Über Ilona Munique

Wahlbambergerin, Imkerin, Brotberuf: Diplom. Erwachsenenbildnerin

4. Honig- und Imker-Mitmach-(Advents)Markt 2013

BLIB-Stand am Don-Bosco-AdventsmarktTraditionell am 3. Adventswochenende und anlässlich des Don Bosco Weihnachtsmarkts* im St. Josefsheim (Jakobsplatz 15, 96049 BAMBERG), sind wir wieder mit unserem Honig- und Imker-Mitmach-Markt zwei Tage lang vertreten. Der wunder-wunder-wunderschöne Weihnachtsmarkt ist für die ganze Familie gedacht, und daher wird viel Wert darauf gelegt, dass Kinder ihren Spaß  haben werden. Da machen wir doch gerne mit!

Sa., 14. Dezember 2013 | 13.30 – 20.00 Uhr
So., 15. Dezember 2013 | 11.00 – 19.00 Uhr um 14.00, 15.00 und 16.00 Uhr Besuch von unserem eigenen “Nürnberger” Weihnachtsengel Anne-Sophie

Und das erwartet Groß und Klein an unserem Stand:

  • Regionaler Waldhonig zum Selberzapfen
  • Heiße Honiggetränke (Orangen-Sanddorn-Honig und warme Milch mit Honig)
  • Informationen rund um Honig-Bienen-Imkerei
  • Wabenbasteln
  • Rätselspaß für alle Altersgruppen
  • Specialguest: Weihnachtsengel Anne-Sophie singt am Sonntag „Christmas-Songs“

Es werden keine Eintrittskosten erhoben, doch über Spenden freuen sich sowohl das Don Bosco-Jugendwerk als auch wir für die Arbeit der “Bamberger Schulbiene”.

*früher: Alternativer Kunsthandwerker Weihnachtsmarkt des Don Bosco Jugendwerks

Die Biene Maja – das Original

Die Biene Maja – BuchdeckelDas Originalbuch von 1912 besitzt unsere Bienenpatin Elisabeth: Die Biene Maja und ihre Abenteuer von Waldemar Bonsels. Eine nachdenklich machende, sehr anrührende Passage daraus möchte ich heute einmal mit euch teilen:

Die Menschen sind gut und weise“, hatte sie ihr
gesagt. „Sie sind sehr stark und mächtig, aber sie mißbrauchen ihre
Kräfte nicht, sondern überall, wo sie hinkommen, entsteht Ordnung 
und Wohlstand. Sie sind dem Volk der Bienen wohlgesinnt, darum 
vertrauen wir Bienen uns ihrem Schutz an und teilen unseren Honig 
mit ihnen. Sie lassen uns genug für den Winter und sorgen dafür, 
daß der Frost und die große Schar der Feinde, die wir unter den 
Tieren haben, uns nicht stören oder vernichten. Es gibt wenig freie 
Tiere in der Welt, die solch ein Verhältnis von Freundschaft und 
freiwilliger Dienstbarkeit mit den Menschen eingegangen sind. Du 
wirst immer wieder unter den Insekten Stimmen hören, die dem 
Menschen Böses nachsagen. Höre nicht auf sie. Wenn ein betörtes 
Bienenvolk sich einmal in die Wildnis begibt und sein Heil ohne den 
Menschen versucht, geht es rasch zugrunde. Es gibt zu viele Wesen, 
die Verlangen nach unserm Honig tragen, und oft ist ein ganzer Staat 
ruchlos vernichtet worden, mit seinen Bauten und seiner Brut, nur 
weil ein unvernünftiges Tier seine Begierde nach dem Honig stillen 
wollte.“

Hier könnt ihr das Buch, das sprachlich und zeichnerisch wenig mit der Zeichentrickserie der 70er oder der animierten Folgen von heute gemein hat, kostenlos nachlesen – viel Spaß dabei! http://www.gutenberg.org/ebooks/21021

Die Biene Maja – Textbeispiel

Kostenlose Schulbienenbesuche für Gangolf-Grundschule

Hallo, liebe Schulbiene,

wir, die Kinder der Klassen 1a und 1b der Gangolf-Grundschule Bamberg möchten uns für einen Bienenunterricht bei dir bewerben. Wie man auf den Fotos sehen kann, sind wir alle fleißige Bienen, zumindest bemühen wir uns darum. Und deshalb würden wir uns über einen Besuch von dir sehr freuen. Wir sind zusammen 37 Kinder und wünschen uns eine 45-Minuten-Stunde.Bewerbung der Gangolf-Grundschule Bamberg, Klasse 1a

Unsere Frage zur Nachhaltigkeit „Was soll im Anschluss an den Schulbienenunterricht mit dem Erfahrenen und Gelernten passieren? Welches weiterführende Projekt plant ihr?“ beantwortete die Gangolfschule folgendermaßen:

Im Frühling 2014 werden wir uns sehr ausführlich mit dem Ökosystem “Wiese” auseinandersetzen – mit allen Sinnen und fächerübergreifend. Da würde sich doch das Thema “Biene” wunderbar eignen. Im Anschluss daran könnten wir uns gut vorstellen, etwas aus Waben zu basteln und auch ein Lied würde uns gefallen. In der 2. Klasse möchten wir mehr über die Biene selbst erfahren, ihre Lebensweise und ihre Bedeutung für das ökologische Gleichgewicht.

Wir brauchen die Bienen, weil ohne sie viele Pflanzen, die wir für unsere Ernährung brauchen, aussterben würden.

Wir freuen uns darauf, bald von dir zu hören.

Bewerbung der Gangolf-Grundschule Bamberg, Klasse 1b

Wer kann so einer charmanten Bewerbung schon widerstehen? Die Klassenlehrerinnen Isabelle Kraus und Cäcilia Michler der Gangolf-Grundschule bewarben sich um die von uns ausgeschriebenen kostenlosen vier Schulbienenbesuche, die durch die Stadtwerken Bamberg anlässlich der Ausschüttung aus ihrer Spendenfibel finanziert werden konnten.

Für die beiden anderen Klassenführungen hatte sich die Wunderburg-Schule beworben (siehe Bericht). Wir freuen uns aufs Frühjahr 2014 mit euch!

Kostenlose Schulbienenbesuche für die Wunderburgschule

Die Wunderburgschule darf sich auf das Frühjahr 2014 mit der Bamberger Schulbiene freuen! Die Bewerbung der beiden zweiten Klassen um einen kostenlosen Schulbienen-Besuch war erfolgreich – Herzlichen Glückwunsch!

In der Ausschreibung baten wir um eine nette Gestaltung der Bewerbung, was die Klassenlehrerin, Inge Grimm, auch wunderschön mit ihrer Klasse 2b erfüllte.

Bewerbungsplakat der WunderburgschuleAußerdem wollten wir wissen, welches Unterrichtsfach mit dem Themenkomplex Biene, Honig, Imkerei bereichert werden sollte und stellten eine Frage zur Nachhaltigkeit. „Was soll im Anschluss an den Schulbienenunterricht mit dem Erfahrenen und Gelernten passieren? Welches weiterführende Projekt plant ihr?“ Auch diese Fragen wurden überzeugend beantwortet.

Bewerbungsschreiben der WunderburgschuleDie kostenlosen Führungen werden ermöglicht durch die Ausschüttung der Spendenfibel im Jahr 2013 der Stadtwerke Bamberg (siehe Bericht). Wir schrieben die vier vorab finanzierten Klassenführungen aus und benachrichtigten alle Schulen schriftlich sowie noch einmal über das Schulamt. Dass sich allerdings nur wenige beworben hatten, ist zwar verwunderlich, doch so mussten wir wenigstens keiner Bewerbung absagen, was wir natürlich schade gefunden hätten.

Morgen erfahrt ihr, welche Bamberger Schule sich außerdem erfolgreich beworben hatte.

Bienenpaten-Newsletter 3/2013

Porträts der Bienenpaten (1): Michael Burger, Edith Schröder, Michael Alt, Meike Winnemuth, Hartmut HeldUnsere derzeit 12 Bienenpatinnen und -paten und 3 Ehrenpatinnen erhalten mehrmals jährlich einen Paten-Newsletter von uns. Er enthält Berichte und Hintergrundinformationen rund um die Patenschaften und zur Initiative „Bienen-leben-in-Bamberg.de“.

Im der letzten Ausgabe schrieben wir:

„Eine unglaublich intensive Zeit des Aufbaus unserer Privatinitiative wider des Bienensterbens liegt hinter uns, die wir zum Teil gemeinsam mit mit euch erlebten, ganz sicher jedoch mit euer aller Hilfe bewältigten.“

Porträtfotos der Bienenpaten (2): Elisabeth Burger, Christina Michel, Carmen Dechant, Sabine Gründler, Regina HanemannJa, es tut gut, sich all das Geschehene hin und wieder in Ruhe vor Augen zu führen. Neben einem Rückblick und dem Ist-Stand der Patenschaften samt Porträts zu den einzelnen „Mitgliedern“ berichten wir natürlich auch über die Situation der Bienenvölker, unsere alten und neuen (Lehrbienen-)Standorte und zum Honigertrag sowie über die Aktivitäten der „Bamberger Schulbiene“ und was wir das neue Jahr planen.

Über den Newsletter erfahren die Paten, ob nah oder fern, von allem, was bei uns geschieht und wie segensreich sich ihr angelegtes Geld entwickelt – inklusive einiger Rückschläge, die gottlob im Rahmen blieben. So hatten wir lediglich Verluste in der Ablegerbildung zu verzeichnen, die jedoch natürlich auch die Paten betrafen, deren Beuten bis nächstes Frühjahr verwaist sind. Doch geteiltes Leid ist halbes Leid, und so trösten und bestärken wir uns gegenseitig, dass nicht jedes Frühjahr so schlecht sein muss wie das in diesem Jahr!

Porträtfotos der Bienenpaten (3): Felicitas Sauer, Sabine SaamVielen Dank an dieser Stelle all unseren Patinnen und Paten, die unsere Initiative, Jungimker zu gewinnen und Bienen zu retten, so segensreich unterstützen!

Wer ebenfalls eine Patenschaft übernehmen möchte, kann sich auf dieser Seite näher informieren – und natürlich direkt bei uns!Porträts von Ehrenbienenpatinnen

P. S.: Eine Bienenpatenschaft ist ein sinn-liches und sinn-volles  Weihnachtsgeschenk. Liebevoll gestaltete Urkunden zum Verschenken senden wir per Post oder können bis zum 24.12. um 18 Uhr direkt am Obstmarkt 10 abgeholt werden!

Einladung zum BAmbrosiustag am Tag des Honigs 2013

Anlass? Internationaler Tag des Honigs, Tag der Bischofsweihe des Hl. Ambrosius, Schutzpatron der Bienen, Imker, Lebküchner, Wachszieher und des Lernens
Wo? Obstmarkt 10 (3. Stock), 96047 BAMBERG
Wann? Traditionell am Tag des Honigs (Namenstag des Hl. Ambrosius)
Lebkuchen vom FraunholzSa., 7. Dezember 2013 | 15.00 – 18.00 Uhr
Was? Gemütlicher, literarisch-kullinarischer Adventskaffee

  • mit Original Nürnberger Lebkuchen von Fraunholz (glutenfrei)
  • selbstgebackener Kuchen (gf, auch vegan)
  • Metverkostung
  • Waldhonig zum Selberzapfen
  • Kleine literarische Kostproben von Apollonia Mellifera rund um das Thema Honig, Bienen, Imkerei
  • Weihnachts-Honigshop mit schönen Geschenkideen

Anmeldung? Bitte ja, auch kurzfristig. Platz für 15 Personen – Teledaten hier
Kosten? Kaffee umsonst, die Met-Verkostung ist für Kultürla-Mitglieder kostenfrei. Alle anderen dürfen spenden. Sie unterstützen damit die Arbeit der „Bamberger Schulbiene“.

Was macht die Schulbiene im Winter?

Ilona Munique und Jutta Fraaß

Besuch von Ehren-Bienenpatin Jutta Fraaß (re.)

Zwar macht die „Bamberger Schulbiene“ gerade Pause in Sachen Bienenführungen, doch wir sind beileibe nicht untätig. Hinter den Kulissen geht’s weiterhin rund. Es wird nachgedacht, geplant, aufgearbeitet, vorbereitet und sich getroffen.

Es freut uns immer wieder, wie viel Menschen Anteil an unserer Arbeit mit und für die Bienen und Schulkinder nehmen!

  • Jutta Fraaß (Ehren-Bienenpatin) und Reinhold Burger

    „Ohne Bienen keinen Zwetschgendatschi!“ meinen Reinhold Burger und die Ehrenbienenpatin Jutta Fraaß

    Getroffen hatten wir uns beispielsweise mit den Bienen(ehren)patinnen Carmen, Regina, Jeannette, Jutta, Sabine und Edith. Wir hoffen, dass wir auch alle anderen zu einem unserer nächsten Termine zusammenbringen. Am 7. Dezember ist BAmbrosiustag  – vielleicht klappt es ja da? [Alle Termine]

  • Die Vorbereitungen zu diesem Treffen sowie dem Don-Bosco-Adventsmarkt am 3. Adventswochenende laufen an. Wir kauften bereits im „Imkerkaufladen“ der Honigerzeugergemeinschaft e. V. in Eltmann ein und versuchen uns am Basteln sowie dem Ausarbeiten neuer Rätsel für Klein und Groß. [Zum Bericht aus 2012]
  • Unser Spiralcurriculum für die Grundschule ist fertig, es folgen nun Mittelschule und Gymnasium. Wir hatten ja bereits Führungen in Anknüpfung an die Themenfelder des Heimat- und Sachunterrichts, doch möchten wir weitere Fächer im Kontext des bayerischen Lehrplans ausarbeiten, zum Beispiel Deutsch, Kunsterziehung und Mathematik. Viel lesen und schreiben und diskutieren ist dabei angesagt. Es dient auch zur Vorbereitung für die Aufnahme unserer Schulbienen-Fürungen in die Kultur.Klassen der Stadt Bamberg, die wir anstreben.
  • Beteiligt hatten wir uns an der umfangreichen Umfrage zur Konzeption von Lehr- und Schulbienenständen, einer Masterarbeit der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde in Zusammenarbeit mit dem Länderinstitut für Bienenkunde in Hohen Neuendorf e. V.
  • Noch im Bau befindliches Wabenrähmchen, im Hintergrund die SchulklasseZwei neue Lehrbienenstandorte in Bamberg sind in Planung, bei einem bereits erfolgreich genutzten Standort steht ein Umzug an. Dazu jedoch später mehr.
  • Ein Klassensatz „Unser Honigbuch“ und „Im Bienenstock“ soll noch in diesem Jahr bestellt werden. Hierzu freuen wir uns über Spenden, um die Summe von 330 Euro zusammen zu bekommen. Spender/innen werden übrigens gerne auf der Unterstützerseite verewigt!
  • Wir sind außerdem auf der Suche nach einem Holzmodell für eine Biene. Ich hatte dieses bereits einmal im Internet gesehen, doch ist es leider nicht mehr auffindbar. Das aus Plastik wollten wir nicht so gerne. Für sachdienliche Hinweise sind wir dankbar!

Wir – das sind Ilona Munique und Reinhold Burger, Imker von der Privatinitiative „Bienen-leben-in-Bamberg.de“. Wir sind sicher, dass man auch ohne die Gründung eines Vereins, der meist viel Zeit in Sachen Bürokratie und Organisation verschlingt, gemeinsam mit Bamberger Bürgern in Sachen „Bienenleben“ auf einen grünen Zweig kommen kann. Wir freuen uns auf Ihre Unterstützung zur Rettung der Bienen, und über Ihr Interesse an unserer Arbeit und über jede Spende.

Eine schöne Winterzeit wünscht allen herzlich – „Die Bamberger Schulbiene“

 

Malerisches Bienenleben

BienenzeichnungEs summt in der Gleisunterführung in Bad Staffelstein. Riesenbienen haben dort ihr Zuhause und begleiten die Reisenden ans Licht. Bienenzeichnung

Es gibt ernsthafte Menschen, die es nicht für gut heißen, wenn Tiere vermenschlicht werden. Ich selbst freue mich einfach daran, dass Kinder sie als Zeichenobjekt für sich entdeckt haben. Und beim Zeichnen zumindest überlegen, welche Farben eine Biene hat, wie viele Beine, dass Flügel und Fühler nicht fehlen dürfen und ihr Honigsammelfleiß zum Bewusstsein kommt. Meist befindet sich daher eine Blüte in ihrer Nähe. Oder andere Insekten wie Schmetterlinge und Marienkäfer. Herz, was willst du von der Computer- und Spielegeneration mehr?!

Bienenzeichnung

Daher fänden wir es von Bienen-leben-in-Bamberg.de schön, wenn die Bamberger Schulbiene vermehrt auch im Kunstunterricht über die Biene erzählen dürften. Da gäbe es einige wunderbare Projekte für Schüler, es muss ja nicht immer naive Kunst sein. Beispielsweise das Zeichnen der faszinierenden Facettenaugen – natürlich nicht, bevor sie erzählt bekommen, dass den Bienen sogar 5, in Worten: fünf (!) Augen zur Verfügung stehen. Oder die Eleganz ihres Rüssels, der sich am süßen Nektar labt. Hat jemand schon die filigranen Linien eines Bienenflügels mit Tusche gezeichnet oder geblasen?

Wir freuen uns auf eine Einladung, um die Welt der Bienen mal ganz anders zu entdecken!

Honigkurse in Franken

HonigflussEin Einführungskurs zum Honig findet am Sa., 02.11.2013 in Unterhaid im Anschluss an die Mitgliederversammlung des Imker und Bienenzuchtverein Bamberg Stadt und Land e. V., IBZV statt.

Referentin ist Barbara Bartsch, staatliche Fachberaterin für Bienenzucht in Oberfranken vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Bayreuth. Ort ist das Gasthaus Mohl, Unterhaid, Hauptstraße 8. Neuer Ort: Gasthaus Hümmer, Breitengüßbach.

Im Kurs geht es um die Grundlagen für die Gewinnung, Lagerung und Vermarktung von Qualitätshonig. Eine Bescheinigung, die zum Bezug der Etiketten des Deutschen Imkerbunds (DIB) berechtigt, kann aufgrund des geringen Kursumfangs NICHT ausgestellt werden.

Ein Honigkurs, an welchem diese Bescheinigung ausgestellt wird, findet am Sa., 16.11.2013 an der Landwirtschaftlichen Lehranstalt in Triesdorf (Mittelfranken) statt.

Vielleicht findet sich eine Fahrgemeinschaft von Bamberg aus? Bitte bei uns melden.

Broschüre zum Stationenlernen des Deutschen Imkerbundes

Literatur für den SchulunterrichtFür nur 5 Euro erhältlich ist „Die Honigbiene. Stationenlernen für den Unterricht“ vom Deutschen Imkerbund e. V. oder kostenlos als Dowload. Die Broschüre enthält Sachtexte, Arbeitsblätter und praktische Anleitungen und will anknüpfen an die Vorgaben der „Kernlehrpläne“, so im Vorwort zu lesen.

Implizit ist die Broschüre an die Zielgruppe der Lehrer gerichtet. Und auch nur diese können die gedruckte Broschüre kostenlos erhalten. So verzichtet der Herausgeber auf eine nähere Definition von „Stationenlernen“, einer Form des offenen Unterrichts, setzt vielmehr seine Bekanntheit voraus. Nichtsdestotrotz lässt sich die 96 Seiten starke und aufwändig farbig bebilderte Sammlung auch von anderen Pädagogen und Vermittlern in Sachen „Bienen, Honig, Imkerei“ modular einsetzen.

Für welche Jahrgangsstufen die Broschüre verwendet werden kann, erfährt man allerdings nur auf der oben verlinkten Webseite: die Sekundarstufe, also ab der fünften Klasse. Das eine oder andere Modul jedoch dürfte durchaus für die dritte und vierte Klasse einsetzbar sein.

Die 5 Module heißen:

Modul 1: Biologie der Honigbiene

Schön die Abbildungen zum Körperbau, wenngleich merkwürdigerweise der Rüssel nicht beschriftet wurde. Die Darstellung der Berufe der Arbeitsbiene im Sommer ist eingängig beschrieben. Hier fehlt allerdings im Lösungsblatt die Zuordnung eines Abbilds zur entsprechenden Tätigkeit. Dem zweitstärksten Modul mit 18 Seiten hätte ich ein eigenes Kapitel zur Königin gewunschen, sie ist nun einmal für Schüler das interessanteste Geschöpf im Bienenstaat.

Modul 2: Weitere Bienenarten

Hier finden sich drei Bauanleitungen für Nisthilfen und ein gut beschriebener Vergleich von Bienenwabe und Wespennest. Warum allerdings im Kapitel „Bienen, Wespen, Hummeln und Hornissen“ nur ein Vergleich des Aussehens der Bienenarten gezogen wurde und nicht auch in gebotener Kürze ein Vergleich ihrer Lebensweise? Beispielsweise, dass eine Hummel nur kleine Staaten bildet, jedoch bei niedrigeren Temperaturen fliegen kann als die Biene, was für die Bestäubung von Pflanzen in kalten Gebieten von Vorteil ist. Oder dass Hornissen und Wespen fleischliche Nahrung mögen. Und dass bei allen bis auf die Honigbiene lediglich die Königin und nicht das Volk den Winter überlebt.
Die vier Bienenarten farblich unterschiedlich auszumalen hingegen halte ich in der Schulpraxis für wenig zielführend und praktikabel, verfügt nicht jedes Schulmäppchen über unterschiedliche Gelb-Brauntöne und ist auch die schwarzgesättigte Bildvorlage schlecht auszumalen.
Insgesamt zählt das Modul 2 mit seinen 8 Seiten zu den kürzesten Modulen, ganz klar dem Schwerpunktthema „Honigbiene“ geschuldet.

Modul 3: Bienen – Nutzen und Gefährdung

Die Tabellen über die Bestäubungsleistung der Bienen auf verschiedenen Kulturpflanzen fehlen natürlich nicht. Inwieweit der „Rotklee“ zur Kulturpflanze zählt, dass sollten sich die Vermittler des Aufgabenblattes vorher zurecht legen, um von diesbezüglichen Fragen nicht überrascht zu werden (Stichwort: Phytotherapie, Samenbildung bzw. -zucht). Ausführlich und anschaulich wird auf die Varroamilbe und die Ursachen des Bienensterbens eingegangen. Schöne Fotos auch in diesem Modul, wobei die Trachtpflanzen im Anhang dankenswerterweise vergrößert dargestellt sind.

Modul 4: Produkte der Biene

Natürlich ist das Hauptkapitel dieses Moduls dem Honig gewidmet, und selbstverständlich geht der Herausgeber explizit darauf ein, was einen „Echten Deutschen Honig“ ausmacht bzw. ihn kennzeichnet. Nicht falsch, doch vielleicht ein wenig irreführend. Als wären alle anderen Honige regionaler Imker nicht „echt“. Den Schülern sollte man erklären, dass der Schlüssel in den Großbuchstaben liegt. An ihnen erkennen sie eine vom Deutschen Imkerbund e. V.  eingeführte Qualitätsmarke. Was andere „echte“ Honige nicht ausschließen muss.

Modul 5: Besuch beim Imker

Mit 27 Seiten das umfangreichste Modul wetzt die Scharte des im vierten Moduls vermissten Kapitels zum Wachs wieder aus. Neben einer Bastelanleitung zum Kerzenrollen finden sich handwerkliche Anleitungen zum Rähmchen bauen, verdrahten und verlöten, was Buben und Mädchen garantiert eine schöne Werkstunde bescheren sollte. Doch zuvor natürlich viel Wissenswertes über die Imkerei und welche Werkzeuge dabei zum Einsatz kommen. Dass Honige gerührt werden „müssen“, wie im Kapitel „Wie kommt der Honig ins Glas“ beschrieben, sei dahingestellt. Wir persönlich und viele, die wir kennen, lieben kristallinen Honig. Sehr schön hingegen das A4-füllende Foto einer bebrüteten Wabe mit Futterkranz und ansitzenden Bienen im Anhang. Ob das Foto von „Hinz und Kunz“ für den Lehrbienenstandbesuch weiterverwendet werden darf?

Was fehlt?

Nicht explizit erlaubt, jedoch naheliegend erscheint es mir, dass die Bild- und Textinhalte zumindest von Lehrern ohne Probleme kopiert werden dürfen. Zur Sicherheit hätte ich mir einen Vermerk in der Broschüre gewunschen, zumal die Fotos nicht alle vom DIB selbst stammen, wie der letzten Seite zu entnehmen ist. Eine Anfrage an den DIB hierzu läuft, wir werden berichten. Ansonsten bleibt, auf geltendes Urheberrecht zu verweisen.

Im Vorwort versprochen, dann jedoch fehlend, ist ein Anhang mit Adressen von Institutionen, die beim Besuch eines Imkers unterstützen. (Hier zur Abhilfe eine Adressliste). Die Adressen hätten vielleicht auch das Fehlen von Hinweisen auf Imkervereine und damit verbunden die Möglichkeit, das Imkern unter Anleitung zu erlernen, kompensiert.

Nicht vorgesehen ist weiterführende (Grundlagen-)Literatur oder Links zu federführenden oder überregionalen Institutionen und Organisationen. Schade.

Klar, es ist kein Handbuch, stattdessen ist Durcharbeiten der Arbeitsblätter und der Sachtexte angesagt. Vermutlich erschien daher ein Glossar und Stichwortverzeichnis überflüssig. Wer diesbezüglich etwas vermisst, mag Suchmaschinen und für die Download-Version die Suchfunktion bemühen.

Nachdem die einzelnen Kapitel zumindest auf den jeweiligen Moduldeckblättern angegeben sind, ist auch das Fehlen eines Gesamtinhaltsverzeichnisses verzeihlich.

Fazit

Von den genannten Schwächen einmal abgesehen … ein für den Unterricht ab der Sekundarstufe und zum Teil darunter oder für den Unterricht an Lehrbienenständen gut einsetzbares, anregendes Werkbuch, zumal in einem sehr guten Preis-/Leistungsverhältnis. Empfehlenswert. [Zur Bestellung und Download über den DIB.]