Spezialporträt Gisela Schlenker

Gisela Schlenker, eine Unterstützerin der Crowdfunding-Aktion “Bamberger Schulbiene”, erhält als “Dankeschön” für ihre Spende dieses Spezialporträt. Vielen Dank für das Interview!

Wie kam die Bamberger Schulbiene zur Spende von Gisela Schlenker?

Gisela Schlenker

“Bamberger Schulbienen”-Unterstützerin Gisela Schlenker, MTA und Stellvertretende Ortsvorsitzende der CSU-Mitte © Steven P. Carnarius

Während ihrer Zeit als Arzthelferin in Nürnberg entdeckte Gisela Schlenker in einem Buch den Ausspruch von Albert Einstein: „Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, kein Mensch mehr.“ „Das hat mich damals wie heute sehr berührt. Durch eure Schulbiene wurde ich wieder darauf gestoßen“, begründet die heutige medizinisch-technische Assistentin (MTA) ihre Spende. Schön findet sie es, dass das Thema über alle politischen Parteien hinaus geht, denn: „Das Thema geht uns alle etwas an“.

Nicht nur die Schulbiene darf sich übrigens über eine Spende freuen. „Privat liegt mir die Unterstützung von  zwei Kindern in Beruwela /Sri Lanka am Herzen, die ich mit meiner Familie, Freunden und Kolleginnen unterstütze und die Spenden persönlich überbringe“, so die großzügige Geberin.

Welche Erfahrungen hat Gisela Schlenker mit den Themen Honig, Bienen und Imkerei bisher gemacht?

Gisela Schlenkers Berührung mit dem Thema Bienen fand bereits vor über dreißig Jahren bei einem Bauern und Imker statt. „Durch einen langjährigen Freund und Hobbyimker aus Dippach, der uns auch seit 15 Jahren mit Honig versorgt, erlebte ich, wie viel Arbeit die Imkerei macht“, erzählt die seit ihrem 24. Lebensjahr verankerte Wahlbambergerin, die ehemals von der Pathologie an der Universität in Erlangen aus als Laborleiterin ans Klinikum Bamberg berufen wurde, bis sie sich 2002 mit einer Beratungspraxis für Ärzte selbständig machte.

Jener Freund hatte damals in den 80ern die Theorie, dass die Varroamilbe von den Flugreisen über alle Länder hinweg zu uns eingeschleppt worden wäre. Zwar war es in Wirklichkeit eine Gruppe an Forschern, die die asiatische Bienen samt ihrer Milben in Deutschland untersuchte. Einige Schwärme sind ihnen dann leider ausgekommen und infizierten unsere Westliche Honigbiene mit dem Parasit. Doch trifft seine These durchaus auf andere Krankheiten zu, die unserer Honigbiene heute zu schaffen machen.

Gisela Schlenker unterschrieb dann auch die Petition, welche Bundesministerin Ilse Aigner kürzlich dazu aufforderte, sich in Brüssel stark zu machen für ein Pestizidverbot. Denn „die Kette ‚Pflanze – Tier – Mensch’ darf nicht unterbrochen werden“, so die an gesundheitlichen Aspekten interessierte Rettungssanitäterin und seit ihrem 13. Lebensjahr eingefleischte Ehrenamtsarbeiterin. Sie fügt hinzu: „Vielen ist es auch nicht bewusst, wie wichtig es ist, regionalen Honig zu kaufen, und nicht aus irgend welchen fernen Ländern, denn die Bestäubungsleistung soll schließlich in unserer Gärtnerstadt und dem Umland zum (Früchte-)Tragen kommen!“

Womit der Imkerfreund schon früher haderte, ist die auch heute noch bienen-ungeeignete Monokultur. Obwohl unsere Bienen stellenweise regelrecht verhungern, scheint der Fakt an einigen Verantwortlichen vorüberzugehen, nämlich dass sie „einen gewichtigen Wirtschaftsfaktor darstellen, der in den zweistelligen Millionenbereich geht“, so weiß es Gisela Schlenker. Zumindest, was Deutschland anbelangt. Zahlen in weit höheren Dimensionen stellt OneWorld bereit:

Von Bienen wissen wir, dass sie überaus fleißig sind. Welche Eigenschaften sind es, die Gisela Schlenker als MTA und im Ehrenamt braucht?

„Bienen existieren nur im Team richtig“, konstatiert die heute in einer niedergelassenen Praxis angestellte MTA. „Weitreichende Entscheidungen können nur im Team getroffen werden, ob in der Familie, Arbeitswelt oder der Politik“, ist die Überzeugung des CSU-Mitgliedes und seit März 2013 auch Stellvertretende Ortsvorsitzende der CSU-Mitte. Frau Schlenker setzt sich besonders für sensibleres Umgehen mit Werten und deren Aufrechterhaltung ein.

„Teamfähigkeit hat auch etwas mit Strukturen zu tun und einer guten Vernetzungsfähigkeit – ob bei der Biene oder beim Menschen“. Auch das eine Stärke von Gisela Schlenker.

Was wünscht sich Gisela Schlenker vom und für das Projekt „Bamberger Schulbiene“?

„Mehr Sensibilität für das Ökosystem mit Hilfe der Aufklärungsarbeit durch die Schulbiene. Beispielsweise, indem mit geeigneten, hochwertigen Lehrmitteln das Interesse der Kinder an Bienen, Imkerei und Umwelt geweckt wird“, so Gisela Schlenker. Und von den Politikern wünscht sie sich, “dass die privat initiierte und gestemmte Bamberger Schulbiene nicht nur ideell, sondern auch finanziell gestärkt wird.“

Kontaktdaten:
Ehrenamt: Bürgerverein Bamberg-Mitte, CSU Bamberg, Schutzgemeinschaft Alt-Bamberg, Theaterverein Bamberg, Sommeroper Bamberg, ASB Nürnberg
Facebook: http://www.facebook.com/gisela.schlenker.7
E-Mail: gisela [dot] schlenker [at] icloud [dot] com

[Korrekturen mit Stand 14.6.13]

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