Monatsbetrachtungen Oktober 2026 zu Bienen und Imkerei

Aus persönlichen Gründen fallen die Monatsbetrachtungen für den Oktober 2026 aus. Ersatzweise verweise ich auf die Monatsbetrachtungen vom letzten Jahr:

Monatsbetrachtungen Oktober 2025

Bienengesundheit, Bienenkrankheiten (BLIB-Imkerkurs für Anfänger AK26, Modul 3)

Logo BLIB Imkerkurs für AnfängerIm Modul 3 des Imkeranfängerkurses von Bienen-leben-in-Bamberg.de nahm Reinhold Burger die Bienenkrankheiten ins Visier. Intention eines jeden imkerlichen Standbesuchs ist es, die Völker so zu führen, dass sie gesund bleiben. Die Honiggewinnung ist – zumindest bei uns – eher Nebensache. So bringen wir es unseren Teilnehmenden bei. Doch dabei muss das eine das andere nicht ausschließen. Was bedeutet: Wer Honig möchte, bekommt das ohnehin nur von starken Bienen.

Häufige Bienenkrankheiten und Vorkehrungen

Aller Pflege zum Trotz: Vor dem Erreger der Amerikanischen Faulbrut (AFB), dem Akuten bzw. Chronischen Paralysevirus und vor Nosemose ist kein Volk absolut gefeit. Hat man (weil ohne Gesundheitszeugnis) kranke Völker eingekauft oder tauscht Futterwaben untereinander aus – was manchmal  nötig ist – dann kann das passieren. Zuweilen auch, weil befallene Bienen von fremden Völkern ihren Weg ins Volk finden.

Hier hilft das Wissen um die Sperrbezirke (gemeldet im Tsis, TierSeuchenInformationsSystem und in den örtlichen Amtsblättern) und der oder die Bienensachverständige eines jeden Bezirks. Doch gegen einige Situationen wie die Maikrankheit wegen Wassermangel oder die Kalkbrut durch einen zu kühlen, zugigen Standort) lässt sich durchaus vorbeugen.

Im ABC der Bienenkrankheiten wurde im Kurs nicht auf alle dezidiert eingegangen, stattdessen besonders auf Hilfsmittel hingewiesen, die dem Erkennen der Krankheiten dienen. Gesunderhaltung durch Vorbeugung ist die Devise. Den Bienen innewohnenden Abwehrmechanismen und positive wie negative Einflussfaktoren wurden vorgestellt.

Übrigens: Seit 2022 ist die Dokumentation aller angewandten Bienenmedikamente in einem Bestandsbuch verpflichtend. Die Ergebnisse müssen fünf Jahre lang aufbewahrt werden.

Kurz wurde die Vespa velutina vorgestellt, die in Bamberg bzw. Oberfranken gottlob noch nicht eingefallen ist. Was sie von der heimischen Hornisse (Vespa crabro) unterscheidet, aber auch, was zu tun ist, wenn man sie (vermutlich) entdeckt, wurde erläutert.

Auf der Kursplattform, die all unseren Teilnehmenden drei Jahre lang zur Verfügung steht und die jährlich von uns aktualisiert wird, finden sich weiterführende Links, beispielsweise zu einzelnen Bienenkrankheiten. Für unseren Blogbeitrag hier seien die Einführenden genannt:

AK25, M3, Bienenkrankheiten ABC / Bienen-leben-in-Bamberg.de

Wer sich auch als Nicht-Imkerkursteilnehmende/r aktuell halten möchte, kann das Modul 3 einzeln für 40 Euro buchen. Sprecht uns an.

Frühjahrsarbeiten (BLIB-Imkerkurs für Anfänger AK26, Modul 2)

Gerade warm genug, um endlich mit den Teilnehmenden des Imkerkurs für Anfänger die Bienen zu besuchen. Vorab gab’s neben organisatorischen Dingen einen Check zur Sicherheit am Lehrbienenstand, Erläuterungen zum Aufbau einer Bienenbeute und zum Imkermaterial sowie ein paar Literaturempfehlungen für Einsteigerbücher und grundlegender Fachliteratur.

Frühjahrskontrolle am Lehrbienenstand

Die Frühjahrdurchsicht dient der Kontrolle eines ausreichenden Futterbestands und dem allgemeinen Gesundheitszustand der Bienenvölker.

Das Mäusegitter war bereits entfernt und die Totenfallkontrolle begutachtet und ohne Befund. Die Kontrolle der Windel zeigte viel Wachsbrösel und damit auch die genaue Position der Brut. Varroen waren keine zu sehen, dafür viele glänzende Wachsschüppchen. Sie zeugen von einer regen Wachsbauproduktion.

 

 

Das Öffnen der Beute und das Begutachten der Waben durfte schon mal von einigen der Teilnehmenden praktiziert werden.

Leider stellte sich heraus, dass das Volk ohne Königin war. Wir hörten es schon am Tonfall bzw. sahen es an einer gewissen Fahrigkeit im Herumkrabbeln der weisellosen Bienen. Daher kürzten wir den Ablauf ab, um sie nicht noch mehr aufzuregen.


Nun können zwei Dinge helfen. Entweder ein gut mit Eiern in verschiedenen Stadien ausgebautes Brutbrett aus einem Nachbarvolk einzuhängen, so dass sich die Arbeiterinnen eine neue Königin nachziehen können.

Oder, wie in unserem Falle, wird Reinhold sie mit einem anderen jungen Wirtschaftsvolk vereinen.

Weiter geht’s mit dem Einsetzen des Drohnenrahmens auf Position 2.

 

 

Zum Schluss würde normalerweise eine leere Zarge als Brutraum aufgesetzt werden. Doch in unserem königinverwaisten Fall warten wir damit, bis sich das Volk wieder auf dem erwünschten Entwicklungsstand befindet.

Nach dem kommenden Modul zu Bienenkrankheiten, das noch einmal online stattfindert, wird es im Modul 4 zu mehr „Handgreiflichkeiten“ kommen, damit alle einmal ein paar Bienen streicheln bzw. Rähmchen in Händen halten können.

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Basisinformationen zur Imkerei (BLIB-Imkerkurs für Anfänger AK26, Modul 1)

Screenshot Online-Modul 1 Imkeranfängerkurs AK26 / Bienen-leben-in-Bamberg.deRoute der Teilnehmerwohnorte im Imkeranfaengerkurs AK26 / Bienen-leben-in-Bamberg.deUnsere Teilnehmer*innen des Imkerkurs für Anfänger kamen aus allen Himmelsrichtungen des Landkreises Bambergs:
Lichtenfels, Unterleiterbach, Schlammersdorf (Hallerndorf), Oberharnsbach, Lisberg (Trabelsdorf), Ebelsbach … und natürlich aus Bamberg selbst.

Am ersten Kurstag (20.03.26) starteten wir nach einem vorangegangenen Online-Technikcheck mit den Basisinformationen.  Die 3 weiblichen und 3 männlichen Teilnehmenden wurden über statistische Fakten zur Entwicklungssituation der Imkerei und des Honigs informiert, erhielten einen Kursüberblick und einen Einblick in den Jahreslauf der Bienen  und Imkerei sowie Grundlegendes zur Biologie und den Unterscheidungsmerkmalen von Wild- und Honigbienen.

Folie Imkeranfaengerkurs AK26, M1 / Bienen-leben-in-Bamberg.de

Ergänzt mit Literatur- und Medientipps, Infos zu Strukturen und Ansprechpartner der Imkerei sowie Fördermittel und Finanzierungshilfen wurden grundlegende Hilfsmittel für das neue Hobby kurz vorgestellt, die im Selbststudium vertieft werden sollen.

Folie Imkeranfaengerkurs AK26, M1 / Bienen-leben-in-Bamberg.de

Alle Skripte des Kurses und weitere Unterlagen, beispielsweise Checklisten, Kaufempfehlungen, weiterführende Links etc. stehen in einer internen Kursorganisationsseite drei Jahre lang zur Verfügung. Verpasste Module können im zweiten Jahr nachgeholt werden.

Gleich am nächsten Tag ging’s weiter mit dem Modul 2, dazu in Kürze mehr.

Honig und Wachs in Kirche und Volksbrauchtum 

Flyer Honig und Wachs in Kirche und VolksbrauchtumDi., 24.03.26, 18.00 – 19.30 Uhr – Honig und Wachs in Kirche und Volksbrauchtum* 

Honig und Wachs unserer Bienen prägen seit jeher weltweit die Menschheitsgeschichte. Der Vortrag beleuchtet das süße Gold in christlicher und jüdischer Tradition Europas, aber auch als Heilmittel und Konservierungsstoff. Bienenwachs prägte vor allem die christliche Liturgie und war universaler Bestandteil in Haushalt, Handwerk und im Volksbrauchtum. Mit Honigverkostung.
Wo? Hybridvortrag; Bistumshaus St. Otto, Raum U.80, Heinrichsdamm 32, 96047 Bamberg
Kosten, Anmeldung und Programm? s. Programm KEB, Anmeldung erforderlich unter Tel. 09515022374 oder -2371 und per E-Mail an kath [dot] bildung-ba [at] t-online [dot] de.
Den Zoom-Link zur Online-Veranstaltung erhalten Sie nach der Anmeldung.
Und sonst?  Parkhaus Heinrichsdamm; Bushaltestelle Heinrichsdamm


*Fußnote

Der Begriff „Volksbrauchtum“ ist nicht grundsätzlich negativ besetzt, wird aber je nach Kontext kritisch gesehen. Er beschreibt im ursprünglichen Sinn traditionelle Bräuche und Sitten eines Volkes neutral, doch in Verbindung mit völkischer Ideologie oder Nationalsozialismus entsteht eine negative Assoziation durch Überhöhung und Instrumentalisierung.
Historischer Kontext: Im 19. und 20. Jahrhundert popularisierte die Romantik Begriffe wie „Volkstum“ positiv als Ausdruck folkloristischer Kultur. Kritik entstand durch NS-Nutzung, wo Volksbrauchtum zur Propaganda für „Volksgemeinschaft“ diente, was heute zu Skepsis führt.
Aktuelle Wahrnehmung: Heute wird „Volksbrauchtum“ oft unproblematisch für regionale Feste wie Karneval oder Krampusläufe verwendet, solange kommerzielle oder kitschige Übertreibungen vermieden werden. Negative Konnotationen treten bei politischer Vereinnahmung auf, ähnlich bei „Heimat“ oder „Folklore“.
(Erklärung mit Unterstützung der KI perplexiti.ai)

Mo., 09.03.26 – Infoabend Imkerkurse / Kursberatung

Logo für das Schwerpunktthema: Imkerei der Bienen-InfoWabeLogo BLIB-Imkerkurse für Anfänger, Fortgeschrittene & VertiefungMo., 09.03.26 – Infoabend Imkerkurse / Kursberatung

Wann? Mo., 09.03.26  |  Jederzeit zwischen 19.00 – 20.30 Uhr
Was?
Bienen halten – ist das was für mich?! Informationen und Beratung zum Imkerkurs für Anfänger*innen und Vertiefungsseminare, Einblick ins Kursgeschehen, gegenseitiges Kennenlernen.
Wo? Online: https://meet.jit.si/kursinformationen
Bitte installieren Sie auf ihren Mobilgeräten die App Jitsi Meet.
Kosten, Anmeldung und Programm? Keine Kosten, keine Anmeldung. Einfach reinklicken. Hotline im Falle technischer Probleme: 0951-309 45 39.
Flyer-BLIB-Imkerkurs-Anfaenger-AK26

Transparenzbericht 2025

Der 2.039-ste Weblogbeitrag spannt im jährlichen Transparenzbericht den Bogen über unsere Highlights, Ziele, Aufgaben und Ergebnisse in 2025. Er endet in einer Vorschau unserer Pläne für das laufende Jahr.

Die Highlights zu Veranstaltungen, Hauptangeboten und Neuanschaffungen 2025

Fußbodenneuverlegung in der Bienen-InfoWabe1. Projektende „Fußbodenerneuerung der Bienen-InfoWabe“

Ende Januar war der neu verlegte Boden in mehreren Etappen und Umräumaktionen verlegt und eingeölt. Von der Entdeckung des Schadens im September 2024 bis zum letzten Einräumen Mitte März dauerte es also ein halbes Jahr, dank auch der Spenden von stolzen 6.500 Euro, wobei der größte Anteil vom Bürgerverein Bamberg-Mitte kam.

Jubiläumsfeier "10 Jahre Bienen-InfoWabe" am 18.05.2025 am Bienenweg 1, 96047 Bamberg / Förderkreis Bienenleben Bamberg e. V. (FKBB) und Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de (BLIB)2. Jubiläumsfeier „10-Jahre-Bienen-InfoWabe“ mit Festschrift

Zu unserem zehnjährigen Jubiläum der Bienen-InfoWabe am 18.05.2025 kamen weit über 200 Gäste, darunter etliche politische Vertreter/innen. Bürgermeister Jonas Glüsenkamp und Bienenpatin und FKBB-Mitglied Annemarie Rudel hielten jeweils eine feine Rede mit Rückschau und Versprechungen in die Zukunft. Musikalisch begleitete den Festtag das Duo „Little Radio“, Lisanne Bendig und Jürgen Punzet. An verschiedenen Stationen, die von unseren zahlreichen Helfer/innen toll betreut wurden, konnten sich Klein wie Groß vergnügen. Eine Festschrift gab’s ebenfalls.

3. Projektende bzw. Neuanschaffung „Kuck doch mal! Bänke für den Bienengarten“  

Im Wesentlichen Dank der Fördermittel aus dem Unterstützungsfonds der Stadt Bamberg wurde mit der neuen Mehrplatzbank an der zentral stehenden Blasenesche ein tolles, pflegeleichtes Ensemble zur Beobachtung der Insektenwelt, des entspannten Genießens des Bienengartens oder fürs Schmökern in Medien aus der Imker-Bibliothek geschaffen. Die generationentaugliche Sitzgruppe kam aus der Künstlerhand von Thomas Gröhling aus Bamberg-Bug.

Sitzbänke im Bamberger Bienengarten an der Blasenesche (Ausführung: Thomas Gröhling)

4. Auszeichnungen und Preise

  1. Publikumspreis (Platz 75 von 269) der Gewinnsparaktion „Sparda macht’s möglich“ (€ 400)
  2. Jurypreis 1. Platz in der Kategorie „Umwelt schützen und entdecken“ der Gewinnsparaktion „Sparda macht’s möglich“ (€ 4.000)
  3. BIWa als „Ort der Hoffnung“ im Heiligen Jahr 2025 (Erzdiözese Bamberg)
  4. Anerkennungspreis „Klimaschutzpreis“ im Rahmen der Klimaallianz Bamberg
  5. Kleinprojektpreis in Höhe von 1000 Euro innerhalb des städtischen Förderprojekts „MitMachKlima“ (Mobilitäts- und Umweltsenat) für unsere Initiative

5. Specials zu den BIWa-Sonntagsöffnungen

  • Sensen- und Dengelkurs
    Im Juni drehte sich dann alles um das Dengeln und Sensen. Wieder in der Blühwiese stand Josef „Jupp“ Schröder, Gartenfachmann und FT-Autor, mit seinem Kompagnon, Sebastian Zientek, der unermüdlich den von den Teilnehmenden mitgebrachten, oft uralten Sensen wieder einen Schliff verpasste. Dieser Sensen- und Dengelkurs wird von uns seit 2017 alle zwei Jahre angeboten und war erneut wieder mit 18 Teilnehmenden gut besucht.
  • Öffentliche Honigernte am Lehrbienenstand Bienenweg
    22 Interessierte von 3 Jahren an aufwärts durften im ERBA-Park nach einem Kurzvortrag zur Biene und zum Honig selbst mit Hand bei der Honigernte anlegen.
  • Saison-Abschlussfeier mit Vergabe des Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreises (BBU)
    Anlässlich der Saison-Abschlussfeier am 21.09.25 übergaben die Vorstandsmitglieder der FKBB e. V. den jährlich ausgelobten Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis im festlichen Rahmen. Die BBU-Peisträger 2025 sind hier vorgestellt. Musikalisch begleitet hat uns das Duo „Little Radio“ mit Lisanne Bendig und Jürgen Punzet.

6. Exkursionen

  • Im Rahmen der FKBB-Netzwerkexkursion ging es in den Freizeitpark „Villeneuve-sur-Lot“ in Neustadt bei Coburg unter der Führung von Wolfgang Settmacher aus dem Kreislehrgarten Oberhaid.
  • Bei der FKBB-Netzwerkexkursion geht es darum, Bindungen und Synergieeffekte zu erzielen, aber auch, um über den eigenen Tellerrand zu blicken. Diesmal besuchten wir den Oberhaider Bürgermeister Carsten Joneitis, der uns eineinhalb Stunden Zeit gab, ihn zum Thema „Zukunftsfähige Stadt“ zu interviewen. (s. a. „Klima-Leuchtturm Oberhaid. Man muss es vorleben“ in: BlattGrün-[Magazin] 2025, H. 5, S. 8-9. Heft als .zip-Datei.

Fazits zum Jahr 2025

  • „Große Werke vollbringen nicht Kraft, sondern Ausdauer.“ (Samuel Johnson)
  • „Mut steht am Anfang des Handelns, Glück am Ende.“ (Demokrit)

Unsere sechs Kern-Aktivitäten im Einzelnen

1. Die „Bamberger Schulbiene“ und Unterrichte

Schulbienenführung für Caritas-Fachakademie für SozialpädagogikVorab: Die Aktivitäten der Bamberger Schulbiene können auf einer eigenen Tagebuchseite nachgesehen werden.

2. Bienenpatenschaften

  • Unsere Bienenpatenschaften werden für den Zeitraum von zwei Jahren abgeschlossen. Steigende Lebenshaltungs- und Energiekosten waren auch in 2025 noch Thema. Doch zum Jahresende konnten wir auf treue 28 (29) Bienenpat*innen zählen. Herzlichen Dank für euer Vertrauen in die Initiative!
  • Unsere Bienenpat*innen wurden mit 4 Bienenpaten-Newslettern (durchschnittlich rund 11 (10) Seiten inkl. Pressespiegel) und 18 (14) Rundmails auf dem Laufenden gehalten.

3. Bienen-InfoWabe

Grundschule Scheßlitz, Klasse 2b zum Schulbienen-Unterricht in der Bienen-InfoWabe, Bienen-leben-in-Bamberg.deVergangene Aktivitäten und Termine der Bienen-InfoWabe finden sich im Archiv 2025.

4. Bamberger Bienengarten

Sommertreffen der Bienengartenfeen

5. (Lehr-)Bienenstandorte

Lehrbienenstand "Bienenweg" im WinterkleidMit Stand Dezember wurden 13 (12) Völker an 5 (6) Bienenstandorten geführt, die neben ihrer Aufgabe als Lehrbienenstände auch den Bamberger Lagenhonig hervorbringen. Einige unserer Völker sind mit einer Bienenpatenschaft verbunden.

6. Medien- und Öffentlichkeitsarbeit

Um das Bienenthema in der Bevölkerung breit zu verankern, setzen wir auf eine kontinuierliche Medien- und Öffentlichkeitsarbeit. Sie nimmt vor allem Bezug auf unsere Aktivitäten und Termine, über die wir auf verschiedenen Kanälen umfassend berichten.

Medial setzen wir dabei auf eine breit gestreute Pressearbeit, außerdem auf Weblog-Beiträge und parallel erfolgende Postings via Social-Media-Plattformen und WhatsApp-Gruppe.

a) Aktivitäten / Termine

  • 2 FKBB-Exkursionen (Bildungsexkursion Villeneuve-sur-Lot | Netzwerkexkursion Oberhaid)
  • 2 Märkte (Traditioneller Honigmarkt | Pop-up-Markt Lange Adventssamstage)
  • 59 (57) Artikelabdrucke (Pressespiegel) von 25 (25) Pressemitteilungen, darunter 5 mehrseitige Reportagen
  • 135 (155) Weblog-Beiträge, veröffentlicht unter „Bienen-leben-in-Bamberg.de“ mit 35.315 (44.677) Besucher/innen. Das sind 20,7 % weniger bei 70.292 (67.699) Seitenansichten, was wiederum ein Plus von 4,1 % bedeutet.
    Die Beiträge dienen neben der Öffentlichkeitsarbeit auch uns selbst als Reflexions- und Lernmöglichkeit sowie als Archiv. Alle Beiträge werden verantwortungsbewusst auf der Grundlage eigener Erfahrungswerte und im Abgleich mit sorgfältiger Recherche in geeigneten Quellen verfasst sowie fast ausschließlich mit eigenen Fotos bestückt.
  • Führen der Imker-Bibliothek. Der Bestand beträgt 308 (304) Medien, davon 94 (89) Rezensionsexemplare (bedeutet: kostenlose Verlagsexemplare im Gegenzug von Buchbesprechungen, zu finden in unserem Weblog, Suchwort: Rezension).

b) Background – unterstützende Aktivitäten im Hintergrund

  • Teilnahme an Fortbildungen

"Task-Force Vespa velutina" Bamberg: Treffen von FKBB und UNB am 13.03.2025Up-to-date-bleiben ist für uns selbstverständlich. Kontinuierliche Fort- und Weiterbildung wird aber auch im Hinblick auf die ehrenamtliche Tätigkeit von Reinhold Burger als Bienensachverständiger eingefordert und ist nachzuweisen. An folgenden Fortbildungen nahmen wir einzeln oder gemeinsam teil:

  1. Expertenkonferenz zur Vespa velutina (Online)
  2. Fortbildung „Celler Imkertage“ mit Schwerpunkt Wildbiene vs. Honigbiene
  3. Veitshöchheimer Imkerforum (Online)
  4. Bienensachverständigen- u. Fachwarte-Tagung, StMELF
  5. „Erfahrungen Chemiefrei zu imkern“ und „Varroa-Resistenz 2033“ de BIV mit Thomas van Pelt
  6. Vespa velutina, Online-Schulung der LWG/IBI
  7. „Die lange Nacht der Bienenwissenschaft“, AG der Institute für Bienenforschung (Online)
  8. „Vespa velutina – Grundlagen der Nestsuche und Nestentfernung“, Online-Fortbildung des IBI mit Ronald Jäger
  9. „Aktionsplan Vespa velutina Bayern“, Online-Vortrag vom IBI durch Ronald Jäger
  10. „Förderantragsverfahren Nestentnahmen der Asiatischen Hornisse“, Online-Kurs IBI
  11. Teilnahme an Fortbildung für Bienensachverständige (BSV) und Fachwarte des Instituts für Bienenkunde und Imkerei, IBI der LWG
  • Kooperations- / (politische) Kontaktarbeit / Netzwerken / Pressetermine
  1. Teilnahme an Filmrolle „Ausgebrummt“ in der KUFA mit anschließendem Come-together
  2. Neujahrsempfang der Stadt Bamberg, Lobbyarbeit
  3. „Task-Force Vespa velutina“ – Treffen mit der Unteren Naturschutzbehörde Bamberg (UNB)
  4. Spendenübergabe für Fußboden durch Bürgerverein Bamberg-Mitte (Heiko Küffner)
  5. Spendenübergabe für Fußboden durch Sparkasse Bamberg (Matthias Polz)
  6. Treffen mit Olaf Seifert (SPD) zu Kooperations- und Zukunftsthemen
  7. Bildungsexkursion in den Freizeitpark „Villeneuve-sur-Lot“ in Neustadt bei Coburg
  8. Teilnahme an OMV der Bayerischen Imkervereinigung (BIV) in Nürnberg
  9. Besuch der Fraktionssitzungen von CSU, SPD und GRÜNE für Unterstützungsersuchen zur Abwehr der Vespa velutina
  10. Teilnahme an Eröffnung des Heidelsteigparks mit Wildbienenarealen in Bamberg-Ost
  11. Unser Honigstand am „Etwas anderen Erntedankfest“ in der Gärtnerei Niedermaier
  12. Teilnahme am Sozialen Hackathon „Mach halt!“ zur Stärkung der Demokratiearbeit in der Lagarde1
  13. Teilnahme am VHS-Kurs Diskurswerkstatt „Braucht unsere Demokratie ein Update?“ des Büros für Nachhaltigkeit Bamberg
  14. Übergabe „Kleinprojektpreis“ für Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de im Rahmen des MitMachKlimas durch Bgm. Jonas Glüsenkamp
  15. Vorsitz im Förderkreis Bienenleben Bamberg e. V. (FKBB); durchgeführt wurden 5 Vorstandssitzungen und eine Ordentliche Mitgliederversammlung mit Wahlen
  • Öffentlichkeitsarbeits- und Auskunftsmaterial
    • Anfertigen des Transparenzberichts 2024
    • Erstellen des BIWa-Jahresprogramm 2025 (online unter „Aktivitäten und Termine“ (jetzt unter: Archiv 2025)
    • Flyererstellung BLIB und AK25-Programm
  • Beratung / Besondere Hilfeleistungen
    • Bienensachverständigen-Einsätze (Reinhold Burger) in Bamberg und Umgebung
    • Telefonische Beratungen sowie Vermittlungen von gesichteten Bienenschwärmen

Geld- und Sach-Spenden

Wie immer dürfen wir für die allfälligen Unterhaltskosten (Schulmaterial, Bücher, Bienengarten, Mobilar- und Materialkauf bzw. -erhaltung etc.) auf unsere rund 30 Bienenpatinnen und -paten zählen – ob über ihre Patenbeiträge oder darüber hinausgehend.

Spendenübergabe des Bürgervereins Bamberg-Mitte durch Heiko Küffner an Kassenwartin Gabi Loskarn und Vorsitzenden des FKBB e. V., Ilona Munique und Reinhold BurgerSodann gab es großzügige Förderungen aus den Unterstützungsfonds der Stadt Bamberg, dem Gewinn-Sparverein der Sparda-Bank („Sparda-machts-möglich“), dem Bürgerverein Bamberg-Mitte und der Sparkasse Bamberg (WirWunder via Betterplace).

Näheres zu Spenden hier.

Aber auch Privatpersonen, Vereine und Wirtschaftsbetriebe unterstützen die Projekte zum Wohl der Bienen und der Stadtnatur.

Dankeschön 🙂 allen Unterstützer*innen, die sich in jeglicher Weise um Bambergs Bienenwelt bemühen. Eure Hilfe stärkt unsere Region nachhaltig!


Die elementaren Vorhaben für 2025 – und was daraus wurde

  1. Fußbodenneuverlegung – erreicht
  2. Projekt „Kuck doch mal! – Bänke für den Bienengarten“ – Installierung – teilweise erreicht -> Fördersumme für Gesamtprojekt zu gering
  3. Projekt „Task Force Vespa velutina“ und politische Öffentlichkeitsarbeit – erreicht
  4. Festschrift zum Jubiläum „10 Jahre Bienen-InfoWabe“ – erreicht
  5. Jubiläumsfest „10 Jahre Bienen-InfoWabe“ – erreicht
  6. Schulbienen-Unterrichte – erreicht
  7. Imker-Anfängerkurs (12 Module AK25) – erreicht
  8. Vertiefungsseminare – erreicht
  9. Veranstaltungen für BIWa-Sonntagsöffnungen: Sensenkurs, Öffentliche Honigernte, Saisonabschluss mit Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis – erreicht

Pläne für 2026

  1. Aufbewahr(Müll)boxen mit Musterpflanzdächern installieren
  2. Projekt „Kuck doch mal! – Bänke für den Bienengarten“ – Fortsetzung Fundraising für weitere Bänke
  3. Projekt Touchpoints „Bienenwissen inklusiv“ (1-3) – Fundraising
  4. Vorbereitung auf Vespa velutina (Asiatische Hornisse) – Monitoring
  5. Wahlprüfstein und Lobbyarbeit „Lichtverschmutzung / Lichtemission“
  6. Schulbienen-Unterrichte
  7. Imker-Anfängerkurs (12 Module AK26)
  8. Vertiefungsseminare
  9. Veranstaltungen für BIWa-Sonntagsöffnungen: Öffentliche Honigernte, Saisonabschluss mit Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis

Unser übergeordnetes Ziel

Honigbiene an Skabiosen-FlockenblumeDer Erhalt der Bienenwelt in Bamberg ist unsere Leitschnur.
Wir legen dabei den Fokus auf die Honigbiene, da wir hier die weitreichendsten Qualifikationen haben. Dennoch richten wir bei unserem Tun auch ein Augenmerk auf die Artenvielfalt von Wildbienen und anderen Insekten und schließen die entsprechende Flora mit ein. Dies wird in der nahen Zukunft noch mehr Gewicht erhalten, wenn die Asiatische Hornisse (Vespa velutina nigrithorax) auch Bamberg erreicht haben wird.

Logo für alle Schwerpunktthemen (= Bienen, Honig, Imkerei, Natur) der Bienen-InfoWabeWie gehen wir dabei vor?
Wir eröffnen nachhaltige Perspektiven für alle an den Honigbienen und ihrer Pflege nebst ihres Lebensraums sowie an verantwortungsbewusster Imkerei und qualitätsvollen Honig Interessierten, unabhängig von deren Imkervereinszugehörigkeit und wo Angebote vor Ort fehlen. Informierend, beratend, vermittelnd, motivierend, Gemeinschaft anbietend und … ja, manchmal sogar tröstend.

Wildbiene an Kokardeblume (Papageienblume)Beim Thema Wildbienen installieren wir Beispielanlagen im Bienengarten, beschaffen Literatur und setzen auf Multiplikatoren und Synergien von und mit qualifizierten Institutionen und Angeboten, bspw. BUND Naturschutz, LBV und weitere anerkannte Kapazitäten.

Was wollen wir nicht?
Immer mehr Jungimker/innen mit immer weniger Kompetenz für eine verantwortungsvolle Bienenhaltung. Immer mehr Wildbienenhotels, die gut gedacht, jedoch schlecht gemacht sind. Neid und Missgunst, vor allem dort, wo Zusammenarbeit zielführender wäre. Und ja, manchmal ist die Grenze zur Ausnutzung überschritten. Doch wie heißt es so schön?

„Wer sich einsetzt, setzt sich aus.“ (Friedrich Schorlemmer)

Was wir uns wünschen: Weiterhin Kraft, Mut, Ausdauer und all unsere tollen Unterstützer! Das wurde uns in diesem Jahr immer wieder zuteil, wofür wir zutiefst dankbar sind!


[Frühere Transparenzberichte]

Veitshöchheimer Imkerforum 2026 (1)

Am 7.2.2026 fand die Fachtagung Veitshöchheimer Imkerforum des Instituts für Bienenkunde und Imkerei (IBI) in der Aula der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) statt. Wie die Präsenzveranstaltung war auch die Online-Teilnahme sehr gut besucht.

Das Forum stand unter dem Thema „Imkerei im Wandel – Wie hat sich die Imkerei verändert und welchen Herausforderungen müssen wir uns stellen?“. In loser Folge will ich auf unserem Blog meine Eindrücke und Take Home Messages vorstellen.


Begrüßung

Aus den Begrüßungsreden habe ich folgende Personalia mitgenommen:

  • IBI: Mit dem 1.3.2026 wird die bisherige stellvertretende Leiterin Dr. Ingrid Illies offiziell die Leitung des IBI übernehmen. Sie folgt Dr. Stefan Berg nach, der Ende 2025 in den Ruhestand ging.
  • Bay. StMELF:  Die Gesamtleitung des Referats L3 Gartenbau, Weinbau, Bienen hat Dr. Andreas Becker übernommen.  Referent für das Fachgebiet Bienen wird Thomas Rödel, bisher als Ansprechpartner im Kompetenzzentrum Förderprogramme für Bienen zuständig.

Berichte aus dem Institut für Bienenkunde und Imkerei

BeeCom, Honig- versus Wildbienen (Dr. Ingrid Illies)

Kooperationsprojekt des IBI zusammen mit der Universität Bayreuth. Laufzeit 2024 bis 2027.

  • 2024 erfolgte eine Auswahl von Waldstandorten ohne Bienenstände im Umkreis. Die Standorte wurden floristisch kartiert. Weiterhin wurden zwei sogenannte Untersuchungskreise festgelegt, das sind Standortpaare, die später miteinander verglichen werden können.
  • 2025 Aufstellung von jeweils sechs Bienenvölkern inkl. Stockwaagen in einem der Untersuchungskreise. Aufstellung von Nisthilfen für Wildbienen. Entnahme von Honig- und Bienenbrotproben. Erfassung der Wildbienen im April, Juli und August in allen Standorten.
  • 2026 Erneute Erfassung der Wildbienen im April, Juli und August in allen Standorten.  Entnahme von Honig- und Bienenbrotproben. Analyse der entnommenen Proben und Auswertung der Wildbienenkartierungen mit der Erfassung einer möglichen „Störung“ durch das Aufstellen der Bienenvölker.

Weitere Infos zum Projekt auf der Website des IBI: BeeCom

ZuFi, Zukunftsfähige Imkerei (Artur Kammerer)

Laufzeit 2023 bis 2026.

Herr Kammerer stellte die ZuFi-Datenbank vor. Seinen Vortrag gliederte er nach einer sogenannten Prozesslandkarte.  Anhand ausgewählter Tätigkeiten der Imkerei demonstrierte er einen möglichen Einsatz der Datenbank.

In dem kostenlosen Magazin „Schule und Beratung“, herausgegeben vom StMELF, soll demnächst ein Artikel zum Projekt veröffentlicht werden. Hier der Link zum Magazin: https://www.stmelf.bayern.de/service/publikationen/fachmagazin-schule-und-beratung/index.html

Weitere Infos zum Projekt auf der Website des IBI: ZuFi

KliBi, Einfluss des Klimawandels auf die Imkerei (Lena Wehner)

Laufzeit 2023 bis 2026.

Ziel des Projekts ist die Erforschung der Auswirkungen des Klimawandels auf Bienen und die Imkerei. Generell gilt, dass die westl. Honigbiene durch entsprechende Verhaltensweisen sehr anpassungsfähig an ihre Umwelt ist. Dies hat jedoch auch seine Grenzen. Dazu stellte Frau Wehner Versuche zum Hitzestress von Bienen während ihrer Entwicklung vor. Hier exemplarisch ein Ergebnis:  Werden Arbeitsbienen im 4. bis 5. Larvenstadium einer Temperatur von 42 °C ausgesetzt, haben sie eine signifikant kürzere Lebensdauer im Vergleich zur Kontrollgruppe. Für Drohnen gilt das ebenfalls, unabhängig davon, in welchem Larvenstadium sie einem Hitzestress von 42 °C durchgemacht hatten.

Weitere Infos zum Projekt auf der Website des IBI: KliBi


Velucord Projekt und Aktionsplan Vespa Velutina (Dr. Ronald Jäger)

Aus dem Vortrag von Dr. Jäger nehme ich drei Take Home Messages mit:

  1. Die Fraßbilder der Vespa velutina (Vv) unterscheiden sich deutlich im Vergleich zu Wespen. Vv zeigt grobe und zerklüftetet Fraßspuren und viele ausgefressene Hinterleiber. Wespen trennen dagegen Köpfe und Hinterleiber fein säuberlich ab. Diese Beobachtung beim Gemüll könnte Relevanz beim Nachweis von Schäden an Bienenvölkern im Hinblick auf Versicherungsleistungen haben.
  2. In Bayern werden Nester der Vv mit Aktivkohle bekämpft. Die Aktivkohle tötet die adulten Hornissen und einen Teil der offenen Brut. Verdeckelte Brut wird damit nicht abgetötet. Das heißt, dass nach einer Bekämpfung eine Zeit lang weiterhin Hornissen schlüpfen und somit Flugbetrieb am Nest zu beobachten ist. Wichtig ist die Erkenntnis, dass die nachschlüpfenden Hornissen das Nest NICHT regenerieren können.
  3. In Foren und der Literatur wird die Stachellänge der Vv teilweise mit bis zu 7 mm angegeben. Dieser Wert gilt jedoch für die Vespa mandarina, die asiatische Riesenhornisse und nicht für die Vv. Messungen der Stachellänge der Vv reichen von 2,6 mm bis 4,5 mm, im Durchschnitt 3,4 mm. Hornissenschutzanzüge müssen daher mindestens 5 mm Dicke aufweisen!

Weitere Infos zum Aktionsplan auf der Website des IBI: Vespa velutina


Unser nächster Blogbeitrag befasst sich mit den weiteren Programmpunkten:

  • Imkerei im Wandel – ist der Boom vorbei?
  • Vermarktung im Wandel
  • Bayerische Landesbienenzucht – Wo stehen wir?
  • Milben, Hornissen & Co. – Neue und alte Gegenspieler der Honigbiene?
  • Podiumsdiskussion

 

Anmeldung bis 01.02. für Imkerforum Veitshöchheim am 07.02.26

Imkerforum, Fachtagung VeitshöchheimSa., 07.02.26 – Imkerforum Veitshöchheim

Wann? Sa., 07.02.2026 | 12.30 – 17.00 Uhr
Wo?
Aula, An der Steige 15, 97209 Veitshöchheim und Online
Für wen? Imker/innen
Was? Imkerforum Veitshöchheim – Programm. Hauptthema: Wie hat sich die Imkerei verändert und welchen Herausforderungen müssen wir uns stellen?
Veranstalter? Bayerisches Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG), Institut für Bienenkunde und Imkerei (IBI)
Und sonst? für WebEx-Online-Teilnahme -> Anmeldung bis 01.02.2026, keine Anmeldung für Offline

„Bienengesundheit“ – Vortrag von Reinhold Burger in Zapfendorf

Vortrag Bienenkrankheiten von Reinhold Burger bei den Bienenfreunden ZapfendorfVortrag Bienenkrankheiten von Reinhold Burger bei den Bienenfreunden ZapfendorfDer Vortrag „Bienengesundheit und Krankheiten – Vorbeugen, Erkennen, Heilen“ vom Bienensachverständigen und Imkermeister Reinhold Burger erläuterte die wichtigsten Aspekte der Bienengesundheit, deren Krankheiten und Schutzmaßnahmen und lieferte praxisnahe Tipps für die Anwesenden bei den Bienenfreunden in Zapfendorf vor zwei Wochen.

Hier ein Auszug:

Vortrag Bienenkrankheiten von Reinhold Burger bei den Bienenfreunden Zapfendorf

Inhalt und Hauptpunkte

  • Überblick über verschiedene Bienenkrankheiten wie Amerikanische Faulbrut, Europäische Faulbrut, Kalkbrut, Maikrankheit, Nosemose, Sackbrut, Steinbrut, Varroose und Vergiftungen.

  • Vorstellung der wichtigsten Bienenschädlinge, darunter Maus, Specht, Wachsmotte und besonders die Asiatische Hornisse „Vespa velutina“ als invasive Bedrohung.

  • Einflussfaktoren auf die Bienengesundheit wie Nahrung, Witterung, Krankheitserreger, Parasiten, Schadstoffe und das Eingreifen des Imkers.

  • Natürliche Abwehrmechanismen der Bienen wie Propolis, Futtersaft, Hygieneverhalten und Metamorphose.

Krankheitsvorbeugung und Diagnose

  • Empfehlungen zu Standortwahl, Trachtangebot, Wasserversorgung und Vermeidung von Pflanzenschutzmitteln.

  • Maßnahmen wie Wabenhygiene, Fütterung, Schwächlinge im Herbst auflösen, und das achtsame Beobachten auf Krankheitssymptome.

  • Hinweise zur korrekten Einwinterung und zum Umgang mit Verbraucherhinweisen (z. B. Honigglasentsorgung im Altglas nur gespült).

  • Erkennen typischer Krankheitsanzeichen im Brutbild, Verhalten und Aussehen der Bienen – Diagnoseschlüssel wird vorgestellt.

Behandlung und Heilmaßnahmen

  • Chemische und biotechnische Methoden zur Varroa-Bekämpfung: Säuren (Ameisen-, Milch-, Oxalsäure), Thymol, Amitraz und Flumethrin.

  • Projekt Varroaresistenz 2033: Trend zu biotechnischen Maßnahmen wie totale Brutentnahme, (künstliche) Brutpause und Bannwabenverfahren.

  • Praxisnahe Hinweise zu Präparaten, Zulassung und deren Anwendung abhängig von der Brut im Volk. Besonders wurde auf die neu zugelassen Oxalsäurestreifen Calistrip® biox der Firma Calier eingegangen.

Vespa velutina („Asiatische Hornisse“)

  • Beschreibung der Vespa velutina: Größe (2,5–3 cm), schwarze Grundfärbung mit orangefarbenen Streifen, vorwiegend tagaktiv, Primär- und Sekundärnester werden erläutert.

  • Lebenszyklus, Gefahr für Bienen und Ausbreitung in Bayern; Vorstellung von Meldestrukturen für Sichtungen (beewarned.de), Aktionsplan Bayern, Förderungen und Koordinierungsstellen.

Literatur und Praxislinks

Der Vortrag verweist auf aktuelle Literatur und Forschungsprojekte zum Thema Bienenkrankheiten und Varroaresistenz sowie praktische Plattformen für Imker und Naturschutz und den Aktionsplan Bayern.

Fazit: Der Vortrag gab einen umfassenden Überblick, wie man Bienenkrankheiten erkennt, vorbeugt und behandelt, mit besonderem Fokus auf die Herausforderung durch Varroamilbe und Vespa velutina in Bayern.

[Überprüfte Zusammenfassung von Perplexity.]