Bienenpatin Manuela Wehr 2015/2016

Bienenpatin Manuela Wehr„Wenn ich gefragt werde, warum Bienen einen Imker brauchen, sie würden doch schließlich von alleine fliegen, dann antworte ich: Damit sie da bleiben und nicht sterben“. Auf diesen einfachen, doch genialen Nenner bringt es Manuela Wehr, unsere frischgebackene Bienenpatin. Kennengelernt hatten wir sie als Teilnehmerin an unserem letztjährigen Imker-VHS-Kurs in Bamberg, wo sie uns bereits schon ihr großes Interesse an einer eigenen Bienenhaltung verriet.

Große Leidenschaft: der Garten

Übergabe der Bienenpaten-Urkunde an Manuela Wehr

Übergabe der Bienenpaten-Urkunde an Manuela Wehr am 23.03.2015

Die Sozialpädagogin wird sich den Bienen sicher bald ebenso sehr mit Leib und Seele verschreiben, wie sie sich seit einigen Jahren ihrem großen Garten widmet, so jedenfalls unser Eindruck, als wir uns am 23.03.2015 zum Bienenpaten-Interview trafen.

„Vor kurzem war ich einen Samstag lang an der Imkerschule Mittwitz, um mehr über Bienen zu erfahren. Leider hatte ich den Anfängerkurs verpasst und bei diesem Fortgeschrittenenkursen „Auswinterung und Bio-Imkerei“ konnte ich natürlich noch nicht alles an Informationen so richtig einordnen“, erzählt unsere neue Bienenpatin. „Es war alles sehr interessant, doch am Nachmittag spürte ich, wie meine Gedanken zu meiner geliebten Gartenarbeit abdrifteten und ich freute mich schon aufs Nachhause fahren!“

Zusammen mit ihrem Mann Stefan, einem Diplomingenieur, hat sie sich in Seigendorf, östlich von Hirschaid, einen Traum erfüllt. „Entweder sollte es ein Leben in Berlin sein – was ich heute allerdings nicht mehr unbedingt möchte, wäre mir zu viel Stadt – oder ein Haus mit großem Garten, mit viel Platz für Blumen und Gemüseanbau“.

Viel Platz auch für die beiden Hunde, ein Boxer und ein Schäferhundmischling, den sie sich vor zwei Jahren aus dem Tierheim holten. Die Liebe zu Tiere und zu Pflanzen ergänzt sich hervorragend bei der Bienenhaltung. Und so bestückt Manuela bereits heuer schon ihren Garten bewusst bienenfreundlich. „Denn nächstes Jahr würde ich gerne mit dem Imkern beginnen, sobald ich das Gefühl habe, mich genügend vorbereitet zu haben“, so die praktizierende Entspannungsboldin.

Große Pläne: die eigene Praxis

Ilona Munique übergibt Bienenpatenurkunde an Manuela WehrOb sie wohl dann Bienen statt Schäfchen zählen lässt, um ihre Klienten zur Entspannung zu verhelfen? Doch bevor ich mit dieser Frage ins Fettnäpfchen treten kann, erzählt die gebürtige Bambergerin, dass sie zu ihren Klienten ins Haus kommt. Erst im nächsten Jahr will sie die eigene Praxis im Haus, wie von Anfang an geplant, verwirklichen. Nach mittlerweile sechs Praxisjahren mit außerdem vier VHS-Kursleitungen pro Woche fühlt sich Manuela Wehr erfahren genug, um ihre Selbständigkeit auf eine neue Ebene zu bringen.

„Dazulernen werde ich jedoch weiterhin gerne, beispielsweise die Hypnosetechnik fände ich sehr spannend“, ergänzt sie die Aufzählung ihrer vermittelten Techniken wie Progressive Muskelrelaxation nach Jacobsen, Autogenes Training und Phantasiereisen. „Überhaupt ist Neugierde meiner Meinung nach eine sehr wichtige Grundeigenschaft, um sich auf etwas Neues einlassen zu können. Vor allem, wenn ich für etwas brenne, dann klappt es gleich viel leichter und schneller mit dem Lernen.“

Großes Feuer: die Bienenwelt

VHS-Teilnehmende und Reinhold Burger vor den BienenbeutenWir werden jedenfalls das unsrige dazu beitragen, um das im letzten Jahr bei Manuela entfachte Feuer für die Bienenwelt weiterhin zu schüren (s. Foto VHS-Kurs, 1.v.r).
Heute erst einmal mit den ersten Bienenpaten-Gegengeschenken wie einer Honigseife, Honigbonbons, etwas Sonnenblumensamen sowie dem „Feiertagsüberraschungsgeschenk“, eine Flasche Met. Außerdem halten wir sie über kommende Aktivitäten mittels Newsletter und Mails auf dem Laufenden und freuen uns schon auf gemeinsame Ausflüge, zum Beispiel zur HEG und noch einmal nach Mittwitz.

Wir sind uns sicher, dass es wieder einmal eine Bienenpatenschaft sein wird, die auch unseren Horizont erweitern helfen wird. Denn bereits jetzt schon klopfen einige Sätze von Manuela bei mir an meine innersten Hirnwindungen an. Beispielsweise ihre Erkenntnis, bei Fragen nach Facetten ihrer Gartenarbeit nicht zu viel an Informationen zu geben, um die Ratsuchenden nicht zu überfordern. Das sollte ich mir bei meiner Neigung, meinen Erfahrungsschatz großzügig austeilen zu wollen, sicher ebenfalls hinter die Löffel schreiben.

Wir freuen uns jedenfalls sehr auf viele weitere anregende Gespräche mit unserer neuen Bienenpatin, Manuela Wehr, und wünschen schon mal „Tierisch Frohe Ostern!“

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