Wachsverarbeitung (BLIB-Imkerkurs für Anfänger AK20, Modul 10)

Wachs war und ist im Grunde immer noch wertvoller als Honig. Im Rahmen des Imkeranfängerkurses trafen wir uns im Welterbe-Garten zum Modul 10, „Wachsverarbeitung“. Netterweise sandte Petrus die letzten Tropfen über die Gärtnerstadt nur bis fünf Minuten vor 14 Uhr. Schnell also noch die Bänke abgewischt, die Masken zurechtgerückt und los ging’s mit der Wachsverarbeitung an 5 Stationen. 

Inmkerkurs, Modul 10, Wachsverarbeitung

Wachsverarbeitung an 5 Stationen

Die Phasen der Wachsbearbeitung lassen sich in einem früheren und sehr ausführlichen Blogbeitrag mit Checklisten nachlesen. Daher hier nur Ergänzungen.

Entscheidend für die Verarbeitungsweise ist immer das Ausgangsmaterial, also ob Entdeckelungswachs, Drohnenwachs, Altwaben oder geschmolzenes, gereinigtes Grundwachs zur Mittelwandwabenherstellung. Dementsprechend benötigt man unterschiedliche Geräte und Hilfmittel.

Vieles lässt sich im normalen Haushalt finden – natürlich erst nach Absprache mit den Küchenverantwortlichen! Allerdings raten wir davon ab, benutzte Teile in die Spülmaschine zu geben, denn das Wachs verstopft dauerhaft die Düsen. Altgediente Teile können aber so einer neuen Verwendung zugeführt werden.

Manche teure Geräte lohnen sich nur für größere Mengen, so die Mittelwaben-Wachspresse oder ein elektrischer Schmelztopf. Oft gibt es dafür (nicht ganz so kommoden, aber brauchbaren) Ersatz. Andere Geräte wie ein Trafo-Einlöter sind zwar ebenfalls nicht gerade billig, doch unverzichtbar. Da muss man in den sauren Apfel beißen. Eventuell kann man sich manches mit anderen Imker(inn)en teilen.

Und vor allem: Erst anschaffen, wenn man die (länderspezifischen) Fördermöglichkeiten überprüft hat! Denn das Rechnungsdatum ist entscheidend! Bereits vorhandene Imkergeräte sind nicht förderfähig. [Für Bayern -> Förderwegweiser -> MayMBL], s. a. Blogbeitrag Amtliches und rechtliches zur Bienenhaltung]

Fotogalerie AK20, Modul 10

Literatur

NLiteratur zu Wachsach einer kurzen Pause, in der wir mal kurz durch den Welterbe-Garten schlenderten und das Gemeinschaftswerk und die Aussicht über die Untere Gärtnerei bewunderten, konnten noch ein paar Bücher zur Wachsverarbeitung eingesehen werden. Für die Teilnehmenden des Imkerkurses sind die Titel aus unserer Imker-Bibliothek natürlich ausleihbar. Hier die Literaturliste-Wachsverarbeitung.

Mittelwand einlöten

Als Materialaufwand sind zu nennen der Trafo-Wabeneinlöter (umschaltbar Eisen/Edelstahldraht) für ca. € 70 sowie ggf. ein kleiner Keil. Erleichternd wirkt ein Holzplatte als stützender Unterbau in den Innenrähmchenmaßen, dem man zwei Auflageschienen auf der Unterseite anbringt.

Sodann ging’s mit einer praktischen Übung, dem Einlöten von Mittelwandwaben, weiter. Immer erst muss überprüft werden, ob alle Drähte straff sitzen. Gegebenenfalls ist mit einem Drahtspanner nachzuarbeiten. Sind die Drähte danach immer noch zu locker, lässt sich auch ein kleiner Keil am Rahmen einklemmen, um dann die Wabe einzulöten. Sitzt die Wabe fest, kann der Keil wieder entfernt und der überstehende Draht an den Rahmen angedrückt werden.

Das Löten selbst setzt im Grunde keine allzu großen Feinheiten voraus. Die Mittelwände sollen nicht kalt sein und lediglich die richtige Andockstelle der beiden Drahtenden müssen gefunden und mit je einer Pol unter Strom gesetzt werden. Und natürlich muss der richtige Schmelz-Zeitpunkt gefunden werden, damit der Draht nicht durch die Wachsschicht durchschmilzt. Doch auch das kann wieder repariert werden. Unsere Teilnehmenden hatten den Bogen jedenfalls sehr schnell raus und jeweils eine perfekte Mittelwandwabe zustande gebracht.

Fotogalerie Waben einlöten

Der nächste Beitrag wird sich um das Modul 11, das Einfüttern drehen. Bis bald!

„Wie kommt der Honig ins Glas?“ fürs BUND-Bamberg-Sommerprogramm

Die erste Gruppe hat es schon super gemacht, nun war die zweite Gruppe dran. Diesmal verzichteten wir aufs Vor- oder Selberlesen, denn ein 11-jähriger und ein 5-jähriger … nun ja. Da klafft ja die Lesekompetenz ein wenig weit auseinander. Doch die Doppelseite mit den imkerlichen Gerätschaften nahmen wir zum Anlass, uns mit diesen Objekten etwas näher zu befassen. So rieten wir von der dort abgebildeten Gänsefeder ab, die beim Abkehren nicht hygienischen Anforderungen entspricht.

Außerdem betrachteten wir eingehender eine wild ausgebaute Wabe im Vergleich zu den von Imkern mittels eingelöteter Mittelwandwabe vorkonfektionierte Wabe. Auch diese Gruppe, Teilnehmende aus dem Sommerprogramm des BUND Naturschutz Bamberg, durfte sodann das Gewicht einer vollen Honigwabe schätzen, bevor diese zum Entdeckeln auf das bereit gestellte Geschirr landete.

Ob von links unten nach oben oder von oben nach unten, ob von rechts nach links … egal, alle durften ihren „Entdeckelungsstil“ und die für sie passende Gabel herausfinden. Felix, der Jüngste, stellte sich fast so gut an wie der doppelt so alte Torben.

Allerdings konnte Manuel natürlich nicht so ohne weiteres die schweren Waben zur Trommel tragen. Aber er unterstützte Katja und Torben, indem er den umgedrehten Boxendeckel als Tropfschutz hielt.Honig verarbeiten mit der Bamberger Schulbiene

Und Manuel konnte auch nicht ganz so leicht über die Trommel sehen wie die anderen, sehr wohl jedoch kräftig kurbeln, um die Schleuder in Fahrt zu bringen. Da legte er sich richtig ins Zeug! Die erwachsenen Begleiterinnen, Luzia und Nadja, hatten da praktisch nichts mehr zu tun, die drei Kinder hatten den Schleuderraum super im Griff!

Bald schon prasselte der Honig aus den Waben an die Trommelwand und sammelte sich am Boden an. Der Quetschhahn wurde geöffnet, die Probiergläslein und Löffelchen bereit gehalten, und dann – hmmmmm! Die Win-win-Situation von gepflegten, gemütlichen Bienenwohnungen und Krankenpflege im Tausch mit übrigen Honig ist einmal mehr gelungen. Dem vorhergehend darf natürlich die Tauschsituation Nektar gegen Bestäubung nicht vergessen werden. Das Geben und Nehmen ins Gleichgewicht bringend ist für alle Erdbewohner/innen das Ziel, das wir nicht aus den Augen verlieren wollen.

Honig verarbeiten mit der Bamberger Schulbiene

Und schon waren die eineinhalb Stunden vorbei, die Königinnen im gleichnamigen „Wimmelbuch“ (siehe auch unsere Rezension) gefunden, das Probiergläschen und das Büchlein für die Eltern eingesteckt … hat Spaß gemacht mit euch!

 

Die Bamberger Schulbiene zum BUND-Bamberg-Sommerprogramm

Der BUND Naturschutz in Bayern e. V., Regionalgruppe Bamberg, lud zum diesjährigen Sommerprogramm ein. Unter der Federführung von Luzia Krauß, die dort ihr freiwilliges soziales Jahr ableistet, besuchten uns 9 Kinder zwischen 5 und 11 Jahren zum Programmpunkt „Wie kommt der Honig ins Glas?“. Um den coronabedingten Umständen gerecht zu werden teilten wir die Gruppe auf zwei Termine auf. Der erste fand am 20.07. in den Räumen des Obstmarkts statt.

Um erst einmal zu verstehen, wie  die Bienen leben und der Honig in die Waben kommt, gab es eine kurze Einführung. Dabei betrachteten bzw. lasen wir im Büchlein „Ich hab einen Freund, der ist Imker“ und reichen eine gefüllte Honigwabe herum. Angelika Schmidt, die Mitbetreuerin, hatte das Gewicht recht gut geschätzt – es lag bei über 2,3 Kilo!

Nach dem gründlichen Händewaschen ging es auch schon los mit dem Entdeckeln der Waben. Alle durften sich daran versuchen und wechselten sich dabei ab.

Wichtig war, sich nicht mit den spitzen Zinken der Entdeckelungsgabeln zu verletzten, wenn die dünne Wachsschicht abgenommen wird. Außerdem sollte das Wabenwerk nicht zu sehr zu Schaden kommen, damit die Bienen später nicht so viel Mühe mit dem Wiederausbau haben. Es sollen auch keine Buckel entstehen, wenn die Königin ihre Brut darin ablegt, sonst reißen die dicht beieinander hängenden Waben leicht auf, wenn der Imker bzw. die Imkerin diese zum Kontrollieren entnehmen muss.

Honig verarbeiten mit der Bamberger Schulbiene

Die Honigwaben besitzen eine gefüllte Vorder- und eine Rückseite, die natürlich beide entdeckelt werden müssen. Clara hatte den Bogen schnell raus, wie man diese am geschicktesten über dem Entdeckelungsgeschirr wendet, um keine Tropfen auf den Boden zu bringen – nämlich mit überkreuzten Armen.

Nachdem zwei Waben entdeckelt waren, wurden sie unter Zuhilfenahme eines umgedrehten Boxendeckels tropffrei zur Honigschleuder getragen. Dort angekommen, bugsierten die Kinder die schwere, süße Pracht in die Trommel und in die am Boden befindlichen Lochvierecke hinein. Felix hatte es da natürlich ein wenig schwerer, er reichte gerade mal an den Rand der Trommel, stellte sich aber dennoch sehr geschickt an und konnte mit den beiden Paulinas gut mithalten.

Dann ging’s los mit dem Schleudern. Erst vorsichtiges, langsames Anschleudern, dann wenden, dann nochmals schleudern, und nach dem nächsten wenden durfte „speedy“ gemacht werden. Alle durften außerdem für einen Moment die Masken abnehmen, um den herrlichen Duft einzuatmen, der von der Trommel heraus strömte!

Sobald genug Honig am Trommelboden angekommen war, wurde der Quetschhahn des Honigtopfes geöffnet. Außerdem durften alle eine kleine Kostprobe des frischen Honigs genießen. Zum Ende hatten auch alle die Königinnen gefunden, die auf den Wimmelbildern half, die Zeit zu überbrücken bei jenen, die gerade nichts zu tun hatten.

Nach eineinhalb Stunden waren alle Fragen um den Honig beantwortet. Um die Eltern lukullisch ein wenig daran teilhaben zu lassen, bekamen alle ein Probiergläschen mit nach Hause. Und ein kleines Büchlein über die Wunderwelt der Bienen, denen wir diesen schönen Tag zu verdanken hatten!

Bienen-InfoWaben-Saison 2020 weder begonnen, noch beendet!

Osterbrunnen im Bamberger BienengartenEntschluss gefasst: Aufgrund der C-Krise richten wir unsere Bienen-InfoWabe gar nicht erst ein und es gibt auch keine BIWa-Sonntagsöffnungen in 2020. Macht nicht viel Sinn, wenn wir vielleicht erst im Hochsommer bei einer eventuellen Lockerung unsere tausend Siebensachen vom 3. Stock runterschleifen, nur, um sie wenige Wochen später wieder hochtragen zu müssen. Auch die Bamberger Schulbiene pausiert notgedrungen mit Schulunterrichten. Dennoch und trotz allem ist noch nicht alles verloren und vorbei. Unser Tipp:

Genießt unseren Bamberger Bienengarten, …

… der jederzeit frei zugänglich ist und seit Ostern wieder in jedem der bienenfreundlichen Schaubeete seine Informationstafeln und botanischen Pflanzenschilder aufweisen kann. Und vielleicht entdeckt auch ihr einen sich zufällig in Rosenbeet befindlichen Mini-Bienenschwarm, der heimatlos umherflog und sich – kein Wunder! – in unserem Garten am besten aufgehoben fühlte.

Wir haben auch extra die Bänke frisch gestrichen, damit ihr euch wohlfühlt und mit Muse das emsige Summen der Wildbienen oder der Honigbienen aus dem nahen Lehrbienenstand entdecken könnt. Aber ihr wisst ja – hübsch Abstand halten voreinander! Nachdem in fast jeder Ecke eine Sitzgelegenheit vorhanden ist, werdet ihr das sicherlich schaffen.

Sollte ein Vogelkacka das Vergnügen trüben, dann holt euch Wischwasser von unserer Schwengelpumpe. Dort steht ein gefülltes Eimerchen und eine kleine blaue Gießkanne bereit. Klaro, dass Kinder damit hemmungslos herum gießen dürfen, egal, wohin. Wer das mit dem Pumpen heraus hat, kann auch an frisches Grundwasser gelangen. Einfach den Schwengel ein paar mal auf und ab bewegen, bis der Unterdruck das Wasser aus 6 Metern Tiefe heraufgeholt hat.

Neue Wildbienen-Nisthilfe

Außerdem hat die Wildbienenfraktion etwas beigesteuert bekommen. Seit ein paar Tagen ziert eine neue Nisthilfe, hergestellt von der Lebenshilfe Bamberg, unseren Eingangsbereich bzw. die Blühwiese am Bienenweg. Falls ihr uns mal draußen antrefft –  wir sind öfter dort zum Schaubeete pflegen und gießen, das Jahr ist wieder entschieden zu trocken –, dann könnt ihr die praktischen, speziell für Mauerbienen gedachten Behausungen bei uns zum selben Abgabepreis erwerben, wie ihr sie auch direkt von der Lebenshilfe draußen im Bamberger Osten erhalten könnt. Allerdings – streichen müsstet ihr sie selbst, falls euch das wichtig ist.

Auf der Rückseite des Kästchens findet ihr ein Fach mit Flyern, die euch Auskunft zur Größe und zum Preis wie auch der Bezugsquelle geben. Wer mehr über Wildbienen erfahren möchte, dem sei unsere Seite „Wildbienenhotel“ ans Herz gelegt, da sind ein paar weiterführende Links zu finden. Außerdem könnt ihr uns natürlich jederzeit kontaktieren.

Bamberger Lagenhonig

Kontaktieren könnt ihr uns außerdem jederzeit, wenn ihr leckeren Honig braucht. Noch haben wir ein bisschen Vorrat. Ob wir damit bis Juli reichen werden, wo wir zum ersten und einzigen Male im Jahr ernten und schleudern, ist nicht sicher. Also, lieber früher als später erwerben. Wir machen einfach einen Abholtermin oder -ort aus, und solange es im Innenstadtgebiet ist, können wir euch unseren Bamberger Lagenhonig auch bringen.

Was außerdem noch stattfindet …

Die BLIB-Imkerkurse finden, wenngleich überwiegend als Online-Kurse, weiterhin statt. Erkundigt euch tagesaktuell unter Aktivitäten und Termine, da halten wir euch über alles, was geht und nicht mehr geht, auf dem Laufenden.

Bei großer Sehnsucht und wenn ihr selbst nicht mehr als notwendig das Haus verlasst, wäre euch unser Stammtisch jeden 3. Dienstag im Monat vielleicht recht, um uns und andere Bienenfreunde und Transition-Mitglieder wenigstens online von 18 bis 20 Uhr zu sehen und zu sprechen.

Macht’s gut und bleibt gesund – vergesst die Bienen nicht! (Und uns natürlich auch nicht.)

Eure Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de, unverdrossen auf Seiten von Mensch und Bienen!

Ilona und Reinhold

Kurzbeschreibung Bienen-leben-in-Bamberg.de

Westliche Honigbiene – apis melliferaDie Privatinitiative „Bienen-leben-in-Bamberg.de will die Bienenwelt in Bamberg erhalten. Mit ihrem Projekt der Bamberger Schulbiene informiert und unterrichtet sie Schulgemeinschaften und bildet Jungimker zum Themenfeld Bienen und ihre Lebenswelt aus. Der Bamberger Lagenhonig steht als ein regionales Ur-Produkt für eine nachhaltige und tierverantwortliche Imkerei. Die dauerhafte Präsenz des grünen Klassenzimmers, die Bienen-InfoWabe, nebst Bienengarten und Lehrbienenständen, ein monatlicher Stammtisch der „Bienenfreun(d)e“ sowie eine kontinuierliche Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und eine breite Vernetzung durch Kooperationen sorgen dafür, dass die Bedürfnisse der Bienen und anderen Insekten im Bewusstsein der Stadtbevölkerung wie auch in der Politik verankert sind.

Bienen –
vom Schätzen zum Lieben, vom Schützen zum Erhalten!

[Aktualis. am 22.02.2020]

Amtwechsel mit Bienenpatenschaft im Amt für ländliche Entwicklung Oberfranken

v. l.: Scheidender Amtsleiter Anton Hepple mit Gattin Walburga Hepple, Ministerialdirigent Maximilian Geierhos, Gattin des neuen Amtsleiters, Lothar Winkler

Amtswechsel ALE Anton HeppleBei 350 geladenen Gästen und im würdevollen Rahmen der Aula des Dominikanerklosters wurde unser neuer Bienenpate Anton Hepple, bislang Leiter des Amts für Ländliche Entwicklung Oberfranken und 40 Jahre lang im Dienst, geehrt und mit der Staatsmedaille in Silber in den Ruhestand verabschiedet. Damit es ihm nicht langweilig wird und im Sinne eines nachhaltigen Geschenkes erhielt der Baudirektor von seinen Amtskolleg(inn)en eine Bienenpatenschaft, perfekt eingefädelt vom Personalratsvorsitzenden Joachim Heusinger.

Beitrag der Bamberger Schulbiene bei Amtswechsel Anton Hepple (ALE)

Personalratsvorsitzender Joachim Heusinger und Bamberger Schulbiene

Gedicht-Anton-Epple-2020Die jährliche Bienenpatengabe, die damit verbunden ist, überreichte Bienen-leben-in-Bamberg.de – in persona Ilona und in fortbildungsbedingter Abwesenheit von Reinhold – am 23.01.2020 unter reger Anteilnahme von allem, „was Rang und Namen“ hat, die da wären u. a. Staatsministerin Melanie Huml, MdB Andreas Schwarz, MdB Thomas Silberhorn, Ministerialdirigent Maximilian Geierhos (in Vertretung von Staatsministerin Michaela Kaniber) und zahlreichen Bürgermeister/innen und Landräten aus der Region.

Gedicht-Anton-Epple-2020Ein „nur mal abliefern“ war natürlich nicht drin. Denn so ein Lebensabschnittsübergang muss mindestens mit einem selbst geschriebenen Gedicht begleitet werden. Vor lauter Fokussierung, wo denn der Gefeierte nun in der ersten Reihe vor mir säße, enging mir völlig, dass jener längst neben mir stand. Davon ausgehend, es wäre jemand, der mir bei der Geschenkübergabe hilfreich zur Seite stünde, hatte ich nicht genauer hingesehen. Was für ein Spaß für den Gefeierten und die Gäste (und für mich schon auch!), als ich nach der Hälfte des Gedichts etwas irritiert nachfrug, wo denn nun eigentlich Herr Hepple wäre. Denn ein bisschen Augenkontakt müsse ja wohl drin sein, so mein Begehr.

Ja, mit einem lachenden Auge in die neue Lebensphase zu gehen ist doch das Beste, was einem passieren kann, nicht wahr?! 😉

Alles Gute für den neuen Lebensabschnitt, und wir sehen uns hoffentlich bald wieder, lieber neuer Bienenpate Anton!

Gedicht für Bienenpate Anton Hepple zum Amtsabschied

2020 kann kommen, Bienen-leben-in-Bamberg.de ist bereit!

Mit besten Wünschen an euch alle und unseren frisch aufgelegten Programmen rund ums Bienenleben geht’s optimistisch in die Zwanziger hinein!

1) BIWa-Jahresprogramm 2020 Webseite | PDF
2) BLIB-Imkerkurs für Anfänger 2020 Webseite | PDF
3) BLIB-Imkerkurs für Fortgeschrittene 2020Webseite
4) Honigschleudertage-Termine 2020Webseite | PDF

5) NEU (Erg. 04.01.20): Jungimker-Kompaktkurs / Wochenendkurs PDF

Alle Termine findet ihr wie immer unter Aktivitäten und Termine gelistet. Zusätzliche Temine oder Änderungen könnt ihr dort tagesaktuell erfahren. Außerdem findet ihr sie in der BLIB-Jahresbroschüre vereint.
In Anbetracht des bevorstehenden „Showdowns“ von Reinholds Imkermeisterkurs in Graz mussten wir das Vortragsangebot einschränken. Das versteht ihr sicherlich.

  • Wir stehen jedoch ab Ostersonntag weiterhin jeden zweiten Sonntag Nachmittag von 14 bis 17 Uhr in der Bienen-InfoWabe für euch bereit.
  • Auch empfängt die Bamberger Schulbiene ab Mitte April weiterhin Schulklassen und andere Gruppen zu Führungen rund um die Thema Bienen, Honig, Imkerei und Natur. Anmeldungen hierzu ab sofort möglich.
  • Nicht mehr angeboten werden der BAmbrosiustag und zu Silvester das „Funkensprüh’n am Feuerkorb“. Stattdessen bieten wir für den 09.-11.10.2020  einen Jungimker-Kompaktkurs als Wochenendkurs an. Hier das Programm als PDF.
BLIB-Team 2019Alles Liebe für 2020, und wir hoffen, euch zu dem einen oder anderen Termin begrüßen zu dürfen!
Ilona und Reinhold
Bienen-leben-in-Bamberg.de

*24* Adventskalender der Bamberger Schulbiene

Cover Der Honig, Horn / LüllmannEndlich wieder Weihnachten! Allen ein Frohes Fest mit netten Geschenken! Ja, eines unserer Lieblingsgeschenke (im Geben wie im Nehmen) ist natürlich HONIG. Er kommt dem Göttlichen sicherlich am nähesten, denn der wurde schließlich von kleinen Beinahe-Engelchen mit unglaublichem Fleiß gemacht und von uns mit Hochachtung geerntet und sorgfältig ins Glas gebracht.

[Unbeauftragte, unbezahlte Werbung]

Sorgfalt lag auch den stolzen 424 Buchseiten mit dem schlichten Titel „Der Honig“ zugrunde. Dazu muss man schon drei Doktortitel aufweisen. Cord Lülllmann hat einen, Helmut Horn hat gleich zwei*, und zusammen schrieben sie ein fundiertes Werk über „Imker, Analytik, Gesetz und Gesundheit“ – so der Untertitel des im Selbstverlag 2017 erschienenen Werks.

Hier erfährt man wirklich alles, was es zu Honig zu wissen gibt, sogar im Zusammenhang mit Radioaktivität und seinem Einsatz bei Lepra-Erkrankungen. Aber natürlich auch alle anderen für uns Imekr/innen wichtigen Themen wie Honigaufbereitung und -gewinnung, gesetzliche Bestimmungen, Vermarktung und natürlich Honigrezepte und vieles mehr.

Von der Gliederung her geht es tief und fundiert bis in die vierte Ebene und ist von daher als ein wissenschaftliches Werk zu betrachten. Einen Nutzen können alle daraus ziehen, die es endlich mal genauer wissen wollen, und natürlich besonders für uns, die wir als Bamberger Schulbiene die interessantesten Fragen gestellt bekommen und diese fundiert beantworten möchten.


*Helmut Horn ist Leiter des Honiglabors an der Landesanstalt für Bienenkunde der Universität Hohenheim; Dr. Cord Lüllmann war Leiter des Instituts für Honiganalytik QSI bis 2013.

*23* Adventskalender der Bamberger Schulbiene

[Werbung Rezensionsex.]

Cover Hemmer / Hölzer: Wir tun was für Bienen, Kosmos-Verlag„Wir tun was für Bienen“ will uns auf 123 Seiten nicht alleine mit unserem Wunsch lassen, den Honig- und Wildbienen zu helfen. Im Anschluss weiterführende Literatur und ein Register. Letzteres nicht nur zum Nachschlagen, sondern auch für sich stehend beachtenswert, denn es könnte wie eine Checkliste von Maßnahmen und Möglichkeiten zur Bienenhilfe gelesen werden.

Inhaltliche Schwerpunkte sind – so der Untertitel des 2017 in 2. Aufl. erschienen Buches – Wildbienengarten, Insektenhotel und Stadtimkerei. Ein eigenes Kapitel nimmt aber auch die Initiative Deutschland summt! ein. Und erst jetzt realisieren wir deutlicher, dass der Kosmos-Verlag im Grunde eine Publikation zur bzw. von der Initiative selbst herausgegeben hat. Die Autoren Cornelis Hemmer und Corinna Hölzer sind die Stiftungsvertreter des Träger der Initiative, eine private (seit 2016 als gemeinnützig eingetragene) Stiftung Mensch & Umwelt.

Handfestes & Fachliches versus Engagement & Plädoyers

Für Imkeranfänger sind die Stellen, in denen es um die Honigbienenhaltung geht, mit Vorsicht zu genießen. Beispielsweise wird die Varroabehandlungsmethode der Hyperthermie einseitig positiv dargestellt, ohne auf bekannte Fragestellungen und Studienergebnisse quellensicher zu verweisen. Anderes bleibt nebulös und unspezifisch, so zum Beispiel die wenig fundierte Aussage der „reellen Chance, den Kampf gegen die Varroamilbe zu gewinnen.“ Die dürfte so hoch sein wie die Chance, Hundeflöhe, die Schweinepest oder Erkältungsviren etc. zu eliminieren.

Das Buch ist in Sachen „Imkerei“ sehr breit angelegt und kann daher nur oberflächlich bleiben. Zuweilen gewinnt man den Eindruck, man würde einen Blick durch ein Kaleidoskop werfen. Die vielen bunten Splitterbilder können faszinierend sein für den, der noch keine rechte Vorstellung von der Bienenwelt hat. Warum auch nicht. Doch die starke Kürzung komplexer Inhalte geht punktuell einher mit fachlichen Ungenauigkeiten. Hier ein paar Beispiele:

Oxalsäure wird in Deutschland nicht verdampft, sondern geträufelt bzw. (aber erst seit 2017 erlaubt) auch gesprüht; Die Bildunterschrift auf S. 55: „Die Varroamilbe vermehrt sich bevorzugt in der Brut“ muss heißen, sie vermehrt sich ausschließlich in der Brut – denn ja, es ist eine Brutkrankheit; Gefährliche Aussage auf S. 51, dass das Zufüttern im Herbst mitunter unnötig sein kann. Hier gehört unbedingt der Hinweis auf eine Gewichtskontrolle der Beuten dazu, denn das Verhungern von ungenügend eingefütterten Völkern ist ein trauriges, weil unnötiges und leider viel zu häufiges Ereignis.

Die praktischen Tipps, wie jedermann (als Nicht-Imker) helfen kann, sind hingegen brauchbar, hier schön aufgelistet bspw. „Mein kleines Zeichen Nr. 1 etc.“ aus dem Kapitel „Aus Gärten entstehen Lebensräume“ (S. 82 f).

Mit einer Zielgruppenangabe tun wir uns dennoch schwer. Warum? Imkeranfänger/innen verwirrt das entsprechende Kapitel eher, Imkererfahrene hilft es kaum mehr weiter und Wildbienenliebhaber/innen vermissen die Konsequenz manch‘ löblicher Empfehlung, s. S. 98, Stichwort „kein Stirnholz“, dann aber zwei Abbildungen mit eben jenen Fehlern, eines davon als „vorbildliches Beispiel“.

Das Engagement der Verfasser bzw. Initiatoren ist unzweifelhaft löblich und impulsgebend, die Plädoyers durchaus nachvollziehbar und sollen als eigene Meinung gelten dürfen. Doch zusammen mit der mehr populärwissenschaftlichen denn quellensicheren Fachlichkeit hinterlässt das bei uns einen eher zwiespältigen Eindruck. Ganz sicher wird das Buch jedoch zu Diskussionen und Naturbetrachtungen anregen, über die Beschäftigung mit den beiden Bienenthemen hinausgehend.

*22* Adventskalender der Bamberger Schulbiene

Gaia Protection organisiert in Bamberg zum 1. Mal einen Weihnachtsmarkt. Zu diesem Anlass findet ihr uns mit einem Honig- und Informationsstand im historischen Hof des Palais Schrottenberg. Perfekt fürs Erstehen regionaler und vor allem letzter Geschenke.

[Unbeauftragte, unbezahlte Werbung]

Cover Leumer Kochen mit KräuternBamberger LagenhonigNeben unserem Bamberger Lagenhonig verkaufen wir in Kommission das bezaubernde Büchlein der hiesigen „Mussaröl“ Bio-Gärtnerin Gertrud Leumer, vielen auch als Stadtratsmitglied bekannt. 22 Pflanzenporträts enthält ihr liebevoll zusammengestelltes Ringbuch Kochen mit Kräutern. Kräuterwissen und Kräuterkunst. Es liegt in der 3., überarb. Aufl. von 2014 vor und hat seinen Ursprung im 20. Jubiläum der ersten Bio-Gärtnerei, die es in der Gärtnerstadt Bamberg gab. Heuer feierten wir ihren 25. Geburtstag!

Logo Regionalsiegel "Region Bamberg – weil's ich überzeugt!"Seit sechs Generationen ist der Betrieb im Familienbesitz. Gerdi stellte ihn 1994 auf Kräuteranbau mit Direktvermarktung um. Das länderübergreifende Team bzw. Netzwerk von Gaia Protection ist noch nicht so alt, doch hat auch diese sich des regionalen Handelns bei zugleich weltweitem Denkens verschrieben. Sie möchten unter der Namensgeberin Gaia, altgriechisch für „Mutter Erde“ ein Zeichen für den „weltweiten Schutz von Natur, Mensch und Umwelt setzen“, um eine umweltbewusste und friedliche Zukunft für das Zusammenleben auf diesem Planeten zu schaffen.