Punktlandung – die Meisterarbeit auf dem Weg nach Graz

Doch noch so einige Korrekturen erforderlich … aber dann wird Reinholds Meisterarbeit auch wirklich rund!Reinhold gibt Meisterarbeit zum BindenRechtzeitig zur heutigen Fahrt ins Steirische Imkerzentrum / Imkerschule in Graz (Andritz) wurde gestern Reinholds Meisterarbeit gebunden. Fürs Korrekturlesen braucht man IMMER mehr Zeit als man denkt. Doch nun sind die 78 Seiten Arbeit zum Thema Bienenstockluftinhalation „aufgeringelt“ und harren der Bewertung durch die Prüfer.

Kurz vor Fertigstellung der ImkermeisterarbeitGeschafft, die Meisterarbeit kann nun mit nach Graz zur ImkerschuleVor Reinhold liegen nun wieder zwei lernintensive Wochen mit dem Modul 3 (von 6) der Meisterausbildung, außerdem darin vier Prüfungen. Wir drücken dir die Daumen, dass auch diesmal wieder alles zu schaffen ist und du gesund und pünklich zum Advent wieder nach Hause kommst!

Einfüttern und Wachsverarbeitung (BLIB-Imkerkurs für Anfänger, 9. Modul)

Das Modul, wie das Einfüttern genau funktioniert, ist nicht dokumentiert. Denn in dieser Zeit war die Fotografin am Offenhalten der Bienen-InfoWabe, die zeitgleich mit dem Kurs auf Gäste wartete, die mit ihren spezifischen Fragen den Sonntag nutzten. So hat sich erfreulicherweise auch Enrico mit seinem Vater aufgemacht, um sich zu erkundigen, ob man bereits mit 14 Jahren bei uns das Imkern erlernen darf. Ja, darf man! Und bei diesem jungen Mann wissen wir auch ganz genau, dass er es wirklich will! Schließlich konnte sein Entschluss satte vier Jahre lang reifen. Seine erste begeisterte Begegnung mit unseren Bienen stammt aus dem Jahr 2015!

So schickte ich die beiden zum Lehrbienenstand am Fünferlessteg, wo Reinhold gerade demonstrierte, welche Eimerchen sich von der Form her am besten fürs Einfüttern eignen, und dass nach einigen Versuchen uns Stroh am ehesten als Steighilfe geeignet erscheint, damit die Bienen beim Aufnehmen des Zuckerwassers nicht absaufen. Zum Thema Zuckerwasser haben wir uns ja an einigen anderen Stellen bereits ausgiebig geäußert.* Enrico jedenfalls kam mit leuchtenden Augen zurück, und ich bin fest überzeugt, wir haben einen neuen Jungimker gewonnen!

Vortrag Wachsverarbeitung

Teilnehmende des Anfängerkurses und Gäste zum Vortrag Wachsverarbeitung von Reinhold BurgerNach einer kurzen Pause ging’s weiter mit einem Vortrag zur Wachsverarbeitung. Dazu durften auch interessierte Gäste teilnehmen. Aus terminlichen Gründen war es also quasi eine Doppelveranstaltung. Doch für 20 Personen (und einen jungen Hund!) sowie den Demonstrationsgeräten und unseren Flohmarkt-Tischen hat der Platz gerade so gereicht.

Fünf Stationen der Wachsverarbeitung

Führende Fragen

Vortrag Wachsverarbeitung von Reinhold BurgerWelches Wachs fällt in der Imkerei an? Wie können wir das Ausgangsmaterial aufbereiten? Was sind die Zwischen- und Endprodukte? Wie lassen sich diese zum Beispiel zu Mittelwandwaben weiterverarbeiten? Wie funktioniert das Einlöten in die Rähmchen? (Fast) alle Phasen der Wachsbearbeitung wurden an fünf Stationen anschaulich erklärt – auch hier gibt es bereits einen ausführlichen Blogbeitrag. Reinhold Burger gab außerdem Tipps zum Kauf und der Behandlung der Gerätschaften.Vortrag Wachsverarbeitung von Reinhold Burger

Mittelwand einlöten, Vortrag Wachsverarbeitung von Reinhold BurgerDer Nachmittag war randvoll mit Aktivitäten, denn außerdem boten wir unseren Ferien-Hausflohmarkt auf, der noch einmal – am So., 08.09.19 von 14-17 Uhr – stattfinden wird. Eine Woche später erfolgt dann auch schon die Saison-Abschlussfeier, und dann geht’s bereits wieder in die Winterpause mit der Bienen-InfoWabe.

Also, nutzt die Gelegenheit, uns heuer noch zu besuchen – wir freuen uns auf euch!

* Vor- und Nachteile Zuckerarten -> Alle Blogbeiträge zum Thema Bienenauffütterung mit Zucker:

Vortrag Wachsverarbeitung von Reinhold Burger

25.08.19 – BIWa-Sonntagsöffnung mit Hausflohmarkt und Vortrag

So., 25.08.19 – BIWa-Sonntagsöffnung mit Vortrag

  • 14.00 – 16.00 Uhr | Offenes Haus für alle … rund um Bienen, Honig, Imkerei und Natur.
  • 16.00 – 18.00 Uhr | Bienenwachsverarbeitung in der Hobbyimkerei. An fünf Stationen anschaulich erklärt. (Zugleich Modul 9 des Imker-Anfängerkurses, Beschreibung siehe unten)

Verschiedene Wachsblöcke zur DemonstrationWas? Welches Wachs fällt in der Imkerei an? Wie können wir das Ausgangsmaterial aufbereiten? Was sind die Zwischen- und Endprodukte? Wie lassen sich diese zum Beispiel zu Mittelwandwaben weiterverarbeiten? Wie funktioniert das Einlöten in die Rähmchen? (Fast) alle Phasen der Wachsbearbeitung werden in chronologischer Reihenfolge anschaulich erklärt. Das Einlöten kann zudem selbst ausprobiert werden. Dazu gibt es Tipps zum Einkauf und der Behandlung der Gerätschaften. Eine kleine Wachskunde dürfte auch für Schüler/innen interessant sein.
Für wen? Jungimker/innen, Wiedereinsteiger/innen, Fortgeschrittene
Kosten? Keine, über Spenden freuen wir uns
Referent: Reinhold Burger, Facharbeiter Bienenwirtschaft, Bienensachverständiger, Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de
Wo? Bienen-InfoWabe, Bienenweg 1, 96047 Bamberg (Erba-Park)


So., 25.08.19  |  14.30-15.30 Uhr und 16.00-18.00 Uhr

Verschiedene Wachsblöcke zur DemonstrationImkerkurs (Anfänger und Fortgeschrittene)
9. Modul: Einfüttern, Wachsverarbeitung

Wann? Was?

  • 14.30-15.30 Uhr  |  Einfütterung
    Um die Praxis der Einfütterung und die Theorie von Vor- und Nachteilen verschiedener Zuckerarten geht es im ersten Teil des Modul 9.
  • 16.00 – 18.00 Uhr  |  Wachsverarbeitung
    Der zweite Teil ist der Wachsverarbeitung gewidmet.
    Im Theorieteil erwartet uns Spannendes zur Wachskunde und -verarbeitung, gefolgt von einer praxisnahen Gerätedemonstration. Hier kann auch das Einlöten von Waben in die Mittelwandrähmchen ausprobiert werden. (zugl. BIWa-Sonntagsöffnung)

Wo? Bienen-InfoWabe (BIWa) – Adresse und Daten unter dem angegebenen Link.
Und sonst? Dieses Modul ist auch einzeln im Rahmen des BLIB-Imkerkurses für Fortgeschrittene buchbar.

Kosten, Anmeldung und Programm? BLIB-Imkerkurs-Anfaenger-2019 sowie Zusatztermine Honigschleudertage-2019. Einstieg jederzeit möglich.


Wabenhygiene und Varroabehandlung (BLIB-Imkerkurs für Anfänger, 8. Modul)

Theorie der Varroabehandlung, hier zur OxalsäurebehandlungAm 13.08.2019 bei unvorteilhaftem, da windig und wechselhaftem Wetter, widmeten wir uns im Anfängerimkerkurs AK19 der so elementar wichtigen Varroabehandlung und nicht minder wichtigen Wabenhygiene.

Oxalsäurebehandlung

Im Vorgriff auf den Winter, weil wir die Theorie dann nicht zitternd vor den Völkern halten möchten, erläuterte Reinhold Burger die Oxalsäurebehandlung. Entscheidend für das Gelingen ist der optimale Zeitpunkt: Erstens, die die Bienen sollen aus der Brut gegangen sein und zweitens, während der Behandlung sollte es richtig kalt sein, möglichst 0 °C und kälter, damit die Bienen in einer kompakten Wintertraube sitzen. Auch müssen die Gerätschaften hierzu parat stehen, denn vor Ort sollte angesichts des dann engen Zeitfensters alles reibungslos verlaufen.

Ameisensäurebehandlung

Wiederholt begegnete uns im Kursverlauf das Thema des Bienenschädlings, der Varroa destructor, beispielsweise im Modul 2 zur Bienenkrankheiten und  Modul 5 zur Varroakunde und -kontrolle. Heute nun die praktische Anwendung, beginnend mit den Erläuterungen zur Handhabung des Liebig-Dispensers, den wir favorisiert einsetzen. Genaues befolgen der Dosierung ist Voraussetzung für das Gelingen der Behandlung. Auf den viereckigen Papierdochten ist – mit ein bisschen Nachdenken – herauszulesen, wie groß der Docht sein muss und wieviel Säure verwendet werden soll bei gegebenem Beutensystem und prognostizierter Wetterlage sowie Säurewert (65 oder 85%).

Jetzt trockengeübt, wie man den Dispenser unfallfrei an der Plastikplatte mit Dochtauflage anbringt und in die Beute einsetzt. Die gelbe Platte auf das aufrechte Fläschchen setzen – und nicht umgekehrt. So kann die Ameisensäure nicht vorzeitig herausfließen, vor allem dann nicht, falls man mal vergessen haben sollte, nach dem Befüllen den Tropfaufsatz wieder anzubringen. Und nicht vergessen: Handschuhe anziehen, und im besten Falle auch eine Schutzbrille aufsetzen, so die Vorschrift.

Ach ja … und die Windel zur Kontrolle der Wirksamkeit der Varroabehandlung reinschieben! Nach drei Tagen sollten Varooen gefallen sein. Andernfalls muss davon ausgegangen werden, dass die AS nicht gewirkt hat, bspw. wegen zu hoher Luftfeuchtigkeit und Nachtkälte.

Wabenhygiene

Die Bruttätigkeit und Größe von Wirtschaftsvölkern nimmt im Spätsommer ab. So ist Mitte August bei Völkern, die auf zwei Bruträumen geführt werden, die unterste Zarge in der Regel bereits brutfrei. Die Bruttätigkeit konzentriert sich außerdem auf den zweiten Brutraum. Unterstützt wird dies durch das Aufsetzen einer Zarge leergeschleuderter Waben, die nach der Honigernte im Juli anfallen.

Diese ehemaligen Waben des Honigraums sind unbebrütet (bei Verwendung eines Absperrgitters) und aus frischem, unbelastetem Wachs. Das Hochziehen des Volkes in den obereren Brutraum wird weiterhin durch den Verzicht einer Fütterung unmittelbar nach der Hongernte begünstigt.

Folgendes Vorgehen: Die unterste Zarge wird entnommen (und zum Schluss wieder oben  aufgesetzt). Die Folie und alle alten Waben der jetzt obersten Zarge werden entnommen und die Bienen IN die Zarge abgeschüttelt. Die Bienen nicht vor das Volk kehren, da auf den Waben möglicherweise die Königin sitzen kann! Diese alten Waben werden dann z. B. in Boxen gestellt, in Zargen gehängt oder in einen Plastiksack gesteckt, später ausgeschmolzen und das (Alt-)Wachs zur Kerzenherstellung verwendet.

Wer sich bei diesem Vorgang einen Hut oder Schleier aufsetzt, ist gut beraten. Um die späte Jahreszeit sind die Bienen meist etwas grantiger als sonst!

P. S.: Kursteilnehmer/innen erhalten in der internen Kursorganisation hinterlegt eine Checkliste zur Varroabehandlung.

„Danke für den tollen Nachmittag bei den Bienen!“ Honigernte „Weide“ 2019

Bienenzeichnung von SophiaLiebe Sophia – auch für uns war’s ein toller Nachmittag mit euch, ihr wart super gut drauf! Vielen Dank für deine nette Zeichnung, mit der du uns überrascht hast! Und hier zum Dank unsere Bilder für dich bzw. euch alle …
Gäste kehren Biene ab von Honigwaben.Die Honigschleuder-Erlebnistage wurden am 26.07.2019 mit der gemeinsamen Ernte bei Bienenpatin Gabriele Loskarn, mithin der Lage „Inselstadt / Weide“, abgeschlossen. Nach einer willkommenen Erfrischung von Gabi schlüpften Natalies Kinder Greta und Fynn unter die Imkerhüte, während sich Sophia und wir Großen mit einem Kopftuch schützten. Schließlich stehen wir ihrem immer noch emsigen Aus- und Einflug oft genug im Wege, da kann sich schon mal ein Bienchen ungewollt in den Haaren verfangen. Nicht gut für beide Seiten.

Gäste kehren Biene ab von Honigwaben.Es war schön, dabei zuzusehen, wie sich die angehende Jungimkerin Gabi, aber auch die „Wiederholungstäterin“, die Bienenpatin Rita Bender, unaufdringlich, aber umsichtig um die Neulinge kümmerten. Sie hielten die Waben vors Flugloch oder übernahmen das Abkehren, je nach nachdem, wie geschickt und mutig sich die Kinder der jeweils einen oder anderen Tätigkeit annahmen. Ebenfalls wieder mit von der Partie war Bienenpate Stefan Weiss, der uns heuer über seine Geburtstagsspende zu einem weiteren Honigtopf nebst Abfüllknecht verhalf. Doch soweit sind wir hier im Garten noch nicht …

Gäste kehren Biene ab von Honigwaben.Erstmal durften alle mindestens eine Wabe ziehen und diese vorsichtig, doch rasch in die bereitgestellten Boxen verstauen. Da die Ernte im Gegensatz zum vergangenen Jahr heuer nicht sonderlich üppig ausfiel, waren wir innerhalb einer Stunde fertig. Wir brachen auf zum Obstmarkt 10, und dort ging’s an die Verarbeitung. Dazu mehr im nächsten Bericht.

Gäste ernten Honigwaben.Fotogalerie Honigernte Weide

Supply my Schul-Imkerei: Honigschleuder für E.T.A.-Hoffmann-Gymnasium Bamberg

Honigschleuder für das E.T.A.-Hoffmann-Gymnasium von der Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.deDr. Johannes Bail, Biologie- und Chemielehrer am E.T.A.-Hoffmann-Gymnasium, konnte im Juli eine neue Honigschleuder für seine Gartengruppe in die Obhut nehmen. Ermöglicht wurde dies durch das Projekt „Supply my Schul-Imkerei“, welches im vergangenen Jahr von der Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de ins Leben gerufen und durch Spenden finanziert wird. Schulen aller Art in der Stadt Bamberg können sich formlos um eine Verbesserung ihrer Ausstattung bewerben.

Die Voraussetzung ist, dass der Schulgemeinschaft in den vergangenen drei Jahre bereits einmal Landesfördermittel „Imkern an Schulen“ bewilligt wurden. Auch muss die Schul-Imkerei mindestens seit drei Jahren bei regelmäßiger Teilnahme von Schülern bestehen. Gewährleistet werden soll außerdem die adäquate Aufbewahrung und Pflege der Gerätschaften.

Biologielehrer und Imker Dr. Johannes BailAm 17.07.2019 trafen wir uns mit Johannes zu einem Fototermin, um auch den Spendern eine Vorstellung davon zu geben, was mit ihrem Geld (rund 600 Euro) passiert ist. Da allerdings die Sommerferien nahen und verschiedene Festivitäten der E.T.A die Aufmerksamkeit beanspruchen, wir außerdem in die Honigschleudertage eingebunden sind, reichte es aktuell nur zu einem schnellen Shooting ohne Kinder und Schulleiter. Wir versäumten es jedoch nicht, auch den Bienen einen kurzen Besuch abzustatten. Es ist geplant, ab nächstes Jahr noch ein paar Völker mehr zu platzieren. Klar, die Honigschleuder möchte natürlich auch gut genutzt sein! 😉

Gebäude E.T.A.-Hoffmann-GymnasiumViel Spaß und immer eine leckere Honigernte, im Gegenzug zu verantwortlicher Pflege unserer fleißigen Bestäuberinnen wünschen wir der Schulgemeinschaft herzlich, verbunden mit einen dicken Dankeschön unseren Spender(inn)en*!

* Bernhard und Gabriele Kellermann aus Bamberg übernahmen 100 Euro, den Rest bezahlten wir aus den Bienenpatenschaftsbeiträgen.

 

Fotogalerie, die Zweite, zur Honigernte 2019 am Fünferlessteg im Erba-Park

Zum Bericht über die Honigernte am Fünferlessteg und der Fotogalerie zur ersten Gruppe im Erba-Park Bamberg geht’s hier entlang.

Fotogalerie Honigernte Fünferlessteg, Gruppe 2

Honigernte 2019 am Fünferlessteg im Erba-Park

Am Lehrbienenstand "Fünferlessteg"Einmal jährlich ernten wir im Rahmen unserer BIWA-Sonntagsöffnung gemeinsam mit der interessierten Bevölkerung die Völker am Fünferlessteg. Auch heuer bildeten wir wieder zwei Gruppen – um 15 und um 16 Uhr mit 16 und 20 Personen – und hatten dabei besonders viele Familien zu Gast. Die Kinder reichten oftmals gerade nur eben über den Rand der obersten Zarge. Doch sogar die Vierjährigen schafften es mit ein wenig Unterstützung von Reinhold oder einem Elternteil, eine Honigwabe zu ziehen und sie so vors Flugloch zu halten, dass Reinhold die Bienen abkehren konnte. Da wir tags zuvor eine sogenannte „Bienenflucht“ eingelegt hatten, waren auch nicht allzu viel Bienen im Honigraum anzutreffen.

Kind zieht HonigwabeKind zieht HonigwabeStolz stellten die kleinen Imkerleins ihre Beute – und daher stammt wohl auch der Name einer Bienenwohnung, die ebenfalls als Beute bezeichnet wird – in die bereitgestellte Wanne. Diese wurde perfekt von den kleinen Gästen betreut, indem die Deckel kurz vor der Ankunft der Wabe gelüftet und ganz, ganz schnell wieder aufgelegt wurden, um nur ja keine Biene mit einzusperren.

Die Honigwabe wird zur Box gebrachtAngst vor den Bienen war bei den Teilnehmenden nicht zu erkennen. Logisch, sonst wären sie ja auch nicht zur Veranstaltung gekommen. Dennoch wurde wie immer eine ausgiebige Sicherheitseinweisung abgehalten, um das richtige Verhalten am Lehrbienenstand zu erfahren. Dieses, sowie ein paar Sprüheinheiten Nelkenöl und für die Jüngsten ein Imkerhut, sorgten für eine entspannte Stimmung.

Am Lehrbienenstand "Fünferlessteg"Im Anschluss der jeweiligen Ernte gab’s – neben einem kleinen Büchlein zur Belohnung – eine Honigverkostung. In der Bienen-InfoWabe warteten Brot und Butter bzw. ein Löffelchen puren Honigs auf die kleinen wie großen Leckermäulchen. Der Gebrauch des Aromarades half begrifflich auf die Sprünge, um das feine Gold in Sachen Konsistenz, Geruch und Geschmack zu beschreiben. Wer wollte, konnte unseren Bamberger Lagenhonig erstehen und natürlich Informationen zum Thema erhalten.

Gäste bei der HonigverkostungWir freuten uns über das sehr rege Interesse, möchten uns aber darüber hinaus besonders über den Besuch von Wolfgang Settmacher aus dem Kreislehrgarten Oberhaid bedanken. Er nutzte einen der wenigen Sonntage, wo wir uns in unseren Aktivitäten nicht überschneiden, um uns ein paar Ableger mitzubringen und unsere Fortschritte in Sachen Bienengarten zu begutachten.

Besuch von Wolfgang SettemacherAuch lernten wir endlich unsere Bienenpatin Lis Bischof aus Kulmbach mit Partner Werner persönlich kennen und nutzen das gleich für ein schönes Foto zur Erinnerung. Sie hatte die Bienenpatenschaft von ihrer Tochter Eva zu Weihnachten erhalten, die ebenfalls mit von der Partie war. Zu intensiveren Gesprächen war leider nicht die Gelegenheit, doch das holen wir in Kürze beim Honigschleudertag sicher noch nach!

Lis und Eva Bischof mit WernerDie öffentliche Honigernte nutzten zudem zwei unserer Teilnehmerinnen des BLIB-Imkerkurses für Anfänger als Ausweich zum regulären Termin. Zwar gab es hier nicht so viel an Theorie vermittelt, doch ganz sicherlich einen guten Einblick in die Praxis.

Vielen Dank allen für euer Kommen!

Fotogalerie Erntegruppe 1

(Zur Fotogalerie der Erntegruppe 2 im nächsten Beitrag!)

Fotogalerie 2 Honigernte Fünferlessteg

Im nächsten Beitrag.

Honigverarbeitung (BLIB-Imkerkurs für Anfänger, 7. Modul)

Der am Vormittag des 12.07.2019 geerntete Honig des Standortes „Bienenweg“ wurde nach einem gemeinsamen Mittagsimbiss von den Kursteilnehmer(inn)en entdeckelt und geschleudert. Was leicht klingt, ist es im Grunde auch. Allerdings sind rund um diese schönen, fast schon meditativen Vorgänge einige Dinge zu wissen und zu beachten, um einwandfreien Honig ins Glas zu bringen. Die Modulinhalte waren:

Bienenpate Rudolf Reinwald beim Honig abfüllenHygienemaßnahmen, Rechtsgrundlagen zur Honigverarbeitung, Grundinformationen zu Honigrichtlinien (s. a. Blogbeitrag), Honigverkostung mit dem Aromarad und einen Einblick in die Lebensmittel-Informationsverordnung und Loskennzeichnungs-Verordnung beim Etikettieren, außerdem Praxistipps zur Vermeidung oder Reparatur von Wabenbruch sowie die Handhabung und der Kauf der Gerätschaften und das Einrichten des Arbeitsplatzes.

Honigwaben entdeckeln„Ich habe mir das komplizierter vorgestellt“, bekannte Andreas, und gemeint hat er damit das Handling, ohne jedoch damit all die vielen kleinen Schritte abzuwerten, die letztendlich das Gold ins Glas bzw. in den Mund bringen. Ja, die Imkerei ist ein sehr direktes, mechanisch leicht auszuübendes Handwerk – vom Schleppen der Waben in den 3. Stock einmal abgesehen. Doch die Tücke liegt im Detail bzw. in der Natur, die nicht immer so will, wie wir es uns wünschten. Vieles muss passieren und erledigt werden, bevor wir die guten Gaben Gottes genießen dürfen. Und das Saubermachen ist den Teilnehmenden ja auch erspart geblieben 😉 Unser Bienenpate Rudolf Reinwald bekannte sogar: „Honig verarbeiten, das macht bei mir zuhause meine Frau!“ Glückspilz … oder auch nicht, denn es entgeht ihm eine wahrhaft „dufte“ Sache!

Honig etikettierenDrei Tage nun muss der Honigtopf ruhen, um nach dem Abnehmen der Schwebteilchen, die sich auf den Honigspiegel wiederfinden, dem „Abschäumen“, mit Hilfe einer geeichten Waage abgefüllt zu werden. Diesen Vorgang haben wir für jeweils ein Gläschen vorgezogen, damit unser Anfängerkurs auch diesen Schritt einmal praktiziert und natürlich eine Belohnung fürs Einbringen erhalten hat. Mit dem Beschriften und Aufkleben der Etiketten endete gegen 15 Uhr ein ereignisreicher Tag, der sicherlich Lust auf eigenen Honig gemacht hat. Oder etwa nicht?!

Fotogalerie Honigberarbeitung Imkeranfängerkurs 2019

Honigernte (BLIB-Imkerkurs für Anfänger, 6. Modul)

Gruppenbild Imkeranfängerkurs 2019 zur Honigernte am Bienenweg

Honigernte des Imkeranfängerkurses 2019: Monika, Agnes, Anneka, Rudi, Andreas, Wolfgang mit Referent Reinhold Burger

Gewitterstimmung – doch nur in der Natur. Für unseren BLIB-Imkerkurs für Anfänger hätten zwar die klimatischen Voraussetzungen für die Honigernte noch besser sein können, doch die Bienen blieben brav und wir ohne Stiche. Denn natürlich kann es den Bienen nicht so recht sein, wenn wir an ihre Vorräte gehen. Sie wissen ja nicht, dass sie in Kürze wieder Kohlenhydrat-Nachschub erhalten, der von ihnen als Brennstoff für die Winterzeit umgearbeitet werden wird.

Honigernte am BienenwegInhalte des Modul 6 zur Honigernte

Die Inhalte von Modul 6 sind schnell erklärt. Erläutert wurde die Vorbereitungsphase, die ein sauberes, zügiges und unfallfreies Ernten erst ermöglicht. „Vorausschauend denken“ ist das A und O bei diesem imkerlichen Einsatz.

Beim Erntevorgang geübt werden müssen die Spritzprobe sowie das schonende Abkehren der noch ansitzenden Bienen. Bei Ersterem ist ein kräftig-ruckartiges Stoßen der horizontal über der Beute gehaltenen Wabe angezeigt. Bei Letzterem sorgt ein beherzt-flottes Kehren mit dem Besen dafür, dass keine Biene „gerollt“ wird, wie es sonst durch zu behutsam-langsame Bewegungen der Fall wäre.

Weiteres Thema war „Funktion und Einsatz der Bienenflucht“, und es gab Tipps zum Einsatz der Gerätschaften, beispielsweise zum Umgang mit den Erntekisten.

Lebensmittelecht und sauber sollen sie sein, sodann mit einem Stein vor dem Umkippen durch einseitige Wabenbestückung geschützt, aufgefüllt mit Leerrähmchen, um eine Honigsauerei durch Umfallen der gefüllten Waben zu verhindern, und die Kisten müssen während des Bestückungsvorgangs bienenfrei und daher flott wieder verschlossen werden. Ja, was so einfach erscheint, hat seine Tücken im Detail.

Honigernte am Bienenweg

Ergebnis

Geerntet wurden u. a. vom Bienenpaten Rudolf Reinwald die Völker unserer Bienenpatinnen Lisa Badum und Annemarie Rudel. Insgesamt entnahmen wir 24 Rähmchen bei einem Gesamtgewicht von 56 Kilo, entspricht rund 2 Kilo pro Wabe. Das ist weit weg von der Rekordernte des vergangenen Jahres. Doch uns geht es ohnehin nicht so sehr um den Honig. Wir freuen uns über den Bestäubungsbeitrag für die Natur, und dass wir hierfür Jungimker heranbilden dürfen, die sehr interessiert bei der Sache sind.

Als alle Habseligkeiten am Lehrbienenstandort „Bienenweg“ wieder eingesammelt waren, fuhr eine Teilnehmerin die wertvolle Fracht an den Obstmarkt zur weiteren Verarbeitung. Diesen Modulteil im nächsten Beitrag.

Bienenpate Rudolf Reinwald zur Honigernte am Bienenweg

Fotogalerie Honigernte Bienenweg