1.
Sie haben selten Langeweile,
denn Bienen sind kaum mal alleine.
Vieltausend Schwestern und auch Brüder,
summen, brummen ihre Lieder,
für eine schöne Königin,
die ganz dem Volke sich gibt hin.
Schlagwort-Archiv: Bamberger Schulbiene
Bienen ganz nah für den Förderverein der Grundschule Bamberg-Gaustadt
Annerose Ackermann besuchte uns vor einiger Zeit in der Bienen-InfoWabe und war sofort angetan von unserem grünen Klassenzimmer auf der Erba-Insel. „Das wäre doch auch was für unsere Gaustadter Schüler!“, meinte die Vorsitzende des Fördervereins Volksschule Gaustadt begeistert und stellte daraufhin den Kontakt zum Kollegium der Grund- und Mittelschule Gaustadt her.
An einem eher für Badeanzüge denn für Imkerkleidung geeigneten heißen Sommertag lernten 8 Schüler/innen zwischen 6 und 10 Jahren sowie zum Teil deren Eltern, begleitet von der Lehrerin Katja Hipelius, die Welt der Bienen kennen. Ein Glück, dass wir grundsätzlich auf die Imkertracht verzichten. Als eine der letzten Gruppen in dieser Saison durften sie sogar direkt aus der Honigwabe am Lehrbienenstand schlecken, was mit Hut bzw. Schleier etwas kompliziert gewesen wäre. Zunächst eher zögerlich, zunehmend jedoch mutiger tauchten sie ihre Fingerchen zwischen den umherkrabbelnden Bienen in das süße Gold. Naturerlebnis pur!
Wir freuten uns, dass es allen so viel Spaß gemacht hat. Mit dabei war auch unsere Bienenpatin Felicitias Sauer, die ihre Freunde aus dem Alten Land bei Hamburg mitbrachte. Egal, aus welcher Generation man stammt – die Faszination „Biene“ ist bei allen gleichermaßen spürbar und die Fragen dazu keinem Alter zuzuordnen. Vor den Bienenstöcken sind wir alle nur Menschen, die beeindruckt und respektvoll den wuseligen Treiben zusieht.
Einzig die Imker/innen haben eine kleine Sonderstellung. Denn sie können die Stimmung der ihnen anvertrauten Völker einschätzen und im Notfall zum Rückzug blasen. Das war jedoch an diesem 04.07.2017 nicht notwendig, von Gewitterstimmung keine Spur und niemand hatte Bananen dabei. Diese riechen nämlich für Bienen nach einem Alarmpheromon, welches ihre Artgenossen ausströmen, wenn sie zugestochen haben. Es bringt ihre Kolleginnen dazu, sich ebenfalls bereit zu halten für eine Verteidigung des Volkes. Das einzige Kind, welches kürzlich erst eine Banane gegessen hatte, spülte sich vorsorglich den Mund mit Wasser aus und konnte sodann problemlos teilnehmen.
So war es ein erfüllter, abwechslungsreicher Nachmittag, der hoffentlich bei allen lange nachhält. Denn unsere Bienen brauchen Menschen, die sich für sie interessieren, sie schützen, pflegen und vermehren. Dies alles versuchen wir, möglichst vielen in Bamberg nahe zu bringen. 18 Führungen, Unterrichte und Vorträge seit Saisonbeginn im April werden es bis Juli sein, wobei die BIWa-Sonntagsöffnungen noch hinzkommen. Sie werden bis September für die Bevölkerung angeboten. Kleiner Hinweis: Kommender Sonntag fällt aus, wir bilden uns stattdessen auf dem Veitshöchheimer Imkertag fort. Denn die Probleme der Bienen werden leider nicht weniger. Doch dazu sind wir schließlich da.
Danke allen, die uns dabei unterstützen und auch allen, die zu uns in die Bienen-InfoWabe gefunden haben!
Fotogalerie
Falls Sie, liebe Erziehungsberechtigte, eines der Fotos in höherer Auflage möchten, wenden Sie sich bitte an uns. Aber auch, falls Sie möchten, dass wir eines der Fotos mit Ihrem Kind herausnehmen sollen, was wir umgehend veranlassen.
Bienenwoche im Hübscher Hallstadt startet mit Schulbiene und GS Scheßlitz
Große Themenwoche Bienen im Buch & Medienhaus Hübscher in Hallstadt vom 26.-30.06.2017. Die Bamberger Schulbiene war eingeladen, die Bienenwoche am Montag mit Schulbienenunterricht für zwei Klassen der Kilian-Grundschule Scheßlitz zu eröffnen.
Buchändlerin Elke Fichtner hatte nach Einladung an verschiedene Schulen für einen Bienenunterricht die Klassen der Lehrkräfte Petra Deglmann und Lisa Gramß erwählt. 50 Drittlklässler nebst einer Referendarin kamen nun in den Genuss nicht nur von Honig, sondern in der Hauptsache von spannenden Informationen rund um das faszinierende Insekt und seinem wertvollen Nutzen.
Viel zu sehen, riechen, fühlen, schmecken …
Jede Menge Anschauungsmaterial (Fotorähmchen, duftende Mittelwand- und Honigwabe, verschiedene Bienenbehausungen etc.) sowie ein Rätselblatt zu häufig verwechselten Hautflüglern (Biene, Wespe, Hummel, Hornisse) zogen die Kinder in den Bann. Viele Fragen und Wortmeldungen zeigten das hohe Interesse der Schüler/innen und die jeweils 90 Minuten verflogen im Nu.
Die Bienenwoche im Hübscher
Wer noch mehr erfahren möchte, beispielsweise über den Lebensraum der Biene oder die Imkerei, den erwarten einige weitere Aktionen in der laufenden Bienewoche. Beispielsweise die Gemäldeausstellung von Christel Keller, die Vorführungen der Imker Johann Machinek, Leo Weingärtner und Michaela Hock sowie Mal-, Bastel- und Schminkaktionen.
Frau Kammerer und Frau Fichtner überreichten uns als Dankeschön das neu herausgekommene Buch „Die Geschichte der Bienen“ von Maja Lunde sowie eine Spende über 250 Euro, worüber wir uns sehr gefreut hatten.
Vielen Dank auch für die – sicher nicht ganz unaufwändige! – Organisation an Frau Kammerer, inklusive Shuttleservice ins Market Hallstadt durch Frau Fichtner, die uns sehr persönlich betreute. Tolles Team! Ebenfalls ganz toll: der Büchertisch mit zahlreichen Büchern und Medien rund um Bienen, Honig, Imkerei und Natur. Schaut doch mal vorbei!
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Bei Bedarf an einer höheren Auflösung bitte melden.
Förderverein Hainschule gefällt es bei den Bienen
„Der Honig!“. „Die Bienen!“. „Mir gefiel alles!“ so lauteten die Antworten am Ende eines ereignisreichen Nachmittags auf der Erba-Insel. 11 Schüler/innen und ein Vater nahmen am Fördervereinsangebot der Hainschule zum Thema Bienen teil. Initiiert wurde die Aufnahme ins Fördervereinsprogramm von Anja Pillipp, deren Tochter in die Hainschule geht. Wie auch schon im vergangenen Jahr nahmen beide auch selbst an diesem Angebot teil. Langweilig wurde es dennoch nicht, denn es gibt immer wieder Neues zu hören von Maja und ihren Verwandten.
Diesmal lernten die Kinder zunächst die am häufigsten bei uns vorkommenden Hautflügler voneinander zu unterscheiden. Sie ließen sie sich nicht davon irritieren, als ich eine Honigbiene zeigte und behauptete, das wäre eine Hummel. Denn in der gleichen Woche hatten sie bereits ein Erdbeerfeld besucht und dabei von Hummeln und Bienen gehört. So wussten sie nun ganz genau, worin die Unterschiede zwischen den beiden Arten liegen. Das Rätselblatt wurde daher von den meisten Zweit- und Drittklässlern richtig gelöst und zu Biene und Hummel auch die Wespe sowie die Hornisse identifiziert.

Wo die Honigbienen leben, erklärten wir anhand von Fotorähmchen aus der Lernbienenbeute. Und wo der Honig verstaut wird, konnten wir mit einem Mittelwandrähmchen und einer vollen Honigwabe zeigen, die alle betasten bzw. beschnuppern durften. Gemeinsam rechneten wir aus, wie viele Gläser Honig aus einem Rähmchen bzw. aus einem Volk herauszubekommen wäre.
Tatsächlich wussten auch schon einige, wie das mit dem Honigschleudern geht. Mit Hilfe von Buchillustrationen ließ es sich noch ein bisschen besser verdeutlichen.
Dann aber gingen wir nach draußen, wo uns bereits die Schaufensterbeute mit echten Bienen erwartete. Tja, allerdings hatte Reinhold ein Rähmchen ohne Drohnen erwischt, so dass wir diesmal keinen Vergleich anstellen konnten.
Nachdem wir von einigen die langen Haare mit einem Tuch abgedeckt hatten, damit sich keine Biene versehentlich in ihnen verfangen kann, zogen wir zum Lehrbienenstand los. Hier durften alle ein Rähmchen mit Bienen halten, was sich alle auch trauten. Nicht umsonst tauften wir unser vierstufiges Konzept „Stressless-Methode“. Denn Schritt für Schritt werden die Kinder vertraut gemacht mit der Biene und ihrem Gewurle. Sie wissen, dass Ammenbienen oder Baubienen nicht zum Stechen neigen, sofern man ihnen ruhig und umsichtig begegnet. Da gibt’s auch kein Gezappel am Lehrbienenstand.
Wieder zurück in der Bienen-InfoWabe, unserem grünen Klassenzimmer, gab’s zur Belohnung Honig zum Probieren. Wir freuten uns natürlich sehr, als ein paar der Kinder vom Geschmack hellauf begeistert waren. So ließen wir uns nicht lange betteln und gönnten der kleinen Gruppe noch eine zweite Probierrunde. Schön, dass ihr so aufmerksam mit dabei wart! Vielleicht sehen wir euch ja bei unseren diesjährigen Honigschleudertagen noch einmal!
Falls Sie, liebe Erziehungsberechtigte, eines der Fotos in höherer Auflage möchten, wenden Sie sich bitte an uns. Aber auch, falls Sie möchten, dass wir eines der Fotos mit Ihrem Kind herausnehmen sollen, was wir umgehend veranlassen.
REWE-BIWa-Sponsoring mit Pettstadter Grundschule eingelöst
Die Bamberger Bienen-InfoWabe (BIWa) wurde 2016 mit finanzkräftiger Unterstützung aus den Reihen der REWE-Kaufleute aus Bamberg und Region erbaut. Alle 16 REWE-Märkte dürfen daher jeweils zwei Schulklassen zum Bamberger Schulbienen-Unterricht zu uns schicken.
Matthias Fröhlich, der den REWE-Markt im MainFranken Center an der Breitenau betreibt, ist einer von denen, der unsere Gegenleistung wahrgenommen hat. Er stellte den Kontakt zur Grund- und Mittelschule Frensdorf-Pettstadt her, so dass am 20.06.2017 die Klasse 3b der Pettstadter Grundschule in den Genuss eines besonderen Vormittagsprogramms kam.
27 Kinder um Klassenleiterinnen Claudia Kruse-Endres brauchen einiges an Platz, um gemeinsam aufs Foto zu kommen, welches wir gleich zu Beginn dieses schönen Sommer-Bienen-Tages für unseren Unterstützer aufnahmen. Doch im Inneren der Bienen-InfoWabe ist es groß genug, um allen einen bequemen Unterricht zu ermöglichen.
Von 9.00 bis 11.15 Uhr hatten wir ein abwechslungsreiches Programm geplant, angereichert mit Objekten und Methoden für alle Sinne, beispielsweise …
- großformatige Bilder sowie Fotorähmchen aus der Lehrbienenbeute (Sehen, Hören)
- ein Arbeitsblatt über die vier Insektenarten Honigbiene, Wespe, Hummel und Hornisse (Nachdenken, Schreiben)
- Mittelwandrähmchen (Fühlen, Riechen)
- eine 2,5 Kilo schwere echte Honigwabe (Haptik, Riechen)
- unsere Schaufensterbeute mit lebenden Bienen hinter Plexiglas (Sehen, Wiederholen des Gelernten)
- ein Spaziergang (Bewegen) zu unseren Bienen am Lehrbienenstand (Sehen, Hören, Riechen, Festigen des Gelernten)
- und ein Löffelchen Bamberger Lagenhonig (Schmecken)
Auch uns hat es wieder Spaß gemacht, trotz großer Hitze, der wir mit einem am Vortag neu angeschafften Ventilator begegneten. Die Bienen allerdings hatten davon nichts. Sie können jedoch ihre eigenen Flügel zum Wedeln verwenden. Dennoch unterließen wir diesmal das Bienenstreicheln, denn ein wenig schienen sie uns unruhig zu sein. Da geht die Sicherheit vor.
Im Namen der Grundschule Frensdorf-Pettstadt nochmals herzlichen Dank an REWE Fröhlich dafür, dass wir gemeinsam am Thema Bienen einen Grundstein für mehr Verständnis legen konnten. Frau Kruse-Endres jedenfalls möchte gerne im nächsten Jahr wieder kommen. Hier unsere Empfehlung: Im Januar/Februar anmelden, denn die Kapazitäten sind begrenzt. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen!
Biene und Didaktik der Naturwissenschaften für Uni Bamberg
Eine rund eineinhalbstündige „Vorlesung“ inklusive Bienenschau innerhalb des Studienthemas „Didaktik der Naturwissenschaften“ bot unsere Initiative „Bienen-leben-in-Bamberg.de“ am 13.06.2017 für zwei Gruppen von insgesamt 31 Lehramtsanwärter/innen an Grund- und Mittelschulen an. Dr. Yelva Larsen, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Fakultät für Humanwissenschaftenan der Otto-Friedrich-Universität, Institut für Erforschung und Entwicklung fachbezogenen Unterrichts, fädelte dieses praxisorientierte Seminar ein.
Die Aspekte „Bienen, Schulprojekte und Tipps für den Unterricht“ bestimmten den Rahmen. Das war natürlich etwas viel auf einmal, doch ursprünglich war die doppelte Zeit dafür vorgesehen. Wegen des hohen Interesses am Thema mochten wir allerdings niemanden der Studierenden absagen, so dass wir kurzerhand eine Doppelveranstaltung anboten.
Allerdings könnten wir uns hier eine Ausweitung vorstellen, denn jede Schule mit Schulgarten sollte „automatisch“ eine oder einen Schulimker/in aufweisen können, der allen Jahrgangsstufen und angedockt an verschiedenste Fächer „Schulbiene-Unterricht“ erteilt. Diese „Schulbienen“ auszubilden wäre ein reizvolles und überaus sinnvolles Projekt für unsere Initiative, aber auch für die Fakultät. Es wäre quasi das „Sahnehäubchen“ unserer Bemühungen in Richtung Multiplikatoren in Sachen Jungimkernachwuchsbildung. Erste Gespräche dazu sind geplant.
Neben bildreichen Folien dienten als weiteres Anschauungsmaterial einige Objekte aus unserem „grünen Klassenzimmer“, der Bienen-InfoWabe, Kopien von Aufgabenblättern, Rätsel und Beispiel-Curricula. Ergänzend hier unser Bamberger-Schulbienen-Konzept 2016.
Projekt „Wildbienenhotel“ im Erba-Park mit Wirtschaftsschule Bamberg

Initiiert von unserem Bienenpaten Daniel Schiller, Lehrer an der Graf-Stauffenberg-Wirtschaftsschule Bamberg, freuten wir uns auf ein gemeinsames Wildbienenhotel-Projekt mit der Klasse 10f. Vier Wochen vorab erhielt der Klassenleiter modifzierte Vorschläge zum Projektablauf. [Nachtrag 12.06.17]
Die rund 30 Schüler/innen bereiteten sich mittels Internetrecherche darauf vor, welche Materialien zur Ausstattung notwendig sind, besorgten sich diese und befüllten sodann am 24.05.2017 unser kürzlich erhaltenes neues Wildbienenhotel (siehe Bericht).
Einrichten des Wildbienenhotels
Die Akton dauerte einen Vormittag lang, an dem gesägt, gebohrt, geschraubt, geschmirgelt, geschnitten und Totholz gesammelt wurde. Auch, wenn sich das eine oder andere Material von uns als eher unbrauchbar diagnostiziert wurde (z. B. Tannenzapfen, Rindenmulch und Stroh), konnten wir anderes modifizieren, wie zum Beispiel die Tonziegelsteine. Deren Öffnungen sind zu groß und zu scharfkantig, doch eignen sie sich gut, um Schilfrohre aufzunehmen.
Ebenso sind die Löcher, die am Stirnholz angebracht wurde, besser über die gesamte Astlänge zu verteilen. Denn stirnseitig bricht das Holz mit der Zeit auseinander, die Sprünge ragen in die Löcher hinein und stören damit die Kinderstuben der zarten Wesen. Zart sind ebenfalls die Flügel der zierlichen Bestäuberinnen. Daher mussten alle Eingangslöcher glattgeschmirgelt werden.
Literatur & Links
Sich intensiver mit dem Wildbienenlebensraum auseinanderzusetzen schärft den Blick für die Details. Die meisten Wildbienenhotels werden leider falsch bestückt. Dass eine schnelle Internetrecherche nicht immer Qualitätsgarant ist, weiß ich als Bibliothekarin nur zu gut. Daher ist die Bienen-InfoWabe auch Hort einer Anzahl bedacht ausgewählter Bücher und Infomaterialien, die wir nun gut gebrauchen konnten. (siehe Imker-Bibliothek via Zotero, Tag-Filtersuche „Wildbienen“)
Empfehlenswerte Anleitungen aus dem Web sind:
- Bienenhotel.de http://www.bienenhotel.de/html/nisthilfen.html
- NABU: Gut gemacht statt gut gemeint https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/insekten-und-spinnen/hautfluegler/bienen/13704.html
- Naturgartenfreude: https://www.naturgartenfreude.de/wildbienen/nisthilfen/bezugsquellen/
Da das Hotel doch ziemlich groß ist und nun einige Materialien nicht zur Verwendung kommen, werden wir ein wenig nacharbeiten. Es wurden außerdem Tonziegel bestellt, die den Bedürfnissen einiger Wildbienenarten optimal entsprechen sollten.
Honig
Zur Ergänzung des Themas Wildbienen widmeten wir uns natürlich auch ihren Verwandten, den Honigbienen. Ihrem wohlschmeckenden, heilkräftigem Produkt, dem Honig, näherten wir uns durch die Schätzung, was eine volle Honigwabe wohl wiegt und die nachfolgende Berechnung, wie viele Gläser Honig man aus einem Volk ernten könne. Der bayerische Durchschnitt des Honigertrags lag 2016 bei 27,3 Kilo, in Oberfranken bei 31,4 Kilo. Allerdings schleudern die meisten Imker 2x im Jahr, wohingegen wir beim Bamberger Lagenhonig auf eine einmalige Schleuderung setzen, die etwa 18 Kilo einbringt.
Dass dieser daher sehr wohlschmeckend bei einer feinkristallinen Konsistenz ist, daran haben die Frühjahres-Obstblüten ihren Anteil. Auf die Frage, warum mancher Honig flüssig ist und mancher nicht, lässt sich reduzieren auf den unterschiedlichen Zuckergehalt in unterschiedlichen Blüten. Fruchtzucker bleibt länger flüssig als Traubenzucker, wobei ersterer besonders im Waldhonig (Ursprung hier: Ausscheidungen von Blattläusen) vorkommt, aber auch in der Robinie, Akazie, in der Kastanie und in Wildblüten. Jedenfalls war die Honigverkostung auf Baguette ein Beweis dafür, dass es schmeckte, denn 1 Kilo waren binnen kurzer Zeit in den Mägen der rund 30 Jugendlichen verschwunden.
Lehrbienenstandbesuch
Es ist schon schade, dass, je älter Kinder werden, um so mehr die Angst vor der Honigbiene zunimmt. Sie ändert sich allerdings meist wieder, wenn aus den Jugendlichen junge Erwachsenen werden. Dem mutigeren Teil der Gruppe jedenfalls wurde das unverhoffte und seltene Glück zuteil, dass Reinhold ausgerechnet eine mit Bienen besetzte Wabe herausnahm, auf der in voller Pracht die Königin zu sehen war. Sehr lange allerdings ließen wir sie nicht an der frischen Luft. Das Risiko ist zu hoch, dass etwas mit ihr passieren könnte. Uns ist tatsächlich einmal eine Königin davongeflogen, offenbar mochte sie das helle Licht nicht. Heute aber ging alles gut.
Dankeschöns
Nachdem sich der Klassensprecher sehr nett im Namen seiner Klasse bei uns bedankt hatte, löste sich die Gruppe gegen Mittag auf. Mit Lehrer und Bienenpate Daniel waren wir uns einig: es war ein gelungenes Projekt und wir hatten eine interessante und für alle lohnende und schöne Zeit miteinander, die sicherlich in vielen Punkten noch lange nachhallen dürfte – mindestens für unsere Erba-Wildbienen, die bald das neue Hotel beziehen mögen, oder beim künftigen bedachtsamen Honigeinkauf der Wirtschaftsschüler. Und natürlich, dass wir etwas mit unserem Bienenpaten erleben durften! Danke, dass du das möglich gemacht hast, Daniel! Danke, liebe Klasse 10f, für euren tollen Einsatz!
REWE-BIWa-Sponsoring mit Scheßlitzer Grundschule eingelöst

Die BIWa, also die Bamberger Bienen-InfoWabe, entstand 2015 mit finanzkräftiger Unterstützung aus den Reihen der REWE-Kaufleute aus Bamberg und Region. Alle 16 REWE-Märkte dürfen daher jeweils zwei Schulklassen zum Bamberger Schulbienen-Unterricht zu uns schicken.
Yvonne Hoh, die den REWE-Markt in Scheßlitz betreibt, ist eine von ihnen, die unsere Gegenleistung wahrgenommen hat. Sie stellte den Kontakt zur Kilian-Grundschule Scheßlitz her, so dass am 23.05.2017 die Klassen 2a und 2b in den Genuss eines besonderen Vormittagsprogramms kamen.
Die Klassenleiterinnen Frau Müller der 2b als auch Frau Lindner der 2a hatten ihre Schüler/innen im Vorfeld in Sachen Bienen auf diesen Tag vorbereitet. So saßen bereits lauter kleine „Experten“ vor uns, die auf viele unserer Fragen gute Antworten wussten und schlaue Fragen stellten.
Im Nu waren die rund eineinhalb Stunden je Klasse vorüber. Eingesetzt hatten wir abwechslungsreiche Objekte und Methoden für alle Sinne, im besonderen …
- großformatige Bilder sowie Fotorähmchen aus der Lehrbienenbeute (Sehen, Hören)
- ein Arbeitsblatt über die vier Insektenarten Honigbiene, Wespe, Hummel und Hornisse (Nachdenken, Schreiben)
- Mittelwandrähmchen (Fühlen, Riechen)
- eine 2,5 Kilo schwere echte Honigwabe (Haptik, Riechen)
- unsere Schaufensterbeute mit lebenden Bienen hinter Plexiglas (Sehen, Wiederholen des Gelernten)
- ein Spaziergang (Bewegen) zu unseren Bienen am Lehrbienenstand (Sehen, Hören, Riechen, Festigen des Gelernten)
- und ein Löffelchen Bamberger Lagenhonig (Schmecken)
Wir fanden es sehr schön mit den beiden Klassen und hoffen, dass unser befreundeter Scheßlitzer Imkerverein, der ebenfalls sehr rührig ist in Sachen Bienenunterricht, in naher Zukunft aus diesen Klassen seinen Imkernachwuchs erhalten wird.
Im Namen der Grundschule Scheßlitz nochmals herzlichen Dank an REWE-Hoh dafür, dass wir gemeinsam dafür die Grundlagen schaffen konnten!
Landesjustizkasse besucht Heiliggrab-Bienen in der Hofstadt-Gärtnerei
Unter dem Aspekt der Mitarbeiter/innen/gesundheit unternahmen 17 Damen der Landesjustizkasse Bamberg einen Ausflug zu unseren Bienen am Standort „Gärtnerstadt / Heilggrab“ und zu einer „Kräuterhexe“. Doch zuvor gab’s eine Einführung in die Welt der Bienen, des Honigs und der Imkerei.
Dazu trafen wir uns im Veranstaltungsraum der Landesjustizkasse, der einen wunderbaren Rundumblick auf Bamberg bot. Eine Mitarbeiterin hatte dies Idee einer Führung zum Bienenthema an uns herangetragen, nicht zuletzt, um unsere Privatinitiative zu unterstützen, aber auch, um den Kolleginnen etwas Gutes zu tun.
Und Gutes wusste man schon zu Urzeiten zu schätzen. Honig, Propolis (also Kittharz) und auch Wachs wurde zu allen Zeiten vom Menschen zur Pflege, Krankheitsvorbeugung, Linderung und Heilung genutzt. Ein Löffelchen Honig, langsam im Mund zergehen lassen, oder 3-4-mal am Tag zu 30/20/10 Tropfen, aufgelöst in etwas Milch, langsam getrunken, kann einer beginnenden Erkältung, vor allem im Hals- und Rachenraum, Einhalt gebieten. Also, bei mir hilft’s.
Nachdem alle ein Löffelchen Honig zur Verkostung genossen hatten, begaben wir uns zum Lagenstandort „Gärtnerstadt-Heiliggrab“, derzeit unser aktivstes und am besten entwickelten Volks in der Hofstadt-Gärtnerei. Überhaupt ist die Biene wohl das einzige Insekt, welches der Mensch je (freiwillig) als „Haustier“ gehalten hat. Auch heute zählt die Biene nach Rind und Schwein zum drittwichtigsten Haustier in Europa.
Am Standort Gärtnerei-Heiliggrab, Hofstadt-Gärtnerei
Dass diese Haustierhaltung ohne Gefahr möglich ist, beweist gerade dieser Standort aufs Trefflichste. Obwohl in der Gärtnerei fleißig gearbeitet wird, ist noch niemand von unseren Bienen belästigt worden. Und was heißt hier eigentlich „unsere“ Bienen … ein Stück weit sind es auch Carmen Dechants Bienen, denn sie ist Bienenpatin der ersten Stunde und hat zusammen mit ihrem Mann Michael ein wachsames Auge auf das Völkchen. Sie erleben alle guten wie schlechten Zeiten direkt mit und wissen ebenfalls um die Wunderwelt der Bienen.

Carmen übernahm nun den zweiten Teil der „Gesundheitsunterweisung“ und sprach von der Heilwirkung ihrer Kräuter, die biologisch gezogen und damit auch bienenfreundlich sind. Ja, Bienen und Gärtnerei, das passt einfach gut zusammen.
Schulbienen-Saisonstart 2017 mit der Jean-Paul-Kita Bamberg
Zum ersten Schulbienenunterricht in der Saison 2017 durften wir die Kinder der Jean-Paul-Kindertagesstätte Bamberg am fast winterkalten 20. April begrüßen. Doch die Sonne lachte die letzten Schneereste weg und in der Bienen-InfoWabe sorgte ein Gasofen für akzeptable Wärme. Welch‘ Glück, dass wir die Flasche kurz zuvor frisch ausgetauscht hatten.
Es sind eben auch diese Dinge, die wir durch den Unkostenbeitrag und über Spenden finanzieren und den die Gruppenleiterin Manuela Thein gerne bezahlte. Außerdem erhielten die sechs- bis neunjährigen Kinder Rätsel-/Arbeitsblätter, ein Wabenstückchen und eine Honigkostprobe. Weitere didaktische Materialien waren u. a. das Poster zu den Arbeitsbereichen der Bienen, die Fotorähmchen aus der Lehrbienenbeute, eine Mittelwandwabe und zum Gewichtsvergleich eine voll ausgebaute Honigwabe, das Buch „Im Bienenstock“ (von Fischer-Nagel) und leckerer Honig.
Von den 14 Jungen und Mädchen hatte tatsächlich nur ein einziges Kind eine Imkerin – die Tante – in der Familie. Zusammen mit einem anderen Mädchen konnte sie denn auch sehr genau erzählen, wie der Honig ins Glas kommt. Damit die anderen Kinder eine noch bessere Vorstellung von diesem Vorgang hatten, zeigten sie Fotos aus dem Buch „Unser Honigbuch“, ebenfalls von Fischer-Nagel.
Doch auch sonst lagen die Kinder mit ihren Antworten auf unsere Fragen häufig richtig, was uns natürlich begeisterte. Vielleicht tragen die Medien und Lehrer/innen mittlerweile zu einem neuen Grundverständnis über die Bienen und die Imkerei bei, was wir für die Zukunft bitter nötig haben.
Auch, wenn es für den Bienenflug fast zu kalt war, schauten wir am Ende der zwei Stunden zu unserem Lehrbienenstand. Es ist schon eigenartig, dass alles in voller Blüte steht, doch keine Bienen etwas davon zu haben scheint. Die Obsternte in den angrenzenden Schrebergärten wird heuer sicher mager ausfallen. Nun, ein paar Bienchen flogen doch aus und ein, jedoch mit sehr wenig Pollen an den Beinchen.
Dennoch hoffen wir, dass unsere kleinen und großen Besucher/innen spannende Stunden in Erinnerung behalten und Frau Thein vielleicht sogar ein drittes Mal wiederkommen möchte. Bis dahin … summ, summ, summ!













































































































































































































