Montessori-Mittagsbetreuung zu Gast bei der Bamberger Schulbiene

Blaue (auch: Blauschwarze) Holzbiene, Xylocopa violacea, an Großem Löwenmaul11 Kinder aus der Mittagsbetreuung der Montessori-Grundschule erhielten nach dem „Erst-mal-ankommen-Sinnespfad“ eine knappe Stunde lang Einblick in die Welt der Bienen.

Was unterscheidet die Sinne und die körperlichen Merkmale von Wild- und Honigbienen von den unseren? Wie sehen die unterschiedlichen Arten aus? Nach dem Sitzkreis im Bienengarten ging’s in unser grünes Klassenzimmer, die Bienen-InfoWabe.

Dort erfuhren die Erst- bis Viertklässler, wo die Bienen wohnen und wie es in ihrer Kinder- und Vorratsstube aussieht. Was bringen die Arbeitsbienen mit nach Hause und wie transportieren sie alles? Und wie kommt eigentlich der Honig ins Glas?

Es freut uns immer, wenn ein Kind, welches vorher gar nicht so gerne mitkommen wollte, sich im Laufe weniger Minuten sich von unserer Hingabe anstecken lässt. Denn von uns bekommen sie Informationen nicht in „kindgerechter“, sondern in sachlich-ehrlicher Weise und auf Augenhöhe. Das lässt ihnen Raum auch für die eigene Einschätzung und Interpretation der Lage.

Beispielsweise ist es wesentlich glaubwürdiger, zu erklären, WANN genau WELCHE Bienen in ihrem Lebenszyklus stechbereit sind, als so zu tun, als müsse man grundsätzlich keine Angst haben. Fakt ist: Eine Sammelbiene hat nicht den genetischen Auftrag, ihr Volk zu verteidigen wie die Wächterbiene, sondern Wasser, Nektar, Pollen und Propolis nach Hause zu bringen. Sie wird also nur zustechen, wenn man versehentlich auf sie tritt, also ihr Leben unmittelbar bedroht wird.

Biene an Wald-Akelei

Mit Materialien zur Nacharbeitung versorgt hoffen wir, dass trotz der Kürze der Zeit ein wenig hängenbleibt von der Nützlichkeit dieser faszinierenden Insekten und unserer Liebe zu ihnen … die jeden Einsatz wert ist.