*16* Adventskalender der Bamberger Schulbiene

So ein kurzer Advent! Nur noch eine Woche, dann ist auch fast schon der Weihnachtsabend da! Für Kinder genau richtig, die es ohnehin nicht erwarten können. Für Erwachsene wie uns ein sportiver Einsatz, denn irgendwie möchten alle noch davor mit irgendwas fertig werden. So auch wir.

Elisabeth beim Nähen, hochkonzentriertDie Blogschreiberin Ilona hat es soeben noch geschafft, ein Modul zur Öffentlichkeitsarbeit in Digitalen Räumen innerhalb ihres Potsdamer Lehrauftrags hochzuladen. Reinhold versucht, sich mit seinem Buchführungsmodul anzufreunden, welches in der zweiten Januarwoche in seinem Imkermeisterlehrgang abgeprüft wird. Meine herzallerliebste Schwiegermutter Elisabeth – und zugleich erste Bienenpatin von mittlerweile 41 (!) – nähte an diesem Wochenende unseren neuen Vorhang für die Küche, der die kalte Winterluft draußen halten soll. Denn man staune – es gibt keine Heizung in diesem doch recht großzügig bemessenem Raum. Da muss man sich halt anders behelfen.

Ilona beim Arbeiten, mit KuscheldeckeSo waren wir alle am 3. Adventssonntag richtig gut beschäftigt. Doch wir waren zusammen. Genau DAS eben zählt. Wir jammern nicht über unseren „ach, so schlimmen Stress“. Stattdessen freuen uns daran, dass wir sinnvolle Arbeit leisten, die irgendjemanden mehr außer uns selbst nützen wird. Wir freuen uns daran, dass wir einander haben und uns beistehen in unseren Aufgaben. Wir genießen aber auch die endlich getane Arbeit – und daher beende ich jetzt so langsam diesen Adventskalenderbeitrag, die letzte „Pflicht“, die ich mir für heute noch auferlegt hatte.

Reinhold beim Lernen, mit FußbadGleich sitzen wir alle gemütlich hier im Augsburger Süden (kurz vor Göggingen) zusammen und lauschen einer CD, die ebenso ein Hörbuch enthält. Dieses soll zugleich der heutige Einkaufstipp für Weihnachten sein. Hörbuch und Musik-CD: „HEINRICH – König & Kaiser – Herrscher & Heiliger“. Faszinierende Herrschergeschichten des Mittelalters. Mit der Capella Antiqua Bambergensis und dem Schauspieler Udo Schenk. Zu beziehen z. B. hier im Bamberger Stiftsladen (wo es auch unseren Bamberger Lagenhonig zu erstehen gibt, nur so am Rande.)

Eine wunderbare, wenn vielleicht auch arbeitssame letzte Adventswoche 2018 wünschen wir allen da draußen! Lasst ein Stückchen Platz für die vorweihnachtliche Freude, egal, was immer ihr auch tun müsst oder wollt!

*9* Adventskalender der Bamberger Schulbiene

Häkelbienen Anleitung BUND

© BUND; Quelle: https://www.bund.net/service/publikationen/detail/publication/haekel-bienen-fuer-den-weltbienentag/

Etwas Zeit im Advent, um zu Häkeln, haben wohl die wenigsten. Außer, sie verstehen Advent wirklich noch als das, was es bedeutet: Sich in Ruhe vorzubereiten auf die Weihnachtsfeiertage. Die Häkelanleitung der putzigen Bienchen – anlässlich des in 2018 stattgefundenen Bienenaktionsplans „A Place to Bee“ – vom BUND initiiert, um die neue Bundesregierung auf Maßnahmen gegen das Bienensterben einzustimmen – ist immer noch online! Die putzigen Bienchen können genau so gut auch zum nächsten Weltbienentag am 20.05.2019 eingesetzt werden.

Oder besser noch früher: Zum bayernweiten Volksbegehren „Rettet die Bienen! – Stoppt das Artensterben“, welches zwischen dem 31.01. und 13.02.2019 die Bürger aufruft, ihre Stimme zur Rettung der (Wild-)Bienen (was ja auch für Insekten aller Art wirkungsvoll ist) in ihrem jeweiligen Rathaus abzugeben. 1 Mio. sind dazu nötig. Infomaterial ist soeben von uns bestellt und sicherlich bald vorrätig. Sprecht uns bitte an, wenn ihr mithelfen wollt, Stimmen zu gewinnen.

Rettet die Bienen – Stoppt das Artensterben, Logo zum bayerischen Volksbegehren 2019

Also dann: Ergreift die Nadeln (und eure Stimmen), ihr könnt sicherlich damit genau so gut stechen wie die Bienen! Okay, wohl etwas schmerzloser, doch nicht weniger effektiv. Wehren wir uns gemeinsam gegen den Ausverkauf unserer Natur!

… und jetzt die zweite Adventskerze angezündet und trotz aller unangenehmen Themen den Frieden im Herzen einkehren lassen.

 

 

*7* Adventskalender der Bamberger Schulbiene

Restaurantbesuch mit Bienenpaten Hans und Anne ZirkelHeute ist BAmbrosiustag! Bislang feierten wir ihn in der Bienen-InfoWabe. Doch heuer ist alles ein wenig anders. Reinhold macht sich auf den Weg zum Imkermeister und ist teils in Österreich und teils ganz dolle am Lernen. Da muss das Vergnügen, bzw. die Arbeit, das Vergnügen zu ermöglichen, hinten an stehen. Auch im nächsten Jahr wird es keine Feier geben.

Doch ein klein wenig ließen uns unsere Bienenfreunde nicht aus der „Verantwortung“, den Weihetag des Heiligen Ambrosius, Schutzpatron der Bienen, Imker, Lebküchner, Wachszieher und des Lernens (ach, wie passend!) würdig zu begehen. Daher treffen wir uns heute im Restaurant „Erba 49° Nord“ um 17 Uhr zum Abendessen und miteinander Klönen. Bei echt nordischer Küche, die wir letzte Woche schon mal mit unseren Bienenpaten Anne und Hans Zirkel vorgetestet und für gut befunden haben.

Solltet ihr spontan dazustoßen wollen, bitte bei uns anrufen, damit wir die Platzreservierung anpassen können. Es ist ein zwar ein noch junges, doch bereits jetzt schon sehr beliebtes Lokal. Habt so oder so einen schönen Tag im Gedenken an unsere kleinen fleißigen Majas, fleißigen Imker und fleißig Lernenden … 😉

Bienenpatentreffen im Krackhardt-Haus

Bienenpatentreffen mit Andra Köchel, Dr. Peter Kaimer und Daniel Schiller im Krackhardt-HausKein Haus. Nein, ein ANWESEN! Das Zentrum Welterbe Bamberg spricht von einem prächtigen Schmuckstück, geplant von Balthasar Neumann geplant und im 18. Jahrhundert von Fürstbischof Friedrich Karl von Schönborn. Erst heuer eröffnete im Krackhardt-Haus ein neues Café. Mit unseren Bienenpaten Daniel Schiller, Dr. Peter Kaimer und Andrea Köchel testeten wir das Ambiente, in dem vorzugsweise Wiener Kaffeespezialitäten aus kleiner Karte angeboten werden.

Wir waren gespannt, wie Peter, der aus Graz stammt, den „Kaffee verkehrt“ beurteilt Doch uns allen ging’s natürlich eher um den Honig, der den Anlass des Treffens bot. Denn der Bamberger Lagenhonig, den es einmal im Jahr für unsere treuen und neuen Bienenpaten gibt, wollte seine lieben Abnehmer/innen erreichen. Aber mehr noch zählt das Wiedersehen.

Daniel Schiller entschloss sich dabei zu einer dritten Runde und zählt somit zu den „Dienstälteren“ im Kreise unserer Initiative – yippie!. „Solange wir hinter jedem Namen noch ein Gesicht sehen können (außer natürlich bei denen, die sich uns bislang noch nicht persönlich bekannt gemacht haben), werden wir Patinnen und Paten gerne (wieder-)aufnehmen“, zerstreuten wir seine Bedenken, die Anzahl – immerhin scohn 37 – würde uns vielleicht bald zu viel werden.

Peter Kaimer ging als einziger mit leeren Händen, denn er hat seine Patengabe bereits im Juli anlässlich der Honigschleudertage erhalten. Sein von ihm sauber gewaschenen und vom Etikett befreites Leergut nahmen wir sehr gerne entgegen. Toll, dass sich der psychologische Psychotherapeut (ja, so heißt die spezielle Fachrichtung wirklich!) diesen Nachmittagstermin für uns frei von Patienten gehalten hat!

Andrea Köchel erzählte uns von ihren Bemühungen um einen geeigneten Standort für Bienen, denn sie hat fest vor, mit dem Imkern zu beginnen. Am liebsten in einem kleinen (Schreber-)Garten. Wir gingen einige Optionen durch, doch wir kennen uns nur in Bamberg besser aus, nicht jedoch in Memmelsdorf, wo sie und ihr Mann wohnen, oder in ihrem Arbeitsort Forchheim. Wer also dort einen guten Standort kennt, möge sich bitte bei uns melden.

Schön, dass wir uns getroffen haben an diesem sonnigen 25. Oktober! Das nächste Treffen wird beim Adventskranzbinden bei Bienenpatin Sabine Gründler, Gärtnerei Böhmerwiese, Heiliggrabstraße 57 sein!

Der Workshop zum Adventskranzbinden findet statt am:
Donnerstag, 22.11., 16 Uhr
Freitag, 23.11., 16 Uhr
Samstag, 24.11., 13 Uhr – da bin dann ich (Ilona) dabei!
Gestaltet unter fachkundiger Anleitung Euren eigenen Adventsschmuck und bezahlt nur das dafür verwendete Material. Dauer ca. 2 Stunden. Teilnahme ab 10 Jahren.
Anmeldung unter 0951 – 62371.

Bienenpatenschaft Rudolf Reinwald 2018/2020

Zum Geburtstag, als Weihnachtsgeschenk und zur Taufe – Bienenpatenschaften werden nicht nur für einen selbst abgeschlossen, sondern zunehmend verschenkt. Heuer erstmalig zu einem Ruhestand. Was sinnvoller kaum sein kann, wenn der so Bedachte tatsächlich vorhat, mit dem Imkern zu beginnen.

Bienenpatenschaftsübergabe an Rudolf ReinwaldBienenpatenschaftsübergabe an Rudolf ReinwaldDer Abschied von Rudolf Reinwald, seit 2003 Hausleiter des Caritas-Altenheims St. Walburgis am Jakobsberg und zusätzlich seit 2007 von St. Otto im Hain, zudem Träger der Bayerischen Verfassungsmedaille in Silber, wurde dem Sozial- und Diplom-Pädagogen regelrecht versüßt. Wir überreichten im Rahmen einer Feier an einem brütendheißen 20. Juli unseren Bamberger Lagenhonig, den jeder Pate einmal im Jahr erhält.

Luitgard Knoblach und Reinhold Burger im Garten des Altenheim St. Walburgis, BambergEingefädelt von der uns seit Langem schon als Bienenfreundin bekannten Luitgard Knoblach, die als Sozialarbeiterin im St. Walburgisheim arbeitet, gelang es, den Termin zum Zeitpunkt des Kaffeetrinkens punktgenau abzupassen. Kurz darauf eilten wir ja schon MdB Andreas Schwarz an der Sternwarte entgegen – wir berichteten.

Lorscher Bienensegen anlässlich Bienenpatenschaftsübergabe an Rudolf ReinwaldDoch so viel Zeit blieb, um der Urkundenvergabe den Lorscher Bienensegen vorzusetzen. Wer von den feiernden Heimbewohnern also nicht allzu viel verstand, musste nicht etwa die Batterie seines Hörgerätes auswechseln. Unser heutiges Deutsch weist zwar durchaus noch Ähnlichkeiten mit dem Althochdeutschen auf. Doch sicherheitshalber gab es im Anschluss ein wenig Übersetzungshilfe. Hilfe, und zwar auf „Bienisch“ wird der frischgebackene Rentner Rudi auch in Zukunft von uns erhalten, denn zum Imkern gibt es doch reichlich Fragen.

Statue St. Walburgis am gleichnamigen Altenheim in BambergEin paar davon konnten wir dieser Tage beantworten, als wir ihn und seine Frau Marianne in Pettstadt besuchen kamen. Rudis gebrochener Fuß hielt ihn nicht davon ab, eine kleine Besichtigung mit uns über den nach Bioland-Richtlinien bewirtschafteten Hof zu unternehmen. Es galt, einen geeigneten Standort für die künftigen Bienenvölker festzulegen, und wer weiß, vielleicht sogar unter geistigem Geleit der Heiligen St. Walburgis, die immerhin Schutzpatronin der Bauern und Haustiere ist!

Der idyllische Flecken – sorry, der Akku war leer! – ist das Geburtshaus von Rudolf, der den Hof nach dem Tod der Eltern nun Stück für Stück renoviert. Der Dreiseithof bietet viele Winkel und nach außen mehrere große Grundstücke, die als Standorte in Frage kommen könnten. Pferde, Federvieh und Katzen werden die tierischen Nachbarn von Bienen Maja und ihrer Familie sein.

Die Distelwiese, eine alte bzw. neu angelegte Streuobstwiese mit herrlichem Blick in das Regnitztal und hinüber weit in die Fränkische Schweiz, gehört auch den Reinwalds. „Ein mystischer Ort“, so Rudi, der sich laut Marianne am liebsten hier oben ein Häuschen bauen würde, um ihn nur recht zu genießen. Ein perfekter Platz, um nach einem ausgiebigen Fernblick mit Hilfe der Bienen wieder ins Detail zurückzukehren. Die Hanglage allerdings müsste ausgeglichen werden, aber auch die Behandlung der Völker fordert durch eine länger andauernde Schrägstellung der Hüfte etwas heraus. Am besten, mal von recht und mal von links die Beuten bedienen, damit sich alles wieder einrenken kann. Doch hier wird sich sicherlich die Fitness des bis vor Kurzem noch täglich von Pettstadt nach Bamberg radelnden Heimleiters bezahlt machen!

Ja, es gibt einiges zu bedenken, und auch ein Imkerkurs will absolviert sein. Vielleicht im nahen Hirschaider Imkerverein?  Gerne flankiert von unseren Vortragsangeboten diverser Referent(inn)en in der Bienen-InfoWabe Bamberg oder bei einem „Über-die-Schulter-sehen“, verbunden mit praktischen Übungen, wenn wir unsere Bienenpaten zum Imkern mitnehmen. Bis dahin ist Rudis Fuß hoffentlich wieder perfekt verheilt. Und warum sollten die sechsfachen Eltern nicht ein bisschen die Hofbank genießen, die schwarze Katze Mini auf dem Schoß und den Blick auf das schon jetzt sehr ansehnlich renovierte Elternhaus richtend. So lässt sich im Vorfeld der Bienenanschaffung schon mal das entspannte Beobachten üben – unerlässlich, wenn die Imkerei gelingen soll!

Spiralbrunnen Altenheim St. Otto, Bamberg HaingebietUnd wer weiß – neben dem Imkern lernt Rudolf neue Gleichgesinnte unter den Bienenpatinnen und -paten kennen, die ihn ein wenig hinwegtrösten können. Denn auf meine Frage, was er seit seinem Ruhestand vermissen würde, antwortete er sehr spontan: „Die Menschen!“ Nun, eine Tür geht zu, eine auf. Wir jedenfalls halten sie ganz, ganz weit offen und freuen uns alle auf dich!

Vielen Dank, lieber Rudi, für deine Bienenpatenschaft – und bis bald zur Oxalsäurebehandlung in Bamberg!

Erntedank zum Kürbisfest in Muggendorf

Kürbisfest in MuggendorfBiene an SonnenblumeKürbisfest in MuggendorfFast zwei Wochen schon her, aber das Wetter ist nach wie vor „Ernte-Dank-Fest-reif“. Daher stört die Verspätung des Ausflugsberichts, den wir gemeinsam mit Ex-Imkerin Michaela Hock unternahmen, sicherlich nicht. Auch bietet so mancher Blumenstand auf dem Bamberger Markt weiterhin Sonnenblumen an, auf die die Bienen fliegen. Der reiche Erntesegen ist diesen fleißigen Helferinnen zu verdanken – und wir sind es nicht müde, die Menschen daran zu erinnern. Erfreut euch und habt Spaß an den Fotos! Wer ebenfalls Sonnenblumen-Bienen erwischt hat … gerne im Kommentar posten!

Biene an SonnenblumeUnser schöner Tag begann im Naturfreundehaus in Veilbronn mit einem gemütlichen, frühen Mittagessen mit Blick über das sonnendurchflutete Leinleiter Tal. Sodann erfreuten wir uns im Leidingshofer Tal an der Ruhe, die wir allerdings an diesem Wochenende mit etlichen weiteren Naturliebhabenden zu teilen hatten. Wir kennen das Tal aber durchaus einsamer.

Kürbisfest in Muggendorf

Ab dem Parkplatz am Bahnhof in Streitberg liefen wir den Höhenweg nach Muggendorf, um an der Wiesent Kaffee zu trinken. Kuchen war um 17 Uhr leider schon aus, doch die Kalorien, die wir dadurch gespart hatten, nahmen wir auf dem Festgelände problemlos auf. Eine ganze Reihe an geschmückten Holz- und anderen Wägelchen wartete auf seinen großen Auftritt, der vor allem für die Kinder gedacht war. Als es wegen eines Feuerwehreinsatzes in einem nahen Fabrikgelände doch ziemlich spät wurde, nahmen wir den Bus, der dann prompt im Umzug stecken blieb. Dadurch genossen wir aber unerhofft einen erhöhten Ausblcik auf den Umzug und standen zudem im Warmen.

Kürbisfest in Muggendorf

Fotogalerie Kürbisfest Muggendorf

 

Verleihung Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis 2018 zur Saison-Abschlussfeier der Bienen-InfoWabe

Um das vergangene Programmjahr der Bienen-InfoWabe sowie die Preisträger/innen des zu diesem Anlass verliehenen Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreises zu würdigen, aber auch als Dankeschön an unsere Helfer/innen und an uns selbst, begingen wir die nunmehr dritte Saison-Abschlussfeier in der Bienen-InfoWabe. Der Abschied in die Winterpause erfolgte am 16.09.2018 zum ersten Sonntag nach den Sommerferien.

Gäste sehen dem Rahmenprogramm zuWir danken den zahlreich erschienenen Gästen, den Helferinnen und Sponsoren sowie  natürlich den Preisträger(inne)n und den Jurymitgliedern sehr herzlich für ihr Kommen!

Willkommene Beiträge – vielen DANK!

Esther Rojtenberg und Mai Tran (Rahmenprogramm)Den kulturellen Beitrag zum Fest lieferten Susanne Starke mit einer beeindruckenden Butoh-Performance, eine moderne Tanzkunst aus Japan. Begleitet wurde sie von Esther Rojtenberg am Akkordien, zu der sich später noch die Querflötistin Mai Tran gesellte. Die Aufführung war als Hommage an die Bienen und die Fruchtbarkeitsgöttin Demeter konzipiert. Hier im Nachfolgebericht mehr.

Logo "Vom Fass" BambergTeilchen von Sponsorpartner Lecker-Bäcker Thomas Loskarn und Apfelkuchen von Elke PuchtlerDen lukullischen Beitrag lieferten unsere Sponsoren, Lecker-Bäcker Thomas Loskarn und Cathrin Beyer & Silvia Müller vom Feinkostladen Vom Fass Bamberg sowie Elke Puchtler und Gabriele Kellermann. Vielen lieben Dank!

Den dekorativen Beitrag stiftete unsere Bienenpatin Rita Bender, so dass wir auch heuer wieder mit den obligatorischen, weil einfach so schönen Sonnenblumen an das notwendige Bienenfutter freundlich erinnern konnten.

Logo BBU – Bienenstadt-Bamberg-UmweltpreisAm Ende der nachfolgenden Details zu den Preisträgern findet ihr die Fotogalerie. Einen Gesamtüberblick bildet auch der Permalink BBU-2018.

Der 1. Preis („Honiggold“)

Dr. rer. nat. Elke Puchtler aus Adelsdorf wurde für ihre fachliche wie finanzielle Unterstützung der Initiative in „Honiggold“ ausgezeichnet.

Dr. Elke Puchtler, 1. Preis Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis 2018

Preisträgerin 1. Platz: Dr. rer. nat. Elke Puchtler, flankiert von der Mit-Preisausrichterin Ilona Munique (li.) und Jurymitglied Rita Bender.

 

Bienenpatin Rita Bender überreicht Dr. Elke Puchtler, 1. Preis Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis 2018In der Begründung wurden vor allem die unentgeltlichen Vorträge zu bienenfreundlichen Pflanzen (hier und hier) hervorgehoben, die die Heilpraktikerin im Rahmen des Jahresprogramms hielt. Dass sie damit ihr Portfolio erweiterte und die Biene und deren Produkte in ihre Praxisberatung einbezieht, ist eine beispielhafte Win-Win-Situation. Das Pflanzen einer Lavendelhecke im Bamberger Bienengarten nebst kontinuierlicher fachlicher Begleitung zum und Zusammenarbeit beim Thema „Lebensraum Biene“ sorgten für weitere Pluspunkte.

Gesangseinlage Thomas und Elke Puchtler.Gäste singen mit Elke und Thomas PuchtlerBesonders zu erwähnen ist die Umwidmung eines traditionellen Liedes, welches wir im Anschluss alle unter Gitarrenbegleitung von Elke und Thomas Puchtler gemeinsam sangen. „Ich bin überrascht, dass ich als Nicht-Bambergerin den ersten Preis gewonnen habe!“, freute sich die Gewürdigte, die die Urkunde und den Blumenstrauß aus den Händen des Jurymitglieds, Bienenpatin Rita Bender erhielt.

1. Preis Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis 2018

Der 2. Preis („Silberlinde“)

Der zweite Preis, die „Silberlinde“, ging an das E.T.A-Hoffmann-Gymnasium für die seit 2013 geführte Schul-Imkerei innerhalb der Gartengruppe.

Bienenpatin Gabi Loskarn überreicht 2. Preis Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis 2018

 

Der für die Gruppe verantwortliche Lehrer Dr. Johannes Bail nahm den Preis, überreicht von Bienenpatin Gabriele Loskarn in Vertretung des Jurymitglieds Christian Vogel (Optik Demmler), erfreut entgegen. Er hatte sich mit einer bildreichen Darstellung von den vielfältigen Tätigkeiten seiner Schülergruppe beworben – von der Bienenhaltung über das Schreinern von Bienenwohnungen bis hin zur Wachsbearbeitung. Sogar einen  vierseitigen Artikel in der ETA-Schülerzeitung seiner Schüler konnte der rührige Lehrer vorweisen. Darin übrigens zu lesen: „… dass das E.T.A. die coolste Schule ist. Außerdem ist es super, dass ich in einer halbwegs verantwortungsvollen Klasse bin“. (Timo, 13 Jahre, zu: Was mein Schulleben reicher macht).

Artikel-ETA-Schülerzeitung, aus Bewerbung BBU18

Foto zur Bewerbung BBU18 des ETA-Gymnasiums.An den Fotos war allerdings auch zu erkennen, dass die funktionale Ausstattung für die Schulimkerei verbesserungswürdig ist. Im Rahmen der Preisverleihung versprachen wir daher spontan, innerhalb eines Jahres Spenden zu sammeln, um den von Johannes geäußerten Wunsch nach einer rostfreien Honigschleuder zu erfüllen. Wer hierzu etwas beitragen möchte … hier die Infos zu Spendenmöglichkeiten.

Anerkennungspreise

Der in unmittelbarer Nachbarschaft zur Bienen-InfoWabe im Erba-Park gelegene Kleingartenverein „Am Weidenufer“ erhielt eine Anerkennungsurkunde aufgrund seiner verlässlichen Hilfsbereitschaft, überreicht von Jurymitglied Nikolaus Hofmann, dem 2. Vorsitzenden des Imker und Bienenzuchtvereins Bamberg Stadt und Land e. V.

IBZV-Vorstand Nikolaus Hofmann überreichtAnerkennungspreis Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis 2018Aus dem gleichen Grund, aber auch für die Finanzierung eines Rosenrondells sowie die Unterstützung bei der Erlangung von Fördermitteln erhielten Gabriele und Bernhard Kellermann ebenfalls eine Anerkennungsurkunde, überreicht von Michael Koslowski in Vertretung von Jurymitglied Cornelia Schecher aus dem Imkerverein Scheßlitz und Umgebung e. V., der Vorjahressieger war.

IV Scheßlitz-Vorstand Michael Koslowski überreicht Anerkennungspreis Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis 2018Was sonst noch geschah …

Bienenpate Hans Zirkel ließ es sich trotz seines Geburtstages nicht nehmen, mit seiner Frau Anne (ebenfalls Bienenpatin) dem Fest beizuwohnen. Ihm hatten wir a capella ein Ständchen gesungen.

Gemütliches Ausklingen mit der Honiggoldpreisträgerin Dr. Elke Puchtler und ihrem Mann ThomasBienenpatin Gabriele Loskarn, eine von vielen lieben (und hilfsbereiten)GästenUnser Sit-in am Ende des letzten offiziellen BIWa-Öffnungstages war so gemütlich, wie es nach so einem turbulenten Tag nur sein kann. Obwohl uns Gabi Loskarn beim Aufräumen hätte helfen wollen, hatten wir das Angebot tatsächlich nicht mehr angenommen. Ich liebe es einfach, nachzumoggeln, zumal mit unserem „Goldtopf“-Preisträgerpaar. Auch Michaela, unsere Fotografin und – soviel sei verraten! – fürs nächste Jahr Nominierte hatte es urlaubsbedingt nicht eilig. Danke fürs Fotografieren, Micha!

Fotogalerie zum Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis 2018

Beschluss: Verbot von Glyphosat auf städtischen Flächen in Bamberg

Ein historischer Tag für Bamberg in Sachen Glyphosat, dem unsere Plüschbienen aufmerksam beiwohnten. Der Stadtrat, federführend unter dem Sozial- Ordnungs- und Umweltreferat, beschloss am 18.09.2918 nach der Aussprache über die Beschlussvorlage einstimmig ein Verbot des Herbizids Glyphosat für Landwirtschaftliche Nutzflächen und entsprechend genutzte Kleingartenanlagen bzw. gibt eine Empfehlung an die Tochtergesellschaften der Stadt (z. B. Stadtbau, Sozialstiftung Stadtwerke), das Thema in den entsprechenden Aufsichtsratssitzungen im Sinne einer künftigen Nichtnutzung zu behandeln. Außerdem soll die Öffentlichkeit vom Ausstieg der Glyphosat-Nutzung unterrichtet werden.

Künftige Pachtverträge werden die Klausel enthalten, kein Glyphosat verwenden zu dürfen.

Für bereits bestehende Verträge wird es eine Ergänzung geben. Wenn sich die Pächter mit der Ergänzung bis zum 31.12.2020 nicht einverstanden erklären, wird der Vertrag zum 01.01.2023 gekündigt. (Die Kündigungsfrist beträgt 2 Jahre.)

Bamberg reiht sich ein

Bamberg reiht sich damit ein in die Gemeinden mit vorausschauendem Denken. (Hier zur Liste aller Gemeinden, Kommunen und Landkreise, die einen Antrag oder auch schon einen Beschluss ge- bzw. erstellt haben.) Denn sollte die EU erneut die Zulassung von Glyphosat verlängern – nach der letzten Anwendungsverlängerung um fünf Jahre, die wir der Zustimmung vom damaligen Agrarminister Christian Schmidt zu verdanken haben – so haben diese Städte für den Worstcase vorgebaut. Und zwar auf der Grundlage, dass jedes EU-Mitgliedsland selbst entscheiden und den Verkauf von Glyphosat verbieten lassen kann. Was allerdings nicht ganz so einfach ist, wie man am nicht eu-konformen Komplettverbot Österreichs feststellen musste.

Dass es noch ein paar Jahre dauern wird, bis sich der Beschluss wirksam umsetzen lässt – schließlich werden neue Pachtverträge eher selten abgeschlossen, wie wir nach einem Gespräch mit der GAL-Stadträtin Gertrud Leumer erfuhren – mindert unsere Freude, dass das Verbot überhaupt auf die Tagesordnung gesetzt wurde, dennoch nicht.

Gerne jedoch hätten wir einen zusätzlichen Passus eingebracht, wie er in Punkt 10 der Stadt Starnberg aufgeführt ist. Deren Beschluss zählt zu den am weitest reichenden in Bayern in Sachen Glyphosatausstieg.

„Die Stadt Starnberg behält sich das Recht vor, selbständig Stichproben zur Kontrolle der gefassten Grundsätze durchführen zu lassen und sich Untersuchungsergebnisse von anderen Behörden vorlegen zu lassen.“*

Wie wir auch dem Journalisten, der uns am nächsten Tag sprechen wollte, erklären werden (Nachtrag am 20.9.: Unser Statement wurde inzwischen angefragt), wäre es für Bamberg eine Chance gewesen, in die Beschlussvorlage zusätzlich ein Verbot von Neonicotinoiden (Nachtrag: Außer den drei in der EU bisher bereits Verbotenen) einzubringen. Aber das wäre wohl zu viel erwartet gewesen. Wir jedenfalls setzen auf die Macht der kleinen Schritte, und das war doch eindeutig ein prima Hopserer, so unsere abschließende Diskussion mit Imkerkollegin Michaela Hock, mit der wir den Ausgang der Sitzung im spätsommerlich warmen Fischerei-Innenhof ausführlich nachbesprachen. Danke dir fürs Mitkommen und für die Fotos, Micha!

Quelle: Verzicht auf den Einsatz von Pestiziden und Information der Öffentlichkeit; Antrag der Stadtratsfraktion B90/Die Grünen vom 28.07.2015 Vorlage: 2015/273.

Wir gratulieren! Gewinner des Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreises 2018

Wir gratulieren den Gewinnern des Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreises 2018!

1. Preis „Honiggold“: Dr. Elke Puchtler, Adelsdorf

Urkunde 1. Preis Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis 2018 Dr. Elke Puchtler, 1. Preis Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis 2018

1. Preis Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis 20182. Preis „Silberlinde“: E.T.A.-Hoffmann-Gymnasium / Dr. Johannes Bail, Bamberg

Urkunde 2. Preis Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis 2018 Bienenpatin Gabi Loskarn überreicht 2. Preis Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis 2018Anerkennungspreis: Kleingartenverein „Am Weidenufer“, Bamberg

Anerkennungsurkunde Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis 2018 IBZV-Vorstand Nikolaus Hofmann überreichtAnerkennungspreis Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis 2018Anerkennungspreis: Gabriele und Bernhard Kellermann, Bamberg

Anerkennungsurkunde Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis 2018
IV Scheßlitz-Vorstand Michael Koslowski überreicht Anerkennungspreis Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis 2018Im nächsten Bericht mehr zu den Preisträgern und der Jury im Rahmen der Saison-Abschlussfeier der Bienen-InfoWabe.

Geschichtliche Exkursion zur Bienenstube nach Schlammersdorf / OPf.

Ausgrabungen am Turmfundament Bihäusl in Schlammersdorf/Opf. © Foto Michael Biersack, mit freundlicher GenehmigungHerzliche Einladung zur erlebnisreichen Exkursion am So., 23.09.2018 zur Bienenstube nach Schlammersdorf / Oberpfalz!

!!!  Achtung! Verschoben wegen Gewitter und Starkregen auf 2019. !!!

Die Bienenstube ist ein verstecktes Kleinod mitten im Wald, an einer Weiherkette im Grenzbereich der Oberpfalz zu Mittel- und Oberfranken gelegen. In den historisch bedeutsamen Mauerresten eines runden Gebäudes, dem „Turmfundament Bihäusl“, wurden Hinterlassenschaften einer Zeidlerei aus dem 15. Jahrhundert entdeckt. Ein Fund, so selten wie ein Sechser im Lotto“, meint Michael Biersack, der am 23. September die Geschichtswanderung unter dem Veranstalter „Bienen-leben-in-Bamberg.de“ führen wird. Denn die imkerlichen Accecoires wie Kleidungsstücke oder Rauchpfeifen sind naturbedingt vergänglich, die Spuren der Betriebsorte längst ausgelöscht. Sie überlebten allenfalls in der kollektiven Erinnerung über Flurnamen. Von all dem Genannten jedoch kann die mittelalterliche Bienenstube in Schlammersdorf sichtbares Zeugnis ablegen. Das Turmfundament wurde von der Otto-Friedrich-Universität in den Jahren 2010 bis 2015 archäologisch untersucht. Der damalige ehrenamtliche Grabungshelfer Biersack begleitet seine Gäste weit zurück in die Vergangenheit, als Bienen noch „Immen“ hießen, die Imker privilegierte Waldnutzer und Wachs wie Honig unverzichtbar für das religiöse wie alltägliche Leben waren.

Ausschnitt aus der sog. Puellenhover-Karte von 1568 (St.A.a. Pl 3192; entnommen aus: https://www.zotero.org/ilonamunique/items/collectionKey/5KQPMWGC/itemKey/BANKR95P/q/relikte

Ausschnitt aus der sogenannten Puellenhover-Karte von 1568 (St.A.a. Pl 3192); entnommen aus: Losert / Werther et. al.: Relikte einer spätmittelalterliche Zeidlerei in der Oberpfalz [Turmfundament Bihäusl bei Schlammersdorf]

Treffpunkt ist der Brauereigasthof Püttner in Schlammersdorf (Oberpfalz). Von 11.30 bis 13 Uhr erfolgt ein gemeinsames Mittagessen mit Einführung. Im Anschluss geht es in 20 Fußminuten auf Waldwegen zur Bienenstube. Nach Besichtigung und Vortrag zu den Forschungserkenntnissen über die Bienenstube, den besonderen Funden und zur historischen Waldimkerei ist die Ankunft am Ausgangspunkt bis 15 Uhr vorgesehen. Festes Schuhwerk ist erforderlich. Je nach Anmeldung können Fahrgemeinschaften gebildet werden, ansonsten eigene Anfahrt. Anmeldung wegen Reservierung der Gaststube bis 20. September unter der E-Mail hallo [at] bienen-leben-in-bamberg [dot] de oder unter Tel. 0951-3094539. Für ältere Schulkinder geeignet.

Kennzeichnung "Spezialthema" der Bienen-InfoWabe (BIWa)Anlass? Spezialthema zum Europäischen Jahr des Kulturerbes 2018

Wo? Treffpunkt in Schlammersdorf / Oberpfalz, Brauereigasthof Püttner

 

Wann? So., 23.09.2018

  • 11.30 Uhr | Mittagessen und Einführung
  • 13.00 Uhr – 14.40 Uhr  |  Führung zur Bienenstube und Vortrag vor Ort
  • 15.00 Uhr Ende am Ausgangspunkt

Für wen? Alle Interessieren (Hin- u. Zurück fußläufig je ca. 20 Minuten auf Waldwegen einrechnen). Für ältere Schulkinder geeignet.

Referent: Michael Biersack (ehem. Grabungshelfer am Fundort)

Kosten: Keine, um Spenden wird gebeten.

Und sonst? Festes Schuhwerk ist erforderlich. Je nach Anmeldung Fahrgemeinschaften und / oder eigene Anfahrt. Anmeldung wegen Reservierung der Gaststube bis 20.09.2018 unter der E-Mail hallo [at] bienen-leben-in-bamberg [dot] de oder unter Tel. 0951-3094539.

 

Foto 2 entnommen folgender Literaturstelle: Hans Losert ; Lukas Werther ; Falko Turner ; Bastian Niemeyer: Relikte einer spätmittelalterliche Zeidlerei in der Oberpfalz [Turmfundament Bihäusl bei Schlammersdorf]. Weitere Angaben hier.