Blühoffensive der Stadt Bamberg startet am Bienengarten

Pressetermin zur Blühoffensive der Stadt Bamberg an der Bienen-InfoWabe Als Auftakt zur Bamberger Blühoffensive lud das Garten- und Friedhofsamt zu einem Pressetermin in den Bienengarten der Bienen-InfoWabe ein. Von hier aus war das Ausmaß der ersten von etlichen weiteren großflächigen Blühwiesenareale für die Stadt Bamberg gut zu erkennen. Als Saatgut wurde die gleiche Mischung verwendet, die auch wir auf unserer, wenngleich mit etwa 120 qm wesentlich kleineren Blühwiese verwendet hatten – eine Schmetterlings- und Wildbienensaum-Mischung von Rieger-Hofmann.

Eingesätes Blühwiesen-Areal an der Bienen-InfoWabe im Erba-ParkGartenamtsleiter Robert Neuberth sieht eine Wandlung in der Akzeptanz der Bevölkerung. Während früher alles zum ordentlich-eintönigen Rasen gemäht werden musste, achten die Bürger/innen heute viel mehr darauf, ob die Wiese lebendig sei und sich Bienen und Schmetterlinge darauf tummeln würden.

Pressetermin zur Blühoffensive der Stadt Bamberg an der Bienen-InfoWabe Bürgermeister Dr. Christian Lange wies zunächst auf die kommende Sitzung des Umweltsenats am Di., 07.05. um 16 Uhr zum Thema Blühoffensive hin und dankte außerdem den Anwesenden für ihr ausdauerndes Engagement in Sachen Artenvielfalt. Denn viele Jahre vorher schon versuchte der Naturschutzbeauftragte des Umweltamtes, Dr. Jürgen Gerdes, die Artenvielfalt beispielsweise in Form des besonderen Schutzes der Magerwiesen der fränkischen Sandachse zu erhalten. Unter dem Motto: „Nichts tun, sondern wachsen lassen“! vermeldete er auch Erfolge entlang des Straßenbegleitgrüns, welches Signalwirkung auch für andere Städte hatte, die diesem Konzept nacheifern. Aber auch in den Buger Wiesen und der Südflur waren so manche Anstrengungen erfolgt (s. a. unser Bericht).

Was lange währt …

Zurück zum Erba-Park. Von Seiten unserer Privatinitiative gab es bereits vor vier Jahren ein Konzept zur Etablierung verschiedener Blühareale auf fast 5.000 m² – just auf der gleichen Fläche, wie sie aktuell angelegt wurde. Der unseren Plan wohlwollend unterstützende stellvertretende Leiter des Garten- und Friedhofsamtes, Michael Gerencser, konnte sogar dessen Genehmigung bewirken, was nicht selbstverständlich war. Denn es musste verhindert werden, dass Fördermittel zurückzuzahlen gewesen wären, da die Flächenwidmung dem Konzepts der Landesgartenschau von 2012 nicht zuwider laufen durfte.

Trotz erfolgter Genehmigung zogen wir den Antrag allerdings wieder zurück. Hindernisgrund war der nicht umgesetzte Plan einer Bewässerunganlage, die der (ehemalige) Förderverein zur Nachhaltigkeit der Landesgartenschau Bamberg 2012 e. V. vorgesehen hatte. Um so größer war unsere Freude, dass unser Ursprungsplan in – wenn auch abgespeckter Form – endlich verwirklicht werden konnte.

Aushub als Vorbereitungsmaßnahme zur Blühwiese

Die Bewässerung, die vor allem nach dem Einsäen notwendig ist, wird von der Stadt übernommen. Dabei kann man sich auf die Tatkraft des Erba-Park-Gartenteams Jürgen Brendel und Rainer Schmidt verlassen. Diese mussten bereits erste Wiederherstellungsmaßnahmen einleiten, nachdem Tiere und unachtsame Radler die angesäten Flächen aufgewühlt hatten.

Schild am Blühwiesen-Areal an der Bienen-InfoWabe im Erba-ParkZum Schlussfoto (Pressefoto gibt es sicher ein noch besseres von Steffen Schützwohl) gruppierten wir uns um die (interimsweise) etwas zu hoch angebrachte, nichts desto trotz hübsch gestaltete Informationstafel, die im Nachgang sicherlich noch perfekt in die Umgebung eingebunden werden wird. Der sympathische Text wurde dabei aus der Sicht der Wiese geschrieben.

Zusammen mit den Grundstücksnachbarn Udo Eichhorn, Vorsitzender des Kleingartenvereins „Am Weidenufer“ und dem „Interkulturellen Garten“ freuen wir uns über diesen ersten, deutlich sichtbaren Schritt als Konsequenz aus dem Volksbegehren „Artenvielfalt“ heraus und hoffen auf viele Nachahmer/innen!

Aktionen, Förderungen und Infos zu Blühpflanzen und -wiesen

Biene an SonnenblumeFortlaufende Sammlung von Aktionen, Förderungen und Informationen in Sachen Blühendes. Wir selbst können für unseren Bamberger Bienengarten leider nur einen kleinen Teil aufgreifen. Doch vielleicht habe ja SIE noch Anwendungsmöglichkeiten? Die Liste kann natürlich nicht alles abdecken, was online auffindbar ist. Aber sollten Sie eine außergewöhnlich tolle Aktion gefunden haben – melden Sie sie uns!
Zuletzt aktualisiert: 13.03.2019.

Aktionen, Wettbewerbe und Förderungen

Was? Bundesweiter Pflanzwettbewerb 2019: „Wir tun was für Bienen!“

  • Wer? Deutschland summt
  • Wie? „Machen Sie mit beim bienenfreundlichsten und gemeinschaftlichsten Wettbewerb aller Zeiten: für die Insekten, für unser Leben, für unsere Zukunft.“
  • Für wen? Uneingeschränkt in sechs Kategorien
  • Wo? Bundesweit
  • Wann? 1. April und läuft bis zum 31. Juli 2019. Prämierungsfeier am 14.09.2019 in Berlin.
  • Wie oft? Jährlich
  • Was ist besonders? Der erste Pflanzwettbewerb mit Musik! Musikalische Gruppen können zusätzlich zu ihrem gärtnerischen Beitrag eine eigene Interpretation des Liedes „Unser Bienensong“ von Reinhard Horn einreichen.
  • Weiterführende Infos? Zu Wildbienen, Gärtnertipps und Ratgeber-Broschüren

Was? Blühpatenschaften

  • Wer? Mellifera e. V. / Netzwerk Blühende Landschaften
  • Wie? Blühpatenschaft verschenken
  • Für wen? Uneingeschränkt
  • Wo? Bundesweit
  • Wann? Laufend
  • Was ist besonders? Beschenkter (und Schenker) können die frei zugänglichen Flächen jederzeit besuchen sowie an einer Führung teilnehmen.
  • Weiterführende Infos? Ja, zum Beispiel Blog, Medien, Fortbildungen, Shop … und speziell Handlungsempfehlungen für die Landwirtschaft mit zahlreichen Links zu Ackerbau und Grünland nebst etlichen Beispiel-Projekten

Was? Blühpatenschaften abschließen /  Bayern blüht auf

  • Wer? Bayerischer Bauernverband
  • Wie? Kontaktaufnahme zu Anbietern von Blühpatenschaften; Karteneintrag für Anbieter von Ackerflächen; Bestellung von Blühwiesenmischungen und Anlegen von Blühstreifen
  • Für wen? Uneingeschränkt; spezielle Zielgruppe Landwirte, Jagdgenossenschaften, Imker
  • Wo? Bayernweit
  • Wann? Laufend bzw. mit Aktionszeiträumen für Rabatte
  • Wie oft? /
  • Was ist besonders? Interaktive Karte für Anbieter und Interessenten zur Blühpatenschaft
  • Weiterführende Infos? Ja, zum Beispiel:
    • Saatgut zu Sonderkonditionen bei der BayWa und BSV Saaten; BBV-Mitglieder erhalten im Zeitraum 25. 02.-15.04.2019 einen Rabatt von 15%
    • Blühstreifen und Blühflächen richtig anlegen (PDF)
    • So legen Sie Blühende Rahmen mit Blick auf KULAP, Mehrfachantrag und Greening an

… und weitere Blühwiesenpatenschaften in der Region Bamberg

Was? LEADER-Mittel für blühende Grünstreifen / Förderprogramm

  • Wer? Landratsamt Bamberg, Lokale Aktionsgruppe (LAG) für die LEADER-Förderung
  • Wie? Anschaffung von Wildblumen-Saatgut mit Antrag auf staatliche Förderung. Ziel ist es, wenige Meter breite Grünstreifen mit Blühpflanzen zum Beispiel entlang von Feldern anzulegen. Für den Erhalt von Fördermitteln muss eine Vereinbarung mit der LAG geschlossen werden.
  • Für wen? Landwirte
  • Wo? Landkreis Bamberg
  • Wann? 2014 – 2020
  • Was ist besonders? 80-prozentige Förderung für spezielles, d. h. hochwertiges und gebietsheimisches (autochthones) Saatgut
  • Weiterführende Infos? Zu Wildbienen, Gärtnertipps und Ratgeber-Broschüren

Bewährte Einstiegsplattformen

Was? Kulturlandschaft

  • Wer? Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft
  • Wie? Blühflächen anlegen; Blühflächen in die Kulturlandschaft integrieren
  • Für wen? Landwirtschaft
  • Wo? Bayernweit
  • Wann? Laufend
  • Was ist besonders? Die Webseite bietet Einstieg zu verschiedenen Aspekten
  • Weiterführende Infos? Ja, zum Beispiel zu KULAP-Blühmischungen, Aussaattipps, Blühflächen-Beratung in der Praxis und Wildbienenlebensraumberater, rechtliche Aspekte, Förderungen …

Was? App für Bienenfreunde

  • Wer? Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft
  • Wie? Besser Planen und Bewerten von Blühpflanzen für Balkon, Terasse und Garten.
  • Für wen? Uneingeschränkt
  • Wo? Deutschlandweit
  • Wann? Laufend
  • Was ist besonders? Die App für Smartphones verfügt über ein Lexikon mit mehr als 130 bienenfreundlichen Pflanzen, in dem über verschiedene Merkmale wie Blütenfarbe, Blühzeit oder den besten Standort der Pflanzen informiert wird. Mit Bienenquiz.
  • Weiterführende Infos? Hintergrundwissen über Honigbienen, Wildbienen oder Wespen sowie ihre Gewohnheiten.

Was? Hortipendium / Bienenweiden

  • Wer? Bienformatik e. V. i. Gr. / Bernhard Willi
  • Wie? Besser Planen und Bewerten von Bienenweiden, Bienenpflanzen oder Bienennährgehölzer.
  • Für wen? Uneingeschränkt
  • Wo? Deutschlandweit
  • Wann? Laufend
  • Was ist besonders? Übersichtslisten von Einschätzungen des Pollen- und Nektarangebots für Honigbienen mit Blühzeiten von …
    • Gemüsen, Kräutern und anderen Nutzpflanzen,
    • Stauden und anderen ausdauernde Zierpflanzen
    • Sträuchern und Halbsträuchern
    • Bäumen
    • Kletternden Gehölzen
    • Wildkräuter, Beikräuter
  • Weiterführende Infos? Zu Bienen, Honigtau-Angeboten, Bienenweidemischungen, Bienenfreundlicher Balkon, Eh-da-Flächen

Was? Trachtfliessband | Trachtkalender

  • Wer? Bienformatik e. V. i. Gr. / Bernhard Willi
  • Wie? Besser Planen und Bewerten von geeigneter Bepflanzung für Bienen, Wildbienen und Schmetterlinge durch Kombination von Bienenpflanzen für ein lückenloses Pollen- und Nektarangebot
  • Für wen? Uneingeschränkt
  • Wo? Deutschlandweit
  • Wann? Laufend
  • Was ist besonders? Filtermöglichkeit nach Pflanzenarten, Blühmonaten, Nektar- und Pollenwerten, Honigtau, Schmetterlingen und Wildbienen sowie den floristischen Status nach Heimisch, Neophyt und Invasiver Neophyt. Die Webseite befindet sich noch im Aufbau und erfasst derzeit 140 Pflanzen.
  • Weiterführende Infos? Beschreibung der einzelnen Pflanzen

Was? Der Bienenweidepflanzkatalog Baden-Württembergs

    • Wer? Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg
    • Wie? Besser Planen und Bewerten von Bienenweiden, Bienenpflanzen oder Bienennährgehölzer durch Suche in einer umfangreichen Datenbank
    • Für wen? Uneingeschränkt
    • Wo? Deutschlandweit
    • Wann? Laufend
    • Was ist besonders? Sehr umfangreiche Suchmöglichkeit nach vielerlei Aspekten, z. B. deutsche oder wissenschaftliche Pflanzennamen, Blütezeit und -farbe, Biotoptyp, Zielgrupppen, Honigtau, Pollen oder Nektar
    • Weiterführende Infos? Zur Bedeutung der Bienenweide, Allgemeinen und konkreten Maßnahmen / Verbesserungen für Honigbienen, Landwirte, zu Projekten wie Biotopvernetzung udn Kooperationen mit Landwirtschaft und Initiativen.

Was? Einführung in die Imkerei / Trachtpflanzen

    • Wer? Wikibooks, verschiedene Autor(inn)en
    • Wie? Besser Planen und Bewerten von Trachtpflanzen
    • Für wen? Uneingeschränkt
    • Wo? Deutschlandweit
    • Wann? Laufend
    • Was ist besonders? Alphabetische Liste nach deutschen Pflanzennamen, ergänzt durch lateinischen Pflanzennamen, Honig- (Achtung: nicht Nektar!) und Pollenertrag sowie Trachtzeiten.
    • Weiterführende Infos? Zur Bedeutung der Bienenweide, Allgemeinen und konkreten Maßnahmen / Verbesserungen für Honigbienen, Landwirte, zu Projekten wie Biotopvernetzung udn Kooperationen mit Landwirtschaft und Initiativen.

… und last, but not least können Sie sich Pflanzlisten nebst Einkaufsquelle aus unserer Seite des Bamberger Bienengartens downloaden. Den Garten mit all diesen Pflanzen können Sie direkt besuchen am Bienenweg 1 in Bamberg, Erba-Park. Er ist jederzeit öffentlich zugänglich.

Blühwiesen kaufen und Insekten retten leicht gemacht

Wer’s blühen lassen will, darf gerne etwas konkret beisteuern, auch wenn sie oder er nicht über eine Fläche verfügen. Die Börse „Blühwiesen kaufen“ (Bienen und Insekten retten – Landwirten helfen!) macht’s möglich.

Screenshot "Blühfläche kaufen"Einfach Fläche pachten, säen lassen und sich per Fotobeweis daran erfreuen oder mal einen Spaziergang dorthin planen. Eine wunderbare Idee, die sich vor allem im Zuge des gerade beendeten Volksbegehrens zur Artenvielfalt wirklich anbietet.

Unkompliziert über einen Shop kaufen bzw. pachten Sie eine Fläche, die vorher ein landwirtschaftlicher Betrieb in die Plattform eingestellt hat.

Aus der Seite „Unsere Mission“: Hinter Blühwiese-Kaufen.de stehen zwei junge Softwareunternehmen aus dem Forchheimer Umland, die mit ihrem technischen Knowhow ihren Beitrag zum Naturschutz leisten möchten. Landwirte verstehen und sehen die Notwendigkeit artgerechte Lebensräume für Bienen und Co. zu schaffen. Doch die Furcht vor noch mehr Zwängen und Regulierungen sind groß. Deshalb kam uns die Idee, mit Hilfe einer Plattform zwischen beiden Seiten zu vermitteln und so den Bienenfreunden, den Landwirten und der Umwelt zu helfen.

Die Greif Solutions GmbH & Co. KG ist ein Spezialist auf dem Gebiet der Produktion von Agrarsoftware. Geschäftsführer Stefan Greif ist zudem praktizierender Landwirt.

Nachtrag 03.03.2019: Auch der Bayerische Bauernverband bietet einen Service Blühpatenschaften an.

Transparenzbericht 2018

Unser 1.000-er (!) Weblogbeitrag spannt in Form unseres jährlichen Transparenzbericht einen Bogen unserer wichtigsten Ziele, Aufgaben und Ergebnisse in 2018 und endet mit einer Vorschau unserer Pläne für das laufende Jahr.


Die Highlights 2018

Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz, "Grüne Engel" Ilona Munique und Reinhold BurgerPreise / Auszeichnungen
Jeweils eine persönliche Auszeichung erhielten wir (Reinhold Burger und Ilona Munique) in Form des Grünen Engels, verliehen vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (StMUV), in Bayreuth überreicht von Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz.
Logo Primus-Preis der Stiftung Bildung und GesellschaftAußerdem erhielten wir den Primus-Preis des Monats Juni 2018, ausgelobt von der Stiftung Bildung und Gesellschaft.

Weiterbildung / Ausbildung
Start des ersten Kursblocks für Reinhold Burger in der Weiterbildung zum Imkermeister in Graz.

Modul 9: … und Honig verarbeitenHochschul-Lehrauftrag „Schul-Imkerei“
für Studierende des Grund- und Mittelschul-Lehramts der Universität Bamberg

Schau-GrabanlageNeuanlage
Im Umgriff der Bienen-InfoWabe wurden die Vorbereitungen für die Installation eines Pumpbrunnens für den Bamberger Bienengarten (Wünschelrutengehen / Bürokratie / Bohrung) getroffen und eine Schau-Grabanlage installiert.

(Gruppenbild vor dem Anschleudern der neuen HonigschleuderMittel-)Große Neuanschaffungen
Mittelwandgießform für eigene Wachserstellung zum Schutz vor Wachspanscherei.
Edelstahl-Honigschleuder für beste Verarbeitungsbedingungen
Geeichte Honigwaage für Quantitätsgarantie.

Bienenpatin MdB Lisa Badum und interessierter Gast, MdB Harald Ebner, bei der Kennzeichnung ihres BienenpatenvolkesAndreas Schwarz mit selbst geernteten und verarbeiteten Bamberger Lagenhonig.Besuch von Mitgliedern des Deutschen Bundestags
Andreas Schwarz (SPD), Lisa Badum und Harald Ebner (Bündnis90/Die Grünen)

Länderübergreifend
Seminar „Bienendemokratie“ (von Ilona) fand in Tschagguns (Montafon / Österreich) für den Bienenzuchtverein Vandans und St. Anton.

Weiselkontrolle am Lehrbienenstand "Bienenweg"Fazits zum Jahr 2018:

  • Ein Geschenk ist genauso viel wert wie die Liebe, mit der es ausgesucht worden ist.. (Thyde Monnier)
  • Lehren heißt, die Dinge zweimal lernen. (Joseph Joubert)

Unsere sechs Kern-Aktivitäten im Einzelnen

Gruppenfoto Grundschule Röttenbach1. Die „Bamberger Schulbiene“

Alle Aktivitäten der Bamberger Schulbiene sind auf einer eigenen Tagebuchseite nachzulesen. Insgesamt waren es:

  • 22x Unterricht / Führungen / Vorträge für folgende Einrichtungen und Gruppen*:
    • Objekte aus Lehrbienenbeute, Gangolf-Grundschule BambergUniversität Bamberg, Institut für Erforschung und Entwicklung fachbezogenen Unterrichtes – EE-feU, Didaktik der Naturwissenschaften / Studierende des Grund- und Mittelschul-Lehramts der Universität Bamberg (10x)
    • Katholischer Frauenbund St. Otto
    • Deutscher Bundestag (2x)
    • Bienenzuchtverein Vandans und St. Anton in Tschagguns (Montafon, Österreich)Modul 9: Honig ernten …
    • Förderverein der Hainschule Bamberg
    • Grund- und Mittelschule Röttenbach (2x)
    • Kooperationsveranstaltung mit Greenpeace
    • Bamberger VHS
    • Freundeskreis der Deutschen Rosenfreunde e. V.
    • Montessori-Schule (Sekundarstufe)
    • Gangolf-GrundschuleDuftprobe Bienenwachs
  • Entwickeln eines Curriculums für das Sondermodul „Wachsverarbeitung an 5 Stationen“ zur Didaktik der Naturwissenschaft
  • 6 Honigernte- und -schleudertage mit Gästen
  • Mehrere Lehrbienenstandunterrichte für Bienenpat(inn)en

2. Bienenpatenschaften

  • Unsere Bienenpatenschaften werden grundsätzlich für den Zeitraum von zwei Jahren abgeschlossen. Wir freuten uns über 16 Neuzugänge. Unsere „dienstälteste“ Bienenpatin – und seit 2012 dabei – verlängerte ihre Patenschaft zum 4. Mal. Weitere 8 Pat(inn)en verlängerten zum 3. und 2 Pat(inn)en zum 2. Mal ihr Engagement. Mit Stand zum Dezember 2018 waren es 42 Bienenpat(inn)en. Vielen DANK allen fürs Rückenstärken!
  • Unsere Bienenpat(inn)en wurden mit 4 Bienenpaten-Newslettern und 13 Rundmails auf dem Laufenden gehalten sowie zu besonderen Ereignissen eingeladen.

3. Bienen-InfoWabe

  • Honigschleuder als Anschauungsobjekt für den Bamberger SchulbienenunterrichtZum 3. Mal wurde in der Bienen-InfoWabe im Erba-Park ein Jahresprogramm (Kurzversion) durchgeführt, neben Schulbienenunterrichten und sonstigen Führungen (s. a. unter Punkt 1).
  • Unsere altgediente, liebgewonnene Honigschleuder mit Entdeckelungsgeschirr bereichert nunmehr den Unterricht im grünen Klassenzimmer.
  • An 12 Sonntagen öffneten wir die Türen der Bienen-InfoWabe für die Bevölkerung im Rahmen des BIWa-Jahresprogramms. Wir boten an …
  • Sonstige Veranstaltungen

4. Bamberger Bienengarten

5. (Lehr-)Bienenstandorte

6. Medien- und Öffentlichkeitsarbeit 

FT Ankündigung Rosen- und Staudenmesse im Erba-ParkUm das Bienenthema in der Bevölkerung breit zu verankern, setzen wir auf eine kontinuierliche Medien- und Öffentlichkeitsarbeit. Sie nimmt vor allem Bezug auf unsere Aktivitäten und Termine, über die wir berichten. Medial setzen wir dabei auf auf eine breit gestreute Pressearbeit, auf fundierte Weblog-Beiträge und zeitgleich erfolgte Postings via Social-Media-Plattformen (Facebook: Bamberger Schulbiene https://www.facebook.com/bamberger.schulbiene und Twitter: https://twitter.com/HalloSchulbiene sowie Vorträge unsererseits, die wir überwiegend in der Region Bamberg anbieten.

Im Einzelnen:

a) Aktivitäten / Termine

b) Background – unterstützende Aktivitäten im Hintergrund

TeilnaPodiumsrunde zur "Stadtökologie"hme an Fortbildungen

  1. Veitshöchheimer Imkerforum, Institut für Bienenkunde
  2. Fachtagung der Bayerischen Bienenfachwarte und -sachverständigen „Bienenschutz und Pflanzenschutz“ in Weiden, StMELF (Reinhold)
  3. Veitshöchheimer Imkertag, Fachzentrum Bienen
  4. Podiumsdiskussion „Stadtökologie – Natur in der Stadt“ (Evangelisches Bildungswerk)
  5. „Urbaner Gartenbau in Bamberg „, VHS Bamberg
  6. Weiterbildung zum Imkermeister als berufsbegleitender Kurs in Graz (Östereich) (Reinhold)

Kooperations- / Kontaktarbeit / Netzwerken

  1. Aktionskreis zum Volksbegehren "Artenvielfalt und Naturschönheiten in Bayern erhalten – Rettet die Bienen"Teilnahme an Vorstandssitzungen und Mitgliederversammlungen des Imker und Bienenzuchtvereins Bamberg Stadt und Land e. V.
  2. Regionalsiegel-Treffen der Lizenznehmer (Agenda-30-Büro)
  3. Treffen mit neuem Kooperationspartner „Essbare Stadt“
  4. Teilnahme an der 10-Jahres-Feier des Oberhaider Kreislehrgartens
  5. Aufmerksame Gäste zur Stadtratssitzung am 18.09.2018 in Bamberg in Sachen GlyphosatausstiegTeilnahme an der Stadtratssitzung zum Glyphosatverbot für Bamberg
  6. Urkundenübergaben (z. T. mit Interviews) an 16 neue Bienenpat(inn)en
  7. Ausschreibung des Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis 2018 mit Ernennung der Jury
  8. Bienenpatentreffen im „Café Krackhardt“
  9. BAmbrosius-Abendessen auf der Erba-Insel
  10. Gründungstreffen des Aktionskreis zum Volksbegehren „Artenvielfalt … Rettet die Bienen!“

Presse- / Außentermine

  1. Gruppenbild mit Hartmut Held (Held'sche Apotheken) anlässlich Spende an Bamberger SchulbieneEntgegennahme der Auszeichnung „Grüner Engel“ des Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (StMUV) in Bayreuth
  2. Fototermin Held’sche Spendenübergabe
  3. Fototermin Spende Möbelhaus Pilipp und Restaurant Kropf

Öffentlichkeitsarbeitsmaterial

  1. Anfertigen des Transparenzberichts 2017
  2. Erstellen des BIWa-Jahresprogramm 2018 in Kurzversion und Vollversion
  3. Aktualisierung des Einlegezettels

Beratung / Besondere Hilfeleistungen

  1. Beratung W-SeminararbeitZwei Standortberatungen (Bamberg und Pettstadt)
  2. Hilfseinsatz „Wildwabenbau“
  3. Beratung für eine W-Seminararbeit
  4. Beratung (2x) Aufbau Schul-Imkerei für Montessori-Schule

c) Spenden – Wir danken …

… unseren Großunterstützern (von 292,- bis 1.300,- Euro)Gruppenbild zur Spende Möbelhaus Pilipp / Restaurant Kropf, Bamberg

… unseren Dauerunterstützern und Sachspendern Gebäck gesponsert von Lecker-Bäcker Thomas Loskarn

… unseren BIWa-Referent(inn)en

…  allen anderen Unterstützer/innen, die sich mit kleineren Beiträgen und in jeglicher Weise um Bambergs Bienenwelt bemühen. Eure Hilfe kommt an!

Die unerwartet anforderungsstärksten Vorkommnisse in 2018

  1. Unsicherheiten der Finanzierung des Uni-Lehrauftrags zur „Schul-Imkerei“ und der nachfolgenden terminlichen und inhaltlichen Verschiebungen
  2. Alles bereit zum Bepflanzen des Schau-Staudenbeets 1 an der Bienen-InfoWabeDer trockene, heiße Jahrhundertsommer mit extremer Gießbelastung im Bamberger Bienengarten
  3. Eine doppelt starke Honigernte, die uns an den Rand der zeitlichen wie Material-Kapazitäten brachte (Ja, es mag Jammern auf hohem Niveau sein, doch das muss ja alles neben dem Brotberuf gestemmt werden!)
  4. Die Genehmigung des Volksbegehrens Mitte November und damit in die Weihnachtszeit fallenden Koordinierungen der Vorbereitungen durch den Arbeitskreis, dem wir  – mit Ilona als Sprecherin für Bamberg – angehören.

Tafel Blaseneschen im Bamberger BienengartenDie elementarsten Vorhaben von 2018 – und was daraus wurde

  1. Durchführung eines Lehrauftrags „Biene und Imkerei“ (neuer Titel: Praxis und Theorie der Schul-Imkerei) der Universität Bamberg, Didaktik der Naturwissenschaften (erreicht)
  2. Kontrolle zur Wachsqualität (Wachsverfälschung) (erreicht)
  3. Endplanung (erreicht) und Durchführung (wegen Unwetters verschoben auf 2019) einer Exkursion zur Bienstube in Schlammersdorf (Oberpfalz) und ins Zeidlermuseum Feucht bei Nürnberg (gecancelt) mit dem IBZV e. V. (nicht erreicht)
  4. Endrealisierung eines unabhängigen Wachsmanagements für den Bamberger Lagenhonig mit Schulungen für (Jung-)Imker und Schulbienenunterricht (erreicht)
  5. Anschaffung einer Mittelwandgießform (erreicht)
  6. Anschaffung einer geeichten Waage (erreicht)
  7. Fertigstellung des Bamberger Bienengartens (Grab-Schaubeet und Beschilderungen) (erreicht)
  8. Planung eines Pumpbrunnens im Bienengarten (übererfüllt, da bereits gebohrt)Pumpbrunnenbohrung im Bamberger Bienengarten

Pläne für 2019

  1. Volksbegehren „Artenvielfalt … rettet die Bienen!“ für Bamberg zum Erfolg führen
  2. Planungen u. ggf. Aufbau einer Api-Wellness-Station in Bamberg
  3. Einölen des Fußbodens
  4. Fertigstellung des Pumpbrunnens im Bienengarten -> Montage des Pumpschwengels
  5. Aktivitäten zum erwartbaren Volksentscheid „Artenvielfalt …“
  6. Angebot eines einjährigen Imker-Kurses für Anfänger mit 10 Modulen
  7. Bienengarten: Anlage eines Beetes mit der „Durchwachsenen Silphie“
  8. Fortsetzung des Imkermeister-Lehrgangs in Graz mit Meisterarbeit für Reinhold
  9. Schul-Imkereiförderung für Bamberg und Umgebung

Unser übergeordnetes Ziel

Der Erhalt der Bienenwelt in Bamberg ist unsere Leitschnur. Das schließt auch die Artenvielfalt bei Wildbienen und anderen Insekten und die Flora mit ein. Allerdings sind wir vor allem kundig in Sachen Honigbiene. Doch geht es ihr gut, dann haben auch ihre Brüder und Schwestern etwas davon.

Wir erreichen unser Ziel durch Beachtung folgender Aspekte (bzw. Teilziele):

  • Qualitätsaspekt der Imkerei in Bezug auf Wabenqualiät, der wir aufgrund in 2016 bekannt gewordener Wachsverfälschungen weiterhin eine hohe Priorität einräumen. Es bekommt nicht nur dem Honig, sondern in erster Linie dem Brutgeschäft.
  • Kompetenzgewinn unter den Lehramtsanwärter/innen an Grund- und Mittelschulen, da wir hier einen hohen Multiplikatoreneffekt mit der Zielrichtung „Schulbienenunterrichte“ erwarten. Doch auch weitere Multiplikatoren wie Lehrer/innen und Neuimker/innen sollen stärker noch erreicht werden.
  • Eigener Kompetenzgewinn, der in Form des 2018 begonnenen Imkermeister-Lehrgangs für Reinhold der Initiative einen kräftigen Wissensschub bringen wird.
  • Beständige Präsenz in der Öffentlichkeit. Nur so schaffen wir es, das Bewusstsein für die kleinen Lebewesen, die uns so sehr nützlich und wichtig sind, zu schärfen.
  • Mit Humor, Tatkraft, Freude, Begeisterung, Optimismus, Zusammenhalt und Fantasie!

Helfen Sie uns dabei, dann gewinnen wir alle! Wir zeigen Ihnen, wie. Zum Beispiel mit diesem Transparenzbericht.

Wie geht’s der Biene? MdB-Abgeordnete Badum und Ebner informieren sich

Plakat Lisa Badum und Harald EbnerDie MdB-Abgeordneten Lisa Badum und Harald Ebner besuchen am Do., 30.08.2018 von 14 bis 15 Uhr die Bienen-InfoWabe, um sich über die Situation der Bienenwelt in Bamberg zu informieren. Geplant ist eine Führung durch den Bamberger Bienengarten und die Bienen-InfoWabe sowie die Vergabe einer Bienenpatenschaft an Lisa Badum. Gäste sind herzlich willkommen, für Kaffee, Sekt und Gebäck ist gesorgt.

Biene an nadelblättrigem MädchenaugeIm Anschluss werden sich die beiden Grünenpolitiker aus den Wahlkreisen Bamberg – Forchheim (Badum) und Schwäbisch Hall – Hohenlohe (Ebner) die Bioland Gärtnerei Sebastian Niedermaier (ab 16 Uhr) und den Unverpackt-Laden (ab 18.30 Uhr) besuchen. An dieser letzten Station wird Agrarpolitiker Harald Ebner über die Ursachen des Insektensterbens referieren.

Also ein spannendes Nachmittagsprogramm, zu der die beiden Politiker und auch wir uns zahlreiche Interessierte wünschen würden. Näheres siehe auch Pressemeldung des Abgeordnetenbüros von Lisa Badum.

Bienen-InfoWabe

Veitshöchheimer Imkertag 2018 (2): Bienenbäume der Zukunft

Vortragender Klaus Körber zu Bienenbäume der ZukunftEs wird heiß. Sehr heiß. Und nicht nur in Würzburg, wo man 2017 an 31 Tagen über 30 C gemessen hatte. Im „alten Jahrhundert“, also vor der Jahrtausendwende, waren’s 2-3 Tage, so Klaus Körber, Sachgebietsleiter Baumschule der LWG am Veitshöchheimer Imkertag in seinem Vortrag „Bienenbäume der Zukunft“. Die Prognose: Ende dieses Jahrhunderts bis zu 50 Hitzetage. Die zentrale Frage wird WASSER sein. Davon hatte Würzburg 20-25% weniger als vor dem Jahr 2010.

Biene an Salweide(Salix caprea)Nach dieser einleitenden Hiobsbotschaft präsentiert Körber zahlreiche Fotos – gerne mit Bienen, die sich bekanntermaßen immer nur schwer ablichten lassen – von bienenfreundlichen Bäumen auf. Bäume, die uns noch oder weiterhin, aber auch nicht mehr dienen können, und einige Einzubürgernde, die uns – Fremdlinge hin oder her – neu begleiten könnten. Lediglich Einheimische zu bevorzugen macht keinen Sinn mehr, der Zug ist längst abgefahren. Ganz abgesehen davon – auch die Kastanie war mal ein Fremdling hierzulande, und Tausende anderer Pflanzen ebenfalls.

Für unseren selbstverschuldeten Weg in den Klimawandel gibt Körber Tipps, wie wir vor allem junge Bäume besser schützen können.

  • Anbringen eines Gießringes
  • Installation von Wassersäcken
  • Strohschutz für den Stamm
  • In den ersten 5 Jahren nach der Baumpflanzung muss gegossen werden

Seine 4-seitige Liste mit empfehlenswerten, aber auch noch existierenden, den Klimawandel wahrscheinlich zum Opfer fallenden Bienenbäumen liegt in der Bienen-InfoWabe aus. Oder Sie schreiben Klaus Körber direkt an unter klaus.koerber@lwg.bayern.de.

Anschauungsobjekte zum Vortrag von Klaus Körber über Bienenbäume der ZukunftSelbstverständlich lassen wir seine Liste auch dem Garten- und Friedhofsamt Bamberg zukommen, welches bekanntermaßen positiv auf fachlich fundierte Informationen reagiert. Denn nur über ein gut funktionierendes, dabei regional ausgerichtetes Inormationsnetzwerk lassen sich neue Ergebnisse rasch in den städtischen Kontext integrieren.

Reinhold Burger und Michael Gerencser mit KoelreuteriaJa, in der Forschung tut sich ständig etwas Neues, beispielsweise beim Projekt Stadtgrün 2021. (Siehe dazu auch unseren Bericht des Imkerforums 2016.). In diesem Netzwerk sind Praxiserfahrungen mit den Versuchsbaumarten gefragt. Alle bayerischen Städte und Gemeinden können hierbei mitmachen. Natürlich ist die Buchführung über einzelne Bäume sehr zeitaufwändig. Daher sind Forenbeiträge wie auf dem Imkertag als Momentaufnahmen sicherlich auch bei vortragenden Spezialisten willkommen. Wir berichteten jedenfalls über unsere zwei Koelreuteria paniculata (Blaseneschen), die als neuer „Klimabaum“ vom Gartenamt an die Bienen-InfoWabe gepflanzt wurde und im vergangenen Jahr keine Blütenrispen trieben. Der Grund: Frostempfindlichkeit. Dennoch – die zierlichen, jedoch immerhin schon über 2 Meter großen Bäume haben es gut überstanden und sind heuer wieder eine wunderbare Juli/August-Blütenweide.

Wer sich tiefergehend informieren möchte, merke sich die Deutschen Baumpflegetage am 7.-9. Mai 2019 in Augsburg vor.

Übersicht Berichtsreihe zum Veitshöchheimer Imkertag 2018

Sommersonnwende – das (vorläufige) Aus für Blühwiesen

Blühwiese im Bamberger Bienengarten an der Bienen-InfoWabeWenige Stunden später …

So schwer es auch fällt – doch ein- bis zweimal im Jahr sollten Blühwiesen gemäht werden. Auch wir mussten uns zunächst von unserer sich immer prächtiger entwickelten Schmetterlings- und Insektenblühwiese des Bamberger Bienengartens an der Bienen-InfoWabe (Bienenweg 1, Erba-Park) trennen.

Blühwiese, gesehen in Bughof, GalgenfuhrDoch nicht nur wir sind Blühwiesenfreunde. Vor knapp einem Monat entdeckten wir ein buntes Blumenfeld an der Galgenfuhr in Bughof. Ich erinnerte mich an einen Anruf des Besitzers einiger Buger Äcker. Dieser plante, einen seiner Acker gänztlich aus der Bewirtschaftung herauszuziehen und damit auch dem Bespritztwerden mit Pflanzenschutz- und Beikrautvernichtungsmitteln. Ich empfahl ihm, sich beim Netzwerk Blühende Landschaft (ein Projekt von Mellifera e. V.) zu melden. (Wir unterstützen dieses übrigens ebenfalls durch Kauf der 5-Cent-Marken, die unsere Honigkunden auf den Gläsern finden und sammeln dürfen!)

Blühwiese, gesehen in Bughof, GalgenfuhrWie sehr freute es uns, dass wir nun das Ergebnis in Bughof bewundern konnten. Sicherlich, im ersten Jahr kommt nicht immer alles so zum Blühen, wie man es sich wünschen mag. Da muss man Geduld aufbringen, auch bei unserer Blühwiese mit Saatgut von Rieger-Hofmann war das so.

Tipp: Die abgesensten Überreste sollten nicht allzu lange auf dem Boden liegen bleiben, sonst kommt zu viel Nährstoffe in den Boden. Man kann sie gut getrocknet als Streueinlage für Kleintiere verwenden, oder auch verfüttern. Also, nehmt euch schnell, denn ab Donnerstag Abend ist das duftige, garantiert unbehandelte Heu wieder weg!

P. S.: Wer das Sensen lernen möchte, merke sich den Termin 02.06.2019 vor. Jupp Schröder wird es uns wieder zeigen (s. a. Bericht vom Sensenkurs 2017).

Nachhall zur Rosen- und Staudenmesse im Bamberger Bienengarten

Die Rosen- und Staudenmesse im Bamberger Bienengarten am vergangenen Sonntag war ein wundervoller, harmonischer und fast schon familiär anmutender Tag. Jeannette Frank (Galarosa), unterstützt von Partner Frank Gagel, verwandelten die steppenartige Grasfläche im Süden der Erba-Insel in eine farbenprächtige, landesgartenschauartige Blumenschau. Im Rahmen des Jahresprogramms unserer Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de in Kooperation mit dem Imker und Bienenzuchtverein Bamberg Stadt und Land e. V. luden wir die Rosen- und Gartenspezialistin ein, um uns bienenfreundliche Rosen beispielhaft und fachkundig beratend näher zu bringen.

Die Staudengärtnerei Strobler, die im Bienengarten mit einem Schau-Staudenbeet vertreten ist, stellte begleitend zu den Rosen die Stauden zur Verfügung, die Jeannette und Frank mit ihrem neu erstandenen Hänger abholten und zu uns brachten. Wir freuten uns natürlich sehr, als Gast nun endlich auch den Chef der bereits in der 6. Generation befindlichen Gärtnerei, Johann Strobler, persönlich kennengelernt zu haben. Mit geübtem Blick setzte er in einige etwas kahlere Stellen unserer Schaubeete ein paar Pflanzen hinein, die wir freundlicherweise von ihm geschenkt bekommen. Vielen Dank!

Unsere Bienenpatinnen und -paten (Anne und Hans Zirkel und Barbara Fendrich) waren mit von der Partie, ferner die Kreisfachberaterin Alexandra Klemisch und die beiden Vorsitzenden des Oberhaider Kreislehrgartens, Raimund Ott und Wolfgang Settmacher, die Imkerkolleg(inn)en Michaela Hock und Leo Weingärtner mit Monika sowie die leidenschaftlichen Blumenfans Andrea und Stefan Fiedler (Aufsesshöflein) und Barbara Trunk.

Die parallel verlaufende Weiselzellenkontrolle, die wir derzeit jeden Sonntag von 14.30 – 15.30 Uhr anbieten, musste vorzeitig abgebrochen werden, da die Bienen in Anbetracht der drückenden Schwüle und Gewitterneigung etwas zu lebendig und stechbereit waren. Doch entgegen unserer Befürchtungen hielt das Wetter und wir konnten sogar bis spät in die Nacht hinein die neu erstandenen Rosen und Stauden noch zu einem Teil einsetzen.

Die tolle Nachricht nach einem intensiven, aktiven und freudespendenden Nachmittag: Jeannette Frank will uns auch in den nächsten Jahren treu bleiben! Daher planen wir eine Rosen- und Honigmesse als regelmäßige Veranstaltung ab 2019 ein. Voraussichtlich wird es der 16.06.2019, bitte merkt euch das einfach jetzt schon mal vor.

Ankündigung zur BIWa-Sonntagsöffnung am 10.06.2018

Biene in Englischer RoseZur Rosen- und Staudenmesse laden wir herzlich in den Bamberger Bienengarten ein! Roenspezialistin Jeannette Frank steht den gesamten Nachmittag beratend zur Verfügung.

Logo für das Schwerpunktthema Natur der Bienen-InfoWabeWann ist Was?

  • 14.00 – 16.00 Uhr  |  Offenes Haus für alle … rund um Bienen, Honig, Imkerei und Natur. Informationen für Groß und Klein, Beratung für Jungimker und Fachgespräche für alte Hasen. Kaffee gegen Spende. Nutzung der Imker-Bibliothek.
  • 14.30 – 15.30 Uhr  |  Blick in ein Bienenvolk (Weiselzellenkontrolle, Praxis)
    Treffpunkt Lehrbienenstand „Bienenweg“.
  • Jeannette Frank, Galarosa Altendorf-Seußling14.00 – 17.00 Uhr  |  Rosen- und Staudenmesse für Bienenfreunde. Zugleich Eröffnungsveranstaltung des Bamberger Bienengartens.Mit der Schenkung von Rambler- und Englischen Rosen durch Jeannette Frank ist der Aufbau des Bamberger Bienengartens mit bienenfreundlichen Pflanzen nunmehr abgeschlossen. Das wollen wir gemeinsam bei Kaffee und Rosengebäck feiern. Auch ohne Kaufabsichten der herrlichen Rosen und Stauden erhalten unsere Gäste kompetente Beratung durch die Rosenspezialistin, in Bamberg bekannt durch die Neugestaltung des Sinnesgarten Antonistift.

Ramblerrose Golden AgeFür wen? Ohne Altersbeschränkung
Referentin: Jeannette Frank, (GALAROSA-Schaugarten Altendorf-Seußling), Rosenspezialistin

Wo? Bienen-InfoWabe, Bienenweg 1, 96047 Bamberg (Erba-Park)

Fuß- und Duftspuren im Bamberger Bienengarten

Weiselzellenkontrolle mit Uni-Studierenden und BIWA-SonntagsbesuchernDie BIWa-Sonntagsöffnung am 27.05.2018 war trotz perfekten Badewetters reichlich besucht. Zum Blick in die Bienenbeute fanden sich neben den Uni-Studiernden im Kurs „Schul-Imkerei“ auch die Gäste der bevorstehenden „Duftspurensuche“ ein, über die wir gleich berichten. Besonders freute uns der Besuch unseres Imkervaters, Nikolaus Hofmann. Wie immer winkt er bescheiden ab, wenn wir uns seiner gedeihlichen Unterrichtung von 2011 erinnern. Seine Fußspuren wiesen für uns in die perfekte Richtung, und dass es uns gelungen ist, selbst neue zu setzen, fußt auf sein Vorbild eines undogmatischen, zugewandten und bienen- wie menschenfreundlichen Begleitens.

Referentin Elke Puchtler im Bamberger BienengartenNun aber auf zu Thymian, Melisse, Salbei, Currykraut, Olivenkraut, Oregano, Minzen und schlussendlich den Meister der Entspannung, den „Lavendel“. Sie alle waren die duftigen Fährten, auf die uns die Meisterin der Kräuter, die promovierte Biologin Elke Puchtler im Bamberger Bienengarten am 27.05.2018 setzte. Die entsprechenden Pflanzteile aus unserem Schau-Kräuterbeet gingen von Hand zu Hand – sofern diese frei war und nicht gerade noch einen alkoholfreien „Orange Lavande“, ein leckeres Lavendel-Blaubeermuffin oder einen Erdbeerkuchen mit Lavendeltortenguss hielten.

Referentin Elke Puchtler im Bamberger BienengartenNach der Führung unter dem Motto „Duftspurensuche im Bamberger Bienengarten“ präsentierte die Heilpraktikerin den gut ein Dutzend Anwesenden ihre brandneue Publikation „Lavendelschätze“ aus dem Pala-Verlag, angenehm heruntertemperiert auf der schattigen Kleewiese. „Kaum hatte ich mein Buch fertig geschrieben, entdeckte ich auch schon wieder neue interessante Lavendelsorten in der Gärtnerei!“, meinte Elke in gespielter Verzweiflung. Wie sie überhaupt auf den Lavendel kam, welche Reisen sie zu ihm unternommen hatte und wer und was ihr dabei begegnet ist, aber auch auf Fragen der Teilnehmenden ging die Adelsdorferin aus dem Dunstkreis Erlangens gerne ein. Zum Beispiel:

Wann ist der optimale Zeitpunkt des Schnitts? Elke Puchtlers Antwort: Im Sommer nach der ersten Blüte. Dabei darf ruhig auch ins Holz geschnitten werden. Es verbleibt noch genug Zeit bis zur Heilung der Schnittwunde und die Pflanze kann noch einmal eine zweite Blüte nachschieben.

Wie kann Lavendel gleichzeitig konzentrationsfördernd und entspannend sein? Widerspricht sich das nicht? Logischerweise kann sich die Konzentration nur dann wieder einstellen, wenn sich Körper und Geist entspannt fühlen. Andererseits verhindern Blockaden die Konzentration.

Hilft Lavendel tatsächlich gegen Motten? Ja, er hilft sowohl getrocknet als auch frisch. Zusammen mit Zedernholz in einem Säckchen aufbewahrt und in die Schrankfächer gelegt. Jährlich auswechseln.

Was hat es mit der Lavendelkrankheit auf sich? Verursacht wird er von der Winden-Glasflügelzikade. Schadbild und Ursachen und wie versucht wird, ihnen beizukommen, lesen Sie in Ihrem Buch auf Seite 40-41. Die Provence hat sehr darunter zu leiden und ist längst nicht mehr die Nummer Eins des Lavendelanbaus.

Referentin Elke Puchtler im Bamberger Bienengarten mit GästenTatsächlich hat der Lavendel das Potenzial, neben Bulgarien und Frankreich auch in Deutschland zu einem neuen Lavendelanbaugebiet zu mutieren. Der Grund, nämlich der Klimawandel, ist allerdings dabei die Kehrseite der Medaille. Derzeit werden verschiedene Lavendelsorten in Pilotversuchen Moselweinbergen kultiviert und gleichzeitig die Vermehrung der Artenvielfalt dokumentiert. Doch auch ganz in der Nähe kann man kleine Anbaugebiete besuchen, zum Beispiel in der Bio-Gärtnerei Mussaröl bei Gertrud Leumer in der Nürnberger Straße (wir berichteten).

Lavandula angustifolia 'Hidcote Blue', GartenlavendelVon dort stammt übrigens die Schau-Kräuterbeet-Umrandung mit der Lavendelsorte ‚Hidcote Blue‘, die uns Elke Puchtler geschenkt hat. (Auch die anderen Kräuter wurden überwiegend von dort bezogen.) Mit einer privaten Brotzeit in unserem wunderschönen Bienengarten bedankten wir uns noch einmal ganz herzlich sowohl für die duftenden Neuzugänge als auch für die tolle Führung und den Vortrag von unserer Bienenfreundin Elke, unterstützt von ihrem Mann Thomas Puchtler.

Im Anschluss Brotzeit mit Elke und Thomas Puchtler im schönen Bamberger BienengartenTipp: Die nächste Führung mit Dr. Elke Puchtler können Sie zum Aromagartenfest des Botanischen Gartens Erlangen am 6. Juni, 17.00 – 21 Uhr, Aromagarten an der Palmsanlage 6, Erlangen, erleben. Wir sehen uns!

Fotogalerie Duftspurensuche