Über Ilona Munique

Wahlbambergerin, Imkerin, Brotberuf: Diplom. Erwachsenenbildnerin

Bienenpatin Ruth Vollmar 2014/15

Klara Bretschneider, Bienenpatin Ruth Vollmar, Ilona Munique

Übergabe der Bienenpatenschaft an Ruth Vollmar (Mitte) am Schiffbauplatz am 03.03.2014

Wir freuen uns über unsere neue Bienenpatin, Ruth Vollmar aus Bamberg. Und gleichzeitig auf einen neuen Standort für unseren „Bamberger Lagenhonig“, den es von dieser Stelle allerdings erst 2015 geben wird. Denn die Bienenpatin erhält heuer zunächst einen Ableger von uns, der erst im zweiten Jahr ein Wirtschaftsvolk sein wird.

Auf den Plan einer Patenschaft gerufen hat Ruth Vollmar unser Aufruf nach einem Bienenstandort auf Bambergs Inselgebiet. „Bienen sind enorm wichtig, und unsere Tochter wünschte sich bereits vor vielen Jahren eigene Bienen“, so die Leiterin der Wirtschaftsförderung.

Bereits einmal schon stand kurzfristig eine Bienenbeute im gepachteten Garten am Schiffbauplatz. Doch nun soll es für mindestens zwei Patenjahre bei Bienen-leben-in-Bamberg.de sein, während derer die Betriebswirtschaftlerin das Imkern praktisch ausüben kann. Zusammen mit ihrer Tochter, Klara Bretschneider, hat Ruth Vollmar bereits vor drei Jahren einen Imkerkurs absolviert. „Na ja, das war alles eher theoretisch gehalten, Zwischenfragen waren nicht so erwünscht“, erzählt sie bedauernd. Doch immerhin schaffte es eine Grundlage, auf der nun aufgebaut werden soll. Auch sorgte der seit zwei Jahren imkernde Bruder Frau Vollmars für einen steten Fluss von Bienen-Fachliteratur.

Hier kommen die Patenbienen hin!

Ein guter Platz für die Patenbienen samt Bienenweide!

Überhaupt eint die Liebe zur Natur die Familie Vollmar/Bretschneider, die gemeinsam den Garten am Fluss aus seinem trostlosen Dasein erlöst hat und nun eine Bienenweidenwiese erblühen lassen möchte. „Ich genieße es sehr, dass wir ein Stück Natur in die Stadt zurück bringen“, schwärmt die gebürtige Nürnbergerin und aufgewachsene Hersbruckerin, die zusammen mit ihrem Mann seit 1987 in Bamberg lebt. „Schon als kleines Kind buddelte unsere Tochter Klara hingebungsvoll in Beeten und wir waren glücklich, ihr dies mitten in der Stadt ermöglichen zu können“.

Dass die mittlerweile 17-jährige Tochter im Projekt „Interkultureller Garten“, der seit Kurzem ein eingetragener Verein ist, mitmischt, verwundert daher nicht. Aber auch Schwimmen und Reiten erfüllt Klaras wenige außergymnasiale Zeit, und Mutter Ruth bedauert: „Wäre ich nicht so eingebunden, dann säße ich ebenfalls wieder auf einem Pferd wie früher. So reicht es nach der erfüllenden Arbeit leider nur für einen Sprung in in die Becken des Bamberger Schwimmvereins“.

Um so mehr freuen wir uns, dass Ruth Vollmar den Sprung in die Patenschaft getan hat. Innerhalb der sie allerdings zu nichts verpflichtet ist. Wir wünschen uns nur, dass wir an ihrem Beispiel öffentlich, also zum Beispiel über dieses Weblog hier, berichten dürfen, dass ihr die Bienen wichtig sind. Und dazu ist sie nur zu gerne bereit.

Denn Bamberg zu einer Bienenstadt zu machen, das schaffen wir nur gemeinsam mit unseren Freunden, Förderern und Multiplikatoren. Zwei Jahre lang dürfen sie Freud und Leid des Imkerns und der Bienen hautnah und durch einen steten Informationsfluss unsererseits miterleben. Und weitergeben. Zur Belohnung gibt es natürlich auch noch ein paar „Bienenpaten-Goodies“, ganz klar. Und die darf sich die Bienenpatin mit ihrer Tochter gerne teilen!

 

1. Bayerische Honigmesse 2014

HonigflussZum ersten Mal, am 2.11.2014, findet eine Bayerische Honigmesse für Imker, Imkerinnen und die interessierte Öffentlichkeit statt und zwar in Neusäss bei Augsburg.

Das Programm sollte Anfang 2014 erscheinen. Wir sind gespannt und verfolgen es über diesen Link. Veranstalter ist der Landesverband Bayerischer Imker e. V.

88. Imkerkongress in Schwäbisch Gmünd 2014

Da die Reservierung bereits möglich ist, jetzt schon die Info für den Herbst zu „Wanderversammlung“, dem 88. Kongress deutschsprachiger Imker in Schwäbisch Gmünd vom 11.-14.09.2014.

„Er gilt neben dem Weltkongress der APIMONDIA als der bedeutendste Imkerkongress im deutschprachigen Raum“, so die Ausschreibung des Deutschen Imkerbundes.

Frühjahresversammlung der Honigerzeugergemeinschaft in Eltmann

Logo Honigerzeugergemeinschaft, HEG SüddeutschlandEinladung und Programm der HEG, Honigerzeugergemeinschaft Süddeutschland w. V. zur Frühjahresversammlung in der Stadthalle Eltmann, Marktplatz 8, am 08.03.2014 sind heraus.

Zwei Fachvorträge bereichern den Tag

Vor der Mittagspause von Josef Muhr: „Wachs, ein wertvoller Stoff aus dem Bienenvolk“, Gewinnung, Aufbereitung und Verarbeitung.

Nach der Mittagspause, zu der es zwei Essen nach Wahl gibt, spricht Fachberater Arno Bruder: „Rationelle Betriebsweise einer erwerbsorientierten Imkerei“

Programmablaufzeiten:

7.00 – 9.50 Uhr
Einkaufsmöglichkeit im Imkershop der HEG, Industriestraße 17c, 97483 Eltmann

Ab 8.30 Uhr
Saalöffnung mit Einkaufsmöglichkeit
Ab 9.00 Uhr
Imbissmöglichkeit

10.00 Uhr
Eröffnung der Versammlung in der Stadthalle, Marktplatz 8, 97483 Eltmann

11.00 Uhr: Fachvortrag I

12.00 Uhr: Mittagspause

13.00 Uhr: Fachvortrag II

ca. 14.30 Uhr: Ende

 

Bienenschutz-Petition Greenpeace-Kampagne

Grafik Du-Deine-Deren FreundeWieder eine Bienenschutz-Petition, diesmal von unseren Greenpeace-Nachbarn aus Österreich. Unterzeichnen tut nicht weh und nützt bestenfalls, denn ruckzuck sind mit nur einer Unterschrift und anschließender Teilung im Social Network – wie auf der Grafik zu sehen –  10.000 Menschen erreicht. Die gesamte Webseite ist insgesamt sehr gut aufgebaut, informativ und einfach sehenswert.

 

Standorte für heimatlose Imker

Wir vermitteln mögliche Bienenvölker-Standorte (Stellplätze) an „heimatlose“ Imker.

Falls Sie in Ihrer Stadtwohnung keinen Platz zum Halten von Bienen finden oder Ihre Nachbarn keine Bienen um sich mögen – nehmen Sie Kontakt mit uns auf. Wir nehmen Ihre Anfrage auf und hören uns für Sie um.

Der Hain rüstet sich für unsere Bienen

Salweiden am Hollergraben im Hain (Bamberg)Die nächsten Tage versprechen, sonnig zu werden.Reinhold überprüft die Knospen Doch bereits jetzt sind die frisch im Herbst vom Gartenamt [wir berichteten] in den Hain gepflanzten Salweiden samtigsilbern mit Kätzchen besetzt. Weiden sind Nektar- und Pollenquelle und ein guter Eiweiß-, Fett- Traubenzucker- und Vitaminträger. Gerade jetzt, wo noch nicht viel blüht, sind sie das Beste, was es für die Bienengesundheit gibt.

Nun, wir nahmen die Zweige scharf in Augenschein und mussten leider feststellen, dass die ersten Zweiglein frisch abgeschnitten wurden.

Salweiden am Hollergraben im Hain (Bamberg)Bitte, nehmt unseren Bienen und auch Schmetterlingen die allererste Frühlingsnahrung nicht weg!

Sagt es auch euren Familien und Freunden, sie mögen euch doch auch ohne ein Palmkätzchensträußlein zum Sonntagskaffee besuchen. Bringt stattdessen einfach ein Glas echten, regionalen Bienenhonig mit, eingekauft über z. B. Regiomino!

VHS-Kurse zu Bienen und Imkerei … nebst einer offenen Frage

Heute kommt das VHS-Programm Bamberg heraus. Und erstmalig sind wir darin als Referenten mit zwei Kursen vertreten. Einen für Kinder ab 8 Jahre und einen für Erwachsene.

Es dauerte kaum ein Jahr, seit wir uns als Privatinitiative mit dem Namen „Bienen-leben-in-Bamberg.de“ und den Projekten „Bamberger Lagenhonig“ und „Bamberger Schulbiene“ sowie den Bienenpatenschaften in Bamberg etablierten. „Wieso ging das so schnell? Und wieso machen die das überhaupt? Und wieso so intensiv?“ Fragen, die sich aufdrängen, sogar uns selbst.

„Von Null auf Tausend …“

Bernd Schiller, der 1. Vorsitzende des Kreisverbands Imker Bamberg e. V., begrüßte kürzlich zum Kreisimkertag in Bamberg [wir berichteten] vor über 120 Gästen die anwesenden Honoratioren – und zu meinem gelinden Erstaunen auch die „Bamberger Schulbiene“, die – ganz ohne Kostüm! – inkognito in der Menge saß. (Tja, Reinhold, und ich habe dich noch gefragt: „Soll ich heute mal mein Maja-Kleid anziehen, nachdem ohnehin grad Fasching ist?!“)

„Von Null auf Tausend hat sie Bamberg mit dem Bienenthema erobert… und ich frage mich immer noch, … was treibt diese Frau an?!“, so klang es von der Tribüne herab, und ich staunte ein wenig nach innen. Sollte ich es versäumt haben, meine Motivation zu erläutern? Bin ich zu schnell gewesen zum Mitschreiben? Ist das echt nicht zu erkennen, geschweige denn, zu glauben?

Wer sind die „Bamberger Schulbiene“?

Um zunächst eines hier klar zu stellen: Mit der „Bamberger Schulbiene“ mag zwar zunächst qua Kostüm und weiblichem Sexus meine Person direkt gemeint sein. Auch ist sie im Social Networking vom Profil her als Einzelperson vertreten. Doch im praktischen Schulerleben sie ist immer nur zu zweit, also mit Reinhold Burger zusammen, ein Ganzes. Die Königin ist ohne ihren Drohn kein sonderlich funktionierendes Krabbeltier. Nur als Doppelpack sind wir zu haben. „WIR sind die Bamberger Schulbiene“. Da das etwas schwer zu vermitteln ist, benennen wir der Einfachheit halber Reinhold als „Schulimker“.

Aufgabenteilung von Bienen-leben-in-Bamberg.de

Meine Zuständigkeit ist die mündliche wie schriftliche Kommunikation, die Öffentlichkeitsarbeit und Organisation, vor allem auch der Bienenpaten. Als „Bamberger Schulbiene“ bin ich die Identifikationsfigur für die Mädchen. Sie darf ihnen über den Kopf streicheln, wenn sie ängstlich vor der Bienenbeute stehen. Was sie selten sind, wenn man sie nicht daran erinnert. Die Mädchen vertrauen dieser Biene Maja und sehen beruhigt zu, wie sie sich dem Gewurle nähert und es sogar berührt.

Reinhold Burger, der Schulimker, ist zuständig für das tiefergehende Knowhow rund um die Biene, den Honig und die Imkerei. Kaum eine Frage oder Behauptung, die nicht von ihm unvoreingenommen und beharrlich überprüft wird. Er übernimmt auch den größeren Part der direkten Bienen-Betreuung, da ich selbst zu oft auf Dienstreisen bin. Und er ist Identifikationsfigur für die Buben, lässt sie an den Smoker ran und gibt ihnen Selbstvertrauen durch seine sanfte, ruhige und sichere Art.

Wie ein Tetris-Puzzle-Spiel

So ergänzt sich das prima, greift eines ins andere und … ja klar, die Grenzen sind fließend. Imker sind wir beide. Entschieden wird gemeinsam. Gehandelt wird autonom nach Absprache. Über Verluste trösten wir uns gegenseitig hinweg und Erfolge feiern wir zusammen.

Kurz gesagt: Aufgabenteilung nach Kompetenzen, gegenseitiges Vertrauen und Verlässlichkeit.

Dann kommt noch hinzu: meine Vorbildung im bibliothekarischen (also informationskompetenten) Bereich, als Dtp-Fachfrau (also im grafisch-internettechnischen Bereich) und als diplomierte Erwachsenenbildnerin (also im lehrenden Bereich). Reinhold als Diplom-Geograph und Trainer kann ebenfalls viel aus seinem beruflichen Knowhow schöpfen, aber mehr noch durch seine ausgesprochen gut entwickelten Fähigkeiten der Beobachtung, akribischer Recherche und des wissenschaftlichen Arbeitens.

Erschwerend (manchmal im wahrsten Sinne des Wortes) kommt hinzu, dass wir zwei Steinbock-Geborene sind. „Da liegt ein großer Stein auf dem Weg“ – na und, den räumen wir ohne Federlesens weg oder springen mit Anlauf darüber. „Da steht ein Berg vor uns“ – den erklimmen wir in einem Zug, notfalls mit Umweg über eine tiefe Klamm. „Da ist der Weg zu Ende“ – ach was, nach der Serpentine findet sich sicherlich ein Trampelpfad, den wir gerne auch selber anlegen.
Glaubt es oder auch nicht, … im Übrigen sind Steinböcke auch die geborenen Skeptiker. Was nicht fünfmal überprüft wurde, wird nicht verfolgt. Denn sie lieben Erfolge und verzeihen sich ein Versagen nur äußerst schlecht. Von daher … mit Steinböcken mitzugehen könnte aufregend sein, und meist lohnt es sich!

„Wieso, weshalb, warum …“

Das war das „Wie“. Das „Warum wir gerne tun, was wir tun“ findet ihr innerhalb unseres Impressum. Und wenn ihr bis dahin gelesen habt (Respekt!), will ich euch noch eine persönliche Erkenntnis mitgeben.

Viele fangen mit dem Ziel an, mit der Motivation, also dem „Warum“. Ich meine inzwischen: zu wissen, zu was man fähig ist – ob allein oder eben mit einem tollen Partner – hilft ganz entscheidend dabei, das richtige Ziel zu finden. Danach ist alles ganz einfach. (Diese Erkenntnis ist übrigens meiner ProfilPASS@-Beratertätigkeit geschuldet.)

Aber es kann ebenso anders herum sein. Das richtige Ziel bringt die passende Fähigkeit hervor. Hm. Da ist sie wieder, die Henne-oder-Ei-Frage … 😉

„Mit der Natur der Bienen imkern“ – Kreisimkertag Bamberg 2014

Haben Sie schon einmal eine Königin gewonnen? Mir wurde am Kreisimkertag in Bamberg am 16.02.2104 dieses Glück zuteil, meine Tombola-Losnummer zeigte einen Haupttreffer. Natürlich war ihre Durchlaucht nicht selbst anwesend, sie wird erst im Frühjahr herangezüchtet. Doch gaben sich andere, ebenso ehrenvolle Gäste ein Stelldichein im vollen Saal der Sportgaststätte TSV Eintracht in Bamberg, eingeladen vom Kreisverband Imker Bamberg e. V.

Der (ganz und gar nicht!) Durchschnittliche

Bernd Schiller überreicht Honig an Günther DenzlerDer 1. Vorsitzende Bernd Schiller begrüßte Landrat Günther Denzler der von sich sagt: „Die durchschnittlichen 1,4 Kilo Honig, die in bundesdeutschen Haushalten verzehrt werden, dürfte ich wohl überbieten – für Brotaufstrich und im Tee!“

Denzler betonte die Notwendigkeit einer breiten Öffentlichkeitsarbeit, sind doch seiner Recherche nach Imkersleute im Durchschnitt 60 Jahre alt. Junges Blut täte Not, denn im Durschnitt sorgen 80-90% Hobbyimker für die notwendige Bestäubungsleistung. Nun, da kann ich dem CSU-Politiker nur beipflichten. Und hoffte für diesen Nachmittag, dass meine alte Kamera akkumäßig brav durchhält. Hatte doch offenbar sonst niemand fotografische oder pressetechnische Ambitionen. Hier können wir nur besser werden!

Der Wiederholungstäter

Bernd Schiller überreicht Wolfgang Metzner ein Glas HonigEbenfalls nicht ohne eine Honiggabe zog SPD-Fraktionsvorsitzender Wolfgang Metzner in Vertretung des Bamberger Oberbürgermeisters von dannen – wobei er tapfer bis fast zum Schluss der Veranstaltung ausharrte. Und nicht, ohne in seinen Grußworten an das Vorjahr anzuknüpfen, in dem er zu selbigem Anlass und Vertretung eine Königin gewonnen und diese der Schulimkerei des Clavius-Gymnasiums vermacht hatte.

„Es würde mich doch sehr interessieren, was aus meiner Königin geworden ist“, so der Gymnasiallehrer, bevor er auf die politische Wichtigkeit einging, das Ehrenamt noch stärker zu fördern. Fänden wir gut. Und gut fanden wir auch die Überlassung seines diesjährigen Tombola-Gewinnes an die Bamberger Schulbiene. Sie wird die Gaben für den Unterricht gerne einsetzen. Und falls da noch etwas aus den Gesprächen nachfolgen sollte – wir würden uns freuen!

Der Veranstalter

Bevor Bernd Schiller das Wort an die Fachleute weitergab, berichtete der (wiedergewählte) Vorsitzende aus den Internas des Kreisverbandes. Generell eine nach oben gehende Entwicklung in der Anzahl der Imker, ein als Nummer 11 neu hinzugekommener Verein aus Zapfendorf, der Ankauf einer Funkwaage sowie ein guter Rechnungsabschluss war die positive Bilanz des Hirschaider Imkers.

Der Fachmann

Folie MitgliederentwicklungDer Fachbereichsleiter Veterinärwesen und Lebensmittelsicherheit im Landratsamt Bamberg, Dr. Hermann Knörl, berichtete über die aktuelle Situation im Bezug auf Bienenkrankheiten im Landkreis Bamberg. Wir blieben gottlob im vergangenen Jahr frei von der gefürchteten „Bösartigen Faulbrut“. Lediglich in den angrenzenden Landkreisen Forschheim, Hassfurt, Kulmbach und Neustadt/Aisch kam es zu vereinzelten Fällen, mit fünf Vorkommnissen als Spitzenwert im Bereich Leutenbach.

Der neu amtierende Kassenwart des Imker-Kreisverbands stellte außerdem die zur Behandlung gegen die Varoose zugelassenen Mittel vor. Prognosen zur künftigen Entwicklung der Milbe gleichen allerdings derzeit noch einem Blick in die Glaskugel. Doch wenn es so warm bleibt wie bisher, dann dürfte der Befall stark steigen, so Knörl. Zumal durch den beinahe frostfreien Winter kaum die Möglichkeit zur Oxalsäurebehandlung bestand, welche Brutfreiheit voraussetzt. Die wiederum nur bei länger anhaltendem Frost erfolgt.

Die Fachfrau

Die stellvertretende Leiterin des Fachzentrums Bienen der LWG Veitshöchheim, Dr. Ingrid Illies, freute sich nach ihrem kenntnis- und abwechslungsreichen Vortrag zum „Regelkreislauf im Bienenvolk“ über den riesen Blumenstrauß, der ihr als Dankeschön überreicht wurde.

Die physiologischen Zusammenhänge des Bienenvolkes als „Superorganismus“ erläuterte sie anhand der Themenschwerpunkte Wabenbau und Futtersuche. Welche Regel verbirgt sich als Antwort hinter den Fragen „Wieso weiß die Biene, wo sie was einlagern soll?“, „Wie weiß die Biene, wie die Waben gebaut werden müssen?“ und „Woran bemerkt ein Volk, dass sie ohne Königin ist?“. Dass sich die Bienen bei letzterer Frage durchaus vom Imker verschaukeln lassen täuscht nicht über die Tatsache hinweg, dass der fast weltweit verbreiteten Apis melifera eine muster- respektive „regel“gültige angeborene, bewundernswerte Verhaltensweise zur perfekten Selbstorganisation zu Grunde liegt.

Die Gäste

Voller Saal zum Kreisimkertag Bamberg 2014Sie meldeten sich zu Wort, allerdings nicht unbedingt direkt zum Inhalt der Vorträge. Den über 120 Gästen interessierte, nein, vielmehr erboste es, dass im Landkreis Bamberg kaum eine Hecke mehr für die Hackschnitzelaufbereitung verschont bliebe und so wichtige Futterquellen vernichtet würden. Bernd Schiller indes gab zu verstehen, dass auch der einzelne Feldbesitzer durchaus seine Brachflächen stärker mit Futterpflanzen aufwerten könne. Eine spürbare Emotionalität ging durch den Raum beim Thema „Gentechnik“.

Mag auch der Fachvortrag mit dieser hitzigen Grundsatzdiskussion ein wenig ins Hintertreffen geraten sein – wir persönlich fanden beides ganz hervorragend: die illustrierten, gut verständlichen Folien von Frau Dr. Illies sowie die engagierten, leidenschaftlichen Imker im Saal. Sie mögen ja im Durchschnitt alle etwas älter sein, doch was sagt das schon?! Alle gehen sie d’accord mit dem letzten Foliensatz: „Immer mit der Natur der Bienen imkern!“

Fazit zum Kreisimkertag Bamberg 2014

Freudige Tombola-Gewinnerin einer KöniginEin anregender, kurzweiliger Sonntagnachmittag, den wir uns auch für das 3. Septemberwochenende zum Bayerischen Imkertag erhoffen. Zumindest wurde uns vom Vorsitzenden prophezeit, dass die Oberbayern in der Regel allerhand zu bieten verstünden. Wir meinen aber, dass sich der Kreisimkerverband Bamberg ganz sicher nicht dahinter zu verstecken braucht. Tagesordnung, Referent(inn)en, Organisation und Durchführung waren wirklich lobenswert, alles sehr liebevoll gerichtet und bedacht – gerne wieder!

… strahlt eine freudige Königinnengewinnerin!

Wie war’s auf dem Honiglehrgang?

HonigbücherauswahlEin vertiefender Rundumschlag über Honig bot uns Fachberaterin Barbara Bartsch am 14.02.2014 in Breitengüßbach in ihrem zweiten Teil des Honiglehrgangs mit der Möglichkeit, einen Fachkundenachweis zu erhalten.

Die Spannbreite der Themen reichte von den Inhaltsstoffen des Honigs und seiner Verarbeitungsweise über die Qualitätskriterien in der Honigverordnung im Vergleich zum DIB bis hin zu rechtlichen Vorgaben beim Handel. Aber auch über die Nektarproduktion war einiges zu erfahren und über die wichtigsten Unterschiede von Blüten-, Heide- und Waldhonig. Mitgebracht hatte die kenntnisreiche Kollegin neben zahlreichen Folien auch eine Auswahl an Honig-Büchern. Der Abend endete mit einem Test, der gemeinsam ausgefüllt werden durfte, sogar unter Einbeziehung der Informationsbroschüre des Fachzentrums Bienen.

Folie NektarproduktionOb wir den Test bestanden haben, erfahren wir erst in einiger Zeit. Die Bescheinigung darüber erlaubt es, die Gläser unter dem Siegel des Deutschen Imkerbundes zu verkaufen. Das kann, muss man natürlich nicht unbedingt machen. So oder so empfiehlt es sich aber für alle Imker, auch für die langjährigen, hin und wieder einen Lehrgang zu absolvieren, um neue Erkenntnisse der Forschung parat zu haben. Denn der Kunde von heute ist kritischer als früher und möchte doch alles ganz genau wissen. Gut so!

Veranstaltet hat diesen kostenlosen Lehrgang der Imker und Bienenzuchtverein Bamberg Stadt und Land e. V., dem wir hiermit dafür danken. Wer sich für einen Lehrgang interessiert, kann sich von Bienen-leben-in-Bamberg.de die CD „Honig – von der Blüte bis auf den Frühstückstisch. D.I.B Honigschulung“ sowie die Broschüre ausleihen. Oder den Online-Lehrgang absolvieren. Einen Fachkundenachweis gibt es allerdings dafür leider nicht.