FT-Interview: 5 Tipps für Insektenparadiese

Journalistin Antonia Wild (FT) Die freie Journalistin Antonia Wild besuchte uns im Bamberger Bienengarten (Bienenweg 1) im Erba-Park für ein Interview zum Thema Insektenwelt und was die FT-Leser/innen dafür tun können. Der ganzseitige Artikel erschien unter dem Titel „Ein Paradies für Insekten schaffen“ in der Wochenendausgabe (Sa./So., 3./24.05.2020).

Frau Wild nahm sich viel Zeit dafür und fasste unsere Ausführungen unter fünf folgende Tipps zusammen:

  1. Gartenflächen unberührt lassen
  2. Stauden und Kräuter pflanzen
  3. Genau hinschauen bei der Blumenwahl
  4. Geduld haben und Toleranz zeigen
  5. Weniger [Mähen und Nachtbeleuchtung] ist mehr

Was es mit der Geduld und Tolerenaz wohl auf sich hat? Zum einen, dass Wildbienennisthilfen oft eine geraume Zeitlang, vielleicht sogar ein Jahr lang hängen können, bis sich einmal eine Belegung zeigt. Und sofern die an sich eher überflüssigen Nisthilfen richtig gemacht sind. Doch dazu haben wir uns ja an anderen Stellen (Suchworteingabe: Wildbienen) bereits mehrfach ausgelassen.

Zum anderen, dass sich das Anpflanzen von bienenfreundlichen Pflanzen auszahlt, indem  an manchen Frühlings- und Sommertagen urplötzlich eine beachtliche Wildbienenpopulation aus den Erdlöchern zum Vorschein kommt. Das kann durchaus mit einem Honigbienenschwarm verwechselt werden. Der faszinierende Schlüpfvorgang ist gefahrlos und oft in wenigen Stunden oder Tagen vorbei. Hier heißt es also, geduldig Abwarten und in dieser Zeit das Areal nicht betreten, sondern den Lauf der Natur akzeptieren. Schließlich sind WIR es, die den Insekten bereits viel geraubt haben. Daher ist es nur richtig, ihnen zur gebotenen Stunde „Geburtshilfe“ zu leisten!

 

 

„Bienenfreundliche Pflanzen“ zum Mai-Treffen Transition-Gruppe „Bienenfreu(n)de“

Den roten Faden, um bienenfreundliche Pflanzen vorzustellen, bildete ein virtueller Rundgang durch den Bamberger Bienengarten mit seinen Schau-Beeten und Spontanbewuchs-Arealen. [Download Bienengarten-Vortrag-2020]

Das Treffen der Transition-Gruppe „Bienenfreu(n)de“ fand erneut über die Plattform Jitsi Meet* statt und fühlte sich durchaus als Stammtisch an, denn alle Anwesenden – bis auf unsere Neuzugänge, die Imkerkollegen Christian Rindchen und Maria Renner – waren alle bereits ein- bis mehrmals dabei, so auch unser Bienenpate Anton Hepple. Für Kristin Schulz war es eine  Gelegenheit, für ihre anstehende Masterarbeit zu Urban Gardening noch ein klein wenig zur Transition-Bewegung in Erfahrung zu bringen. Nachdem Melissa unsere letzte Vortragende zum Thema „Wildblumen-Blühstreifen“ war, freute es mich sehr, dass sie nun auch meinen Vortrag beehrte.

Auch fürs nächste Mal sind wir wieder mit der Biologin zusammen. Dann zum Thema Wildbienen, schließlich ja die Hauptprotagonistinnen, für die wir all die vorangegangenen Erkenntnisse aufbereitet unters Volk gebracht haben. Am 16.06., also den 3. Dienstag im Juni, 18-20 Uhr, freuen wir uns über euer Einklinken! Bis dann!


* https://meet.jit.si/bienenfreunde-stammtisch

Ein Passwort oder eine Anmeldung ist nicht notwendig. Bitte vorab den Browser Chrome installieren, da funktionieren Ton und Bild am besten. Für Mobilgeräte die App Jitsi Meet.

Vorschau Bienenfreu(n)de-Stammtisch 19. Mai zum Thema „Bienenfreundliche Pflanzen“

Di., 19.05.20    Gruppentreffen „Bienenfreu(n)de“ Transition Bamberg

Wann und Was genau?
18.00 – ca. 19.00 Uhr  |  Thema: Schau-Kräuterbeet im Bamberger BienengartenBienenfreundliche Pflanzen
Ilona führt (virtuell) durch den Bamberger Bienengarten, gibt (PDF-)Listen „an die Hand“ und stellt sich den Fragen zu den Pflanzungen und der Pflege. Als begeisterte Hobbygärtnerin und Imkerin stelle ich mich den Fragen zu bienenfreundlichen Pflanzungen im Jahresverlauf, ihrer möglichst unaufwändigen Pflege und verrät Tipps, wie die zyklischen Mondphasen beim Gieß- und Hackrhytmus dabei helfen können. Ziel ist, vor allem den Wildbienen ein leckeres Eldorado zu verschaffen, dass ebenso Auge und Herz der Menschen erfreut.
Muskatellersalbei Salvia Sclareaca. 19.00 – 20.00 Uhr
Schwofen, Fachsimpeln, Sich-Kennenlernen …
Wo? Das MAI-Treffen findet online statt! Klinkt euch ein unter https://meet.jit.si/bienenfreunde-stammtisch. Bitte vorab den Browser Chrome installieren, da funktionieren Ton und Bild am besten. Für Mobilgeräte die App Jitsi Meet. Ein Passwort ist nicht notwendig.
Wer? Willkommen sind alle, die ein Interesse an (Wild-)Bienen und ihren Lebensraum, an Honig und an Imkerei haben.

Zum Internationalen Tag zum Schutz der Biene eine Rezension zu Kearney: „Die Bienenkönigin“

Cover Kearny, Die Bienenkönigin, Haupt Verl.Natürlich geht es in diesem außergewöhnlichen, da mit 48 Klappseiten versehenen 128-seitigen Buches nicht ausschließlich nur um Die Bienenkönigin. Der Sachtitelzusatz verheißt mehr, nämlich, „Was jeder Hobbyimker wissen muss“. Würde er bzw. sie, der/die Imkerin, nur Kenntnis von „Ihrer Durchlaucht“ haben, wäre es schnell Schluss mit der gelungenen Bienenhaltung.

Um was es außerdem geht

Tatsächlich ist die Bienenkönigin nur eine Größe bzw. ein Faktor unter weiteren. Und so werden wir von Hilary Kearney beispielsweise mit einer Widmung eingeführt, die da lautet: „Für meine Freunde und meine Familie! Es tut mir leid wegen all der Bienenstiche. Ihr wisst, wer gemeint ist. Herzlichen Dank, dass ihr dabei cool geblieben seid.“

Darint ist schon einmal sicher nicht die Königin beteiligt gewesen. Das Stechen von Menschen obliegt gemeinhin den Arbeitsbienen, vor allem den Wächterbienen unter ihnen. Doch tatsächlich könnte die Königin ebenfalls stechen, beispielsweise, wenn ein Stock oder ein Schwarm eine überzählige Königin hat.

Das erste Kapitel führt uns also erst einmal in alle männlichen Bewohner (die Drohnen und – je nun, den „Geist“) und in alle weiblichen Bewohnerinnen (die Arbeiterinnen und die Königin) eines Bienenstocks ein, außerdem in dessen Bestandteile (Waben, Nektar, Honig) und grob in die Geschehnisse der Nahrungssuche – hm, ich stutze über den Flieder, der kein guter Pollen- oder Nektargeber ist! –, über Honigentstehung und dem Lebenszyklus eines Volkes.

Geheimnisse, Anekdoten und Thesen

Dann aber dreht sich in den folgenden beiden Hauptkapiteln tatsächlich alles um die Bienenkönigin, natürlich weiterhin im Kontext ihres Volkes oder der Arbeiten des Imkers. So manches hoheitliche Geheimnis wird dabei gelüftet, aber auch die eine oder andere gewagte, nicht immer ganz ernst gemeinte oder zu nehmende These aufgestellt. Überhaupt beweist die Autorin eine erstaunliche Beobachtungsgabe, doch auch eine hohe Vorstellungskraft, gepaart mit viel Humor und Offenheit.

Verstreut über das ganze Buch hinweg finden sich zahlreiche Anektdoten aus dem Leben der berufsmäßig imkernden und darüber schreibenden Amerikanerin sowie Gründerin von Girl Next Door Honey, einem Ausbildungsbetrieb zur Bienenzucht (eher zur -haltung, möchte ich dem Innenklappentext widersprechen.) Dem typisch amerikanischen, immer etwas überbordenden Schreibstil (fein übersetzt von Franz Leipold) mag so manch älteren und / oder männlichen Imker, gemeinhin eine eher zurückhaltende Spezies, etwas verschrecken. Frauen und junge Menschen hingegen finden es sicherlich erfrischend und lassen sich von Aussagen mitreißen wie „faszinierend, erstaunlich, hypnotisch, überraschend, verblüffend, befriedigend, einzigartig, wundervoll, verzaubernd, …“ – und das alles beileibe nicht nur zu finden auf den beiden Seiten der Einleitung!

Such-Wimmelbilder, Erfahrungsberichte, Märchenstunde

Mitreißend ist aber auf alle Fälle das Angebot, sich auf die Suche nach den Bienenköniginnen zu machen. Natürlich hat sich auch die Rezensentin den Spaß erlaubt, ihr auf den vielen ausklappbaren Wimmel-Doppelbildseiten nachzuspüren – mit Erfolg. Nach zehn Jahren Imkerei und ebenfalls berüchtigt für den „Königinnenblick“ hätte es mich auch verwundert, wäre es anders gewesen. Immerhin halten die Bienen auf den hochwertigen Fotos wenigstens still. Doch allen Anfänger/innen und besonders jetzt während des Lockdowns der Coronakrise, wo Imkerkurse an Lehrbienenständen derzeit nicht möglich sind, kann diese Übung nur breit empfohlen werden.

Manche Erfahrungen aus San Diego allerdings werden wir in unseren Breiten nicht erleben. Dennoch ist es spannend zu lesen, wie sich das Imkern dort gestaltet. Während sich die Autorin im Kapitel „Eine Überraschung“ noch überlegt, ob man das übermäßige wilde Schwärmen der Afrikanischen Honigbiene (genauer: Afrikanisierte europäische Honigbiene – aber solche Spitzfindigkeiten sind eher nicht anzutreffen) durch Aussortieren von Weiselzellen kontrollieren sollte, ist es in Deutschland und Europa beinahe durchgängig Praxis, vor allem in Städten. So manches ist ein wenig zu idealisiert dargestellt, einige Überlegungen (siehe „Königin zusetzen“ oder …) erscheinen mir ein wenig blauäugig bis „mystisch“ (O-Ton), manches ist nur grob bis ungenau angedeutet – aber das kann auch den Rahmenbedingungen eines anderen Kontinents bzw. der Einengung des Themas geschuldet sein. Genau so, wie die zierliche Imkerin offenbar nur mit Handschuhen und Kopfschutz zu arbeiten scheint.

Das wird verständlich vor dem Hintergrund, dass nicht Zuchtvölker „ihr Ding“ sind, sondern das Einsammeln wilder Schwärme, die, verglichen mit unseren meist sanftmütigen heimischen Arten, wohl wenig an Temperament gemein haben. Dass das Züchten trotz oder gerade wegen ihrer offensichtlich großen Zuneigung zur „royalen Biene“ nur eine geringe Rolle in diesem Buch spielt, ebenso wenig wie Abhandlungen über die sattsam beschriebene böse Varroa destructor, hat seinen besonderen Reiz. Ja, nachgerade entspannt es sogar, ist es fast wie ein altmodisches Märchenbuch aus „1000 und einem Schwarm“ mit einem klaren Schema aus Gut und Böse – wobei wir es hier überwiegend mit dem „Gut“ zu tun bekommen.

Fazit

Empfohlen als Lese- und Bildernahrung für Bienenschwärmereien und Mittel gegen den Imkerblues, der einen regelmäßig überfällt ob der vielen Doe’s and Dont’s und der ständigen Thematisierung des Bienensterbens und der Bienenkrankheiten in anderen Sach- und Fachbüchern. Obwohl – ich bin mir nicht sicher, ob ich „Die Bienenkönigin“ aus dem Haupt-Verlag überhaupt in jene Kategorie einordnen möchte. Autobiografie oder Roadmovie (durch den kalifornischen Norden oder durch den Bienenstock) träfe es weit besser. Ganz sicher aber führt der Untertitel uns ein wenig an der Nase herum! Kein „Muss-ich-wissen“, doch das soll einem nicht am Kauf dieses enthusiastischen, sehr wertigen und ungewöhnlich gestalteten „Liebhaberobjekts“ hindern. Lust aufs Bienen(er)leben macht es auf alle Fälle – also gerne den Noch-Nicht-Imker/innen ans Herz bzw. auf den Gabentisch gelegt!


Kearney, Hilary: Die Bienenkönigin. Was jeder Hobbyimker wissen muss. 1. Aufl. Bern. Haupt Verl. 128 S. Haupt Natur. ISBN 978-3-258-08171-7.

Rezensionsexemplar für unsere Imker-Bibliothek.

Rezension zu Carolin Hensler: „Naturforscher Unsere Umwelt“

Wenn „Naturforscher Unsere Umwelt“ beschreiben sollen, dann ist das ganz schön ambitioniert, weil sehr komplex. Dem gleichnamigen, kleinformatigen Büchlein, doch mit immerhin 112 Seiten, ist es streckenweise sehr gut gelungen. Wem in Corona-Zeiten so langsam die Ideen, Kinder sinnvoll zu beschäftigen ausgehen – wie wäre es mal mit etwas stärkeren Tobak?

Cover Naturforscher Unsere Umwelt, arsEditionInformieren, Rätseln und Ideen

Viele echt grundlegende Informationen in Ergänzung mit super interessanten Details wechseln sich ab mit Staun-Facts, Rätselfragen und praktischen Anregungen. Zugegeben jedoch nicht immer mit den erwarteten oder erhofften Lösungen, doch zumindest mit Lösungsansätzen. Davon hätte das Kind, der Jugendliche und sogar der Erwachsene sicherlich gerne mehr. Denn manche Sachverhalte, beispielsweise, dass Vulkane „ganz schöne Dreckschleudern“ sind und „mancher Atommüll […] erst nach vielen Millionen Jahren Lagerung nicht mehr gefährlich [ist], lassen einen eiskalt ratlos zurück.

Da gerät man als Erwachsener erst mal mächtig ins Stottern – um im leicht bemühten Jugend-Jargon zu bleiben. Peinlich berührt und nervös geworden – denn so manches haben wir schließlich direkt oder indirekt durch unserem Lebensstil oder durchs Wegsehen mit verursacht – werden wir rasch vorschlagen: „Lass uns doch weiter blättern, vielleicht kommt ja noch eine gute Idee!“ Und das sollte sie dringend auch.

Frust, Fragen und Friday-for-Futur

Denn der Frust ob der Tatsache, dass heute immerhin die Hälfte der benötigten Energie durch Windkraft ersetzt wird, diese jedoch durch die dafür eingesetzten großen Rotorblätter nicht nur, aber besonders dem Rotmilan zum Verhängnis wird, kann sicherlich nicht mit dem spielerischen Nachbasteln von bunten Papierrädern weggepustet werden. Da müssen deutlichere Verbesserungen her. Und die werden einige Seiten weiter auch ganz klar genannt: Energie einsparen und Wasser als weiteren Energiegewinner verwenden. Braun- und Schwarzkohle, die Hauptlieferanten, sind definitiv out.

Dass dem allgemeinem Ziel des Energiesparens eine Energievision 2050 beiseite steht, in der auch die Kinder als Mit-Verantwortliche, Mit-Sparer und Mit-Mahner in die Pflicht genommen werden, ist gut lesbar als Interview verpackt. Diesem folgen Fragen nach dem Warum und Wie des Energieverbrauchs (z. B. Fortbewegung, Fleisch essen, Wegwerfen, Neukäufe), gut umsetzbare Tipps für den Alltag (Küche, Wäsche, Wärmeeinsatz), gepaart mit weiteren Hintergrundinformationen, die außerdem mit Irrtümern aufräumen. Natürlich darf auch die Idee der Friday-for-Future-Demos nicht fehlen.

Ernst nehmen, Umdenken, Beitrag leisten

Apropos Fehlen … mein Eindruck ist, es fehlt kaum ein Ansatz, der (nicht nur) den Kindern hilft, ihre-unsere Umwelt zu verstehen und das Dilemma des Klimawandels durch verschiedene Faktoren zu erkennen. Es rührt sich der dringende Wunsch, die vielen negativen Symptome und Begleiterscheinungen ernst zu nehmen und ihnen etwas entgegenzusetzen. Mancher Tipp ist dabei zwar etwas zu kurz gesprungen, wirkt banal oder ist auch einfach nur falsch – siehe Roteiche als (eher sekundär geeigneter) Klimabaum, Wildbienenhotel aus dem Baumarkt, das garantiert keinen Sinn macht, oder die Mär von der Glasscherbe als Brennspiegel im Wald.

Doch abgesehen von diesen Schwächen lassen sich viele Anregungen zur Beobachtung, zum Experimentieren oder zum Umdenken leicht verstehen und durchführen. Auch von den Erwachsenen, die dieses bunte Kaleidoskop des Schreckens und seiner möglichen Abwehr sicherlich nur dann kaufen, wenn sie sich für die garantiert nachfolgenden Diskussionen gewappnet fühlen. Denn trotz aller Sympathie für das kindgerechte Umweltbuch und trotz Kaufempfehlung kann ich dem Satz: „… lässt keine Fragen offen“ nicht zustimmen. Und das ist auch gut so.

Denn nur, wer Fragen hat, bemüht sich um Antworten. Das können wir durchaus und auf gleicher Augenhöhe gemeinsam tun. Kind wie Erwachsene sind in Anbetracht der Breite und Tiefe von Umweltthemen gleichermaßen gefordert. Seinen Beitrag dazu, damit (endlich) anzufangen, kann das Buch garantiert leisten.


[Hensler, Carolin]: Naturforscher Unsere Umwelt. Zum Mitmachen und Ausfüllen. München : arsEdition. 2. Aufl. 2020. 112 S. ISBN 9783845834948.

Rezensionsexemplar, diesmal weitergereicht an den Präsenzbestand des Büros vom BUND Kreisgruppe Bamberg

Rezension zu Voskuhl & Zucchi: „Wildbienen in der Stadt“

Cover Wildbienen in der Stadt, Haupt Verl.Die Rezension kommt im Nachgang unseres Transition-Stammtisches zu Wildblumen-Blühstreifen wie gerufen. Denn Wildbienen in der Stadt, so der Buchtitel, sind oft besser dran als auf dem Land. Allerdings nur, solange es entsprechend ausstaffierte Gärten und kommunale Anlagen gibt, in denen wir die kleine Cousine der Honigbiene „entdecken, beobachten, schützen“ (Untertitel) … und lieben lernen.

Das sehr kurzweilig gestaltete und vielfältig zu nutzende Buch ist ein anschauliches Ergebnis aus den Erfahrungen zur 2013 gestarteten und erfolgreich verlaufenden Kooperation „Osnabrücker Bienenbündnis“. Zahlreiche Fotos mit Erläuterungen zur Wildbienenart und der aufgesuchten Pflanze lassen das Blättern zu einem Aha-Effekt werden.

Systematisch und Praktisch

Wer’s systematischer mag, findet verschiedene Auflistungen, die auch Laien großen Nutzen bringen. So sind wissenschaftliche Namen „ausgedeutscht“ und wir erfahren, welches der Synanthrope, also „mit den Menschen lebenden Arten“ in städtischen Siedlungsbereiche wo zu finden sind, außerdem, ob sie sich polylektisch ernährt oder was genau sie benötigen, wenn es eine oligolektische Art ist.

Den naturpädagogisch Tätigen kommt das Kapitel Wildbienenprojekte für Schule, Kitas und Familien zupass. Die ausführlich beschriebenen Projektinhalte und seine Vermittlungsformen beginnen mit Stichpunkten zum geeigneten Ort für die Aktion, den benötigten Materialien und dem Zielgruppenalter. Aber auch im Hauptteil „Wildbienen im Jahreslauf“ sind praktischerweise immer wieder kleinere Exkursionsmöglichkeiten optisch herausgestellt.

Die Honigbiene als Unterscheidungsmerkmal

Nur kurz wird dabei auf die Honigbiene eingegangen, aber da das dazugehörende Kapitel „Wissenswertes über Bienen“ lautet, darf sie natürlich nicht gänzlich vergessen werden. Die Freude der Eröffnung hat sie im Unterkapitel „Wie Wildbienen leben“. Schließlich ist ihre „hoch-eusoziale, gut organisierte Lebensweise ein unverwechselbares und stark abgrenzendes Unterscheidungsmerkmal zu den ansonsten „primitiv-eusozialen“, den „wild und einsam“ lebenden, den „kommunalen“ und den „parasitärischen“ Bienen ist.

Sie alle sind wahre Spezialisten im Wohnungsbau und oft auch der Nahrungswahl. Was zwangsläufig bedeutet, dass sie durch unseren Flächenverbrauch und den blütenspektrumarmen, oft überdüngten und aufgeräumten, also von „Baumaterialien“ befreiten Landschaften ein echtes Überlebensproblem haben. Weil Städte unbestreitbar heute „die bessere Landschaft“ für Bienen sind, lädt dies – so die Überzeugung von Janina Voskuhl und Herbert Zucchi – geradezu zum Handeln ein.

Was unterscheidet das Buch von anderen?

Nun ist unsere Imker-Bibliothek – die natürlich auch über das Imkern hinaus geht! – mit 28 gelisteten Publikationen zu Wildbienen bereits gut bestückt. Darunter Klassiker aus der Feder von Paul Westrich, Margrit und Paul Hintermeier oder Werner David. Natürlich auch alles von Broschüren über Was-ist-Was-Ausgaben bis hin zum schwergewichtigen Taschenlexikon der Wildbienen Europas.

Doch was der mir vorliegende Rezensionsband aus dem Haupt-Verlag von all dem unterscheidet, ist seine sehr gut verträgliche Mischung aus Information und (Spezial-)Wissen – wer weiß schon, welche Weidenart wann blüht oder an was die meistvorkommenden Hummelarten unterscheidbar sind? – und alltags- und projekttauglichen Teilhabe-Möglichkeiten mit Fokus auf die Stadtnatur.

Der im Übrigen angenehm schmeichelsanft gecoverte Band stachelt förmlich an, sich mit Argusaugen und Lupe sofort „In die Stadt“ aufzumachen, um eine jahreszeitliche Erkundungstour zu starten. Dabei machen wir Halt in (historischen) Friedhöfen, lesen Spuren in Pflasterfugen und an mit Spontanbewuchs überzogenen Wegrändern oder erfreuen uns über Entdeckungen in Blumenbeeten von Vorgärten und über blühende Baumscheiben, die ausnahmsweise ohne Vulkangestein oder dicken Schichten Rindenmulch auskommen.

Wer neben dem Beobachten auch selbst Hand anlegen und seinen Beitrag zum Schutz der Insektenwelt leisten möchte, findet reichlich Pflanz- und Bastelanleitungen im Kapitel „Wildbienen schützen in der Stadt“. Wer jedoch ein „Wildbienenhotel“ bauen möchte – Fehlanzeige! Vielleicht etwas spitzfindig, doch durchaus nachvollziehbar erläutert ist die Alternative von passenden „Nisthilfen“, zumal bei dieser konsequenten Wortwahl der individuelle Charakter der Bauwünsche von Wildbienen stärker betont werden soll.

Fazit

Wer also nicht gleich eine ganze Bibliothek anlegen möchte, sondern ein Wildbienenbuch „für alle Fälle“ braucht, der ist mit dem Kauf aus der Reihe „Haupt-Natur“ sehr gut bedient.


Voskuhl, Janina; Zucchi, Herbert: Wildbienen in der Stadt : entdecken, beobachten, schützen. 1. Aufl. Bern : Haupt Verl. 2020. Haupt Natur. ISBN 9783258081953.

Rezensionsexemplar für unsere Imker-Bibliothek.

Suchergebnis Tag "Wildbienen" im Zotero-Katalog der Imker-Bibliothek

Bienen-InfoWaben-Saison 2020 weder begonnen, noch beendet!

Osterbrunnen im Bamberger BienengartenEntschluss gefasst: Aufgrund der C-Krise richten wir unsere Bienen-InfoWabe gar nicht erst ein und es gibt auch keine BIWa-Sonntagsöffnungen in 2020. Macht nicht viel Sinn, wenn wir vielleicht erst im Hochsommer bei einer eventuellen Lockerung unsere tausend Siebensachen vom 3. Stock runterschleifen, nur, um sie wenige Wochen später wieder hochtragen zu müssen. Auch die Bamberger Schulbiene pausiert notgedrungen mit Schulunterrichten. Dennoch und trotz allem ist noch nicht alles verloren und vorbei. Unser Tipp:

Genießt unseren Bamberger Bienengarten, …

… der jederzeit frei zugänglich ist und seit Ostern wieder in jedem der bienenfreundlichen Schaubeete seine Informationstafeln und botanischen Pflanzenschilder aufweisen kann. Und vielleicht entdeckt auch ihr einen sich zufällig in Rosenbeet befindlichen Mini-Bienenschwarm, der heimatlos umherflog und sich – kein Wunder! – in unserem Garten am besten aufgehoben fühlte.

Wir haben auch extra die Bänke frisch gestrichen, damit ihr euch wohlfühlt und mit Muse das emsige Summen der Wildbienen oder der Honigbienen aus dem nahen Lehrbienenstand entdecken könnt. Aber ihr wisst ja – hübsch Abstand halten voreinander! Nachdem in fast jeder Ecke eine Sitzgelegenheit vorhanden ist, werdet ihr das sicherlich schaffen.

Sollte ein Vogelkacka das Vergnügen trüben, dann holt euch Wischwasser von unserer Schwengelpumpe. Dort steht ein gefülltes Eimerchen und eine kleine blaue Gießkanne bereit. Klaro, dass Kinder damit hemmungslos herum gießen dürfen, egal, wohin. Wer das mit dem Pumpen heraus hat, kann auch an frisches Grundwasser gelangen. Einfach den Schwengel ein paar mal auf und ab bewegen, bis der Unterdruck das Wasser aus 6 Metern Tiefe heraufgeholt hat.

Neue Wildbienen-Nisthilfe

Außerdem hat die Wildbienenfraktion etwas beigesteuert bekommen. Seit ein paar Tagen ziert eine neue Nisthilfe, hergestellt von der Lebenshilfe Bamberg, unseren Eingangsbereich bzw. die Blühwiese am Bienenweg. Falls ihr uns mal draußen antrefft –  wir sind öfter dort zum Schaubeete pflegen und gießen, das Jahr ist wieder entschieden zu trocken –, dann könnt ihr die praktischen, speziell für Mauerbienen gedachten Behausungen bei uns zum selben Abgabepreis erwerben, wie ihr sie auch direkt von der Lebenshilfe draußen im Bamberger Osten erhalten könnt. Allerdings – streichen müsstet ihr sie selbst, falls euch das wichtig ist.

Auf der Rückseite des Kästchens findet ihr ein Fach mit Flyern, die euch Auskunft zur Größe und zum Preis wie auch der Bezugsquelle geben. Wer mehr über Wildbienen erfahren möchte, dem sei unsere Seite „Wildbienenhotel“ ans Herz gelegt, da sind ein paar weiterführende Links zu finden. Außerdem könnt ihr uns natürlich jederzeit kontaktieren.

Bamberger Lagenhonig

Kontaktieren könnt ihr uns außerdem jederzeit, wenn ihr leckeren Honig braucht. Noch haben wir ein bisschen Vorrat. Ob wir damit bis Juli reichen werden, wo wir zum ersten und einzigen Male im Jahr ernten und schleudern, ist nicht sicher. Also, lieber früher als später erwerben. Wir machen einfach einen Abholtermin oder -ort aus, und solange es im Innenstadtgebiet ist, können wir euch unseren Bamberger Lagenhonig auch bringen.

Was außerdem noch stattfindet …

Die BLIB-Imkerkurse finden, wenngleich überwiegend als Webinare, weiterhin statt. Erkundigt euch tagesaktuell unter Aktivitäten und Termine, da halten wir euch über alles, was geht und nicht mehr geht, auf dem Laufenden.

Bei großer Sehnsucht und wenn ihr selbst nicht mehr als notwendig das Haus verlasst, wäre euch unser Stammtisch jeden 3. Dienstag im Monat vielleicht recht, um uns und andere Bienenfreunde und Transition-Mitglieder wenigstens online von 18 bis 20 Uhr zu sehen und zu sprechen.

Macht’s gut und bleibt gesund – vergesst die Bienen nicht! (Und uns natürlich auch nicht.)

Eure Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de, unverdrossen auf Seiten von Mensch und Bienen!

Ilona und Reinhold

„Wildblumen-Blühstreifen“ zum April-Treffen Transition-Gruppe „Bienenfreu(n)de“

Blühwiese im Bamberger BienengartenDas allererste online abgehaltene Treffen* der Transition-Gruppe Bamberg „Bienenfreu(n)de“ am 21.04.20 stand unter dem Motto „Wildblumen-Blühstreifen“.

Wir ließen uns von Stammtisch-Gast Melissa Biedermann mit einer sehr informativen und motivierenden Powerpoint-Präsentation [Wildblumen-Bluehwiesenstreifen-0420-MB-oB] einführen und konnten uns in kleiner Runde ausgiebig austauschen und gegenseitig auf den neuesten Stand bringen, vor allem, was Bamberg und die Region anbelangt.

Melissa ist Biologin und schloss kürzlich erst ihre Masterarbeit zu diesem Thema ab, in der es um ein Simulationsprogramm zu Käfer ging. Fragen und Diskussionsbeiträge hatte wir vor allem zum durchaus umstrittenen bayerischen Kulturlandschaftsprogramm KULAP (s. a. unser Beitrag), welches in und um die Region Bamberg wohl keine allzu große Rolle zu spielen scheint, und um die Problematik der falsch deklarierten oder unnützen Samentütchen.

Problematik Samentütchen

Samenbömbchen für BienentrachtpflanzenSehr häufig beinhalten Samentütchen (oder -bömbchen), so Melissa, nicht die erwünschten oder aber falsch deklarierte, teils nicht einheimische Arten. Sie werden manchmal in Gebieten ausgebracht und können andere und vor allem einheimische Arten verdrängen.

Dass sich die nicht-einheimischen Arten dauerhaft ansiedeln wird laut dem Bochumer Botanischen Verein zwar eher als selten angesehen und passiert wohl in Zukunft nur in ungünstigen Fällen (sollte wissenschaftlich mal untersucht werden). Je häufiger jedoch Naturliebende die Samen ausstreuen, desto wahrscheinlicher wird das der Fall sein, so Melissas Befürchtung, der wir uns anschließen.

Wildbiene Langhornbiene (Eucera nigrescens) an Geflecktem LungenkrautZudem stellen sie überwiegend keine Hilfe für vor allem seltene Wildbienen dar, die durch ihre oligolektische Ernährungsweise ganz bestimmte Nahrung benötigen.
Auch wir von der Initiative sehen das so und weisen seit Jahren immer wieder darauf hin. Daher war Melissas Beitrag „Wasser auf unseren Mühlen“!

Diskussionrunde / Fragerunde

Blühwiese am Hof von Martin Bloeß in der GalgenfuhrMelissa hatte auch einige sehr gute Fragen für die anschließende Diskussionrunde vorbereitet. Dazu gaben wir – zusammen mit unserem Bienenpaten Anton Hepple, der erfreulicherweise heute unser Gast war – gerne Auskunft. Für diejenigen, die am Stammtisch nicht teilnehmen konnten, zumindest ein paar Verlinkungen zu Beiträgen, die eine Antwortauszug geben können.

Blühwiese im Bamberger Bienengarten1. Wildblumenstreifen in und um Bamberg?

Frische Erde wird eingerecht2. Aussaat der Pflanzen im Garten? Aufwand? Erwartungshaltung?

  • Eine Aussaat ist speziell vorzubereiten. Einfach so auf’s Grads kippen klappt nicht.
  • Bodenprobe nehmen oder anhand des momentanen Bewuchses die Bodenbeschaffenheit analysieren, dann passende Arten wählen, das Gras abtragen bzw. die obere Bodenschicht öffnen,
  • Die Aussaat anfänglich gießen, und wenn alles geklappt hat, kann Anfang September gemäht werden.
  • Schnittgut nicht liegen lassen … und nach ca. 3 Jahren eine Folgesaat ausbringen. Näheres erfahrt ihr von versierten Qualitäts- Saatguthändler/innen (siehe Liste).

3. Interesse an Wildblumenstreifen/-wiesen in der Bevölkerung?

  • Blühwiese kurz vorm SensenIst nachgewiesen vorhanden. Um das hohe Interesse zu befrieden, schufen wir unter Mithilfe des Gartenamts der Stadt Bamberg eine kleine Blühwiese direkt neben der Bienne-InfoWabe. Diese wird sukzessive bestückt mit botanischen Schildern, die auf einzelne Arten hinweisen. Vorgänger war unsere Parzelle im benachbarten Interkulturellen Garten.
  • Pressetermin zur Blühoffensive der Stadt Bamberg, v.l. Jürgen Brendel, Udo Eichhorn, Reinhold Burger, Ilona Munique, Dr. Christian Lange, Robert Neuberth, Michael Gerencser, Dr. Jürgen GerdesImmer wieder wurden wir zu unseren BIWA-Sonntagsöffnungszeiten auf die kritisierte „Rasensituation“ auf der Erba-Insel angesprochen und beinahe schon „in die Pflicht“ genommen. Seit der Ansaat der großen Blühwiese (s. a. oben Blühoffensive) sind die Stimmen verstummt. Hundehalter/innen, die den Rasen bislang stark als Erziehungsübungsplatz nutzen, beschwerten sich glücklicherweise nicht.

4. Thema „Blühpatenschaften“ [in Bamberg und Umland]?

  • Gibt es, allerdings mit mäßigem EBlühwieserfolg.
  • Anton konnte sich an eine Aktion bei Kronach erinnern. Wir selbst erinnerten uns an durchaus sehr ambitionierte Aktionen im Landkreis Forchheim und in Baunach. S. a. unter dem Link im nächsten Absatz.
  • Wo und von wem man Unterstützung erhalten kann, ist in unserem Beitrag Aktionen, Förderungen und Infos zu Blühpflanzen und -wiesen festgehalten.

Fazit: Tolle Infos – eine Runde Schulter klopfen! Und wir nahmen den Stammtisch zum Anlass, umfassende Aktualisierungen einiger unserer Blogbeiträge vorzunehmen, insbesondere dieser hier mit Aktionen, Förderungen und Infos zu Blühpflanzen und -wiesen.

Vorschau nächstes Treffen

Schau-Kräuterbeet im Bamberger BienengartenDas nächste Treffen zum Thema „Bienenfreundliche Pflanzen“ findet am Dienstag, 19.05.20 von 18 bis 20 Uhr ebenfalls wieder online statt unter https://meet.jit.si/bienenfreunde-stammtisch
Tipp: Vorab den Browser Chrome installieren, da funktionieren Ton und Bild am besten. Für Mobilgeräte die App Jitsi Meet. Ein Passwort ist nicht notwendig.


* Unser „Online-Stammtisch-Lokal“ unter Meet Jitsi ist immerwährend zum Ausprobieren geöffnet (Adresse in Klartext: https://meet.jit.si/bienenfreunde-stammtisch )

Aktualis. am 24.04.2020

Rezension zu „Die kleine Hummel Bommel feiert Geburtstag“

Cover Sabbag,Kelly, Tourlonias, Hummel Bommel Geburtstag, arsEditionWenn eine erfolgreiche Kinderbuchreihe fünfjährigen Geburtstag hat, dann darf ihn natürlich die Hauptprotagonistin, in diesem Fall die kleine Hummel Bommel, stellvertretend für den arsEdition-Verlag feiern. Doch wie begeht man eine Party, wenn Pappa Hummel (scheinbar) die Einladungskarten abzusenden vergessen hat? Und Mama Hummel weder Getränke noch Kuchen in Auftrag gab?

So ohne Weiteres gibt die kleine Hummel Bommel aber nicht auf. Stattdessen macht sie sich auf den Weg, um sich ihre Gäste von Biene und Wespe über Marienkäfer und Schmetterling bis zu Weberknecht und Stinkwanze – selbst einzuladen.

Die aber machen sich einen Spaß daraus, so zu tun, als könne man aus unausweichlichen Gründen heraus leider, leider nicht kommen. Dass dann am Ende alle doch noch miteinander feiern werden, dürften aufmerksame Kinderaugen ab 3 Jahren beim Betrachten der wie immer drollig gezeichneten Seiten durchaus erraten. So lässt sich zwischen allerlei Details das eine oder andere festergänzende Interieur entdecken, welches auf der erlösenden Seite wiederzufinden ist, in der die kleine Hummel Bommel und die Partygäste übereinstimmend feststellen: „Wie schön, dass ihr da seid, bzw. du da bist!“

In einer vom Lockdown geprägten Zeit eine sicherlich nicht geplante Hommage an die Freude, die von gemeinsamen „Feiern! Feiern!“ (O-Ton Fina Foh) ausgeht – Pusteblumenfeuerwerk mit inbegriffen. Tja, … „Pustekuchen!“ wird sich so manches Kind denken, das derzeit ebenfalls Geburtstag hat und ohne all das auskommen muss.

Apropos Kuchen … natürlich darf wenigstens dieser wichtige Untersatz einer Geburtstagskerze auch in Krisenzeiten nicht fehlen. Das Rezept zum Honig-Apfelkuchen stammt von Mama Hummel, oder vielleicht auch von einer der drei wunderbaren, originellen Künstlerinnen Britta Sabbag, Maite Kelly oder Joëlle Tourlonias?

Wenn es Kritik an diesem aus dem Hummelversum stammenden Bilderbuch geben soll, dann höchstens dazu, dass Kuchen, die rein nur mit Honig, aber ohne Industrie- oder Rohr-Rohr-Zucker gebacken werden, meist zu bitter schmecken. Aber das ist – genau! – Geschmackssache und tut dem gewünschten Erfolg des Werkes sicherlich keinen Abbruch.


Die kleine Hummel Bommel feiert Geburtstag / Britta Sabbag [Text], Maite Kelly [Text], Joëlle Tourlonias [Ill.]. 1. Aufl. München : arsEdition. 2020. [24 S.] ISBN 978-3-8458-2537-3.

Rezensionsexemplar für unsere Imker-Bibliothek.

Vorschau Bienenstammtisch 21. April zum Thema „Wildblumen-Blühstreifen“

Logo Transition BambergDi., 21.04.20    Gruppentreffen „Bienenfreu(n)de“ Transition Bamberg

Blumenstreifen im Bioversuchsgelände18.00 – ca. 19.00 Uhr  |  Thema: Wildblumen-Blühstreifen
Melissa ist Biologin und arbeitet gerade an ihrer Masterarbeit zu diesem Thema, wo’s um ein Simulationsprogramm zu Käfer geht. Spannend!
ca. 19.00 – 20.00 Uhr
Schwofen, Fachsimpeln, Sich-Kennenlernen …
Wo?
Das APRIL-Treffen findet online statt! Klinkt euch ein unter https://meet.jit.si/bienenfreunde-stammtisch. Bitte vorab den Browser Chrome installieren, da funktionieren Ton und Bild am besten. Für Mobilgeräte die App Jitsi Meet. Ein Passwort ist nicht notwendig.
Wer? Willkommen sind alle, die ein Interesse an (Wild-)Bienen und ihren Lebensraum, an Honig und an Imkerei haben. An diesem Gruppentreffen der Bienenfreu(n)de“ Transition Bamberg kann wirklich jede/r teilnehmen!