Rähmchenanlieferung … und zwei Tipps!

Die Rähmchenlieferung mitten ins Zentrum von Bamberg stellt uns wie jedes Jahr vor eine logistische Herausforderung. Wohin mit den zwar leichten, allerdings auch sperrigen Teilen? Nun ja, niemand hat etwas gegen den frischen Duft von Holz, also darf ein Teil davon in der nächsten Zeit mit in den Wohnraum. Der Rest der Zanderrähmchen (mit Hofmanns Seitenteilen und modifizierten Oberträgern) wird in einem Nachbarskeller untergebracht.

Zwei Tipps

Tipp 1: Wer mit seiner Bestellung noch zögern sollte, etwa, weil sie oder er vor dem gleichen Problem stehen oder der Januar mit all seinen Abbuchungen gerad einen finanziellen Engpass verursacht  … denkt euch ganz rasch einen Plan B aus. Denn viele (Online-)Geschäfte, vor allem die günstigeren unter ihnen, sind teilweise bereits ausverkauft!

Stapel Mittelwände für die ImkereiSobald wir unser Altwachs in etwa einer Woche mittels kürzlich gelieferter Wachsschleuder eingeschmolzen haben, können wir nach einigen Tagen des Ruhens und Reifens der erstarrenden Masse die ersten Mittelwände gießen.

Tipp 2: Wer noch neu in dem „Geschäft“ ist und außerdem einen Ausflug ins momentan ruhige Bamberg machen möchte, kann sich anmelden zu unserem Vertiefungsseminar bzw. Workshop Wachsgießen (Mittelwand) am Sa., 11.02.23, 14.30 – 17.00 Uhr.

Da wir keinen Internet-Shop installieren wollen, gibt’s auch kein Online-Anmeldeverfahren. Also einfach anrufen oder mailen, Daten im Impressum.

Transparenzbericht 2022

Der 1.607-te Weblogbeitrag spannt in Form unseres jährlichen Transparenzberichts einen Bogen über unsere Highlights, Ziele, Aufgaben und Ergebnisse in 2022. Er endet in einer Vorschau unserer Pläne für das laufende Jahr.

Die Highlights und Hauptangebote 2022

Gründung und Mitgliederversammlung des Förderkreises Bienenleben Bamberg e. V. (FKBB)

Anwesende Gründungsmitglieder am 20.03.2022 "Förderkreis Bienenleben Bamberg e. V.", FKBB e. V., v. l. n. r.: Dr. Peter Ruderich, Annemarie Rudel, Gabriele Loskarn (Kassenwartin), Hans Zirkel (Beirat), Anne Zirkel (Beirätin), Yaneth Klein (Beirätin), Reinhold Burger (2. Vorsitzender); vorne: Peter Gack und Ilona Munique (1. Vorsitzende)Bereits bei der Erbauung der Bienen-InfoWabe (2015) war ein eigener Förderkreis angedacht, doch aus Zeitgründen nicht zu realisieren. Nun stellten wir am 20.03. mit 14 Gründungsmitgliedern anlässlich des notwendigen Trägerwechsels (vollzogen am 23.03.) mit dem FKBB ein starkes Team auf. Was sich dadurch ändert – oder auch nicht – ist als Nachtrag auf der Seite Trägerwechsel nachzulesen.

Logo FKBB e. V.Der neue Förderkreis garantiert ein unbeschwertes Entfalten unserer mehrfach ausgezeichneten, nun mehr über 10 Jahre agierenden Initiative zum Wohl der Bienen. Er wird unsere Vorhaben laut Satzung ideell, finanziell und mit Tatkraft unterstützen – genau so, wie auch unsere Bienenpat*innen es von Beginn an bereits taten. Möge Segen auf allem liegen.

Die Erste Ordentliche Mitgliederversammlung des FKBB fand am 29.05.2022 in der Bienen-InfoWabe statt.

Vorstand des FKBB e. V. zur ersten Sitzung in der Geschichte des Förderkreis Bienenleben Bamberg e. V.

Vorstand des FKBB e. V. zur ersten Sitzung in der Geschichte des Förderkreis Bienenleben Bamberg e. V. (v.l.n.r.: Yaneth, Ilona, Nikolaus, Gabi, Reinhold, Hans, Anne)

Logo BLIB, Jubiläum 10 Jahre Bienen-leben-in-Bamberg.deJubiläum 10 Jahre Bienen-leben-in-Bamberg.de

Den Stichtag für den Jahrestag der Initiative legten wir mit dem ersten Weblogbeitrag fest, also den 30.10.2022.

Elisabeth Burger und Ilona mit Häkelbienen zum Jubiläum "10 Jahre Bienen-leben-in-Bamberg.de" 2022Für alle im Jahr 2022 uns unterstützenden 40 Bienenpat*innen gab es von der allerersten Paten, Elisabeth Burger, ein von ihr selbstgehäkeltes Jubiläumsbienchen namens „Elma“.
Auch dir, liebe Elisabeth, herzlichen Glückwunsch zu deinem 10-jährigen Bienenpatenjubiläum!

Specials zu den BIWa-Sonntagsöffnungen:

  • „Lavendel- und Honigmesse“ (Juni)

Lavendel- und Honigmesse 2022Der BIWa-Saisoneröffnung im April folgten die immer am 3. Sonntag im Monat stattfindenden Öffnungen im Mai und Juni, in letzterem Monat mit der Lavendel- und Honigmesse am heißesten Tag des Jahres. Da deshalb viel Lavendel übrig blieb, bauten wir spontan einen Sinnespfad (s. u.).

  • „Öffentliche Honigernte“ zur BIWa-Sonntagsöffnung (Juli)

Zur Öffentlichen Honigernte hier eine kleine Fotoauswahl, die für sich spricht.

  • Saison-Abschlussfeier mit Vergabe des Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreises (BBU) (September)

Initiatoren und Vorsitzende anlässlich der Saison-Abschlussfeier der Bienen-InfoWabe in BambergNach der zweijährigen Pandemie-Pause vergibt seit diesem Jahr nunmehr der FKBB e. V. den BBU. Er entlastet durch seine aktive Mithilfe anlässlich der Saison-Abschlussfeier die Initiative spürbar.

1. Preis Honiggold an Agnes Brandner und Hainschule, Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis 2022 (BBU22)Für das musikalische Rahmenprogramm sorgte die Gruppe „Bauklötze staunen“ mit Patrick Lumma (Geige) und Reinhard Sures (Gitarre und Percussion). Die BBU-Peisträger*innen 2022 sind hier vorgestellt.

Imkerkurse für Anfänger (AK22)

Teilnehmerwohnorte, Radius, Einzugsbereich AK22Logo BLIB Imkerkurs für Anfänger (m)16 Imkerkurs-Teilnehmende, erstmals mit 11 Damen und 5 Herren überwiegend weiblich geprägt, kamen aus Bamberg und dem oftmals weiten Umfeld (Maroldsweisach, Kulmbach, Hirschaid, Frensdorf, Pommersfelden, Grettstadt, Haßfurt, Bischberg und Hallstadt). 12 von Ihnen konnten nach 12 Modulen bereits mit dem Imkerkursnachweis abschließen.

Altes, verrostetes FahrradtSTADTRADELN 2022 – Team „Bienen-leben-in-Bamberg.de“

Ranking Kommune Bamberg Stadtradeln 202213 Radelnde im Team „Bienen-leben-in-Bamberg.de“ holten sich innerhalb von drei Wochen mit 2.846 Km (im Schnitt 218 pro Radler/in) beim STADTRADELN 2022 den Rang 36 bei 100 aktiven Teams – und intern ein paar Honiggläser als Preis für den Schweiß. Wie bereits in den Vorjahren landeten wir im obersten Mittelfeld der Kommune. Damit vermieden wir über 438 Kilo CO₂ – also den Verbrauch von 5 Waschmaschinen (aus den TopTen der energiesparendsten!) pro Jahr.

Montage Infofries an der Bienen-InfoWabe, Bienenweg 1, BambergProjekt „Sprechende Bienen-InfoWabe“ / Erweiterung Informationskonzept

Der Informationsfries rund um die Bienen-InfoWabe (Bild-/Texttafeln) sowie eine Puzzlebeute wurden durch Bürgermeister Jonas Glüsenkamp am 1. Juni eingeweiht. Beide Projektteile sind interaktiv mittels Links und QR-Codes als Hörtexte zum größten Teil bereits eingespielt, um Leseschwache oder Sehbehinderte mitzunehmen. Die Fördermittel für die „Sprechende Bienen-InfoWabe“ stammten aus dem Unterstützungsfond III der Stadt Bamberg.

Gruppenfoto zur Einweihung Infofries und Puzzlebeute durch Bgm. Jonas Glüsenkamp © Pressestelle Stadt Bamberg, Sebastian Martin

Start Dauer-Projekt „Fledermausblumen“

Aufgabe Fledermausblumen; Bienenführung für Bienenpartin Diana Martin und MR ACR-Team ErlangenGrößengeeignete, wasser- und UV-beständige Fledermausaufkleber, die auf den botanischen Pflanzschildern die nachtaktiven Pflanzen kennzeichnen, eine entsprechende Unter-Webseite und eine Printliste sorgen für anschauliche Informationen und werden spaß-und nutzbringend für Gruppenaktionen bei Führungen eingesetzt.

Sinnespfad im Bamberger BienengartenGrundschule Baunach, Klasse 2c aus Reckendorf, zum Schulbienen-Unterricht der Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.deStart Dauer-Projekt „Sinnespfad“

Der Barfußweg im Bamberger Bienengarten entstand spontan mit übriggebliebenen Lavendel, dem wir Katzenminze und Thymian beigesellten. Als dufter Icebreaker kam der Sinnespfad bei unseren jungen Gästen hervorragend an.

Urkunde zur Zertifizierung "Naturgarten – Bayern blüht" für Bamberger Bienengarten der Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de 2022Naturgarten-Zertifizierung des Bamberger Bienengartens

Gruppenbild zur Zertifizierung 2022 "Naturgarten – Bayern blüht"Der Bamberger Bienengarten als ein Schau-Areal für bienenfreundliche Pflanzungen erhielt die Zertifizierung „Naturgarten – Bayern blüht“. Die Feier dazu fand inklusive Grußworten des Bürgermeisters, des stellvertretenden Landrats und Verbändevertreter in Sassendorf statt.

Fazits zum Jahr 2022

  • Kummer blickt zurück, Sorge blickt umher, Zuversicht blickt empor. (Unbekannt)
  • „Um Großes zu erreichen, braucht es zwei Dinge: einen Plan und nicht genug Zeit“ (Leonard Bernstein)

Unsere sechs Kern-Aktivitäten im Einzelnen

Franz-Ludwig-Gymnasium Bamberg, Klasse 7 zum Schulbienen-Unterricht am 27.07.22 in der Bienen-InfoWabe, Bienen-leben-in-Bamberg.de1. Die „Bamberger Schulbiene“ und Unterrichte

Grundsätzlich sind die Aktivitäten der Bamberger Schulbiene auf einer eigenen Tagebuchseite nachzulesen.

2. Bienenpatenschaften

  • Unsere Bienenpatenschaften werden für den Zeitraum von zwei Jahren abgeschlossen. Die Inflation und steigende Lebenshaltungskosten hatten wir allerdings ebenfalls zu spüren bekommen. Doch zum Ende des Jahres waren es bei  immer noch 37 (40) Bienenpatenschaften bei 2 Neuanmeldungen und 20  Verlängerungen (5x zum 2. Mal, 5x zum 3. Mal, 3x zum 4. Mal, 6x zum 5. Mal, 1x zum 6. Mal). Alle Verlängerungen sind bewusste, aktive Entscheidungen „pro Biene“. Herzlichen Dank für euer Vertrauen in die Initiative!
  • Unsere Bienenpat(inn)en wurden mit 4 Bienenpaten-Newslettern (durchschnittlich je rund 9 Seiten) und 12 (13) Rundmails auf dem Laufenden gehalten.

Infofries an der Bienen-InfoWabe, Bienenweg 1, Bamberg3. Bienen-InfoWabe

  • Zum Jahresprogramm der Bienen-InfoWabe im Erba-Park (s. a. Archiv 2022) gab es weniger Einschränkungen als in den zwei Corona-Jahren zuvor.
  • 6 BIWa-Sonntagsöffnungen für die Bevölkerung, 5 davon mit besonderen Aktivitäten, s. o.
  • Aus den Unterstützungsfond III der Stadt Bamberg erhielten 4 Großprojekte einen positiven Bescheid: „Sprechende Bienen-InfoWabe“ mit Infofries und Puzzlebeute, PV-Anlage, Bio-Toilette, Kinderschutzanzüge mit Schrank.
    Ein 5. Großprojekt aus dem Unterstützungsfond IV, die Wachsschleuer, ist finanziell nicht der Initiative oder dem FKBB zuzuordnen, sondern der betrieblichen Imkerei, soll jedoch ebenfalls für ehrenamtliche Zwecke eingesetzt werden.
    Das Gesamtfördervolumen beträgt rund 20.000 Euro, wird jedoch nicht vollständig abgerufen, da wir Preisrabatte ausschöpf(t)en.

4. Bamberger Bienengarten

Saisonstart Bienen-InfoWabe Ostersonntag, 17.04.2022Neben der obligatorischen Bienengartenpflege, den trockenheitsbedingten höchst aufwändigen Gießaktionen und dem alljährlichen Neuanstrich von Sitzbänken gab es folgende Neuerungen bzw. Aktivitäten:

  • Osterbrunnen am Pumpbrunnen
  • Grundlegende Erneuerung des Pumpbrunnen-Areals mit Kieseinbringung
  • Aufwertung der Blühwiese mit angebohrten Hartholzstämmen für Wildbienen
  • Sinnespfad, s. o. unter Highlights
  • Erneuerung der Betriebszeiten- und Begrüßungstafel und weiterer Informationstafeln sowie 52 neu gestaltete botanische Pflanzsschilder
  • Reparatur des Außen-Pavillons nach einem sturmbedingten Knick

5. (Lehr-)Bienenstandorte

  • AK22, Modul 7, Honigernte Villa Dessauer, Imkerkurs für Anfänger vonBienen-leben-in-Bamberg.deMit Stand Dezember wurden 25 (2021: 24) Völker an 7 (8 minus 1)* Bienenstandorten geführt, die neben ihrer Aufgabe als Lehrbienenstände auch den Bamberger Lagenhonig hervorbringen. Einige davon sind Jungvölker und reserviert für unsere Imkerkurs-Teilnehmenden, sobald sie sich als Jungimker/innen qualifiziert haben.
  • Einge unserer Völker sind mit einer Bienenpatenschaft verbunden.

* Der Standort „Villa Dessauer“ musste wegen Gartenumgestaltung leider aufgelöst werden.

6. Medien- und Öffentlichkeitsarbeit

Um das Bienenthema in der Bevölkerung breit zu verankern, setzen wir auf eine kontinuierliche Medien- und Öffentlichkeitsarbeit. Sie nimmt vor allem Bezug auf unsere Aktivitäten und Termine, über die wir auf verschiedenen Kanälen umfassend berichten.

Medial setzen wir dabei auf eine breit gestreute Pressearbeit, außerdem auf Weblog-Beiträge und parallel erfolgende Postings via Social-Media-Plattformen Facebook: Bamberger Schulbiene https://www.facebook.com/bamberger.schulbiene und Twitter: https://twitter.com/HalloSchulbiene (nur noch passiv) sowie Vorträge.

Neu hinzugekommen ist Mastadon im Fediverse, die Adresse lautet: https://mastodon.bayern/@schulbiene

a) Aktivitäten / Termine

  • MP Markus Söder im Zeidelmuseum zumZeidlermarkt 2022 in Feucht3 Exkursionen (Muttertagsausflug nach Feucht (Zeidlermarkt, Zeidelmuseum, Einweihung Zeidel-Lehrpfad) und 2x FKBB-Exkursionen nach KLG Oberhaid und Handthal)
  • 1 BAmbrosiustag auf dem Spezial-Keller
  • 48 (2021: 42) Artikelabdrucke (Pressespiegel) von 15 (12) Pressemitteilungen, darunter 1 größere Reportage (BlattGrün 2/22).
  • 145 (2020: 141) Weblog-Beiträge, veröffentlicht unter „Bienen-leben-in-Bamberg.de“ mit 45.410 (47.928) Besucher/innen, die 84.670 (77.840) Seiten ansahen (Steigerung um 8,7% zum Vorjahr). Die Beiträge dienen neben der Öffentlichkeitsarbeit auch uns selbst als Reflexions- und Lernmöglichkeit sowie als Archiv. Alle Beiträge werden verantwortungsbewusst auf der Grundlage eigener Erfahrungswerte und im Abgleich mit sorgfältiger Recherche in geeigneten Quellen verfasst sowie fast ausschließlich mit eigenen Fotos bestückt.
  • Pflege der Webseiten des Imker und Bienenzuchtverein Bamberg Stadt und Land e. V. (IBZV) (bis 01.2022)
  • Pflege der Imker-Bibliothek. Nach Rücküberstellung der vereinseigenen Bücher des IBZV bei Beendung des Amts als Bücherwart und Löschung aus unserem Verzeichnis beträgt der Bestand 268 Medien, davon 64 Rezensionsexemplare (bedeutet: kostenlose Verlagsexemplare für unsere Buchbesprechungen, zu finden in unserem Weblog).

b) Background – unterstützende Aktivitäten im Hintergrund

  • Teilnahme an Fortbildungen

Up-to-date-bleiben ist uns selbstverständlich. Kontinuierliche Fort- und Weiterbildung wird aber auch im Hinblick auf die ehrenamtliche Tätigkeit von Reinhold Burger als Bienensachverständiger eingefordert und nachzuweisen.

  1. Teilnahme Veitshöchheimer Imkerforum zum Schwerpunktthema „Klimawandel“ (Online)
  2. Teilnahme an VHS-Kurs „Webseiten abmahnsicher gestalten“ (Online)
  3. Teilnahme „Die lange Nacht der Bienenwissenschaft“, AG der Institute für Bienenforschung (Online)
  4. Teilnahme Vortrag „Besteuerung von Vereinen“ des Finanzamtes Bamberg
  5. Teilnahme Vortrag „Chemiefrei Imkern [Bannwabenverfahren]“ (von Richard Kaiser für Imkerverein Bamberg)
  6. Teilnahme an Fortbildung für Bienensachverständige und Fachwarte (Institut für Bienenkunde und Imkerei, Veitshöchheim) (Online)
  • Kooperations- / (politische) Kontaktarbeit / Netzwerken / Pressetermine

  • Öffentlichkeitsarbeits- und Auskunftsmaterial
  • Beratung / Besondere Hilfeleistungen
    • Verschiedene Standortberatungen und -überprüfungen (Bamberg und Umgebung) für angehende Jungimker/innen
    • Bienensachverständigen-Einsätze (Reinhold Burger) in Bamberg und Umgebung
    • Telefonische Beratungen und Vermittlungen von gesichteten Bienenschwärmen
    • Standort-Umstellung der „Hainbrummer“ wegen Bauarbeiten

Geld- und Sach-Spenden

Wie immer dürfen wir für die allfälligen Unterhaltskosten (Schulmaterial, Bücher, Bienengarten, Mobilar- und Materialkauf bzw. -erhaltung etc.) auf unsere rund 40 Bienenpatinnen und -paten zählen – ob über ihre Beiträge oder darüber hinausgehende Beiträge. Sodann gab es hohe Summen aus den Unterstützungsfonds der Stadt Bamberg, s. o. unter „Bienen-InfoWabe“. Näheres zu Spenden hier.

Dankeschön 🙂 an …

    • Bräuninger, Wolfgang
    • Brehm, Michaela
    • Dehler, Jürgen
    • Gonska, Bernhard und Adelinde
    • Held, Hartmut
    • Kellermann, Gabi und Bernhard
    • Mama von Anne Göpel
    • Obst- und Gartenbauverein Bamberg-Wildensorg
    • Saam, Sabine
    • Schlenker, Gisela und Thomas
    • Schöbb, Andrea
    • Stadt Bamberg bzw. Bürger*innen (Fördermittel aus Steuermittel)
    • Wachter, Uwe
    • Weingärtner, Leo und Monika
    • Weiss, Stefan

… und allen anderen Unterstützer/innen, die sich in jeglicher Weise um Bambergs Bienenwelt bemühen. Eure Hilfe stärkt unsere Region nachhaltig!

Die (unerwartet) anforderungsstärksten Vorkommnisse in 2022

  1. Förderkreisgründung wegen Trägerwechsel der Bienen-InfoWabe
  2. Programm erstellen für FKBB mit zwei Exkursionen (KLG Oberhaid und Handthal), 3 Vorstandssitzungen und Mitgliederversammlung
  3. Abräumen der Völker am Standort Villa Dessauer wegen Skulpturengarten-Umgestaltung
  4. Anlage eines duftenden Barfußpfades / Sinnespfads im Bienengarten
  5. Planung, Antragsgestaltung und (Teil-)Umsetzung von 5 Großprojekten zur Ausschöpfung des neu eingerichteten Unterstützungsfonds mit Folgefond der Stadt Bamberg (s. u. „Die elementaren Vorhaben 2022, Punkt 7 sowie s. o. unter Highlights)

Die elementaren Vorhaben von 2022 – und was daraus wurde

  1. Projekt „Sprechende Bienen-InfoWabe“ – erreicht
    1. Anfertigen eines Informationsfrieses an der Bienen-InfoWabe – erreicht
    2. Schau-Bienenbeute (Puzzlebeute) zum „Be-Greifen“ – erreicht
  2. Anfertigen von botanischen Pflanzschildern für das Schau-Pfingstrosenbeet erreicht
  3. Erweiterung des Kiesbettes für das Pumpbrunnenarealerreicht
  4. Aufstellung von 7 angebohrten Baumstämmen als Wildbienennisthilfe und Umfriedung der Blühwiese erreicht in Teilen
  5. Durchführung eines Imkeranfängerkurses (AK22)erreicht
  6. Nachholung der wg. Pandemie verschobenen Abschlussfeiern für unsere Jungimker/innen aus Anfängerkursen – angeboten anlässlich BAmbrosiustag
  7. Herausgabe des Kinderbuches „Miamaria, die Weihnachtshonigbiene“ – verschoben zu Gunsten 5 neuer Großprojekte („Sprechende Bienen-InfoWabe“ mit Infofries und Puzzlebeute, PV-Anlage, Bio-Toilette, Kinderschutzanzüge mit Schrank, Wachsschleuder)
  8. Projekt „Teilen und Behandeln“ mit Erfahrungsbericht – teilerreicht, Erfahrungsbericht mündend in Vertiefungsseminar 2023
  9. Wiederaufnahme der Schulbienen-Unterrichte und weiterer Führungen je nach Pandemiebedingungen – erreicht
  10. Nachtrag: Jubiläum 10 Jahre Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de – Geschenk „Elma“ für alle Bienenpat*innen – erreicht

Pläne für 2023

  1. Fördermittelprojekt „Wachsschleuder“ – Inbetriebnahme und Unterrichtsangebot
  2. MonatsBeeTrachtungen mit Stammtisch einführen
  3. Jubiläum 10 Jahre Bamberger Schulbiene – Geschenke an Bamberger Schulen
  4. Fördermittelprojekt „Schulbiene unter Strom“ – Photovoltaik-Anlage auf der BIWa – Planung, Fundraising und Installation
  5. Fördermittelprojekt Bio-Toilettenanlage (Trockentoilette) im Bienengarten – Planung, Fundraising und Installation
  6. Schulbienen-Unterrichte, Imker-Anfängerkurs (AK23) und Vertiefungsseminare durchführen
  7. Fördermittelprojekt „Imkerschutzanzüge für Kinder und Schrank für Aufbewahrung“ – Inbetriebnahme
  8. Projekt „Kunst im Bienengarten – sehen, fühlen, erleben“ – Planung und Fundraising
  9. Ankauf von Bienenstockwaagen für die Teilnahme am TrachtNet (falls förderfähig)
  10. Veranstaltungen für BIWa-Sonntagsöffnung (Osterbrunnen, Lavendel- und Honigmesse, Saisonabschluss mit Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis)  / Workshop Sensenkurs / Exkursion „Schätze der Buger Wiesen“

Unser übergeordnetes Ziel

Der Erhalt der Bienenwelt in Bamberg ist unsere Leitschnur.
Wir legen dabei den Fokus auf die Honigbiene, da wir hier die weitreichendsten Qualifikationen haben. Dennoch richten wir bei unserem Tun auch ein Augenmerk auf die Artenvielfalt von Wildbienen und anderen Insekten und schließen die entsprechende Flora mit ein.

Wie gehen wir dabei vor?
Wir eröffnen nachhaltige Perspektiven auch für diejenigen an den Honigbienen und ihrer Pflege sowie an Imkerei und Honig Interessierten, die keinem Imkerverein angehören wollen oder wo Angebote vor Ort fehlen. Informierend, beratend, vermittelnd, motivierend, Gemeinschaft anbietend und … ja, manchmal sogar tröstend.

Beim Thema Wildbienen installieren wir Beispielanlagen im Bienengarten, beschaffen Literatur und setzen auf Multiplikatoren und Synergien aus und mit anderen qualifizierten Institutionen und Angeboten, bspw. BUND Naturschutz, LBV und anerkannte Kapazitäten.

Was wollen wir nicht?
Immer mehr Jungimker/innen mit immer weniger Einsicht in eine verantwortungsvolle Bienenhaltung. Immer mehr Wildbienenhotel, die gut gedacht, jedoch schlecht gemacht sind.

[Frühere Transparenzberichte]

„Der Abend hat sich gelohnt!“ – Erster Stammtisch „MonatsBeeTrachtungen“ 2023

Erste MonatsBeeTrachtungmit Stammtisch

Zum Schutz der Privatsphäre wurde das Foto verfremdet.

Stimmungsbild

Hubert aus Prölsdorf war sichtlich zufrieden. Lange schon wartete er auf eine Gelegenheit des Austausches. „Bei uns ist seit einiger Zeit einfach nichts zusammengekommen“, bedauerte er und war sehr angetan, dass sich nun alle vier Wochen eine Möglichkeit auftut. Die Fahrt dafür nimmt er gerne in Kauf. Am Ende verabschiedete er sich mit den Worten: „Der Abend hat sich für mich gelohnt!“

Ebenso für Silvia aus Kulmbach (!), die meinte: „Hier komme ich endlich mal dazu, über alles nachzudenken. Im Alltag geht das nicht so einfach.“ Yaneth aus Bamberg (Foto) fand das Konzept der MonatsBeeTrachtungen sehr angenehm und passend. Peter will das nächste Mal seinen Freund mitbringen. Thomas, Josef und Wolfgang sind ebenfalls auf Wiederholung aus.

Bei all den positiven Stimmen bleibt’s also dabei: Die MonatsBeetrachtungen mit Stammtisch jeden zweiten Mittwoch des Monats sind fest eingeplant.

Gäste

Unsere FKBB-Beirätin Yaneth Klein zum ersten MonatsBeeTrachtungen-StammtischNatürlich waren wir sehr gespannt, wer sich auf den Weg zum Jahnwehr an der Galgenfuhr machen würde. Gleich ein Dutzend Imker/innen jeder Erfahrungsstufe fanden sich im Vereinshain in Bamberg ein, um sich mit ihren und unseren Lieblingsthemen zu beschäftigen: Bienen, Honig, Imkerei und Natur. Wer in welchem Verein war, war dabei unwichtig.

Es war wohl auch jede Kenntnisstufe vertreten: Ob in den Startlöchern eines neuen Hobbys stehend oder langjährig Erfahrung habend, ob (kürzliche) Absolvent*innen unseres Imkeranfängerkurses oder uns schon länger vertraute Kolleg*innen … auch eine Kapazität wie Richard Kaiser aus der Betriebsweise des Bannwabenverfahrens konnte sich als geschätzter Gast wohlfühlen.

Ablauf

Wie angekündigt gab’s von uns – also Reinhold Burger und Ilona Munique – einen kurzen Input in Form einer Monatvorschau („MonatsBeeTrachtung“) zu o. g. Themenfeldern. Um 19 Uhr ging’s los, und da Reinhold sein Versprechen hielt, im Anschluss an eine andere Vorstandssitzung baldigst nachzukommen, konnten wir auch im Nebenzimmer gleich loslegen. Bei all den freundlichen und nach einem entspannten Beisammensein regelrecht lechzenden Kolleg*innen fiel aller Frust der vergangenen Zeit, ob Coronaabstand, Maskentragen und anderem Ungemach, schlagartig von uns.

Obwohl wir uns mit den Inputs kurz fassen wollten, um schnell zu einem lockeren Austausch überzugehen, dauerte die anschließende Fragerunde doch länger als erwartet. Uns war das aber recht so, wir freuten uns über das offenkundige Interesse.

Biene an Christrose, Helleborus nigerNachdem der Einstieg ein pflanzlicher war – es ging um die phänomenalen Christrosen und die Zaubernuss, bestand vor allem Informationsbedrf zur Restentmilbung in Bezug auf die optimale Umgebungstemperatur und dem wirksamsten Produkt bzw. Mittel. Meinungen wurden vorurteilsfrei angehört, diskutiert und neu bewertet, und den Neulingen hat es doch auch einen Einblick geben können, wie ernsthaft man darum ringt, das Beste für die Bienen zu erwirken.

Weniger „lebenswichtig“, vielmehr lebensmitteltechnisch ging es beim Thema Honigeintrag zu. Desweiteren wurden Rezepte für die kosmetische Wachsverarbeitung ausgetauscht und … ja, auch lecker gegessen und getrunken!

Versprechen

Wir hoffen, … nein, wir sorgen (!) dafür, dass es immer so friedlich bleiben wird, auch bei Grundsatzdiskussionen. Zitat eines Altimkers: „Ich habe schon fast die Lust am Imkern verloren, weil’s mir so mancher verleidet hat.“ Und mögen auch andere herumstänkern, beispielsweise in den Sozialen Medien … in unserer Gegenwart haben harsche Worte keinen Platz. Das versprechen wir euch. Denn Frieden fängt bei jedem Einzelnen an. Wer stichig ist, wird umgeweiselt … äh, an den Nachbarstisch gesetzt. 😉

In diesem Sinne … wir freuen uns sehr auf 11 weitere „MonatsBeeTrachtungen“ mit Stammtisch-Inputs im Jahr 2023, jeden 2. Mittwoch im Monat. Der nächste also am 8. Februar, 19 Uhr. See you!

Monatsbetrachtungen Januar 2023 zu Bienen und Imkerei


Wir wünschen allen unseren Leserinnen und Lesern ein Gutes Neues Jahr sowie gesunde Bienen und stets volle Honigtöpfe!


Übersicht

Phänologie und Bienen

Winterjasmin

Biene an Christrose, Helleborus niger

Bis auf ein paar Ausnahmen ruht im Winter die Vegetation. Genauso unsere Bienen, die in ihrem Stock zusammen­­ge­kuschelt in einer Wintertraube sitzen. Sollte die Außentemperatur über 10 °C liegen, nutzen sie dies für einen Reinigungsflug. Die wenigen blühenden Pflanzen in den Gärten sind jetzt die Christrose (Helleborus niger), der Winterjasmin (Jasmin nudiflorum) und die Zaubernuss (Hamamelis). Sie dienen Bienen als erste Trachtpflanzen im Jahr.

Kontrollgänge

Wir winterten unsere Völker ausreichend stark ein, mit möglichst wenig Varroamilben belastet, mit ausreichend Futter versorgt sowie von jungen Königinnen zusammengehalten („regiert”), außerdem auf frischem Wabenwerk sitzend. Die Restentmilbung führten wir am 17.12.22 durch. Erste Windelkontrollen nach Weihnachten stimmten uns zuversichtlich. Die Zahl der abgefallenen Milben lag im Rahmen der Erwartung.

Katzenkopf gegen SpechtschadenAn den Bienen ist im Januar (fast) nichts mehr zu tun. Auf Kontrollgängen nach Neujahr werden wir noch die restlichen Windeln von der Restentmilbung herausnehmen, beurteilen und reinigen. An einigen wenig durch Menschen frequentierten Bienenständen achten wir besonders auf Spechtschäden. Vorbeugend hatten wir an diesen Ständen zur Abschreckung Bilder von Katzenköpfen angebracht.

Wachsverarbeitung

In der Regel ist es im Januar kalt und die Bienen bleiben in ihrem Zuhause. Gute Bedingung, um ungestört im Freien das liegengebliebene Altwachs mit einem Dampfwachsschmelzer zu verarbeiteten. So vorbereitet lässt sich vielleicht auch schon die eine oder andere Mittelwandwabe gießen.

Wer natürlich eine Hamag-Wachsschleuder sein Eigen nennen darf, ist relativ unabhängig vom Wetter – sofern innerhalb eines Raumes aufgestellt. Ab heuer gehören wir ebenfalls zu den Glücklichen. Davon profitieren werden unsere Imkerkursteilnehmenden, die den „Tesla unter den Imkergerätschaften“ mit nutzen dürfen.

Reparaturen

SpechtschadenIm Winter ist endlich Zeit für Beutenreparaturen. Oftmals müssen Spechtlöcher gestopft oder abgesplittertes Holz an den Außenseiten verkittet werden. Um die Innenseiten der Beuten allerdings kümmern sich die Bienen mit ihren Spezialkitt, dem Propolis, selbst.

Schmökern

Jetzt ist die beste Zeit, die letzten Ausgaben eurer Imkerzeitschrift gründlicher zu lesen. Oder meine Monatsbetrachtungen des Vorjahres oder die der anderen Imkerkolleg(inn)en nochmals durchzusehen. Auch bereits gelesene Bücher nehme ich gerne erneut zur Hand. Mit den Erfahrungen des zurückliegenden Jahres entdecke ich immer wieder neue Aspekte und gewinne neue Erkenntnisse. Lasst euch außerdem von den Titeln unserer Imkerbibliothek inspirieren. Hier geht es zum Bestandsverzeichnis.Literatur zur Imkerei der Imker-Bibliothek

Planen

Den Winter nutzen wir für die Planung. Wohin soll sich unsere Imkerei heuer entwickeln und welche Materialien benötigen wir dazu? Was wollen wir anders machen und welche Schwerpunkte sollen gesetzt werden? Es empfiehlt sich, bereits jetzt im Imkerhandel zu bestellen und nicht erst im Frühjahr, wenn ALLE Imkermaterialien kaufen möchten.

Termine

Mi., 11.01.23 | ab 19 Uhr
MonatsBeeTrachtungen Januar / Februar (mit Stammtisch)

Wo? Vereinshain am Jahnwehr in Bamberg – Parkmöglichkeiten zuhauf, behindertengerecht
Für wen? Imker/innen und alle Interessierten, auch ohne Kenntnisse und Ambitionen, aber mit viel Liebe zu Bienen, Honig, Imkerei und Natur!
Was? Informative Vorschau zu aktuellen imkerlichen Arbeiten des laufenden Monats und phänomenologische Hinweise zu Blühtrachten. Mit Meinungsaustausch bei geselligem Beisammensein und Schwofen über unsere Lieblingsthemen.
Referenten? Reinhold Burger (Bienenwirtschaftsmeister u. -sachverständiger) und Ilona Munique (Imkerin)

*24* Adventskalender der Bamberger Schulbiene 2022

Wo ich kürzlich schon mal bei Rezepten waren … heute das Heilig-Abend-Rezensions-Highlight aus der gleichen Themenecke! Heißer Tipp: Druckt doch einfach einen Gutschein aus und bestellt es für euren Vorsatz zu einem veränderten Lebensstil im Neuen Jahr!

Cover Felicitias Prenzel, Fees vegane VerwöhnkücheDie Kompetenz

Über 30 Jahre vegetarische bzw. später rein vegane Lebensweise, Kochvorführungen und Catering nebst Naturwaren-Online-Shop zeugen von der Begeisterung und Kompetenz fürs Vegane der Autorin Felicitas „Fee“ Prenzel aus York. Als ehemalige Bambergerin und – noch viel wichtiger – als eine unserer langjährigsten Bienenpatinnen – können wir ihre völlig undogmatische, jedoch konsequente Hingabe an das Schöne und Gute im Leben, am besten tierleidfrei, als authentisch bestätigen und bewundern.

Der Anfang …

… eines veränderten Ernährungsstils für so manch einer handfesten (nicht nur fränkischen) Köchin oder eines Kochs könnte tatsächlich mit „Fees vegane Verwöhnküche“ vonstatten gehen. Denn es enthält leicht verständliche und umsetzbare „Kreative Rezepte […] von süss bis herzhaft“. Wobei sich das Kreative mit ausdrücklicher Aufforderung der Autorin beim Austauschen von Zutaten entfalten kann, was gerade bei Allergien und Unverträglichkeiten Not tut. Ohnehin sind Angaben zu Glutenfrei, Sojafrei und Rawfood, also Rohkost, löblicherweise gleich unter der Überschrift angebracht.

Aufbau und Übersichtlichkeit

Das Rezeptbuch ist aufgeteilt in Art eines Mehrgänge-Menüs, also in Aufstriche & Dips, Salate, Fingerfood & Vorspeisen, Suppen, Hauptgericht, Desserts und Backvergnügen. Das Vorwort (eine Seite) sollte gelesen werden, meint Fee, wie auch das Buch selbst, was vor allem für Vegan-Unerfahrene zu empfehlen ist.

Allen Rezepten ist gemein, dass die Zutatenliste mit den Hauptbestandteilen beginnt, daran anschließend die Zubereitungsflüssigkeiten wie Öle, Gemüsebrühe, Sahne, Sirup oder Weine etc. und am Ende die Würzmittel. Sehr praktisch, da einem schon beim Durchgehen der Einkaufsliste die Zubereitung vor Augen steht.

Die Zubereitungsanweisungen selbst sind in Ziffernfolge kurz und knackig auf den Punkt gebracht. Wer außerdem der Vorwortempfehlung folgt, erst alle Zutaten abzuwiegen und vorzubereiten, sollte stresslos einen Punkt nach dem anderen abarbeiten können. So bleibt mehr Zeit zum Genießen – selbstverständlich vor aufgeräumter Küchenkulisse. Denn von der Mama lernen, dass alles ordentlich nach Gebrauch zurückgestellt werden sollte, ist nicht verkehrt. Das war’s aber dann auch schon mit „Belehrungen“.

Die Rezepte schließen punktuell mit „Zaubermöglichkeiten“, also ganz im Sinne der Fee in Feegans Logo. Diese bestehen aus Hinweisen zur richtigen Vorarbeits- oder Aufbewahrungsweise, also z. B., ob das Einfrieren zum Zwecke einer entspannten Zeitplanung möglich ist, oder welche Rezeptabwandlungen ebenfalls gut ankommen, oder wie die Gerichte lecker verlängert werden könnten u. v. m.

Das Ende …

… stellt das Kapitel „Glossar, Kochtipps und Küchengeräte“ dar und ist mit der sehr sympathischen, weil ehrlich und pragmatischen Warnung eingeleitet: „Wichtig: Nicht immer sind alle hier genannten Produkte super gesund. […] ich denke, alles in Maßen genossen ist nicht immer geich ein großer Schaden.“

Quod erat demonstrandum durch die Autorin selbst, die die Beweisführung durch ihre sportliche Figur gleich selbst antritt. Ich kenne einige, die Fleisch und Wurst durch vegane Sorten eins zu eins ersetzen und durch die dabei konsumierte Menge von Saitan oder Weizen üppig zugelegt hatten. Diesen Kompromiss, lediglich nachgemachte Ersatzprodukte zu verwenden, geht Fee nur selten ein, siehe die „Currywurst“. Allerdings ist das von ihr empfohlene Produkt um rund ein Drittel kalorienärmer. Der „Schinken“ hingegen ist aus raffiniert mariniertem Reispapier, der „Hering“ aus Auberginen, das „Hack“ aus Sojagranulat (ich selbst bevorzuge übrigens grobes Buchweizen) … ja, und wenn man’s nicht wüsste … macht den Test ruhig mal mit eurer Familie!

Weitere Alternativzutaten (zum Teil mit Firmenbezeichnung oder weiterführendem Link) helfen bei der Umstellung. Beispielsweise Nori-Algen für alles, was nach Fisch schmecken soll. Besonderer Service: Wer eine Zutat nicht auffinden kann, darf sich getrost an die Autorin unter info [at] veegan [dot] de wenden.

Und ja, wir haben es entdeckt! Honig verwendet Felicitas zwar nicht, lehnt die Bienenhaltung jedoch auch nicht generell ab. Sie schreibt, dass sie seit 2013 eine Bienenpatenschaft bei uns als Herzensangelegenheit eingegangen ist. Und wir möchten für empfindsame Gemüter anführen, dass Honig nicht im Bienenmagen selbst entsteht, sondern der Nektar in einer inwandigen Tasche, der Honigblase, nach Hause in den Stock getragen und mit Enzymen (also keinesfalls Spucke!) angereichert wird. Auch wird bei uns keine massierte Tierhaltung praktiziert, also viele Stöcke auf engem Raum gehalten. Doch ohne Honigbienen keine ausreichende Bestäubung von Massentrachten, also Obstbäume, Gemüsefelder, Beeren und keine Artenvielfalt von Pflanzen. Nur mal so.

Umgekehrt steht bei Felicitas zwei Paten-Apfelbäume, und natürlich ebenfalls Bienen. Wir freuen uns auf einen Erntebesuch bei euch!

Ja, da wir die (Erst-)Familie seit längerer Zeit kennen, war es für mich nett, die das Buch abschließende „Danksagung“ zu lesen. So hatte ich ihre Töchter und auch Eric direkt vor Augen. Für alle anderen Leser/innen könnte der Blick „hinter den Tresen“ aber ebenfalls interessant sein, da der Aufwand bei der Entstehung eines Buches gut nachvollzogen werden kann.

Fazit

(Nicht nur) für vegan lebende Menschen eine Fundgrube an umsetzbaren Rezepten, die alle mit – privat wie professionell entstandenen – sehr ansprechenden und reichlichen Fotos unterfüttert wurden.

Die Anleitungen sind leicht verständlich, da schnörkellos, doch mit einem Schuss „persönlichem Stil“ versehen. Das Sellerieschnitzel ist im Übrigen bereits seit meiner Jugend mein persönlicher Renner, wie auch das Chili sin carne. Es sollte also für jeden Geschmack und für jedes Lebensalter etwas dabei sein. Einzig Getränke fehlen, doch als aktive Tennisspielerin wird Felicitas, wie alle fitness- und figurbewussten Menschen, ohnehin Mineralwasser bevorzugen. Das Motto „Man schütte ein Glas Rotwein in den Koch …“ dürfte nicht so ganz zu ihrem Konzept passen. Lebenslustig ist Felicitas „Fee“ Prenzel auf jeden Fall trotzdem, das kann ich beschwören!

„Fees vegane Verwöhnküche“ ist alles andere als moralinsauer, sondern leistet „mit viel Freude und Herzblut“ […] einen Beitrag zu einer veganen Welt“, so in der Danksagung zu lesen. Also dann … die Zeit zwischen den Jahren nutzen und einfach mal ausprobieren!


Prenzel, Felicitas: Fees vegane Verwöhnküche.1. Auflage. Bernhardswald : Lusinia Verlag, 2022. 126 S. ISBN 978-3-9815403-5-2.


P. S.: Die Rezensentin und ihr Partner kochen täglich frisch und mit Genuss, und hin und wieder auch mit (regionaler) Metzgerware, … tja, und zu gerne mag Ilona Fisch. Sie ist deshalb froh über Fees Satz: „Jede vegane Mahlzeit zählt“, denn das kann sie durchaus erfüllen, mit dem Kochbuch ihrer „Altes-Land-Freundin“ sicher noch ein Stück inspirierter. Und das Motto erinnert sie doch sehr an ihr eigenes: „Jede Biene und jede/r Imker/in zählt“. Dennoch müssen nicht alle Menschen Imker/innen sein, und wir spielen auch nicht Honig- gegen Wildbienen aus. So, wie Fee glücklerweise nicht in ihren Freundschaften mit „Fleischfresser(inn)en versus Veganer(innen)“. Liebe Fee, wir umarmen dich und sind stolz auf dein tolles Werk!

*23* Adventskalender der Bamberger Schulbiene 2022

Der Autor

Cover-Foken-Bamberg-KlimawandelThomas Foken ist Professor im Ruhestand für Mikrometeorologie an der Universität Bayreuth am Bayreuther Zentrum für Ökologie und Umweltforschung. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Wechselwirkung zwischen der Erdoberfläche und der Atmosphäre sowie die Messung und Modellierung von Energie- und Stoffflüssen. Den Bamberger Bürger(inne)n ist er als Vortragender sowie geschätzter Gast von Podiumsdiskussionen bekannt und wird gern als Spezialist für Klima und Klimawandel in Nordbayern eingeladen, nicht nur zu seinem Buch „Bamberg im Klimawandel“.

Lokaler Fokus und Intention

Der Fokus auf Bamberg und sein Umland unterscheidet das Buch von zahlreichen anderen Publikationen zum Thema Klima und Klimawandel. Es gibt nur für wenige Städte in Deutschland gezielte Studien, die bereits eingetretene Klimaänderungen der jeweiligen Stadt betrachten und einen Blick in die Zukunft richten. Bamberg darf sich mit dem vorliegenden Buch glücklich schätzen.

Absicht des Buches ist es, ein Bewusstsein zu schaffen, dass der Klimawandel auch in der Bamberger Gegend schon zu beträchtlichen Änderungen von Wetter und Klima geführt hat. Es will zu Klimaschutzmaßnahmen ermutigen, um unsere lebenswerte Umgebung zu erhalten.

Inhalt

Das Buch ist gut strukturiert und logisch aufgebaut. Das erste Kapitel führt verständlich ein in die komplexe Materie der Klimakunde. Daran schließt sich ein auch unter geschichtlichem Gesichtspunkt interessanter Abschnitt zur Wetterbeobachtung und -messung in Bamberg an. Darin wird der Weg nebst seinen Schwierigkeiten dargestellt, wie man zu einer homogenisierten Klimareihe für die Jahre 1836 bis heute kommt.

Das nächste Kapitel befasst sich mit dem Bamberger Klima im Speziellen, wie beispielsweise dem Stadtklima, dem Parkklima, dem Waldklima oder dem Biergarten bzw. „Keller-Klima“, um nur einige zu nennen. Ab circa der Hälfte des Buches wird der Wandel des Klimas für Bamberg detailliert beschrieben und diskutiert.

Der Schluss geht auf die Frage ein, was denn jede/r Einzelne zum Klimaschutz beitragen könne. Abgerundet wird das Buch durch ein Glossar und Quellenverzeichnis.

Fazit

Ein rundum gelungenes Werk. Der Autor versteht es gut, die komplexen Zusammenhänge der Klimatologie verständlich zu vermitteln. Der Leserin bzw. der Leser wird mitgenommen auf dem Weg von der Analyse hin zur Interpretation und welche Bedeutung die „nackten“ Klimamessungen für das Leben in der Stadt haben können. Ein populärwissenschaftliches Buch, das durch seine Quellenangaben den Bezug zu seinen wissenschaftlichen Grundlagen herzustellen vermag. Es sollte Pflichtlektüre für alle am Wohlergehen Bamberg Interessierten, vor allem aber der politischen Entscheidungsträger sein.


Foken, Thomas: Bamberg im Klimawandel. Bamberg : Erich Weiß. 2021. 128 S. ISBN 978-3-940821-85-0.

Im Bestand unserer Imker-Bibliothek.

*22* Adventskalender der Bamberger Schulbiene 2022

Deckblatt Umwelt-Kalender 2023 / BSB, Bamberger Service BetriebeKurz vorm Fest dreht sich – mal ganz ehrlich! – fast alles um den Genuss. Folgerichtig geht’s heute in unserem Adventskalender um einen appetitanregenden Rezepte-Kalender, dem das Etikett „Genussla“, welches für ein Regionalsiegel steht, angeheftet wurde. Leider nur auf dem Vorsatzblatt, wo es spätestens am 1. Januar 2023 dem Vergessen anheim fällt. Schade, denn eine Wiederholung des Logos auf allen 12 doppelseitig aufhängbaren Monatsblättern (oben Foto, unten Text) wäre keine große Sache gewesen. Eine verpasste Chance, fortwährend an den regionalen Einkauf zu erinnern, in diesem Falle in Bamberg und Umgebung.

Herausgeber und Zielgruppe

Doch die heimischen Fans des samstäglichen Bauernmarktes an der Promenade und mit seiner abgespeckten Variante an den Mittwochen, oder auch die Stammkund(inn)en der hiesigen Direktvermarkter/innen sowie die Einkäufer/innen am Grünen Markt haben’s ja ohnehin längst verinnerlicht. Für diese dürfte der Umwelt-Kalender (später sicher auch als PDF erhältlich) – im Übrigen der originale Name – ein willkommener Impuls sein, frei nach dem Motto einer Facebook-Gruppe „Wos kochmä denn a weng“.

Um die Titel-Irritation aufzulösen – der Umwelt-Kalender der Bamberger Service Betriebe (BSB) des Klima- und Umweltamts der Stadt Bamberg erscheint jährlich mit der festen Rubrik „Abfallkalendarium“, also den Entsorgungsterminen für Restmüll, Altpapier, Gelber Sack bzw. Tonne und Windelsack – sowie einem jährlich wechselnden Motto zu „lokalen, überregionalen und globalen Umweltthemen“. Heuer also Rezepte. Hm, na ja, macht ja irgendwie Sinn, wenn man das Abfallgeschehen während der Essenszubereitung und auch danach (siehe Windel) eher unverkrampft sehen kann.

Die Rezepte

Von dem einen oder anderen Gewürz einmal abgesehen sind alle Rezepte mit regional käuflichen Zutaten umsetzbar. Selbst Ingwer wird mittlerweile erfolgreich in Oberfranken angebaut. Nicht alle Menüs sind original Bambergerisch oder Oberfränkisch, etwa wie im Januar mit der berühmten gefüllten „Bamberer Zwiebel“ und im Februar mit dem Schäuferla (mit Endung -a ist er hiesig, mit Endung -e ist er bereits ein Mittelfranke!) und im Dezember mit einem „Karpfen in Rauchbiersoße“. (Vielleicht ist das traditionelle Weihnachtsmenü im nächsten Jahr auch wieder bezahlbar.)

Zwischen diesen (wenigen) Hauptgerichten geht es ansonsten Querbeet und mit „Kraut und Rüben“ zu … von Salaten über Suppen bis zu Quiche und Nachspeisen. Gegenwärtig sind frisch-gesunde, mit allerlei Beiwerk angereicherte leichte Schüsselinhalte ohnehin die Renner. Insofern – die Auswahl dürfte bei den meisten ankommen.

Auch wir steuerten als Lizenznehmer/innen des Regionalsiegels ein Rezept bei – natürlich mit Honig! Allerdings finden sich die erbetenen und von den zahlreichen Regionalanbieter/innen eingereichten Rezepte leider nicht im gedruckten Kalender wieder. Dafür aber auf den Genussla-Seiten, die heuer neu aufgesetzt wurden. Hier entdeckt ihr auch die in der Printausgabe (von unbekannt) erstellten Rezepte wieder. Praktisch für diejenigen, die keinen der 4.500 Kalender ergattern konnten, weil nicht in Bamberg wohnend.

By the way: Wir erlauben uns, stellvertretend für alle anderen Lizenznehmer/innen-Rezept auf unseren Wildkräutersalat mit Huhn zu verlinken. Zumal die Imker/innen unter uns leider das Nachsehen haben, denn keines der 12 Rezepte verwendet dieses wunderbare Ur-Produkt. Snüff.

Die Aufmachung

Die Haptik suggeriert (außer bei Deck- und Schlussblatt) umweltfreundliches Papier. Die anregenden Fotos von (überwiegend) Lara Müller können daher verständlicherweise nicht so toll wirken wie auf Hochglanzpapier. Allerdings finde ich lediglich die Angabe eines klimaneutralen Drucklabels (ClimatePartner) und keine Verlagsangabe. Wir wissen also nicht, ob a) Deutschland und b) tatsächlich auf umweltfreundlichem Papier gedruckt wurde.

Zu den erwähnten aufhängbaren Doppelseiten in Spiralbindung gesellt sich eingangs das Vorwort hinzu, und zwar von Jonas Glüsenkamp (2. Bürgermeister Bamberg, Referent für Klima, Personal (ehem. Umwelt, ehem. Mobilität) und Soziales) sowie Thomas Beese (Berufsmäßiger Stadtrat, Baureferent und Technischer Werksleiter der EBB).

Im Abspann findet sich die Straßenliste der Abfuhrbezirke und Abfuhrtage und einige Blätter mit weiteren Informationen rund um das Thema Entsorgung in der Stadt Bamberg.

Fazit

Ein bisschen bin ich unzufrieden, weil im Umwelt-Kalende 2023 keine Rezeptaufnahmen der Genussla-Lizenznehmenden erfolgten, die Logo-Anbringung nicht auf allen Monaten fürs permanente Bewusstmachen des noch ziemlich neu relaunchten Siegels Genussla erfolgte, die Fotos etwas flau rüberkommen, zu den Rezepten meist keine Portionsangaben zu finden sind, , und … na ja, … nirgends die Zutat „Honig“ auftaucht. Doch vermutlich bin nur ich empfindlich, die (Windel-)Abfuhrtermine gleich neben den Rezepten stehen zu sehen.

Aaaaber … ein dickes Lob für den kostenlosen Beitrag zum Umweltschutz für die Bamberger Bürger/innen! Und Gratulation zum 30.-ten Male der Herausgabe eines inhaltlich interessanten und inspirierenden wie auch regional-informierenden Umwelt-Kalenders, diesmal also mit Rezepten für ein „genussvolles, nachhaltiges und gesundes Jahr 2023“ – womit ich das Vorwort zitiere und damit schließen will. Lasst euch das neue Jahr gut schmecken! Und … immer schön sauber bleiben!


Umwelt-Kalender 2023 : Genussla.de Entdecke die Genusslandschaft / BSB, Bamberger Service Betriebe [Stadt Bamberg, Klima- und Umweltamt]. 2022. [16 Blätter].

Oxalsäurebehandlung, Restentmilbung (BLIB-Imkerkurs für Anfänger AK22, Modul 12)

Zum letzten Modul im Fortbildungsjahr 2022 erschienen am Samstag, den 18.12. um 8.30 und um 9.00 Uhr unsere Kursteilnehmer/innen des BLIB-Imkerkurses für Anfänger. zur Praxis der Oxalsäurebehandlung. Die Theorie brachten wir in Kombination mit dem Modul 9 zur Wabenhygiene und Varroabehandlung im August bereits zu Gehör.

Die Temperatur für die Restentmilbung war mit Minus 6 °C perfekt. Lasst euch nicht von der Packungsempfehlung irritieren, die eine Behandlung bei  Plus 3 °C empfiehlt. Plustemperaturen haben sich als Richtwert sowohl durch verschiedene Studien als auch durch unsere Erfahrungen als ungünstig erwiesen.

Was ist Oxalsäure?

Oxalsäure ist eine organische Säure, wie sie auch im Rhabarber, in schwarzem und grünem Tee und sogar in Schokolade zu finden ist. Sie ist zwar keine „Wellness-Behandlung“ für die Bienen, doch gegen die Varroamilbe hilft sie recht effizient. Richtig angewandt liegt ihr Wirkungsgrad bei über 95%.

Die Oxalsäure wirkt – im Gegensatz zur Ameisensäure – nicht in die verdeckelten Brutzellen hinein. Als Kontaktgift erreicht sie nur die Varroamilben, die auf den Bienen selbst sitzen. Für den Erfolg der Träufelbehandlung ist daher die (weitgehende) Brutfreiheit Voraussetzung.

Wann behandeln wir?

Spätestens drei Wochen nach den ersten Frösten sind die Völker in der Regel brutfrei, auch, wenn es bis zum Behandlungstermin zwischenzeitlich mal wieder wärmer wurde. Bevor die vor Weihnachten bei uns ziemlich übliche Warmfront einsetzt, sollte die Behandlung erfolgt sein. Denn nach Weihnachten wird’s kritisch. Denn bereits um die Wintersonnenwende am 21.12. fangen die Bienen oftmals wieder zum Brüten an.

Bei einer Temperatur von 0 Grad, erfahrungsgemäß besser sogar noch etliche Grad darunter, kann die Behandlung erfolgen. Am besten wäre es, es bliebe auch ein paar Tage später noch kalt. So kuscheln sich die Bienen zusammen und geben damit die Säure untereinander gut weiter. Seid ihr euch unsicher, dann befragt die Varroawettervorhersage.

Oxalsäurebehandlung Schritt für Schritt

Das Video zeigt das Vorgehen ausführlich.

1. Vorbereitung zuhause. Die in der Apotheke, im Imkerfachhandel oder über den Imkerverein erstandene Oxalsäurelösung (Oxalsäuredihydratlösung 3,5 % (m/V) ad us. vet.) vorbereiten, d. h. entsprechend der jeweiligen Gebrauchsinformation mit Zucker versetzen, falls sie nicht bereits schon als fertiges Produkt gemischt ist. Zur Menge siehe unter Punkt 7.

2. Anwärmen. Die Oxalsäure muss bei der Verabreichung handwarm sein. Also entweder gut verpacken oder in einer ausrangierten Thermoskanne transportieren, der vorsorglich ein Totenkopfzeichen aufgeklebt werden sollte.

3. An der Beute: Die Windel einlegen. An ihr werden wir direkt im Anschluss der Behandlung ablesen, ob zu viel Säure durch die Gassen abgeflossen und damit wirkungslos geblieben ist, oder ob die Flüssigkeit die Bienen direkt erreicht hat. Circa eine Woche nach der Behandlung lässt sich anhand des Milbenfalls der Befallsgrad mit Varroen bzw. der Behandlungserfolg abschätzen.

4. Spritze: An die Spritze einen Plastikschlauch befestigen und eine Pipettenspitze am Schlauchende aufstecken.

5. Sicherheit: Säurefeste Einmalhandschuhe überziehen und im besten Falle Schutzbrille aufziehen. Wer ohnehin eine Brille trägt, ist wenigstens ein bisschen geschützt.

6. Spritze aufziehen. Menge: Bei kleinen, auf einer Zarge sitzenden Völkern ca. 25-30 ml, bis sehr starken, auf zwei Zargen überwinternden Völker ca. 50 ml Oxalsäurelösung. Pro besetzte Wabengasse entspricht das ca. 5-6 ml.
Hilfreich ist auch die Faustformel: Anzahl besetzter Wabengassen, ohne Mitzählen der schwach besetzten Gassen links und rechts der Wintertraube, daran eine 0 hängen, ergibt die Menge der erforderlichen Säure in Milliliter. Beispiel: 4 besetzte Wabengassen (ohne die Randwabengassen), eine 0 dranhängen, ergibt also 40 ml.

7. Behandlungsvorgang bei zwei Zargen

Obere Zarge vorne (Fluglochseite) ankippen und gleichmäßig in die geöffnete Wintertraube träufeln. (Die Wintertraube sitzt meist vorne über dem Flugloch, da sie ihre Wintervorräte entgegengesetzt vom Eingang einlagern.)
Es ist ausreichend, nur den unteren Teil der Traube zu behandeln. Die Bienen also nur in der unteren Zarge je zweimal in jede Wabengasse träufeln. Den Rest kreuz und quer obenauf verteilen.

Bei einzargiger Beute bzw. Ableger nur den Deckel öffnen und die Oxalsäurelösung auf die Bienen in den Wabengassen träufeln. Nach Möglichkeit vermeiden, die Säure auf die Rähmchen zu bringen. Dort ist sie für die Behandlung wirkungslos.

Falls die Traube weiter unten sitzt, ist eine Taschenlampe hilfreich, um die besetzten Gassen zu finden.

8. Windelkontrolle durchführen nach einer Woche. Etwa 80% der Milben fallen in den ersten sieben Tagen nach der Behandlung. Insgesamt hält der Milbenfall drei bis vier Wochen lang an.

Allerdings kann man ohnehin nicht mehr viel ausrichten, egal, welches Ergebnis man vorfindet. So die vorherigen Ameisensäurebehandlungen erfolgreich waren und keine Reinvasion den mühsam errungenen Erfolg zunichte machte, sollten sich nur wenige Milben zwischen den Wachsstückchen abzeichnen. Fallen mehr als 500 bis 1000 Milben, dann ist bei der Spätsommerbehandlung etwas schief gelaufen.

ACHTUNG: Die Träufelbehandlung keinesfalls wiederholen! Eine zweite Behandlung verursacht einen stark erhöhten Bienenabgang, was die Überwinterung des Volkes gefährdet. Eine zu geringe Population schafft es nicht mehr, sich warm zu halten.

Hier noch ein Literaturtipp: „Führen Sie die winterliche Restentmilbung durch!“ / Infobrief vom 12.12.2022 / Institut für Bienenkunde Celle. (PDF)

Rechtliches

1. Seit Anfang 2017 ist auch eine Sprühbehandlung zulässig

2. Seit 01.10.2018 ist die Oxalsäure ad. us. vet. nicht mehr apothekenpflichtig, sondern freiverkäuflich. (Wir haben uns dennoch gegen das Sprühen entschieden, um die Wintertraube nicht mehr als ohnehin nötig auseinander zu reißen.)

3. Seit 28.01.2022 gilt das neue Tierarzneimittelgesetz (TAMG) und damit die Dokumentationspflicht für die Tiermedikamentation. Buchführung also: Welches Volk wurde wann mit welcher Dosis behandelt inkl. Kassenbeleg des Medikaments.

Und jetzt – einen enspannten 4. Advent für euch und unsere Bienen, die wir erst wieder im neuen Jahr besuchen werden. Oder auch mal zwischendrin, um mögliche Spechtschäden an den Beuten zu kontrollieren!

*12* Adventskalender der Bamberger Schulbiene 2022

Tolle Nachrichten hinter dem Halbzeit-Türchen! Im Gegensatz zur gedeckelten Teilfinanzierung von Photovoltaik-Anlage und Bio-Toilette konnte unserem Fördermittelantrag für 33 Kinderanzüge mit Imkerhut und einen Kleiderschrank voll ensprochen werden.

Bisher behalfen wir uns mit einem halben Dutzend Imkerhüten für die Ängstlicheren unter den Kindern, oder ganz einfach, weil das Verkleiden Spaß macht. Nun möchten wir jedoch ALLEN diesen Spaß gönnen, also auch bis zu 33 Kindern einer Schulklasse. Außerdem lässt sich das Besuchen der Bienen in den Sommer hinein verlängern. Normalerweise werden dann nämlich die Völker nicht mehr für den Publikumskontakt geöffnet. Die Bienen sind dann weniger verträglich, da sie den nahen Herbst spüren.

Wir freuen uns auf die neue Saison, wenn die ersten Kinder sich als künftige Imker/innen fühlen dürfen und hoffentlich später an die tollen Stunden bei der Bamberger Schulbiene denken!

Die Förderung in Höhe von € 2.200 verdanken wir erneut dem Unterstützungsfond I der Stadt Bamberg, die Bürgermeister Jonas Glüsenkamp initiiert hat – und natürlich dem Entscheidergremium!

Ilona mit verschleierten Kinder vor dem Imkern

BAmbrosiustag 2022 unterm Vollmond

Vollmond am BAmbrosiustag, 7.12.2022 auf dem StephansbergUnsere heitere kleine BAmbrosius-Runde zur Feier des Heiligen Ambrosius bzw. „Tag des Honigs“ auf dem Spezial-Keller lernte am 07.12.2022 allerhand dazu. Entzückt ließen wir uns von Stefan in eine Sternenhimmel-App mitnehmen und bewunderten die Vollmond-Nacht auf dem Stephansberg an der Sternwarte. Bei Glühwein, Pfefferminztee und Bockbier nebst Linsensuppe ließ es sich knappe zwei Stunden lang gut aushalten.

BLIB-Team am BAmbrosiustag
Als aber die Füße allzu kalt wurden, stiegen wir den Hügel doch lieber wieder herab. Leider war der Spezi-Keller durch zwei Weihnachtsfeiern voll besetzt. Nächstes Jahr suche ich uns eine wärmere Location. Aber dann ist ja auch die Pandemie hoffentlich vorüber, so dass uns Indoor wieder eine Option ist.

Es hat viel Spaß gemacht mit euch, liebe Bienenpaten – Rita, Stefan und Gabi – und mit den Förderkreismitgliedern Yaneth, Nikolaus (ja, aber nicht DER, den ihr jetzt meint! und nochmals Gabi in Personalunion nebst Reinhold … und na ja, hoffentlich auch mit meiner Wenigkeit! Die im Übrigen einen kurzen Überblick über die Finanzlage zu unseren beiden Projekten (PV-Anlage und Bio-Toilette) gab. Stefan stellte uns daraufhin seine Geburtstagsgabe in Aussicht, so dass sich die noch fehlende Deckungssumme auf 15.430 Euro verringert. DANKE dafür … und an alle fürs Kommen!Deko auf dem Spezi-Keller