Erlebnistag bei Dehner mit tollen Begegnungen

Perfekt, weil direkt vorm Eingang, trugen wir kürzlich mit unseren Info- und Honigstand zum Dehner-Erlebnistag bei. Seinen Kundinnen und Kunden hatte der Einkaufsmarkt in der Moosstraße Bamberg „Inspiration, Entdeckungen und gemütliche Glücksmomente“ versprochen. Doch auch wir als Standbetreuer können sagen: Uns gegenüber wurde das Versprechen auf alle Fälle eingelöst!

Inspiration

Zugegeben – das Wetter war durchwachsen, so dass ein Bummel durch die warmen Gänge eine willkommene Abwechslung für uns war. Dehner-Mitarbeiter Bernd Liedtke, der das Gartencenter und uns zusammengebracht hatte, warnte uns schon mal vorsorglich, man käme hier nur schwer mit leeren Händen wieder heraus.

Unser Bienenpate hatte recht! In einem langen Regal entdeckten wir beispielsweise jede Menge Nisthilfen für Wildbienen, Vögel und Fledermäuse, die wir am liebsten sofort mitgenommen hätten. Etliches davon würde hervorragend zu unserem kommenden Projekt „Bienengarten 2.0“ passen. Dazu später mal mehr. Derzeit warten wir noch auf eine Fördermittelzusage, dann kommen wir sicher wieder!

Entdeckungen

Gummierte Gartenhandschuhe in der kleinen Größe Nummer 6 sind – zumindest in den hiesigen Baumärkten – nicht mehr zu finden. Hier im Dehner habe ich sie entdeckt! Und weil’s gegen Nachmittag doch etwas frisch wurde, gleich anbehalten.

Der gut sortierte Markt ist nicht nur in Sachen Pflanzen eine wahre Fundgrube: von Allerheiligen-Grabschmuck über Halloween-Artikel bis hin zum tierisch-kuscheligen Alltagsbegleiter … ich jedenfalls war schon mal glücklich. Führt uns direkt zum Versprechen Nummer Drei:

Glückliche Momente

Einige Begegnungen machten aus diesem Tag etwas ganz besonderes. Und ja, auch die Nachbarn unseres Bienenpatens einmal kennengelernt zu haben, die unseren Honig sehr schätzen, gehörte sicher dazu. Aber auch alle, die sich nicht nur für den Preis, sondern vielmehr eingehender für die Hintergründe unseres Bamberger Lagenhonigs erkundigten. So konnten wir unsere transparente Bienenhaltung erläutern und auf die Wichtigkeit der kleinen Bestäuberinnen eingehen. Es fanden sich ebenso etliche Kinder an unserem Stand ein, um am Glücksrad zu drehen und (in jedem Falle!) einen kleinen Gewinn zu erhalten.

Drei Beispiele für unsere ganz persönlichen Glücksmomente:

 

Beispiel 1

Manche Kinder konnten die auf dem Glücksrad aufgerufenen Fragen perfekt beantworten. So ein Viertklässler, dessen Mutter ganz begeistert davon berichtete, in diesem Jahr ein Sandarium für Wildbienen einzurichten. Sie hätten schon sehr viele verschiedene Blumen gepflanzt und gut besuchte Wildbienen-Nisthilfen aufgestellt. Dazu inspiriert hatte sie ihr Sohn, der vor zwei Jahren mit seinen Scheßlitzer Klassenkameraden einen Schulbienenbesuch bei uns machte. Wir waren sehr glücklich darüber, erfahren zu dürfen, dass unser Wirken derart nachhaltig war.

Beispiel 2

AK22, Modul 8, Honigverarbeitung Sternwarte, Imkerkurs für Anfänger von Bienen-leben-in-Bamberg.deEin weiterer herzenswichtiger Moment war die Begegnung mit einem unserer ehemaligen Imkerkursteilnehmer, der in der Nachbarschaft zum Dehner – zusammen mit seiner Frau – die AVIA-Tankstelle betreibt. Eine gute Gelegenheit, sich zu treffen. Zu erfahren, dass ihm die Pflege seiner Bienen durch einige harte Schicksalsschläge hindurch zu helfen vermochte, erleichterte uns. Ja, Bienen rühren an unseren Grundwerten. Darüber hinaus gelten sie als „Vermittler zwischen den Lebenden und dem Jenseits“, so sagt man. Da ist was dran!

Beispiel 3

Letztes Beispiel, welches ich in unserem Tagebuch hier unbedingt festhalten möchte, ist die warme Begegnung mit Alicia, einer ehemaligen, langjährigen Verkäuferin aus dem Alibabas, einem Feinkostladen in der Fleischstraße in Bamberg. Etliche Male hatten wir mit den Produkten unsere Imkerkursteilnehmer*innen gefüttert, wenn’s an das Honigernte- und schleuder-Modul ging.

Alicia und ich führten ein sehr intensives Gespräch im Cafe der Bäckerei Loskarn, ebenfalls in Nachbarschaft zum Dehner. Eigentlich wollte sie nur Propolis von uns kaufen. Doch am Ende landeten wir bei einer guten Tasse Kaffee bei „Gott und der Welt“, im wahrsten Sinne des Wortes. Zur Erinnerung schenkte sie mir eine Duftrose, die sie schnell noch im Dehner erstanden hatte. Wie lieb!

Fazit

Bei all dem Aufwand hinter den Kulissen, die der Markt und wir für einen gelungenen Erlebnistag betrieben hatten, sollte am Ende des Tages doch etwas herauskommen. Nein, damit meine ich nicht das Monitäre. Sondern es sind eben jene Begegnungen und Randbedingungen, die viel glücklicher machen, als es der schnöde Mammon je vermag.

Beispielsweise auch die fabelhafte Organisation, über die wir uns freuten (Danke, Dehner! Danke, Bernd!), ebenso die freundliche Kundschaft und die interessierten Kinder, die unverhofften, herzlichen Begegnungen und guten Gespräche … all dieses bleibt im Gedächtnis, während der Verdienst ja doch schnell wieder ausgegeben ist. Gerne auch an Ort und Stelle! 😉

Und nun freuen wir uns den Genuss der leckeren alkoholfreien Punschsorten, die wir im Dehner verkosten und einkaufen durften. Der Winter kann kommen!

P. S.: Keine bezahlte Werbung, sondern einfach ein Erlebnisbericht!

Anmeldung bis 25.10.26 für Online-Fortbildung „Honigglas-Etiketten vorschriftsmäßig gestalten“

Sa., 31.10.26  –  Honigglas-Etiketten vorschriftsmäßig gestalten (online)Honigglaspyramide Bamberger Lagenhonig

Wann?  16.00 – 18.00 Uhr
Wo? Online
Für wen? Imker*innen, die D.I.B.-Gläseretiketten oder selbstgestaltete Etiketten nutzen möchten.
Was? Wer Honig in den Verkehr bringt, egal, ob als Geschenk, Schulprojekt oder zum Kauf, ist haftbar. Wer dabei keine Abmahnung oder Ordnungsstrafe riskieren möchte, benötigt Kenntnisse zu den gesetzlichen Pflichtangaben des Etiketts, die Lebensmittelkennzeichnung und Verpackung betreffend. Wir verraten, worauf genau es ankommt und plaudern zudem aus dem Nähkästchen unserer Erfahrungen.
Referenten? Ilona Munique, Imkerin und Reinhold Burger, Bienenwirtschaftsmeister
Kosten und Anmeldung?

Sa., 17.10.26 – Info- und Honigstand zum „Dehner Erlebnistag“ 

Logo für das Schwerpunktthema Honig der Bienen-InfoWabeSa., 17.10.26 – Info- und Honigstand zum „Dehner Erlebnistag“ 

Wann? Sa., 17.10.2026 | 10.00 – 16 Uhr
Was?
Stand mit Bamberger Lagenhonig und Infos zu unseren Lieblingsthemen.
Wo? Moosstraße 109 im Eingangsbereich
Veranstalter? Garten-Center Dehner
Kosten? Keine


Herbstaktionen im Bienengarten und zu Erntedank

Da ich in Nürnberg zu tun hatte, fanden die Herbstaktionen in Bamberg ohne mich statt. Thomas Scholz hat mich prima ersetzt und Reinhold den ganzen Tag beim Heckenschnitt im Bienengarten super unterstützt.

Zwei Tage später verkaufte mein Schatz unseren leckeren Bamberger Lagenhonig zum Erntedankfest auf dem Weltacker in der Südflur. Für die Kinder stand eine Lernbeute mit Fotorähmchen bereit, so dass die Interessierten einen Blick in eine Bienenwohnung werfen konnten. Plüschbiene Wolfi gab zu allen Fragen geduldig Auskunft. (Da ich nicht dabei war, gibt’s leider keine Fotos davon.)

Bambergs Bürgermeisterin Eva Jutzler besuchte den Stand von Bienenleben-in-Bamberg.de anlässliche Erntedank auf dem WeltackerWeiter geht’s morgen mit dem Winterdichtmachen der Bienen-InfoWabe. Heuer nur im Schnellverfahren, also ohne die Bücher groß zu putzen. Es wird nur eben mal gestaubwedelt und dann ab damit in 13 wasserdichte Boxen. Nach 14 Tagen außer Haus brennt bei mir der Kittel …

Trotz Saisonende gibt’s mit uns weitere Termine. Der nächste ist am 13.10.2026 ab 19 Uhr beim Imkerverein Haßfurt-Zeil e. V.. Wir halten einen Vortrag zum Thema „Klimawandel und seine Bedeutung für die Imkerei“. Kommt doch ebenfalls vorbei (Ort: Gastätte Drei Linden Knetzgau, Hauptstraße 28) – oder erfahrt die Kurzversion hier im Blog.

Einladung Erntedankfest auf dem Weltacker 2026

Einladung Erntedank Weltacker 2026Herzliche Einladung zum Erntedankfest auf dem Weltacker (Am Sendelbach, 96050 Bamberg) am So., 04.10.2026, 14:00 bis 17:00 Uhr. Geboten wird ein buntes Programm – von Weltacker-Führungen über Kinderaktionen bis hin zu regionalen Köstlichkeiten. Das erwartet euch an unserem Stand:

  • Bamberger Lagenhonig: Goldschatz, geerntet an verschiedenen Standorten in unserer Domstadt. Jeder Honig spiegelt die Flora seiner jeweiligen Bamberger Lage wider!
  • Wissen rund um Bienen und ihren Lebensraum: Erfahrt, wie Bienen leben, warum eine artenreiche Umwelt für Wild- und Honigbienen überlebenswichtig ist und wie ihr euren eigenen Garten oder Balkon bienenfreundlich gestalten könnt.
  • Einblicke in die Imkerei: Wir beantworten eure Fragen zur Imkerei, zur Honigentstehung und zum Schutz unserer heimischen Bestäuber.

Kommt vorbei, genießt die festliche Atmosphäre auf dem Weltacker und wir freuen uns auf viele anregende Gespräche mit euch!

Bamberger Lagenhonig, Standort Sternwarte

 

16.08.26 – Versteigerung schöner Dinge zur BIWa-Sonntagsöffnung

Versteigerung schöner Dinge mit Wolfgang Metzner zugunsten der Bamberger SchulbieneSo., 16.08.26 – BIWa-Sonntagsöffnung mit Versteigerung 

Wann? So., 16.08.26 | 14.00 – 17.00 Uhr
Was?
Offenes Haus für alle … rund um Bienen, Honig, Imkerei und Natur. Informationen für Groß und Klein, Beratung für Jungimker/innen und Fachgespräche für alte Hasen. Kaffee gegen Spende. Nutzung der Imker-Bibliothek. Verkauf des Bamberger Lagenhonigs.

Logo Bamberger Schulbiene15.00 – 16.30 Uhr Versteigerung schöner Dinge zugunsten der Bamberger Schulbiene durch Stadtrat Wolfgang Metzner.

Barzahlung oder via PayPal. Zuwendungsbescheinigung möglich.

Für wen? Ohne Altersbeschränkung
Kosten? Keine, über Spenden freuen wir uns
Wo? Bienen-InfoWabe, Bienenweg 1, 96047 Bamberg (Erba-Park)

Glücksrad-Fragen zu unsere Lieblingsthemen Bienen, Honig, Imkerei und Natur

Glücksrad von Bienen-leben-in-Bamberg.de beschriftetErstmals erprobt wurde das Glücksrad an unserem Stand zum „Tag der Umwelt“ 2026. Als ich es kaufte, ahnte ich nicht, wie viel Spaß es den Kindern machen würde, daran zu drehen und sozusagen im Handumdrehen häppchenweies Bildung zu unseren Lieblingsthemen vermittelt zu bekommen.

Das Glücksrad ist in 12 regenbogenfarbige Felder unterteilt. Wir beschrifteten je vier Farbfelder zu einem Themengebiet, und zwar mit Stichworten aus den Bereichen Bienen, Honig, Imkerei und Natur.

Die Fragen und Antworten hinterlegten wir auf drei Seiten, so dass sie – farblich analog markiert –, die alle Standhelfer/innen bei Bedarf nutzen konnten. Sie wurden in möglichst kurzer und einfacher Sprache gehalten, aber auch nicht zu banal formuliert.

Wer gerne die Glücksrad-Liste hätte – gerne mailen wir sie euch gegen eine kleine Spende an die Bamberger Schulbiene!

Glücksradfragen (mit Auswahlantworten)

Oben

1) Was alles hat die Biene oben? (Egal, welches „oben“)
2) Was befindet sich in der Bienenwohnung oben – Brut oder Honig?
3) Was ist in der Blüte oben – Nektar oder Pollen?
4) Wozu nutzt die Biene ihre Fühler oben am Kopf?

Unten

1) Was alles hat die Biene unten?
2) Was ist in der Bienenwohnung unten – Honig oder Brut?
3) Wo befinden sich die Wachsdrüsen der Honigbiene – oben oder unten?
4) Warum kann eine kleine Honigbiene die große Welt tief unter ihr – trotz großer Geschwindigkeit! – so gut sehen?

Innen

1) Was alles ist im Inneren des Bienenkörpers?
2) Was alles befindet sich in der Bienenwohnung (Bienenstock)?
3) Welches Substanzen / Nahrungsmittel transportiert die Biene im Inneren ihres Körpers?
4) Was befindet sich im Inneren einer Honigwabe?

Außen

1) Was alles befindet sich außen am Bienenkörper?
2) Was macht die Biene außen vor ihrer Wohnung?
3) Welches Nahrungsmittel transportiert die Biene außen am Körper?
4) Was passiert, wenn die Biene außerhalb ihrer Wohnung vom Unwetter überrascht wird?

Helfen

1) Bei was können die Bienen uns Menschen helfen?
2) Bei was können die Bienen der Natur helfen?
3) Wie kannst du den Honigbienen helfen?
4) Wie kannst du den Wildbienen helfen?

Schaden

1) Was schadet den Honigbienen am meisten?
2) Was schadet den Wildbienen am meisten?
3) Wie hoch ist der geschätzte Schaden in der Weltwirtschaft ohne Honigbienen?
4) Warum schaden Pestizide (Schädlingsbekämpfungsmittel) den Bienen?

Nutzen

1) Welchen Nutzen haben Bienen?
2) Warum nützen uns Bienen für die Ernährung?
3) Warum nützen Bienen der Artenvielfalt von Pflanzen und Tieren?
4) Warum nützt es nichts, wenn ein Wildbienenhotel auf einem grünen Rasen steht?

Pflege

1) Wer pflegt die Honigbienen?
2) Wer pflegt die Wildbienen?
3) Wie pflegen Imker/innen die Bienen?
4) Wie pflegen Honigbienen ihre Wohnung?

Produkte

1) Welche Produkte gibt es, weil es Honigbienen gibt?
2) Wie wird aus Nektar Honig?
3) Wer stellt das Wachs her – Biene oder Imker/in?
4) Wofür wird Bienenwachs vom Menschen verwendet?

Kosten

1) Was kostet es ungefähr, wenn du Honigbienen halten willst?
2) Was kostet es Strafe, wenn du aus einem fremden Garten einen Schwarm einfängst?
3) Was kostet es, wenn du ein Insektennest von Fachkräften umsiedeln lassen willst?
4) Was kostet es, wenn du ein Insektennest zerstörst?

Angebot

1) Welche Nahrungsquellen hat die Natur für Bienen im Angebot?
2) Wann ist das Nahrungsangebot für Honigbienen besonders groß?

3) Wann ist das Nahrungsangebot für Wildbienen besonders groß?
4) In welcher Jahreszeit ist das Blütenangebot besonders gering?

Klima

1) Beeinflusst das veränderte Klima in Deutschland die Honigbienen nachteilig?
2) Wie beeinflusst das veränderte Klima in Deutschland die Wildbienen?
3) In welcher Klimazone (extremen Wetterregion) können Bienen nicht überleben?
4) Wie sorgen Honigbienen für ein gutes Wohnklima in ihrem Stock?

Wald

1) Was sind die Unterschiede zwischen Wald- und Blütenhonig?
2) Welche Bäume sind besonders ergiebig für Honigbienen?
3) Finden Bienen auch im Wald Nahrung?
4) Wo finden Bienen mehr Nahrung – in der Stadt oder auf dem Land?

Blüte

1) Warum sind Blüten für Bienen wichtig?
2) Was sammeln Bienen aus Blüten?
3) Wie erkennen Bienen, welche Blüten sie anfliegen sollen?
4) Warum möchten Blüten Besuch von den Bienen bekommen?

Honigernte- und -verarbeitung Sternwarte 2026

Endlich konnten auch unsere Nachbarn, die Familie Berg, das Ernten des Sternwarte-Honigs miterleben! Auch waren unsere beiden treuen Bienenpaten Rita und Stefan wieder mit von der Partie.

Das Wetter war angenehm, die Bienen vital, jedoch brav, und sogar die Wespen ließen uns heuer um diese späte Juli-Zeit, an der wir üblicherweise die allerletzte Ernte fürs Jahr einfahren, ziemlich in Ruhe. Karl, Otto, Luise, Hannah, Tilo und Detlev arbeiteten drei Generationen übergreifend in aller Ruhe und Besonnenheit, als hätten sie das alles schon oft getan. Erstaunlich!

Auch mein vor einem halben Jahr verstorbener Patenonkel Sebald, der einige Male bei unserer Bienenarbeit mitgemacht hatte, zuletzt an der Sternwarte, war in Form einer Erinnerungskerze mitten unter uns. Umarmung an Rita, die diese schöne Idee hatte!Honigschleudertage mit Ernte am Lagenstandort „Sternwarte", 27.07.2024 / Bienen-leben-in-Bamberg.de

Nach einer kurzen Einweisung in Sicherheit und Ablauf ging’s behende ans Bergen der teilweise recht schweren Honigwaben.

Die noch ansitzenden Bienen, die trotz tags zuvor eingelegter Bienenflucht noch in den Honigräumen anzutreffen waren, ließen sich ohne Weiteres gut abkehren.

Trotzdem braucht es Geschicklichkeit, die schwere Wabe nur zwischen ein paar Fingern zu halten und mit der anderen Wabe rasch die Bienen abzukehren.

Etwas schwieriger gestaltete sich dann schon das rasche Bergen der süß duftenden Waben in die bereitgestellten Boxen. Die eine oder andere Biene und Wespe kamen im Auto von Stefan, der sich als Fahrdienst zur Verfügung stellte, einfach mit an den Obstmarkt und wurden dann dort ins Freie gelassen.

Doch zuvor noch musste die Bienenflucht entfernt werden. Das überließen wir lieber völlig unserem Imkermeister. Reinhold hat den Dreh raus, die vielen, vielen Honigbienen ohne Federlesens zurück in die Beute abzustoßen.

Im dritten Stock angekommen – ja, das ist reines Kraftrainig bei um die 20 Kilo schweren Boxen – verdienten wir uns den Mittagsimbiss. Dann wurde fachgerecht entdeckelt, geschleudert und auf die letzte Ernte das Jahres, auf die Bienen und meinen Onkel mit alkoholfreiem Sekt angestoßen!

Endlich hatte auch Rita Feierabend, die in ihrem sonntäglichen Bereitschaftsdienst als IT-lerin doch recht beschäftigt war. Endlich war alles fachgerecht versorgt, und wir hatten uns die Jakobskärwa mehr als verdient, wo wir unabgesprochen auf Uschi Sowa mit Schorsch, Michaela Reimann, Bianca und Tobias Leisgang stießen.

In fröhlicher Runde bei nur wenigen Regentropfen endete zu später Stunde der produktive Sonntag und die dreiwöchige Erntesaison. DANKE, alle fleißige Menschen und Bienen, die mitgewirkt haben, das es wieder einen feinen Bamberger Lagenhonig anzubieten gibt!

Bienenweg-Verarbeitung 2026 – Honig, dem man vertrauen kann

Honigverarbeitung Bienenweg mit Christine Teamwork bei der Honigverarbeitung der Bienenweg-Ernte – wir waren dankbar um die Hilfe vom Bienenpaten-„Anhang“ Christine und Leon Liedtke sowie FKBB-Beirätin Marie Pailer, die stundenweise mit uns entdeckelten und schleuderten. Das im vergangenen Jahr Erlernte hatten sie nicht vergessen. Auch der 12-jährige Leon stellte sich trotz einiger stärker kristallisierten Waben sehr geschickt an.

Honigverarbeitung Bienenweg mit Leon

kaputte EntdeckelungsgabelLeider gab meine geliebte, von einem Altimker vererbte Entdeckelungsgabel den Geist auf. Stilbruch durch Materialermüdung. Heuer mussten vom Bienenweg 80 Waben verarbeitet werden, womit wir an zwei Tagen beschäftigt waren.

Honigverarbeitung Bienenweg mit Marie Nebenbei läuft die Broterwerbsarbeit weiter. Auch der Bienengarten muss gegossen werden, wobei eine neue Bienengarten-Fee namens Juline half. Spät am

Abend noch wurde noch der verblüthe Lavendel heruntergeschnitten und die leeren Honigrähmchen zum Ausschlecken zurück in die Völker gegeben.Bienengarten gießen mit Juline

Bienengarten gießen mit Juline

Tja, alle Hände voll zu tun, wie jedes Jahr. Doch dafür gibt es wieder wundervollen Honig, dem man vertrauen kann. Der ganze Prozess steht von Anfang bis Ende von Gästen und Helfenden unter Beobachtung. Transparenter geht’s nicht.

Übrigens: Auch heuer werden wir noch einmal bei den alten Preisen bleiben:
€ 9,00 für 500 g und € 5,00 für 250 g Bamberger Lagenhonig.

Karton mit Bamberger LagenhonigTipp 1: Ihr solltet euch einen kleinen Vorrat anlegen, denn die Asiatische Hornisse hat bereits Wiesengiech erreicht. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, wann Honig knapp werden könnte.

Als Bienenpatin oder -pate habt ihr jährlich Anspruch auf 1 Kilo Honig. Unsere Priorität ist klar: Erst kommen unsere Unterstützer*innen zum Zuge, versprochen.

Öffentliche Honigernte 2026: „Eine wertvolle Erfahrung, kaum in Worte zu fassen“

Öffentliche Honigernte zur BIWa-Sonntagsöffnung am Bienenweg in Bamberg / Iniative Bienen-leben-in-Bamberg.deUns erreichte ein sehr berührendes Feedback einer Mitarbeiterin des Landratsamts zur öffentlichen Honigernte am Lehrbienenstand „Bienenweg“ anlässlich der BIWa-Sonntagsöffnung. Motivation, die uns bsonders während dieser stark fordernden Wochen im Juli sehr gut tut.

„Ich möchte Ihnen gerne eine Rückmeldung zur gestrigen Veranstaltung, der Honigernte, geben. Es war eine so wertvolle Erfahrung, dass sie sich kaum in Worte fassen lässt. Mein Sohn hat seit gestern über kaum etwas anderes gesprochen. Er war unglaublich stolz darauf, dass er sich das getraut hat, und dieses Erlebnis wird ihm sicher noch lange in Erinnerung bleiben.

Vielen Dank für Ihre großartige Arbeit und Ihr Engagement. Solche Veranstaltungen sind etwas ganz Besonderes und schaffen bleibende Erinnerungen – für die Kinder genauso wie für die Eltern. […]“

Und das ist geschehen

26 Naturinteressierte trafen sich am Sonntag um 15 Uhr vor der Bienen-InfoWabe zu einer kurzen Ernte-Einweisung.

Öffentliche Honigernte zur BIWa-Sonntagsöffnung am Bienenweg in Bamberg / Iniative Bienen-leben-in-Bamberg.deAlle Kinder hatten Spaß daran, sich die Imkerschutzanzüge anzuziehen. Nachdem einem launigen „Fotoshooting“, einer ausführlichen Sicherheitseinweisung und dem Einsprühen mit Nelkenöl ging’s an den nahen Lehrbienenstand. Währenddessen betreute unsere FKBB-Beirätin Marie Pailer die Bienen-InfoWabe.

Am Lehrbienenstand

Am Lehrbienenstand herrschte bereits emsiges Treiben. Jungbienen waren dabei, sich einzufliegen, um nach ihren nun beginnenden Sammelflügen wieder sicher heimzufinden.

Öffentliche Honigernte zur BIWa-Sonntagsöffnung am Bienenweg in Bamberg / Iniative Bienen-leben-in-Bamberg.de

Nachdem der Smoker angezündet und seine Funktion erläutert war, gaben wir den größeren Kindern den Vortritt. Denn bei drei aufeinander gesetzten Honigräumen reichen die Kleineren auch  mit einer Klappleiter kaum ran an die Waben.

Öffentliche Honigernte zur BIWa-Sonntagsöffnung am Bienenweg in Bamberg / Iniative Bienen-leben-in-Bamberg.de

Reinhold Burger wies alle in den Umgang mit dem Stockmeißel ein. Mit diesem Werkzeug werden die durch Baumharz (Propolis) verkitteten Waben voneinander  gelöst.

Öffentliche Honigernte zur BIWa-Sonntagsöffnung am Bienenweg in Bamberg / Iniative Bienen-leben-in-Bamberg.de

Mit aller Kraft von Daumen und Zeigefinger gelang es, die Waben vorsichtig aus dem Honigraum senkrecht nach oben zu heben. Gar nicht so einfach, daher gab es von Reinhold ein wenig Unterstützung. Doch den Großteil erledigten sie schon selbst.

Öffentliche Honigernte zur BIWa-Sonntagsöffnung am Bienenweg in Bamberg / Iniative Bienen-leben-in-Bamberg.de

Schließlich hielten die kleinen Sonntagsgäste stolz die bis zu zwei Kilo schweren Waben in Händen. Die am Vortag eingelegte Bienenflucht¹ sorgte dafür, dass nicht allzu viele Bienen darauf saßen.

Öffentliche Honigernte zur BIWa-Sonntagsöffnung am Bienenweg in Bamberg / Iniative Bienen-leben-in-Bamberg.de

Die Bienen in den Honigräumen sind emsig damit beschäftigt, Wachsdeckel als schützende Schicht über den eingelagerten Honig zu befestigen. Außerdem fächeln sie mit ihren Flügeln, um den Honig zu kühlen und ihm das Wasser zu entziehen. Für die Menschen interessieren sie sich bei all ihrer fleißigen Arbeit überhaupt nicht. Trotzdem war es eine Herausfoderung für Klein wie Groß, sich zwischen ihnen zu bewegen.

Öffentliche Honigernte zur BIWa-Sonntagsöffnung am Bienenweg in Bamberg / Iniative Bienen-leben-in-Bamberg.de

Mit dem Abkehrbesen werden die noch ansitzenden Bienen vors Einflugloch abgekehrt. Um ein „Rollen“ der Bienen zu vermeiden, ist eine rasche Bewegung sinnvoll. Obwohl Reinhold es anbot, diese Tätigkeit zu übernehmen, wollten ein paar mutige Kinder dies gerne selbst ausführen.

Die Waben wurden dann rasch in die bereitgestellten Boxen verstaut, damit keine Bienen eingeschlossen wurden. Die bis zu 14 Kilo schweren Boxen wurden im Anschluss an die Sonntagsöffnung von unserem Bienenpaten Bernd Liedtke dankenswerterweise zu uns an den Obstmarkt gefahren. Mit dem Radanhänger wäre das ob des Gewichts verboten gewesen.

Honigverkostung

Die Kinder wurden für ihren Mut mit einem kleinen Büchlein und einem Aufkleber belohnt. In der Bienen-InfoWabe fand zum Schluss noch eine kleine Honigverkostung statt. Außerdem wurde erklärt, wie der Nektar zu Honig wird und worin der Unterschied zwischen Wald- und Blütenhonig besteht. Natürlich konnte der Honig auch gleich erstanden werden.

Infotafel Honig: Bamberger Lagenhonig

Die nächste öffentliche Honigernte findet am So., 18.07.2027 statt. Gleich mal vormerken! Doch so lange muss niemand mit einem Besuch bei uns warten oder für den Honigkauf warten. Die nächste BIWa-Sonntagsöffnung ist am 16.08.2026 von 14 bis 17 Uhr. Wir freuen uns auf euch!


Blick auf die BienenfluchtReinhold erläutert Funktion Bienenflucht¹Eine zwischen Honig- und Brutraum befindliche hölzerne Platte funktioniert für die Arbeitsbienen wie eine Einbahnstraße. Durch speziell geformte Öffnungen führt zwar der Weg vom oberen Honigraum nach unten in den Brutraum und mithin zur Königin, deren Duftspur sie folgen. Doch zurück gelangen sie wegen der sich konisch verengende Öffnung nicht mehr, so dass sich mit der Zeit der obere Honigraum von Bienen leert.