]

Modul 9 Wabenhygiene und Varroabehandlung

Die Menge der AS ist höher als beim Liebig-Dispenser (siehe hierzu die Anwenderempfehlungen!). Achtgeben muss man, wenn auf einer kühlen Witterung noch einmal heiße Tage folgen. Eventuell „badet“ der horizontale Docht in der Schale in zu viel Säure, die schlagartig verdunstet und dann auf die Bienen zu heftig einwirkt. Dann gegebenenfalls die Schale (mit Schutzhandschuhen!) tagsüber entnehmen und in den kühlen Stunden wieder einsetzen.

Sicherheit und Kontrolle

Nach der Theorie ging es direkt an unseren Lehrbienenstand Bienenweg. Unser Kursneuzugang durfte sich am Smokerentfachen erproben und hat dies gleich auch gut hinbekommen.

Nach der Wabenhygiene (siehe Kapitel weiter unten) wird unser verwendeter Liebig-Dispenser an der mit der Dochtauflage ausgestatteten Grundplatte angebracht und waagrecht in eine leere, obenaufgesetzte Zarge platziert werden. Vom Handling her ist es sicherer, wenn die gelbe Grundplatte auf das aufrechte Fläschchen gesetzt wird.

Geht man umgekehrt vor, also setzt man stattdessen den Dispenser auf die Platte, müsste man ihn kippen. Doch dabei kann vorzeitig Säure ausfließen. Ganz übel, falls man beim Befüllen des Fläschchens vergessen hatte, den Tropfaufsatz wieder anzubringen und dabei im Worstcase ohne Handschuhe und über der Beute vorging – alles denkbar!

Schutzhandschuhe verwenden. Das Handschuhmaterial muss gegen den verwendeten Stoff ausreichend undurchlässig und beständig sein. Vor Gebrauch Dichtheit prüfen. Handschuhe vor dem Ausziehen vorreinigen, danach gut belüftet aufbewahren. Hautpflege beachten.
Hautschutzsalben bieten keinen ausreichenden Schutz gegen diesen Stoff. Völlig ungeeignet sind Stoff- oder Lederhandschuhe. [Auszug aus GESTIS Stoffdatenbank]

Modul 9 Wabenhygiene und VarroabehandlungDie Platte des Liebig-Dispensers besitzt eine leichte Vertiefung in der Mitte. Dort wird eventuell zu viel ausgetretene Säure aufgefangen, vorausgesetzt, die Beute steht tatsächlich waagrecht und die Oberträgerleisten der Rähmchen weisen keinen Wachsüberstand auf. Vorher also abkratzen.

Ameisensäurebehälter sollten möglichst in einem kühlen Raum (Keller) aufbewahrt werden. Denn eine mögliche Zersetzung der Flüssigkeit mit einhergehender Kohlenmonoxidabspaltung kann geschlossene Gefäße platzen lassen.

Wirksamkeitskontrolle

Um später kontrollieren zu können, ob die Varroabehandlung wirksam war, wird eine Windel eingeschoben. (Vor allem bei der Oxalsäurebehandlung im Winter empfiehlt sich das Einsetzen VORAB der Behandlung. Denn so lässt sich erkennen, ob die Träufelbehandlung eventuell nutzlos durch die Wabengassen lief.) Nach drei Tagen sollten Varroen gefallen sein. Um hingegen den „natürlichen“ Milbenbefall festzustellen, steht nach 14 Tagen eine erneute Zählung an, da dann die bislang noch verdeckelten Bienen geschlüpft sind – und mit ihnen die Milben.

Da unsere Teilnehmenden bislang noch keine Varroamilbe zu Gesicht bekommen haben, hatte Reinhold das Übungsvolk einen Tag vorab mit einer Windel präpariert. Und tatsächlich konnten wir drei Milben – zwei dunkle Ältere und eine helle Jüngere – zählen, die für die meisten viel kleiner aussah, als sie es sich vorgestellt hatten. Die Lage zeigten wir mit einem Feuerzeug an.)

Wabenhygiene

Ziel ist, alte Waben loszuwerden und die Bienen auf „neue“ bzw. unbebrütete Waben zu bekommen. Dazu muss man wissen:

Die Bruttätigkeit und Größe von Wirtschaftsvölkern nimmt im Spätsommer ab. So ist Mitte August bei Völkern, die auf zwei Bruträumen geführt werden, die unterste Zarge in der Regel bereits brutfrei. Die Bruttätigkeit konzentriert sich also auf den zweiten Brutraum. Das kann man gut nutzen und das alte Wabenwerk des unteren Brutraumes entnehmen.

Das Hochziehen des Volkes in den obereren Brutraum wird unterstützt durch das Aufsetzen einer Zarge mit leergeschleuderten Waben, die nach der Honigernte im Juli anfallen. Diese ehemaligen Waben des Honigraums sind unbebrütet (bei Verwendung eines Absperrgitters) und aus frischem, unbelastetem Wachs.

Außerdem begünstigt der Verzicht einer Fütterung unmittelbar nach der Hongernte diesen Vorgang des Hochziehens. Es sei denn natürlich, die Bienen sitzen wirklich auf dem Trockenen. Dann muss vorher etwas gefüttert werden. Fünf Kilo sollten auf alle Fälle im Volk verbleiben!

Was gegen eine allgemeine Fütterung spricht, ist, dass der Feuchtigkeitsgehalt in der Beute steigt und damit die AS-Behandlung in der Wirksamkeit durch schlechtere Verdunstung beeinträchtigt.

Schritt-für-Schritt-Anleitung Wabenhygiene

Schritt 1
Die obersten beiden Zargen werden zunächst beiseite gestellt. Am besten quer auf die Kanten des umgedrehten Blechdeckels.

Schritt 2
Die nun zugängliche unterste Zarge wird auf die Seite gestellt (und später wieder oben aufgesetzt) und dabei auf die schmale Seite gekippt. Natürlich geht das nur, wenn die Rähmchen fest sitzen. Bei Beuten mit Blechkanten oder bei vorab gelockerten Waben geht das also nicht, sonst würden die verrutschenden Rähmchen so manche Biene zerquetschen. Also stellt man sie am besten waagerecht auf einen vorsorglich mitgebrachten zweiten Blechdeckel.

Schritt 3
Nach dem Entfernen der untersten Zarge mit den alten Waben werden die beiseite gestellten Zargen wieder zurück an den Platz gestellt. Also auf dem Boden der Brutraum, darüber der ehemalige Honigraum mit den ausgeschleuderten Waben.

Schritt 4
Die vormalige untere (zwischenzeitlich gekippte) Zarge wird oben auf gesetzt. Daraus werden die alten Waben entnommen und dabei die Bienen IN die Zarge abgeschüttelt bzw. gekehrt. Also die Bienen NICHT VOR das Einflugloch kehren, denn auf den Waben könnte möglicherweise die Königin sitzen. Wer sich bei diesem Vorgang einen Hut oder Schleier aufsetzt, muss sich nicht genieren.

Die Altwaben werden Stück für Stück in Boxen gestellt bzw. in leere Zargen gehängt oder in einen Plastiksack gesteckt. Später werden sie ausgeschmolzen und das (Alt-)Wachs zur Kerzenherstellung verwendet. (Darauf gehen wir im Modul 10 näher ein.)

Schritt 5

Da wir jetzt eine leere Zarge oben auf haben, kann nun die Varroabehandlung erfolgen (siehe oben).

Schritt 6
Zum Schluss werden Folie und Holzdeckel aufgelegt. Um den Schaubverschluss des Liebig-Dispensers nicht zu verlegen oder zu verlieren, kann er einfach zwischen Holzdeckel und Blechdeckel geparkt werden. Es ist dies auch ein Zeichen, falls z. B. die Urlaubsvertretung die Beute öffnet, dass hier eine Behandlung stattfindet.

Fehlervermeidung und Sicherheitsaspekte

In diesem Kurs wurde häufig auf Strategien der Fehlervermeidung und Sicherheitsaspekte eingegangen. Tatsächlich sind durch die zahlreichen kleinen Handlungsvorgänge viele Fallstricke möglich, die sich für Mensch und Tier sehr unangenehm, ja, sogar gefährlich auswirken könnten.

Seid also mental und organisatorisch gut vorbereitet, geht konzentriert und umsichtig vor und überlegt lieber einmal zu viel als zu wenig, wenn ihr ans Werk geht. Ihr habt es nachgerade zu DIESEM Zeitpunkt in eurer Hand, auch im nächsten Jahr gesunde Bienen zu besitzen und lecker Honig zu ernten. Wenn ihr dann noch gewissenhaft und ausreichend einfüttert, was wir euch im Modul 11 zeigen werden, dann könnt ihr euch einer erfolgreichen Imkerei erfreuen, die aller Mühe wert ist.

So wie Emily aus AK19, die uns ein Glas Honig brachte, als sie das Kursmodul nachholte, das ihr bislang noch fehlte. Sie machte es richtig, gab nicht gleich auf, weil’s im ersten Jahr noch nicht so klappen wollte, sondern blieb dran. Bravo!

 

Honigverarbeitung von 6 Standorten (BLIB-Imkerkurs für Anfänger AK21, Modul 8)

Logo BLIB-Imkerkurs für AnfängerDer jeweils vormittags geerntete Honig aus den Standorten Fünferlessteg, Bienenweg, Buger Wiesen, Sternwarte, Villa Dessauer, Schiffbauplatz und Bughof wurde von den Teilnehmer(inn)en des Imkerurs für Anfäger nach einem Mittagsimbiss entdeckelt, der Wassergehalt gemessen, verkostet, geschleudert, abgefüllt und etikettiert. Das praktische Tun wurde dabei mit theoretischem Hintergrundwissen unterfüttert.

Start in die Verarbeitung

Zunächst wurden punktuell einige Honigrichtlinien und Grundlagen der Lebensmittelhygieneverordnung vermittelt, sodann das Einrichten einer sinnvollen Verarbeitungsstrecke nebst kurzer Inputs zu Gerätschaften wie Entdeckelungsgabel, Schleuder und Honigtopf etc.

Wir tragen den Vorgang in einen „Laufzettel“ ein, der jede Ernte und ihre Verarbeitung, getrennt nach Standorten („Lagen“), begleitet. Neben unserer hausgemachten Excel-Ausfertigung des sogenannten „Honigbuchs“, welches wir in der Kursorganisation zur Verfügung stellen, gibt’s zu Dokumentationszwecken eine einfache Variante unter „Die Honigmacher“.

Waben entdeckeln

Die Rätselaufgabe, wie wohl die einzelnen Teile des Entdeckelungsgeschirrs zusammenzufügen sind, wurde von allen schnell gelöst, denn viele hatten sich ja bereits länger schon mit Youtubefilmen selbst in die Imkerei eingeführt. Wir lieben es dennoch, dabei zuzusehen. Denn so vergessen wir nie, wie auch wir einmal als Frischlinge stolz auf jedes neu erlernte Detail waren. Schützt vor Hochmut und senkt den Erwartungspegel.

Sodann konnte das Entdeckeln beginnen. Zur Auswahl standen Entdeckelungsgabeln in unterschiedlicher Ausführung wie Holz- oder Plastikgriff. Jede/r konnte ihr/sein Lieblingsgerät für sich entdecken. Ziel war, die Waben beim Abheben der Wachsschicht möglichst nicht über Gebühr zu beschädigen, damit sie später beim Ausbauen von Brutzellen nicht zu buckelig werden und damit das Bewegen und Herausziehen der Rähmchen in den Beuten erschweren. Was mit dem wertvollen Entdeckelungswachs geschieht, wird näher erläutert im Modul 10.

 

Wassergehalt messen

Um den Wassergehalt festzustellen, der unter 20% (DIB: 18%) sein muss, wurde die Nutzung des Refraktometers, wie sie übrigens auch Winzer/innen verwenden, geübt. Je nach Lichteinfallswinkel ist der Prozentwert auf der Skala mal mehr, mal weniger schnell zu erfassen. Je mehr Lichteinfall, desto besser.

Grundsätzlich kann und sollte mehrmals gemessen und ein Durchschnittswert ermittelt werden, also z. B. einmal direkt aus der Wabe heraus (je nach Trachteintrag und -zeitpunkt sind diese recht unterschiedlich), dann nach dem Schleudern aus dem Abflusshahn heraus und nach dem Durchmischen durch Rühren und vor dem Abfüllen. Das Umgebungsklima nimmt direkt Einfluss auf die Werte. Je höher also die Raumfeuchtigkeit, desto höher kann auch der Wert schnellen.

Da heuer die Honigfeuchtewerte allesamt im mittel- bis sehr hohen Bereich lagen, findet ihr in einem eigenen Blogbeitrag Tipps, wie er zu senken ist.

 

 

Verkostung / Tasting

Das Aromarad hilft, Feinheiten des Honigs in Sachen Geruch, Konsistenz, Mundempfinden (Sensorik), Geschmack und im Abgang – wie beim Wein auch! – herauszufinden und zu beschreiben. Für Verkaufsgespräche und bei Beanstandungen nicht ganz unwichtig.

Schmeckt der Honig beispielsweise etwas herb-bitter und „medinzinisch“ und hat einen Grünstich, handelt es sich meist um Lindenhonig und nicht um einen chemisch verunreinigten Fall, wie mal eine Kundin mutmaßte. Doch, Achtung! Nicht einfach auf Verdacht eine Sortenbzeichnung aufs Etikett schreiben! Es dürfen nur laboruntersuchte Honigsorten angegeben werden. Daher noch ein paar Grundinformationen zu Honigrichtlinien als Verbrauchertipps zusammengefasst (unser Blogbeitrag).

Schleudern

Für diesen Vorgang war das tropffreie Einsetzen der nun offenen Honigwaben die haptisch größte Herausforderung. Wer über dickere Rähmchenoberträger verfügt, hat ihr eindeutig einen grifflichen Vorteil. Alle anderen suchen sich eine dritte Hand, die den Boxendeckel als Tropfschutz unter der Wabe mitführt.

Kontrolle! Ist der Quetschahn des darunter stehenden Honigtopfs auch wirklich, wirklich fest zugedreht?! Nebenbei: Ein kleiner Eimer mit kaltem Aufwischwasser und Wischlappen in der Nähe ist nicht dumm.

Die Waben wurden in unserer Vier-Waben-Tangentialschleuder sicher in die dafür vorgesehenen Löcher und in gleicher Richtung zeigend eingeführt. Dabei sollten sich  wenigstens die sich gegenüberliegenden Waben vom Gewicht her gleichen, um Unwucht zu vermeiden. Kaufempfehlungen für Low-Budget-Schleudern für die Kleinstimkerei siehe in der internen Kursorganisation. Möglich wäre aber auch Tropfhonig, also nur über Sieb und Topf.

Die Anschleuderung erfolgt zunächst noch mit mäßigen Tempo zweckst Verhinderung von Wabenbruch. Dann werden die Waben in der Trommel gewendet und erneut ruhig und gleichmäßig an der Kurbel gedreht.
Ab der nächsten Wendung kann dann „speedy gemacht“ werden. Nochmal wenden und die Wabe kommt federleicht heraus und wird in die bereitstehende Box verbracht.

Nicht vergessen: Rechtzeitig den Quetschhahn über dem mit einem Sieb versehenen Honigtopf öffnen, damit der steigende Honigstand in der Trommel nicht das mittig angebrachte Lager erreicht. Und immer wieder einmal einen Blick darauf, ob die Ausflussöffnung auch wirklich noch über dem Topf ist, da die Trommel gerne – vor allem bei Unwucht – das Wandern beginnt.

Den Moment des ersten Honigflusses einer jeglichen Standort-Verarbeitung begleiten wir traditionell unter musikalischer Begleitung von Vivaldis „Vier-Jahreszeiten“ in der Aufnahme des legendären Dirigenten Herbert von Karajan. Denn vier Jahreszeiten lang begleiten wir unsere Bienen in ihrer unendlich kleinteiligen Arbeit, Honig zu erzeugen. Das muss gewürdigt werden!

Abfüllen

Nach drei Tagen Ruhestellung des Honigtopfs kann die sich mit Schwebteilchen abgesetzte Oberschicht abgeschäumt und abgefüllt werden. So lange Warten war natürlich in unserem Kurs nicht drin. Daher durfte der Vorgang bereits jetzt schon geübt werden, damit sich alle das fertige Honigglas gleich mit nach Hause nehmen konnten. Die Schwebteilchen, die dabei noch in Kauf genommen werden, bedeuten keinen Qualitätsmangel. Sie sorgen jedoch für etwas optische Eintrübung und schnellere Kristallisierung. Der Kunde möchte es anders – aber wir wissen, wie lecker Honig auch in  „naturtrübem“ Zustand ist!

Wichtig: Vor dem Abfüllen zeitnah die Gläser und Deckel in der Spülmaschine ohne Zusatz von Reinigungsmittel bei 60° C spülen. Auch mit neu erworbenen Gläsern, obwohl das der Gesetzgeber nicht verlangt, da sie steril aus der Fabrik kommen. Aber ganz ehrlich … wer weiß schon, wie lange diese lagerten, staub- und geruchsfrei sind sie sicherlich nicht.

… und Wiegen

Für den eigenen Bedarf ist eine Waage nicht notwendig, aber nützlich, wobei sie für den gewerblichen Verkauf (Eichgültigkeit neu seit 2020) alle zwei Jahre geeicht werden muss. Zeitpunkt ist das Jahr, in welchem die Waage vom Hersteller geeicht und nach dem Kauf im Eichamt angemeldet wurde. Die Unterlassung der Kontrolle stellt eine kostenpflichtige Ordnungswidrigkeit dar. Es gilt das Mess- und Eichgesetz und die Mess- und Eichordnung. Zum „Eich-TÜV“ hier unser einführender Blog- und Erfahrungsbericht.

Beschriften und Aufkleben der Etiketten

Mit dem Beschriften und Aufkleben der Etiketten endete nach jeweils etwa 6 Stunden das Modul 8. Es war auch im zweiten Jahr etwas mühselig, durch die Maske zu sprechen. Doch nahmen alle gegenseitige Rücksicht aufeinander und hielten sich ohne Murren an die Regeln. Die Imkerei hat auch ohne Pandemie viel mit Disziplin zu tun, und wer das nicht mag, sollte den – ebenfalls höchst disziplinierten Bienen – eher zuschauen als Hand an ihnen oder ihrem Honig anlegen.

Weitere Infos -> Lebensmittel-Informationsverordnung | Loskennzeichnungs-Verordnung | Verpackungsverordnung, seit 2019: Verpackungsgesetz (VerpackG)

Zuletzt: Saubermachen

Den Teilnehmenden blieb das Saubermachen als „Übungsstoff“ erspart. Doch Tipps gibt es auch hierfür: So darf man Honig und Wachs nur mit kaltem Wasser entfernen, da sonst alles eher schmierig wird. Außerdem ist es nicht notwendig, die Geräte einzuschäumen – klares Wasser genügt in den meisten Fällen. Honig nicht zu lange auf Materialien aller Art (ausgenommen vielleicht Glas) einwirken lassen, denn er enthält Säure, die so ziemlich alles auf die Dauer angreift. Also bald säubern, gut trocknen lassen und staubfrei verwahren. Damit’s im nächsten Jahr gleich wieder Spaß macht, loszulegen.

Ab jetzt ist die neue Ernte übrigens käuflich zu erwerben – einfach anrufen und Abholtermin vereinbaren!

Der Imkerkurs für Anfänger 2021 hat nun zwei Drittel seiner Zeit hinter sich gelassen und wir werden noch vier Mal hoffentlich in persönlicher Form zusammenkommen. Wir freuen uns darauf, euch bald wieder zu sehen!

Honigernte an 6 Standorten (BLIB-Imkerkurs für Anfänger AK21, Modul 7)

Um 20 Teilnehmende des Imkerkurs für Anfänger unter möglichst optimalen Corona-und-Platzbedingungen zu schulen und dabei auch unterschiedliche Terminbedarfe zu erfüllen, boten wir im Zeitraum vom 10. bis 31.07.2021 sieben Termine an, von denen sechs genutzt wurden. Die Standorte waren Fünferlessteg mit Bienenweg, Buger Wiesen, Sternwarte (zusammen mit Honigschleudertagen für Bienenpat(inn)en), Villa Dessauer, Schiffbauplatz und Bughof.

Besonderheiten in diesem Jahr – mal von verschärften Hygienestandards abgesehen – waren:

  • Die Hälfte der Teilnehmenden kommen aus dem Bamberger Umland (weiteste Entfernung: Igensdorf, Forchheim, Gerhardshofen)
  • Ein Imkeranfänger mit frisch festgestellter Bienenallergie, der sich jedoch zu einer Desensibilisierung entschloss und unter Schutzbedingungen weitergemacht hat
  • Zum Start in die Erntesaison wegen Regens erstmals eine Ernte verschoben. Leider auf ein Datum, an dem es erneut, wenngleich nicht mehr so stark regnete
  • Punktuell wetterbedingt unruhige Bienen
  • Vor allem im ersten Termindrittel viele noch unverdeckelte Waben
  • Höherer Wassergehalt als die Jahre davor (Ø 18,1% bei 14 dokumentieren Erntevorgängen)
  • Erforderliche Nachernten bis heute

Vorlauf zur Ernte

In den Morgenstunden des Tags vor der Ernte setzte Reinhold am jeweilig vorgesehenen Standort eine Bienenflucht ein. Dazu weiter unten mehr. Außerdem werden die Imkergeräte (Stockmeißel, Smoker und Abkehrbesen) gereinigt und kontrolliert, ob wir alles für den Unterricht dabei haben.

Ablauf des Modul 7 zur Ernte

Um ein sauberes, zügiges und unfallfreies Ernten zu garantieren, gilt es, alle erforderlichen Gerätschaften vor Ort griffbereit aufzubauen und sich selbst zu schützen. Hier die Checkliste Ernte:

  • Kopftuch u./o. Imkerhut und Jacke, geschlossene Schuhe, kein Leder am Körper (Im Falle zickiger Bienen nicht zögern, nach der Devise „Selbstschutz ist Bienenschutz!“ vorzugehen. Denn fluchtartig offen stehende Beuten sind keine Option, wenn ein umsichtig aufgezogener Imkerhut das verhindern kann)
  • Smoker mit Rauchmaterial, Feuerzeug, Löschwasser
  • Stockmeißel
  • Abkehrbesen (Da die Borsten vom Honig verkleben und für die Bienen unangenehm hart werden, entweder einen Ersatz bereit halten oder zwischendrin mit Wasser säubern. Außerdem werden von verhonigten Gerätschaften unnötig viele Bienen angezogen)
  • Leerboxen (Lebensmittelecht und sauber, zudem leicht schräg aufgestellt, damit die eingetragenen schweren Waben nicht ins Rutschen kommen)
  • Leere Rähmchen (Zum Abstützen der Honigwaben, wenn die Box nicht gänzlich mit ihnen gefüllt sind, um beim Tragen keine Wabenverletzungen zu riskieren)
  • Windel (Für Varroabefallskontrolle, die 3 Tage nach der Ernte erfolgen sollte)

1. Entnehmen der Waben

Das Lösen der Waben ist im Honigraum wesentlich einfacher als im Brutraum. Normalerweise sind die Honigwaben ziemlich schwer, im Schnitt etwa 2 bis 3 Kilo. Diese zwischen Daumen und Zeigefinger zu halten ist auf Dauer durchaus anstrengend. Wer die Kraft nicht aufbringt – (vorgekommen sind heuer eine Sehnenscheidenentzündung und ein rheumatischer Schub) –, kann die Wabe natürlich beim Abkehren an einer Schmalseite auf die Zarge aufstützen.

2. Die Spritzprobe

Um sicher zu gehen, dass wir keine zu wasserhaltigen Honigwaben mit nach Hause nahmen, wurden die Randwaben einer Spritzprobe unterzogen. Spritzt Nektar aus, so belassen wir die Wabe in der Beute. Dabei wird die Wabe mit beiden Händen an den Rändern gehalten. Das kräftig-ruckartige Stoßen der horizontal über der Beute gehaltenen Wabe will geübt werden.

Anfänger/innen sollten vorher die Bienen von der Wabe kehren. Hat man ein gutes Auge entwickelt, erkennt man die Tropfen trotz gleichzeitig mit herabfallender Bienen. Oder sucht nach Tropfen auf dem Brett der darunter liegenden Bienenflucht. Das gelingt allerdings nur, wenn bereits die meisten Waben abgeerntet sind. Auf den Wabenoberträgern lässt sich ein Tropfen schwerer erkennen.

3. Bienen abkehren

Wir bemühen uns um ein schonendes Abkehren, indem wir die noch ansitzenden Bienen mit beherzten Strichen flink in Richtung Flugloch streichen. Hier ist allzu langsame, weil vermeintlich behutsame Kehrbewegung grundverkehrt. Dabei rollt man die Bienenkörper nur, was zu vermeiden ist.

4. Honigwabe in Leerbox bugsieren

Sodann gilt es, die abgekehrte Wabe rasch und ohne wieder anfliegende Bienen in die bereitgestellte Box zu bringen. Dabei muss vermieden werden, dass das Wachs aufbricht, etwa, weil man gegen die bereits verstaute Wabe stößt. Zu viel Honigduft in der Luft aber lockt die nahen Bienen und im späteren Juli zusätzlich noch Wespen an!

Schwierig ist es, wenn man alleine imkert oder eine sehr schwere Wabe nicht mit einer Hand halten kann, weil man die andere ja für das rasche Öffnen des Deckels benötigt. Den Deckel, wenn er denn schon auf den Boden abgelegt werden muss, weil es anders nicht zu schaffen ist, niemals mit der Innenseite nach unten legen. Wegen herumlaufender Mäuse, die den Hantavirus verbreiten könnten, müssen wir alles, was mit Lebensmittel zu tun hat, unbedingt vom Boden fernhalten!

Tja, an was man alles denken soll … doch es lohnt sich. Imkern ist nichts für ruschelige, planlose und allzu sorglose Menschen. Oder sie lernen durch die Imkerei, mehr Sorgfalt und Bedachtsamkeit an den Tag zu legen. Leider oftmals verbunden mit ärgerlichen Fehlern, die Mensch wie Tier unnötigerweise erleiden und erdulden müssen.

5. Entfernen der Bienenflucht

Am Ende der Ernte heißt es, die Bienenflucht zu entfernen. Bei mehreren Völkern sollte dies hintereinander geschehen. Denn wenn man sie bei jedem einzelnen Volk sofort herausnimmt, sind einfach zu viele Bienen in der Luft. Das muss man sich nicht antun. Spätestens zu diesem Zeitpunkt ist es kein Zeichen von Ängstlichkeit, sondern völlig in Ordnung, wenn man sich in die „Sicherheitskluft“ kleidet.

Die Bienenfluchten sind nach dem Prinzip einer Einbahnstraße gebaut und in unterschiedlichen, vom beabsichtigten Effekt vergleichbaren Ausführungen erhältlich. Ob zwei oder 16 Ausgänge spielt keine größerer Rolle. Wie erfolgreich der Honigraum von den Honigpflegebienen befreit ist, variiert unabhängig davon. Manchmal klappt es sehr gut, manchmal weniger.

Das Vorgehen ist so, dass man die Bienenflucht vorsichtig anhebt und sogleich ein paar Rauchstöße in die Beute gibt. Sodann kann man die meisten Bienen mit ein paar kräftigen Stößen (mit einer Hand die Flucht fest in den Griff nehmen, die andere schlägt kräftig auf die haltende Hand) vor die Beute abschütteln.

An das Bienenflucht abnehmen duften sich die Mutigsten unter den beginnenden Imker/innen wagen. Gratulation an Diana Kuhn, Peter Glaser und Michael Hunger!

6. Absperrgitter entfernen und Leerzarge aufsetzen

Nachdem die Bienenflucht entfernt ist, wird nach ein paar Rauchstößen aus dem Smoker, der hoffentlich noch qualmt, das Absperrgitter abgehoben und die vormals mit Honigwaben gefüllte Leerzarge aufgesetzt.

Sollten noch ein paar Waben nicht geerntet werden können, setzt man diese dort ein, von der Position her über das Brutnest. Da man schon mal dabei ist, nach dem Brutraum zu fahnden, schätzt man zugleich die Menge des im Brutraum verbliebenen Honigs. Er sollte 5 Kilo betragen. Für die Schätzung addiert man die sichtbar verdeckelte Flächenmengen. Inklusive der verbliebenen Restwaben sollte so viel wie auf zwei beidseitig verdeckelten Waben zusammen kommen.

Falls weniger vorhanden sind und keine Tracht mehr zu erwarten ist, – das ist von Region zu Region unterschiedlich –, muss entweder eine volle Wabe zurückgelassen  oder sogleich mit dem Auffüttern mittels Futterteig begonnen werden. Bei unseren Völkern ist das aber nicht der Fall gewesen.

Zur weiteren Verarbeitung fuhren wir die duftende Fracht an den Obstmarkt. Diesen Modulteil im nächsten Beitrag.

Aller guten Dinge sind drei … Schwarmverhinderung und Ablegerbildung (BLIB-Imkerkurs für Anfänger AK21, Modul 4 und 5)

Die dritte Gruppe zum Wiederholungsmodul M4 und M5 mussten wir wegen Kalt-Nass-Wetterlage auf den 29.05. vertrösten. Da wir die Inhalte und den Ablauf im Zuge der beiden ersten Gruppen bereits ausführlich beschrieben hatten, hier in der Wiederholung ein paar Ergänzungen.

Geübt hatte die Gruppe das selbständige Entnehmen der Rähmchen zum Zwecke der Weiselzellenkontrolle und dem Auffinden von geeigneten Brutwaben für die parallel beabsichtigte Ablegerbildung. Beides sind wirkungsvolle Maßnahmen zur Schwarmverhinderung.

Ein überlegter Start

Doch vorab wurde erst einmal überprüft, ob das Material zur Ablegerbildung bereit stand, sodann der Smoker entfacht und das senkrechte Aufstellen einer Zarge zur Kippkontrolle ausprobiert. Zwar wäre die Kippkontrolle hier überflüssig gewesen, da wir ohnehin alle Waben auf der Suche nach einer Brutwabe durchsehen wollten, doch geschadet hat es nicht. So konnten noch einmal alle den Inspektionsblick auf die Unterseiten der Rähmchen schärfen.

Nachdem der Honigraum beiseite gestellt und die zweite Zarge mit Brutraum offen vor uns lag, konnten die Teilnehmenden loslegen. Am besten das zweite Rähmchen entnehmen und übers Eck an die Seite mit dem Flugloch stellen, um nachfolgend ungehindert die Rähmchen verschieben zu können. Nicht jedoch den Drohnenrahmen entfernen! Dieser ist ebenfalls an der zweiten, respektive der 9. Position. Da er keine Verdrahtung besitzt, ist die Wabe wackeliger und kann sich ablösen, würden wir sie wegstellen.

Jetzt wird’s knifflig!

Nachdem eine geeignet erschienene Brutwabe gefunden wurde, galt es, diese in den Ablegerkasten zu bugsieren. Bedeutet: in einer Hand die Brutwabe, die andere frei zum Öffnen des Ablegerkastens … für Anfänger/innen durchaus ein kleines Kunststück, das nur durch Üben, nicht durch Zuschauen alleine gelingt.

Durch eine offen gehaltene Lücke zwischen den Rähmchen kann man sich die ursprüngliche Position der entnommenen Brutwabe merken. Denn an diese Stelle füllt man am Ende mit einem Mittelwandrähmchen wieder auf – sofern man daran gedacht hatte, diese mitzubringen.

Weiter geht’s … und alle weiteren Rähmchen nach der Kontrolle hübsch an die andere gedrückt. So muss man am Ende nicht überlegen, wo welche Wabe entnommen wurde. Hat man nämlich eine NOCH geeignetere Brutwabe gefunden, so werden die beiden Kandidatinnen ausgetauscht. Immer dabei auf die Königin achten! Wo ist sie? Denn bei all dem „Handgreiflichkeiten“ kann sie schnell einmal „gerollt“ werden oder ins Gras fliegen, falls man nicht ohnehin brav mit der Kontrolle oberhalb der Beute bleibt.

Apropos Königin … um das Zeichnen zu üben, musste eine Drohne eingefangen werden. Da diese keinen Stachel hat, ist sie ein sehr geeignetes Objekt für Anfänger/innen. Ádám hatte sie trotz lästiger (coronaschutzbedinger) Handschuhe blitzschnell vom Rahmen gefischt. Nun wurde der Drohn in das Zeichenrohr bugsiert, mit dem Schiebestift, der ein weiches Schaumstoffpolster aufweist, sanft in Richtung Zeichengitter bzw. -stäbchen geschoben, wo er uns sodann seinen Rücken anbot und durch das Gitter „geschminkt“ werden konnte. Da hat er aber jetzt was zu erzählen, der Hübsche!

Nach der Durchsicht wird wieder alles dicht und mittig an seinen Platz gerückt. Der untere Brutraum muss nicht durchgesehen werden. Brennt der Smoker noch? Dann ist das Auflegen des Absperrgitters ohne allzu viele „Einzelschicksale“ rasch geschehen. Die Erfahrung lehrt einem, wie viel man von welchem Brennmaterial in den Smoker gibt, damit dieser bis zum Ende der Tätigkeit durchbrennt. Zwischendrin ein paarmal den Blasebalg betätigen hilft ebenfalls.

Marginalien? Mitnichten!

All das scheinen Marginalien. Und doch hat jede Schludrigkeit Folgen, die Bienen und Imker/in ausbaden müssen. Ruhiges, zügiges und bedachtes Arbeiten ist für eine verantwortungsvolle Bienenpflege das A und O. Nein, ein/e Anfänger/in muss das noch nicht alles überblicken können. Doch mit jedem Mal fällt einem wieder etwas ein, was man für einen flüssigen Ablauf integriert, so dass man nach etwa 3 Jahren des Imkerns nicht mehr allzu viele Versäumnisse aufzählen wird.

Eine gute Grundlage ist dieser theoretische wie praktische Imkerkurs, der runder wird, wenn die Berichte und Skripte gelesen und noch einmal repetiert werden. Ohne Nachlesen kommt man ohnehin nicht weit. Es braucht vor dem geistigen Auge wie in der Praxis einige Wiederholungen, um all die Kleinigkeiten zu verinnerlichen. Noch dazu, weil man ja manches nur einige wenige Male pro Jahr vollzieht und über den Winter wieder viel vergessen wird. Also dann – bleibt dran!

Schwarmverhinderung und Ablegerbildung (BLIB-Imkerkurs für Anfänger AK21, Modul 4 und 5)

Logo BLIB-Imkerkurs für AnfängerUm im BLIB-Imkerkurs für Anfänger nach vier Online-Modulen endlich in die Praxis gehen zu können, nachdem die Corona-Inzidenzzahlen Bambergs, aber auch das Wetter dies ermöglichten, fassten wir zwei bereits online durchgeführte Modulinhalte zusammen, teilten uns in drei Gruppen auf (Sa./So., 08./09.05.21) und wiederholten das Ganze am darauffolgenden Wochenende. Allerdings mussten wir die letzte Gruppe wegen Kalt-Nass-Wetterlage auf später vertrösten. Diese Fülle an Praxisanteilen, wie sie hier beschrieben werden, ist also nicht der Normalfall unseres Anfängerkurses! Daher: Respekt, dass ihr das alle so toll mitgemacht habt!

Grundsätzlich vorgesehen war jeweils das Ausschauhalten nach Weiselzellen und Dämpfen des Schwarmtriebs durch Ablegerbildung. Letzteres war in der ersten Gruppe leider noch nicht möglich. Stattdessen konnten wir ihr das Drohnenrahmen schneiden zur Varroaprophylaxe demonstrieren. Zwei der Gruppen sahen beim Zeichnen der Königin zu. Für alle gibt es hier eingehende Beschreibungen zu unseren Erlebnissen.

1. Material(beschaffungs)tipps

Zu Beginn erläuterten wir die Grundzüge des Aufbaus einer Bienenwohnung und gaben Einkaufstipps zur optimalen Konstruktion des Bodens (ohne Stabilisations-Querstreben), zu Varianten der Absperrgitter (mit Holzrahmen vielversprechend, doch noch in unserer Testphase), zur Beschaffenheit des Kontrollschiebers, also der Windel (aus Kunststoff mit vor Wind schützendem Rand) sowie der praxistauglichen Fluglochverengung (Schaumstoff), nachdem der Ableger seinen vierwöchigen (Interims-)Standplatz erreicht hat.

Für eine unkompliziert Kippkontrolle empfiehlt sich die Anschaffung von falzlosen Beuten, die ein ruckelfreies Verschieben und senkrechtes Aufstellen der Zargen ermöglichen. So kann man sich einen raschen ersten Überblick zur Schwarmstimmung verschaffen.

Sodann besprachen wir das Aussehen einer idealen Brutwabe für die Ablegerbildung, die folgendes Bild ergeben sollte:

  • Auf jeder Seite dreiviertel Brutbrett, im Idealfall Brut in verschiedenen Entwicklungsstadien
  • Bestiftete Zellen (also ein noch stehendes Ei)
  • Im Idealfall eine Weiselzelle
  • KEINE Königin (gut achtgeben, die bleibt natürlich im ursprünglichen Volk zurück)

Gruppe 1 und 2 (Sa. Vor- und Nachmittag) machte sich am Bienenweg auf die Suche nach Weiselzellen und Brutwaben, die Gruppe 2 (So.) am Fünferlessteg. Nicht jede der (5 bis 8-köpfigen Gruppen war hierbei erfolgreich, denn durch die lang anhaltende Kälte heuer war die Volksentwicklung unterschiedlich, meist jedoch stark verzögert. Doch jede Gruppe erlebte dabei etwas „außerplanmäßiges“, und nachfolgend gehen wir darauf ein. Beginnen wir jedoch erst mal mit den Basics (die an sich bereits in Modul 2 und 3 hätten erlebt werden sollen):

2. Werkzeuge beim Imkern und Öffnen der Beute

  1. Stockmeißel
  2. Smoker -> am besten mit Befülleinsatz
  3. Befüllmaterial, z. B. Hanf aus dem Kleintierbedarfsgeschäft
  4. Folie an einem Eck anheben, ein paar Rauchstöße abgeben
  5. Beuten, bestehend aus Zargen, Boden (ohne Stabilisationsstreben), Windel, Holz- und Blechdeckel, Fluglochkeil)
  6. Absperrgitter (bei uns noch in der Testphase mit Holzrahmen)
  7. Abkehrbesen
  8. Wasserflasche, um entleerte, noch glimmende Smokerinhalte sicher zu löschen (hatten wir nicht erwähnt, ist aber wichtig!)
  9. Diverses für das heutige Vorhaben der …
    1. … Weiselzellenkontrolle: Taschenlampe bei trübem Wetter (Anheben Brutraum, reinleuchten von unten), Schälchen für gebrochene Wachsteile
    2. … Ablegerbildung: 1 Zarge mit Boden, Holz- und Blechdeckel, Folie, Spanngurt, Schaumstoff für Fluglochverengung, ummantelter Fluglochkeil nebst Tesakrepp zur sicheren Befestigung, 1 Futterwabe, 2 Mittelwandrähmchen

3. Drohnenrahmen schneiden zur Varroaprophylaxe

Das Entfernen des mit männlichen Larven und Puppen behausten Rähmchens nimmt den Varroendruck vom Volk. Denn durch die Größe und längere Entwicklungsdauer der Drohnen (24 Tage) sammeln sich die meisten Varroen in diesen Brutzellen. Das Drohnenbrutschneiden wirkt sich als biotechnische Varroaprophylaxe langfristig positiv auf die Volksentwicklung aus.

Der Drohnenrahmen, der vor ein paar Wochen eingesetzt wurde (an Position 2 bzw. 9 von 10 Rähmchen), war anfangs komplett frei, also ohne Verdrahtung und Mittelwand. Beim Entnehmen aus dem Volk sollte nun mindestens Dreiviertel der Brut bereits verdeckelt sein. Drohnenrahmen, reif zum Schneiden

Innerhalb eines Zeitraums von ein bis zwei Wochen, also noch vor dem Drohnenschlupf, wird das Brutbrett mit Hilfe des Stockmeißels aus dem Rahmen „geschnitten“. Vorher natürlich kehren wir die noch ansitzenden Bienen über der Beutenöffnung ab. Zur Besichtigung ließen wir aber das noch bebiente Rähmchen einmal in der Gruppe herumgehen.

Der Ausschneidvorgang findet über einer Plastiktüte statt, damit nichts ins Gras fällt und Tierchen anlockt. Das wertvolle Drohnenwachs kann eingefroren oder gekühlt aufbewahrt und dann zeitnah eingeschmolzen werden.

Die Larven lassen sich ggf. an Hühner verfüttern oder der Wildtierhilfe anbieten. Der Drohnenrahmen darf niemals einfach auf einen Kompost- oder Misthaufen geworfen werden, da dies Bienen und andere Tiere anzieht und einer Reinfektion mit der Milbe oder – im schlimmsten Falle – der Verbreitung von Faulbrutsporen Vorschub leistet.

4. Die Ablegerbildung

Eingangs erläuterten wir, was alles zur Ablegerbildung benötigt wird.

4.1 Material-Checkliste zur Ablegerbildung

  1. Zarge
  2. Boden
  3. Windel
  4. Fluglochkeil, Einlassöffnung mit Papier umwickelt
  5. Klebekrepp zum Fixieren des Fluglochkeils
  6. Schaumstoffkeil, etwas kleiner als Einflugloch (wird am Ablegerstandort mit Fluglochkeil ausgetauscht)
  7. Holzdeckel
  8. Blechdeckel
  9. Transportsicherung (2 Pinnnadeln, damit die Waben in der Zarge nicht verrutschen)
  10. Spanngurt
  11. 2 Mittelwandrähmchen, eine als Ersatz für zu entnehmende Brutwabe aus dem Wirtschaftsvolk, die andere für den Ableger
  12. Futterwabe (übrig aus der Frühjahrsdurchsicht)

Brutwabe – nicht optimal, aber ausreichend

 

 

Ablegerbestandteile4.2 Einrichten der Ablegerzarge

Aus einem Wirtschaftsvolk entnommen und im Ablegerkasten an die Position dicht an der Zargenwand gehängt:

  1. Brutwabe (Position 1 / Zargenrand)
  2. Leere Mittelwandwabe (Position 2 / Mitte)
  3. Futterwabe – aus der Frühjahrsdurchsicht aufgehoben (Position 3 / Abschluss) oder, falls keine Futterwabe zur Hand, Honigwabe aus Honigraum (an diese Lücke sodann Mittelwand einhängen)
  4. genügend adulte (Flug- und Pflege-)Bienen aus dem Honigraum einkehren, um die Brut warm halten zu können

Siehe auch Artikel „Eine Wabe ergibt ein Volk“ von Pia Aumeier (2012):
https://www.kiv-en.de/phocadownload/tips/2012_05_eine%20wabe%20ergibt%20ein%20volk.pdf

Ganz so einfach ist diese Suche nach der optimalen Brutwabe zur Ablegerbildung nicht gewesen. Denn durch die Mund-Nase-Masken konnte nicht auf die Bienchen gepustet werden, um sie sanft zu vertreiben, damit wir einen besseren Blick auf die Brutsituation erhalten. Für Anfänger war es also tricky, mit einer Hand die Wabe zu halten, um mit den Fingern der anderen Hand die Bienen behutsam zur Seite zu schieben. Auch die angeschlagenen Brillengläser trugen nicht unbedingt dazu bei, die winzigen Eier zu entdecken.

Wabenunterbau in einem übernommenen Pflegevolk, das nicht optimal geführt werden konnteAußerdem war die Entwicklung wetterbedingt einfach nicht optimal vorangeschritten. Mann kann sich mit zwei weniger starken Bruträhmchen behelfen, doch besser wäre es, abzuwarten. Nun, das konnten wir für den Kursverlauf nicht, daher nahmen wir, was wir bekamen.

Vorher entfernten wir natürlich den Wachsunterbau (siehe Foto oben). Dieser entstand in einem Pflegevolk, welchem wir wegen der Entwicklungsverzögerung noch keinen zweiten Brutraum aufsetzten und heuer zum ersten Male durchsehen konnten. Derartige Abweichungen zeigen aber auch sehr schön, wie wichtig es ist, alle Schritte zuverlässig zur richtigen Zeit durchzuführen.

4.3 Schrittfolge Ablegerbildung

  1. Honigraum abnehmen, wegstellen -> auf Blechdeckel „über Eck“
  2. Nach geeigneter Brutwabe suchen -> 3/4 verdeckelte Brut und Larven in verschiedenen Stadien
  3. In bereit stehender Ablegerbeute einhängen -> Reihenfolge s. 4,2
  4. Rähmchen mit 2 Pinnadeln für Transport sichern
  5. Bienen aus Honigraum (etwa 4 Handflächen voll, von ca. 2 besetzten Waben) in Ablegerbeute einkehren -> diese wärmen die Brut
  6. Den mit Papier umwickelten Fluglochkeil fest arretieren -> mit Klebekrepp sichern
  7. Abdeckfolie auflegen
  8. Holzdeckel auflegen
  9. Mit Spanngurt sichern
  10. Blechdeckel und Fluglochabdichtung (z. B. Schaumstoff) nicht vergessen, mitzunehmen!
  11. Am neuen Ablegerstandort (2-3 km Entfernung) Fluglochkeil auswechseln -> die kleine Einflugöffnung muss sich auf der Seite der Brutwabe befinden
  12. Mind. 25 (-28) Tage warten, bis Königin nachgezogen, dann umsetzen
  13. Nach rund vier Wochen kann das Ablegervolk vom Interimsstandort abgeholt werden. Achten auf sicheren Transport, s. Ablauf oben.
  14. Am neuen Standort nachsehen, ob Königin fit. Dabei ggf. Zeichnen und Volk mit Milchsäure einsprühen (wird in späterem Modul gezeigt)

Brutwabe mit zwei geöffneten Weiselzellen5. Vorgang Schwarmverhinderung & mehr … bei zweizargigem Brutraum

  1. Blechdeckel abnehmen und umgedreht in die Nähe legen
  2. Mit Stockmeißel die Zargen an den Ecken voneinander lösen
  3. Abnehmen des ungeöffneten Honigraums. Nicht am Boden in das Gras abstellen, sondern über Eck auf die umgedrehte Blechhaube
  4. Abnehmen des Absperrgitters unter Rauchgaben
  5. Ankippen und Vorziehen des (oberen) Brutraums an den Kanten des unteren Brutraums entlang („Kippkontrolle“)
  6. Erster Kontrollblick nach Weiselzellenbesatz, dabei können die Rähmchen etwas auseinander bewegt werden, um auch in die Ecken sehen zu können
  7. Spielnäpfchen auf verdächtiges Glänzen oder Schimmern von Flüssigkeit bzw. Eibesatz kontrollieren
  8. Falls Zarge zu schwer wird, kann sie vollständig senkrecht aufgestellt werden
  9. Kontrollieren, ob (an Position 2 bzw. 9) der Drohnenrahmen bereits verdeckelt ist
  10. Bei Sichtung von Weiselzellen: Entscheidung treffen, ob ein Ableger¹ mit der intakten Weiselzelle gebildet werden soll
    Falls ja:

    • Dieses Rähmchen in den Ablegerkasten (an Randposition) setzen
    • Achten darauf, dass die Königin im Ursprungsvolk verbleibt
    • Falls eine andere Brutwabe mi Weiselzelle besser geeignet erscheint, dann erstes Rähmchen wieder zurücksetzen an selbe Entnahmeposition, vorher Weiselzelle brechen
  11. Vollständiges Durchsehen der Rähmchen, vor allem an den Wabenecken und Entfernen der Weiselzellen
    ACHTUNG: Aufpassen auf die Königin! Am besten mit einem Königinnenfanggerät separieren (Dunkel halten, sie ist helles Licht nicht gewohnt)
  12. Falls Drohnenrahmen mind. zu Dreiviertel ausgebaut und verdeckelt, diesen entfernen, ausschneiden (Material in Plastiktüte oder gut verschließbaren Eimer, ggf. einfrieren, später ausschmelzen, da wertvolles Neuwachs) und wieder an selbe Position einsetzen
  13. Falls Brutwabe für Ableger entnommen, Ersatzrähmchen (Mittelwand) in die Mitte des Brutnestes einsetzen (ab Ende Juni an den Brutraumrand setzen!)
  14. Oberen Brutraum wegstellen (Achten auf Richtung, er soll später wieder genau so aufgesetzt werden, wie man ihn abgenommen hat)
  15. Unteren Brutraum durchsehen
  16. Fertig? Rauch geben. Dann wieder zweiten Brutraum aufsetzen
  17. Königin einlaufen lassen und darauf achten, ob sie angenommen wird
  18. Sind alle Rähmchen vollständig? (Drohnenrahmen und ggf. frisches Mittelwandrähmchen bei Brutwabenentnahme). Sind alle Rähmchen wieder eng zusammengerückt (Einhalten des Bee Space)?
  19. Rauch geben. Absperrgitter aufsetzen
  20. Honigraum, Folie, Deckel und Blechhaube aufsetzen.

¹Auf Zwischenablegern (oben aufgesetzt) und Fluglingen (unten angesetzt) oder Brutlingen als weitere Möglichkeiten der Schwarmverhinderung neben dem Weiselzellenbrechen sind wir nicht eingegangen. Dies ist Stoff für unser Vertiefungsseminar, das allerdings erst voraussichtlich für 2022 angesetzt ist.


6. Königin zeichnen

Das Zeichnen der Königin hat den Vorteil, sie schneller im Volk orten zu können. So kann verschärft auf sie geachtet werden, damit ihr nichts passiert. Dazu kann man sie beispielsweise „käfigen“, um rascher arbeiten zu können.

Farbschema KöniginzeichnenNormalerweise wäre heuer die Farbe Weiß an der Reihe. Da die Königin jedoch vom letzten Jahr ist, erhält sie eine andere Farbe. Dies wäre Blau gewesen. Doch da Reinhold alle dunkleren Farben nicht gut sieht, nimmt er generell abwechselnd Gelb oder Weiß. Er darf das, er kennt seine Königinnen 😉

Zunächst muss die Königin natürlich erst gefunden werden. Ein paar Drohnen wähnten sich schon als auserkoren, bevor die Anfänger/innen ihren Irrtum erkannten. Doch hat man zum ersten Mal die richtige Königin gesehen, dann vergisst man ihr hübsches Bild nie mehr. Reinhold versuchte sie vorsichtig zu pflücken, doch an den coronageschuldeten Handschuhen (für die ultrahygienische Weitergabe der Waben von Hand zu Hand) wäre er beinahe gescheitert.

So nahm er ausnahmsweise eine Arbeitsbiene mit auf, die den Aufenthalt der Königin im Röhrchen sicherlich erträglicher gestaltete. Der mit Schaumstoff bestückte Stempel wird vorsichtig nach oben geschoben, bis sich die royale Rückseite zwischen den Stäben zeigt. Ein schneller Farbtupfen auf den oberen Rücken und etwas antrocknen lassen. Nachdem wir mit unserer Arbeit fertig waren – die eingefangene Königin ruhte vor Sonne geschützt unter einem Tuch – ließen wir sie wieder ins Volk einlaufen. Schnell scharte sich ein Hofstaat um sie herum. Glück gehabt, sie wurde wiedererkannt und auch angenommen. Das ist leider nicht immer sicher.

Zwei erlebnisreiche Stunden, die bestimmt unvergesslich bleiben werden. Der letzte „Wiederholung-von-der-Wiederholungs-Gruppentermin“ findet am Sa., 29.05., statt.  Wir  hoffen auf gutes Wetter! Die Inzidenzwerte dürften nun keine Rolle mehr spielen, alles steht auf „Go!“


Fotogalerie Modul 4+5, 08.05.2021, vormittag

Fotogalerie Modul 4+5, 08.05.2021, nachmittag


Fotogalerie Modul 4+5, 09.05.2021


Fotogalerie Modul 4+5, 15.05.2021, vormittag


Fotogalerie Modul 4+5, 16.05.2021, nachmittag

Lieber Besuch zur Saisoneröffnung der Bienen-InfoWabe 2021

Bewölkt und kühl, doch ohne Niederschläge und mit rund 40 Besucher/innen eröffneten wir am Sonntag, den 18. April, die Saison der Bienen-InfoWabe 2021. Heuer nicht wie in den vergangenen Jahren an Ostern, denn unser neuer Turnus heißt: Offen an jedem 3. Sonntag im Monat von April bis September. Dann heißt es für die Bevölkerung „Offenes Haus für alle“ von 14 bis 17 Uhr.

Vergangenes Jahr fiel die Saison pandemiebedingt aus. Doch für heuer wollten wir das nicht mehr gelten lassen. Im Bamberger Bienengarten konnten wir mit genügend Abstand fröhlich mit unseren Gästen plaudern. Wer wollte, durfte einen Blick in unser grünes Klassenzimmer werfen, das unter anderem mit neuer Farbgestaltung aufwartete und auch den langsam zur Neige gehenden Bamberger Lagenhonig erstehen. Immer hübsch nacheinander und mit Maske natürlich sowie bei weit geöffneten gegenüberliegenden Türen.

Unsere geschätzten Gäste

Wir freuten uns über bekannte wie unbekannte Gäste, darunter einige Familien, deren Kinder wir gerne einen Schnellkurs in Sachen „Bienen und Imkerei“ gaben. Sie drehten mit Begeisterung die Trommel der Honigschleuder und erfuhren, wie es im Inneren einer Bienenwohnung aussieht.

Im Folgenden genannt sind insbesondere unsere Bienenpat(inn)en mit Familien und ehemalige wie aktuelle Imkerkursteilnehmende. Fangen wir mit Letzteren an, weil sie an diesem denkwürdigen Tag nach einem Jahr Beinahe-Stillstand die ersten waren!

Jungimkerin Margarethe Hartig (aus AK20) mit Gatte Robert bildete den Beginn des Eröffnungsreigen! Sie brachte uns die Beute zurück, aus der vor wenigen Wochen ihr erstes eigenes Bienenvolk umgesetzt wurde! Garniert hat sie ihren Dank mit einem Bündel frischen Bärlauch, der in der Kühltasche Platz fand, nachdem wir den Eröffnungssekt gemeinsam köpften. Beim Rundgang durch den Garten und zum Lehrbienenstand stellte Marga fest, dass ihre Bienen sehr viel reger ausflogen als unsere. Ja, es war wohl noch ein wenig zu schattig auf dem ERBA-Gelände, doch kein Anlass zur Sorge.

Jochen, ebenfalls aus dem selben Kurs, nutzte den Anlass, sich Tipps zur Nachfütterung und zum Standort für sein erstes Bienenvolk zu holen. Unserer Nachbetreuung können sich ja alle Jungimker/innen noch eine Zeitlang sicher sein. Er bildete das Ende des heutigen Besucherreigens. Dazwischen …

Treue Eröffnungsgäste seit 2017 sind unsere Bienenpaten Anne und Hans Zirkel. Bereits vorab hat sich Hans schon mal etwas bei uns umgesehen, als wir gerade das Wildbienenhotel ertüchtigten. Nun „musste“ auch Anne meine Begeisterung darüber sowie für den Osterbrunnen und die neue Kinderbuchkiste „KIKI“ teilen.

Ebenfalls so gut wie immer dabei, wenn wir Großes feiern und vermutlich Hilfe gebrauchen können, ist Bienenpatin Gabriele Loskarn. Enkelin Luna kennt den Flecken hier inzwischen schon ganz gut und freut sich, dass ihre Oma mit ihr Vorlesezeit verbringt. Natürlich mit einem Büchlein aus unserer Imker-Bibliothek. Tja, bei ihrem letzten Besuch lag noch Schnee.

Bienenpate Anton Hepple mit Gattin Walburga hatten wir zuletzt am Traditionellen Honigmarkt an Faschingsdienstag gesprochen. Die beiden nutzten den Besuch gleich für eine größere Runde ERBA-Spaziergang, nachdem sie sachkundig die Schaubeete inspiziert hatten. Immerhin ist Anton als ehemaliger Amtsleiter „Ländliche Entwicklung“ sozusagen vom Fach und weiß, welche Bedeutung derartige Anlagen für die Bevölkerung besitzen und wie förderlich Lehrgärten für die heranwachsende Generation sind.

Endlich lernen wir auch Rolf Lang kennen, dessen Tochter (nicht nur diese) Bienenpatenschaft arrangiert hat. Mittlerweile hat sich bei uns schon so ein Drang entwickelt, Kathrin genau so zu sehen, als wäre sie selbst eine. Nun hat sie uns auch noch eine ausgemusterte, jedoch tolle Lehrtafel zukommen lassen, die wir am Abend umgehend aufhängten und als perfekte Ergänzung zu unseren anderen Exponaten sehen. Auch die sorgsam von ihr eingesammelten Honiggläser unserer Bienenpaten-Gaben zeigten eindrucksvoll, dass Familie Lang (und Knauer) in Sachen Nachhaltigkeit keine Anleitung braucht. Mit Gottes Gaben sorgfältig umzugehen dürfte also nicht nur für unseren Paten Rolf, der Kirchner der Erlöserkirche ist, ganz normal sein.

Auch die Nachbarschaft hat sich ein Stelldichein bei uns gegeben. Zwei Mitglieder des gegenüberliegenden Interkulturellen Gartens, im Übrigen bekannt mit Marga, schauten mal eben auf ihrem Weg in die Beete bei uns vorbei. Oft winkt man sich ja nur zu, weil jeder emsig was zu tun hat. Wir sollten öfter einfach mal miteinander feiern … nun ja, nach Corona …

Adelinde und Bernhard Gonska, zwei agile Natur- und Umweltschützer/innen mit Leidenschaft, die wir vor zwei Jahren zum Volksbegehren „Rettet die Bienen“ in Aktion kennenlernen durften, boten – neben dem Einholen unseres Bienenbaumes – erneut ihre Dienste an, so sie schließlich in allernächster Nähe wohnen. Sie nutzen unseren Bienengarten oft und gerne zum Verweilen, wie sie uns verrieten. Reinhold zeigte stolz die ersten Knospen des neuen Schau-Pfingstrosenbeetes und auch des Bienenbaumes (Tetradium daniellii), den er dank Bernhards Fahrbereitschaft vergangenes Jahr aus Walsdorf abholte.

Zwischen all den bekannten und – auch mit Masken! – vertrauten Gesichtern der Genannten und der Honigkauf-Stammkund(inn)en freuten wir uns über alle, die zum ersten Mal den Weg zu uns fanden, sicherlich auch aufgrund des Artikels im Fränkischen Tag.

Für diesen sowie alle Besuche, Aufmerksamkeiten, Einkäufe und ermutigenden und lieben Worten danken wir euch von Herzen!

Ja, dieser Blogbeitrag ist lang, Doch vieles, was uns berührte, muss ungeschrieben bleiben, damit’s am Ende kein Buch wird. Wir wollen euch mit dem Bericht ehren und zeigen, wie wichtig ihr uns seid. Reinhold und ich reflektieren unser beider Erlebnisse – wie immer schon – allzu gerne. Für uns wie für euch zur Erinnerung. Denn wie wir seit über einem Jahr feststellen mussten – nichts davon ist selbstverständlich!!!

Auf eine gute neue Bienensaison, mit euch an unserer Seite!

Saisonstart 2021 für Bienenfreunde in Bamberg

Für den Sonntag, 18.04.2021, ist der Saisonstart der Bienen-InfoWabe geplant, die bis September jeweils am dritten Sonntag im Monat für Interessierte aller Altersstufen geöffnet ist. Von 14 bis 17 Uhr stehen Imkermeister Reinhold Burger und Imkerin Ilona Munique für Fragen rund um Bienen, Honig, Imkerei und Natur zur Verfügung.Bienen-InfoWabe mit Schau-Kräuterbeet im Bamberger Bienengarten

Unter den pandeOsterbrunnen im Bamberger Bienengarten, Bienenweg 1miebedingten Regelungen erwartet die Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de die Besucher im Bamberger Bienengarten im ERBA-Park, der jederzeit frei zugänglich ist. Am geschmückten Osterbrunnen lassen sich unter gebotenen Abstand mit Mund-Nase-Schutz praktische Tipps für bienenfreundliche Pflanzen oder Wildbienennisthilfen einholen und Wild- wie Honigbienen beobachten. Auch ist ein Honigkauf unter den üblichen Bedingungen möglich. Zum Jahresprogramm wird unter den gegebenen Umständen zeitnah eingeladen.

Geplant ist am 20. Juni eine Lavendel- und Honigmesse sowie am 18. Juli die traditionell durchgeführte öffentliche Honigernte am Fünferlessteg. Da beide in den Außenanlagen stattfinden, rechnen die Veranstalter mit einem Zustandekommen der Termine. Außerdem findet weiterhin ein zwölfmoduliger Imkerkurs statt, zu dem man sich jederzeit anmelden kann. Es sind noch wenige Restplätze frei. Alle aktuellen Infos sind zu finden unter Aktivitäten und Termine.

Online-Start in den BLIB-Imkerkurs für Anfänger AK21, Module 1-3

Folie Imkerkurs Bienenkrankheiten (BLIB-AK21)Von 12 Modulen des BLIB-Imkerkurs für Anfänger (AK21) sind bereits ein Viertel absolviert. Im Modul 3 zu Bienengesundheit und Bienenkrankheiten glänzten 20 Teilnehmende mit Anwesenheit, sie hatten sich nicht von einem Online-Kurs abschrecken lassen. Noch lässt sich auch das Meiste in der Theorie erläutern. Doch natürlich muss es für unseren ehemaligen Bienenpaten Marco Rust ein wenig heftig sein, so in die Imkerei einzusteigen – ohne direkten Bienenkontakt und dann auch gleich noch mit so einem ersten Thema. Es wird besser, versprochen!

Frage für Frage … jede zu seiner Zeit

Die Teilnahme im Chat war hoch. Es wurden Fragen gestellt, die mal mehr, mal weniger mit den eigentlichen Kursinhalten zu tun hatten. Das liegt auch daran, dass manche bereits mit eigenen Völkern am Start sind oder bereits imkern und völlig verständlich eine Chance auf Einzelberatung sehen. Entweder, wir mussten dann um Geduld bitten und auf nächste Module verweisen, in denen wir der Frage vollumfänglich gerecht werden können, oder wir konnten sie „schnell mal eben“ im Chat beantworten, oder wir verwiesen auf das Kursende, wenn noch Zeit bleibt (was es tat), oder wir behandelten sie nach Kursende in den 15-20 „Service-Minuten“, die wir speziell dafür einplanten. (@Peter: Deine Frage nach den Beutensystemen und -anbietern vertiefen wir in M4 noch mal.)

Die Frage, ob Krankheiten bei Bienen sehr häufig vorkämen, beantworteten wir natürlich für alle sofort. Wer seine Völker gewissenhaft, hygienisch und minimalinvasiv führt, wessen Königin heil und gut versorgt vom Jungfernflug zurückkam und zwei, drei Jahre Legeleistung erbringt, wo die Standortbestimmungen passen (was auch ein Erfahrungswert sein kann) und die Winter nicht zu lange andauern, kann davon ausgehen, „nur“ die üblichen Varroaprobleme in den Griff bekommen zu müssen.

Screenshot-BLIB-Imkeranfängerkurs-AK21-M3Häufige Bienenkrankheiten und Vorkehrungen

Dennoch … vor dem Erreger der (auch im  Landkreis Bamberg gemeldeten) Amerikanischen Faulbrut (AFB), dem Akuten bzw. Chronischen Paralysevirus und vor Nosemose ist kein Volk absolut gefeit. Weitere Krankheiten wie die Maikrankheit (Wassermangel) oder Kalkbrut (zu kalter, zugiger Standort) können jedoch mit einfachen Vorkehrungen verhindert werden.

Screenshot Online-Kurs, Imkeranfängerkurs, AK21, Modul 3, Bienenkrankheiten (Reinhold Burger)So wurde zwar im ABC der Bienenkrankheiten nicht auf alle dezidiert eingegangen, sondern besonders auf Hilfsmittel hingewiesen, die das Erkennen der Krankheiten und dem Wissen um die Sperrbezirke bei AFB (gemeldet im Tsis, TierSeuchenInformationsSystem und in den örtlichen Amtsblättern) möglich machen. Das A und O – und damit auch der erste Teil des Kurses – ist und bleibt die Gesunderhaltung durch Vorbeugung. Hier ging Reinhold auf die den Bienen innewohnenden Abwehrmechanismen ein und stellte positive wie negative Einflussfaktoren vor:

• Nahrung
• Witterung
• Krankheitserreger (Bakterien, Viren, Pilze, Protozoen),
Parasiten,
Bienenschädlinge,
Feinde
• Umweltschadstoffe / Pflanzenschutzmittel
• Imker

Vorbeugende Maßnahmen betreffen die Auswahl gesunder Völker und deren umsichtige Versorgung, wobei die kritische Phase der Unterversorgung im Frühjahr liegt. Also zu einem Zeitpunkt, wenn man meinen könnte: „Juhu, der Winter ist überstanden, mein Volk lebt noch!“ Doch mehrere Kältetage könnten dafür sorgen, dass das sich vermehrende Volk seine allerletzten Reserven anpackt und diese nicht mehr ausreichen, bis die Flugtemperatur bei ca. 10-12° C wieder passt.

Folie-Frühjahrsarbeiten-AK21-M2-BLIB-ImkeranfaengerkursRückschau Modul 2

Darauf gingen wir bereits in Modul 2 am 27.3. ein, das den Frühjahrsarbeiten gewidmet war. Die Durchsicht der Völker sollte über den Futterbestand und dem allgemeinen Gesundheitszustand des Volkes Auskunft geben – vorausgesetzt, man weiß, auf welche Zeichen man Ausschau halten muss. Anhand Fotos ist das zwar zu erklären, doch lieber wäre uns allen natürlich die direkte Anschauung am Lehrbienenstand gewesen.

Wegen der Pandemie dürfen jedoch alle letzt- und diesjährigen Kursteilnehmenden für zwei weitere Jahre die Gelegenheit nutzen, uns wiederholend zu besuchen. Doch ist davon auszugehen, dass sie bis dahin genügend Erfahrungen gesammelt haben, um sich selbst ein Bild machen zu können.

Folie-Zeitvorschau-AK21-M1-BLIB-ImkeranfaengerkursRückschau Modul 1

Für das erste Modul, das am Abend vor M2 stattfand, erläuterten wir die Imkerei im Jahreslauf, gingen auf die Biologie und den Lebensraum von Honigbiene wie auch Wildbienen ein, wiesen auf Literatur und Medientipps zur Selbstinformation hin und stellten die Strukturen und Ansprechpartner/innen in der Imkerei vor. Fortbildung sollte einer jeden Imkerin und jedem Imker über alle aktiven Jahre hinweg selbstverständlich sein. Gerade zu Beginn seiner Leidenschaft ist man sehr aufnahmefähig und nimmt gerne an weiteren Kursprogrammen teil, die allerdings leider momentan wenig angeboten werden. Wir zeigten auf, wo die Termine zu finden sind und wer als Anbieter fungiert.

Leider sind mittlerweile Fördermittel  und Finanzierungshilfen aus öffentlicher Hand stark reduziert worden. Einige unglückliche Mini-Finanzspritze zu Liebig-Dispensern für Imkervereinsmitgliedern erwähnten wir erst gar nicht, da diese sinnlos wegen Nicht-Organisierbarkeit verpufften. An geförderten Großanschaffungen hingegen bleiben prinzipiell noch die Honigschleuder oder ein Wachsschmelztopf übrig. Um diese vom Land Bayern gefördert zu bekommen, ist eine Betriebsnummer notwendig, die – je nach Landkreis – bei der Anmeldung der Völker erteilt wird. In Bamberg geht das getrennte Wege.

Jetzt hoffen wir nur noch darauf, dass sich UNSERE Wege in einer Woche kreuzen werden und wir uns zu Modul 4, der Honigraumerweiterung und Ablegerbildung, am 17. bzw. 18.04. am Lehrbienenstand am Bienenweg endlich persönlich kennenlernen werden. Das einzig Positive an der Pandemie ist, dass drei kleinen Gruppen zwischen 5 und 7 Teilnehmenden gebildet werden und somit Gelegenheit geschaffen ist, viel Zeit für jede/n Einzelnen zu haben.

Wir freuen uns auf euch!

 

Online-Technikcheck läutet Imkerkursbeginn 2021 ein

Technik-Check zum BLIB-Imkerkurs AK21Damit wir kommenden Freitag mit dem Modul 1 des BLIB-Imkerkurs für Anfänger gleich richtig loslegen können, probierten einige der künftigen Teilnehmenden gestern Abend das Einchecken in den Kursraum aus. An sich brauchen sie nur die entsprechend zugemailte Internetadresse für die Jitsi-Plattform eingeben und waren dann auch schon drin.

Bei den meisten funktionierte das reibungslos. Probleme hatten nur diejenigen, die statt des empfohlenen Browsers – Chrome oder Edge – doch lieber noch Firefox nutzten. Dann aber funktoniert der Ton oft nicht optimal. Jemand anderes hatte eine zu alte Hardware, die ebenfalls keinen Ton mehr transportieren konnte. Wieder ein anderer hatte sich lediglich in der Adresszeile vertippt. Für alle konnten wir mit unserer angebotenen telefonischen Hotline Lösungen finden, so dass dem zunächst noch online stattfindenden Beginn des Imkerkurses nichts mehr im Wege steht.

Logo BLIB-Imkerkurs für AnfängerWer sich hierzu noch nachmelden möchte, sollte dies rasch tun (hier Kontaktdaten). Denn auch der nachträglich wegen des hohen Zulaufs aufgemachte zweite Kurs füllt sich zusehends. Nach dem Überweisungseingang des Kursbeitrags (notfalls mit Screenshot bewiesen) senden wir den Zugangslink und führen auch gerne noch einen Einzelcheck durch.

Die ersten drei Module also finden online statt. Für das vierte Modul am 17. und 18.04. teilen wir beide Kurse auf in mehrere Gruppen, die sodann am Lehrbienenstand stattfinden.

Imkeranfängerkurs in Bamberg wegen hoher Nachfrage verdoppelt

Logo Imkerkurs für Anfänger querAb sofort sind weitere Anmeldungen für einen Imkeranfängerkurs bei Bienen-leben-in-Bamberg.de möglich. Wegen der hohen Nachfrage terminieren wir eine inhaltlich parallele Modulreihe. Die neuen bzw. erweiterten Kurszeiten finden Sie hier.

Nicht stattfinden hingegen wird der einwöchige Kompaktkurs. Dieser wird voraussichtlich in den Herbst verschoben.

Wir freuen uns auf unsere neuen Imkerkolleg(inne)n, die einen verantwortungsvollen Beitrag zur Pflege der Honigbienen einüben werden sowie lernen, einen konsequent qualitätsbezogenen Honig ins Glas zu bringen und Wachs wertschätzend zu verarbeiten!