Frühjahresdurchsicht am Schiffbauplatz: Beobachtung, Analyse, Diagnostik, Maßnahmen

Gewichtskontrolle, ohne Deckel vornehmenEin zur Zeit der Winterbehandlung Anfang Dezember noch sehr starkes und problemloses Volk am Schiffbauplatz fühlte sich bei der ersten Gewichtskotrolle Ende Februar als viel zu leicht an. Wir vermuteten, dass die Bienen durch starkes Brüten oder auch vermehrte Flugaktivitäten bei milden Wintertemperaturen mehr verbraucht hat als sonst. Daher bekam es eine Futterwabe aus einem unserer anderen Völker.

Zusatz einer Futterwabe

Für die Frühjahresdurchsicht am 28.03. im Rahmen der Frühjahresarbeiten brachten wir vorsichtshalber erneut eine Futterwabe mit, denn am vorab durchgesehenen Volk an der Weide war ohnehin eine überflüssig. Beim Anheben der Beute am Schiffbauplatz konnte sodann tatsächlich keine Gewichtszunahme festgestellt werden.

Beim Einhängen der Futterwabe war zu erkennen, dass das Volk kaum Nektar eingetragen hatte. obwohl die Salweide und die Schlehe mittlerweile in voller Blüte steht und auch das Volk des Nachbarstandortes (Weide) bereits viel eingetragen hatte. Es waren auch nur sehr wenige Bienen in der Beute zugange, die zudem ein unruhiges Verhalten an den Tag legten. Also untersuchten wir den unteren Brutraum.

Durchsicht unterer Brutraum – Beobachtungen

Tja, das Ergebnis war nicht erfreulich – viel zu wenig Bienen und nur handtellergroßee Brutnester. Zwar war keine Buckelbrut, angelegt von Drohnenmütterchen als Anzeichen einer Weisellosigkeit zu erkennen. Auch konnte vereinzelte Bestiftung entdeckt werden, die Königin ist also noch aktiv.

Insgesamt stellten wir bei der Durchsicht eine ziemliche Unruhe fest. Doch Kampfspuren von Räuberei waren nicht auszumachen. Räuberei findet größtenteils im Herbst statt, wenn Trachtmangel herrscht und ungefütterte Völker auf die Suche „gehen“. Gegen eine ausnahmsweise im Frühjahr stattgefundene Räuberei, angelockt durch noch nicht verdeckelte Honigwaben, sprach, dass kaum nennenswerte Wachsabfälle zu entdecken waren, ebenso wenig, wie es eben vermehrt tote Bienen gab.

Dafür zeugten etliche gelblich und bräunliche Kotspritzer – gut zu sehen an den Oberkanten der Rähmchen – von einer Verkotung des Stockes.

Analyse der Beobachtung

Könnte die Durchkotung Anzeichen einer Ruhr sein, vom Waldhonig kommen, der im vergangenen Jahr nach der Ernte noch im Brutraum zurückblieb? Aber durch Auffüttern mit Zuckerwasser hätte sich das doch quasi „verdünnt“. Und warum erst jetzt, also nach zu erwartbaren diversen Reinigungsflügen und gutem Nektarangebot? Hatten die Bienen es womöglich durch die vielen zusammenhängenden Kältetage doch nicht rechtzeitig geschafft, „aufs Töpfchen“ zu fliegen? Dies würde auch erklären, warum wir an den Außenseiten des Volkes keine auffälligen Kotspuren gesehen hatten.

Das eher ausgebliebene Frühjahr mit zu wenig Wärmetagen und damit einem witterungsbedingtem Brut- und Flugstop könnte auch auf eine Amöbenruhr hinweisen. Sie ist allerdings seltener und lässt sich erst nach einer mikroskopischen Analyse festmachen.

Eher ist wohl an Nosemose zu denken. Die Bienen entwickeln bei dieser Infektion ziemlich viel Appetit und überfressen sich sozusagen. Schuld daran ist ein Erreger, der den Mitteldarm bzw. die Darmepithel befällt und damit den Stoffwechsel stört. Die Bienen gehen an Schwäche ein. Sie werden von den noch gesunden Bienen aus dem Stock geworfen. Das könnte auch ein Indiz dafür sein, dass sich im Stock selbst weniger tote Bienen befanden.

Bei einem uneinheitlichen bzw. nicht klar zu diagnostizierenden oder bei mehreren Krankheitsbildern wie in unserem Falle kann angenommen werden, dass sich in der Folge der Schwächung durch dem Ersterreger gleich mehrere Krankheiten hinzugesellt haben. Wir tippen daher auf Ruhr in Einheit mit Nosemose, vormals als „Frühjahresschwindsucht“ bezeichnet.

Alles in allem empfiehlt es sich bei dieser Diagnose, das schwache Volk aufzulösen, um eine weitere Verbreitung von Parasiten zu vermeiden. Die Waben sollen nicht mehr verwendet werden, sondern eingeschmolzen oder entsorgt werden. Zur Sicherheit werden wir zudem das Wachs in einem Wachsklärbehälter durch Erhitzen entseuchen.

Unsere Bienenpatin Ruth Vollmar wird in Kürze ein neues Volk erhalten, versprochen!

Fortbildungsangebot

Wer sich für das Thema Bienenkrankheiten interessiert, kann an unserem kommenden Webinar am Sa., 11.04.2020 teilnehmen. Es findet als Modul 3 im Rahmen des kürzlich gestarteten Imkerkurs für Anfänger statt. Als Einzelbuchung kostet es € 30.

Anmeldung und Überweisung bis zur Mittagszeit des Fr., 10.04.20 erbeten. Ein kurzer technischer Checkup findet am selben Abend um 17 Uhr statt. Details hierzu erhalten Sie nach Kontaktaufnahme mit uns.

04.04.20: BLIB-Imkerkurs für Anfänger, Modul 2

Sa., 04.04.20 | 11.00 – 12.30 Uhr

Modul 2: Praxis Frühjahresarbeiten

Logo BLIB-Imkerkurs für AnfängerTotenfallkontrolle, Winterkontrolle der Völker an der Sternwarte,Was? Wir besuchen (vorerst nur virtuell) ein Bienenvolk und besehen uns den Aufbau einer Bienenbeute. Erläutert werden Totenfall, Funktion von Mäusegitter und Fluglochkeil. Nach dem Sicherheitscheck kontrollieren die Futterwaben und setzen den Brutraum auf und einen Drohnenrahmen zur Varroaprophylaxe ein.
Wo? Bienen-InfoWabe (BIWa) – Adresse und Daten unter dem angegebenen Link.
Webinar. Sie erhalten einen Link nach Ihrer Anmeldung bei uns.

Kosten, Anmeldung und Programm?
€ 280,- für 12 Module, Details siehe BLIB-Imkerkurs-Anfänger2020 (PDF) sowie Zusatzprogramm Honigschleudertage-Termine20

Und sonst? Bitte installieren Sie auf Ihrem Computer den Browser Chrome bzw. auf ihrem Mobilgerät die App Jitsi Meet.

03.04.20: BLIB-Imkerkurs für Anfänger, Modul 1

Fr., 03.04.20 | 18.00 – 21.00 Uhr

Logo BLIB-Imkerkurs für AnfängerBiene an KrokusModul 1: Basisinformationen zur Imkerei

Was? Übersicht zum Kurs, Imkerei im Jahreslauf, Biologie und Lebensraum der (Wild-)Biene, Literatur und Medien zur Selbstinformation, Strukturen und Ansprechpartner der Imkerei, Programme/Fördermittel/Finanzierungshilfen
Wo? Schillerplatz 9, Bamberg. Webinar. Sie erhalten einen Link nach Ihrer Anmeldung bei uns.
Kosten, Anmeldung und Programm?


Rezension zu Joachim Petterson: „Imkern, der leichte Einstieg“

Cover Petterson Imkern Kosmos[Werbung Rezensionsex.] Imkern. Der leichte Einstieg. Das mit einem schwedischen Verlagspreis 2016 ausgezeichnete „beste“ Handbuch steigt nicht etwa mit dem Imkern selbst ein, sondern mit einer persönlichen Geschichte zur Imkerwerdung und dem nachfolgenden Kapitel „Hilfe für die Bienen“. Jenes bietet gut verständliches Hintergrundwissen über das europäische wie weltweite Bienensterben bzw. über Bienenkrankheiten, die Wildbienen nicht vergessend, gefolgt von praktischen Tipps auch für Nichtimker/innen. Für erfahrene Bienenhalter/innen sollte die eine oder andere Passage bereichernd sein, denn sie fasst allfällig Gefragtes knapp und kenntnisreich zusammen. Gelungen die Gegenüberstellung „Wespe / Biene“ sowie die Doppelseite zu Pflanzen und deren Nektar- und Pollengehalten nebst Blühzeiten.

Mit Vorsicht zu genießen

Leider sind – wie bei so vielen Ratgebern – die Tipps zum Bau von Wildbienenhotels mit Vorsicht zu genießen. Löcher in Stirnseiten bohren und Empfehlungen zum Bau eines „Wohnsilos“ mit über 100 Löchern … nein, so bringt das nichts. Hier können wir weiterhin nur empfehlen, sich die ensprechende Fachliteratur von Spezialisten (z. B. Paul Westrich, hier seine Literaturliste sowie dem NABU) zu besorgen oder gar das Plädoyer für ein AUS von Wildbienenhotels, hier von Wildbee, zu befolgen, denn sogar der pädagogische Nutzen ist laut einer Studie aus 2016 kaum nachzuweisen.

Über die im Norden bevorzugten Bienenbeuten könnte man ebenfalls streiten. Doch das ist völlig normal, siehe dazu unseren Beitrag zur Beutenphilosophie, den wir bereits 2012 verfasst hatten, als wir als Jungimker ebenfalls vor der Kaufentscheidung standen und hofften, nicht aufs falsche Pferd gesetzt zu haben. (Was wir nicht taten.)

Hauptteil „Imkern“

Der Hauptteil des Buches zur Bienenhaltung ist durchwegs flüssig, interesseweckend und in weiten Teilen nachvollziehbar beschrieben. Anfänger/innen werden dahingehend angeleitet, was es an sinnvollen Gerätschaften zu erwerben gilt, wann was zu tun oder besser zu lassen ist, und dies alles mit so viel Hintergrundwissen wie nötig, ohne ständig (aber doch hin und wieder) zu sehr ins Detail zu gehen. Der Spagat zwischen pragmatischen Empfehlungen und tiefergehenden Erläuterungen gelingt allerdings nicht immer.

Zuweilen wird die Hauptzielgruppe fachlich zu wenig fundiert an die Hand genommen. Beispielsweise gäbe es durchaus wohlbegründete Argumente für den Kaltbau (Rähmchen senkrecht zum Flugloch) statt eines Warm- bzw. Querbaus (Rähmchen parallel zum Flugloch). Diese unterschiedliche Ausrichtung stellt Joachim Petterson einer „persönlichen Entscheidung“ anheim. Um diese jedoch – im wahrsten Sinne des Wortes – für Anfänger richtungsweisende Entscheidung treffen zu können, wären an dieser Stelle nachvollziehbare Pro- und Contras zu erwarten gewesen. Denn schließlich ändert man die Anschaffung eines bestimmten Beutensystems nicht so ohne Weiteres. Stattdessen aber wird eine Mutmaßung geäußert – („Den Bienen ist es vermutlich egal“) –, was sicherlich zu einer Verunsicherung denn zur differenzierten Meinungsbildung führen dürfte.

Nicht ohne Weiteres zu übernehmen sind außerdem die zeitlichen Abfolgen, die in Stockholm, dem Erfahrungsort des Autors, anders aussehen als beispielsweise hier in Süddeutschland. Während Petterson erst Ende August seine (dritte) Ernte einholt, ist bei uns bereits die Varroabehandlung im Gange.

Die Gliederung orientiert sich im Schwerpunkt am Jahreslauf des Imkerns. Es endet mit einem Kapitel über Bienenprodukte und meint damit den Honig selbst sowie Wachs, nicht jedoch Nebenprodukte, was völlig in Ordnung ist. Nicht konform gehen wir dabei mit der „unbedingten“ Empfehlung des Rührens. Hier fänden wir ein „kann man machen, muss man nicht“ angebrachter. Denn es kommt doch sehr auf die einzelnen Konsistenzvorlieben an, aber auch auf die regionalen Nektarvorkommen, und damit einhergehend, welche Zuckerarten der gewonnene Honig aufweist. Das wurde anfänglich auch kurz angedeutet („Der bei uns im Norden produzierte Honig“). Wer das Buch von Anfang bis Ende linear durchliest, hat es vermutlich begriffen. Wer jedoch in die Zwischenkapitel hineinspringt, könnte es falsch auffassen.e.

Ein paar persönliche Rezeptfavoriten, die leicht nachzubereiten und mit appetitlich aussehenden Fotos garniert sind, runden diesen Teil stimmungsvoll ab.

Macht was her

Überhaupt macht das Einsteigerwerk optisch einiges her. Ansprechende, gefällig arrangierte und fototechnisch hochwertige Fotos nebst einigen netten Zeichnungen sowie ein angenehmes Schriftbild und Seitenrandnotizen halten bei Laune und machen Lust auf jede nächste Seite. In der Danksagung erfährt man auch, warum bei diesem Erstlingswerk alles so rund gelungen ist, nämlich ein (persönliches) Team an Fachleuten. Ja, es gehört mehr als die reine Sachinformation dazu, um sich den Bienen adäquat zu nähern – ob beim Imkern selbst oder beim darüber Schreiben.

Im Verbund mit einem auf deutsche Verhältnisse ausgerichteten Werken wird das aus dem grafisch gewohnten Kosmos-Rahmen fallende Buch ganz sicherlich seine Leser/innen finden. Es schreckt keinesfalls durch ein Übermaß an Informationen ab, greift jedoch fast alle fürs Erste notwendige Spektren auf und macht Mut, sich damit auseinander zu setzen. Ein hübsches Geschenk, das auch Freude machen sollte, falls sich die Beschenkten noch nicht so recht sicher sind, ob sie das Imkern tatsächlich anfangen möchten. Wir sind uns sicher – danach werden sie es!

Zum Schluss ein Lob an das deutsche Lektorat, dem die Adaption der schwedischen Spezifika in deutsche Verhältnisse bis auf wenige Details und so manches landestypische wie die doppelstöckige Trogbeute ausnehmend gut gelungen ist!


Petterson, Joachim: Imkern – der leichte Einstieg : Bienen, Haltung, Produkte / Joachim Petterson ; aus dem Schwedischen übersetzt von Ingrid von Brandt. Stuttgart : Kosmos. 2018. ISBN 978-3-440-15776-3

Auf dem Weg zur Imkerei – trotz Coronakrise! Online-Infotreff am 30.03.2020

Logo BLIB-Imkerkurs für AnfängerDie Bienenpflege muss weitergehen, da ansonsten regionale Versorgungsengpässe in der Bienenpflege drohen. Daher startet unser Imkerkurs für Anfänger online – also bis auf Weiteres nicht am Lehrbienenstand, sondern als Webinar.

Interessierte können sich am Freitag, 27. März UPDATE: Montag 30. März, ab 18 Uhr kostenlos über den neuartigen Ablauf und die geplanten Inhalte informieren. Die Webadresse der entsprechenden Informationsplattform, auf der sich virtuell getroffen wird, teilen wir auf Anfrage mit. Ein besonderes technisches Verständnis ist nicht notwendig.
[Bereits eingeschriebene Kursteilnehmende treffen sich bereits am 26.03.2020 und erhielten per E-Mail eine Einladung.]

Kursstart im April

Das erste von zwölf Modulen findet sodann online am Freitag, 3. April, statt, also NICHT wie vormals angekündigt am Schillerplatz.

Von 18 bis 21 Uhr erhalten die angehenden Jungimker eine grundlegende Einführung zu verschiedenen Aspekten der Imkerei, beispielsweise eine Übersicht der imkerlichen Tätigkeiten im Jahresverlauf, aber auch zur Biologie und den unterschiedlichen Lebensräumen von Wild- und Honigbienen. Hinweise zu Strukturen und Ansprechpartner der Imkerei nebst deren Programme, Fördermittel und Finanzierungshilfen sowie Literaturtipps sorgen für eine grundständige Informationsbasis. Der aufeinander aufbauende modulare Kurs befähigt die Teilnehmenden innerhalb eines Jahres dazu, eigene Völker umsichtig zu pflegen und zu vermehren sowie Honig nach geltenden Richtlinien zu verarbeiten und zu vertreiben.

Der komplette Kurs kostet 280 Euro. Versäumte Termine lassen sich im folgenden Jahr – und wegen der Coronakrise bis 2022 – kostenfrei nachholen. Ebenso werden die derzeit nicht praktizierbaren Übungsanteile am Volk zu gegebener Zeit nachgeholt. Referenten sind Reinhold Burger, Imkermeister, und Ilona Munique, Imkerin. Kontaktdaten hier.

Futterkontrolle JETZT bzw. noch einmal!

Am Standort der Sternwarte Bamberg ist bei beiden Völkern alles okay. Die Bienenbeuten erschienen uns schwer genug. Nach einem kurzen Blick durch die Folie ins Innere beruhigte uns die Menge der Bienen und der 6 besetzten Wabengassen. Nicht so überzeugt hingegen waren wir vom Gewicht am Standort Schiffbauplatz. Aus dem Standort Fünferlessteg entwenden wir eine noch einigermaßen volle Futterwabe und hängen diese in das „gefräßige“ Volk hinein.

Das erste Mal in unserer aktiven Imkerzeit mussten wir also tatsächlich nachsorgen, obwohl wir immer im Herbst zwischen 23 und 25 Kilo einfüttern. Was bisher ausreichte. Erstaunlich ist der diesjährige hohe Futterbedarf allerdings nicht. Der Winter war viel zu mild, so dass die Bienen häufig ausflogen und daher mehr Kraftstoff verbrauchten. Also, schaut jetzt noch rasch nach, bevor es zu spät ist. Jeder Tag kann hier zählen.

Wie funktioniert das Notfüttern?

Falls ihr auf keine Futterwabe zurückgreifen könnt: Mischt 3 Teile Zucker mit 2 Teilen Wasser und stellt eine damit gefüllte flache Schale auf die oberen Zargen. Legt eine zuckrige Spur zu den Wabengassen an, damit die Bienen die Gabe tatsächlich finden. Manchmal checken sie es nämlich nicht, obwohl der gedeckte Tisch so nah ist.

Plastikbeutel mit ZuckerwassernährlösungIhr könntet auch einen Frühstücksbeutel mit dem Zuckerwasser füllen, fest verschließen und auf der Unterseite mit kleinen Löchlein versehen, damit die Flüssigkeit in die Wabengassen tropft. Damit verhindert ihr, dass doch ein paar Bienchen in der oben beschriebenen Schale ertrinken könnten.

Vielleicht habt ihr aber auch einen fertigen Futterteig. Dann müsst ihr dafür sorgen, dass ausreichend Wasser in der Nähe ist, denn das brauchen sie zum Aufnehmen des Teigs. Da jedoch bei den derzeitigen einstelligen Temperaturen der Ausflug nicht möglich ist, würden wir eher das Zucker-Wasser-Gemisch empfehlen.Fröstelnd in der Sonne am 22.03.2020

ABSAGE Oberfränkischer Imkertag in Lichtenfels

Aufgrund der Absage des Hauptreferenten Prof. Dr. Randolf Menzel wurde der Oberfränkische Imkertag in Lichtenfels am 15.03.20 abgesagt. Zudem ist der Ausgang einer Risikobewertung unklar (Empfehlung des LRA LIF für Veranstaltungen unter 500 Personen). Die Vertreterversammlung wird stattfinden, so der Veranstalter. Noch ist unklar, ob es eine Verschiebung geben wird. Wir halten euch auf dem Laufenden.

Vorschau Bienenstammtisch 17. März zum Thema „Met“

Met im FassAdriano Bowe weiß, wie’s geht und bringt euch zum Stammtisch / Transition Gruppentreffen am Di., 17.03.2020, ab 18 Uhr leckeren Honigwein, also Met mit. Nachdem er seine Geheimnisse gelüftet und eure Fragen beantwortet hat, heißt es wieder: Schwofen, Fachsimpeln, Sich-Kennenlernen … bei Snacks und guter Laune.

Logo VOM FASS BienenretterAKTUALISIERUNG: Unsere Bienenfreundin Catharina Beyer von VOM FASS Bamberg möchte uns als Sponsorin eine zusätzliche Met- und Honiglikörverkostung angedeihen lassen! Sie wird uns außerdem vom Projekt „Bienenretter“ berichten, derzufolge beim Kauf eines Liters Honiglikörs 1 Euro für die Aktion abgezweigt wird.

Willkommen sind alle, die ein Interesse an (Wild-)Bienen und ihren Lebensraum, an Honig und an Imkerei haben. An diesem Gruppentreffen der „Bienenfreu(n)de“ Transition Bamberg kann wirklich jede/r teilnehmen!

Logo Transition BambergWo? Ilona Munique & Reinhold Burger, Obstmarkt 10 (3. Stock), 96047 Bamberg
Anmeldung? Anmeldung bis 16.03.2020, Weitere Informationen unter transition-bamberg.de/bienenfreunde

Ablauf
18.00 – ca. 19.00 Uhr  |  Thema: Honigwein (Met)
Adriano weiß, wie’s geht und bringt auch was mit! Lecker!
ca. 19.00 – 20.00 Uhr
Schwofen, Fachsimpeln, Sich-Kennenlernen … bei Snacks und guter Laune.

Lisa Badum, der Honig und die „Klimastadt Bamberg“ – ein Plenarbesuch

Bienenpatin Lisa BadumBienenpatin Lisa BadumEndlich wurden wir ihrer habhaft! Unsere Bienenpatin Lisa Badum erhält für ihre Unterstützung als jährliches Dankeschön u. a. vier Gläser unseres Bamberger Lagenhonigs. Da wir die Postwege nicht unnötig strapazieren wollen, sie als Bundestagsabgeordnete und klimapolitische Sprecherin jedoch terminlich schwer in Bamberg greifbar ist, passten wir die Grünen-Politikerin am 27.02.2020 zum Plenum „Klimastadt Bamberg“ im Bootshaus ab, zumal uns auch das Thema an sich doch sehr beschäftigt.

Leonie Pfadenhauer, Andreas Eichenseher,Plenum "Klimastadt Bamberg", Grünes Bamberg Die imkerliche Fürsorge (Stichwort: Oxalsäurebehandlung im Winter) wird durch den Klimawandel erschwert, und weil wir auch als Bürger/innen für noch mehr Grün bzw. Bunt in den Städten sind, kam uns die Diskussion darüber zupass. Schwerpunkte der von Leonie Pfadenhauer und Andreas Eichenseher moderierten Diskussion waren dabei …

  • Grün in die Stadt (Andreas Eichenseher und Leonie Pfadenhauer)
  • Erneuerbare Strom- und Wärmeversorgung (dito)
  • Obst und Gemüse aus der Region (Albert Fresz, Transition-Initiative, und Christian Burger, Gärtnerland Bamberg GmbH)

Es gab dankenswerterweise reichlich Gelegenheit, sich mit Wortmeldungen einzubringen. Beispielsweise sehen wir als Initiative gar keinen so großen Mangel an Bürgerwissen-, willen oder -engagement, doch rechtliche und behördliche Rahmenbedingungen machen es einem nicht unbedingt leicht.

So wäre – laut einer Wortmeldung – die Idee, regional bei unseren Bamberger Gärtnerbetrieben eingekaufte Lebensmittel für den Großbetrieb „Klinikum“ ein richtiger wie wichtiger Schritt. Doch vereitelt dies – so unser Beitrag – die Ausschreibungspolitik, die ab bestimmten Größenordnungen sogar EU-weit zu tätigen ist. Mit „Verstecken hinter Rahmebedingungen“ (Lucas Rosenheimer) hat das unserer Ansicht bzw. Einstellung nach nicht unbedingt etwas zu tun. Wir sehen es stattdessen als notwendig an, Gesetzeslagen an die heutigen Bedarfe anzupassen, beispielsweise die Gewichtung Global/Regional neu zu überdenken – und das möchten wir Lisa Badum mit nach Berlin geben, aber auch den Bürger(inne)n, die ihre Volksvertreter/innen entsprechend auf den Zahn fühlen sollten. Und natürlich ihre Kreuzchen entsprechend der passenden inhaltlichen Übereinstimmung von Lebenseinstellungen und Politikversprechen zu setzen.Plenum "Klimastadt Bamberg", Grünes Bamberg

Im Rahmen der Veranstaltung wurde zudem der Becher des Monats für besonderes ehrenamtliches Engagement verliehen. Dies bescherte uns eine erneute Begegnung mit der letzten Unterschriftengeberin des Volksbegehrens „Rettet die Biene“ von 2019, Marion Munz-Krines. Sie erhielt den „Grünen Becher des Monats März“ stellvertretend für die Initiative „Parents/People for Future“ (Ortsgruppe Bamberg), die die Kinder von „Fridays for Future“ unterstützen.

Infoabend Imkerkurse (Kursberatung)

Wann? Mo., 02.03.20, 19.00 – 20.00 Uhr

Was? Information und Beratung zu den Imkerkursen im Jahr 2020 der Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de. Ob modularer Imkerkurs für Anfänger, Jungimker-Kompaktkurs, Fortgeschrittenenmodule oder doch erst einmal den Imkern ein bisschen über die Schulter blicken … zum Infoabend werden alle Möglichkeiten vorgestellt, Fragen beantwortet und einander kennengelernt.

Informationen auf unserer Seite BLIB-Imkerkurse.

Wo? Weinschänke Bischofsmühle, Geyerswörthstraße 4, 96047 Bamberg.

Anmeldung? Keine, einfach dazu setzen.