Am 4. September rückt der US-amerikanische „National Wildlife Day“ die faszinierende Vielfalt unserer Tierwelt in den Fokus. Beim Naturschutz stehen oft große Säugetiere im Mittelpunkt. Doch der Tag bietet auch Anlass, den Blick auf unersetzliche Bestäuber zu lenken – allen voran die Bienen. Doch Biene ist nicht gleich Biene. Schauen wir uns die Unterschiede mal genauer an.
Haustier, Wildbiene oder Ausreißer? Einordnung der Honigbiene
Häufig wird die Honigbiene fälschlicherweise als domestiziertes Insekt oder gar als klassisches Haustier betrachtet. Ganz so einfach ist es jedoch nicht: Biologisch gesehen ist sie keine echte Haustierart wie Hund oder Katze. Und sie unterscheidet sich grundlegend von den rund 560 heimischen Wildbienenarten, die als eigene, eigenständige Spezies existieren.
Zusätzlich gibt es noch den Sonderfall der verwilderten Bienen. Darunter versteht man Honigbienenkolonien, die ohne direkte imkerliche Pflege in freier Natur – beispielsweise in Baumhöhlen des Waldes – überleben. Solche Bestände haben es allerdings schwer. Ohne die medizinische und fürsorgliche Unterstützung der Imker*innen, insbesondere im Kampf gegen die eingeschleppte Varroamilbe, überstehen diese verwaisten Völker den Winter in der Regel nicht aus eigener Kraft.

