Endlich wieder Führungen am Bienenweg – Herzlich Willkommen, Erlangen!

Unseren Start in die Nach-Corona-Zeit, zumindest, was Gruppenführungen anbelangt, begingen wir mit dem MR ACQ-Team um Bienenpatin Diana Martin. Sie konnte ihre Siemens-Healthineer-Kolleg(inn)en samt Familienanhang für einen Besuch der Bienen-InfoWabe in Bamberg animieren. Denn eigentlich ist diese Bienenpatenschaft ein gemeinschaftliches Werk. Es wurde nun Zeit, sich gegenseitig – und natürlich die Bienen! – endlich kennenzulernen.

Aktivierende Fragen

Aufgabe: Welche Tiere könnt ihr entdecken?Aufgabe: Welche Fledermausblumen findet ihr hier im Garten?Nach der Anreise von Erlangen nach Bamberg erhielten die jüngeren Familienmitglieder zunächst etwas Bewegung verordnet, während die Erwachsenen in der Bienen-InfoWabe mit ersten Informationen versorgt wurden. Zwei Aufgaben bzw. Fragen waren zu erfüllen, die allerdings noch nicht sofort mit Details zur Honig- oder Wildbiene aufwarteten.

Blaue (auch: Blauschwarze) Holzbiene, Xylocopa violacea, an Großem LöwenmaulDie Kinder sollten zum einen ALLE Tiere aufschreiben, die sie im Bienengarten am Bienenweg finden. Das war denn auch jede Menge! Die Liste begannen wir sogleich mit der Holzbiene, die pünktlich zum Start eine Begrüßungsrunde drehte. Als größte europäische Wildbienenart war sie weder zu übersehen noch zu überhören!

Zum anderen sollten alle botanischen Pflanzschildchen im Bienengarten gefunden werden, die ein Fledermauszeichen trugen. Die Namen waren auf einer Liste zu Fledermausblumen abzuhaken. Diese nachtaktiven Pflanzen sind für die dämmerungsaktiven und nachtjagenden Säugetiere aus der Gruppe der Fledertiere von großer Bedeutung. Denn nur, wenn genügend Insekten zum Bestäuben unterwegs sind, können sie an ihnen ihren Hunger stillen. (Bienen sind allerdings sicher vor ihnen!)

Die „Teamleiterinnen“ Rebecca und Valesca trugen nach einger guten Viertelstunde ihre Ergebnisse vor und wurden für ihren Fleiß ausgiebig beklatscht. Jetzt war es Zeit, um mit der wiedervereinten Gruppe einiges Wissenswertes zu Honig, Bienen, Imkerei und die Natur zu erfahren.

Nicht nur Hören und Sehen, sondern auch Riechen und Betasten aktiviert unsere grauen Zellen. Das herumgereichte Mittelwandrähmchen, welches die Imker/innen als Start zum Ausbau einer Wabe reichen, duftete nach Wachs. Und eine gefüllte Honigwabe wollte vom Gewicht her eingeschätzt werden. Ein bisschen Kopfrechnen, wie viel Honig daraus ausgeschleudert werden kann, schadet ebenfalls nicht.
Für die Minis, die noch eine heile Welt ohne Mathe leben dürfen, gab es derweil Bilderbücher zu Betrachten. Übergang von der Mittelwand zur ausgebauten Honigwabe

Was wissen wir wirklich?!

Klein wie Groß stellten ihre Fragen, die meist zur nächsten führte. Sie hatten aber auch einige Antworten parat, die oft ins Schwarze trafen oder nur haarscharf daneben lagen. Immer wieder spüren wir selbst, wie unfassbar faszinierend die Welt der Insekten und Bienen ist. Nichts, aber auch rein gar nichts, ist genau so, wie es scheint. Wenn wir Menschen glauben, uns alle Antworten gegeben zu haben, sind wir gerade erst dabei, die richtigen Fragen zu finden.

Manchmal bestätigt uns die Forschung überliefertes Allgemeinwissen, beispielsweise, wie viel Gutes Honig und Propolis zur Vorbeugung und Heilung von Volkskrankheiten beitragen kann. Doch genau so oft widerlegt sie ehemals gesichertes Grundwissen. Lange Zeit hieß es, dass ein Bienenvolk (selbstverständlich!) nur von einem König geführt werden könne.

Bienenkönigin des Standortes Buger WiesenAch ja, was heißt schon, geführt! Die (natürlich weibliche) Königin hält zwar mittels ihrer Duftstoffe (Pheromone) ihr Volk zusammen und teilt ihm ihren Gesundheits- und Legestatus mit. Auch hat sie einen eigenen Hofstaat, doch ansonsten nur wenig zu sagen bzw. zu summen. Nachdem sie als junge Königin begattet wurde, legt sie täglich bis zu 2.000 Eier und sorgt als einzige im Volk für Nachwuchs. Dafür muss sie nicht selbst sammeln fliegen und wird obendrein gefüttert und gepflegt. Sie ist etwas ganz Besonderes. Doch ohne ihr Team ist sie … nichts. Alle für eine, eine für alle! Kennt ihr …

Bienenwesen erkunden

Nun wurde es Zeit, die verschiedenen Bienenwesen genauer zu besehen. Dafür kam unsere Schaufensterbeute in Spiel. Die männlichen Bienen (Drohnen) und die weiblichen Arbeitsbieneen wurden ausgiebig hinter Plexiglasscheiben betrachtet. Auch hier war das Alter der Gäste einerlei – alle waren fasziniert von dem Gewurrle auf der Wabe.

Die Minis durften unterdessen Gänseblümchen und Löwenzahn pflücken.

Sodann mussten die Bienen wieder in ihre Wohnung gebracht werden. Da es schönstes Wetter war, konnten wir dabei einen weiteren Blick in ihre Welt wagen. Reinhold reichte uns eine mit Bienen besetzte Honigwabe, die reihum genauer besehen werden durfte. Auch ein Naschen am frischen Honig direkt aus der Wabe war möglich, sofern man sich traute, den Finger zwischen den krabbelnden Bienchen hindurch in die warme, weiche Wachsschicht zu stecken.

Aufeinander angewiesen

Dass unsere Bienenpatin Diana selbst gar keinen Honig mag, ist zwar irgendwie lustig, doch kennen wir das durchaus von anderen Patinnen und Paten auch. Es geht eben doch als allererstes um die Bestäubungsleistung der Bienen, die zu sichern ist. Dafür sind wir Imker/innen da, um sie zu gewährleisten. Eine gemütliche, saubere Wohnung und die Befreiung von Varroamilben sowie Behandlung gegen weitere Krankheiten im Austausch zu einer Honigernte im Jahr. Das sorgt für eine echte Win-win-Situation, in der die an unsere Bedürfnisse kultivierte Natur ein entscheidendes Stück weit wieder zu einem Ausgleich kommt.

Wie gesagt: Kultiviert, nicht wild-natürlich. Doch zu Holzäpfel und -birnen mag und kann wohl niemand mehr zurückkehren. Und auch die Bienen können nicht mehr ohne Weiteres zurück in ihren angestammten Lebensraum, den „wilden“ Wald. Wir sind also aufeinander angewiesen, und wir nehmen das so ernst und sind so demütig, wie wir nur können. Mit unseren Bienenpatinnen und -paten zusammen wollen wir das Bienenleben umsichtig bewahren helfen.

Herzlichen Dank, Diana und Team, dass ihr dabei mit uns geht!

Bienenpatenschaft Gisela Schlenker 2021/2023

Gisela Schlenker ist Bienenfreundin der ersten Stunde, als wir mit unserer Initiative noch in den Startlöchern standen. Mit sicherem Gespür erkannte sie das Potenzial unserer Begeisterung für Bienen und Natur und unterstützte uns beim Crowdfundung und in den ersten Folgejahren mit Rat und Tat.

Eher aus Zufall ist sie heute unsere Bienenpatin geworden. Eigentlich wollte sie mit der Überweisung für eine Patenschaft jemanden anderen eine Möglichkeit geben, sich in unseren internen Unterstützerkreis „einzukaufen“. Doch weil wir das missverstanden und dachten, sie selbst möchte unsere Bienenpatin werden, und weil wir darüber so begeistert waren, brachte sie es nicht übers Herz, uns ihre eigene zweijährige „Mitgliedschaft“ zu verweigern.

Die Gegengaben nebst Urkunde überbrachten wir jüngst selbst in die Franz-Ludwig-Straße, wohin uns Gisela zum Kaffeetrinken einlud. Feinschmeckerin, die sie ist, kredenzte sie Lebkuchen, noch dazu glutenfreien, eingedenk meiner gesundheitlichen Einschränkung. Aufmerksamkeit nicht nur für große (politische) Belange, sondern auch den kleinen Dingen gegenüber hat sie lange schon mehrfach bewiesen. Wenn sie helfen und zu einem Gelingen von Herzensangelegenheit beitragen kann, tut sie es umstandlos und ohne große Worte. Daher ist meine Einleitung etwas länger als sonst, auch, nachdem sie sich mit ihrer eigenen Darstellung eher dezent zurück hielt. Hier nun das Interview:

1. In meiner Verwandtschaft / meinen Freundeskreis gibt es / gab es bereits Imker, und zwar …

… ein guter Freund, den wir seit 25 Jahren kennen, ist Imker.

2. Meine Lieblings-Honig-Sorte

Dunkler Waldhonig und cremig gerührter Rapshonig. [Anmerkung: Nun haben wir zwei Jahre lang Zeit, dich von der geschmacklichen Variante eines sauber geimkerten Blütenvielerleis-Honigs, unserem Bamberger Lagenhonig, zu überzeugen! ]

3. Mein bestes Honigrezept / meine Lieblings-Honiganwendung ist …

Ein frisches Brot mit Butter und Honig. Bei Erkältungszeichen und Husten heiße Milch mit Honig.

4. Ich habe noch eine andere Leidenschaft, und zwar …

…viele Leidenschaften, die alle gepflegt werden wollen

5. Die restliche Zeit verbringe ich mit … 

Beruflich mit Marketing- und SocialMedia-Strategien, in meiner Freizeit mit vielen ehrenamtlichen Tätigkeiten, politischen Themen und vor allen Dingen Reisen, Kunst und Kultur, am liebsten mit meinem Mann und auch gerne mit unserer erwachsenen Tochter. Weiterbildung steht bei digitalen Themen eigentlich täglich auf dem Programm.

6. Meine schönste … skurrilste … lustigste … merkwürdigste …nachhaltigste etc. ​Begegnung mit Bienen (oder anderen Tieren) war …

Meine nachhaltigste Begegnung in Sachen Bienen war sicher die mit Der Bamberger Schulbiene, mit Ilona und Reinhold, die mich beide für das Thema Biene sensibilisiert haben, meine Begeisterung vor allen Dingen für ihr eigenes Engagement geweckt haben. Hier wollte ich unbedingt unterstützen.

7. Was ich im Leben besonders wichtig finde, ist / sind …

In erster Linie meine Familie, Bildung kommt direkt danach, deshalb freue ich mich auch sehr über die Bieneninfo-Wabe auf der ERBA, da hier viel praktisches Wissen an unsere Kinder und Kindeskinder weitergegeben wird!

8. Worüber ich mich besonders freuen kann, ist / sind …

… Zeit für Familie und Freunde und über kleine Gesten und Überraschungen, die einem ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

9. … und was Du sonst noch gerne noch von Dir erzählen willst:

Ich freue mich, nach über 30 Jahren immer wieder über neue Kontakte in Bamberg knüpfen zu dürfen und freue mich über viele spannende und überraschende Begegnungen und viele schöne Momente – jeden Tag. Ansonsten erzähle ich gerne von mir und über mich – am liebsten in einer persönlichen Begegnung

Vielen Dank, liebe Gisie, für deine Bienenpatenschaft – und bis hoffentlich bald mal wieder bei einem absichtlichen wie zufälligen Treffen in der Inselstadt!

Honigmarkt 2021 mit Bienenpatenanschluss

Sich persönlich zu treffen ist pandemiebedingt ja nicht so ohne Weiteres möglich. So bot der Traditionelle Honigmarkt eine willkommene Gelegenheit, einige unserer Bienenfreunde wieder zu sehen.

Bienenpate Albert Fresz erhält Patenurkunde

So überreichten wir an diesem Faschingsdienstag, den 16.02.2021, unserem neuen Bienenpaten Albert Fresz die Patenschaftsurkunde nebst Honiggaben. Gerne hätten wir etwas mehr Zeit für einen längeren Plausch gehabt, doch wollten just zu diesem Zeitpunkt etliche Feinschmecker unseren Bamberger Lagenhonig erstehen. Gut, dass wir zu Zweit waren. Trotz einsetzenden Nieselregens war der Markt relativ gut besucht und bis auf drei Gläser konnten wir alles Mitgebrachte unters Volk bringen.

Reinhold mit Bienenpate Albert Fresz am Honigmarkt Bamberg, Faschingsdienstag 2021Nun, zwei Jahre haben Albert und wir Gelegenheit, die Verbindung zu vertiefen. Über Transition und den Welterbe-Garten, unserem 8. Lagenstandort, hatten wir uns kennen und schätzen gelernt. Seine Leidenschaft fürs Gärtnern (insbesondere die Selbstversorgung) teilen wir, wenngleich wir uns zeitbedingt auf die kleinen Bestäubungsleisterinnen konzentrieren.

Reinhold mit Bienenpate Albert Fresz am Honigmarkt Bamberg, Faschingsdienstag 2021Alberts schönste und nachhaltigste Begegnung mit Bienen war, wie er uns erzählte, eine riesige Anzahl von Wildbienen auf seinem frisch bestellten Welterbe-Garten. Mehrere 100 m² waren übersät mit diesen Bienen, die Höhlen in die frische umgebrochene Erde gruben. Dieses Erlebnis war so recht nach seinem Geschmack, denn über „unerwartet positive Ereignisse“ kann sich der ehemalige Jurist besonders freuen.

Nun, Wildbienen sind sehr, sehr wichtig. Was sie jedoch nicht können: Honig hervorbringen. Und auch wir können Alberts Lieblingssorte, den Waldhonig, nicht verlässlich anbieten. Viele unserer Lagenstandorte sind allerdings in Waldesnähe, so die Buger Wiesen und die Sternwarte, insofern ist meist auch etwas, manchmal mehr, selten ausschließlich Honigtau darin enthalten. Albert mag ihn am liebsten „im Tee und als Aufstrich auf frisch aufgebackene Pfefferstangen mit Butter und oben drauf den Honig. Diese süßwürzige Geschmacksmischung ist einfach lecker“.

So gestärkt, dürfte ihm die „Ruhe und Gelassenheit im Umgang miteinander“, die er im Leben als besonders wichtig empfindet, wahrlich leicht fallen.

Reinhold mit Bienenpate Anton Hepple und Walburga am Honigmarkt Bamberg, Faschingsdienstag 2021Bienenpate Anton Hepple zu Besuch

Und wo wir schon beim Thema Bienenpaten sind – wir freuten uns zum Honigmarkt über den Besuch von Anton Hepple mit seiner Frau Walburga! Seit seinem Ruhestand aus dem Amt für ländliche Entwicklung heraus, dessen Amtsleiter er bis 2020 war, ist Anton unser Bienenpate und war auch schon beim Honigschleudern an der Sternwarte dabei. Es verstand sich von selbst, dass er zu eben jenem Sternwart-Honig griff, um seinen Vorrat aufzufüllen – selbstverständlich mit 10% Bienenpatenrabatt. Im Gegenzug nahmen wir gerne die löblich-sauber vom Etikett befreiten leeren Gläser zurück.

Bienenpatin Dr. Regina Hanemann

Nur kurz sprach Reinhold mit unserer Bienenpatin Regina, deren Besuch mir gänzlich entgangen ist, so vertieft war ich gerade wohl in ein Verkaufsgespräch. Sie bekräftigte ihre erneute Bienenpatenschaft, die sie bereits seit 2013 (!) inne hat. Der Honig ihres Patenvolkes an der Villa Dessauer, deren Hausherrin sie ist, war letztes Jahr besonders wohl geraten, so dass wir ihn zum Honigmarkt mit Begeisterung feilboten. Vielleicht trug ja auch die kleine Blühwiese im Skulpturengarten hinter der Villa bei, die sich die Direktorin der Bamberger Museen fast schon ein wenig „erkämpft“ hat.

Besucher am Honigmarkt Bamberg, Faschingsdienstag 2021Weitere liebe Besucher/innen

Auch besuchte uns Margarethe Hartig aus dem Imkeranfängerkurs des letzten Jahres, die sich bereits sehr auf ihr baldiges Imkern freut. Bald wird sie ein von uns überwintertes Volk erhalten und sich und uns beweisen, dass der Kurs Früchte trägt. Hund Molli wird also kein Einzelkind-Haustür mehr bleiben!

Unser Stand am Honigmarkt Bamberg, Faschingsdienstag 2021Mit einem weiteren Imker- bzw. Vereinskollege, nämlich Leo Weingärtner, konnten wir uns sodann in einen imkerlichen Austausch begeben. Er hat mittlerweile seinen eigenen Honig restlos verkauft, der offenkundig sehr begehrt ist. Selbst der Postbote hat nach Sichtung des „Ausverkauft“-Schildes schon Order für die neue Ernte gegeben. Für den Honigmarkt hätte Leo folglich gar nichts mehr zum Anbieten gehabt, wie wohl so viele andere aus unserem Verein ebenfalls nicht. Zumindest hat es den Anschein, denn nach einem suchenden Blick stellte unser Kollege fest, dass wir ja wohl die einzigen aus dem IBZV waren, die den Maximiliansplatz bereicherten.

Ja, diese und weitere Besucher/innen und Kund(inn)en belebten die feucht-kalten Stunden von 7 – 12 Uhr und ließen es uns warm ums Herz werden. Wir sehen uns wieder … nächstes Jahr, und dann hoffentlich endlich OHNE leidige Maske! Ich möchte nicht wissen, wen wir deshalb alles nicht erkannt und folglich ungegrüßt ließen (bspw. beinahe unseren frühen Gönner, Konrad Gottschall!)
Bleibt alle gesund! Mit unserem feinen Honig möge es gelingen!

Unser Stand am Honigmarkt Bamberg, Faschingsdienstag 2021Traditioneller Honigmarkt 2021 in der Presse

16.02.2021, BR24
Mit Einschränkungen: Bamberger Honigmarkt findet statt

16.02.2021, Rundschau B1
Brauereigaststätten in der Krise
-> Honig statt Fasching
(Wir sind in folgender Sequenz zu sehen: 18:54 – 19:19)

*1* Adventskalender der Bamberger Schulbiene 2020

Den diesjährigen Adventskalender beginnen wir mit einer Rezensionsreise zu einem „duften“ Kalender unserer Bienenpatin Ina Kudlich von Mokka makan, die diesen zusammen mit ihrer Barista-Kollegin Sonia Al-Kass gestaltet hat. Die Fotos stammen von ihren Reisen nach Wayand, Kerala, der Wiege des Pfeffers. Denn nicht nur „östlich-westlichen“ Kaffee und Tee kann man in deren Laden erstehen, sondern auch exquisite Gewürze, Accessoires und Naschereien rund um die edlen Gebräue.

Der Kalender wurde mit eigenen Fotos zusammengestellt, jeder Monat dabei mit Sprichwörtern und Erzählungen sowie Nacherzählungen des bekannten Wahl-Bamberger Autors, Kritiker, Moderators und Dozenten, Dr. phil. Rolf-Bernhard Essig versehen. Ein bisschen wie in 1001 Nacht liest sich das und sehr vergnüglich. Die Geschichten lassen schmunzeln und die Gesamtkomposition hat mir eine richtig gute Laune verpasst – bis auf die nachdenklich machende Tatsache, wie fragil und gefährdet dieses Paradies ist.

Mir dem Kauf dieses erlesen gestalteten Kalenders, der ganz sicher ein Sammlerstück werden will, unterstützt man „nicht nur die Anstrengungen zum Erhalt einer einzigartigen Biodiversität“ (zu lesen auf der Website), sondern auch die landwirtschaftliche Kooperative Vanamoolika Herbals, die indischen Kleinbauern Arbeit ermöglicht und schulische Projekte fördert. Ganz nebenbei hilft man auch der eigenen Region, nämlich unsere lieben Bienenfreundinnen über die schwere Zeit der Schließungen und Absatzreduzierungen hinweg.

Ich kann den Kauf nur befürworten, denn ich kenne die beiden Damen und ihr persönliches Engagement für ihre Produkte und den Betrieben, die dahinter stehen, sehr gut und schenke ihnen mein vollstes Vertrauen. Trotz aler Unbill lassen sie es sich nehmen, auch unsere Bieneninitiative zu unterstützen, und wir sind das beste Beispiel dafür, niemals den Kopf hängen zu lassen, sondern uns mit der gesamten Frauen- und Mannpower für unsere Welt einzusetzen.

Zu kaufen: Dienstag bis Samstag von 10 – 17 Uhr, Vorderer Graben 4 (hinterm Rathaus), 96047 Bamberg.
Bestellbar auch per E-Mail (Info [at] mokka-makan [dot] de) oder telefonisch (0591-20876990) für € 20 zzgl. Versandkosten.

Lisa Badum, der Honig und die „Klimastadt Bamberg“ – ein Plenarbesuch

Bienenpatin Lisa BadumBienenpatin Lisa BadumEndlich wurden wir ihrer habhaft! Unsere Bienenpatin Lisa Badum erhält für ihre Unterstützung als jährliches Dankeschön u. a. vier Gläser unseres Bamberger Lagenhonigs. Da wir die Postwege nicht unnötig strapazieren wollen, sie als Bundestagsabgeordnete und klimapolitische Sprecherin jedoch terminlich schwer in Bamberg greifbar ist, passten wir die Grünen-Politikerin am 27.02.2020 zum Plenum „Klimastadt Bamberg“ im Bootshaus ab, zumal uns auch das Thema an sich doch sehr beschäftigt.

Leonie Pfadenhauer, Andreas Eichenseher,Plenum "Klimastadt Bamberg", Grünes Bamberg Die imkerliche Fürsorge (Stichwort: Oxalsäurebehandlung im Winter) wird durch den Klimawandel erschwert, und weil wir auch als Bürger/innen für noch mehr Grün bzw. Bunt in den Städten sind, kam uns die Diskussion darüber zupass. Schwerpunkte der von Leonie Pfadenhauer und Andreas Eichenseher moderierten Diskussion waren dabei …

  • Grün in die Stadt (Andreas Eichenseher und Leonie Pfadenhauer)
  • Erneuerbare Strom- und Wärmeversorgung (dito)
  • Obst und Gemüse aus der Region (Albert Fresz, Transition-Initiative, und Christian Burger, Gärtnerland Bamberg GmbH)

Es gab dankenswerterweise reichlich Gelegenheit, sich mit Wortmeldungen einzubringen. Beispielsweise sehen wir als Initiative gar keinen so großen Mangel an Bürgerwissen-, willen oder -engagement, doch rechtliche und behördliche Rahmenbedingungen machen es einem nicht unbedingt leicht.

So wäre – laut einer Wortmeldung – die Idee, regional bei unseren Bamberger Gärtnerbetrieben eingekaufte Lebensmittel für den Großbetrieb „Klinikum“ ein richtiger wie wichtiger Schritt. Doch vereitelt dies – so unser Beitrag – die Ausschreibungspolitik, die ab bestimmten Größenordnungen sogar EU-weit zu tätigen ist. Mit „Verstecken hinter Rahmebedingungen“ (Lucas Rosenheimer) hat das unserer Ansicht bzw. Einstellung nach nicht unbedingt etwas zu tun. Wir sehen es stattdessen als notwendig an, Gesetzeslagen an die heutigen Bedarfe anzupassen, beispielsweise die Gewichtung Global/Regional neu zu überdenken – und das möchten wir Lisa Badum mit nach Berlin geben, aber auch den Bürger(inne)n, die ihre Volksvertreter/innen entsprechend auf den Zahn fühlen sollten. Und natürlich ihre Kreuzchen entsprechend der passenden inhaltlichen Übereinstimmung von Lebenseinstellungen und Politikversprechen zu setzen.Plenum "Klimastadt Bamberg", Grünes Bamberg

Im Rahmen der Veranstaltung wurde zudem der Becher des Monats für besonderes ehrenamtliches Engagement verliehen. Dies bescherte uns eine erneute Begegnung mit der letzten Unterschriftengeberin des Volksbegehrens „Rettet die Biene“ von 2019, Marion Munz-Krines. Sie erhielt den „Grünen Becher des Monats März“ stellvertretend für die Initiative „Parents/People for Future“ (Ortsgruppe Bamberg), die die Kinder von „Fridays for Future“ unterstützen.

Bienenpatenschaft Lis Bischof 2018/2020

Lis und Eva Bischof mit WernerLis Bischof bekam ihre Bienenpatenschaft von ihren Kindern zu Weihnachten geschenkt. Bevor ihr erstes Patenjahr herum ist, wollen wir doch ein wenig mehr von der Kulmbacherin erfahren, die erst kürzlich mit ihrem Partner Werner und Tochter Eva zum Honigernten am Fünferlessteg und am Honigschleuder-Erlebnistag bei uns war. Zwei gute Gelegenheiten, mit der Familie zusammenzukommen, denn …“nachdem wir inzwischen in verschiedenen Städten leben, freue ich mich besonders über Treffen mit meinen Kindern und ihren Partnern“, meint Lis im Interview.
Patenbienen Lis Bischof, Sternwarte BambergIhr Patenvolk steht an der Sternwarte, und sie hat es schon einige Male besucht. Honig mag sie in fast allen Variationen, eine bestimmte Sorte favorisiert sie dabei nicht. Ihr bestes Honigrezept sind Rote Bete-Scheiben, im Wechsel mit gekrümeltem Feta, Honig und Kräutern geschichtet, mit Olivenöl beträufelt und überbacken. Klingt sehr verlockend und schnell gezaubert!
Gefragt nach einer „besonderen Begegnung mit einem Tier“ erzählt uns Lis:
Bienenpatin und Katzenfreundin Lis Bischof„[Die Begegnung,] an die ich gerne zurückdenke, war die Rettung einer wunderschönen silbergrauen Katze, die laut den Anwohnern ein ganzes Wochenende über einem Fluß an einen Brückenpfeiler geklammert hing, laut schrie und sich nicht selbst aus dieser misslichen Situation befreien konnte. Nach ihrer Bergung, Versorgung mit Flüssigkeit und einer Spritze beim Tierarzt ist sie spurlos verschwunden. Einige Tage später kam mir diese Katze auf meinem Nachhauseweg entgegen – dicht gefolgt von einem noch ganz kleinen Jungen. Das Muttertier ist mir ein paar Mal um die Beine gestrichen und dann mit ihrem Kleinen in einem Garten verschwunden.“
Honigwabe in die Schleuder einbringenWas sie im Leben inzwischen als besonders wichtig findet, sind Entschleunigung und Entrümpelung, und vermutet, dass das wohl am fortgeschrittenen Alter läge.
(Merkwürdig … wir sind derzeit auch Aussortieren, und das Ergebnis findet ihr an der Bienen-InfoWabe zum Hausflohmarkt am 25.08. und 08.09. von 14 bis 17 Uhr.)
Ja, wir finden – neben dem Bienen- oder Honigthema – oft weitere Gemeinsamkeiten, die wir mit unseren Bienenpaten teilen. Wir finden das spannend und freuen uns über das nächste Wiedersehen, vielleicht dann mal zum Imkern an der Sternwarte mit anschließendem Kellerbesuch – zum Entschleunigen wie geschaffen!

Bienenpatenschaft Andrea Schöb 2018/2019

Bienenpatin Andrea Schöb zu Besuch an der Bienen-InfoWabeBienenpatin Andrea Schöb mit Familie zu Besuch an der Bienen-InfoWabeBevor im Dezember die Bienenpatenschaft ihre bereits wieder zu Ende geht – (oder auch nicht?!)¹ –, möchten wir es nicht versäumen, Andrea Schöb aus Redwitz a. d. Rodach vorzustellen. Wir konnten sie und ihre Familie anlässlich unserer Honigschleuder-Erlebnistage endlich etwas näher kennenlernen.

Gäste ernten HonigwabenWobei – viel Zeit für ein Interview blieb nicht, wir waren emsig beschäftigt, den Honig zu ernten und zu verarbeiten. Doch die Lektorin, Übersetzerin und „textende“ Agenturinhaberin  beantwortete unsere Fragen im Nachhinein. Vielen Dank, liebe Andrea, und liebe Grüße an deine Familie!

Bienenpatin Andrea Schöb Bienenpaten-Interview Andrea Schöb

1. Zu meiner Bienenpatenschaft kam es, weil …

… ich durch Zufallen auf eure Website gestoßen bin, viel gelesen habe und die Initiative und euer großes Engagement einfach toll fand.

2. In meiner Verwandtschaft / meinen Freundeskreis gibt es / gab es bereits Imker, und zwar …

… meine jüngere Schwester. Sie ist seit vielen Jahren Bienenbegeisterte und Bienenkennerin und hat für einige Jahre auch selbst geimkert. Das war allerdings noch zu Studentinnenzeiten, in der Großststadt und für sie ziemlich aufwendig. Als ihre Völker dann einen Winter nicht überlebt haben, hat sie aufgehört mit dem eigenen Honig. Jetzt, wo sie wieder ortfsfest geworden ist, überlegt sie, wieder damit anzufangen.

3. Meine Lieblings-Honig-Sorte …

Habe ich eigentlich nicht. Ich mag den Honig (allen Honig) aber besonders gerne, wenn er schon halb kristallisiert und körnig geworden ist. Und was ich auch sehr gut finde, ist mit Salbei aromatisierter Honig. Den habe ich einmal als Hustenmedizin selbst angesetzt – nur hat er nicht sehr lange gehalten …

4. Mein bestes Honigrezept / meine Lieblings-Honiganwendung ist …

Ich verwende für meine Salatdressings zusätzlich zu Essig und Öl immer auch Honig. Das macht das Dressing wunderbar dick und sämig und natürlich (mehr oder weniger) süß. Einfach perfekt!

5. Ich habe noch eine andere Leidenschaft, und zwar …

… für meinen Garten! Ich habe viel Gemüse im Garten, teste jedes Jahr neue Sorten und finde, es gibt fast nichts Schöneres, dem allem beim Wachsen und Werden zuzusehen – und dann natürlich zu ernten und zu genießen.

6. Die restliche Zeit verbringe ich mit …

… meiner Familie, arbeitend, lesend, Podcast hörend, schwimmend, und, im Winter wenn ich nicht im Garten bin, häkelnd (und hoffentlich bald auch strickend).

7. Was ich im Leben besonders wichtig finde, ist / sind …

(Wenn möglich), nur Dinge zu tun, die man auch selbst gerne tun möchte. Nein sagen können und lernen, auf die eigene, innere Stimme zu hören.

8. Worüber ich mich besonders freuen kann, ist / sind …

… naturnahe, artenreiche und inspirierende Gärten.

Na, dann ist doch unser Bamberger Bienengarten ein schöner Anlaufpunkt, so wie im Sommer, als wir dich zum ersten Mal sahen! Komm(t) wieder!

¹[Nachtrag 19.04.22: Andrea Schöb ist mittlerweile in der 3. Bienenpatenrunde angelangt und hat uns mit ihrer Familie einige Male besucht!]

Vierte Bienenpatenrunde mit Sabine Saam 2019/2021

Bienenpatin Sabine Saam mit Bienenhunt

„Dürfen wir vorstellen …“

Bienenpatin Sabine Saam mit Bienenhunt

„… unsere treue Bienenpatin SaBIENE Saam aus Baunach!“

Sabine Saam bleibt uns nun bereits zum 4. Male als Bienenpatin treu und unterstützt unsere Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de für weitere zwei Jahre – mit 180 Euro Patenbeitrag und emotionaler Rückenstärkung. Aber auch das Sitzungs- oder Geburtstagsgeld der Baunacher CSU-Kommunalpolitikerin (Frauen-Union) halfen uns als zusätzliche Spenden, unser Engagement sinnreich zu erfüllen. Das war und ist einfach wunderbar!

Sitzungsbegleiterin Sabine SaamSicher möchten auch andere wissen, warum das alles für sie immer noch so wichtig ist – trotz gewonnenem Volksbegehren „Artenvielfalt“ … – und sie möchten SaBIENE, die das fleißige Tierchen nicht von ungefähr in ihrem Namen trägt, bestimmt noch ein wenig näher kennenlernen – es lohnt sich.

Geburtstagskind und Bienenpatin Sabine Saam, BaunachSabine SaamDenn Sabine Saam ist eine vorbildgebende Persönlichkeit, die sowohl Tradition als auch Moderne kann, beispiellos lebensbejahend, mutig und mit einer großen Portion Humor ihren Lebensweg entlangrollt, dabei alle(s) und jede(n) miteinander vernetzend, angeleitet von ihrem kämpferischen, großen Herzen für Mensch und Tier, ohne darüber zu vergessen, auch selbst Hilfe anzunehmen, die man ihr aus Familie, Freundeskreis und ihrem beruflichen wie ehrenamtlichen Umfeld nur zu gerne anbietet.

Gruppenfoto der TeilnehmendenAusgewogen Geben und Nehmen, sich miteinander und umeinander Kümmern, nichts egal sein lassen oder dem puren Zufall überlassen, Fort- wie Rückschritte mit der nötigen Gelassenheit und innerer Glaubens-, Herzens- und Geistesstärke zu meistern … wir ahnen und wissen, warum diese Verbindung seit 8 Jahren anhält und uns alle bereichert. DANKE, Sabine! Und nun …

Bienenpatin Sabine Saam zu Besuch an der Bienen-InfoWabe… Fragen zu deiner 4. Runde „Bienenpatenschaft“

1. Was ist dein größter Antrieb, unsere Bieneninitiative auch weiterhin zu unterstützen?

Es ist mir einfach eine Herzensangelegenheit und alles bei euch ist so herrlich unkompliziert.

2. Was, glaubst du, bräuchte deine Region am meisten von uns?

Ihr seid präsent, leistet Aufklärungsarbeit, seid nahbar – das ist genau das, was gebraucht wird. Bleibt weiter auf eurem Weg!

3. Was wünschst du dir von deinen unmittelbaren Nachbar(inne)n in Sachen Insektenleben?

Es gibt ein Lied von Reinhard May „Irgendein Depp mäht irgendwo immer“, daran denke ich im Frühjahr/Sommer fast täglich, wenn ich die Rasenmäher brummen höre. Seid gelassener… dann klappt es auch mit der Insektenvielfalt.

Biene an Basilikumblüte4. Wenn du eine Wild- oder Honigbiene wärst … welche Blüte würdest du dir als Leibspeise aussuchen?

Das African Blue Basilikum. Das wächst in jedem Blumentopf und auch im Hochbeet vor meiner Haustür.

5. Wenn du fliegen könntest – wohin würdest du jetzt sofort hinsurren?

Zu meinen 50 Quadratmetern Blühstreifen am Röderweg in Baunach, da hab ich nämlich auch ne Patenschaft und es gibt dort viele tolle Blühpflanzen auf dem Blühstreifenprojekt von Andreas Roppelt. Wer sich dafür interessiert, darf sich gern an mich wenden, ich stell den Kontakt her.

6. Wenn du Fühler wie eine Biene hättest, mit denen sich besonders gut riechen lässt – woran würdest du am liebsten mal intensiver schnuppern?

An Blüten ganz hoch droben, wo Menschenhand nicht hinkommt und alles unberührt ist.

7. Und zum Schluss – welches Rezept, in dem man Honig verwendet, empfiehlst du uns?

Das einfache ist meist das Beste – ein frisches Brötchen der Bäckerei Kießling aus Baunach dick mit Butter und Honig bestrichen. Mehr Rezept braucht es nicht.

Das waren die vorangegangenen Interviews:

 

 

 

 

 

Adventskranzbinden bei Bienenpatin Sabine Gründler, Gärtnerei Böhmerwiese

Ilona und Bienenpatin Sabine beim AdventskranzbindenRuck-zuck waren die Kränze gebunden und liebevoll dekoriert. Beim jährlichen Adventskranzbinden im Wintergarten der Gärtnerei Böhmerwiese, mithin bei unserer Bienenpatin, der Mit-Geschäftsführerin Sabine Gründler, durfte aus dem Vollen geschöpft werden. Unterschiedliche Kranzrohlinge sowie Zweige – ob Kiefer, Thuje, Mammutbaum oder Wacholder – warteten bereits in der passenden Länge auf die Bastlerinnen. Im Schauraum nebenan durften wir uns am Dekomaterial samt Kerzen in allen Größen bedienen. Glühwein und Plätzchen sorgten für eine angeregte Stimmung und für Wärme. Wobei man nicht sagen kann, dass es uns ohne heißen Getränken gefroren hätte, denn ein Heizgebläse tat sein Bestes.

AdventskranzbindenBesonders gefallen hat mir die fachkundige Anleitung, die uns Brigitte Schubert und Janina Zahnd angedeihen ließen. Manchmal sind’s ja nur Kleinigkeiten, die das Binden erleichtern. Klar, Tipps kann man sich auch aus Youtube-Filmchen holen. Doch viel mehr Spaß macht’s im direkten Kontakt und unter Gleichgesinnten. Super finde ich es auch, dass es bei mir zuhause sauber bleibt 😉 Um das Gebrösel, Geharzte, Genadele und Aufräumen kümmern sich andere, yeah! Und das sogar kostenlos! Lediglich das Material wurde (nach Augenmaß) berechnet.

Fotogalerie Adventskranzbinden

Bienenpatenschaft Lisa Badum 2018/2020

Beschilderung Bienenpatenvolk Lisa BadumWenn schon, denn schon … MdB Lisa Badum aus dem Wahlkreis Bamberg (Bündnis 90 / Die Grünen) beließ es nicht nur bei einem Besuch der Bienen-InoWabe zum Zwecke des Informationsaustausches, sondern ließ über ihr Abgeordnetenbüro vorab eine Bienenpatenschaft beantragen. Sehr gerne nehmen wir sie in die Reihen unserer Paten auf, die als willkommene Multiplikatoren für die Bienen – und erweitert natürlich auch die Insektenwelt – stehen!

Die Bienenpatenübergabe

Bienenpatin Lisa Badum bei der Übergabe der PatengabenMdB Harald Ebner (Wahlkreis Schwäbisch-Hall-Hohenlohe) wohnte dem Übergabeakt der Bienenpatenschaft interessiert bei, wie auch unsere werten Gäste und Sponsoren, die sich den Donnerstagnachmittag des 30.08.2018 frei nehmen konnten. Wegen des anstehenden Besuchsprogramms verzichteten wir auf unser ansonsten übliches Bienenpateninterview. Doch ist die Forchheimerin, die an der Uni Bamberg Politikwissenschaft studiert hat, ohnehin eine bekannte Persönlichkeit. Mehr von ihr erfahrt ihr direkt über ihre Webseite Lisa-Badum.de.

Bienenpatin Lisa Badum bei der Übergabe der PatenurkundeVöllig unprätentiös nahm sie mich gleich in den Arm und lächelte den Fotoapparaten von Besuchern und dem Pressevertreter des Fränkischen Tags, Niklas Schmitt (vielen Dank!), trotz ihrer Sommererkältung freundlich zu. Überhaupt wirkt sie unkompliziert und steht dabei mit beiden Beinen fest in ihren Themenbereichen, die da wären Energie und Klimaschutz. Ihre vormalige Tätigkeit bei der Naturstrom A. G. sorgte für das nötige Knowhow, ebenso ihre beiden Vereinsämter bei der Bürgerenergie Bayern in Pfaffenhofen a.d. Ilm und der Energie- und Klima-Allianz Forchheim. All das und mehr brachte ihr die Mitgliedschaft im Bundestag in den Ausschüssen „Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit“ sowie (stellvertretend) „Wirtschaft und Energie“ ein.

Mit Optimismus in die Bienenzukunft?!

Mit Bienen hatte sie bislang eher kaum Berührung, wie sie offen zugibt. Dennoch gibt es bereits eine Verbindung zum Thema, nämlich über die CSU-Politikerin und Bienenpatin Sabine Saam, mit der sie zusammen 2015 den Helene-Weber-Preis für kommunalpolitisches Engagement errang (hier zum Bericht, welche Rolle wir dabei spielen durften). Nun hat die Bienenpatenschaft Lisa sofort animiert, auch den beiden Bienenstöcken im Paul-Löbe-Haus in Berlin mehr optische Aufmerksamkeit zu verordnen.

Bienenpatin Lisa Badum bei der Kennzeichnung ihres Bienenpatenvolkes Mag es Kosmetik sein … ganz sicherlich kann man die Grünenpolitikerin nicht verdächtigen, es dabei belassen zu wollen. Denn heute zumindest informiert sie sich über die Rolle der Klimaveränderung im Bezug auf den Zustand der Bienen und die imkerlichen Pflegeanforderungen, die zuweilen erschwert und sorgfältiger Anpassung bedürfen. Sie erfährt, dass ausdauernde und späte Kälteperioden wie im vergangenen Jahr mit erfrorenen Obstbaumblüten oder überlange heiße Sommer wie heuer nicht ganz spurlos an die Protagonisten vorübergehen. Dass Grüne-Politiker/innen mit ihren berechtigten Forderungen, endlich den Klimaschutz zu verwirklichen, häufig auf Blockaden stoßen, und hier im Besonderen häufig genug bei den Vertreter(inn)en der Landwirtschaft, ist sicherlich systemimmanent. Wohl mit ein Grund, dass sich Lisa den von mir eingeworfenen Satz: „Ich bin Optimistin, alles andere ist mir zu anstrengend“ merken möchte.

Für die nächsten zwei Jahre wünschen wir uns einen bereichernden Informationsaustausch, der von unserer Seite aus mit etwa vier Bienenpaten-Newslettern im Jahr sowie der einen oder anderen Einladung zu Aktivitäten unserer Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de angeregt werden soll, beispielsweise zu den sehr beliebten, weil spannenden und praxisnahen Honigernte- und -schleudererlebnistagen.

Liebe Lisa, wir freuen uns darauf und wünschen dir in Berlin viel, viel Erfolg!

Im nächsten Beitrag erfahrt ihr mehr über den weiteren Verlauf unserer frischgebackenen Bienenpatin, MdB Lisa Badum und ihres Kollegen, MdB Harald Ebner.