Das Beste aus dem Regen machen

Warten auf mögliche Radtour-WilligeNicht nur das Zwiebeltreterfest, auch unsere erste Bamberger Schulbienen-Benefiz-Radtour fiel dem Regen zum Opfer. Im Gegensatz zu unserer Bienenpatin Sabine Gründler aus der Gärtnerei Böhmer, die das Zwiebeltreterfest alljährlich veranstaltet, hielten sich unsere Verluste in Grenzen. Gänzlich unbeeindruckt vom Wohl und Wehe verregneter Festtagsfreuden indes blieben unsere Bienen, die wir  – so oder so – an diesem Tage zu bedienen hatten.

BLIB-Maskottchen SaBiene

BLIB-Maskottchen SaBiene erhält Besuch von einer „echten“ Kollegen

SaBiene, unser Bienen-leben-in-Bamberg.de-Maskottchen, wartete vorsichtshalber mit uns auf eventuell radwillige Bienenfreunde, die trotz der Nässe einen Ausflug zu unseren Stationen hätten wagen wollen. Und tatsächlich blieb sie nicht alleine! Sie erhielt freundschaftlichen Besuch einer echten Biene, die sich in ihr Plüschfell niedergelassen hatte. Und auch unsere Bienenpatin, Dr. Regina Hanemann, gesellte sich in den mittlerweile durch Blumen freundlich gestalteten Garten der Stadtgalerie Villa Dessauer.

So hatten wir endlich auch einmal Zeit, ein paar Worte mit der vielbeschäftigen Museumshausherrin zu wechseln und erfuhren Details zur anstehenden Jubiläumsfestwoche. Wir schmiedeten außerdem Pläne für gemeinsame Veranstaltungen, um das Thema „Biene“ in Bamberg weiter zu verbreiten. Ganz umsonst war ihr und unser frühes Aufstehen keinesfalls, auch in Anbetracht der Übergabe der Bienenpaten-Jahresgabe, also fünf Gläser Honig, die jede Patin und jeder Pate von uns erhält.

Alle Mädels wohlauf!

Bienenpatin Dr. Regina Hanemann und Reinhold Burger am Lagenstandort "Villa Dessauer"

Bienenpatin Dr. Regina Hanemann und Reinhold Burger an der Villa Dessauer

Unter dem interessierten Blick der Bienenpatin füllte Reinhold etliche Liter Zuckerwasser ein und vergewisserte sich, dass alle Mädels wohlauf sind. Die Jungs wurden von ihnen ja schon herausgeworfen, da sie über den Winter hinweg nur unnötige Esser wären.

Trotz Nieselwetter flogen die fleißigen Tierchen weiterhin Pollen ein. Das ist gut so, denn diesen benötigen sie, um die Winterbrut aufzuziehen und ist ihnen wichtige Nahrungs- und Vitaminquelle. Wäre es allerdings unter 10/11° C gewesen, hätten es sich die Bienen in ihrer Beute gemütlich gemacht.

Das Ablegervolk, welches uns noch im Frühjahr einige Sorgen bereitet hat, ist nun stark genug, dem Winter zu trotzen. Dennoch geben wir erst Entwarnung, wenn sie auch die noch anstehende Varroa-Behandlung gut überstanden haben. Wovon wir ausgehen.

Füttern der Bienen am Standort "Gärtnerstadt-Heiliggrab"

Bienenfüttern am Standort „Gärtnerstadt-Heiliggrab“

Schnell noch ein Sprung zu unserer dritten Bienenpatin, Carmen Dechant. Am Standort „Gärtnerstadt/Heiliggrab“ war ebenfalls emsiges Treiben zu beobachten. Auch hier fütterten wir ein und verwendeten dabei das von den Dechants (Hofstadt-Gärtnerei) empfohlene GIE-Wasser.

So ausgerüstet wird auch dieser Ableger bestimmt stark genug sein, um gesund in die Winterpause zu gehen. Die Varroa-Behandlung starten wir dann zeitgleich mit dem Villa-Dessauer-Ableger, also in ca. einer Woche. Sicherlich unter den wachsamen Augen der Bienenpatin, die sich diesen Vorgang bestimmt nicht entgehen lassen wird.

Nun waren auch wir bereit für eine Flüssigkeitenaufnahme in Form von heißem, belebenden Kaffee. Immer eine gute Adresse und direkt auf unserem Nachhauseweg gelegen ist das orientalische Kaffee, Mokka makan. Barista Ina zauberte wie immer ein Kaffeebildchen, das heute einmal Eingang finden soll in dieses Tagebuch. Danke für die Stärkung und die anregenden Gespräche, Sonia und Ina! So machen wir aus der Not eine Tugend und freuen uns über diesen – trotz ausgefallener Radtour – geschäftigen und angenehmen Samstagvormittag. Nächstes Jahr versuchen wir’s einfach erneut.

 

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