Mi., 10.04.24 – MonatsBeeTrachtungen April (mit Stammtisch)

Biene an Kirschblüte (Sauerkirsche9Logo für alle Schwerpunktthemen (= Bienen, Honig, Imkerei, Natur) der Bienen-InfoWabeMi., 10.04.24 – MonatsBeeTrachtungen April (mit Stammtisch)

Wann? Mi., 10.04.24 | ab 19 Uhr – jeden 2. Mittwoch im Monat
Wo? Vereinshain, Galgenfuhr 30, in Bamberg (Vereinssportgasttätte TSG 05 gegenüber Jahnwehr. Reichlich Parkmöglichkeiten, behindertengerecht.)
Für wen? Imker/innen und alle Interessierten, auch ohne Kenntnisse und Ambitionen, aber mit viel Liebe zu den Bienen, Honig, Imkerei und Natur!
Was? Informative Vorschau zu aktuellen imkerlichen Arbeiten des laufenden Monats und phänologische Hinweise zu Blühtrachten. Im Kurzvortrag ab 19 Uhr informiert Ilona Munique über nützliche Natur-Apps zu Flora und Fauna und lädt zum Austausch über weitere beliebte Apps aus. Mit Meinungsaustausch bei geselligem Beisammensein und Schwofen über unsere Lieblingsthemen.
Referenten? Reinhold Burger (Bienenwirtschaftsmeister u. -sachverständiger) und Ilona Munique (Imkerin)
Und sonst? Die sogenannten Monatsbetrachtungen sind Tradition lehrender Imker(inn)en, die ihre langjährigen Erfahrungen systematisch aufarbeiten und sich dabei „in die Karten schauen“ lassen.

Impressionen zur Saisoneröffnung der Bienen-InfoWabe 2024

Unterstützt von meinem Onkel legten wir zum Saisonstart der Bienen-InfoWabe (BIWa) letzte Hand an, und sobald der Osterstrauß geschmückt und unsere Mägen gestärkt waren, freuten wir uns über unsere zahlreichen Gäste am Ostersonntagnachmittag. Darunter unsere Bienenpatin Michaela Then sowie Imkerkolleginnen und -kollegen und etliche Nachbarn aus dem ERBA-Gebiet, die unser vorheriges emsiges Treiben bereits gespannt beobachtet hatten und sich mit uns freuten, dass es endlich wieder losgeht an der BIWa.

Die jungen Besucher stachen Osterschmuck aus Waben aus, nachdem die Familien einen Crashkurs zum Thema Bienen und Bestäubung, Honig und Imkerei erhalten hatten.

 

 

Im Bienengarten wurden die botanischen Pflanzschilder und die Infotafeln studiert und sich Anregungen für den eigenen Garten geholt. Auch der Osterbrunnen erhielt viel Zuspruch, ebenso die Puzzlebeute. Doch vor allem wurde gechillt, geplaudert und der Osterfrieden genossen! Saisonstart der Bienen-InfoWabe am Ostersonntag 2024 / Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de und FKBB e. V.

 

Wer uns heuer besuchen kommen will, hat jeden 3. Sonntag im Monat Gelegenheit, also am 21.04. | 19.05  | 16.06. mit Lavendel- und Honigmesse | 21.07. mit öffentlicher Honigernte | 18.08. | 15.09. als Saisonabschlussfeier mit Preisvergabe BBU.

… und der Bamberger Bienengarten am Bienenweg 1 ist ohnehin jederzeit zugänglich. Den Bamberger Lagenhonig gibt’s immer dann, wenn wir vor Ort sind. Da der Garten gepflegt werden will, ist das durchaus wöchentlich der Fall. Ihr könnt uns auch vorher anrufen und wir machen gerne einen Termin mit euch aus. Wir sehen uns!

Jahresprogramm 2024 der Initiative BLIB und des FKBB

Logo FKBB e. V.Logo Bienen-leben-in-Bamberg.de (BLIB)Die Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de (BLIB) plant zusammen mit dem Förderkreis Bienenleben e. V. (FKBB) für die kommende Saison wieder einige Veranstaltungen. Diese und weitere zahlreiche feste Einzeltermine, z. B. zum Stadtradeln oder Teilnahmen bei anderen Veranstaltern, erfahrt ihr unter Aktivitäten und Termine.

Biene auf Osterei (Osterbrunnen Hollfeld)Start ist am Ostersonntag von 14 bis 17 Uhr mit einem Tag der offenen Tür. Im Informationszentrum am Bienenweg 1 im Erba-Park lässt sich alles rund um Bienen, Honig, Imkerei und Natur erkunden. Spezielle Führungen können auch zu anderen Terminen vereinbart werden.

Bienen-InfoWabe am Bienenweg 1, seit 2023 mit PV-AnlageGeöffnet ist die Bienen-InfoWabe für die Bevölkerung von April bis September an jedem dritten Sonntag im Monat von 14 bis 17 Uhr.

Öffentliche Honigernte zur BIWa-Sonntagsöffnung am Bienenweg in Bamberg / Iniative Bienen-leben-in-Bamberg.deEin Highlight stellt die öffentliche Honigernte am 21. Juli ab 15 Uhr dar. Mutige dürfen selbst Hand anlegen und unter der Anleitung von Imkermeister Reinhold Burger und Imkerin Ilona Munique eine Wabe ernten. Kinder, die nur zusehen wollen, dürfen trotzdem in einen Imkeranzug schlüpfen.

Philippe Eulig (Presseprecher) mit Anja Konzelmann (Gruppenleiterin) der Naturschutzgruppe der Offenen Behindertenarbeit (OBA) der Lebenshilfe Bamberg, Preisträger Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis 2023 (BBU23)Zum Saisonende am 15. September wird der jährliche Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis (BBU) im feierlichen Rahmen überreicht. Ausgezeichnet werden Institutionen und Personen, die sich um die Themen Bienen und ihren Lebensraum, um Honig und Imkerei verdient machten. Eine Bewerbung oder ein Vorschlag kann jederzeit eingereicht werden.

Außerhalb der Bienen-InfoWabe

Aromagarten ErlangenDie kostenlose Bildungs-Exkursion des FKBB führt am 25. Mai von 13 bis 17 Uhr in die Gärten von Erlangen. Erkundet werden der Botanische Garten und der Aromagarten. Treffpunkt ist am Eingang zum Schlossgarten am Café Mengin in Erlangen.

Logo Tierschutzverein-BerganzaUm sich mit themenverwandten Institutionen auszutauschen, finden heuer wieder zwei Netzwerk-Exkursionen statt. Am 8. Juni von 15 bis 17 Uhr besuchen wir das Tierheim Berganza.

Jurymitglied Franz Spindler mit Reinhold BurgerAm 5. Oktober ab 17 Uhr geht es zum Imkerverein „Bienenfreunde Zapfendorf“. Anmeldungen erleichtern die Organisation, beispielsweise zu Fahrgemeinschaften.

MonatsBeeTrachtungen mit Imker-Stammtisch von BLIB, Bienen-leben-in-Bamberg.deAn jedem zweiten Mittwoch im Monat um 19 Uhr treffen sich am Bienenthema Interessierte zu den „MonatsBeeTrachtungen“. Nach einem Kurzvortrag zu Schwerpunkthemen folgt das gesellige Beisammensein in der Sportgaststätte „Vereinshain“ an der Galgenfuhr.

Wir freuen uns, euch bei der einen oder anderen Veranstaltung (wieder) zu sehen!

Mi., 13.03.24 – MonatsBeeTrachtungen März (mit Stammtisch)

Biene an Salweide, Hainpark BambergLogo für alle Schwerpunktthemen (= Bienen, Honig, Imkerei, Natur) der Bienen-InfoWabeMi., 13.03.24 – MonatsBeeTrachtungen März (mit Stammtisch)

Wann? Mi., 13.03.24 | ab 19 Uhr – jeden 2. Mittwoch im Monat
Wo? Vereinshain, Galgenfuhr 30, in Bamberg (Vereinssportgasttätte TSG 05 gegenüber Jahnwehr. Reichlich Parkmöglichkeiten, behindertengerecht.)
Für wen? Imker/innen und alle Interessierten, auch ohne Kenntnisse und Ambitionen, aber mit viel Liebe zu Bienen, Honig, Imkerei und Natur!
Was? Informative Vorschau zu aktuellen imkerlichen Arbeiten des laufenden Monats und phänologische Hinweise zu Blühtrachten. Schwerpunktthema ist in diesem Monat eine Rückschau auf das Imkerforum in Veitshöchheim mit einem Vortrag auf die Auswirkungen des Klimawandels auf die Imkerei. Im Anschluss Meinungsaustausch bei geselligem Beisammensein und Schwofen über unsere Lieblingsthemen.
Referenten? Reinhold Burger (Bienenwirtschaftsmeister u. -sachverständiger) und Ilona Munique (Imkerin)
Und sonst? Die sogenannten Monatsbetrachtungen sind Tradition lehrender Imker(inn)en, die ihre langjährigen Erfahrungen systematisch aufarbeiten und sich dabei „in die Karten schauen“ lassen.


Monatsbetrachtungen März 2024 zu Bienen und Imkerei

Übersicht

Phänologie und Bienen: Startschuss Salweide

Honigbiene an Salweide (Salix caprea) i im Hainpark Bamberg, Hollergraben

Die Zeigerpflanze für die Betreuung der Bienenvölker im März stellt die Blüte der Salweide dar. Zu diesem Zeitpunkt brüten die Völker bereits stark. Der Übergang von den Winterbienen zu den Sommerbienen nimmt jetzt volle Fahrt auf. Für die Imker/innen bedeutet das, die Mäusegitter zu entfernen und die auf einer Zarge überwinterten Völker mit einer zweiten Brutzarge zu erweitern.

Vereinzelt haben wir bereits blühende Weidenkätzchen gesichtet. Der Deutsche Wetterdienst prognostiziert am 29.2. den Blühbeginn der Salweide in Deutschland für den 3. März.

Auffällig im Landschaftsbild sind die männlichen Weidenkätzen. Sie liefern den Bienen reichlich Pollen zur Aufzucht von Jungbienen. Die relativ unscheinbar erscheinenden Blüten der weiblichen Salweide versorgen die Völkern hingegen mit reichlich Nektar.

Futterkontrolle

Im März sind immer wieder Kälteeinbrüche zu erwarten. Daher bitte darauf achten, dass die Völker mindestens fünf bis sieben Kilogramm Futtervorräte besitzen. Denn mit zunehmender Bruttätigkeit benötigen die Völker entsprechen mehr Futter. Besonders in diesem Jahr mit seinem warmen Winter verbrauchten einige unserer Völker mehr Vorräte als üblich.

Nachfüttern

Aufkratzen der verdeckelten FutteraltwabeBeste Methode zum Nachfüttern ist, eine Futterwabe an den Rand des Bienensitzes zu geben. Entweder hat man noch eine Futterwabe vorrätig, oder man entnimmt Völkern mit überschüssigen Vorräten eine Futterwabe. Bitte nur Futterwaben von eigenen Völkern verwenden, um eine Übertragung von Faulbrut zu vermeiden.

Zweitbeste Möglichkeit besteht in der Gabe von Flüssigfutter und zusätzlichen Futterteig. Sofern die Bienen noch in der Traube sitzen, Flüssigfutter von unten mittels Schale im hohen Boden reichen (siehe Beschreibung Notfüttern, Monatsbetrachtung Februar 2024). Bei anhaltendem Flugwetter besteht bei dieser Variante jedoch die Gefahr einer Räuberei. Es ist dann besser, mit einer Futtertasche zu füttern, die direkt neben den Bienensitz gehängt wird. In beiden Fällen für eine ausreichende Aufstiegshilfe mittels Stroh oder Äste sorgen.

Als Flüssigfutter eignet sich eine Zuckerlösung 3:2 (Verhältnis Wasser zu Zucker) oder Futtersirup. Zusätzlich kann Futterteig direkt über den Bienensitz aufgelegt werden. Generell hat Futterteig allerdings den Nachteil, dass die Bienen zu seiner Aufnahme Wasser benötigen, das sie erst mühsam eintragen müssen.

Mäusegitter entfernen

Entfernen des MäusegittersFrühlingshafte Temperaturen im März lassen die Mäusegitter überflüssig werden. Bei Tagestemperaturen über 10 °C gehen die Bienen aus der Wintertraube. Sie können sich jetzt gegen Eindringlinge selbst wehren. Daher entfernen wir zur Salweidenblüte bei allen Völkern die Mäusegitter.  Das Flugloch bleibt geöffnet und wird nicht mit einem Fluglochkeil eingeengt. Das gilt auch für die im letzten Jahr gebildeten Jungvölker. Jetzt tragen die Bienen reichlich Pollen ein. Lässt man das Gitter am Flugloch, wirkt es wie eine Pollenfalle. Beim Durchschlüpfen verlieren sie ihre mühsam gesammelten Pollenhöschen.

Mit zweiter Brutzarge erweitern

Jungvölkern, die wir in einer Zarge (Zander-Vollzarge) überwinterten, setzen wir zur Salweidenblüte einen zweiten Brutraum auf. Die Erweiterungszarge bestücken wir mit hellen, ausgebauten Waben. Diese entstammen aus den Honigräumen des letzten Jahres. Falls keine ausgebauten Waben vorhanden sind, erweitern wir nur mit Mittelwandrähmchen. Bei gemischter Verwendung von Mittelwandrähmchen und ausgebauten Waben werden letztere zentral, also in die Mitte der Zarge eingehängt.

Gesundheitszeugnis beantragen

Sollen Völker gekauft oder verkauft und sie deshalb an einen anderen Stand gebracht werden, bitte rechtzeitig an ein Gesundheitszeugnis denken (Vorschrift laut Bienenseuchen-Verordnung, BienSeuchV). Das Zeugnis bescheinigt, dass die Bienenvölker eines Standes nicht in einem Faulbrutsperrbezirk stehen und frei von der Amerikanischen Faulbrut sind, daher auch die Bezeichnung Seuchenfreiheitsbescheinigung. Näheres erfahrt ihr in unserem Blogartikel „Rund um das veterinäramtliche Gesundheitszeugnis / Amtstierärztliche Bescheinigung in Sachen AFB in Bamberg und Region“..

Termine & Fortbildungen

Wunderschöne Erstfrühlingstage euch und euren Bienen!

 

Mo., 04.03.24 – Infoabend Imkerkurse / Kursberatung


Mo., 04.03.24 – Infoabend Imkerkurse / Kursberatung

Logo für das Schwerpunktthema: Imkerei der Bienen-InfoWabeLogo BLIB-Imkerkurse für Anfänger, Fortgeschrittene & VertiefungWann? Mo., 04.03.24  |  19.00 – 20.30 Uhr
Was?
Bienen halten – ist das was für mich?! Informationen und Beratung zum Imkerkurs für Anfänger*innen und Vertiefungsseminare, Einblick ins Kursgeschehen, gegenseitiges Kennenlernen.
Wo? Online: https://meet.jit.si/kursinformationen
Bitte installieren Sie auf ihren Mobilgeräten die App Jitsi Meet.
Kosten, Anmeldung und Programm? Keine Kosten, keine Anmeldung. Einfach reinklicken. Hotline im Falle technischer Probleme: 0951-309 45 39.
Imkerkurs für Anfänger 2024 -> Webseiten | PDF [Programm BLIB-Imkerkurs-Anfaenger-AK24]

Veitshöchheimer Imkerforum 2024 (2)

Hinweisschild zur Bienentagung, dem ImkerforumAm 03.02.2024 fand das Veitshöchheimer Imkerforum in Präsenz und Online statt. Nach dem ersten Teil unseres Berichts folgt nun die Fortsetzung.


Vortrag: Zukunftsfähige Imkerei Bayern: Von der Freizeitimkerei zur Erwerbsorientierung – wie kann dieser Schritt gelingen?

Artur Kammerer vom Institut für für Bienenkunde und Imkerei (IBI) stellte einleitend anhand von statistischen Zahlen die Situation des Sektors „Imkerei in Deutschland“ vor und arbeitete anhand von vier Themenclustern heraus, welche Punkte zbeim Schritt von der Freizeitimkerei in Richtung Erwerbsimkerei zu beachten sind.
Die beleuchteten Cluster waren:
  • Imker/in, Familie, Wissen
  • Prozesse, Produkte
  • Ergebnis / Finanzen
  • Kundin / Kunde

Als Grundlage für eine Marketingstrategie wurden die Instrumente des 4P-Modells (Produkt, Preis, Platzierung, Promotion) vorgestellt. Zur Bewertung und Positionsbestimmung des eigenen Betriebs konkretisierte Kammerer beispielhaft Kennzahlen aus Betriebs-, Zeitreihen- sowie Plan/Ist-Vergleichen speziell für Imkereien.

Mit dem Vortrag gab Kammerer Einblick in das Projekt ZuFi (Zukunftsfähige Imkerei), welches am IBI im April 2023 mit ein Laufzeit bis Juli 2025 startete.


Vortrag: Auswirkungen des Klimawandels auf Bienen und Handlungsempfehlungen für die Imkerschaft

Hitze-Bienenbart vor der Beute in den Buger Wiesen / Bienen-leben-in-Bamberg.deLena Wehner vom Institut für Bienenkunde und Imkerei (IBI) skizzierte in ihrem Vortrag den Einfluss des Klimawandels auf Honigbienen. Höhere jährliche Durchschnittstemperaturen bedingen beispielsweise einen Trend zur Vorverlegung des Reinigungsfluges um 28 Tage im Zeitraum von 1982 bis 2011. Gleichzeitig lassen sich Verschiebungen in den phänologischen Jahreszeiten beobachten. Daneben begünstigt der Klimawandel die Lebensverhältnisse invasiver bienenschädigender Arten.

Ziel des Projekts KliBi ist es, die Auswirkungen von Extremtemperaturen auf die Fitness der Einzelbiene (Individualebene) sowie auf die Entwicklung des ganzen Volkes (Volksebene) zu erforschen. Gleichzeitig sollen auch die Möglichkeiten imkerlicher Gegenmaßnahmen und Handlungsoptionen untersucht und auf ihre Wirksamkeit überprüft werden.

Die Auswirkung von Hitze auf die Entwicklung von Honigbienen wird mittels Brutschrank simuliert. Thermoschiede als Hilfe zur Temperaturregulierung sollen mittels Messung von Temperaturverläufen und Populationsschätzungen untersucht werden. Weitere Forschungsfrage ist beispielsweise, ob und inwieweit sich die Attraktivität von Wassertränken erhöhen lässt. Als konkrete Maßnahme wurde die Auswirkung von weiß angestrichenen Blechdeckeln auf die Temperatur im Bienenstock untersucht.

Auf die Veröffentlichungen von Forschungsergebnissen darf man gespannt sein. Weitere Informationen auf der Projektseite https://www.lwg.bayern.de/bienen/bildung_beruf/344917/index.php.

Fragen aus dem Publikum und dem Chat zum Vortrag von Frau Wehner:

F: Thermoschiede, welche werden angewandt?
AW: Selbstgebaute Thermoschienen mit Alufolie umwickelt.

F: Seit wann laufen die Versuche?
AW: Erst letztes Jahr mit der Versuchsreihe angefangen.

F: Weiße Abdeckungen – gibt es andere Materialien als Blech?
AW: Weiße Deckel konnten problemlos angefasst werden. Es macht einen deutlichen Unterschied, wenn man sie weiß (Heizungsfarbe, matt) anstreicht. Eine andere Alternative haben wir nicht getestet.

F: Satteldächer mit Luft bzw. Blechdächer mit Holzleisten – macht es einen Unterschied in der Temperatur?
AW: Es war nur ein geringer Unterschied.

F: Gibt es schon Ergebnisse, wo veröffentlicht, ab wann?
AW: Ergebnisse werden Ende diesen/Anfang nächsten Jahres veröffentlicht, vielleicht auf der Internetseite des IBI unter der Rubrik „Forschungsberichte“.

Zwischeninfo von Dr. Berg: Obwohl wir eine dicke Dämmplatte hatten, wirkt die Hitze in die Beuten hinein.

F: Wie sieht es im Winter aus? Wird das auch untersucht?
AW: Wäre eine Untersuchung wert, aber es geht im Moment um die Klimaerwärmung.

F: Verständnisfrage: Was ist eine Wasserwabe?
AW: Leere Wabe in ein Wasserbecken tauchen und Wabenzellen volllaufen lassen.


Abschlussdiskussion

Hier eine Zusammenfassung der Fragen und Antworten in der Schlussrunde:

F: Ist die Vespa Velutina nachtaktiv?
A: Nein, ist nicht nachtaktiv.

F: Hat die „Galizische Mischung“, also ohne Weißwein, Räuberei ausgelöst?
A: Nein, hat keine Räuberei ausgelöst.

F: Die Vespa Velutina baut auch in Wohnbereichen und in niedriger Höhe (Sekundärnester). Ist sie eine Gefahr nicht nur für den Imker, sondern durch Stiche auch für die Bevölkerung?
A: Sie ist nicht nur ein imkerliches Problem. Die Vespa Velutina hat sehr starke Völker und braucht für die eigene Ernährung Kohlenhydrate. Dazu werden 11-20 Kg pro Volk und Jahr an Insekten vertilgt. Das ist eine Gefahr für die Biodiversität.

In Frankreich wurde eine deutliche Zunahme von Stichattacken auf Erntehelfer (Obst-, Weinernte) beobachtet. Die Fälle anaphylaktischer Schocks infolge von Insektenstichen haben sich in Frankreich verdoppelt.

F: Wie ist das Vorgehen, wenn Nester der Vespa Velutina in geschützten Bereichen hängen, z. B. Truppenübungsplatz, oder wo man nicht herankommt?
A: Locknester bauen.

F: Zu welchen Zeitpunkt und wie lange wurden die Anwendung der Oxalsäurestreifen durchgeführt?
A: Zeitraum war zur Sommerbehandlung Ende Juli mit einer Dauer von 6-8 Wochen. Es wurde sich an die Vorgaben der Hersteller gehalten.

F: Wie sehr geht die LWG/IBI auf biotechnische Maßnahmen ein?
A: Es wird auf den 3-teiligen Flyer zur Varroabehandlung hingewiesen, in welchen auf  biotechnische Verfahren, wie komplette Brutentnahme, Käfigen der Königin, Bannwabenverfahren etc. eingegangen wird.

# Tropilaelaps-Milbe

F: Die Tropilaelaps-Milbe breitet sich Richtung Europa aus. Wie wird die Gefährdung eingeschätzt?
A: Im asiatischen Raum wird die Gefährdung hoch eingeschätzt. Die Tropilaelaps-Milbe wird gegenüber der Varroa-Milbe die Oberhand gewinnen. Die Tropilaelaps-Milbe überträgt auch Krankheiten. Virenübertragung findet wie bei der Varroa-Milbe statt.

F: Wie geht die Tropilaelaps-Milbe mit Brutpausen um?
A: Sitzt auch auf erwachsenen Bienen.

F: Wie thermoresistent ist die Tropilaelaps-Milbe?
A: Es sind noch keine Zahlen bekannt. Zur Behandlung in die verdeckelte Brut hinein steht die Ameisensäure zur Verfügung. Eine Ameisensäurebehandlung wird allerdings durch steigende Temperaturen infolge des Klimawandels schwieriger.

Veitshöchheimer Imkerforum 2024 (1)

Hinweisschild zur Bienentagung, dem ImkerforumAm 3. Februar 2024 fand das Veitshöchheimer Imkerforum in Präsenz und Online statt. Hier unser erster Teil des Berichts.

Begrüßung

  • Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG), Leiter des Instituts für Bienenkunde und Imkerei (IBI) Dr. Stefan Berg

Grußworte

  • Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG), Präsident Andreas Meier
  • Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StmELF), Leiter des Referats L6 (Kleine Nutztiere, Geflügel, Bienen) Andreas Becker
  • Freunde des Instituts für Bienenkunde und Imkerei e. V., 1. Vorsitzender Andreas Schrauth
  • Deutscher Berufs und Erwerbs Imker Bund e. V. (DBIB), Präsidentin Annette Seehaus-Arnold
  • Landesverband Bayerischer Imker e. V. (LVBI), Präsident Stefan Spiegel
  • Verband Bayerischer Bienenzüchter e. V. (VBB), 1. Vorsitzender Franz Vollmaier

Berichte aus dem Institut für Bienenkunde und Imkerei
– Aktuelles aus Forschung und Projekten –

Übersicht der vorgestellten Projekte und Themen

Aus diesem Spektrum soll hier auf das Projekt ViBee, das Thema Vespa Velutina und die Versuche zu den Oxalsäurestreifen näher eingegangen werden.

# ViBee

Das Verbundprojekt ViBee hatte eine Laufzeit von 3 Jahren von März 2020 bis September 2023. Projektpartner waren Einrichtungen aus den Bereichen Ökosystemanalysen, Agrarökologie, Umweltforschung, Prüfeinrichtung für Pflanzenschutz und Bieneninstitute. Ziel war die Definition und die Etablierung digitaler Indikatoren der Bienenvitalität in Agrarlandschaften. Als digitale Werkzeuge wurden im Projekt elektronische Zähler der Flugaktivität von Bienenvölkern und automatische Bienenstockwaagen verwendet. Daneben wurde Software zur verknüpften Auswertung der erfassten Daten entwickelt.

Exemplarisch stellte Dr. Berg ein Diagramm zur Tagesbilanz von Ein- und Ausflug vor, aus dem ersichtlich wurde, dass ein Bienenvolk bis zu 3000 Bienen pro Tag verlieren kann. Durch Manipulation von Völkern lassen sich für verschiedene Szenarien die Reaktion von Bienenvölkern sowie die Auswirkungen auf Bienenvölker durchspielen. Gezeigt wurde ein Diagramm der Ein- und Ausflüge eines Volkes vor und nach dem Verstellen des Bienenvolkes. Durch das Verstellen wurde der Verlust aller Flugbienen simuliert.

Weitere Informationen zu ViBee auf der Projektseite https://vibee-project.net

# Vespa Velutina

Dr. Berg stellte einleitend die aktuelle Situation zur Vespa Velutina vor. Hier verwies er unter anderem auf das Projekt und Portal „Bee Warned“ mit seiner aktuelle Karte der verifizierten Meldungen in Bayern. Die Karte kann unter der URL https://beewarned.de/landkarte_vv.php aufgerufen werden:

Karte zur Vespa Velutina in Bee Warned

Nest der Amerikanischen Hornisse, Vespa Velutina; Imkerforum in Veitshöchheim, Institut für Bienenkunde und ImkereiAnschließend stellte Herr Neumann, BZV Kleinostheim, seinen Erfahrungsbericht der Taskforce Velutina vor, Titel „1×1 der Nestsuche, Vespa Velutina finden mittels Triangulation“. Mit Hilfe von mehreren Locktöpfen, individueller Markierung von Hornissen und der Erfassung von Abflugrichtung und Flugdauer der markierten Hornissen kann durch Kombination der Beobachtungen der Neststandort eingegrenzt werden.

# Oxalsäurestreifen

Von Dr. Berg wurden die Versuchsergebnisse aus den Jahren 2022 und 2023 zur Varroabekämpfung mittels Oxalsäurestreifen vorgestellt. Untersucht wurde die Wirksamkeit von im Handel erhältlichen, in Deutschland jedoch nicht zugelassene Fertigstreifen sowie Schwammtuchstreifen, welche selbst mit Oxalsäure präpariert wurden.

Beide Varianten zeigten in den Versuchen im Jahr 2022 eine hohe Wirksamkeit: Fertigstreifen 91,2 % und Schwammtuchstreifen 93,3 %. Für das Jahr 2023 konnte mit beiden Verfahren allerdings nur eine mittlere Wirksamkeit von 60,3 % erreicht werden.

Neben dieser veränderlichen Wirksamkeit erwiesen sich als weitere Nachteile die hohe Anzahl von Volksausfällen sowie die starke Abnahme der Volksstärken. Bei den Fertigstreifen waren zwar keine Ausfälle zu beklagen, doch ein hoher Verlust der mittleren Volksstärken von 8,7 besetzten Wabengassen auf 3,2 besetzte Wabengassen. Bei den Schwammtuchstreifen waren Völkerausfälle von 36 % zu verzeichnen und ein dramatischer Verlust der mittleren Volksstärke von 9,1 auf 2,0 besetzte Wabengassen.

Der Bericht zum Imkerforum wird  in einem unserer nächsten Blogbeiträge fortgesetzt.

[Update 23.2.24: Hier geht es zum zweiten Teil des Berichts.]

Mi., 14.02.24 – MonatsBeeTrachtungen Februar (mit Stammtisch)


Biene an Schneeglöckchen, Galanthus elwesiiLogo für alle Schwerpunktthemen (= Bienen, Honig, Imkerei, Natur) der Bienen-InfoWabeMi., 14.02.24 – MonatsBeeTrachtungen Februar (mit Stammtisch)

Wann? Mi., 14.02.24 | ab 19 Uhr – jeden 2. Mittwoch im Monat
Wo? Vereinshain, Galgenfuhr 30, in Bamberg (Vereinssportgasttätte TSG 05 gegenüber Jahnwehr. Reichlich Parkmöglichkeiten, behindertengerecht.)
Für wen? Imker/innen und alle Interessierten, auch ohne Kenntnisse und Ambitionen, aber mit viel Liebe zu Bienen, Honig, Imkerei und Natur!
Was? Informative Vorschau zu aktuellen imkerlichen Arbeiten des laufenden Monats und phänologische Hinweise zu Blühtrachten. Mit Meinungsaustausch bei geselligem Beisammensein und Schwofen über unsere Lieblingsthemen. Diesmal mit Schwerpunktaustausch zu Erfahrungen mit Wildtierkameras.
Referenten? Reinhold Burger (Bienenwirtschaftsmeister u. -sachverständiger) und Ilona Munique (Imkerin)
Und sonst? Die sogenannten Monatsbetrachtungen sind Tradition lehrender Imker(inn)en, die ihre langjährigen Erfahrungen systematisch aufarbeiten und sich dabei „in die Karten schauen“ lassen.


Sa., 10.02.24 – Workshop Wachsgießen (Mittelwand)


Nicht ganz zur Hälfte, das Wachs verteilt sich auf Druck über die untere Hälfte.Logo BLIB Vertiefungsseminar für ImkerSa., 10.02.24 – Workshop Wachsgießen (Mittelwand)

Wann? Sa., 10.02.24 | 14.30 – 16.30 Uhr
Wo? Ort in Bamberg wird bei Anmeldung bekannt gegeben
Für wen? Dieses Vertiefungsseminar der Imkerei wendet sich an Imker/innen ohne Praxiserfahrung in der Wachsverarbeitung.
Was? Kleine Wachskunde, Mittelwandwaben gießen in der Praxis, Input zu Geräten und Material, Einlöten
Referent? Reinhold Burger, Bienenwirtschaftsmeister, Bienensachverständiger
Kosten und Anmeldung?