16.2.19 – „Nicht-mit-uns-Demo“ zum Klimaschutz in Bamberg

"Nicht-mit-uns!"-Demo-PlakatAm Sa., 16.02.2019 ab 13.00 Uhr findet eine Kundgebung unter dem  Motto „Nicht mit uns!“ mit anschließendem Demonstrationszug vom Bahnhof über die Luitpoldstraße, Willy-Lessing-Straße, Lange Straße, Grüner Markt zum Maximiliansplatz statt. Sie schlägt in eine thematisch ähnliche, jedoch weitaus breitere Kerbe wie dem kürzlich erfolgreichen Volksbegehren Artenvielfalt,  denn es geht um den weltweiten Klimaschutz.

Nach der überwältigend großen (Anteil-)Teilnahme der Demo „Friday vor Future“ (am 01.02.) in Bamberg entschlossen sich die jungen Initiatoren, sich mit der älteren Generation zu verbünden, so dass ein neues Motto und ein anderer Wochentag ausgerufen wurde.

Tim-Luca Rosenheimer, Grüne Jugend und Friday-for-Future-Aktivist

Tim-Luca Rosenheimer, Grüne Jugend und Friday-for-Future-Aktivist

Zahlreiche Rednerinnen und Redner – so auch unsere Bienen-Initiative – machen sich dabei für den Klimaschutz stark. Mit im Boot sind zum Beispiel der BUND Naturschutz und BUND Jugend, die Grüne Jugend, Jusos Bamberg-Stadt und weitere Parteien und Verbände, so informierte uns einer der Initiatoren, Tim-Luca Rosenheimer, Student der Politikwissenschaft.

Am wichtigsten sind aber ALLE, die mit auf die Straße gehen und vor allem in ihrem eigenem Umfeld aktiv etwas für den Klimaschutz tun, bspw. Energie sparen, bzw. etwas auch sein lassen, bspw. ihren artenreichen Wildwuchs in einen Steingarten verwandelt, der das Klima in den Städten noch mehr aufheizt.

Schließt euch uns an! Wir freuen uns auf zahlreiche Begegnungen mit unseren Bienenfreundinnen und -freunden! Denn Klimaschutz ist auch Artenschutz!

Einladung: Kinofilm „Mikrokosmos – Das Volk der Gräser“

Kino FilmklappeEine Veranstaltung des Aktionskreises zum Volksbegehren Artenvielfalt findet am 5.2.um 18.30 Uhr im Lichtspiel-Kino statt. Gezeigt wird der Film „Mikrokosmos – Das Volk der Gräser“, dem eine Gesprächsrunde mit Gästen aus der Landwirtschaft und Imkerei folgt. Im Anschluss gibt es vegetarische Häppchen. Eintritt frei, um Spenden wird gebeten.

*10* Adventskalender der Bamberger Schulbiene

Heute endet das 8-tägige Lichterfest Chanukkah (auch: Hanukkah, Channuka), welches im jüdischen Festreigen eine ähnliche Bedeutung hat wie Weihnachten. Nämlich sich an etwas Bedeutendes durch Symbolhandlungen erinnern und sich weltüberspannend im Glauben verbunden miteinander fühlen. Wie auch im Advent üblich, an dem jeden Sonntag eine Kerze entzündet wird und nach der vierten endlich das Christkind kommt, wird an jedem neuen Chanukkah-Tag eine weitere Kerze entzündet, bis alle acht Lichter brennen.

Heuer fällt Chanukkah in die Adventszeit hinein. Oft aber beginnt es schon im November. Für die Kerzen darf neben Olivenöl und andere Ölen auch Wachs und Parafin verwendet werden. Sie sollten allerdings immer „reines Licht“ erzeugen und nicht flackern (haGalil.com). Da haben wir doch glatt eine Empfehlung: Bienenwachs flackert wesentlich weniger stark als alles andere, was wir selbst ausprobiert haben!

Kindern kann man das fröhliche Fest gut über die Webseite „Religionen entdecken“ erklären. Unter dem nicht ganz so attraktiven 😉 Titel „Pflichtlektüre“ heißt es: „7 Dinge, die du über Channukka wissen musst“.

Wir wünschen allen unseren jüdischen Mitbürgerinnen und -bürgern ein fröhliches Chanukkah-Ende, und falls ich Nichtwissende hier etwas nicht korrekt wiedergegeben haben sollte, bitte ich um Vergebung.

Schalom – und möge in jedem von uns ein Lichtlein auch über die Festtage hinweg brennen!

*6* Adventskalender der Bamberger Schulbiene

Schokobienen, Chocolate-House in LuxemburgSchokobienen von StorathSuchwörter: Biene, Nikolaus, Stiefel. Ich war gespannt, was dabei rauskommt. Und tatsächlich wurde ich fündig. Nämlich bei Rainer Neumann und seinem Nikolausstiefeltipp: Autor Peter Jürgen möchte mit seinem Buch „Bienen, Blüten und ein Moor“ junge Leute rechtzeitig für die Natur begeistern. Denn: „Die Natur braucht Schutzengel“, so auf OpenPR zu lesen.

Protagonisten sind der märchenhafte Engel Piccolo und Donaldus, der Bauer Ackermann, die Hobby-Imker Hannes und Siggi und der Bürgermeister Hell. „Immer wieder gibt es kleine Nebenszenen mit der Schülerin Lisa und ihren Freunden oder in der Familie. Sie zeigen auf, dass zwischenmenschliche Problemchen manchmal ganz einfach gelöst werden können.“ Und wer jetzt für den heutigen Stiefel das Buch nicht mehr rechtzeitig  bestellen konnte, … es kommt ja auch noch Weihnachten!

Als süße Beigabe hätte ich da noch Schokobienen, gesehen im Chocalate House in Luxemburg. Gibt’s in anderen Städten. Alternative für Bamberg: Pralinenhersteller Storath. Biene und Korb auf dem Foto waren eine Auftragsarbeit. Man kann aber sicherlich auch selbst einfach längliche Pralinen mit Fühlern und Flügel verzieren.

Viel Spaß, ihr Leseratten, und Vorsicht vor der Naschkatze! Nicht zu viel Futtern, sonst gibt’s zum Neujahr ein böses Erwachen auf der Waage, der alten Lügnerin!

Auf dem Weg zum Imkermeister

Steirisches LandeswappenReinholds erster von insgesamt 6 Blöcken im Steirischen Imkerzentrum / Imkerschule in Graz (Andritz) ist vorüber. Mit-Veranstalter ist das Ländliche Fortbildungsinstitut (LFI), eine Abteilung der Landwirtschaftskammern. Zwei Wochen Vollzeitunterricht, und auch der Samstag wurde hinzugenommen. Der Zeitraum der MeisterInnenausbildung Bienenwirtschaft ist von 2018 bis März 2020, also nur 1,5 Jahre. Andere Meisterkurse in anderen Bundesländern Österreichs und auch die in Deutschland dauern 2-3 Jahre bzw. Ausbildungswinter. Doch dafür wird an der Grazer Imkerschule gewaltig komprimiert.

Die allgemeinen und fachspezifischen Basis- und Fachmodule gliedern sich folgendermaßen:

  • Bienenwirtschaft I und II (160 UE)
  • Betriebs- und Unternehmensführung Bienenweirtschaft inkl. Marketing (60 UE)
  • Grundlagen Betriebs- und Unternehmensführung (64 UE)
  • Ausbilderlehrgang (40 UE)
  • Recht und Agrarpolitik (40 UE)

Begleitend hierzu wird die Meisterarbeit erstellt. Ein dreitätiges Praktikum in einem Meisterbetrieb oder an der Imkerschule rundet das ambitionierte Programm ab.

19 Teilnehmende, davon drei Frauen, drückten die Schulbank, davon einer aus Deutschland – der Reinhold und einer aus der Schweiz. Voraussetzung für die Meisterausbildung ist der Abschluss als Facharbeiter Bienenwirtschaft, analog des deuschen Tierwirt Fachrichtung Imkerei, und dieses drei Jahre lang absolviert, gerechnet bis zum Tag des Meisterabschlusses. Außerdem muss man selbst einen Betrieb führen, also eine Imkerei betreiben, bzw. sieben Jahre Tätigkeit in der Bienenwirtschaft nachweisen und 21 Jahre alt sein. So alt war denn auch der jüngste Teilnehmende, die ältesten etwas über 60 Jahre. Dazwischen war jede Alterstufe vertreten.

Reinhold beim Einfüttern der Völker an der SternwarteWarum Reinhold nicht in Deutschland seinen Meister macht, liegt auf der Hand. Hier müsste er als anerkannter Tierwirt eine zweijährige Betriebspraxis oder eine drejährige Berufspraxis in einem Betrieb mit 100 Völkern nachweisen. Wo, bitteschön, sind diese Rahmenbedingungen realstisch in einem Umfeld wie Bamberg? Und dann sollte das für ihn ja auch noch nebenberuflich zu leisten sein. Doch Glück im Unglück – Österreichs landwirtschaftliche Ausbildungen gelten als hervorragend, und die Fahrtzeiten sind nicht viel länger als etwa von Bamberg nach beispielsweise Celle.

Jetzt gilt es erst einmal für Reinhold, das jüngst Erfahrene aufzuarbeiten. Die Fachteile der ersten zwei Wochen betrafen:

  • Arbeitssicherheit
  • Beuten- und Gerätekunde
  • Bienenkrankheiten
  • Bienenpflege
  • Königinnenaufzucht in Theorie und Praxis
  • Bienenprodukte
  • Technik in der Imkerei
  • Buchführung

Eine Fachexkursion an zwei Betriebsstätten – eine große mit 10.000 Völkern und eine mittelgroße mit ca. 300 Völkern – hinterließen einen tiefen, im ersteren Falle nicht unbedingt nur positiven Eindruck. Davon „erholen“ kann sich Reinhold bis zum 7. Januar. Dann geht es wieder für zwei Wochen in die Steiermark. Mit im Gepäck die Anfänge der buchhalterischen Betriebsführung in einem eigens hierfür anzuschaffenden Buchführungsprogramm (MoneyMaker Agrar).

Nach Schlussworten für diesen Blogbeitrag befragt lautete die spontane Antwort von Reinhold: „Ich freue mich auf das nächste Modul!“ Na, das ist doch klasse, nicht wahr?!

1. Apitherapie Tag des Nordens in Meppen

Vortragender Rolf Krebber, Imker aus MeppenDer Bitte des Imkerkollegen Rolf Krebber* um Veröffentlichung kommen wir gerne nach und bewerben den 1. Apitherapie Tag des Nordens, der in Meppen (Emsland, Niedersachsen) am 16.02.2019 stattfinden wird. Das Motto lautet „Be(e)Happy-Feel Good“. Veranstalter sind der Imkerverein Haren – Apitherapiegruppe
Nord (Jelto de Vries de luettje Imkeree-Gerken, Bienenfreunde Ohliger, Imkerei Krebber) und die Apithek Biedermann, Api-Zentrum e. V.

Neben Vorträgen zu Propolis und seine besondere Anwendung im Propolisverdampfer, Gelee Royale und weiteren Produkten aus dem Bienenvolk für die Hausapotheke, die in einem Werkshop selbst hergestellt werden können, finden sich parallel dazu Infostände zu Bienenweide, Apitherapieprodukte und Imkerausbildung. Ein Vortrag aus dem Nachbarland Österreich, sie man der Unternehmensidee Apis die Honigseiten abgewinnen kann, rundet das Programm ab.

Details zum Programm Api-Tag Meppen 2019 und zur Unterbringung sowie Anmeldedaten. Am besten gleich bei rolf-krebber [at] gmx [dot] de anmelden, denn die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

*Wir lernten den Kollegen übrigens in Greetsiel kennen und werden ihn sicher eines Tages auch in Bamberg begrüßen.

Bienen und Honig in Luxemburg

Honig aus LuxemburgBienen in der Stadt, Schild am Bienenlehrpfad LuxemburgBienen in der Stadt, Bienen des Bienenlehrpfades der Stadt LuxemburgMit imkerlich sensibilisierten Augen entdeckten wir auf einer beruflich bedingten Studienreise nach Luxemburg Stadt natürlich sofort den Bienenlehrpfad. Die mit dem Slogan „Beien an der Stad“ betitelten Schilder an den 13 Etappen des über 2 Kilometer langen Parcours innerhalb der Stadt Luxemburg wird auf anschauliche Weise über Bienen & Co. aufgeklärt. Aus dem Weblog Bienen-Nachrichten.de habe ich die Titel der Stationen – und damit auf deutsch – entnommen.

Stationen des Rundwegs

  • Die Biene und die Wespe
  • Artenvielfalt
  • Pflanzenkübel und Blumenbeete
  • Artenvielfalt in den Steinmauern
  • Wildbienenhotel
  • Der Orientierungssinn der Bienen
  • Insektenvernichtungsmittel – eine große Gefahr
  • Dachbegrünung
  • Die Kolonie
  • Die Bestäubung
  • Die Biene und die Erzeugnisse des Bienenstocks
  • Erforschen der Bienenanatomie

Reinhold am Honigstand in LuxemburgAm samstäglichen Markt auf dem Place de Guilliaume II dann die nächste Entdeckung: Frësch geschleiderten Hunnig. Der Honig war wirklich sehr lecker! Die Familie Jungels-Hilgert betreibt die „Beienziichterei“ hauptberuflich unter dem Namen ApisJungels in Branebuurg. Lëtzebergisch ist neben Französisch und Deutsch die Sprache, die mit dem Moselfränkisch verwandt sein soll. Wir Franken schienen tatsächlich einiges mehr zu verstehen als Besucher aus Norddeutschland. Dennoch – es ist nicht ganz einfach, und vielleicht war deshalb der Austausch am Stand etwas zurückhaltend. Doch unter uns – Imker sind ja auch hierzulande eher zurückhaltend und ruhiger, das bringt die Tätigkeiten mit unseren quicklebendigen und stacheligen Freundinnen so mit sich. 😉

Reinhold am Honigstand in Luxemburg

 

Glyphosat macht Bienen schlapp

Totenfallkontrolle, verkürzter Hinterleib; Diagnose: VarroaschadenVon allen Seiten wird uns derzeit das Ergebnis einer Studie zugetragen: Glyphosat schädigt nachweislich die Darmflora von Bienen und macht sie damit anfällig gegenüber Infektionen. Es ist ja nicht so, als dass das eine Überraschung wäre. Darmmikroben sind winzig kleine Organismen. Warum sollte es gerade diesen sensiblen Minis gelingen, sich eine Elefantenhaut gegenüber Glyphosat zuzulegen?

Nach der Infektionsversuchsreihe überlebten die dem Glyphosat ausgesetzten Honigbienen nur noch zu 10% den Zeitraum von 8 Tagen. Bei den unvergifteten Bienen waren es rund die Hälfte.

Der Apell geht daher „an alle Landwirte und Gartenbesitzer, Glyphosat keinesfalls auf blühenden Pflanzen einzusetzen“. Man geht davon aus, dass „auch andere heimische Bienenarten wie Hummeln oder Wildbienen auf ähnliche Weise betroffen sein können, weil ihre Darmflora der der Honigbienen ähnelt.“ (Proceedings of the National Academy of Sciences, 2018; doi: 10.1073/pnas.1803880115)
(University of Texas at Austin, 25.09.2018 – NPO)

Siehe dazu auch den jüngsten Stadtratsbeschluss in Bamberg in Sachen Glyphosatverbot.

Bienendemokratie in Österreich

Vortrag zur Bienendemokratie im MontafonPfarre Tschagguns, Vordergrund Gasthof Löwe (Vortragsort)Unser österreichischer Imkerkollege Sieghard Tschofen – der mit der tollen Schaufensterbeute! – lässt sich häufig bei uns blicken, wenn ihn sein Weg nach Bamberg führt. So lag es nahe, ihm endlich auch einmal einen Gegenbesuch ins Montafon abzustatten. Dies im Rahmen eines Vortrages zur „Demokratie und Schwarmschlauheit – können wir von Bienen lernen?“, die ich (also die Blogschreiberin Ilona) bereits mehrmals hielt (zuletzt in Verden bei Bremen). Diesmal also für den Imkerhock des Bienenzuchtvereins Vandans und St. Anton in Tschagguns (Bezirk Montafon).

BMontafon, Gaschurn, Pension Christineevor ich in die Inhalte gehe: Herzlichen Dank für die angenehmen Tage und das tolle Früchstücksbuffet an unsere Gastgeber Christine und Dietmar Rudigier  (Pension Christine in Gaschurn)! Und wir teilen ihre Beobachtung, dass es leider immer weniger blühfreudige Weiden gibt, weil diese zu oft gemäht werden. Also auch dort leider nicht mehr die Idylle, die wir uns in den Bergen so vorstellen und wünschen.

Zum Vortragsinhalt

Zeidelwappen FeuchtDie österreichische Politik weicht ja nicht so sehr weit von unseren deutschen Gepflogenheiten ab. Wie auch. Schließlich sind wir alle als EU-Mitglieder „vereinheitlicht“. Es ging auch nicht so sehr um’s Eingemachte aller Farben oder des Parteiengezänks, sondern eher im Gegenteil: Darum, was wir aus der – in den Grundsätzen sehr demokratisch ausgerichteten – Lebens- und Organisationsweise der Bienen lernen und es besser als bisher machen können.

Vortrag zur Bienendemokratie im MontafonDem Vortrag zugrunde liegt das 2014 auch in Deutschland erschienene Buch von Thomas D. Seeley: Bienendemokratie: Wie Bienen kollektiv entscheiden und was wir davon lernen können. (S. Fischer-Verlag). Folgende Kapitelüberschriften geben einen Einblick in die Bandbreite der einstündigen, bildhaft hinterlegten Auseinandersetzung im Vergleich „Biene und Mensch“.

  • Biene und Imkerei – uralt und modern
  • Vergleich Bienenstaat mit Menschenvolk
  • Biene und Korb als Wappenattribute
  • Demokratie in Zitaten
  • Prozess beim Schwärmen
  • Eigenschaften (Kriterien) zur perfekten Bienenwohnung
  • Was gehört zu einer guten Entscheidung?
  • Schwarmschlauheit – was macht sie aus?
  • Bienenziel – Menschenziele
  • Wie gelangen wir zu einer einzig wahren Entscheidung?
  • Gute Informationen. Was heißt das?
  • Der gute Weg … für Bienen … unf für Menschen auch
  • … eine Art Wahl
  • Schwarmschlauheit, oder: Wie schafft man eine optimale Gruppenentscheidung?

Bezirksobmann Werner RudigierDer Vortrag ist natürlich vor Wahlen besonders interessant, nicht nur für Imker/innen, sondern auch für Vereine, die sich für die Entscheidungsprozesse in ihren demokratischen Wahlvorgängen etwas besser (moralisch / ethisch / gesellschaftlich …) unterstützen lassen möchten. Denn die Moral von der Geschicht‘: Etwas Optimaleres als einen Bienenstaat findest du nicht!“

Für Bezirksobmann Werner Rudigier stand fest, dass es einmal „ein ganz anderer Vortrag als gewohnt“ war. Wir jedenfalls waren sehr zufrieden, dass beim anschließenden Zusammenhocken immer wieder den Begriff „Demokratie“ zu hören war. Offenbar war die Diskussion angestoßen, und genau so sollte es sein. „Wahre“ Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit, sondern mühsam errungen und fortwährend praktiziert und gepflegt – auch DIESES haben wir mit den Bienenvölkern gemeinsam. Es geschieht nicht einfach von selbst.

Sieghards Bienenvölker (Montafon, Vandans

Bamberger Lagenhonig im neuen Stiftsladen am Michaelsberg

Frau Linz und Ilona im Stiftsladen am MichaelsbergNatürlich besuchten wir den neuen Stiftsladen am Michaelsberg, als wir unsere Bohranzeige im Amt für Umwelt abgaben. Denn der von der Bürgerspitalstiftung Bamberg betriebene Laden samt seiner Zweigstelle an der Oberen Brücke (wir berichteten von der Eröffnung) ist die einzige Verkaufsaußenstelle – von unserer kleinen familiären Dependance bei Mama Elisabeth in Augsburg mal abgesehen – in der man unseren Bamberger Lagenhonig erhält. Ansonsten ist er nur am Obstmarkt 10 oder zu den Betriebszeiten der Bienen-InfoWabe am Bienenweg 1 im Erba-Park zu erstehen. Und natürlich immerwährend im Rahmen einer Bienenpatenschaft.

Reinhold und Frau Linz im Stiftsladen am MichaelsbergLange Zeit war der Stiftsladen wegen Renovierung geschlossen. Das ganze Areal am Michaelsberg ist ja derzeit eine Großbaustelle, nachdem die Michaelskirche mit dem berühmten Himmelsgarten wegen akuter Einsturzgefahr geschlossen wurde. Doch wer weiterhin etwas von dieser wundersam anrührenden Decke sehen möchte, gehe einfach in besagten Stiftsladen. Dieser ist also wieder eröffnet und bietet – neben unserem exklusiven Bamberger Lagenhonig – allerlei Interieur mit dem Abbild der Kräuterwelt des Kirchenzelts. Daneben vielerlei Spezialitäten aus Bamberg und Selbstgemachtes aus Klöstern der Umgebung und darüber hinaus. (Übrigens: Unser Raetselfragen-Himmelsgartenpflanzen gibt ebenfalls einen Einblick in die Artenvielfalt vergangener Zeiten. Lösung nur bei uns.)

Verkaufsraum des neu renovierten Stiftsladen am Michaelsberg BambergKarin Linz, die uns am diesem Mittwoch, den 25.07., bereitwillig auch außerhalb der regulären Öffnungszeit, die von Do. bis So. von 11.30 bis 17 Uhr ist, einen Besuch ermöglichte, freute sich über unsere imkerliche Beratung. Denn sie ist im Begriff, ein eigenes Etikett für einen weiteren Honiglieferanten, den Völkern aus den umliegenden Terassen, zu kreieren. Dabei gibt es allerhand zu beachten, und so lieferten wir nicht nur frei Haus unsere frische Ernte, sondern ebenso frei heraus die notwendigen Informationen zur Lebensmittelinformationsverordnung, LMIV (vor 2014: Lebensmittelkennzeichnungsverordnung), ergänzt durch die nationale Lebensmittelinformations-Durchführungsverordnung, LMIDV und die Verpackungsverordnung, VerpackV, abgelöst ab dem 01.01.2019 vom Verpackungsgesetz (VerpackG).

Bamberger Lagenhonig im Stiftsladen am MichaelsbergUps, Sie brauchen Erholung von so viel Bürokratie? Kann man verstehen … kommen Sie doch trotz der Baustellen auf diesen immer noch schönen grünen Hügel Bambergs! Sie treffen neben dem Stiftsladen auf einen grandiosen Ausblick auf Bamberg und drei lukullisch interessanten Einrichtungen, davon eines nur dem Bier gewidmet. Alles liegt fußläufig beieinander und in den Innenräumen schön kühl! Das lockt, nicht wahr?!

Ausblick in den Bamberger NordenFotogalerie neuer Stiftsladen auf dem Michaelsberg