Salweiden-Pflanzaktion für Bambergs Bienen

Salweiden warten am Hollergraben aufs EingepflanztwerdenSchönes Datum, schöner Anlass! Am 11.12.13 wurden an drei Standorten am Hollergraben und Stengelallee ein Versprechen vom März eingelöst und fünfzehn Salweiden im Wert von rund 250 Euro gepflanzt (s. a. Bericht Neue Futterpflanzen für die Bamberger Bienenwelt). Die reichlich Pollen und Nektar tragenden „Palmkätzchen“ dienen im kommenden Frühjahr den Bamberger Bienen als erste und somit enorm wichtige Trachtpflanzen. Unsere dringende Bitte in diesem Zusammenhang: keinesfalls abschneiden für den Osterstrauß!

Gärtner pflanzen SalweidenGärtner pflanzen SalweidenNunmehr schmücken also 7 Salix caprea mas in einer beachtlichen Wuchshöhe von rund 2,5 bis 3 Metern sowie 8 kleinere Salix caprea-Sträucher von etwa einem Meter die Ufer des munteren Flüsschen im Hain. Da sich hier seit Kurzem auch ein Biber seines Lebens erfreut, werden mittels Maschengitter Vorkehrungen für die neuen grünen Bewohner getroffen. Danke den Gärtnern für ihren tatkräftigen Einsatz und das Casting mit uns, namentlich Frau Kowalewicz und die Herren Heiß, Stubner, Greubel, Schaumann, Denzlein und Ziller.

Apfel mit Wachsbiene als Symbol für die Bestäubungsleistung der HonigbienenVerdiensturkunde von Bienen-leben-in-Bamberg.deWährend andere Pflanzaktionen des Garten- und Friedhofsamtes Bamberg oftmals im Stillen und weitestgehend unbemerkt vonstatten gehen, gab’s diesmal einen etwas größeren „Bahnhof“. Wir von der partnerschaftlichen Privatinitiative „Bienen-leben-in-Bamberg.de“ überreichten eine Dankes-Urkunde sowie einen Apfel (übrigens vom Bamberger Bauernmarkt!) als Symbol für die Bestäubungsleistung der (Honig-)Bienen. Damit verleihen wir unserer Anerkennung und Freude Ausdruck, dass man unser Ansinnen, aus Bamberg eine Bienenstadt zu machen, tatkräftig unterstützt.

Michael Gerencser erhält Urkunde von Ilona Munique

Michael Gerencser, Herr Heiß, Ilona Munique

Mit dem Abteilungsleiter für das Gartenwesen, Dipl.-Ing. Michael Gerencser, gewannen wir einen kompetenten und zuverlässigen Partner, der nicht lange überredet werden musste, um den Bedürfnissen unserer kleinen, fleißigen Stadtbewohnerinnen entgegenzukommen. Und damit sind auch alle anderen Insekten eingeschlossen, die auf „städtische“ Nahrung angewiesen sind. Angewiesen sind die „sprachlosen“ Geschöpfe auch auf eine Lobbyarbeit durch den Menschen, der sich ihrer erinnert und annimmt.

Sollten also auch Sie in Ihrem Garten ein Eckchen frei haben für Salweiden und andere Futterpflanzen, dann wirken Sie mit uns die „stillen“ Wunder der Natur, auch in der Stadt.

[Siehe auch Artikel „Tischlein-deck-dich für unsere Schulbienen“ in der Insel-Rundschau, H. 2, 2013, S.10-11]

 

Der Countdown zum Don Bosco-Weihnachtsmarkt läuft …

Ilona und Reinhold am Don Bosco-Weihnachtsmarkt 2012… und damit zum 4. Honig- und Imker-Mitmach-Markt 2013 von Bienen-leben-in-Bamberg.de. Ein Adventsmarkt ausnahmsweise einmal WIRKLICH für die ganze Familie. Darauf legen Emil Hartmann und sein Team des Don Bosco Jugendwerks großen Wert.

Mini-HonigmarktDie „Bamberger Schulbiene“ und Schulimker Reinhold konnten im laufenden Jahr viele Erfahrungen im Umgang mit (Schul-)Kindern sammeln. Am 14. und 15. Dezember 2013 (3. Advent) bestücken wir im Gebäude des Kinderhorts „Boscolino“ nicht nur einen Stand mit Honig im Glas und zum Selberzapfen sowie verschenkfertig eingepackten Honig-Nebenprodukten (wir haben schon mal probeaufgebaut, siehe Foto), sondern laden auch ein zum Wabenausstechen und Rätselraten.

Damit es der ganzen Familie Spaß macht, ist für JEDES Alter – vom Moggäla bis zum G’scheidala – ein passendes Mitmach-Rätsel dabei. Setzt euch zu uns, genießt leckere Honiggetränke und rätselt rund um Honig-Bienen-Imkerei. Alle erhalten ein kleinen Mitmach-Geschenk, egal, ob ihr die richtige Lösung gefunden habt oder nicht.

Am 3. Adventssonntag wird zudem Anne-Sophie, sozusagen das „Nürnberger Weihnachtsengala“, als himmlische Abgesandte aus der Frankenmetropole nach Bamberg einschweben. Sie singt romantische Christmas-Pop-Songs, jeweils um 14, 15 und um 16 Uhr.

LorberhofRomantisch ist überhaupt das ganze Ambiente des Weihnachtsmarktes, allein der Lorberhof (St. Josefsheim) ist bereits den Anstieg auf den Jakobsberg wert!

Hier die Kerndaten

Willkommen zum „4. Honig- und Imker-Mitmach-Markt“ anlässlich des Don Bosco Weihnachtsmarktes 2013

Ort: im St. Josefsheim (Jakobsplatz 15, 96049 BAMBERG)

Sa., 14. Dezember 2013 | 13.30 – 20.00 Uhr
So., 15. Dezember 2013 | 11.00 – 19.00 Uhr

  • Zu Fuß etwa 30 Minuten (2,4 km) vom Bahnhof (zur Karte)
  • Mit dem Bus (verschiedene Linien), jeweils mit Umstieg am ZOB in die Linie 910 (Fahrtrichtung Klinikum bzw. Wildensorg, Ausstieg “Jakobsberg”) in 17-20 Min. und einer eher übersichtlichen 30-Minuten-Taktung
  • Mit dem Auto – bitte nicht! Falls unbedingt doch, dann umliegende Parkhäuser anfahren oder den Parkplatz des Ordinariats Jakobsplatz 8.

Himmlische BAmbrosius-Feier

Gäste am BAmbrosiustag 2013Da staunte unser Heiliger Ambrosius nicht schlecht. Seine Gäste schienen kundig zu sein, gleichwohl sie noch auf Erden, genauer gesagt, am Obstmarkt 10 weilten. „Im Himmel wird nicht geknarzt“, lautete der Titel des druckfrischen Bändchen unseres eremitierten Symphonikus, Klaus Karger, der einige Geschichten aus seiner Zeit als Schlagzeuger daraus während unserer Adventsfeier am BAmbrosiustag, den 7.12., zum Besten gab. Im Anschluss gab’s signierte Exemplare. Allerdings mussten wir einige Bände glatt noch nachkaufen gehen. Ausnahmsweise kam uns die lange Einkaufsnacht einmal gelegen. Klaus Karger signiert sein Buch

Was unsere Gäste bewegte

Neben weiteren literarischen Texten – immer wieder herrlich Wilhelm Busch’s „Verlust der Ähnlichkeit“ – galt es auch, zahlreiche interessierte Fragen zu Bienen und ihrer Zukunft zu beantworten. Dabei unterstützten uns zwei Imkerfreunde, wobei Sabine leider berichten musste, dass 6 von 8 ihrer Völker justament eingegangen sind.

"Altar" für den Heiligen AmbrosiusWir widmeten nicht umsonst diesen Abend unserem Schutzheiligen der Bienen, Imker, Lebküchner und Wachszieher. Und des Lernens. Hoffen wir, die Menschheit hat das Lernen nicht bereits verlernt und verzichtet endlich auf die schädlichen Pestizide. Denn diese hat Sabine als Ursache im Verdacht, sind ihre Völker doch von Äckern umgeben. An der mangelhaften Varroabehandlung kann es nicht gelegen haben, immerhin ist unsere Kassiererin im Imker und Bienenzuchtverein Bamberg Stadt und Land e. V. sachkundig beraten.

Mini-HonigmarktUm so mehr freuten wir uns über Conny Knopp vom „Malort“, die – angeregt durch das Radiointerview zur Schulbiene – zu uns gefunden hat. Und nun glücklich darüber ist, mit gutem Gewissen wieder Honig essen zu dürfen. Denn dass die Honigentnahme den Bienen eher nützt als schadet, konnten wir fachlich überzeugend vermitteln. Wir sind jetzt natürlich gespannt, wie ihr unser „Wildensorger“ aus unserem Mini-Honigmarkt schmecken wird, mit dem sie den Wiedereinstieg in die süße Welt der Bienen beginnen wird.
Es ist so wichtig, mit regional hergestellten und gekauften Honig unsere Imker zu unterstützen. Sorgt es doch dafür, dass es viele Honigbienen gibt, die allein durch ihre Masse zu einer ausreichender Befruchtung unserer heimischen Obst-, Gemüse- und Beerenkulturen enorm beitragen.

All unseren weiteren lieben Gästen – Anja und Franz aus der Fischerei, Ernie und Cornelia vom Mittleren Kaulberg 44 (wer übrigens zu Weihnachten noch dringend ein Möbel aufzumöbeln hat, ist hier an der richtigen Adresse!), Christian vom Cherbonhof – sagen wir Dank‘ fürs Kommen und Mitfeiern! Wir fanden’s wunderbar mit euch und freuen uns bereits aufs nächste Jahr, den 7.12., wenn es wieder heißt: „Adventskaffe am BAmbrosiustag!“

Nächster Termin von Bienen-leben-in-Bamberg.de, an dem ihr uns kennenlernen könnt, ist der 3. Advent zum Don Bosco-Weihnachtsmarkt am Jakobsberg im Lorberhof. Unseren Stand findet ihr im angrenzenden Kinderhort Boscolino.
Sa., 14. Dezember 2013 | 13.30 – 20.00 Uhr
So., 15. Dezember 2013 | 11.00 – 19.00 Uhr

Lehrbienenstandorte im Inselgebiet gesucht

Reinhold Burger und Ilona Munique von Bienen-leben-in-Bamberg.de

Reinhold Burger und Ilona Munique von Bienen-leben-in-Bamberg.de

Wir suchen immer noch nach einem Lehrbienenstand für Schulklassenführungen im Inselgebiet! In der aktuellen Inselrundschau (H. 2/2013) ist’s beschrieben unter dem Artikel „Tischlein-deck-dich für unsere Schulbienen“.

Daher bitten wir die „Insulaner“ herzlich um Hinweise, in welchem Garten wir einen bis drei Bienenbeuten aufstellen könnten. Entscheidend dabei ist ein unkomplizierter Zugang für die Bienenpflege, im Schnitt einmal wöchentlich (außer im Winter) sowie die Möglichkeit, mit einer Schulklasse (bis zu 30 Kindern) etwa viermal im Frühjahr praktischen Unterricht abhalten zu können. Der Platzbedarf läge also pro Bienenwohnung bei etwa 15 Quadratmetern.

Dass dabei für den oder die Bienenfreund bzw. –freundin frischer Honig abfällt sowie ein Einblick in das uralte, wieder neu entdeckte Handwerk Imkerei versteht sich von selbst. Hinweise an Ilona Munique und Reinhold Burger, Tel. 3094539, E-Mail: hallo [at] bienen-leben-in-bamberg [dot] de

Der Bürgerverein Bamberg-Mitte e. V. spendete übrigens neben einem Platz für unsere Beiträge heuer auch schon Geld für das Bamberger Schulbienen-Projekt (siehe Bericht).

Auch hier freuen wir uns, wenn aus der Bevölkerung noch der eine oder andere Euro hinzukommt. Aktuell sammeln wir für zwei Klassensätze = 30 Exemplare der beiden Bücher „Im Bienenstock“ [geschafft!] und „Unser Honigbuch“ von Heiderose und Andreas Fischer-Nagel.

Stichwort “Schulbiene” Kontoinhaberin: Ilona Munique | Postbank München | BLZ 70010080 | Kto-Nr. 830967806 bzw. IBAN DE30700100800830967806 | BIC PBNKDEFF

VIELEN DANK für jedwede Unterstützung!

Licht-und-Lebkuchen-Ausstellung

Fresko im Historischen Museum BambergReinhold Burger freut sich, die Ausstellung mit einem Exponat bereichern zu könnenNatürlich sind wir ein bisschen stolz, dass wir mit ein paar Exponaten zur sehr schön gelungenen Ausstellung „Licht und Lebkuchen – von Wachsstöcken und Lebzeltern“ in Bamberg beitragen konnten. Zu sehen im Historischen Museum (Alte Hofhaltung), das alleine ja schon ein Besuch wert ist. Man beachte die bunten Fresken, die allerlei Ranken, Getier und merkwürdige Wesen zeigen. Die Ausstellung selbst ist nicht zu groß oder zu klein, also gerade richtig für einen kurzweiligen ersten Adventssonntag mit der ganzen Familie.

Bunte WachsstöckeGezeigt wird die Sammlung Kerling – ja, genau, den Namen kennt der Bamberger von der Traditionsbäckerei aus der Oberen Königsstraße. Holzmodels, herrlich verzierte Wachsstöcke sind für große und kleine Besucher in den Schaufenstern der Stallungen wie in einer Art Guckkasten aufgereiht. In den Räumen sind außerdem einige Gerätschaften und historische Aufnahmen, zum Beispiel zur Bamberger Kerzenherstellung, zu sehen.

Beschriftung der AusstellungsexponateEingängige Texte begleiten die Exponate, die ausnehmend gut beleuchtet und in hervorragendem Zustand sind. Da Wachs leicht verformbar ist, sobald die Temperaturen steigen, ist der Sammler, Edgar Kerling, sehr zu loben, der offensichtlich gut auf seine Stücke aufgepasst hat.

Dr. Sophie Seher vor unseren Exponaten

Dr. Sophie Seher vor unseren Exponaten (Foto: Barbara Fiedler)

Dr. Sophie Seher, die die Ausstellung konzipierte, eröffnete am 29.12.2013 zusammen mit der Direktorin der Bamberger Museen, Dr. Regina Hanemann (ihres Zeichens unsere Bienenpatin) und Bürgermeister Werner Hipelius die gelungene Ausstellung vor geladenen Gästen. Wir durften erfreulicherweise dazu zählen. Unser Entdeckelungsgeschirr mit Entdeckelungsgabel und einem Fotorähmchen sowie zwei Rohwachse sicherten uns eine Einladung.

Banner zur Bienenzucht und LebzeltereiAuf dem Banner neben unseren Exponaten ist links unten zu sehen, wie ich gerade eine Honigwabe entdeckele. Wie gut, dass wir in diesem Sommer von unserer Honigernte ein paar schöne Fotos geschossen hatten!

Holzmodel mit ABCAls Pädagogin, wenngleich vom Studium her mehr für Erwachsene, doch durch Bienen-leben-in-Bamberg.de nun auch für Kinder, fand ich natürlich die „Bildungs-Holzmodels“ interessant. Sie sollten kurzweilig das Lernen versüßen, im wahrsten Sinne des Wortes.

Verzierte Wachsstöcke

Verzierte Wachsstöcke (Foto: Barbara Fiedler)

Von schlicht und funktional bis sehr reichhaltig und kostbar, sowohl profan als auch mit christlichen Motiven geschmückt, zeigten sich die Wachsstöcke, die so mancher Aussteuer beigegeben wurden. Wer hätte vor nur wenigen Generationen je gedacht, dass die Kostbarkeiten eines Tages so überflüssig werden, dass heute nur noch wenige formvollendete Exemplare in vergessenen Truhen und Schränken die Zeiten überdauerten? Und der Rest ging ohnehin in Flammen auf …

Bis 12.1.2014 ist die Ausstellung am Domplatz 7 täglich von 9-17 Uhr zu sehen. Am Heiligen Abend von 11 – 16 Uhr und am Neujahrstag von 13 – 17 Uhr.

Einladung zum BAmbrosiustag am Tag des Honigs 2013

Anlass? Internationaler Tag des Honigs, Tag der Bischofsweihe des Hl. Ambrosius, Schutzpatron der Bienen, Imker, Lebküchner, Wachszieher und des Lernens
Wo? Obstmarkt 10 (3. Stock), 96047 BAMBERG
Wann? Traditionell am Tag des Honigs (Namenstag des Hl. Ambrosius)
Lebkuchen vom FraunholzSa., 7. Dezember 2013 | 15.00 – 18.00 Uhr
Was? Gemütlicher, literarisch-kullinarischer Adventskaffee

  • mit Original Nürnberger Lebkuchen von Fraunholz (glutenfrei)
  • selbstgebackener Kuchen (gf, auch vegan)
  • Metverkostung
  • Waldhonig zum Selberzapfen
  • Kleine literarische Kostproben von Apollonia Mellifera rund um das Thema Honig, Bienen, Imkerei
  • Weihnachts-Honigshop mit schönen Geschenkideen

Anmeldung? Bitte ja, auch kurzfristig. Platz für 15 Personen – Teledaten hier
Kosten? Kaffee umsonst, die Met-Verkostung ist für Kultürla-Mitglieder kostenfrei. Alle anderen dürfen spenden. Sie unterstützen damit die Arbeit der „Bamberger Schulbiene“.

Erntedank 2013 eher dürftig

Die Schulbiene liest ZeitungEher dürftig fiel die Ernte auf der Banzer Streuobstwiese aus, vermeldete der „Fränkische Tag“ unlängst in seiner Printausgabe vom 2. Oktober. Die Bamberger Schulbiene liest das ohne Erstaunen. Oft genug wiesen wir darauf hin, wie schwierig das Jahr 2013 für Bienen und folglich für den Menschen war und noch immer ist.

So fiel denn auch die traditionelle Bestückung mit „Haralds Kartoffelkiste“ im Gasthofareal des „Goldenen Adlers“ in Mürsbach (Rattelsdorf) am Kirchweihsonntag, diesmal zusammenfallend mit Erntedanksonntag und dem „Tag der Regionen“, den Wetterumständen zum Opfer. Auch unser Honig war bereits vorzeitig gegessen, so dass wir uns für unseren Stand mit eingekauftem Waldhonig aus dem Steigerwald behelfen mussten. Dazu mehr im nächsten Weblogeintrag.

Mit allen Kräften beteiligen

Leute, das kann uns noch öfter passieren! Ein langer Winter und ein komplett verregnetes Frühjahr führen dazu, dass unsere Bienen – zumal bei Temperaturen im einstelligen Bereich – nicht ausfliegen, dadurch nichts sammeln, oder den Stock verkoten und dadurch krank werden, oder, wenn all dies noch mal gut aus ging, die jungen Königinen nicht auf Hochzeitsflug gehen können. Auch das Schneiden der Drohnenbrut zur präventiven Behandlung der Varroamilbe war in diesem Jahr vertrackt. Und da sich Entwicklung und Honigernte verspäteten, verschob sich auch die Ameisensäurebehandlung recht weit nach hinten. Die Folge: rasante Vermehrung der schädlichen Milbe und mit Sicherheit hohe Bienenverluste über den kommenden Winter.

Alles in allem – wir unken nicht, wenn wir dazu aufrufen, sich mit allen kleinen und großen Kräften und Maßnahmen am Erhalt der Bienenwelt zu beteiligen! Hier eine Liste, was alles möglich ist. DANKE!

 

Neue Futterpflanzen für die Bamberger Bienenwelt

Hungrige Bienen im Frühjahr? Wenn es nach uns ginge, nicht in Bamberg! Das Ziel: etwa 15 neue Salweiden, die besonders früh im Jahr reichlich Pollen und Nektar bieten.

Salix caprea Male

Kätzchenweidenknospe © Foto: Didier Descouens

Zusammen mit dem stellvertretenden Amtsleiter des Garten- und Friedhofsamt der Stadt Bamberg, Dipl.-Ing. Michael Gerencser, besichtigten wir daher am 2. Oktober die möglichen Standorte für die besonders bei Bienen beliebte „Salix caprea“. Im Herbst gepflanzt, stünden sie Bienen und anderen Insekten bereits kommendes Frühjahr als „Tischlein-deck-dich“ zur Verfügung. In Anbetracht des diesjährigen langen Winters eine immens wichtige Erstversorgung, falls uns erneut derartige Unbill erwarten sollte.

Standort „Harmoniegarten“

Michael Gerencser und Ilona Munique an der Bienenbeute "Villa Dessauer"

Stellv. Gartenamtsleiter Michael Gerencser und Ilona Munique von Bienen-leben-in-Bamberg.de

Dem Abteilungsleiter für das Gartenwesen überreichten wir an unserem Treffpunkt „Villa Dessauer“ als anregendes Dankeschön zunächst eine dicke Broschüre, den exzellenten baden-würrtembergischen Bienenweidekatalog (s. a. Bericht).

Aufspringende Knospe der Kornellkirsche (Cornus mas) DSC 7604a

Kornelkirschenknospe Foto: © Belladonna

Nach einem kurzen Blick in die Patenbeute von Dr. Regina Hanemann (die derzeitige Ameisensäurebehandlung läuft zufriedenstellend!) begaben wir uns in den angrenzenden Harmoniegarten. Zwar dürfte eine Salweide eher weniger charakterlich für die Anlage geeignet sein, doch Kornelkirschenwären eine schöne Bereicherung und ebenfalls bienenattraktiv. Am Michelsberg sind sie ja bereits zu bewundern.

Standort „Hollergraben“

Reinhold Burger von Bienen-leben-in-Bamberg.de und Michael Gerencser, Stadt Bamberg

Reinhold Burger von Bienen-leben-in-Bamberg.de und Michael Gerencser, Stadt Bamberg

Weiter gings an die Ufer des Hollergrabens. Entlang des Radwegs wie auch an der anderen Seite in Richtung Lindenallee zum Mühlwörth hin machten wir drei Stellen aus, die zwischen einem bis drei Salweiden aufnehmen könnten, so Michael Gerencsers Einschätzung nach. Unweit der kleinen steinernen Brücke, gegenüber der Liegefläche des Hainbads also, böte sich sogar Platz bis zu fünf der Kätzchenweiden-Sträucher.

Weitere Standorte?

Weitere Bewirtschaftungs- und Vorhalteflächen im Stadtgebiet, an denen wir eventuell sogar neue Bienenbeuten unterbringen könnten, erörterten wir theoretisch. Hier sind noch Anfragen an die entsprechenden Ansprechpartner erforderlich. Dabei ist uns Herr Gerencser eine große Hilfe, indem er uns mit entsprechenden Informationen versorgte und erste Kontakte vermittelte.

Wir danken Herrn Gerencser sehr für seine fachkompetente Begleitung und die Zeit, die er sich für unser Anliegen, Bienen nebst Tracht in Bamberg verstärkt anzusiedeln, genommen hat! Doch nicht nur an einzelnen Personen darf und kann das Salweiden-Projekt hängen bleiben. Es kann durchaus sein, dass wir noch Weidenpaten benötigen, die für eine ausreichende Bewässerung in der Anwuchsphase sorgen. Denn mit Neuanpflanzungen verbunden sind eben jene Nachfolgekosten, die das Gartenamt nicht mehr so ohne weiteres stemmen kann. Wo genau wir jemanden brauchen, vermelden wir noch. Jetzt heißt es erstmal: Einkaufen, Anpflanzen und auf ein baldiges Frühjahr hoffen!

Link zu den Fotos und ihren Creativ Commons Lizenzen:
Kätzchenweidenknospe by Didier Descouens via Wikipedia
Kornelkirschenknospe by Belladonna via Wikipedia

Bewerbt euch um kostenlose Schulbienenbesuche für 2014!

Anlass

Klaus Rubach überreicht der Bamberger Schulbiene den Spendenumschlag

Geschäftsführer Klaus Rubach überreicht der Bamberger Schulbiene den Spendenumschlag

Die Stadtwerke Bamberg spendete 200 Euro aus ihrer Spendenfibel (wir berichteten). Viermal Bienenunterricht ist somit bezahlt.

Doch welche Schule soll nun davon profitieren? Verlosen wollten wir’s nicht, also …

Wer kann sich um einen kostenlosen, 45-90-minütigen Unterricht der Bamberger Schulbiene bewerben?

Schulimker Reinhold zeigt den Schülern die Lernbienenbeute

Schulimker Reinhold zeigt den Schülern die Lernbienenbeute

Bewerben können sich einzelne Klassen der Jahrgangsstufen 1 bis hin zur Berufsschulklasse aus Bamberg. Bewerbungsschreiben nehmen wir von allen Personen der Schulgemeinschaft an, also von Lehrkräften, Schüler/innen, Eltern, Hausmeister/in, …

Voraussetzung für die Annahme der Bewerbung ist, dass wir während des Unterrichts  Situationsfotos machen dürfen. Denn die Berichte an die Öffentlichkeit dienen als anregende Beispiele, etwas für den Erhalt der Bienenwelt zu tun.

Wie stellen wir uns die Bewerbung vor?

  1. Kontaktdaten der Schule, Angaben zur Klasse und Klassenstärke sowie gewünschte Unterrichtsdauer (45 oder 90 Min. – mehr Stunden gegen Aufpreis, bitte nachfragen)
  2. Welches Unterrichtsfach soll mit dem Themenbereich Biene, Honig und/oder Imkerei bereichert werden? (Alle Fächer außer Fremdsprachen und Sport sind möglich)
  3. Unsere Frage zur Nachhaltigkeit: Was soll im Anschluss an den Schulbienenunterricht mit dem Erfahrenen und Gelernten passieren? Welches weiterführende Projekt plant ihr? (Beispiele siehe im Anschluss)
  4. Ist die Bewerbung außerdem nett gestaltet, erhöht es die Chance, angenommen zu werden
  5. Bitte schreibt folgenden Satz zu Ende: „Wir brauchen die Bienen, weil …“

Beispiele zu Punkt 3: Eine gemeinsame Collage erstellen, eine Fotosammlung anlegen, ein Buch rezensieren (also lesen und eine Kurzbeschreibung dazu anfertigen), ein Wabenmobile basteln, Bienenwachskerzen herstellen, ein Bienenlied einstudieren, kurze Bienenvideos drehen und ins Internet stellen, einen Imker interviewen, einen Zeitungs- oder Weblogartikel schreiben, … usw.

Natürlich geben wir euch Tipps, wie ihr es verwirklichen könntet. Die Ergebnisse werden hier im Weblog präsentiert.

Einsendeschluss und Form der Bewerbung

Die Ausschreibung läuft ab sofort und endet mit Beginn der Herbstferien, also Sonntag, den 27. Oktober 2013.

Sie ist per E-Mail, Fax und per Post möglich (siehe Impressum).

Was passiert mit der Bewerbung?

Eine Jury wählt aus den Einsendungen aus. Sie besteht aus

  • Reinhold Burger und Ilona Munique von Bienen-leben-in-Bamberg.de
  • Bienenpatinnen und -paten, sofern in Bamberg wohnhaft
  • Christiane Hartleitner (Kunsthistorikerin, Bamberger Online-Zeitung)

Alle Einsendungen werden Anfang Dezember 2013 informiert, ob sie ausgewählt wurden oder nicht.

1. Bamberger Schulbienen-Benefiz-Radtour 2013

Rähmchen mit ansitzenden BienenHerzliche Einladung zur 1. Bamberger Schulbienen-Benefiz-Radtour 2013, unter 20 Kilometer und für Familien (Kinder ab ca. 10 Jahren) und 8-Gang-Räder tauglich!
Wann?
Sa., 14. September 2013 | 9.00 – 14.00 Uhr ca. 11.30 Uhr (verkürzt wegen Wetterlage)
Anlass? “Inoffizieller” Internationaler Tag zum Schutz der Bienen

Was genau? Die vier Drei Bienenstandorte unseres Bamberger Lagenhonigs und zugleich Lehrbienenstände per Rad erleben. Mit kurzen Vorträgen und kleinen Überraschungen an den Standorten, Einkehrmöglichkeit in Wildensorg sowie regionalem Einkaufen.

Tourdaten:
Gesamt ca. 15 km 19,5 km [Etappe 1 eben, Etappe 2 eben mit zwei Anstiegen, Etappe 3 ein Anstieg, überwiegend bergab] Zur Touren-Karte (abzüglich Paradiesweg, Rössleinsweg, Wildensorg)

Sa-Bine auf Fahrradhelm auf dem Rößleinsweg in Richtung AltenburgStationen: 9.00 Uhr Garten Villa Dessauer (Treffpunkt) – Buger Wiesen via Hainpark – gegen 11.30 Uhr Wildensorg via Paradiesweg und Rößleinsweg (Einkehr im Heerlein) – Rinnersteig – gegen 11.00 Uhr Gärtnerstadt via Wildensorger Straße (Hofstadt-Gärtnerei).

Kosten? Freiwillige Startgebühr vor Ort. Die Spenden fließen in die Arbeit der Bamberger Schulbiene.
€ 15,- € 12,- als Familienpauschale bis 3 Kinder | 10,-7,- pro Erwachsenen | € 5,- € 4,- pro zusätzliches Kind bis 16 Jahre.

Weitere Infos? Die Teilnahme erfolgt auf eigene Gefahr. Wegen absehbar am Mittag wieder stärker einsetzenden Regens sowie durchweichter Wiese in Wildensorg kürzen wir die Tour ab.

Letzter Info-Stand: 13.09.2013 | 21.30 Uhr