Monatsbetrachtungen September 2026 zu Bienen und Imkerei

Übersicht

Phänologie und Bienen

In manchen Gegenden blühen noch umfangreiche Bestände des Großen und des Drüsigen bzw. Indischen Springkrauts (Impatiens glanulifera)¹. Letzteres, wie auch das Kleine Springkraut, ein Neophyt und sollte entfernt werden. Auch Goldruten werden von den Bienen ob des ergiebigen Nektar- und Pollengehalts sehr begehrt. Doch auch hier gilt: Die heimische Gewöhnliche Goldrute stehen lassen, den Neophyt „Kanadisches Springkraut“ entfernen.

Ebenfalls begehrt sind die kugeligen doldenförmigen Blüten des Efeus, der noch bis weit in den Oktober hinein blühen kann.

Spätsommerpflege der Jungvölker

In den Monatsbetrachtungen zum August berichteten wir über den Beginn der Spätsommerpflege bei den Altvölkern. Jetzt im September sind die Jungvölker an der Reihe, also die im Laufe des Sommers gebildeten Ableger. Sie weisen eine andere Volksentwicklung auf als die Altvölker, denn die Brut der Altvölker verringert sich ab der Sommersonnwende, während die Brutentwicklung der Ableger ab der Sonnwende erst richtig Fahrt aufnimmt. Das berücksichtigen wir bei der Pflege.

Rückschau der Pflege bis zum September

Ablegerpflege mit Milchsäurebehandlung gegen VarroamilbenbefallVier Wochen nach Bildung der Ableger, also nach erfolgreichem Schlupf und Hochzeitsflug, behandelten wir (April bis Juni) die Jungvölker gegen die Varroamilbe mittels Sprühen von Milchsäure – oder alternativ mit Oxalsäurelösung.

Entsprechend der Volksentwicklung wurden die Ableger sukzessive mit Mittelwandrähmchen erweitert und, wenn erforderlich, nur mit kleinen Futterportionen gefüttert². Große Futtergaben würden den Platz zum Brüten nehmen. Entgegen anderslautender Empfehlungen erfolgte keine frühe Behandlung mit Ameisensäure bereits im Juli und August, denn das würde die umfangreiche Brut der Jungvölker nur schädigen.

Pflege in der ersten Septemberhälfte

Windel mit Varooenabfall und WachsrestenZu Beginn des Septembers prüfen wir den Varroabefall mittels Gemülldiagnose. Fallen mehr als 5 Milben pro Tag, führen wir sofort eine Behandlung mit Ameisensäure durch.  Dosierungsempfehlung siehe Aumeier³: 70 ml der 60-prozentigen Ameisensäure sollen in 3 Tagen verdunsten.

Fallen weniger als 5 Milben, füttern wir vor einer Varroabehandlung zunächst das noch fehlende Winterfutter auf. Insgesamt benötigen die Jungvölker 15 kg Winterfutter (Achtung: Wirtschaftsvölker benötigen 20 kg!). Die Menge gilt für eine Überwinterung auf einer Zarge Zander mit 10 Rähmchen. Die Gabe von 1 kg trockenem Reinzucker im Mischungsverhältnis 3:2 von Zucker zu Wasser entspricht ungefähr 1 kg Futter in der Wabe. Die Fütterung erfolgt in 2 bis 4 Portionen via einer aufgesetzten Leerzarge und Futtereimer.

Pflege in der zweiten Septemberhälfte

Theorie der Varroabehandlung, hier zur AmeisensäurebehandlungErst in der zweiten Septemberhälfte wird der Großteil der Jungvölker mit Ameisensäure behandelt. Dosierungsempfehlung s. Aumeier³: 70 ml der 60-prozentigen Ameisensäure sollen in 3 Tagen verdunsten. Das sind alle Ableger, die in der ersten Septemberhälfte weniger als 5 Milben Varroafall pro Tag aufwiesen. Nach der Aufütterung ist jetzt die Brut durch einen Futterkranz vor der Ameisensäure geschützt.

Imker-Anfängerkurs, Modul 11, Einfüttern / BLIB-Imkerkurs für Anfänger / Bienen-leben-in-Bamberg.deAnschließend wird eventuell noch benötigtes restliches Futter gegeben, bis die Völker ihr Sollgewicht von 15 Kg Futter haben. Kontrollieren kann man das mit einer Kofferwaage: Völker in der Hohenheimer Einfachbeute aus Weymouthskiefernholz, eine Zarge mit 10 Waben und Blechdeckel wiegen dann ungefähr 28 kg. Da man eher nicht die Möglichkeit hat, die gesamte Beute anzuheben, um den Wert festzustellen, heben wir die Beute nur auf der Rückseite mit der Kofferwage an. Dann sollte die Waage also die Hälfte, nämlich ungefähr 14 kg anzeigen.

Altwaben einschmelzen

Im September gibt es schon kühlere Tage ohne Bienenflug. Um der Wachsmotte zuvorzukommen, könnten jetzt bereits die Altwaben aus der Wabenhygiene einschmelzen. Bei wärmeren Tagen empfiehlt sich das nicht. Denn wir würden bei diesem Vorgang im Freien von zahlreichen Bienen umschwärmt. Sie können den ausdünstenden Honigresteduft meilenweit riechen.

Monitoring Asiatische Hornisse / Vespa Velutina

Im September wird das Monitoring der Asiatischen Hornisse mittels Dochttöpfen fortgesetzt. Siehe dazu unseren Blogbeitrag: Asiatische Hornisse: Aufruf zum 3. Monitoring im September.

Termine

Logo "Alle Themen" der Bienen-InfoWabe (BIWa)Logo BBU – Bienenstadt-Bamberg-UmweltpreisSo., 20.09.26 – BIWa-Sonntagsöffnung und Saisonabschlussfeier mit Vergabe Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis 2026

Wann?

  • 14.00 Uhr | Offenes Haus für alle …
  • 15.30 Uhr | Sektempfang mit Kaffee & Gebäck mit musikalischer Begleitung durch das Duo „Little Radio“ (Lisanne Bendig und Jürgen Punzet mit Zupfinstrumenten und Gesang)
  • 16.30 Uhr | Verleihung „Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis 2026 (BBU)“
  • 17.30 Uhr Musikalischer Ausklang
  • ca. 18.00 Uhr Ende

Wo? Bienen-InfoWabe, Bienenweg 1, 96047 Bamberg (Erba-Park)

Weitere Details siehe auf der Seite Aktivitäten und Termine.


¹Indisches Springkraut. In: NABU Bochum. https://www.nabu-bochum.de/2018/06/01/indisches-springkraut/

²mit einer dünnen Zuckerlösung (Mischungsverhältnis 1:1 von Zucker zu Wasser)

³Pia Aumeier: Ameisensäure sicher einsetzen mit Sachverstand. Tipps & Tricks. Bienenzucht 08/2023. S. 350.

Rezension „Unser Weltacker“ anlässlich Erntedankfest 2026

Cover "Unser Weltacker 2000 qm"Am So., 04.10.2026 lädt die Katholische Erwachsenenbildung (KEB) zu einem Erntedankfest auf dem Weltacker Bamberg ein. Wir sind mit einem Info- und Honigstand ebenfalls vertreten. Ich nehme das zum Anlass, einmal auf die interessante Broschüre „Unser Weltacker: 2000 m² für alle!“ einzugehen, die beispielsweise das BUND-Büro in der Kapuzinerstraße zur Verfügung stellt.

Die Broschüre geht der Frage nach: „Wie ernähren wir uns in Zukunftt? Die gute Botschaft aber ist: (Eigentlich) ist genug für alle über 8 Milliarden Menschen dar, die sich rund 1,6 Mrd. Hektar Ackerfläche auf der Erde teilen. Und – ganz genau! – pro Mensch wären das 2000 m² plus 4.000 m² Weideland.

Doch wie mit dieser Fläche umgehen, steht auf einem anderen Blatt. Dies wird in einem Vortrag in 2024 von Christine Hertrich deutlich – und natürlich in der 37-seitigen Broschüre, die den großen Themen rund um die Ernährung auf jeweils zwei Doppelseiten nachgeht. Links leicht verständliche Texte von Benedikt Haerlin und Jasper Jorden samt einer anschaulichen Grafik, rechts eine bunte Illustration von Jasper Jordan. Die letzten Doppelseiten sind 46 Quellenangaben vorbehalten und helfen, die Materie bei Bedarf weiter zu vertiefen.

Themen sind eine Küchen-Inventur, Wegwerfverhalten, das globale Klima, Mobilität, Chemie auf dem Acker, Wasserverbrauch, das Mikrobiom und einige mehr. Aber auch die zielführenden Fragen: Was brauche ich alles und wo wächst das? Wer hat es unter welchen Bedingungen und mit welchen Auswirkungen angebaut? Wie sehen „meine“ 2000 m² aus und reichen sie für meine Bedarfe?

All diese Fragen stellte ich auch meiner Interviewpartnerin, Christine Hertrich, die das Konzept „Weltacker 2000 m²“ nach Bamberg in die Südflur gebracht hat (s. a. BlattGrün-Magazin 2025, H. 1, S. 38 (PDF) bzw. als Online-Abdruck).

Fazit

Schwere Kost kommt in der Broschüre in leichtem Gewand daher, und ein Aha-Effekt ist garantiert. Die Broschüre gehört in jede Schule und Bildungsstätte als Impulsgeber und zur Diskussionsgrundlage.


Unser Weltacker : 2000 m2 für alle! / Text: Annika Huskamp; Text und Layout: Jasper Jordan. Hrsg.: Zukunftsstiftung Landwirtschaft. 6. Aufl. Berlin.


Rezensionsexemplar für unsere Imker-Bibliothek.

Einfüttern (BLIB-Imkerkurs für Anfänger AK26, Modul 11)

Imker-Anfängerkurs, Modul 11, Einfüttern / BLIB-Imkerkurs für Anfänger / Bienen-leben-in-Bamberg.deIm vorletzten Modul des 12-teiligen Imkerkurs für Anfänger 2026 zum Thema Einfüttern war es warm genug, um unsere Bienen zu veranlassen, ein wenig vorm Stock abzuhängen. Zeit also für Flüssiges, in diesem Falle Zuckerwasser!

Überblick

  1. Darreichungsformen beim Einfüttern
  2. Zeitpunkt des Einfütterns
  3. Was wird eingefüttert?
  4. Wie wird eingefüttert (Dosierung)?

Imker-Anfängerkurs, Modul 11, Einfüttern / BLIB-Imkerkurs für Anfänger / Bienen-leben-in-Bamberg.de

Vorarbeiten

Imker-Anfängerkurs, Modul 11, Einfüttern / BLIB-Imkerkurs für Anfänger / Bienen-leben-in-Bamberg.deDa vor einer Woche im Modul 9 eine Varroabehandlung vorgenommen worden war, ziehen wir heute die Windel. Wir inspizieren den Milbenbefall, der etwa zwei Dutzend Milben betrug.

Die Wachsbrösel und das eine oder andere Füßchen zeugen von Kämpfen mit Wespen und ist um diese Jahreszeit ein vertrautes, doch nicht sonderlich beängstigendes Bild. Anders einzuschätzen ist das, sobald wir auch in Bamberg die Vespa velutina begrüßen müssen.

A. Darreichungsformen beim Einfüttern

1. Futterbehältnisse mit Aufstieghilfe (unser Favorit)

Imker-Anfängerkurs, Modul 11, Einfüttern / BLIB-Imkerkurs für Anfänger / Bienen-leben-in-Bamberg.dea) Material

  • Futterbehälter, z. B. große, eckige Joghurtbecher oder lebensmittelechte Stapelboxen (erkennbar am Messer/Gabel-Symbol)
  • Aufstiegshilfe, z. B. Stroh (sehr bewährt, am besten vom Feld eines Bio-Landwirts gesammelt)
  • Wasser zum eventuellen Säubern klebriger Verschüttungsmaleure, um keine Räuberei auszulösen

b) Einfüttern

1 Leerzarge zur Seite stellen – vom Dispenser aus der vorangegangenen Varroabehandlung befreit

2. Folie auf oberste Zarge legen – an der Rückseite der Beute – also entgegengesetzt des Fluglochs – einen Spaltbreit umschlagen (siehe Foto). So gelangen die Bienen in die nun wieder aufgesetzte Leerzarge mit den Futterkübeln.

3. Futterbehälter einstellen und mengendokumentiertes (!) Zuckerwasser eingießen – bis auf einen kleinen Rest, den wir für die Zuckerspur zurückbehalten (siehe Punkt 7).

4. Stroh als Aufstiegshilfe – wird wie ein Polster oder Nest in die Behälter gelegt. Da die Kübelwände glatt sind und mit abnehmenden Flüssigkeitspegel die Bienen Mühe haben, hochzukrabbeln, wird eine Handvoll Stroh hochkant bis zum Boden eingeführt. Das Stroh kann nach erfolgreicher Fütterung später einfach auf dem Kompost landen.

5. Zuckrige Spur legen – mit der zurückbehaltenen Futtemenge ein wenig –zwischen und auf die Rähmchen – Flüssigkeit zu den Behältern hin gießen. Sobald die Bienen das Zuckerwasser riechen, starten die Sammelbienen mit ihrem Schwänzeltanz. Da sie jedoch wegen der kurzen Distanz nur schwer die unmittelbare Nähe des Futters anzeigen können, fliegen die Bienen zunächst vor die Beute, um nach der Quelle zu suchen. Es dauert eine Weile, bis sie den Fundort checken. Dabei hilft ihnen die Zuckerspur.

2. Futtertaschen

Imker-Anfängerkurs, Modul 11, Einfüttern / BLIB-Imkerkurs für Anfänger / Bienen-leben-in-Bamberg.deFuttertaschen gibt es in einfacher und doppelter Wabenbreite, werden also anstelle einer oder zweier Rähmchen neben das Brutnest eingehängt. Zu bevorzugen sind die Doppelbehälter, da einfacher in der Handhabung.

Mit einer Futtertasche ist der Weg zum Futter für die Bienen recht kurz. Das kann bei einer kühlen Wetterperiode vorteilhaft sein. Nachteilig ist der geringe Futtermengeninhalt von etwa 3,5 bzw. 7 Litern. Das erfordert ein häufiges Nachfüllen.

3. Adamfütterer

Imker-Anfängerkurs, Modul 11, Einfüttern / BLIB-Imkerkurs für Anfänger / Bienen-leben-in-Bamberg.deDer Adamfütterer besteht aus einer flachen Schale mit zentraler Aufstiegshilfe (Konus/Kegel, Dom, Gitter o.ä.). Die Bienen steigen durch Öffnungen im Aufstiegskegel zum Futter und können an der Schräge entlang Futter aufnehmen.

Durch den Aufstiegsdom gelangt nur eine begrenzte Anzahl an Bienen in den Futterbereich. Bedeutet langsameres Auffüttern, was bei Ablegern eventuell vorteilhafter sein kann. Ansonsten scheint rasches Futteraufnehmen keine (für unsere Betriebsweise) erkennbaren Nachteile zu haben, anders, als zuweilen in der Literatur dargestellt wird.

Vorteile: Füttern ohne Direktkontakt zu den Bienen. Ein mögliches Ertrinken von Bienen wird verhindert.

Nachteile: Mehrmaliges Nachfüllen nötig. Die Kanten der Holzschale können undicht werden. Dabei kann Zuckerwasser an den Außenwänden entlanglaufen und Räuberei auslösen. (Alternative: Plastik). Materialkosten und Platz zur Aufbewahrung müssen aufgebracht werden.

Futterteigpäckchen aufgelegt beim Notfüttern4. Futterteig

Futterteig favorisieren wir für diese Jahreszeit nicht. Der Zeitabstand der Nahrungsaufnahme zwischen den zwei erforderlichen Varroabehandlungen ist zu gering.

B. Zeitpunkt des Einfütterns

  • Das reguläre Einfüttern erfolgt bei den Wirtschaftsvölkerm NACH der ersten Varroabehandlung mit Ameisensäure, also Mitte/Ende August.
  • Manchmal kann auch später im Jahr eine so genannte „Zwangsfütterung“ anfallen, wenn erkennbar wenig Zuckerwasser aufgenommen wurde. Das passiert, wenn die Varroabehandlung zu heftig für das Volk ausgefallen war, bspw. bei einer zu schnellen Verdunstung bei zu warmen Wetter. Das Volk wird dann fressfaul. Siehe Blogbericht unter der Zwischenüberschrift „Zwangsfütterung im Herbst sorgt fürs Überleben“
    Doch häufig ist der Grund ein zu schwaches und / oder krankes Volk, so dass eine Vereinigung bzw. Auflösung des Volkes ratsam sein kann.
  • Grundsätzlich Abends einfüttern! Verhindert die Räuberei unter den Bienenvölkern. Daher fand unser Modul auch erst am Nachmittag und nicht wie sonst am Vormittag statt.

C. Was wird eingefüttert?

  • Haushaltszucker-Lösung, also reine Sacharose, im Mischungsverhältnis 3:2. Bedeutet: 3 Gewichtsanteile Zucker in 2 Anteilen Wasser lösen. Zum Thema „Zucker“ siehe auch folgende Beiträge:
  • Alternativen zum Zucker: fertige Futterlösungen auf Zucker- oder Getreidebasis. Darauf achten, dass sie als „Bienenfutter“ deklariert sind. Denn der für das Bäckerhandwerk hergestellte Zuckersirup enthält ein für Bienen nicht gut geeignetes Zuckerspektrum. Also Augen auf beim Futterkauf!
  • Wirtschaftsvolk (= überwintertes Volk) füttern wir mit 20 Kg Zucker ein, entsprechend rund 33 Kg Futterlösung im 3:2-Mischungsverhältnis.
  • Ableger wird mit 15 Kg Zucker eingefüttert, entsprechend ca. 25 Kg Futterlösung.
  • Tragen Bienen nach der Honigernte (die bei uns nur einmal im Jahr im Monat Juli erfolgt) durch Spättrachten erneut viel ein, wird entsprechend weniger Zucker eingefüttert. Zusätzlich verbleiben bei unserer Betriebsweise mindestens 5 bis 10 Kg Honig im Brutraum. Daher sollte vor dem Einfüttern eine kurze Kontrolle der Situation erfolgen und die Bedarfsmenge entsprechend angepasst werden.

D. Wie wird eingefüttert (Dosierung)?Imker-Anfängerkurs, Modul 11, Einfüttern / BLIB-Imkerkurs für Anfänger / Bienen-leben-in-Bamberg.de

  • Wichtig: Nichts neben die Beute hinaus kleckern! Sonst werden andere Bienenvölker angelockt und zur Räuberei verleitet. Am besten einen Kanister mit Wasser zum Säubern bereitstellen.
  • Wirtschaftsvölkern kann (muss man aber nicht) das gesamte Futter in einer großen Portion auf ein Mal verabreichen. In der Regel wird die Menge bei warmen Wetter nach einem Tag von den Bienen verarbeitet.
  • Ableger werden in mehreren Portionen, also über einen längeren Zeitraum, eingefüttert. Wird ein Ableger zu schnell gefüttert, leidet die Bruttätigkeit, da die Bienen auch das Brutnest mit Futter voll füllen würden.
  • Grundsätzlich lautet die Devise, lieber etwas mehr einfüttern, als im Frühjahr verhungerte Völker zu riskieren. Überschüssige Futterwaben können im Frühjahr den Völkern entnommen werden und finden bei der Ablegerbildung weitere Verwendung.
  • Manchmal dauert es vor allem bei kühlem Wetter zu lange, bis die Bienen das Zuckerwasser aufgenommen haben. Gärig gewordenes Zuckerwasser daher entfernen, die Menge abwiegen und die entsprechende Fehlmenge zu einem späteren Zeitpunkt erneut anbieten.

Kursabschlussfeier 

Sie fiel heuer aus, da die Teilnehmenden (ohnehin nur 4 Anwesende von 7 Kursler*innen) jeweils Abendtermine hatten. Doch wir hoffen, unsere schon beinahe fertig  ausgebildeten Jung-Imker*innen im November/Dezember (je nach Wetterlage) zum Modul 12 noch einmal möglichst vollständig begrüßen zu dürfen!

Bis dahin – schönen Restsommer und angenehmen Herbst euch allen!

Neues zum interaktiven Spiel „BeeActive“

Screenshot BeeActive von FlohrMit dem interaktiven Spiel „BeeActive“ (wir berichteten) lässt sich die Welt erkunden, doch dafür muss man tatsächlich nach draußen gehen. Also nix im Zimmer zocken, aber trotzdem braucht niemand sein heiß geliebtes Endgerät aus der Hand zu legen.

Frank Flohr, ein mittelständischer Unternehmer für Spezialdichtungen, unterstützt die Verbreitung von BeeActive auf seine Kosten und hat diese toll durchdachte und gemachte Quizseite aufsetzen lassen – ließ uns kein Geringerer als Bienenforscher Prof. (erem.) Dr. Jürgen Tautz wissen. Er meint dazu:

„Eine, wie ich finde, sehr gelungene Darstellung, aus der die Singularität und Tiefe, der methodische Ansatz, die Ziele und die Zielgruppen ablesbar sind. Auch die Aspekte „Bewegung im Freien“ und „Inklusion“ sind berücksichtigt.“

Schaut unbedingt mal rein, ist wirklich gut gemacht!

Würzbüschel frisch aus Bamberg

Würzbüschel Bio-Gärtnerei Leumer Mussärol, BambergEs gibt wieder Würzbüschel in der Bio-Gärtnerei MUSSÄROL in Bamberg, Nürnberger Straße 86, am Fr., 14.08.2026!
12 verschiedene Heilkräuter, handgepflückt und liebevoll arrangiert von Gerdi Leumer – und ihr braucht sie dann nur noch segnen lassen. Dann habt ihr alles getan, um gut über den Winter zu kommen, so der Volksglaube, aber auch die Volksheilkunde.

Gertrud Leumer, Bio-Gärtnerei Leumer Mussärol, Bamberg

Da Kräuter die ideale Nahrung für Bienen, Insekten und Käfer sind, machen wir sehr gerne ein wenig Werbung für Gerdis tolles Kräuterevent. Wer mehr über sie und ihre Passion erfahren möchte … hier im Blogbeitrag etwas ausführlicher beschrieben und illustriert im letzten Jahr. Gerne auch als Zeitschriftenartikel aus meiner Feder:

Juli 2024 | BlattGrün [Magazin], 2024, H. 4, S. 34-35
Gertrud Leumer betreibt ihre Weltkulturerbe-(Bio-)Gärtnerei
MUSSÄROL in 6. Generation. „Bio tut uns allen gut“
Heft: https://blattgruen-verlag.de/wp-content/uploads/2024/07/2024-04-BlattGruen.pdf.zipBestandteile Würzbüschel, Bio-Gärtnerei Leumer Mussärol, Bamberg

Monatsbetrachtungen August 2026 zu Bienen und Imkerei

Übersicht

Phänologie und Bienen

Biene an PhaceliaDer August ist eine weitgehend trachtlose Zeit. Das, was die Bienen noch eintragen, wird als Läppertracht bezeichnet. Ausnahmen bilden je nach Standort Phacelia und Buchweizen, die als Zwischenfrucht angebaut werden. Auch das Drüsige Springkraut liefert ausgiebig Nektar. Wichtig ist, dass der Bienenstandort eine gute Pollenversorgung für die kommende Aufzucht der Winterbienen bietet.

Spätsommerpflege der Wirtschaftsvölker

Nach der Ernte ist vor der Ernte. Mit der Spätsommerpflege legen wir den Grundstein für eine erfolgreiche Überwinterung und für die nächste Ernte im folgenden Jahr. Die Spätsommerpflege umfasst die Elemente Wabenhygiene, Varroabehandlung und das Auffüttern der Völker.

Wabenhygiene

Am Lehrbienenstand Fünferlessteg, Modul 9 Wabenhygiene und VarroabehandlungUnter der Wabenhygiene versteht man die Erneuerung des Wabenwerks. Alte, also bereits mehrfach bebrütete Waben werden aus dem Volk entnommen und durch Waben mit frischem Wachs ersetzt. In alten Waben nisten sich Mikroorganismen ein und es reichern sich fettlösliche (Schad-)Substanzen im Wachs an. Die Wabenhygiene dient somit als eine präventive Maßnahme zur Erhaltung der Bienengesundheit und verfolgt zudem den Zweck, die Honigqualität zu wahren.

Nach dem Abernten (bis spätestes Ende Juli, es herrscht ohnehin nur noch Läppertracht vor) wird den Völkern das Absperrgitter entnommen und eine dritte Zarge mit zehn ausgeschleuderten Honigwaben aufgesetzt (Ex-Honigraum). Die Honigwaben wurden von den Bienen im gleichen Jahr ausgebaut und bestehen aus frischem Wachs. Bei noch honigfeuchten Waben sollte das Aufsetzen ausschließlich in den Abendstunden erfolgen, um eine Räuberei zu vermeiden.

Ab der Sommersonnwende nimmt die Brutneststärke ab. Bei Führung der Wirtschaftsvölker aktuell mit drei Zargen rückt das Brutnest bis Mitte August in die mittlere Zarge. Das ist der Zeitpunkt, zu welchem wir die unterste, jetzt brutfreie Zarge, mit den ältesten Waben entnehmen können.

Imkerkurs für Anfänger von Bienen-leben-in-Bamberg.de, Modul 9 zur Wabenhygiene1. Dazu stellen wir die oberen zwei Zargen auf die Seite und nehmen die untere Brutzarge weg.

2. Auf den Boden kommt nun die ehemals obere Brutzarge und darauf die Zarge mit den ausgeschleuderten Honigwaben (Ex-Honigraum).

3. Zuoberst stapeln wir eine Leerzarge. In diese schütteln wir die Bienen der entnommenen unteren Brutzarge. Die Beute besteht also wieder aus drei Zargen. Die oberste Leerzarge dient anschließend als Raum für den Dispenser bei der Varroabehandlung mit Ameisensäure und später als Raum für die Futtertröge bei der Auffütterung.

Varroabehandlung, die Erste

Windel einschiebenVor der ersten Varroabehandlung bestimmen wir mittels Gemülldiagnose den Milbenbefall des Volkes. Die Windel wird für drei Tage eingelegt und anschließend der Milbenfall pro Tag bestimmt. Die Windel wird gesäubert und zur folgenden Varroabehandlung wieder eingeschoben.

Standardbehandlung mit Ameisensäure

Imkerkurs für Anfänger von Bienen-leben-in-Bamberg.de, Modul 9 zur VarroabehandlungBei passenden Wetterbedingungen (siehe Website Varroawetter unter http://varroawetter.de) führen wir die erste Varroabehandlung mit 150 ml Ameisensäure 60% durch¹.

Als Applikator verwenden wir wegen seiner einfachen Handhabung bevorzugt den Liebig-Dispenser. Dieser wird in die Leerzarge, welche wir im Rahmen der Wabenhygiene aufgesetzt hatten, auf die Rähmchen des ehemaligen Honigraumes gestellt. Windel einschieben. Flugloch bleibt, wie es war.

AK23 Modul 11 Einfüttern / Imkerkurs für Anfänger von Bienen-leben-in-Bamberg.deBei sommerlich warmen Temperaturen sollen pro Tag 30 ml – 40 ml Ameisensäure pro Tag verdunsten. Nach 4 Tagen sollte die Säure also komplett verdunstet sein. Falls die Verdunstung erheblich niedriger liegt, wiederholen wir die Anwendung.

Die Windel wird entnommen und der Milbenfall beurteilt. Den Eintrag der Behandlung in das Bestandsbuch nicht vergessen!

Auffütterung

Erst jetzt, also nach der ersten Varroabehandlung, beginnen wir mit der Auffütterung. Eine Fütterung vor der Varroabehandlung mit Ameisensäure würde deren Erfolg mindern, denn es würde durch das Futter viel Feuchtigkeit in die Beute eingebracht werden. Natürlich ist ein „Stoßfüttern“, sofern nach dem Ernten weniger als 5 Kilogramm im Brutraum feststellbar sind, wichtiger, als sich sklavisch an das empfohlene Nichtfüttern zu halten.

Foliennutzung beim Einfüttern der BienenvölkerWir legen eine Folie auf die Rähmchen der zweiten Zarge, schlagen diese am hinteren Beutenrand um, so dass ein Spalt von ca. 3 – 5 cm entsteht. Dann setzen wir die Leerzarge wieder auf. In die Leerzarge stellen wir das Futtergefäß.

AK23 Modul 11 Einfüttern / Imkerkurs für Anfänger von Bienen-leben-in-Bamberg.deJe größer die Futterbehälter, desto weniger oft müssen wir den Stand zum Nachfüllen anfahren. Insgesamt füttern wir die Wirtschaftsvölker mit 20 kg reinen Zucker im Mischungsverhältnis 3:2 von Zucker zu Wasser. Damit die Bienen im Futtergefäß nicht ertrinken, hat sich als Aufstiegshilfe Stroh bestens bewährt. Gesammelt wurde es von Äckern, die biologisch bewirtschaftet wurden.

Varroabehandlung, die Zweite

Windel mit eingezeichneten VarroamilbenVor der zweiten Varroabehandlung bestimmen wir mittels Gemülldiagnose den Milbenbefall des Volkes. Windel für drei Tage einlegen und anschließend Milbenfall pro Tag bestimmen.

Varroabehandlung, wie oben unter „Varroabehandlung, die Erste“ beschrieben durchführen.

Die Windel wird entnommen und der Milbenfall beurteilt. 14 Tage nach der Behandlung wird nochmals der sogenannte natürliche Milbenfall pro Tag kontrolliert.

Monitoring Asiatische Hornisse / Vespa Velutina

Das Monitoring der Asiatischen Hornisse mittels Dochttöpfen gilt es, im August fortzusetzen. Dessen Bedeutung zeigt aktuell der Fund im Raum Bamberg:

Ein Flyer der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG), Institut für Bienenkunde, informiert zur Anwendung der Dochttöpfe nebst Rezept der Lockflüssigkeit:

Fortbildungen und Termine

Zu tagesaktuellen Änderungen und zu weiteren Details siehe die Seite Aktivitäten und Termine

  • Sa., 01.08.26, 15.00 – 17.30 Uhr | FKBB-Vorstandssitzung 2026-3
  • Sa., 08.08.26, 10.30 – 12.30 Uhr |  M9 Wabenhygiene, Varroabehandlung (Imkerkurs für Anfänger)
  • Sa., 15.08.26, 14.00 – 16.30 Uhr | M10 Wachsverarbeitung (Imkerkurs für Anfänger)
  • Sa. 15.08.26, 17.00 – 18.30 Uhr | M11 Einfüttern (Imkerkurs für Anfänger)
  • So. 16.08.26, 14.00 – 17.00 Uhr | BIWa-Sonntagsöffnung mit Versteigerung
    schöner Dinge durch Stadtrat Wolfgang Metzner von 15.00 – 16.30 Uhr

¹Pia Aumeier (2023): Ameisensäure sicher einsetzen mit Sachverstand. Bienenzucht 08/2023, S. 350.

Bienenweg-Verarbeitung 2026 – Honig, dem man vertrauen kann

Honigverarbeitung Bienenweg mit Christine Teamwork bei der Honigverarbeitung der Bienenweg-Ernte – wir waren dankbar um die Hilfe vom Bienenpaten-„Anhang“ Christine und Leon Liedtke sowie FKBB-Beirätin Marie Pailer, die stundenweise mit uns entdeckelten und schleuderten. Das im vergangenen Jahr Erlernte hatten sie nicht vergessen. Auch der 12-jährige Leon stellte sich trotz einiger stärker kristallisierten Waben sehr geschickt an.

Honigverarbeitung Bienenweg mit Leon

kaputte EntdeckelungsgabelLeider gab meine geliebte, von einem Altimker vererbte Entdeckelungsgabel den Geist auf. Stilbruch durch Materialermüdung. Heuer mussten vom Bienenweg 80 Waben verarbeitet werden, womit wir an zwei Tagen beschäftigt waren.

Honigverarbeitung Bienenweg mit Marie Nebenbei läuft die Broterwerbsarbeit weiter. Auch der Bienengarten muss gegossen werden, wobei eine neue Bienengarten-Fee namens Juline half. Spät am

Abend noch wurde noch der verblüthe Lavendel heruntergeschnitten und die leeren Honigrähmchen zum Ausschlecken zurück in die Völker gegeben.Bienengarten gießen mit Juline

Bienengarten gießen mit Juline

Tja, alle Hände voll zu tun, wie jedes Jahr. Doch dafür gibt es wieder wundervollen Honig, dem man vertrauen kann. Der ganze Prozess steht von Anfang bis Ende von Gästen und Helfenden unter Beobachtung. Transparenter geht’s nicht.

Übrigens: Auch heuer werden wir noch einmal bei den alten Preisen bleiben:
€ 9,00 für 500 g und € 5,00 für 250 g Bamberger Lagenhonig.

Karton mit Bamberger LagenhonigTipp 1: Ihr solltet euch einen kleinen Vorrat anlegen, denn die Asiatische Hornisse hat bereits Wiesengiech erreicht. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, wann Honig knapp werden könnte.

Als Bienenpatin oder -pate habt ihr jährlich Anspruch auf 1 Kilo Honig. Unsere Priorität ist klar: Erst kommen unsere Unterstützer*innen zum Zuge, versprochen.

Öffentliche Honigernte 2026: „Eine wertvolle Erfahrung, kaum in Worte zu fassen“

Öffentliche Honigernte zur BIWa-Sonntagsöffnung am Bienenweg in Bamberg / Iniative Bienen-leben-in-Bamberg.deUns erreichte ein sehr berührendes Feedback einer Mitarbeiterin des Landratsamts zur öffentlichen Honigernte am Lehrbienenstand „Bienenweg“ anlässlich der BIWa-Sonntagsöffnung. Motivation, die uns bsonders während dieser stark fordernden Wochen im Juli sehr gut tut.

„Ich möchte Ihnen gerne eine Rückmeldung zur gestrigen Veranstaltung, der Honigernte, geben. Es war eine so wertvolle Erfahrung, dass sie sich kaum in Worte fassen lässt. Mein Sohn hat seit gestern über kaum etwas anderes gesprochen. Er war unglaublich stolz darauf, dass er sich das getraut hat, und dieses Erlebnis wird ihm sicher noch lange in Erinnerung bleiben.

Vielen Dank für Ihre großartige Arbeit und Ihr Engagement. Solche Veranstaltungen sind etwas ganz Besonderes und schaffen bleibende Erinnerungen – für die Kinder genauso wie für die Eltern. […]“

Und das ist geschehen

26 Naturinteressierte trafen sich am Sonntag um 15 Uhr vor der Bienen-InfoWabe zu einer kurzen Ernte-Einweisung.

Öffentliche Honigernte zur BIWa-Sonntagsöffnung am Bienenweg in Bamberg / Iniative Bienen-leben-in-Bamberg.deAlle Kinder hatten Spaß daran, sich die Imkerschutzanzüge anzuziehen. Nachdem einem launigen „Fotoshooting“, einer ausführlichen Sicherheitseinweisung und dem Einsprühen mit Nelkenöl ging’s an den nahen Lehrbienenstand. Währenddessen betreute unsere FKBB-Beirätin Marie Pailer die Bienen-InfoWabe.

 

Am Lehrbienenstand

Am Lehrbienenstand herrschte bereits emsiges Treiben. Jungbienen waren dabei, sich einzufliegen, um nach ihren nun beginnenden Sammelflügen wieder sicher heimzufinden.

Öffentliche Honigernte zur BIWa-Sonntagsöffnung am Bienenweg in Bamberg / Iniative Bienen-leben-in-Bamberg.de

Nachdem der Smoker angezündet und seine Funktion erläutert war, gaben wir den größeren Kindern den Vortritt. Denn bei drei aufeinander gesetzten Honigräumen reichen die Kleineren auch  mit einer Klappleiter kaum ran an die Waben.

Öffentliche Honigernte zur BIWa-Sonntagsöffnung am Bienenweg in Bamberg / Iniative Bienen-leben-in-Bamberg.de

Reinhold Burger wies alle in den Umgang mit dem Stockmeißel ein. Mit diesem Werkzeug werden die durch Baumharz (Propolis) verkitteten Waben voneinander  gelöst.

Öffentliche Honigernte zur BIWa-Sonntagsöffnung am Bienenweg in Bamberg / Iniative Bienen-leben-in-Bamberg.de

Mit aller Kraft von Daumen und Zeigefinger gelang es, die Waben vorsichtig aus dem Honigraum senkrecht nach oben zu heben. Gar nicht so einfach, daher gab es von Reinhold ein wenig Unterstützung. Doch den Großteil erledigten sie schon selbst.

Öffentliche Honigernte zur BIWa-Sonntagsöffnung am Bienenweg in Bamberg / Iniative Bienen-leben-in-Bamberg.de

Schließlich hielten die kleinen Sonntagsgäste stolz die bis zu zwei Kilo schweren Waben in Händen. Die am Vortag eingelegte Bienenflucht¹ sorgte dafür, dass nicht allzu viele Bienen darauf saßen.

Öffentliche Honigernte zur BIWa-Sonntagsöffnung am Bienenweg in Bamberg / Iniative Bienen-leben-in-Bamberg.de

Die Bienen in den Honigräumen sind emsig damit beschäftigt, Wachsdeckel als schützende Schicht über den eingelagerten Honig zu befestigen. Außerdem fächeln sie mit ihren Flügeln, um den Honig zu kühlen und ihm das Wasser zu entziehen. Für die Menschen interessieren sie sich bei all ihrer fleißigen Arbeit überhaupt nicht. Trotzdem war es eine Herausfoderung für Klein wie Groß, sich zwischen ihnen zu bewegen.

Öffentliche Honigernte zur BIWa-Sonntagsöffnung am Bienenweg in Bamberg / Iniative Bienen-leben-in-Bamberg.de

Mit dem Abkehrbesen werden die noch ansitzenden Bienen vors Einflugloch abgekehrt. Um ein „Rollen“ der Bienen zu vermeiden, ist eine rasche Bewegung sinnvoll. Obwohl Reinhold es anbot, diese Tätigkeit zu übernehmen, wollten ein paar mutige Kinder dies gerne selbst ausführen.

Die Waben wurden dann rasch in die bereitgestellten Boxen verstaut, damit keine Bienen eingeschlossen wurden. Die bis zu 14 Kilo schweren Boxen wurden im Anschluss an die Sonntagsöffnung von unserem Bienenpaten Bernd Liedtke dankenswerterweise zu uns an den Obstmarkt gefahren. Mit dem Radanhänger wäre das ob des Gewichts verboten gewesen.

Honigverkostung

Die Kinder wurden für ihren Mut mit einem kleinen Büchlein und einem Aufkleber belohnt. In der Bienen-InfoWabe fand zum Schluss noch eine kleine Honigverkostung statt. Außerdem wurde erklärt, wie der Nektar zu Honig wird und worin der Unterschied zwischen Wald- und Blütenhonig besteht. Natürlich konnte der Honig auch gleich erstanden werden.

Infotafel Honig: Bamberger Lagenhonig

Die nächste öffentliche Honigernte findet am So., 18.07.2027 statt. Gleich mal vormerken! Doch so lange muss niemand mit einem Besuch bei uns warten oder für den Honigkauf warten. Die nächste BIWa-Sonntagsöffnung ist am 16.08.2026 von 14 bis 17 Uhr. Wir freuen uns auf euch!


Blick auf die BienenfluchtReinhold erläutert Funktion Bienenflucht¹Eine zwischen Honig- und Brutraum befindliche hölzerne Platte funktioniert für die Arbeitsbienen wie eine Einbahnstraße. Durch speziell geformte Öffnungen führt zwar der Weg vom oberen Honigraum nach unten in den Brutraum und mithin zur Königin, deren Duftspur sie folgen. Doch zurück gelangen sie wegen der sich konisch verengende Öffnung nicht mehr, so dass sich mit der Zeit der obere Honigraum von Bienen leert.

Erste Ernte am neuen Lagenstandort „Bio-Gärtnerei“

Es scheint am üppigen Angebot der Bio-Gärtnerei in der Mittelstraße zu liegen, dass unser abgeschwärmtes Bienenvolk unerwartet zehn Honigwaben zusammenbrachte.

Honigernte

Zur erstmaligen Honigernte am neuen Standort fanden sich neben Familie Niedermaier auch einige zufällig anwesende Stammkunden, darunter Thomas Klostermann aus dem Umweltamt, ein.

Alle Kinder durften sodann eine Honigwabe ziehen, und sogar den Kleinsten gelang dies mit entsprechender Unterstützung. Sie wussten ja … Bienen, die sammeln oder oben auf den Waben sitzen, sind nicht stechbereit.

Honigernte des Bamberger Lagenhonig am Standort "Bio-Gärtnerei" mit Familie Niedermaier

 

Honigverarbeitung

Am Obstmarkt, nach einem kleinen Imbiss, wurden die Waben entdeckelt …

Honigverarbeitung des Bamberger Lagenhonig vom Standort "Bio-Gärtnerei" mit Familie Niedermaier

Honigverarbeitung des Bamberger Lagenhonig vom Standort "Bio-Gärtnerei" mit Familie Niedermaier

… vorsichtig, damit nichts auf den Boden kleckert, zur Honigschleuder bugsiert, …

… in die Trommel versenkt …

Honigverarbeitung des Bamberger Lagenhonig vom Standort "Bio-Gärtnerei" mit Familie Niedermaier

… und kräftig an der Kurbel gedreht. Der Duft war köstlich, und nach ein paar Mal drehen und wenden war aller Honig herausgeschleudert.

Klar durfte der frische Honig auch probiert werden!

Sodann wurde mit dem Refraktometer der Wassergehalt gemessen und in einem vorgeschriebenen Honigbuch festgehalten.

Honigverarbeitung des Bamberger Lagenhonig vom Standort "Bio-Gärtnerei" mit Familie Niedermaier

Aus dem hochgestellten Honigtopf durften alle ein 250 Gramm Glas abzapfen …

… fest verschließen und etikettieren …

… und stolz mit nach Hause nehmen!

Honigverarbeitung des Bamberger Lagenhonig vom Standort "Bio-Gärtnerei" mit Familie Niedermaier

Super zusammengearbeitet, liebe Niedermaiers! Nun habt ihr unsere „Landwirtschaft ohne Grund und Boden“ sowie „euren“ Honig intensiv kennengelernt. „Summ, summ, summ …! Danke, Bienen!“

P. S.: Wir freuen uns, dass sich unser FKBB-Mitglied Sebastian trotz aller Termine Zeit genommen hatte, dieses tolle Erlebnis mit uns zu teilen. Wenn er also in nächster Zeit irgend jemanden Honig ums Maul schmiert, dann wisst ihr, woher das rührt! 😉

P. P. S: Entgegen unserer sonstigen Praxis und Vereinbarung verpixelten wir ausnahmsweise die Gesichter der Kinder unseres Oberbürgermeisters. Diesen Aufwand können wir aus Kapazitätsgründen ansonsten leider nicht standardmäßig anbieten. Vielen Dank für euer Verständnis.

Honigverarbeitung Bughof und Weide (BLIB-Imkerkurs für Anfänger, AK26, Modul 8)

Nach der Honigernte und einem Mittagsimbiss ging es ans Verarbeiten der eingebrachten Waben. Der jeweils am Vormittag geerntete Honig aus den Standorten Bughof (04.07. mit Antonia, Matthias, und Susanne) und Weide (11.07. mit Mareike, Johannes und Fabian) wurde entdeckelt, verkostet, der Wassergehalt gemessen, geschleudert, in Gläser abgefüllt und etikettiert.

1. Start in die Verarbeitung

Wir begannen mit Hinweisen zum Einrichten einer sinnvollen Verarbeitungsstrecke, erläuterten ein paar Grundlagen der Lebensmittelhygieneverordnung, des Arbeitsschutzes und erklärten die verwendeten Gerätschaften und empfehlenswerten Publikationen, ausleihbar aus unserer Imker-Bibliothek.

Die relevanten Vorgänge werden in einem „Laufzettel“ eingetragen, der jede Ernte und ihre Verarbeitung, bei uns getrennt nach Standorten („Lagen“), begleitet. Neben unserer hausgemachten Excel-Ausfertigung des sogenannten „Honigbuchs“, welches wir in der Kursorganisation zur Verfügung stellen, gibt’s zu Dokumentationszwecken eine einfache Variante unter „Die Honigmacher“. Ein Honigbuch ist Pflicht, sobald Honig in Verkehr gebracht wird, ob verschenkt oder verkauft.

2. Waben entdeckeln

Die Rätselaufgabe, wie wohl die einzelnen Teile des Entdeckelungsgeschirrs zusammenzufügen sind, wurde schnell gelöst.

Zur Auswahl standen Entdeckelungsgabeln in unterschiedlicher Ausführung wie Holz- oder Plastikgriff. Jede/r konnte ihr/sein Lieblingsgerät für sich entdecken. Ziel ist, die Waben beim Abheben der Wachsschicht möglichst nicht über Gebühr zu beschädigen, damit sie später beim Ausbauen von Wabenzellen nicht zu buckelig werden und damit das Bewegen und Herausziehen der Rähmchen in den Beuten erschweren. Was mit dem wertvollen Entdeckelungswachs geschieht, wird näher erläutert im Modul 10.

3. Wassergehalt messen

Um den Wassergehalt festzustellen, der unter 20% (DIB: 18%) sein muss, wurde die Nutzung des Refraktometers, wie sie übrigens auch Winzer/innen verwenden, geübt. Je optimaler der Lichteinfallswinkel und die Lichtstärke sind, desto schneller lässt sich der Prozentwert auf der Skala erfassen.

Grundsätzlich sollte mehrmals gemessen und ein Durchschnittswert ermittelt werden, also z. B. einmal direkt aus der Wabe heraus (je nach Trachteintrag und -zeitpunkt sind die Werte durchaus unterschiedlich), dann beim Schleudervorgang aus dem Abflusshahn heraus sowie nach dem Durchmischen und vor dem Abfüllen aus dem Honigtopf. Apropos Durchmischen: Die Ausgabe für einen wirklich großen Kochlöffel lohnt sich!

Das Umgebungsklima nimmt direkt Einfluss auf die Werte. Je höher also die Raumfeuchtigkeit, desto höher kann auch der Wert schnellen. Falls die Werte zu hoch sein sollten, findet ihr in einem eigenen Blogbeitrag Tipps, wie sie zu senken sein können.

20% Wassergehalt ist laut Honigverordnung erlaubt, doch unserer Erfahrung nach ist das bereits zu hoch. 18% schreibt der Deutsche Imkerbund, D.I.B., seinen Lizenznehmern vor. Honig ab 19 % erhält bei uns daher nur zwei Jahre Halbarkeitfrist, da sich die Konsistenz – vor allem bei suboptimaler Lagerung – schneller verändert. Auf die Qualität des Geschmacks muss sich das aber nicht auswirken. Er könnte allerdings schneller in Gärung geraten und ist dann nur noch als Backhonig verwertbar.

4. Verkostung / Tasting

Natürlich schmeckte der selbstgeerntete Honig einfach nur gut. Doch dabei wollen wir es nicht belassen. Das Honig-Aromarad hilft, Feinheiten des Honigs in Sachen Geruch, Konsistenz, Mundempfinden (Sensorik), Geschmack und im Abgang – wie beim Wein auch! – herauszufinden und zu beschreiben. Für Verkaufsgespräche und bei Beanstandungen nicht ganz unwichtig.

Schmeckt der Honig beispielsweise etwas herb-bitter und „medinzinisch“ und hat einen Grünstich, handelt es sich meist um Lindenhonig und nicht um einen chemisch verunreinigten Fall, wie mal eine Kundin mutmaßte. Doch, Achtung! Nicht einfach auf Verdacht eine Sortenbzeichnung aufs Etikett schreiben! Es dürfen nur laboruntersuchte Honigsorten angegeben werden. Daher noch ein paar Grundinformationen zu Honigrichtlinien als Verbrauchertipps zusammengefasst (unser Blogbeitrag).

Seit 2013 im Dauereinsatz – unsere Eislöffelchen, gespendet von Eddy Weiss aus der WunderburgDas beste Geschmackserlebnis ist mit Porzellanlöffel zu erzielen. Wir verwenden allerdings seit 13 Jahren (!) die damals von Eddy Weiss aus der Wunderburg an die Schulbiene gespendeten Eislöffelchen. Und, ja, sie sind aus Plastik. Allerdings auch überaus haltbar, insofern nachhaltig.

5. Schleudern

Zunächst – Kontrolle! Ist der Quetschahn des darunter stehenden Honigtopfs auch wirklich, wirklich fest zugedreht?! Nebenbei: Ein kleiner Eimer mit kaltem Aufwischwasser und Wischlappen in der Nähe empfiehlt sich.

Das tropffreie Einsetzen der nun offenen Honigwaben in die Schleuder ist die haptisch gesehen größte Herausforderung. Wer über dickere Rähmchenoberträger verfügt, hat hier eindeutig einen grifflichen Vorteil. Alle anderen suchen sich eine dritte Hand, die den Boxendeckel als Tropfschutz unter der Wabe mitführt.

Die Waben wurden in unserer Vier-Waben-Tangentialschleuder sicher in die dafür vorgesehenen Löcher und in gleicher Richtung zeigend eingeführt. Dabei sollten sich wenigstens die sich gegenüberliegenden Waben vom Gewicht her gleichen, um Unwucht zu vermeiden. Kaufempfehlungen für Low-Budget-Schleudern für die Kleinstimkerei siehe in der internen Kursorganisation. Möglich wäre aber auch Tropfhonig, also nur über Sieb und Topf.

Die Anschleuderung erfolgt zunächst noch mit mäßigen Tempo zweckst Verhinderung von Wabenbruch. Dann werden die Waben in der Trommel gewendet unter erneut ruhigem und gleichmäßigem Schleudern.

Ab der nächsten Wendung kann dann „speedy gemacht“ werden. Wer im Team arbeitet, kann sich die Trommel dabei festhalten lassen. Dabei aber nicht zu stark auf den Deckel drücken, falls er aus Plexiglas besteht!

Nun noch ein letztes Mal wenden, feste schleudern, dann die leere, jetzt federleichte Wabe herausnehmen und in die bereitstehende Box stellen.

Nicht vergessen: Rechtzeitig den Quetschhahn über den mit einem Sieb versehenen Honigtopf öffnen, damit der steigende Honigstand in der Trommel nicht das mittig angebrachte Lager erreicht. Und immer wieder einmal einen Blick darauf werfen, ob die Ausflussöffnung auch wirklich noch über dem Topf ist, da die Trommel gerne – vor allem bei Unwucht – das Wandern beginnt.

Den Moment des ersten Honigflusses einer jeglichen Standort-Verarbeitung begleiten wir traditionell unter musikalischer Begleitung von Vivaldis „Vier-Jahreszeiten“ in der Aufnahme des legendären Dirigenten Herbert von Karajan. Denn vier Jahreszeiten lang begleiten wir unsere Bienen in ihrer unendlich kleinteiligen Arbeit, Honig zu erzeugen. Das muss gewürdigt werden!Honigverarbeitung Weide (AK25, Modul 8, Imkerkurs für Anfänger von Bienen-leben-in-Bamberg.de)

6. Abfüllen

Nach drei Tagen Ruhestellung des Honigtopfs können die Schwebteilchen, die sich als Oberschicht abgesetzt haben, abgeschäumt und der Honig abgefüllt werden.

Honigverarbeitung Weide (AK25, Modul 8, Imkerkurs für Anfänger von Bienen-leben-in-Bamberg.de)

Ein so langes Warten war natürlich in unserem Kurs nicht drin. Daher durfte der Vorgang des Abfüllens bereits jetzt schon geübt werden. Alle durften sich das fertige Honigglas gleich mit nach Hause nehmen. Die Schwebteilchen, die dabei noch in Kauf genommen werden, bedeuten keinen Qualitätsmangel. Sie sorgen jedoch für etwas optische Eintrübung und schnellere Kristallisierung. Der Kunde möchte es anders – aber wir wissen, wie lecker Honig auch in „naturtrübem“ Zustand ist!

Honigverarbeitung Weide (AK25, Modul 8, Imkerkurs für Anfänger von Bienen-leben-in-Bamberg.de)

Wichtig: Vor dem Abfüllen zeitnah die Gläser und Deckel in der Spülmaschine ohne Zusatz von Reinigungsmittel bei 60° C spülen. Auch mit neu erworbenen Gläsern, obwohl das der Gesetzgeber nicht verlangt, da sie steril aus der Fabrik kommen. Aber … ganz ehrlich … wer weiß schon, wie lange und wo diese lagerten. Staub- und geruchsfrei sind sie sicherlich nicht.

7. Wiegen

Genau 250 Gramm abzuwiegen sieht leichter aus, als es ist. Geduld und Augenmaß sind dafür notwendig – und natürlich eine geeichte Waage!

Ob geliehen oder gekauft – für den gewerblichen Verkauf von Honig muss sie alle zwei Jahre (statt jährlich wie vor 2020 noch geltend) geeicht werden. Zeitpunkt ist das Jahr, in welchem die Waage vom Hersteller geeicht und nach dem Kauf im Eichamt angemeldet wurde. Verantwortlich für das korrekte Eichdatum ist die/der Nutzer/in der Waage.

Eine Unterlassung der Kontrolle stellt eine kostenpflichtige Ordnungswidrigkeit dar. Es gilt das Mess- und Eichgesetz und die Mess- und Eichverordnung. Zum „Eich-TÜV“ hier unser einführender Blog- und Erfahrungsbericht.

8. Beschriften und Aufkleben der Etiketten

Mit dem Beschriften und Aufkleben der Etiketten endete nach jeweils etwa 6 bis 7 Stunden das Modul 8. Doch nicht, bevor wir noch einige Infos zu den allfälligen Verordnungen losgeworden sind. Diese sind: Lebensmittel-Informationsverordnung | Loskennzeichnungs-Verordnung | Verpackungsgesetz (VerpackG).

9. Zuletzt: Saubermachen

Den Teilnehmenden blieb das Saubermachen als „Übungsstoff“ erspart. Doch Tipps gibt es auch hierfür: So darf man Honig und Wachs nur mit lauwarmen Wasser entfernen, da sonst alles eher schmierig wird. Außerdem ist es nicht notwendig, die Geräte einzuschäumen. Klares Wasser genügt in den meisten Fällen.

Honig nicht zu lange auf Materialien aller Art (ausgenommen Glas) einwirken lassen, denn er enthält Säure, die auf die Dauer so ziemlich alles angreift. Also bald säubern, gut trocknen lassen und staubfrei verwahren. Damit’s im nächsten Jahr gleich wieder Spaß macht, loszulegen.

Das Entdeckelungswachs aus der Ernte, die übrigens 97,25 Kg betrug, hatte ein Gewicht von 3 Kg, allerdings mit immer noch etwas Honig dabei. Denn auch, wenn wir die Entdeckelungswanne über Nacht abtropfen ließen, kommt immer noch etwas zusammen. Es gäbe übrigens im Handel ein Netz zum Ausschleudern des Wachses, aber das lohnt sich sicher nur für große Mengen.

Wir freuen uns, dass es wieder allen Spaß gemacht hat. Und für unsere Bienenpatinnen und -paten: Ab sofort könnt ihr euren Bienenpatenhonig abholen. Einfach anrufen für einen Termin!

Der Imkerkurs für Anfänger 2025 hat nun zwei Drittel seiner Module hinter sich gelassen. Nun geht es nahtlos über ins Einwintern. Und ein bisschen Feiern wollen wir auch noch! Bis bald!