Über Ilona Munique

Wahlbambergerin, Imkerin, Brotberuf: Diplom. Erwachsenenbildnerin

Viel Zulauf zur Lavendel- und Honigmesse 2021 im Bamberger Bienengarten

„Wir kommen aus Wachenroth und haben es über den Steigerwald-Kurier erfahren“, so erzählte uns ein Besucherpaar, das extra wegen des Bamberger Lagenhonigs zu uns in den Erba-Park fuhren. Lavendel hingegen war nicht ihr Ziel – im Gegensatz zu zahlreichen anderen, die vor allem der angekündigte weiße und rosa Lavendel interessierte. „Den bekommt man sonst so selten“, meinte eine andere und schwenkte die Tüte mit den erstandenen Sorten ‚Artic Snow‘ und ‚Rosea‘, im Übrigen im Wiederverkauf vom Bamberger Staudengarten Strobler.

Letztere Sorte säumt zusammen mit rosablühenden Edel-Gamander unser Rosenrondell 2.  So konnte man sich vor der Kaufentscheidung gut ein Bild von der Wuchskraft machen. Um das Rosenrondel 1 hingegen kommt ‚Nana Alba‘ (Staudengärtnerei Gaißmayer) zur Geltung, die ebenfalls in unserem Messeprogramm enthalten war.

„Für mich ist Lavendel irgendwie immer lila“, meinte unser Imkerkollege Leo Weingärtner, der mit seiner Frau Monika länger im Bienengarten verweilte. Für die Traditionalisten bot sich folglich die Sorte ‚Dwarf Blue‘ an, die an unserem Verkaufsstand am stattlichsten herausragte. Aber auch die dunkelblau-violette ‚Hidcote Blue‘ fand Liebhaber/innen, zumal die von der Lavendelspezialistin Elke Puchtler gespendete Umrandung des Schau-Kräuterbeetes ein echter Hingucker und Motivator war.

Manche hingegen, darunter viele Nachbar(inn)en aus der Erba-Park-Umgebung, waren einfach nur mit einer Tasse Kaffee zufrieden, den sie auf den zwischen den Schaubeeten verstreuten Bänken und Stühlen genossen, um das entspannte menschliche wie tierische Treiben stillvergnügt zu beobachten.

Blühender Höhepunkt im Gartenjahr ist nun mal Mitte Juni, und da auch das Wetter hielt – die angesagten Gewitter kamen bis auf einen kurzen Schauer erst am späten Abend –, summte und flatterte es zwischen den Blumen ohne Unterlass. Auch die Schwarze Holzbiene stellte sich wieder ein, zumal ihre Lieblingsspeise, der ‚Muskatellersalbei‘, gerade im Begriff war, seine meterhoch werdenden rosa-cremeweißen Blütenstile zu schieben.

Für Fachgespräche mit unseren früheren wie jetzigen Imkerkursteilnehmenden blieb allerdings kaum Zeit bei einem Zulauf von etwa 100 Gästen. Manche warfen dabei einen Blick in unser grünes Klassenzimmer, die Bienen-InfoWabe, die allerdings wegen Corona nur hintereinander begehbar blieb. Doch das Draußensein verlockte aktuell ohnehin ganz besonders.

Traumhaftes Paradies mit entspannten Gästen

„Ein Traum“, „Paradiesisch“, „Immer wieder etwas Neues zu entdecken“, „Mein Lieblingsplatz“, „Sind fast jeden Tag hier“ … wir sind jedes Mal geflasht über die begeistert klingenden Bemerkungen und fühlen uns bestätigt in unserem Tun. Menschen wie Tieren eine Freude zu bereiten ist besonders in diesen schwierigen Corona-Zeiten doch etwas höchst Befriedigendes.

Dabei sind wir nicht gänzlich alleine. Rückenstärkung finanzieller wie persönlicher Art geben uns vor allem unsere Bienenpatinnen und -paten. Zur Lavendel- und Rosenmesse vorbeigeschaut hatten Anne und Hans Zirkel, Ina Kudlich (die uns die Tischgarnituren von mokka makan auslieh), Andrea Schöb mit Familie sowie Rita und Stephan. Letztere halfen uns kräftig beim Abbau des Standes, so dass wir vor dem Gewitter sogar noch zu einem gemeinsamen Abendessen kamen.

Am Folgetag pflanzten wir die nicht verkauften Lavendel ein, die nun einen hübschen Platz um die Ramblerrosen erhielten – (ihr erinnert euch an Jeannette Frank von Galarosa, die bei uns ihre Spuren hinterlassen hat?!) – und die wie auf Bestellung blühten, was das Zeug hielt. Es war schön, den erfolgreichen Tag Revue passieren zu lassen, was wir am längsten Tag des Jahres nach getaner Buddelarbeit zu fortgeschrittener Stunde denn auch ausgiebig taten.

Toll, dass ihr alle unsere Gäste wart! Super, dass ihr alle etwas für die Bienen tun wollt! Nächstes Jahr gerne wieder! Der Termin für die Lavendel- und Honigmesse ist fix für den 19. Juni gesetzt. Vormerken!

17.06. Welttag der Dürre … und ein Mini-Teich im Bamberger Bienengarten als Mini-Rettungsaktion

Zwischen 300-450 mm liegen die Werte in Regionen mit Steppenklima, was für eine regelmäßige Vegetation gerade noch ausreicht. Doch 2018 lag die Jahresniederschlagsmenge in Bamberg mit 441 mm pro Quadratmeter unter denen der Trockenjahre 2003 (452) und 2015 (493). Was passiert, wenn es noch weniger regnet? Dann spricht man von einem Wüstenklima.

Um unserer Insektenwelt Wasser zu bieten, installierten wir daher jüngst einen kleinen Mini-Teich. Er steht unter dem Ausfluss unserer Schwengelpumpe und wird daher bei jeder (momentant wieder sehr häufigen) Gießaktion mit frischem Wasser beliefert. Der Trog besteht aus handbehauenem Granit und ist etwa 50 cm breit, 40 tief und 36 hoch bei einer Wasserfläche von 40×30 cm. Also echt Mini.

Darin eingesetzt hatten wir auf einer Teicherden- und Kieselsteinschicht folgende Pflanzen (in Klammern Blüte, Farbe, Höhe in cm, Standortwünsche):

  1. Calla palustris  – Sumpf-Calla (Juni-Juli, grünlich-weiß, 20-25, Sumpfzone bis 20 cm tief)
  2. Nuphar lutea, syn: luteum – Gelbe Teichrose, Teichmummel, Teichkandel (Juni-August, dottergelb, knapp über Wasseroberfläche, Wassertiefe 50-200 m)
  3. Eriophorum – Wollgras, Wilde Baumwolle, Bensenseide (April-Mai, silbrig weiß, 30-50, Sumpfzone 5-10 cm tief)
  4. Pontederia cordata – Herzblättriges Hechtkraut (Juni-September, blauviolett, 50-80, Flachwasser bis 80 cm tief)
  5. Alisma parviflora – Rundblättriger Froschlöffel (Juli-September, rosa-weiß, 40-60, Sumpfzone bis 10 cm tief)
  6. Hippuris vulgaris – Gewöhnlicher o. Gemeiner Tannenwedel (Juli-August, unscheinbar, 30-40, Flachwasser bis 100 cm tief)

Natürlich wissen wir, dass die Auswahl und Menge vermutlich nicht optimal ist. Es war einerseits der Eile geschuldet, in der ich beim Einkauf stand. Es regnete wie aus Kübeln, das Angebot der Staudengärtnerei Strobler sah ich von daher nicht in aller Ruhe durch. Außerdem war ein viel größerer Granittrog geplant, der sich dann allerdings als schadhaft herausstellte und einer kleineren Variante wich.

Die war auch so schon schwer genug! Bernhard Gonska half uns glücklicherweise beim Transport und Aufstellen des Troges und war auch derjenige, der den Riss rechtzeitig erkannte und dadurch einen Fehlkauf verhinderte. Aber klein ist trotzdem fein! 😉

Nun hoffen wir, dass sich die Pflanzen dennoch wohlfühlen – wie es sich auch bereits einer Amsel taugte, die ich munter badend antreffen konnte. Die Insekten werden das kleine Wasserparadies lieben, und vor allem diejenigen, denen die nahe Regnitz zu groß und reißend erscheint.

Was wir allerdings nicht so spaßig fanden ist der Umstand, dass ein Kleinkind mit seinem Schäufelchen die Steine herausbaggern wollte. Den dabei zusehenden Erwachsenen musste ich erklären, dass wir ungern alles noch mal von vorne anlegen möchten. Ansonsten – habt Spaß am Beobachten der wundersamen Tier- wie Pflanzenwelt!

Antragstermine zum Imkern an Schulen 2021/22

Kaulbergschule / Buger Schule 3. Klasse zum Schulbienen-UnterrichtHeuer scheinen die Antragsformulare noch nicht aktualisiert worden zu sein. Ich würde es dennoch mit den Formularen vom Vorjahr probieren. Denn normalerweise gibt es einen pauschalen Zuschuss von bis zu 300 € pro Jahr, wenn bis zum 30.06. eines Jahres ein Förderantrag für „Imkern an Schulen“ bei der Staatliche Führungsakademie
für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (FüAk) in Marktredwitz vorliegt. Voraussetzung ist ein regelmäßiger Wahlkurs für die Schüler/innen, der sich vorwiegend mit dem Thema „Imkerei“ beschäftigt und wenn mindestens ein Bienenvolk betreut wird.

Außer dem Meldeformular zum Förderantrag selbst wird eine Teilnehmerliste eines Wahlkurses „Imkerei“ benötigt. Der Zahlungsantrag (noch nicht online) samt dieser Teilnehmerliste muss bis zum 31.07. vorgelegt werden. Ein Merkblatt erläutert das Verfahren detailliert. Ergänzende Informationen leisten Allgemeine Nebenbestimmungen für Zuwendungen zur Projektförderung und die Rechtsvorschriften zum Subventionsgesetz.

Natürlich entscheidet man sich nicht von heute auf morgen für eine „Schul-Imkerei“. Es sei denn, man hat eine/in Imker/in in der Schulgemeinschaft, die/der für entsprechende Grundinformationen sorgen kann. Aber auch dieser kann sich bei uns einen informativen Überblick auf unserer Seite „Biene und Schule“ verschaffen. Dort finden sich auch Beispiele von Bamberger Schulen, die eine Schulimkerei einführten.

Wenn Sie als Lehrkraft das Imkern lernen möchten, steigen Sie doch einfach in unseren Imkerkurs für Anfänger ein! Er ist auf ein Jahr angelegt, kann aber auch je nach persönlichem Zeitbudget innerhalb von zwei Jahren  absolviert werden. Wegen der Ausnahmesituation „Coronakrise“ auch noch im dritten Jahr.

Zum bundesweiten „Tag des Gartens“: Schau-Pfingstrosenbeet im Bamberger Bienengarten

Zum bundesweiten „Tag des Gartens“ präsentieren wir heuer ohne viel Worte unser Pfingstrosen-Schaubeet im Bamberger Bienengarten. Viel Freude an den den phantastischen Blüten!

BIWa-Sonntagsöffnung am 20.06.21 mit Lavendel- und Honigmesse für Bienenfreunde

So., 20.06.21 – BIWa-Sonntagsöffnung mit Messe

LavendelKennzeichnung "Spezialthema" der Bienen-InfoWabe (BIWa)14.00 – 18.00 Uhr |  Lavendel- und Honigmesse für Bienenfreunde. Verkaufsschau mit Beratung im Bamberger Bienengarten

Was? Lavendel wird von Honig- wie Wildbienen sehr geschätzt und ist ein unkomplizierter Garteninsasse. Für unsere Messe verkaufen wir  verschiedene Lavendelsorten in den Farben lila, rosa und weiß. Einige davon wie die Sorten #Hidcote Blue, #Rosea und #Nana Alba sind dauerhafte Gäste im Bamberger Bienengarten, der jederzeit öffentlich zugänglich ist. Ihr könnt sie euch also vor dem Kauf gerne erst mal ansehen, denn sie werden bis dahin garantiert blühen.
Wer außerdem den unter dem Siegel „Region Bamberg – weil’s mich überzeugt!“ geimkerten Bamberger Lagenhonig mit hinzunehmen möchte, hat viel Gutes für die Natur getan.
Für wen? Ohne Altersbeschränkung
Kosten? Kein Eintritt. Über Spenden freuen wir uns
Veranstalter: Reinhold Burger & Ilona Munique, Imker/in, Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de
Wo? Bienen-InfoWabe, Bienenweg 1, 96047 Bamberg (Erba-Park)
Und sonst? Bitte nutzen Sie die nahe Tiefgarage des ERBA-Parks

Rezension zu Sabbag/Kelly/Tourlonias: „Die kleine Hummel Bommel. Nur Mut!“

Cover Die kleine Hummel Bommel – nur Mut! arsEditionDie kleine Hummel Bommel – nur Mut!

Um Mut zu schöpfen für große Auftritte braucht es manchmal etwas Ermutigung. So auch für die kleine Hummel Bommel, die sich auf den Weg zum Großen Wiesenfest macht, um bei der Insektenaufführung mitzuwirken.

Rückenstärkung im wahrsten Sinne des Wortes gibt ihr das Superman- äh, -hummelcape, doch auch die Worte von Oma Hummel – „Egal, was immer auch ist, denk daran, wer du bist“ – oder die Begleitung von sich ebenfalls auf ihren Festauftritt vorbereitenden Ballerina Fina Floh. Hummel Bommel gibt die soeben selbst erfahrene Ermutigung gleich an sie weiter, indem er sie daran erinnert, wie sehr sie doch das Springen und Tanzen lieben würde. Klar, wäre ja sonst kein Floh.

Nicht immer alles Heile Welt im Insektenreich!

Offenbar wird sogar im Tierreich gestänkert. Der spottende Bino Biene, die mit Walpurga Wespe über die Lampenfiebernden witzeln und lachen, sind jedenfalls nicht gerade das, was man unter Aufmu(n)terung unter Artgenossen versteht. Doch Fina und Bommel können sich nicht lange mit den frechen Immen aufhalten, denn sie wollen ja Trudiella Tausendfüßler abholen. Und kommen gerade richtig zur Hilfe. Einerseits, um sie beim Anziehen zu unterstützen – („Ich bin erst beim 222. Schuh!“), andererseits, um der sich ein wenig ungelenk fühlenden älteren Dame zu versichern, dass es „heute sicher wieder ebenso gut werden würde wie früher.“

Sich aufeinander verlassen und gut vorbereitet sein …

Die Marienkäferchen indes fühlen sich gemeinsam ziemlich stark und bauen dabei auf ihr Sicherheitsnetz. „Wenn einer fällt, dann fangen wir ihn auf“, ist die Devise. Und wie Bommel denke auch ich: „Es ist toll, wenn man sich aufeinander verlassen kann!“

Auch für Stefan Stinkwanze gibt es guten Rat in Form von „Gute Vorbereitung ist alles!“ Die extra Portion Bohnen sollte dem Pupsweltmeister jedenfalls seine Grübelei  vergessen machen. Die Nashornkäferin indes hat ob ihrer Stärke keine größeren Versagensängste. Sie ist der Meinung: „Nur du selbst weißt, wozu du imstande bist.“ Und „wenn etwas schief läuft, fällt dir was Besseres ein!“ ermuntert Bommel mit den Worten seiner Oma den Glühwürmchenverein, die sich nicht sicher sind, ob das Wetter hält und damit auch ihr Leuchten.

Endlich ist die Große Wiese erreicht und es kann eigentlich gleich losgehen. Wäre da nicht das Häuflein Elend namens Ricardo. Doch Bommel versichert: „Zusammen sind wir stärker als die Angst“ und drückt seine Hand ganz fest. Offenbar muss dem zitternden Kerlchen allerdings noch mehr Mut gemacht werden, und so erhält jener – und wir, die gespannt Lesenden – ein neunstrophiges Mut-Mach-Gedicht, zu dem man sich unschwer eine Melodie á la „Biene Maja“ vorstellen kann. Und tatsächlich findet sich auf „allen Download-Portalen“ das Lied [Denk daran,] Wer du bist“, gesungen von der zweitjüngsten Tochter der berühmten Kelly-Family, Maite Kelly. Natürlich aber mit einer anderen Melodie.

Ein Moderator namens Tommy Gott….?!

Und „weil die schönsten Dinge manchmal ganz nebenbei passieren“ können, wie Dr. Weberknecht nach einem verpatzten Pusteblumenraketenstart konsterniert, schweben nun tausend bunt gefärbte Pusteblumen durch die Luft. Und los geht das Fest, moderiert vom (der Knüller!) unschwer als Thomas Gottschalk erkennbaren, weil blondgelockt und smartig gezeichneten Tommy Gottesanbeter.

Natürlich klappt alles bei der Insektenaufführung, jedenfalls bis fast zum Schluss. Hummel Bommel und Ricardo geraten unversehens in eine schwierige Situation, die ich aber nicht weiter verraten werde. Was ich allerdings sagen kann, ist, dass sie – getreu dem Motto, das aus fast allen Seiten spricht – „alles zusammen schaffen!“

Wenn es also überhaupt etwas zu kritisieren gäbe, dann die vielen verschiedenen Motti („Zusammen alles schaffen“, „Nur Mut“ (der Titelgeber) und „Denk daran, wer du bist“ u.v.m.). Doch man kann sich letztendlich ja aussuchen, was einem mehr entspricht. Einem Kind – oder auch dem inneren Kind von vorlesenden Erwachsenen – werden Ermutigungszeilen sicherlich nie zu viel sein.

Fazit

Die für die Hummel-Bommel typischen einfühlsamen Zeilen von Britta Sabbag und Maite Kelly sind grafisch eingebettet in warme, lebendige und detailreiche Doppelseiten-Szenen von Joe͏̈lle Tourlonias, die sich wunderbar für Kinder ab 3 Jahren (so die Empfehlung von arsEdition) zum Entdecken eignen. Die Textfülle auf 32 Seiten erscheint zunächst etwas lang, kann jedoch problemlos in kleinen Portionen vorgelesen und mit einem „Und morgen erzähle ich dir, wie es weitergeht“ abgeschlossen werden.

Wer bereits Fan von Hummel Bommel ist, dem brauche ich auch diese Ausgabe nicht mehr extra ans Herz zu legen. Und ein Mut-Zuspruch-Buch kann man immer gebrauchen – auch als Erwachsene/r! Kaufen!


Die kleine Hummel Bommel – nur Mut! / Britta Sabbag ; Maite Kelly ; Joe͏̈lle Tourlonias. München : arsEdition. 2020. [32] S. ISBN 978-3-8458-3159-6

Rezensionsexemplar für unsere Imker-Bibliothek – und für unsere neue Kinderbücherkiste!!!

STADTRADELN 2021 – mit Team „Bienen-leben-in-Bamberg.de“

Seid wieder mit uns dabei beim STADTRADELN vom 14.06. – 04.07.2021! Nach unserem (für uns) wunderbaren Team-Ergebnis vom vergangenen Jahr juckt es uns bereits wieder in den Radlerwadeln, zumal die Pedelecs sicherlich für noch mehr Kilometer sorgen werden. Gewinnen ist nicht unser Hauptziel, vielmehr ist es das tolle Spirit mit euch. Na, und einer gewinnt hier allemal – nämlich unser Klima!

Altes, verrostetes Fahrradt

Alles, was ihr machen müsst, ist, euch zu registrieren. Dann wählt ihr aus der Teamliste „Bienen-leben-in-Bamberg.de“ und schon seid ihr potenzielle Anwärter/innen auf unseren internen Siegpreis, je ein Glas Bamberger Lagenhonig (1x 500g für 1. Platz und 2x 250g für 2+3. Platz).
Auch Auswärtige dürfen sich in unser Team mit eintragen.

Ablegertransport mit dem FahrradanhängerWir verfügen zwar nicht über Tour-de-France-Fähigkeiten. Doch betreiben wir die Bienenpflege an unseren Bienen-Standorten laut unserer Imkerphilosophie eben CO2-arm. Da kommen schon ein paar Radkilometer zusammen.

Bei euch ist es vielleicht nur die Fahrt zum Bäcker, bei anderen die tägliche Schulfahrt als Lehrer von Bamberg nach Forchheim (Bienenpate Bernd) oder Scheßlitz (Bienenfreund Martin), oder auch das Handbiken als tolles Hobby (Bienenpate Hans). Die drei erreichten jedenfalls die ersten Plätze von insgesamt 13 Teammitgliedern. Im Gesamtranking über alle Gruppen schafften wir 2020 mit 2.740 Kilometern den Rang 30 unter den 94 Bamberger Teams. Mal sehen, wie wir heuer aufgestellt sind!

Sonnenuntergang mit Radbiene in der Fränkischen Schweiz

Der Kilometerstand wird unter den Kommunen Deutschlands ermittelt und mündet in eine Challenge bzw. in die Hall of Fame. Welche Kommune hat die fleißigsten Radler/innen?

Wie, wer und mit was auch immer … habt Spaß am Teamradeln und kommt unfallfrei an eure Ziele!

Euer STADTRADELN-Team „Bienen-leben-in-Bamberg.de“, Ilona und Reinhold

Aller guten Dinge sind drei … Schwarmverhinderung und Ablegerbildung (BLIB-Imkerkurs für Anfänger AK21, Modul 4 und 5)

Die dritte Gruppe zum Wiederholungsmodul M4 und M5 mussten wir wegen Kalt-Nass-Wetterlage auf den 29.05. vertrösten. Da wir die Inhalte und den Ablauf im Zuge der beiden ersten Gruppen bereits ausführlich beschrieben hatten, hier in der Wiederholung ein paar Ergänzungen.

Geübt hatte die Gruppe das selbständige Entnehmen der Rähmchen zum Zwecke der Weiselzellenkontrolle und dem Auffinden von geeigneten Brutwaben für die parallel beabsichtigte Ablegerbildung. Beides sind wirkungsvolle Maßnahmen zur Schwarmverhinderung.

Ein überlegter Start

Doch vorab wurde erst einmal überprüft, ob das Material zur Ablegerbildung bereit stand, sodann der Smoker entfacht und das senkrechte Aufstellen einer Zarge zur Kippkontrolle ausprobiert. Zwar wäre die Kippkontrolle hier überflüssig gewesen, da wir ohnehin alle Waben auf der Suche nach einer Brutwabe durchsehen wollten, doch geschadet hat es nicht. So konnten noch einmal alle den Inspektionsblick auf die Unterseiten der Rähmchen schärfen.

Nachdem der Honigraum beiseite gestellt und die zweite Zarge mit Brutraum offen vor uns lag, konnten die Teilnehmenden loslegen. Am besten das zweite Rähmchen entnehmen und übers Eck an die Seite mit dem Flugloch stellen, um nachfolgend ungehindert die Rähmchen verschieben zu können. Nicht jedoch den Drohnenrahmen entfernen! Dieser ist ebenfalls an der zweiten, respektive der 9. Position. Da er keine Verdrahtung besitzt, ist die Wabe wackeliger und kann sich ablösen, würden wir sie wegstellen.

Jetzt wird’s knifflig!

Nachdem eine geeignet erschienene Brutwabe gefunden wurde, galt es, diese in den Ablegerkasten zu bugsieren. Bedeutet: in einer Hand die Brutwabe, die andere frei zum Öffnen des Ablegerkastens … für Anfänger/innen durchaus ein kleines Kunststück, das nur durch Üben, nicht durch Zuschauen alleine gelingt.

Durch eine offen gehaltene Lücke zwischen den Rähmchen kann man sich die ursprüngliche Position der entnommenen Brutwabe merken. Denn an diese Stelle füllt man am Ende mit einem Mittelwandrähmchen wieder auf – sofern man daran gedacht hatte, diese mitzubringen.

Weiter geht’s … und alle weiteren Rähmchen nach der Kontrolle hübsch an die andere gedrückt. So muss man am Ende nicht überlegen, wo welche Wabe entnommen wurde. Hat man nämlich eine NOCH geeignetere Brutwabe gefunden, so werden die beiden Kandidatinnen ausgetauscht. Immer dabei auf die Königin achten! Wo ist sie? Denn bei all dem „Handgreiflichkeiten“ kann sie schnell einmal „gerollt“ werden oder ins Gras fliegen, falls man nicht ohnehin brav mit der Kontrolle oberhalb der Beute bleibt.

Apropos Königin … um das Zeichnen zu üben, musste eine Drohne eingefangen werden. Da diese keinen Stachel hat, ist sie ein sehr geeignetes Objekt für Anfänger/innen. Ádám hatte sie trotz lästiger (coronaschutzbedinger) Handschuhe blitzschnell vom Rahmen gefischt. Nun wurde der Drohn in das Zeichenrohr bugsiert, mit dem Schiebestift, der ein weiches Schaumstoffpolster aufweist, sanft in Richtung Zeichengitter bzw. -stäbchen geschoben, wo er uns sodann seinen Rücken anbot und durch das Gitter „geschminkt“ werden konnte. Da hat er aber jetzt was zu erzählen, der Hübsche!

Nach der Durchsicht wird wieder alles dicht und mittig an seinen Platz gerückt. Der untere Brutraum muss nicht durchgesehen werden. Brennt der Smoker noch? Dann ist das Auflegen des Absperrgitters ohne allzu viele „Einzelschicksale“ rasch geschehen. Die Erfahrung lehrt einem, wie viel man von welchem Brennmaterial in den Smoker gibt, damit dieser bis zum Ende der Tätigkeit durchbrennt. Zwischendrin ein paarmal den Blasebalg betätigen hilft ebenfalls.

Marginalien? Mitnichten!

All das scheinen Marginalien. Und doch hat jede Schludrigkeit Folgen, die Bienen und Imker/in ausbaden müssen. Ruhiges, zügiges und bedachtes Arbeiten ist für eine verantwortungsvolle Bienenpflege das A und O. Nein, ein/e Anfänger/in muss das noch nicht alles überblicken können. Doch mit jedem Mal fällt einem wieder etwas ein, was man für einen flüssigen Ablauf integriert, so dass man nach etwa 3 Jahren des Imkerns nicht mehr allzu viele Versäumnisse aufzählen wird.

Eine gute Grundlage ist dieser theoretische wie praktische Imkerkurs, der runder wird, wenn die Berichte und Skripte gelesen und noch einmal repetiert werden. Ohne Nachlesen kommt man ohnehin nicht weit. Es braucht vor dem geistigen Auge wie in der Praxis einige Wiederholungen, um all die Kleinigkeiten zu verinnerlichen. Noch dazu, weil man ja manches nur einige wenige Male pro Jahr vollzieht und über den Winter wieder viel vergessen wird. Also dann – bleibt dran!

Rezension zu Kohfink: „Imker – Vom Hobby zum Beruf“

Cover Kohfink: Imker, vom Hobby zum Beruf, UlmerMarc-Wilhelm Kohfink mit seiner Expertise der Verwaltungswissenschaften sowie der Betriebswirtschaft und natürlich als Berufsimker beantwortet unkompliziert alle relevanten Fragen, wie man als  „Imker – Vom Hobby zum Beruf“ kommt. Eine Frage, die wir als imkerndes Paar ebenfalls immer wieder gestellt bekommen, ist: „Was kostet das alles?“ (S. 64) und „Für wie viel kann ich meinen Honig verkaufen?“ und meint damit im Grunde: „Ist für mich ein Gewinn drin?“

Für wen ist der Ratgeber brauchbar?

Wer nun erwartet, mit verlässlichen Honigglas-Verkaufspreisspannen bedient zu werden, braucht sich keine großen Hoffnungen zu machen. An nur wenigen Stellen sind derartige Angaben zu finden. Viel mehr Sinn macht es, sich auf eine bestimmte, hier vor allem effiziente Betriebsweise in der Bienenhaltung einzulassen. Die Vorschläge reichen vom ungeteilten Brutraum mit bienendichten Schieden über Flachzargen im Honigraum bis hin zu reinen Kippkontrollen.

Er versäumt es dabei nicht, auf Vor- und Nachteile sowie statistische Wahrscheinlichkeiten und Studienergebnisse einzugehen. Und wenn Sie alles bis hierhin verstanden haben, sind Sie bereits ein/e erfahrene Imkerin … und genau für SIE ist der 124-seitige, also gar nicht mal so umfangreiche, jedoch antwortergiebige Ratgeber aus dem Ulmer-Verlag gedacht. Dennoch werden auch Anfänger/innen und bis dato die Hobbyimker mit wenigen Völkern bedient.

So beginnt das erste Kapitel mit der Frage, ob man sich zum Imker eignet und was man können muss. Dazu gibt Kohfink sinnvolle Fragen zum Abchecken und Fallbeispiele an die Hand. So lässt sich vermeiden, aus reiner Träumerei von einem zufriedeneren Dasein inklusive finanzieller Absicherung die falsche Entscheidung zu treffen. Die da heißen könnte: Blauäugig Werkzeuge und Völker einzukaufen, weil man vielleicht über eine große Wiese verfügt und einen Schuppen, sogar über ein paar Jahre Erfahrung … wenn’s mit 3 Völkern klappt, warum nicht auch mit 300?!

Was ist notwendig?

Auch hier hätten so manche gerne eine einfache Liste mit allen erforderlichen imkerlichen Dinglichkeiten. Wir beugen derartigen Ansinnen tatsächlich mit einer, nein, eigentlich zwei Listen vor, die uns vor gebetsmühlenartigen Erklärungsversuchen à la „Es kommt drauf an“ bewahren. Sie ist aufgeteilt in „Grundausstattung“ und „Erweiterung“. Aktuell liegen die von uns ermittelten Kosten bei etwas über € 2.000 für eine Hobby-Imkerei, die Spaß macht und in der die Bienen und der Honig „wertig“ behandelt werden. Darin enthalten sind allerdings keine Raumkosten und Fahrzeuge nebst Anhängern. Analog würde man das rund 32-fache laut Kohfinks Investionsliste zur Berufsimkerei mit 200 Bienenvölkern benötigen. Oder das 72-fache, falls Raumanschaffungen und Mobilitätsgerätschaften erforderlich sind.

Also auch hier: Es kommt auf etliche Rahmenbedingungen an, was und wie viel benötigt wird. Weitere Punkte, die geklärt werden wollen, sind vertrieblicher und steuerlicher Art. Vor allem zu Letzterem sucht man oft vergeblich nach Aufklärung, denn es gibt hier einige Besonderheiten zu beachten, beispielsweise die 10,7%-Umsatzsteuer-Regelung, die auch uns schon einiges an Aufklärungsarbeit bei hohem Unverständnis gekostet hat. Dieses Kapitel ist wirklich „Gold wert“!

Fazit zur Berufsimkerei

  • „…, dass der Imker vor allem von der Hoffnung lebt.“
  • „…, dass es nicht einfach ist, allein von der Imkerei zu leben.“
  • “ … ein zweites Standbein, um nicht allein von den Bienen leben zu müssen.“

Erst auf Seite 117 erfahren wir die schonungslose Wahrheit, die wir allerdings längst schon geahnt hatten. Wer nun meint, der Puffer läge darin, alles selbst zu machen, um Arbeitskosten zu schonen, der hat folgende Zeile überlesen:

„Nur wenn Sie nicht nur in Ihrer Imkerei arbeiten, sondern vor allem an ihr, bringen Sie Ihren Betrieb voran.“

Fazit zum Ratgeber

Dieser Ratgeber erleichtert unseren (Aus-)Bildungsauftrag, denn er ist eine perfekte Antwort auf die an uns herangetragenen Fragen, die zu beantworten viel Zeit kosten. Nicht immer ist eine Checkliste möglich oder sinnvoll, denn  zu viele Details sind unterschiedlich und erfordern differenzierte Aussagen. Dabei kann man sich leicht verzetteln und verstricken, was Kohfink löblicherweise nicht passiert ist. Dennoch spart er nicht an sehr hilfreichen Tipps, eingestreuten Erfahrungsinterviews und Planungsübersichten. Prima hier der Plan zu verschiedenen Arbeitsbereichen vom Länderinstitut für Bienenkunde, Hohen Neuendorf, wenngleich für viele nicht so ohne Weiteres umsetzbar. Doch anregend, um sich Gedanken über einen sinnvollen Produktionsablauf zu machen.

Der Ratgeber „Imker – Vom Hobby zum Beruf“ füllt definitiv eine Lücke. Daher wünschen wir ihm eine kontinuierliche Aktualisierung über viele Jahre hinweg. Immerhin ändern sich auch in der Imkerei Kosten und Rahmenbedingungen stetig, beispielsweise die klimatischen und bienengesundheitlichen Situationen, die Ausfälle immer häufiger wahrscheinlich machen und zu „unternehmerischen Risiken“ führen. Doch wer sich auf die Welt der Bienen einlässt, ist ohnehin von risikofreudigem Charakter. Wer zudem eine unternehmerische Ader hat und vielleicht schon seine Schäfchen im Trockenen durch Mindestrentenanspruch, dem macht das Bändchen durchaus Mut und Hoffnung!


Marc-Wilhelm Kohfink: Imker – Vom Hobby zum Beruf. Stuttgart : Ulmer. 2018. 128 S. : Ill.
ISBN  978-3-8186-0422-6

Rezensionsexemplar für unsere Imker-Bibliothek

Bienenfreunde sind Naturfreunde … und meistens auch Radfahrende. Bitte um Unterstützung!

In unserer Imkerphilosophie steht festgeschrieben, dass wir in Sachen Imkerei möglichst CO2-frei unterwegs sein wollen. Erst seit heuer erlauben wir uns, die Bamberger Hügel mit Pedelecs zu erklimmen. Bis dato waren wir ausschließlich mit Muskelkraft unterwegs. Nun, man wird nicht jünger.

Bei unseren zahlreichen Fahrten fällt uns natürlich die eine oder andere unbefriedigende Rad- wie Fußgängersituation auf. Aus aktuellem Anlass der Bürgerbeteiligungsmaßnahme „Bamberg gestalten!“ lancierte wir einen eigenen Vorschlag. Diesen bitten wir euch zu unterstützen. Dabei muss man sich aber anmelden. Das schafft ihr sicherlich.

Unser Vorschlag „Rad- und Fußgängerweg befrieden: Insel / Am Kanal bis Am Hollergraben“ umfasst vier Abschnitte, die keine sichere Mobilität aufweisen. Schaut doch mal rein und lasst uns einen Unterstützerklick da.

Wir selbst finden weitere Vorschläge ebenfalls toll. Einer davon hätte von uns sein können. Denn wenn wir für unseren Bienengarten oder die Imkerei Einkäufe im Industriegebiet Am Laubanger tätigen, fehlt uns eine sichere Fahrradspur. Der Gehweg ist dafür um so breiter, wird jedoch kaum genutzt. Also, hier zum Vorschlag Fahrradweg im Laubanger beidseitig. Sebastian Heuser freut sich ebenfalls auf Unterstützer/innen.

Neuer Helm zur Anschaffung des Pedelecs