Honig der Lage „Villa Dessauer“ 2019 bildet den Ernteabschluss

Honigertrag des Lagenstandorts "Villa Dessauer" von Bienenpatin Regina HanemannAm 26.07.2019 erfolgte die letzte Ernte in diesem Jahr für unseren Bamberger Lagenhonig. Das Schlusslicht bildete wie immer die Lage „Villa Dessauer“. Hinter der Stadtgalerie an der Hainstraße, und damit mitten in der Stadt, doch etwas versteckt im kleinen Skulpturengarten, steht eines unserer Völker und bringt zwar meist nicht üppig, doch immer sehr leckeren Honig hervor.

Letzte Abfüllung der Honigernte von 2019 / Bienen-leben-in-Bamberg.deSeine Attribute heuer: hell- bis mittelocker, leicht fließend, milde Säure, zart-schmelzend, betonte Süße, blumig, kräftig am Gaumen, ausgewogen. Wassergehalt 17,2%.

Wir haben das allerletzte abgefüllte Glas fotografiert, und es hat das Gewicht von 250 Gramm noch ein wenig überschritten. Bienenpatin Dr. Regina Hanemann wird in Kürze mit „ihrem“ Honig beliefert und wir hoffen, dass er ihr wie jedes Jahr wieder munden wird.

Übrigens: Unsere Honigschleuder-Erlebnistage finden auch nächstes Jahr wieder statt. Die Termine für 2020 sind:

Termin 1: So., 12.07.2020  |  10.00 – 15.00 Uhr
Standort Buger Wiese (Ernte). Treffpunkt Parkplatz gegenüber Buger Hof, Am Regnitzufer 1. Im Anschluss fahren wir zum Obstmarkt 10 (Entdeckeln, Schleudern, Abfüllen). Mit Mittagsimbiss. Nur nach Anmeldung, näheres dazu unter Aktivitäten und Termine.

Termin 2: So., 19.07.2020   |  14.15 – 15.30 Uhr und 15.45 – 17.00 Uhr
Standort Erba-Insel (nur Ernte). Treffpunkt an der Bienen-InfoWabe, Bienenweg 1. Anmeldung wäre für diesen Termin nett, ist jedoch nicht zwingend. Diese Veranstaltung ist kostenlos.

Termin 3: Mo., 20.07.2020   |  17.00 – 19.00 Uhr
Obstmarkt 10 (Entdeckeln, Schleudern, Abfüllen der Ernte vom Vortag aus dem Standort Erba-Insel). Nur nach Anmeldung, näheres dazu unter Aktivitäten und Termine.

Termin 4: Fr., 24.07.2019  |  15.30 – ca. 19.00 Uhr
Standort Weide (Ernte). Treffpunkt Weide 15a im Garten. Im Anschluss Obstmarkt 10 (Entdeckeln, Schleudern, Abfüllen). Nur nach Anmeldung, näheres dazu unter Aktivitäten und Termine.

Bis zum nächsten Jahr – und genießt unseren Bamberger Lagenhonig!, solange der Vorrat reicht!

 

„Danke für den weltbesten Honig!“ – Honigverarbeitung „Weide“ 2019

Bienenzeichnung von GretaAuch den Dank Gretas für den „weltbesten Honig“ erhielten wir in Wort und Bild! Zusammen mit Sophias Zeichnung (siehe Bericht) fanden wir ihn im Briefkasten vor und freuten uns sehr darüber. Eine schöne, vor allem künstlerische Abwechslung zu den üblichen Emojis per Handy – herzlichen Dank! Interessant auch: Nicht die Abbildung der Familie oder des Honigs standen bei Greta und Sophie im Vordergrund, sondern das Wesentlichste von allem: Die Bestäubungsleistung durch die Biene! Yeah!

Damit es zu diesem „weltbesten Honig“ kommen kann, sind vieltausende von kleinen Wesen ‚zigtausende von Stunden tätig. Und so ist es unser Anliegen, dieses Ur-Produkt so schonend, hygienisch und vollständig wie möglich ins Glas zu bringen. Keine unbedachte Kleckerei, da für jeden noch so kleinen Tropfen hart gearbeitet wurde. Für eine Honigblasenfüllung mit etwa 40-70 mg¹ muss eine Arbeitsbiene etwa 200-300 Blüten² besuchen. Also achten wir jeden Tropfen, als hätten wir den Nektar dafür selbst erbeutet.

Würden wir vor den Bienen Rechenschaft ablegen wollen – war wir dank eines detaillierten Honigernte-Formulars jederzeit können! – dann müssten wir ihnen beim Verarbeiten ihres Honigs an der Weide beichten, dass wir auf dem Weg vom Honigtopf (14,6 Kilo Inhalt) bis in alle Gläser (Endgewicht 16,42 Kilo) 1,82 Kilo Honig „verloren“ haben. Wohin sind sie verschwunden?

Nun ja, einige Löffelchen wurden abgenommen, um z. B. noch einmal einen Honiggeschmackstest zu machen oder den Wassergehalt festzuhalten (16,8%). Ein halbes 250g-Glas geht auch durchs Abschäumen weg (und auf unser Frühstücksbrot). Den Käufern gegenüber können wir aber damit zeigen, dass unsere Gläser meist mehr als die geforderte Menge enhalten. Trotz geeichter Waage ist ja alles Handarbeit. Wer wie unsere Gäste einmal selbst abgefüllt hat, weiß, wie schwer bzw. zeitaufwändig es ist, nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig abzuzapfen. Wir gönnen jedoch unseren Kunden lieber ein „zu viel“ und verzichten so auf eine Einnahme (wie in diesem Erntefall) von rund 20 Euro.

Gruppenbild an der HonigschleuderBis zum Abfüllen hatten unsere Gäste Natalie mit ihren Kindern Sophia, Greta und Fynn sowie die Bienenpaten Gabi Loskarn, Rita Bender und Stefan Weiss viel Gelegenheit, das Wunder der Natur in Form von Honigwaben zu entdeckeln und zu schleudern sowie ein paar Löffelchen zu probieren (die im übrigen nicht in der obigen Rechnung Eingang fanden).

Ihr Geschmacksvoting ergab folgende Attribute: Farbe: hellgelb mit leichtem Grünstich (das ist der Lindenanteil), Konsistenz: leicht fließend, butterzarter Schmelz, Geschmack: fruchtig mit Johannisbeerennote, blumig, mild, feine Süße, leicht medizinisch (auch die Linde).

All das wird auch auf den jeweiligen Seiten unseres Bamberger Lagenhonigs festgehalten, also hier die Unterseite „Inselstadt / Weide“. Transparenz übers ganze Jahr, dokumentiert und bezeugt von unseren Bienenfreunden – das macht unseren Honig so einzigartig authentisch und genussreich.

Das Wissen, unter welchen Bedingungen ein Lebensmittel entstanden ist, macht den großen Unterschied zu sicherlich ebenfalls guten Honigen aus unserer Region. Und wenn unsere gemeinsam empfundene Freude und der Spaß mit einfließt – und ich bin mir sicher, die Mikroorganismen freuen sich mit uns mit! – dann, ja, dann … ist es Bamberger Lagenhonig der Initiative Bienen-leben-in-bamberg.de! Ab jetzt neue Ernte käuflich!Das Honigglas ist fertig!


¹ Spanblöchl, Alois: Imker-Praxis. Grundwissen für die Bienenwirtschaft. Graz, Stuttgart : Leopold Stocker Verl. 2016.

² Bienen im Mathematikunterricht. Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau. [Datei erstellt 2011].

Fotogalerie Honigverarbeitung Standort „Weide“

 

Honigverarbeitung Buger Wiese 2019

Honigwaben entdeckeln„Das hat richtig Spaß gemacht!“ Elin und Emma, die Töchter von Bienenpatin Andrea Schöb, waren begeistert vom Honigwaben entdeckeln und Schleudern. Doch auch das Messen des Wassergehalts mit dem Refraktometer, das Abfüllen sowie Etikettieren des am Vormittag geernteten Honigs aus den Buger Wiesen war attraktiv genug, um die sechs- und zehnjährigen Mädels nach dem Mittagsimbiss drei Stunden lang bei der Stange zu halten. Auch der 21.07. war wieder ein sehr heißer Tag.

Honigwaben entdeckelnBienenpatin Lis Bischof mit Partner Werner fanden es bemerkenswert, dass wir für die Honigschleuder-Erlebnistage unsere Privaträume zugänglich machen. Ja, Hobbyimkerei kann gut zuhause durchgeführt werden, sofern eine große Küche oder Wohnzimmer alle Gerätschaften und Mitwirkenden fassen kann. Teppichböden allerdings wären nicht optimal, aber das dürfte klar sein. Mit ein bisschen Umsicht jedoch bleibt das Laminat weitestgehend honig- und wachsfrei, das verstehen auch schon die kleineren Gäste. Und dass das Händewaschen von uns genau überwacht wird, tut der fast schon familiären Stimmung keinen Abbruch.

An der HonigschleuderNoch wichtiger finden wir die Hygieneanforderungen an die Gläser und Deckel, die sorgsam gespült und abgedeckt auf die goldgelbe Befüllung warteten. Dass jede/r Teilnehmende/r ein selbst geerntetes wie vearbeitetes Glas Honig mit nach Hause nehmen durfte, nebst Kostproben während der Verarbeitungsphasen, versteht sich von selbst. Wir freuen uns wie jedes Jahr immer sehr auf diese Zeit, denn wie heißt es doch so schön: Geteilte Freude ist doppelte Freude!

Etikett aufkleben

Fotogalerie zur Honigverarbeitung Buger Wiese

Kinderleicht! Die Verarbeitung des Honigs vom Fünferlessteg

Gruppenbild an der HonigschleuderDie Jungen ausnahmsweise mal in der Überzahl, und das nicht nur altersmäßig. Super mitgearbeitet, ob beim Entdeckeln, Schleudern, Wassergehalt bestimmen, Verkosten, Abfüllen oder Etikettieren! Auch die zwei Jüngsten mit 6 Jahren, Clemens und Raphael, meisteren alle Arbeitsschritte wie die Großen, und zur Belohnung gab’s natürlich zwischendrin Kostproben sowie ein volles Glas Bamberger Lagenhonig – nebst Mini-Probiergläschen im praktischen Henkel-Häkelkörbchen. Honig gibt Energie, und dann ist alles irgendwie ganz kinderleicht! Na ja, nicht ganz …

Honig abfüllen auf das Gramm genau… denn besonders spannend war es, eine genaue Füllmenge von 125 Gramm sowie – weil das Glasbefüllen von den beiden älteren Jungs, Friedrich und seinem Bruder Ludwig, geteilt wurde – von 250 Gramm hinzubekommen. Das ist ganz und gar nicht kinderleicht!

Honig abfüllen auf das Gramm genauDenn die geeichte Waage misst auf 0,5 Gramm genau, war also gnadenlos ehrlich und unerbittlich. Doch sie haben es geschafft, alle beide! Und warum? Weil sie geduldig waren. Und DAS ist die aller-allerbeste Voraussetzung fürs Imkern!

Gruppenbild mit Bamberger Lagenhonig

Nicht nur, dass seine Mutter, Agnes Brandner, an unserem Anfängerkurs teilnimmt, sondern der älteste in der Knabenrunde, Friedrich, hat auch schon erste Erfahrungen mit dem Imkern am KHG gemacht. Mit den Bienen des Kaiser-Heinrich-Gymnasiums hatten wir ja eine kleine Vergangenheit gemeinsam (siehe Bericht von 2015). Schön zu erfahren, dass es an der Schule also weitergeht – mit Jürgen Horn, der einmal behauptete, er hätte viel zu viel Angst vor Bienen. Und nun baute er jüngst sogar ein ganzes Bienenhaus für die Schule! Ja, ja, wer den „Bienenvirus“ erwischt, kann von den wunderbaren, erstaunlichen Insekten nicht mehr ablassen.

Gruppenbild an der Honigschleuder

Den Rest der Honigwaben aus der Ernte vom Vortag am Fünferlessteg schleuderten wir noch am selben Abend fertig. Jetzt drei Tage abwarten, und dann ist er auch schon verkäuflich, beispielsweise am Obstmarkt 10 oder in der Bienen-InfoWabe.

Honig abfüllenVielen Dank für euer Kommen, es hat sehr viel Spaß gemacht! Die nachfolgende Bildergalerie beweist es mit seiner üppigen Ausbeute wunderbarer Momente, die außerdem alle Stationen der Honigverarbeitung gut nachvollziehen lassen. Viel Vergnügen! (P. S.: Das erste Foto in der Galerie anklicken, und dann für die nachfolgenden einfach immer wieder erneut aufs geöffnete Bild klicken.)

Fotogalerie Honigverarbeitung Fünferlessteg

Honigverarbeitung (BLIB-Imkerkurs für Anfänger, 7. Modul)

Der am Vormittag des 12.07.2019 geerntete Honig des Standortes „Bienenweg“ wurde nach einem gemeinsamen Mittagsimbiss von den Kursteilnehmer(inn)en entdeckelt und geschleudert. Was leicht klingt, ist es im Grunde auch. Allerdings sind rund um diese schönen, fast schon meditativen Vorgänge einige Dinge zu wissen und zu beachten, um einwandfreien Honig ins Glas zu bringen. Die Modulinhalte waren:

Bienenpate Rudolf Reinwald beim Honig abfüllenHygienemaßnahmen, Rechtsgrundlagen zur Honigverarbeitung, Grundinformationen zu Honigrichtlinien (s. a. Blogbeitrag), Honigverkostung mit dem Aromarad und einen Einblick in die Lebensmittel-Informationsverordnung und Loskennzeichnungs-Verordnung beim Etikettieren, außerdem Praxistipps zur Vermeidung oder Reparatur von Wabenbruch sowie die Handhabung und der Kauf der Gerätschaften und das Einrichten des Arbeitsplatzes.

Honigwaben entdeckeln„Ich habe mir das komplizierter vorgestellt“, bekannte Andreas, und gemeint hat er damit das Handling, ohne jedoch damit all die vielen kleinen Schritte abzuwerten, die letztendlich das Gold ins Glas bzw. in den Mund bringen. Ja, die Imkerei ist ein sehr direktes, mechanisch leicht auszuübendes Handwerk – vom Schleppen der Waben in den 3. Stock einmal abgesehen. Doch die Tücke liegt im Detail bzw. in der Natur, die nicht immer so will, wie wir es uns wünschten. Vieles muss passieren und erledigt werden, bevor wir die guten Gaben Gottes genießen dürfen. Und das Saubermachen ist den Teilnehmenden ja auch erspart geblieben 😉 Unser Bienenpate Rudolf Reinwald bekannte sogar: „Honig verarbeiten, das macht bei mir zuhause meine Frau!“ Glückspilz … oder auch nicht, denn es entgeht ihm eine wahrhaft „dufte“ Sache!

Honig etikettierenDrei Tage nun muss der Honigtopf ruhen, um nach dem Abnehmen der Schwebteilchen, die sich auf den Honigspiegel wiederfinden, dem „Abschäumen“, mit Hilfe einer geeichten Waage abgefüllt zu werden. Diesen Vorgang haben wir für jeweils ein Gläschen vorgezogen, damit unser Anfängerkurs auch diesen Schritt einmal praktiziert und natürlich eine Belohnung fürs Einbringen erhalten hat. Mit dem Beschriften und Aufkleben der Etiketten endete gegen 15 Uhr ein ereignisreicher Tag, der sicherlich Lust auf eigenen Honig gemacht hat. Oder etwa nicht?!

Fotogalerie Honigberarbeitung Imkeranfängerkurs 2019

Erntestart 2019 mit der Lage „Schiffsbauplatz“

Erstes Wabenziehen in der Honigsaison 2019Die Honigernte-Saison im Hause „Bienen-leben-in-Bamberg.de“ startete am 10.07.2019 mit dem Volk am Schiffsbauplatz von Bienenpatin Ruth Vollmar. Ruhiges Arbeiten bei angenehmer Wettersituation in einem der schönsten Gärten an der Regnitz, und auch die aufmerksam-kritischen Blicke unserer beider Honigbären störten nicht die andächtige Handlung der Auftakternte.

Am Folgetag wurde der Ertrag aus 20 Rähmchen geschleudert und darf nun drei Tage in seinem Honigtopf ruhen, bis er abgeschäumt und dann direkt in die Gläser abgefüllt als „Bamberger Lagenhonig“ auf seine Feinschmecker wartet.

Messen des Wassergehalt mit dem RefraktometerDer Wassergehalt betrug im Mittel perfekte 16,5%. Seine Farbe ist mittelbraun, die Konsistenz mittelschwer fließend und samtig-weich, vom Geschmack mild-würzig, balsamisch und leicht malzig bis dattelig – insgesamt sehr ausgewogen, die Würze nimmt dabei im Abgang zu, der Blattanteil (Waldhonig) dürfte hoch sein.

Los geht's mit dem ersten Entdeckeln des Honigjahres 2019Die Rekordmengen vom letzten Jahr werden wir heuer nicht einholen – da waren’s an diesem Standort acht Waben mehr – doch wir sind zufrieden, auch in Anbetracht dessen, dass wir ja nur einmal im Jahr ernten und es schon von daher nicht so viel sein kann. Wir lieben es jedoch, den Nektar der Blüten aus dem ganzen Jahr zu schmecken. Weniger ist wie so oft mehr.

Weitere Honigerntetermine stehen an, und an manchen davon darf teilgenommen werden. Die Termine und Bedingungen finden Sie hier.

Wie kommt der Honig ins Glas? BIWa-Sonntag mit Ernte am 14.07.2019

Logo für das Schwerpunktthema Honig der Bienen-InfoWabeNach einer Rekordernte wie im vergangenen Jahr sieht es heuer nicht aus. Schuld daran ist der zu kalte Mai, der den Bienen vielerorts das Sammeln verleidete. Dennoch findet auch heuer wieder am Sonntag im Erba-Park eine öffentliche Honigernte statt. Bereits Kinder ab dem Grundschulalter können kostenlos und ohne Anmeldung daran teilnehmen. Sie ziehen unter Anleitung eine Wabe aus dem Volk und werden mit einem kleinen Geschenk belohnt.

Ilona mit verschleierten Kinder vor dem ImkernDie Erntezeiten sind von 15 bis 16 Uhr und von 16 bis 17 Uhr. Treffpunkt ist die Bienen-InfoWabe am Bienenweg 1 (Link zu GoogleMaps.), die bereits ab 14 Uhr geöffnet hat.

Honigwabe entdeckelnDie Verarbeitung der gemeinsamen Ernte – das Entdeckeln, Schleudern, Abfüllen und Etikettieren – findet sodann am Montag 15.07. von 17 bis 19.30 Uhr im privaten Rahmen am Obstmarkt 10 statt. Die Teilnahme ist auf zehn Personen begrenzt und erfordert eine Anmeldung unter hallo [at] bienen-leben-in-bamberg [dot] de.

Modul 9: … und Honig verarbeitenIm Teilnahmebetrag von 8 Euro für Erwachsene und 4 Euro für Kinder bis 16 Jahre sind ein selbst abgezapftes Glas Bamberger Lagenhonig, ein kleiner Imbiss und natürlich das Vergnügen des Honigschleckens enthalten. Dieser Veranstaltungsort ist nicht barrierefrei.

Weitere Informationen unter https://bienen-leben-in-bamberg.de/honigschleudertage-2019-jetzt-anmelden/

Honigschleudertage 2019 – jetzt anmelden!

Logo für das Schwerpunktthema Honig der Bienen-InfoWabe“Wie kommt der Honig ins Glas?” – Honigschleudertage 2019

Lernen Sie eine der ältesten und auch heute noch ursprünglichsten Lebensmittelverarbeitungen der Welt kennen.

Und so läuft’s ab:

HonigschleudernTermin 1: So., 14.07.  |  15.00 – 16.00 Uhr und 16.00 – 17.00 Uhr
Standort Erba-Insel (nur Ernte). Treffpunkt an der Bienen-InfoWabe, Bienenweg 1. Anmeldung wäre für diesen Termin nett, ist jedoch nicht zwingend.

Termin 2: Mo., 15.07.   |  17.00 – ca. 19.00 Uhr
Obstmarkt 10 (Entdeckeln, Schleudern, Abfüllen der Ernte vom Vortag aus Standort Erba-Insel). Bitte melden Sie sich unbedingt telefonisch unter 0951-3094538 bis spätestens 14 Uhr an!

Termin 3: So., 21.07.  |  10.00 – ca. 15.00 Uhr
Standort Buger Wiese (Ernte). Treffpunkt Parkplatz gegenüber Buger Hof, Am Regnitzufer 1. Im Anschluss fahren wir zum Obstmarkt 10 (Entdeckeln, Schleudern, Abfüllen). Nur nach Anmeldung, s. u.

Termin 4: Fr., 26.07. |  15.00 – ca. 18.30 Uhr (ausgebucht!)
Standort Weide (Ernte). Treffpunkt Weide 15a im Garten. Im Anschluss Obstmarkt 10 (Entdeckeln, Schleudern, Abfüllen) mit Abendimbiss. Nur nach Anmeldung, s. u.

Was?  Entnahme der Honigwaben an unseren Standorten des Bamberger Lagenhonigs. Zum ganztägigen Termin 3 erwartet Sie nach der Ernte ein Mittagsimbiss bzw. zu den Terminen 2+4 ein Abendimbiss (gegen Spende) im Obstmarkt 10 (3. Stock, nicht barrierefrei). Danach wird entdeckelt, geschleudert und abgefüllt.
Alle Teilnehmenden dürfen ein 250g-Glas ihres selbstgeschleuderten Honigs mit nach Hause nehmen.
Es besteht eine Einkaufsmöglichkeit von Honigprodukten. Außerdem erstellen wir eine Weblog-Fotodokumentation zu diesen wunderbaren Erlebnistagen! Da dies Teil unserer Öffentlichkeitsarbeit für das Verständnis über die Bienenwelt ist, wird bei Teilnahmewunsch die Zustimmung zur Fotoveröffentlichung vorausgesetzt.
Für wen?  Interessierte, die sich telefonisch (T. 0951-3094539) oder via Doodle-Terminkalender plus E-Mail-Benachrichtigung bei uns anmelden. Siehe auch die Hinweise bei den einzelnen Terminen.
Kosten?
ab 2019: € 8,- pro Erwachsenen | € 4,- pro Kind bis 16 Jahre. Bienenpat(inn)en kostenlos, Bienenpatenanhang 10% ermäßigt.

Achtung: Die Plätze sind begrenzt! Es zählt die Reihenfolge der Anmeldungen. Maximal 9 Personen (mit Ausnahme Termin 1, 14.07.) möglich. Bienenpatinnen und -paten genießen Vorrang.


MdB Andreas Schwarz wäre der ideale Imker …

… denn statt viel zu reden, sieht er genau hin, hört gut zu und packt kräftig mit an. Ideale Voraussetzungen für die Imkerei! Wer furchtlos Politik macht, kann auch angstbefreit mit Bienen umgehen, so unsere Einschätzung. So erklomm der ehemalige Bürgermeister von Strullendorf im Rahmen seiner Sommertour einen der Hügel Bambergs, den Stephansberg, und begegnete unseren Bienen an der Dr.-Karl-Remeis-Sternwarte buchstäblich auf Augenhöhe. Denn fünf Stockwerke hoch sind heuer die Aufbauten der Beuten, was auf eine gute Ernte schließen lässt.Bienenpatin Felicitas Sauer, Reinhold Burger, Ilona Munique und MdB Andreas Schwarz.Diesen Schatz heben wir gemeinsam mit Prof. Dr. Ulrich Heber, dem Gastgeber der Bienenwohnungen, einigen seiner Astronomiestudierenden sowie unserer langjährigen Bienenpatin Felicitas Sauer (Feegan) nebst Familie und beantworten dabei ausführlich die Fragen von Susanne Böhmer (Bamberger Büroleiterin) und des Bundestagsabgeordneten Andreas Schwarz, die an unsere Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de bzw, die Bamberger Schulbiene gestellt werden.Prof. Dr. Ulrich Heber zwischen den beiden Bamberger Schulbienen.Natürlich beschreiben wir über das imkerliche Handwerk hinaus auch die brenzlige Situation der Bienen und anderen Insekten sowie die unumstrittenen Ursachen ihrer (und unserer) Probleme. Genosse Andi – die sozialdemokratische Anrede ist auch heute noch gebräuchlich – hörte sie sich nicht zum ersten Male an. Bereits 2013 interviewten wir ihn im Rahmen unserer Wahlprüfsteine. Sein Motto: „Mitmachen anstatt zuschauen“ setzt Andreas sogleich tatkräftig um und schleppt ruck-zuck rund 23 Kilo schwere Honigwabenboxen zum Abtransport.

MdB Andreas Schwarz packt kräftig mit an. Die Box wog rund 23 Kilo!

„Was kann Herr Schwarz für euch tun?“

„Was kann Herr Schwarz für euch tun?“, so frug uns Susanne (Schwägerin von Bienenpatin Sabine Gründler, Gärtnerei Böhmerwiese), als wir nach der Ernte des Bamberger Lagenhonigs zum anschließenden Verarbeiten (Entdeckeln, Schleudern, Abfüllen) in den Obstmarkt 10 fuhren und erst einmal eine Brotzeit machten, bevor es ans Honigschlecken ging. Klar, Imker/innen müssten eigentlich subventioniert werden, denn deren Lohn ist so gering, dass es fast immer ein Zuschussgeschäft ist. Unser sehr sauber geimkerter Honig ist in der Region Franken eher an der oberen Preisgrenze angesiedelt (500g für € 7,20 und 250g für € 4,70). Doch würden wir unsere heurige Rekordernte aus 13 Wirtschaftsvölkern komplett verkaufen, blieben nach unserer aktuellen Hochrechnung pro Monat (auf ein Jahr gerechnet) € 299,- Umsatz – OHNE Abzug von Maschinen, Material und Betriebskosten und OHNE Arbeitszeitberechnung.

Susanne Böhmer und Andreas Schwarz entdeckeln eine Honigwabe.Kann da ein einzelner Politiker, zugegeben mit direktem Anschluss an die Spitze, tatsächlich etwas tun, nicht nur für die Imker, sondern viel mehr noch für die Bienen und für alle Insekten? Er versprach’s zumindest, indem er von einem größeren Projekt berichtete, das für Bamberg auf die Wege geleitet werden soll und für das wir nun die Daumen drücken. Wir geben zu, dass wir sehr viel Vertrauen in seine Worte haben und ihm – wie einigen anderen Politikern aus Bamberg – Sachverstand wie Herz bescheinigen. Damit stehen wir nicht allein, denn soeben erhielt Anreas Schwarz die Note 1 vom Abgeordnetenwatch.

Reinhold Burger und MdB Andreas Schwarz beim Honigschleudern.Friedfertigkeit und Süße zum Wochenende

Trotz aller heikler Themen stand uns der Sinn zu Wochenendbeginn aber eher nach einer freudvollen Honigernte und -verarbeitung, die wir Andreas und seiner kleinen Tochter an diesem heißen Sommertag des 20. Juli gönnen wollten. Denn auch ein Politiker darf, umgeben von friedfertig summenden Bienen und süßen Honigdüften, einmal etwas (Familien-)Pause machen von seiner stressigen Berufung, die ich persönlich (also die Blogschreiberin Ilona) gerne mal mit einem „Bad im Haifischbecken“ gleichsetze, oder, um beim Thema zu bleiben, dem Zentrum eines aufgeregten Wespennestes 😉

MdB Andreas Schwarz beim Honigschleudern.Damit wir uns nicht falsch verstehen – im Menschen- wie im Tierreich gibt es Spezies, die als aggressiv und wehrhaft gelten. Meist jedoch sind sie es aber nur dann, wenn man sie angreift. Lassen wir also die Stereotypen und begegnen wir allen Lebewesen mit Respekt und Wertschätzung, sogar und gerade Politikern, die ebenso auch Bürger sind. Artikulieren wir unsere Sorgen, Nöte und Wünsche, ohne zu übertreiben, und gestehen wir ihnen zu, dass sie versuchen, die Situationen verstehen und einordnen zu wollen, und zwar in die riesige Bandbreite all dessen, mit dem sie konfrontiert werden. Manches davon ist zugegeben ja auch sich widersprechend, beispielsweise die Bedarfe der Agrarwirtschaft und der Insektenwelt. Manches ist klar und eindeutig, manches entzieht sich der genauen Bewertung – ähnlich dem unscharfen Blick in das Refraktometer (siehe Foto). Aber wenn alle zusammen arbeiten und ihre „Zahlen“ abgeben, ergibt sich am Ende ein Wert, mit dem alle leben können sollten.

MdB Andreas Schwarz verwendet ein Refraktometer zur Bestimmung des Wassergehalts des Honigs.Lieber Andreas,
wir wünschen dir weiterhin ein erfolgreiches Unterbringen wichtiger Herzensangelegenheiten in Berlin, und dir und deinem bezaubernden (und so braven!) Töchterlein sowie dir, liebe Susanne, danken wir herzlich für euren Besuch bei uns! Falls eure Familien einmal an einem unserer jährlichen Honigschleudertage (an drei Wochenenden im Juli) mitmachen möchten – gerne auch im „geschützten Modus“ – dann meldet euch!

Andreas Schwarz mit selbst geernteten und verarbeiteten Bamberger Lagenhonig.Und wie haben es die beiden Gäste aus ihrer Sicht erlebt? Hier geht’s zur Pressemeldung aus dem Bamberger Büro (Susanne Böhmer) von MdB Andreas Schwarz.

Fotogalerie zum Honigernte- und -verarbeitungstag der Lage „Sternwarte“

Ernte Bamberger Lagenhonig 2018, Start am Schiffbauplatz

Kurz vor der Honigernte Bamberger Lagenhonig "Inselstadt / Schiffbauplatz"Die Honigerntesaison startete am 11.07.2018 – früher als sonst bei uns üblich – mit dem Volk in der Bamberger Inselstadt am Schiffbauplatz im Garten der Familie von Bienenpatin Ruth Vollmar.

Im vergangenen Jahr fiel die Ernte an diesem wunderschönen Standort an der Regnitz ja leider aus. Doch heuer durften wir (berechnet nach Glasabfüllung) 37,63 Kilo bei 28 ausgebauten Waben ernten.

Honigernte Bamberger Lagenhonig "Inselstadt / Schiffbauplatz"Dunkelbraun und zähflüssig bei 14,5% Wassergehalt – und damit der trockenste Honig, den wir je hatten – entwickelte er einen intensiven Geruch und eine Bitternote bei ansonsten karamelig-malzig-lakritzig-pfeffrigen Geschmack und leichter Säure im Abgang. Und stellte uns vor ein Rätsel. Woher hatten unsere Bienen den Roßkastanien- oder auch Edelkastanien-Nektar her?!

Honigschleudern Bamberger Lagenhonig "Inselstadt / Schiffbauplatz" mit Inbetriebnahme der neuen HonigschleuderHineingeschmuggelt“ hatten wir eine Honigwabe, die die Kinder der Hainschule aus dem Volk am Bienenweg vor Kurzem entdeckeln durften. Die ruhte seither gut geschützt in der Wanne des Entdeckelungsgeschirrs, musste aber nun schleunigst bearbeitet werden. Sonst hätte es passieren können, dass wir den Honig wegen beginnender Kristallisation nicht mehr aus der Wabe bekommen hätten.

Mit dem ersten von 7 Standorten des Bamberger Lagenhonigs weihten wir die neue Honigschleuder ein, ein Geschenk unserer Bienenpaten Anne und Hans Zirkel. Das „offizielle Anschleudern“ jedoch nahmen wir am 15.07. mit ihnen selbst vor. Doch ich greife vor …