KHG-Bienen (1): Gemeinsam den Blick schärfen

OStD Michael Strehler am KHG-Lehrbienenstand

OStD Michael Strehler am KHG-Lehrbienenstand

Ob Schuldirektor, Ober-/Studienrätin, Referendarin oder Schüler/innen verschiedener Klassenstufen – der derzeit wöchentliche Pflege- und Unterrichtsbesuch bei den Bienenvölkern des Kaiser-Heinrich-Gymnasiums lockt alle gleichermaßen an. Und alle Wissbegierigen stellen ähnliche Fragen, so dass die übliche Lehrer-/Schülerhierarchie auch am 22.05. für einige Schulstunden lang völlig aufgehoben war.

Leo bedient den Smoker

Leo bedient den Smoker

Allein die Bienen haben hier das Sagen … und die verhalten sich vor allen gleich! Und glücklicherweise friedlich, denn sobald Rauch in ihre Behausung gepustet wird, sind sie mit Honigaufnehmen beschäftigt. Denn wer weiß, ob man den nicht brauchen könnte für einen eventuell notwendigen Neubeginn. Könnte sein, der Wald brennt gerade ab. So jedenfalls denken die Bienen. Derart beschäftigt mit Überlebenssicherung lassen uns die Bienen die anstehenden Arbeiten an den Beuten entspannt verrichten.

Wissen, Beobachten, Beurteilen und Entscheiden – das 1×1 des Imkerns  

Bevor wir an die Lehrbienen herangehen, wie immer eine kleine Sicherheitserinnerung („Ruhig bleiben, nie fuchteln!) und heute auch ein Blick auf ein mitgebrachtes Poster. Auf diesem sind die Entwicklungszeiten von Königin (16 Tage), Arbeiterin (21 Tage) und Drohn (24 Tage) abgebildet sowie die einzelnen Wachstumsstadien – von der Larve über die Puppe bis zum Schlüpfen. Außerdem, in welcher Lebenszeit welche Arbeit von den weiblichen Bienen verrichtet wird. (Siehe auch hier.)

Bamberger Schulbiene hält Bienenwabe hoch

Die Bamberger Schulbiene Ilona Munique

Moritz zieht eine Bienenwabe aus der BeuteDas alles ist kein überflüssiges theoretisches Wissen, sondern sehr wichtig. Denn nur, was man weiß, kann man auch sehen bzw. richtig interpretieren. Dieses Wissen im Hinterkopf, beobachten Imker übers Jahr ihre Völker genau, um die jeweilige Situation sicher beurteilen zu können. Erst dann können sie die richtigen Entscheidungen zur Pflege, Vermehrung oder Auflösung des Volkes vornehmen. Wobei sie dennoch vor Überraschungen nie sicher sind, denn Bienen verhalten sich nicht immer nach Lehrbuch.

Moritz beurteilt eine Bienenwabe

Genauer Blick von Moritz

David beurteilt eine Bienenwabe

Auch David beurteilt eine Bienenwabe

Das genaue Beobachten üben wir im Anschluss an die kurze Einführung. Hintereinander dürfen alle eine Wabe ziehen. Wir erklären, was alles darauf zu sehen ist. Im ersten Augenblick nur recht viel braunes Gewusel. Dann jedoch schärft sich der Blick und wir unterscheiden männliche von weiblichen Bienen, frisch gelegte Brut von verdeckelter, dicke Drohnenzellen von Weiselzellen, pollenbelegte Waben von honiggefüllten, …

Edna beurteilt eine Bienenwabe

Was meinst du, Edna?

Schulimker Reinhold Burger mit Drohnenwabe

Der Bamberger Schulimker Reinhold Burger

Zwei Arbeitsziele haben wir diesmal. Zum einen das Schwärmen zu verhindern, indem wir Weiselzellen entfernen. Die Schwarmstimmung scheint jedoch mittlerweile gebrochen und wir finden fast nur „Spielnäpfchen“ vor.

Über unser zweites Ziel, ein neues KHG-Bienen-Volk zu gründen, berichten wir morgen! Bleibt dran!

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