Ablegerversorgung, Königinnenzeichnen (BLIB-Imkerkurs für Anfänger AK26, Modul 6)

Mit dem praxisorientierten Modul 6 „Ablegerversorgung, Königinnenzeichnen“ ist die Halbzeit des Imkerkurses für Anfänger erreicht. Nach einer kurzen Wiederholung zur Ablegerbildung widmen wir uns den beiden neuen Lektionen Ablegerversorgung und Königinzeichnen. Die kleine Regenpause verbrachten wir in der Bienen-InfoWabe mit Theorie.

Ablegerversorgung / Varroabehandlung

Als erstes erfolgt die Windeldiagnose. Sie verrät uns viel, was in den letzten vier Wochen im Ableger aus dem Modul 4 am 18.04.26 passiert sein dürfte.

Nach dem Öffnen fanden wir eine hübsche Königin vor, Wir entdeckten außerdem Eier und bereits erste Larven. Das ist nicht immer selbstverständlich.

Da die Königin noch jung ist, verzichteten wir vorerst auf ihre Zeichnung. Junge Königinnen reagieren oft noch etwas nervös. Möglicherweise ist sie außerdem noch flugfähig. Ihr Davonfliegen wollten wir nicht riskieren. Das Markieren holen wir zur nächsten Durchsicht in ein bis zwei Wochen nach.

Zeitpunkt Varroabehandlung

Den Zeitpunkt vor der Verdeckelung der Brut nutzten wir zur Varroabehandlung. Hintergrund: Die zur Verfügung stehenden Säuren wirken nämlich nicht in die verdeckelte Brut hinein.

Material

Möglich ist eine Behandlung mit Milchsäure 15% im Sprühverfahren. Noch besser wirkt Varroxal 0,71 g/g  (Oxalsäuredihydrat). Das Pulver wird gemäß der Packungsbeilage mit Wasser zu einer 3%-Lösung angemischt: 6 g Oxalsäuredihydrat-Pulver (6 Messlöffel) auf 200 ml Wasser. Beim Umgang mit der Säure bitte die Schutzmaßnahmen beachten: Handschuhe, Jacke oder Hemd mit langen Ärmeln und am besten Schutzbrille und Mundschutz (FFP-3-Maske).

Vorgang

Gesprüht wird nur mit zwei, drei Stößen pro Wabenseite. Die Flügel bzw. Körper der Bienen sollten nicht durchnässt, sondern lediglich angefeuchtet, sprich: silbrig glänzend sein. Mit einem Sprühvorgang ins Leere wird vorab die Windrichtung überprüft, aber auch, ob der Sprühkopf auf einen feinen Nebel eingestellt ist.

Die Wabe mit den ansitzenden Bienen von unten in einem Winkel von 45 Grad besprühen. Damit wird verhindert, dass der Sprühnebel die bereits vorhandene Larven direkt trifft. Nicht versäumen sollte man dabei, auch die Bienen zu besprühen, die auf den inneren Seitenwänden der Zarge herumkrabbeln.

Produkttipp: „Sprühgerät McProper Plus P“ des Schweizer Herstellers Birchmeier, der von verschiedenen Versandhändlern angeboten wird.

Dokumentation

Nicht vergessen. Jede Anwendung eines Tierarzneimittels muss im Bestandsbuch dokumentiert werden. Eine Vorlage kann bei der LWG als PDF-Dokument heruntergeladen werden: bestandsbuch.pdf

Königinnenzeichnen

Um die Königin im Gewusel leichter zu finden und um sie bei allen Verrichtungen im Volk nicht zu gefährden, ist ein Zeichen auf ihrem Rückenschild hilfreich.

Die Farben zum Zeichnen von Königinnen sind international festgelegt: Jahre, die mit 1 bzw. 6 enden – weiß. Jahre, die mit 2 enden – gelb, Jahre mit 3 – rot, Jahre mit 4 – grün, Jahre mit 0 bzw. 5 – blau. Die Jahresfarbe für 2026 ist also weiß.

Statt der Königin ließen wir von den Teilnehmenden ein paar Drohnen zeichnen. Das hat neben der Schonung der Königin den Vorteil, dass ALLE üben können. Eine Drohne zu „pflücken“ kann für manche eine Herausforderung bedeuten, selbst im Bewusstsein, dass die männlichen Bienen keinen Stachel haben. Das Einfangen mit der Hand ist sicherer als mit Hilfe eines Abfangclips, da dies eine geringere Verletzungsgefahr für die Königin bedeutet. Möglich ist es auch, direkt das Zeichenrohr über die Königin zu stülpen und … nun ja, ihr werdet es herausfinden, welche Art des Einfangens euch am wenigsten Schwierigkeiten bereitet!

Einmal erwischt, schnell ab mit dem Drohn in das Zeichenrohr! Und zwar ins richtige der beiden hohlen Teile. Dann vorsichtig mit dem Schaumstoff die „Königin“ in eine Halteposition bugsiert. Also der obere Rücken wird sanft zwischen den Stäben festgeklemmt und mit einem speziellen Stift gezeichnet.

Nach dem Färben die Königin kurz trocknen lassen und etwas anräuchern. Somit wird der Geruch der Finger und des Farbstiftes überdeckt. Und nun ab mit ihr ins Volk, welches sie hoffentlich auch wieder annimmt. Die Versuchsdrohnen hingegen fliegen meist auf und davon, um als „falsche Königin“ wieder heimzukehren.

Hin und wieder passiert es, dass die Königin von ihrem Hofstaat nicht mehr beachtet wird. Vielleicht wurde ihr Unterleib versehentlich gequetscht oder sie riecht nicht mehr so, wie eine gesunde, legefähige Königin es sollte.

Das nächste Mal sehen wir uns bereits zur Ernte und Verarbeitung des Honigs. Denn bis dahin, bzw. bis Mitte Juni, wird einfach nur wiederholt: Wöchentlich Weiselkontrolle und vielleicht noch einen Ableger bilden. Wir sehen uns!

Kolpingsfamilie Bamberg zu Gast bei der Schulbiene

14 Interessierte aus der Kolpingsfamilie Bamberg besuchten am 07.05. die Bienen-InfoWabe. Überwiegend Senior(inne)en, aber auch drei (Enkel)Kinder wurden von der Schulbiene zwei Stunden lang in die Welt der Bienen, des Honigs und der Imkerei entführt.

Erstaunt waren wir, dass gleich zu Beginn nach dem Aussehen der Asiatischen Hornisse gefragt wurde. Wie praktisch, dass wir ein Exemplar im Regal hatten.

Flyer Vespa velutina der LWG (Ausschnitt)Auch auf zahlreiche weitere Fragen konnten wir jederzeit auf großformatige Fotos oder Anschauungsobjekte zurückgreifen. Eine gute Gelegenheit, allen Schulbienen-Unterstützer der Vergangenheit (und hoffentlich auch der Zukunft) DANKE zu sagen, die uns dies finanziell möglich mach(t)en.

Nachdem erraten wurde, wie schwer die herumgereichte Honigwabe war und wie der Honig ins Glas kommt, wurde noch flugs ausgerechntet, wie viele Gläser das ergiebt, Tja, Kopfrechnen ist immer noch gefragt!

Die Honigverkostung löste einen kleinen Verkaufsansturm auf unseren Bamberger Lagenhonig aus, dem wir gerne nachgekommen sind. Schließlich wollen die Regale wieder frei werden, wenn es im Juli zur ersten (und bei uns einzigen) Ernte des Jahres kommt. Übrigens wieder verbunden mit einer öffentlichen Honigernte am 19.07., 15 Uhr während der BIWa-Sonntagsöffnung am Bienenweg 1 im Erba-Park.

Schön, dass ihr uns besucht habt, und vielleicht ja wieder im nächsten Jahr?!

Netzwerken am Nachhaltigkeitstag der Erzdiözese Bamberg

Reinhold Burger und Sebastian Zink am Nachhaltigkeitstag Erzdiöezese Bamberg

Bis ins kleinste Detail perfekt durchgeplant und dennoch ein Gefühl von Leichtigkeit, ja, fast schon wie ein Urlaubstag, so fühlte sich der Nachhaltigkeitstag der Erzdiözese Bamberg im und vorm Bistumshaus St. Otto („Heinrichsbau“) an.

Begleitend die liebevoll zubereiteten Buffets zu jeder Tageszeit (und sogar glutenfreies Brot!) –, wegen des anfänglichen Regens immer wieder ein frisch durchgewischtes Foyer sowie vor allem jederzeit ansprechbare und hilfsbereite Organisator(inn)en um Umweltreferent Sebastian Zink. Toll!

Nachhaltigkeitstag Erzdiöezese Bamberg Nachhaltigkeitstag Erzdiöezese Bamberg

Ausstellung der Umweltarbeit im Erzbistum zum Nachhaltigkeitstag Erzdiözese BambergEin umfassend erstelltes Programm mit Infoständen, Workshops und Vorträgen von zahlreichen bestens vorbereiteten Umweltinstitutionen aus der Metropolregion Nürnberg-Bamberg ließ keine Wünsche offen. Was will man mehr?!

Nachhaltigkeitstag Erzdiöezese Bamberg

Netzwerken!

Wir kosteten das ausgiebig aus. Natürlich boten auch wir selbst Informationen und einen Vortrag rund um Bienen, Honig, Imkerei und Natur. Damit das alles aber für uns nachhaltig ist, stelle ich unsere besonders erinnerungswürdigen Begegnungen vor. Manche davon haben Potenzial, um in Kooperationen und Projekte zu münden. Daher verbinde ich sie mit Zukunftsplänen. Los geht’s!

Die Hauskapelle des Heinrichsbaus

Nachhaltigkeitstag Erzdiöezese Bamberg Nachhaltigkeitstag Erzdiöezese Bamberg

In einem der vielen Impulse, die einladend in der Hauskapelle auslagen, wurde auch die Biene benannt. In mir entstand die Idee, in unserem Bienengarten im ERBA-Pfad ebenfalls einen „Impulspfad“ zu installieren.

Unser Zukunftsplan (langfristig): „Denkwaben“ sollen zum Nachdenken und Reflektieren einladen und so einen Inspirationsraum für Lebensweisheit schaffen. Fördermittelprojekt erst fürs nächste Jahr, da wir heuer schon zu gut beschäftigt sind.

„Blühpakt Bayern“ – StMUV

Nachhaltigkeitstag Erzdiöezese Bamberg

Auch auf dem Stand von Blühpakt Bayern, vertreten durch Angelina Hacker und Annette Berger, wurde die Biene erwähnt. Dem Lösungswort „Hummel“ auf der Spur, wusste bzw. erriet ich, welche Samenform zu welcher Blüte gehört.

Ich war durchaus zufrieden, immerhin alle abgebildeten Pflanzen beim Namen nennen zu können. Doch zugegeben … Samen sind nicht mein Spezialgebiet. Also etwas Neues gelernt. Und als Preis obendrein unsere Imker-Bibliothek erweitert:

  • Bienen-Tagebuch. Ein Jahr die wilde Welt der Bienen entdecken
  • Gärtnern für mehr Artenvielfalt. Wegweiser durch die Jahreszeiten
  • Friedhöfe. Oasen für Pflanzen und Tiere. Aktionsplan für Insektenschutz und mehr Artenvielfalt

Wer diese – und viele weitere Broschüren! – vom Blühpakt selbst bestellen will, hier der Link.

Unser Zukunftsplan (bereits umgesetzt): Bestellen weiterer Broschüren für die Imker-Bibliothek.

Nachhaltigkeitstag Erzdiöezese Bamberg

Jugendhaus Burg Feuerstein, Ebermannstadt

Nachhaltigkeitstag Erzdiöezese Bamberg

Die Holzarten und Bäumchen konnte ich überwiegend benennen. Doch das ist nicht das einzige Thema des Jugendhauses Burg Feuerstein! Deren Jahresprogramm ist fantastisch! Flyer gleich mal eingepackt.

Die Hausleitung, Sabine Grüner, erzählte mir von den Bienenstöcken auf dem Burggelände. Mangels Referenten scheint es derzeit schwierig zu sein, ein passendes Begleitprogramm aufzustellen. Ein klassischer Fall für unsere Bamberger Schulbiene – und wir würden zu gerne helfen. Doch sind wir zu weit weg und selbst sehr beschäftigt mit unserer Bienen-InfoWabe. Obwohl … ein Projekttag wäre sicher mal drin. Vielleicht kommen wir hier noch zusammen?!

Unser Zukunftsplan (mittelfristig): In jedem Fall wird einer unserer nächsten Ausflüge in die Fränkische endlich auch einmal nach Burg Feuerstein führen! Und dann unterhalten wir uns noch einmal, Frau Grüner, okay?!

„Jetzt WeltfairÄNDERN!“ – Schulnahe Jugendarbeit der Erzdiözese Bamberg

Das Projekt „Jetzt WELTfairÄNDERN!“ sensibilisert Kinder und Jugendliche in Sachen Nachhaltigkeit und sozialer Gerechtigkeit in der eigenen Lebenswelt. Natürlich sind die Bienen einer von zahlreichen Programmpunkten in der Umsetzung. Allerdings ist niemand von den Referent(inn)en ein/e Imker/in, so Carolin Bittner und Jule Hetzner, wenngleich pädagogisch gut aufgestellt. Können wir uns gegenseitig inspirieren?

Unser Zukunftsplan (mittelfristig): Signalisiert wurde ein Besuch an der Bienen-InfoWabe. Sicher können wir uns gegenseitig Tipps zur pädagogischen Umsetzung des Themas geben. Wir warten auf euren Anruf!

Nachhaltigkeitstag Erzdiöezese Bamberg

Nachhaltiger Landkreis Fürth / Jugendamt der Erzdiözese

Nachhaltigkeitstag Erzdiöezese Bamberg

Welche Strategien man im Nachhaltigen Landkreis Fürth fährt, um die Nachhaltigkeitsziele (SDGs) umzusetzen, war von Daniela und Christine zu erfahren. Sie nutzen die ausleihbaren Objekte im Rahmen der Jugendamt der Erzdiözese. Auf dem Büchertisch vor Ort fand ich ein paar unserer eigenen Titel aus der Imker-Bibliothek wieder. In der Nachrecherche entdeckte ich die Serviceleistung „Leihmaterial“.

Unser Zukunftsplan (kurzfristig): Werke aus dem Büchertisch nachrecherchieren, die wir noch nicht haben (erledigt). Den spielerischen Aspekt will ich noch mehr einsetzen, beispielsweise mittels eines Glückrades (mittelfristig). Dazu läuft bereits eine Anfrage.

Nachhaltigkeitstag Erzdiöezese BambergWeltladen Bamberg

Nachhaltigkeitstag Erzdiöezese Bamberg

Am Stand des Weltladens Bamberg, vertreten durch die sehr nette Inhaberin Johanna Wallmeier und Sohn, erfuhr ich, dass das Sortiment mittlerweile stark verändert worden wäre. Als kleinen Vorgeschmack gab’s Schoki und natürlich einiges an Infomaterial. Ebenso wäre möglich, für besondere Anlässe etwas Passendes aus dem Weltladen anzubieten.

Unser Zukunftsplan (kurzfristig): Einen Besuch abstatten. Außerdem das Angebot einer Aktionsbestückung (langfristig) im Hinterkopf behalten und entsprechend zu bewerben, wo es sich bei all unseren Netzwerkpartnern ergibt.Nachhaltigkeitstag Erzdiöezese Bamberg

Lebenshilfe Bamberg e. V. und Bamberger Lebenshilfe-Werkstätten gGmbH 

Nachhaltigkeitstag Erzdiöezese Bamberg

Unserem eigenen Stand gleich gegenüber und äußerst passend die Lebenshilfe Bamberg mit Produkten aus den Lebenshilfe-Werkstätten. Während wir an unserem Stand das Vorläufermodell der hauseigen gefertigten Wildbienen-Nisthilfe als Infomaterial offerierten, konnte uns bei unseren Nachbarn das neue Modell sehr überzeugen. Es hat verschieden große Einflugöffnungen und bietet sich somit für verschiedene Wildbienenarten an. Weitere Nist- und Bruthilfen, beispielsweise für unterschiedliche Vogel- und Fledermausarten, waren ebenfalls ausgestellt.

Unser Zukunftsplan (mittelfristig): Unseren naturgartenzertifizierten Bienengarten erweitern. Das bereits eingegangene Angebot verschiedener Bruthilfen wird Kalkulationsgrundlage für unser neues Projekt „Bienengarten 2.0 – Lebensraum für Artenvielfalt“. Nachhaltigkeitstag Erzdiöezese Bamberg

Wildtierfreunde Bamberg e. V.

Nachhaltigkeitstag Erzdiöezese BambergEs ist noch nicht allzu lange her, dass die Wildtierfreunde Bamberg einen Verein gegründet haben, war vom Vorstand, Juliana Neumayer und Carina Heinzel, zu erfahren. Zwar geht es nicht originär um unsere Wildbienen, doch um viele andere Wildtiere, die in Nöten sind. Ob verletzt und / oder hungrig … hier wird sich engagiert und professionell gekümmert!

Unser Zukunftsplan (saisonal): Um den Varroadruck in den Honigbienenvölker abzubauen, wenden wir biotechnische Maßnahmen an, beispielsweise das Drohnenbrutschneiden. Hochwertiges Eiweiß, das leider für die Natur verloren geht. Daher sollen die Brutwaben künftig an der Bienen-InfoWabe abholbar sein, um u. a. Nestflüchtlinge zu versorgen.

Pflanzentauschbörse

Nachhaltigkeitstag Erzdiöezese BambergVon der Pflanzentauschbörse erhielten wir im Tausch gegen ein Glas Bamberger Lagenhonig einen Topf echten Waldmeisters, der nunmehr im Bienengarten verpflanzt ist und sich hoffentlich in den nächsten Jahren vermehren mag.

Weltacker 2000 qm 

Nachhaltigkeitstag Erzdiöezese BambergIm Foyer erwartete die Besucher/innen die interessante und übersichtliche Roll-up-Sammlung: „Die Welt auf einem Acker“. Christine Hertrich (Weltacker) und Heike Kettner (Solawi) sind uns gut bekannt, und wir werden den Kontakt sicherlich weiter halten. Schön, sich wiedergesehen zu haben!

Puh, das alles an einem Tag! Sehr, sehr ergiebig. Allen Beteiligten hinter und vor den Kulissen ein großes Kompliment für die super Planung, Durchführung und die Nachbereitung! Für uns hieß es erstmal: Nach dem Standabbau zur Bienen-InfoWabe, denn da erwarteten wir die Kolpingfamilie zu Gast. Siehe nächsten Blogbericht, doch ganz sicher etwas kürzer ausfallend … 😉

Mi., 13.05.26 – Digitale Antragsstellung für imkerliche Fördermaßnahmen auf iBALIS 

Symbolbild Digitaler Förderantrag ImkereiSymbolbild Digitaler Förderantrag Imkerei, generiert mit CHATGPTMi., 13.05.26 – Neuerungen bei der digitalen Antragsstellung für imkerliche Fördermaßnahmen auf iBALIS 

Wann? Mi., 13.05.26 | 17.00 Uhr und 19.05.26
Was?
2025 wurden einige Fördermaßnahmen der Bienenhaltung auf ein digitales Verfahren umgestellt. Auch wenn das grundsätzliche Verfahren, insbesondere die Erfassung der förderrelevanten Daten, unverändert bleibt, wurden auf Basis der Erfahrungen aus dem ersten digitalen Antragsjahr einige Optimierungen im Fachportal iBalis vorgenommen.

Das StMELF stellt gemeinsam mit der Bewilligungsstelle (FüAk) den Antragstellern (Vereinen, Belegstellen, BSV) diese Neuerungen vor der bevorstehenden Antragseröffnung vor. Die Antragstellung für die Maßnahmen „Belegstellen“, „Standbesuche durch BSV“ sowie „Imkern auf Probe“ beginnt wie im Vorjahr am 1. Juni für das Folgejahr.

Dazu werden zwei Online-Veranstaltungen am Mittwoch,13.05.2026 und Dienstag, 19.05.2026, jeweils ab 17:00 Uhr angeboten. An beiden Terminen wird der gleiche Inhalt vorgestellt. Sie können also den besser geeigneten Termin auswählen.

Wo? Webex. Die Zugangsdaten zu beiden Webex-Veranstaltungen finden Sie hier unten im Anschluss.
Für wen? Imker/innen, die Interesse an Fördermaßnahmen haben
Veranstalter? StMELF gemeinsam mit der Bewilligungsstelle (FüAk)
Und sonst? Bitte wenden Sie sich mit allen Fragen an den Veranstalter:

Tomas Rödel, Referat L3
Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus
Ludwigstraße 2, 80539 München
Tel. +49 (89) 2182-2528
Tomas [dot] Roedel [at] stmelf [dot] bayern [dot] de
www.stmelf.bayern.de


Zugangsdaten – zwei Termine mit selben Inhalten!

Wahltermin 1: Mi., 13.05.2026 um 17 Uhr

Meeting beitreten

Weitere Methoden zum Beitreten:

Wahltermin 2: Di, 19.05.2026 um 17:00 Uhr

Meeting beitreten

Weitere Methoden zum Beitreten:

 

Do., 07.05.26 – Infostand „Bienen, Honig, Imkerei und Natur“ am Nachhaltigkeitstag des Erzbischöflichen Ordinariats

Titelseite Programm Nachhaltigkeitstag Erzdiözese BambergEinladung zum Nachhaltigkeitstag des Erzbischöflichen
Ordinariats an unseren Infostand „Bienen, Honig, Imkerei und Natur“ am Do., 07.05.26 von 9.00 – 16.00 Uhr

Was? Bienen sind unverzichtbare Bestäuber in unserer Kulturlandschaft. Gerade in Bamberg mit seiner Gärtner- und Häckertradition gilt das auch für den städtischen Raum. Dennoch sind die Bienenvölker in den letzten Jahren aus verschiedenen Gründen unter Druck geraten. Die Imkerei – selbst eine uralte Kulturtechnik – hilft auch den fleißigen Pollenträgern. Am Stand gibt es neben vielfältigen Informationen rund um Bienen und Imkern auch den Bamberger Lagenhonig zu erwerben.
Am und un Bistumshaus stellen auch zahlreiche andere Insitutionen aus.
Für wen? alle Lebensalter
Kosten und Programm?
Keine Kosten, Programmheft-Nachhaltigkeitstag_EOB
Wo?
Vor dem Eingangsportal des Bistumshaus St. Otto Bamberg, Heinrichsdamm 32 (Parkmöglichkeiten auf dem P&R-Parkplatz Heinrichsdamm (Tageskarte ohne Busticket: 0,50 €).
Und sonst?
Veranstalter ist die Erzdiözese Bamberg

Honigraumerweiterung, Ablegerbildung (BLIB-Imkerkurs für Anfänger AK26, Modul 4)

AK26 Modul 4 und Modul 5 im Imkeranfängerkurs von Bienen-leben-in-Bamberg.de zu Honigraumerweiterung, Ablegerbildung; Schwarmverhinderung durch Weiselzellenkontrolle und DrohnenbrutschneidenIm Praxisteil des BLIB-Imkerkurses für Anfänger am 18.04.26 bei perfektem Frühlingswetter erläuterten wir das Aufsetzen des Honigraums und dämpften den Schwarmtrieb durch Ablegerbildung und Drohnenbrutentfernung. Alle Teilnehmenden durften selbst eine Wabe zur Beurteilung ziehen, um die perfekte Brutwabe auszuwählen. Um die Bienenwohnungen nicht allzu lange offen zu halten, wurde das jeweilige Vorgehen erst einmal „trocken“ im bequemen Sitzkreis erklärt, um dann an den Lehrbienenstand zu gehen. Nachfolgend die einzelnen Verrichtungen von Modul 4 inklusive Modul 5 zusammengefasst.

AK26 Modul 4 und Modul 5 im Imkeranfängerkurs von Bienen-leben-in-Bamberg.de zu Honigraumerweiterung, Ablegerbildung; Schwarmverhinderung durch Weiselzellenkontrolle und Drohnenbrutschneiden

1. Honigraumerweiterung

Zeitpunkt

Biene an SauerkirscheDer Zeitpunkt der Honigraumerweiterung war heuer – je nach Region und Witterung – um Ostern herum, also gut eine Woche früher als unser Kurstermin. Zeigerpflanzen sind das beginnende Blühen der Salweide, des Ahorns und spätestens der Süßkirsche. Auskunft zur aktuellen Phänologie siehe Deutscher Wetterdienst.

Zwei weitere Anhaltspunkte für den richtigen Zeitpunkt sind die Volksstärke und Volksentwicklung. 5 bis 6 mit Bienen besetzte Zanderwaben (entspricht zehn- bis zwölftausend Bienen), davon auf 3 Waben mit verdeckelter Brut, sind optimal. Die Regel sagt: „Besser zu früh als zu spät!“ Somit wird verhindert, dass zu viel Honig im Brutraum eingelagert, der Platz damit zu eng und daraufhin eine Schwarmstimmung ausgelöst wird.

Honigraum herrichten

AK26 Modul 4 und Modul 5 im Imkeranfängerkurs von Bienen-leben-in-Bamberg.de zu Honigraumerweiterung, Ablegerbildung; Schwarmverhinderung durch Weiselzellenkontrolle und Drohnenbrutschneiden AK26 Modul 4 und Modul 5 im Imkeranfängerkurs von Bienen-leben-in-Bamberg.de zu Honigraumerweiterung, Ablegerbildung; Schwarmverhinderung durch Weiselzellenkontrolle und DrohnenbrutschneidenÜber den Brutraum wird das Absperrgitter (Weite 4,2 mm) eingesetzt. So können nur Arbeiterinnen das Gitter passieren, Königin und Drohnen bleiben außen vor. Es garantiert, dass keine Eier bzw. Brut im Honigraum angelegt werden. Von den drei möglichen Modellen eines Absperrgitters sind die zwei aus Metall. Ob mit oder ohne Holzrahmenbei einem empfohlenen bee space von 8 mm sind sie dem schneller verbiegbaren Plastikgitter vorzuziehen.

Ausgebaute WabeDer aufgesetzte Honigraum enthält im Zentrum (2 bis) 4 ausgebaute helle Waben. Es sind die vom Vorjahr ausgeschleuderten und sauber ausgeschleckten Honigwaben (niemals Brutwaben). Sie erleichtern den Bienen die Annahme des Honigraumes, da die Waben gleich zur Einlagerung von Nektar verwendet werden können. Sie müssen also von den Bienen nicht erst ausgebaut werden. Links und rechts daneben wird mit Mittelwandrahmen aufgefüllt. Wer als Anfänger/in noch keine ausgebauten Honigrahmen hat, nimmt nur Mittelwandwaben. Das war’s dann auch schon.

2. Ablegerbildung zur Schwarmverhinderung

Reinhold erläuterte vorab die Grundzüge des Schwarmverhaltens und warum wir das Schwärmen verhindern bzw. den Willen nach Vermehrung und Verjüngung durch Ablegerbildung steuern bzw. vorweg nehmen. Gänzlich lässt sich eine Schwarmstimmung allerdings nicht verhindern. Trotz gezielter Maßnahmen wie rechtzeitige Honigraumerweiterung, Ablegerbildung und Ausschneiden des Baurahmens (Drohnenrahmen) wollen 30% aller Völker dennoch schwärmen.

AK26 Modul 4 und Modul 5 im Imkeranfängerkurs von Bienen-leben-in-Bamberg.de zu Honigraumerweiterung, Ablegerbildung; Schwarmverhinderung durch Weiselzellenkontrolle und DrohnenbrutschneidenAK26 Modul 4 und Modul 5 im Imkeranfängerkurs von Bienen-leben-in-Bamberg.de zu Honigraumerweiterung, Ablegerbildung; Schwarmverhinderung durch Weiselzellenkontrolle und DrohnenbrutschneidenAK26 Modul 4 und Modul 5 im Imkeranfängerkurs von Bienen-leben-in-Bamberg.de zu Honigraumerweiterung, Ablegerbildung; Schwarmverhinderung durch Weiselzellenkontrolle und Drohnenbrutschneiden

Gründe für eine Schwarmverhinderung sind:

  • Keine bzw. nur sehr geringe Honigernte
  • Stadt: Dichte Bebauung und „naturentwöhnte“ Stadtbewohner
  • Schwärme finden nicht genügend Höhlen als neue Wohnstätte
  • In unseren Breiten verhungern im Winter 80% der verwilderten Schwärme
  • Ohne Varroabehandlung durch Imker/innen gehen Schwärme in der Regel nach zwei Jahren zugrunde
  • Ungepflegte Völker können eine Reinvasion von gepflegten Völkern mit der Varroamilbe verursachen
  • Arbeitsschutz: „Bei den tödlichen Unfällen ist der Sturz von der Leiter der dominierende Unfalltyp.“

Ein Scharm am Bienenweg 1 in BambergWie man einen Schwarm einfängt, wurde ebenfalls kurz erläutert.

  • Standsicher auf eine Haushaltsleiter steigen, falls nötig
  • Schwarm mit Wasser einsprühen
  • Schwarmfangkasten / Eimer darunter halten
  • Kräftig auf den Ast hauen, damit die Schwarmtraube in den Kasten fällt
  • Leicht geöffneten Kasten unterhalb des Fundorts ein paar Stunden stehen lassen, damit die Spurbienen ebenfalls wieder zurück zur Königin finden
  • Dann abholen, über Nacht „aushungern“ lassen
  • Am nächsten Tag in eine leere Zarge „einschlagen“; insgesamt ist also einen kompletter Beutensatz nötig
  • Zehn Leerrähmchen dazugeben, dabei die Mitte mit einer ausgebauten Wabe bestücken, falls vorhanden

Einrichten der Ablegerzarge

In der Kursorganisation wird eine Checkliste des Materials zur Ablegerbildung (inkl. Honigraumerweiterung) bereitgestellt. Und so geht’s:

  • Eine aus der Frühjahreskontrolle gezogene Futterwabe mitbringen
  • Honigraum abnehmen, wegstellen -> auf Blechdeckel „über Eck“
  • Nach geeigneter Brutwabe suchen -> 3/4 verdeckelte Brut, Stifte und jüngste Larven mit den ansitzenden Bienen
  • Falls die Brutwabe nicht so optimal ist, kann evtl. auch eine zweite beigefügt werden
  • In bereit stehender Ablegerbeute einhängen -> Reihenfolge Foto und Checkliste
  • Rähmchen mit Pinnadeln für Transport sichern
  • Weitere Bienen aus Honigraum in Ablegerbeute einkehren -> diese wärmen die Brut
  • Abgeklebten Fluglochkeil fest am Flugloch anbringen -> mit Klebeband sichern
  • Abdeckfolie und Holzdeckel auflegen
  • Mit Spanngurt sichern (z. B. Ludhof)
  • Blechdeckel und Fluglochabdichtung (z. B. Schaumstoff)  mitzunehmen
  • Tipp: Gleich auch noch eine Mittelwand mitnehmen, die bei gleichzeitiger Ablegerbildung die Brutwabe ersetzen wird

AblegerbestandteileSicherung mit Pinnadel für TransportSpanngurt für Ablegertransport

Brutrahmen finden

AK26 Modul 4 und Modul 5 im Imkeranfängerkurs von Bienen-leben-in-Bamberg.de zu Honigraumerweiterung, Ablegerbildung; Schwarmverhinderung durch Weiselzellenkontrolle und Drohnenbrutschneiden

Am Lehrbienenstand wurde von Kursteilnehmenden der Smoker angefacht, die Beute geöffnet und zunächst alle Rähmchen mit dem Stockmeißel gelockert. Am leichtesten lässt sich der zweite Rahmen ziehen, da die Randwabe oftmals mit der Zargeninnenseite etwas verklebt ist.

Alle Teilnehmenden bekamen sodann die Aufgabe, jeweils eine Wabe zu ziehen, sie zu beurteilen und damit ein geeignetes Bruträhmchen zu finden.

1. Dabei wird zuallererst die Königin gesucht, damit sie nicht versehentlich in den zu errichtenden Ableger gerät. Uns lief sie nicht über den Weg. Aber wäre es so, hätten wir sie kurzzeitig gekäfigt, um sie am Ende aller Arbeiten wieder einzusetzen.

2. Dann wird Ausschau gehalten, ob jüngste (stehende) Eier zu finden sind, aus denen die Königin gezogen werden kann. Man erkennt sie anfangs nur schwer, doch mit ein bisschen Übung wird es immer leichter.

3. Nun erfolgt die Kontrolle, ob genügend Brut in verschiedenen Lebensstadien zu finden ist. Denn auch im neuen Ableger müssen alle Arbeiten von den Bienen verrichtet werden, für die sie altersgemäß ausgerüstet sind. Ein Generationenbruch wäre also ungünstig.

4. Eine für gut befundene Brutwabe wird in die Ablegerzarge verbracht. Eine kurzzeitige Folienabdeckung verhindert, dass die ansitzenden Bienen wegfliegen. Findet man später aber eine noch besser geeignete Brutwabe, kann sie mit der reservierten Wabe ausgetauscht werden.

AK26 Modul 4 und Modul 5 im Imkeranfängerkurs von Bienen-leben-in-Bamberg.de zu Honigraumerweiterung, Ablegerbildung; Schwarmverhinderung durch Weiselzellenkontrolle und Drohnenbrutschneiden5. Zum Schluss gibt man dem Ableger noch ein paar Pflegebienen mit. Rechnerisch sollte die Menge so hoch sein, dass ein Rähmchen hinten und vorne voll mit Bienen besetzt wäre.

Dazu stößt man die Bienen eines voll besetzten Rähmchens aus der „Mutterwohnung“ in die Ablegerzarge ab.

Umsetzen eines Ablegers

Der Ableger wird (fest verschlossen, lieber zweimal überprüfen!) möglichst schüttelfrei zum etwa 2-3 Km entfernten Standort gebracht. In stark strukturierten Städten mit genügend unterschiedlichen Landmarken wie Türme, Hochhäuser, Flusslauf, Straßenzügen, Wohn- und Industriegebieten darf der Abstand auch geringer sein, da die Bienen sich gut daran neu orientieren können. Nach etwa vier Wochen (frühestens 21 Tage oder später) kann die Rücksiedelung erfolgen. Erst dann ist die neue Königin begattet und legefähig.

Demonstration Fluglocheinengung mit Styropor-Keil und kleinem Fluglocheingang über der Brut im imImkeranfängerkurs, AK22, M4, Honigraumerweiterung, AblegerbildungAm neuen Ablegerstandort (2-3 km Entfernung) Fluglochkeil auswechseln -> kleine Einflugöffnung links oder rechts, je nach dem, wo die Brut darüber sitzt. Wenn Eier zu finden sind, kann mit Milch- oder Oxalsäure behandelt werden, z. B. nach dem Umsetzen an den neuen Standort. Das lernen wir übrigens in Modul 6.)

Weiselzellenkontrolle

Wer unkontrolliertes Schwärmen mit oft sehr schlechten Überlebensaussichten für das Schwarmvolk vermeiden möchte (fehlende Quartiere und Varroabehandlung, zu wenig Futter zur Überwinterung), sorgt für gezielte Schwarmvorwegnahme durch Ablegerbildung. Einmal wöchentlich (alle 7, allerspätestens 9 Tage) erfolgt also eine Weiselkontrolle.

Brutbrett / Brutrahmen mit Weiselzellen von unten

Bei der Kippkontrolle wird die Zarge angehoben, vorgeschoben und dann in eine senkrechte Position gebracht.

Hilfreich bei der Weiselzellenkontrolle von unten ist eine Taschenlampe. Auch können die Rähmchen auseinandergezogen werden. Wir fanden überwiegend Spielnäpfchen, doch auch eine Weiselzelle, die bereits ein Ei enthielt. Daher ist es nun ratsam, das komplette Volk durch Ziehen der Rahmen durchzusehen (was Reinhold im Anschluss des Kurses nachholte).

Nun durften alle Teilnehmenden das Entdecken und Herausbrechen von Weiselzellen in der Kippkontrolle üben.

AK26 Modul 4 und Modul 5 im Imkeranfängerkurs von Bienen-leben-in-Bamberg.de zu Honigraumerweiterung, Ablegerbildung; Schwarmverhinderung durch Weiselzellenkontrolle und Drohnenbrutschneiden AK26 Modul 4 und Modul 5 im Imkeranfängerkurs von Bienen-leben-in-Bamberg.de zu Honigraumerweiterung, Ablegerbildung; Schwarmverhinderung durch Weiselzellenkontrolle und Drohnenbrutschneiden AK26 Modul 4 und Modul 5 im Imkeranfängerkurs von Bienen-leben-in-Bamberg.de zu Honigraumerweiterung, Ablegerbildung; Schwarmverhinderung durch Weiselzellenkontrolle und Drohnenbrutschneiden AK26 Modul 4 und Modul 5 im Imkeranfängerkurs von Bienen-leben-in-Bamberg.de zu Honigraumerweiterung, Ablegerbildung; Schwarmverhinderung durch Weiselzellenkontrolle und Drohnenbrutschneiden AK26 Modul 4 und Modul 5 im Imkeranfängerkurs von Bienen-leben-in-Bamberg.de zu Honigraumerweiterung, Ablegerbildung; Schwarmverhinderung durch Weiselzellenkontrolle und Drohnenbrutschneiden AK26 Modul 4 und Modul 5 im Imkeranfängerkurs von Bienen-leben-in-Bamberg.de zu Honigraumerweiterung, Ablegerbildung; Schwarmverhinderung durch Weiselzellenkontrolle und Drohnenbrutschneiden AK26 Modul 4 und Modul 5 im Imkeranfängerkurs von Bienen-leben-in-Bamberg.de zu Honigraumerweiterung, Ablegerbildung; Schwarmverhinderung durch Weiselzellenkontrolle und Drohnenbrutschneiden AK26 Modul 4 und Modul 5 im Imkeranfängerkurs von Bienen-leben-in-Bamberg.de zu Honigraumerweiterung, Ablegerbildung; Schwarmverhinderung durch Weiselzellenkontrolle und Drohnenbrutschneiden AK26 Modul 4 und Modul 5 im Imkeranfängerkurs von Bienen-leben-in-Bamberg.de zu Honigraumerweiterung, Ablegerbildung; Schwarmverhinderung durch Weiselzellenkontrolle und Drohnenbrutschneiden

Drohnenrahmen schneiden

Wenn es sich anbietet, kann vorab in den Brutraum ein Drohnenrahmen (Rähmchen ohne Draht) an zweiter (bzw. neunter) Position einsetzten und mit einem Reißnagel markieren.

Der Drohnenbrutrahmen wird in eine Plastiktüte gestellt. Am besten arbeitet man dabei nicht im Stehen, sondern mit Bodenunterstützung. Mit dem Stockmeißel fährt man an den Innenrändern entlang und kann so die Brut in einem Stück herauslösen. Vielleicht ist eine Tier- oder Vogelnothilfe am Ort, die sich über die eiweißreiche Brut für ihre Zöglinge freuen und das „Essenspaket“ einfrieren.

AK26 Modul 4 und Modul 5 im Imkeranfängerkurs von Bienen-leben-in-Bamberg.de zu Honigraumerweiterung, Ablegerbildung; Schwarmverhinderung durch Weiselzellenkontrolle und DrohnenbrutschneidenAK26 Modul 4 und Modul 5 im Imkeranfängerkurs von Bienen-leben-in-Bamberg.de zu Honigraumerweiterung, Ablegerbildung; Schwarmverhinderung durch Weiselzellenkontrolle und DrohnenbrutschneidenAK26 Modul 4 und Modul 5 im Imkeranfängerkurs von Bienen-leben-in-Bamberg.de zu Honigraumerweiterung, Ablegerbildung; Schwarmverhinderung durch Weiselzellenkontrolle und Drohnenbrutschneiden

Tipp zum Schluss: Ein ordenliches Arbeitsumfeld spart Verdruss. So wird der Stockmeißel am besten griffbereit quer über ein Beuteneck gelegt, mit Schwerpunkt des Geräts nach unten. Der Smoker lässt sich in der Regel einhängen und sollte hin uns wieder mit dem Blasebald am Glimmen gehalten werden. Wenn’s mal schnell gehen muss, ist das Suchen nach Werkzeug einfach nur ärgerlich.

Fazit

Da man alle genannten Tätigkeiten in einem Rutsch durchführen kann, wass den Imker/innen Zeit erspart und den Bienen Stress, haben wir diese beiden Module zusammengefasst. Es ist natürlich einiges an Stoff, doch wurde er hier bewusst ausführlich dargestellt.

Zwischen den beiden Modulen gab es natürlich auch eine Mittagspause, angenehm im Freien und bei Sonnenschein! Bis zum nächsten Modul 6 am Sa., 16.05.26, 10.30-12.30 Uhr sehen wir uns 4 Wochen lang nicht mehr. An Bienenarbeiten stehen nun wöchentliche Weiselzellenkontrollen an, und zwar bis Mitte Juni.

Bienengesundheit, Bienenkrankheiten (BLIB-Imkerkurs für Anfänger AK26, Modul 3)

Logo BLIB Imkerkurs für AnfängerIm Modul 3 des Imkeranfängerkurses von Bienen-leben-in-Bamberg.de nahm Reinhold Burger die Bienenkrankheiten ins Visier. Intention eines jeden imkerlichen Standbesuchs ist es, die Völker so zu führen, dass sie gesund bleiben. Die Honiggewinnung ist – zumindest bei uns – eher Nebensache. So bringen wir es unseren Teilnehmenden bei. Doch dabei muss das eine das andere nicht ausschließen. Was bedeutet: Wer Honig möchte, bekommt das ohnehin nur von starken Bienen.

Häufige Bienenkrankheiten und Vorkehrungen

Aller Pflege zum Trotz: Vor dem Erreger der Amerikanischen Faulbrut (AFB), dem Akuten bzw. Chronischen Paralysevirus und vor Nosemose ist kein Volk absolut gefeit. Hat man (weil ohne Gesundheitszeugnis) kranke Völker eingekauft oder tauscht Futterwaben untereinander aus – was manchmal  nötig ist – dann kann das passieren. Zuweilen auch, weil befallene Bienen von fremden Völkern ihren Weg ins Volk finden.

Hier hilft das Wissen um die Sperrbezirke (gemeldet im Tsis, TierSeuchenInformationsSystem und in den örtlichen Amtsblättern) und der oder die Bienensachverständige eines jeden Bezirks. Doch gegen einige Situationen wie die Maikrankheit wegen Wassermangel oder die Kalkbrut durch einen zu kühlen, zugigen Standort) lässt sich durchaus vorbeugen.

Im ABC der Bienenkrankheiten wurde im Kurs nicht auf alle dezidiert eingegangen, stattdessen besonders auf Hilfsmittel hingewiesen, die dem Erkennen der Krankheiten dienen. Gesunderhaltung durch Vorbeugung ist die Devise. Den Bienen innewohnenden Abwehrmechanismen und positive wie negative Einflussfaktoren wurden vorgestellt.

Übrigens: Seit 2022 ist die Dokumentation aller angewandten Bienenmedikamente in einem Bestandsbuch verpflichtend. Die Ergebnisse müssen fünf Jahre lang aufbewahrt werden.

Kurz wurde die Vespa velutina vorgestellt, die in Bamberg bzw. Oberfranken gottlob noch nicht eingefallen ist. Was sie von der heimischen Hornisse (Vespa crabro) unterscheidet, aber auch, was zu tun ist, wenn man sie (vermutlich) entdeckt, wurde erläutert.

Auf der Kursplattform, die all unseren Teilnehmenden drei Jahre lang zur Verfügung steht und die jährlich von uns aktualisiert wird, finden sich weiterführende Links, beispielsweise zu einzelnen Bienenkrankheiten. Für unseren Blogbeitrag hier seien die Einführenden genannt:

AK25, M3, Bienenkrankheiten ABC / Bienen-leben-in-Bamberg.de

Wer sich auch als Nicht-Imkerkursteilnehmende/r aktuell halten möchte, kann das Modul 3 einzeln für 40 Euro buchen. Sprecht uns an.

Frühjahrsarbeiten (BLIB-Imkerkurs für Anfänger AK26, Modul 2)

Gerade warm genug, um endlich mit den Teilnehmenden des Imkerkurs für Anfänger die Bienen zu besuchen. Vorab gab’s neben organisatorischen Dingen einen Check zur Sicherheit am Lehrbienenstand, Erläuterungen zum Aufbau einer Bienenbeute und zum Imkermaterial sowie ein paar Literaturempfehlungen für Einsteigerbücher und grundlegender Fachliteratur.

Frühjahrskontrolle am Lehrbienenstand

Die Frühjahrdurchsicht dient der Kontrolle eines ausreichenden Futterbestands und dem allgemeinen Gesundheitszustand der Bienenvölker.

Das Mäusegitter war bereits entfernt und die Totenfallkontrolle begutachtet und ohne Befund. Die Kontrolle der Windel zeigte viel Wachsbrösel und damit auch die genaue Position der Brut. Varroen waren keine zu sehen, dafür viele glänzende Wachsschüppchen. Sie zeugen von einer regen Wachsbauproduktion.

 

 

Das Öffnen der Beute und das Begutachten der Waben durfte schon mal von einigen der Teilnehmenden praktiziert werden.

Leider stellte sich heraus, dass das Volk ohne Königin war. Wir hörten es schon am Tonfall bzw. sahen es an einer gewissen Fahrigkeit im Herumkrabbeln der weisellosen Bienen. Daher kürzten wir den Ablauf ab, um sie nicht noch mehr aufzuregen.


Nun können zwei Dinge helfen. Entweder ein gut mit Eiern in verschiedenen Stadien ausgebautes Brutbrett aus einem Nachbarvolk einzuhängen, so dass sich die Arbeiterinnen eine neue Königin nachziehen können.

Oder, wie in unserem Falle, wird Reinhold sie mit einem anderen jungen Wirtschaftsvolk vereinen.

Weiter geht’s mit dem Einsetzen des Drohnenrahmens auf Position 2.

 

 

Zum Schluss würde normalerweise eine leere Zarge als Brutraum aufgesetzt werden. Doch in unserem königinverwaisten Fall warten wir damit, bis sich das Volk wieder auf dem erwünschten Entwicklungsstand befindet.

Nach dem kommenden Modul zu Bienenkrankheiten, das noch einmal online stattfindert, wird es im Modul 4 zu mehr „Handgreiflichkeiten“ kommen, damit alle einmal ein paar Bienen streicheln bzw. Rähmchen in Händen halten können.

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Basisinformationen zur Imkerei (BLIB-Imkerkurs für Anfänger AK26, Modul 1)

Screenshot Online-Modul 1 Imkeranfängerkurs AK26 / Bienen-leben-in-Bamberg.deRoute der Teilnehmerwohnorte im Imkeranfaengerkurs AK26 / Bienen-leben-in-Bamberg.deUnsere Teilnehmer*innen des Imkerkurs für Anfänger kamen aus allen Himmelsrichtungen des Landkreises Bambergs:
Lichtenfels, Unterleiterbach, Schlammersdorf (Hallerndorf), Oberharnsbach, Lisberg (Trabelsdorf), Ebelsbach … und natürlich aus Bamberg selbst.

Am ersten Kurstag (20.03.26) starteten wir nach einem vorangegangenen Online-Technikcheck mit den Basisinformationen.  Die 3 weiblichen und 3 männlichen Teilnehmenden wurden über statistische Fakten zur Entwicklungssituation der Imkerei und des Honigs informiert, erhielten einen Kursüberblick und einen Einblick in den Jahreslauf der Bienen  und Imkerei sowie Grundlegendes zur Biologie und den Unterscheidungsmerkmalen von Wild- und Honigbienen.

Folie Imkeranfaengerkurs AK26, M1 / Bienen-leben-in-Bamberg.de

Ergänzt mit Literatur- und Medientipps, Infos zu Strukturen und Ansprechpartner der Imkerei sowie Fördermittel und Finanzierungshilfen wurden grundlegende Hilfsmittel für das neue Hobby kurz vorgestellt, die im Selbststudium vertieft werden sollen.

Folie Imkeranfaengerkurs AK26, M1 / Bienen-leben-in-Bamberg.de

Alle Skripte des Kurses und weitere Unterlagen, beispielsweise Checklisten, Kaufempfehlungen, weiterführende Links etc. stehen in einer internen Kursorganisationsseite drei Jahre lang zur Verfügung. Verpasste Module können im zweiten Jahr nachgeholt werden.

Gleich am nächsten Tag ging’s weiter mit dem Modul 2, dazu in Kürze mehr.

Honig und Wachs in Kirche und Volksbrauchtum 

Flyer Honig und Wachs in Kirche und VolksbrauchtumDi., 24.03.26, 18.00 – 19.30 Uhr – Honig und Wachs in Kirche und Volksbrauchtum* 

Honig und Wachs unserer Bienen prägen seit jeher weltweit die Menschheitsgeschichte. Der Vortrag beleuchtet das süße Gold in christlicher und jüdischer Tradition Europas, aber auch als Heilmittel und Konservierungsstoff. Bienenwachs prägte vor allem die christliche Liturgie und war universaler Bestandteil in Haushalt, Handwerk und im Volksbrauchtum. Mit Honigverkostung.
Wo? Hybridvortrag; Bistumshaus St. Otto, Raum U.80, Heinrichsdamm 32, 96047 Bamberg
Kosten, Anmeldung und Programm? s. Programm KEB, Anmeldung erforderlich unter Tel. 09515022374 oder -2371 und per E-Mail an kath [dot] bildung-ba [at] t-online [dot] de.
Den Zoom-Link zur Online-Veranstaltung erhalten Sie nach der Anmeldung.
Und sonst?  Parkhaus Heinrichsdamm; Bushaltestelle Heinrichsdamm


*Fußnote

Der Begriff „Volksbrauchtum“ ist nicht grundsätzlich negativ besetzt, wird aber je nach Kontext kritisch gesehen. Er beschreibt im ursprünglichen Sinn traditionelle Bräuche und Sitten eines Volkes neutral, doch in Verbindung mit völkischer Ideologie oder Nationalsozialismus entsteht eine negative Assoziation durch Überhöhung und Instrumentalisierung.
Historischer Kontext: Im 19. und 20. Jahrhundert popularisierte die Romantik Begriffe wie „Volkstum“ positiv als Ausdruck folkloristischer Kultur. Kritik entstand durch NS-Nutzung, wo Volksbrauchtum zur Propaganda für „Volksgemeinschaft“ diente, was heute zu Skepsis führt.
Aktuelle Wahrnehmung: Heute wird „Volksbrauchtum“ oft unproblematisch für regionale Feste wie Karneval oder Krampusläufe verwendet, solange kommerzielle oder kitschige Übertreibungen vermieden werden. Negative Konnotationen treten bei politischer Vereinnahmung auf, ähnlich bei „Heimat“ oder „Folklore“.
(Erklärung mit Unterstützung der KI perplexiti.ai)